DE3808389A1 - Hydraulische schlagpresse - Google Patents
Hydraulische schlagpresseInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J7/00—Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
- B21J7/20—Drives for hammers; Transmission means therefor
- B21J7/46—Control devices specially adapted to forging hammers, not restricted to one of the preceding subgroups
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B15/00—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
- B30B15/16—Control arrangements for fluid-driven presses
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Schlagpresse nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Derartige Schlagpressen werden alternativ zu Spindelpressen als
Schmiedepressen, Steinpressen usw. eingesetzt, mit deren Hilfe ein
Werkstück, z. B. eine Keramikmasse, mit mehreren hintereinander
folgenden Schlägen gestaucht bzw. geformt werden soll. Bekannt ist
die Verwendung eines sogenannten High-Flow-Blasenspeichers und
eines Schnellschaltventils mit zweistufiger Vorsteuerung. Es ergibt
sich dabei das Problem, daß der Speicher aus Sicherheitsgründen erst
knapp vor dem Schlagvorgang mit dem Volumen gefüllt werden kann, das
der gewünschten Schlagenergie entspricht. Bei einem Schlag "ins
Leere" wird die Hydraulikflüssigkeit, z. B. Öl, schlagartig und
vollständig aus dem Speicher verdrängt, wodurch die Speicherblase
zerstört wird.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zur
Festlegung des Entlade- und Ladevolumens (Pendelvolumen) der
Hydraulikflüssigkeit für den Speicher, so daß nach Beendigung des
Schlagvorganges ein restliches Volumen an Hydraulikflüssigkeit im
Speicher verbleibt, unabhängig vom Gegendruck, welcher vom Zylinder
der Schlagpresse her entsteht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Maßnahmen nach dem
kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 gelöst.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt entlang den Linien II-II in Fig. 1, und
Fig. 3 ein Schaltschema der Hydraulikanlage.
In Fig. 1 bezeichnet 1 allgemein eine Dosiervorrichtung, bestehend
aus einem Zylinder 2, in welchem ein Kolben 3 gleitet, dessen
Kolbenstange 4 in einer zentrischen Bohrung 5 eines an der
Unterseite des Zylinders 2 angeordneten Zwischenflansches 6 geführt
ist, an den ein unterer Endflansch 7 anschließt. Die Oberseite des
Zylinders 2 ist durch einen oberen Endflansch 8 abgeschlossen. Die
Teile 2, 6, 7 und 8 sind untereinander, z. B. mittels Schrauben
(nicht dargestellt) verbunden. Wie aus der in Fig. 1 dargestellten
unteren Endlage des Kolbens 3 ersichtlich ist, wird die Kolbenstange
4 im unteren Endflansch 7 in einer zentrischen Bohrung 9 desselben
geführt. Auch im oberen Endflansch 8 ist eine zentrische Bohrung 10
vorgesehen, die sich in einem Anschlußnippel 11 fortsetzt, von dem
eine Leitung zu einem Druckspeicher 28 für eine Hydraulikflüssigkeit
führt (siehe auch Fig. 3). An die Bohrung 9 des unteren Endflansches
7 ist eine Leitung 23 angeschlossen, die einerseits zu einer Pumpe
26 und anderseits zu einem Schnellschaltventil 27 abzweigt (siehe
auch Fig. 3).
Die Länge der Kolbenstange 4 ist so bemessen, daß sie in der
Darstellung nach Fig. 1, d. h. in der unteren Endlage des Kolbens 3,
10 bis 20%, vorzugsweise 15% der Hubhöhe des Kolbens 3 in die
Bohrung 9 des unteren Endflansches 7 hineinragt.
Der Zwischenflansch 6 weist eine Mehrzahl von Bohrungen 12 auf, die
den Zylinderraum mit einer zylindrischen Kammer 13 im unteren
Endflansch 7 verbinden, und deren Gesamtquerschnitt im wesentlichen
dem der Bohrung 9 entspricht (Fig. 1 und 2). Von der Kammer 13 führt
eine Querbohrung 14 zu einem Druckbegrenzungsventil 15 dessen
Ausgangsleitung in einen Auffangbehälter 29 für die
Hydraulikflüssigkeit einmündet (siehe auch Fig. 3).
Eine Querbohrung 16 im Zwischenflansch 6 führt über eine Leitung 17
mit Rückschlagventil 18 zu einer Querbohrung 19 im oberen Endflansch 8.
Das Rückschlagventil 18 ist mit ca. 5 bar vorgespannt. Im oberen
Endflansch 8 ist eine weitere Querbohrung 20 vorgesehen, die zu
einem Druckschalter 21 führt. Im unteren Endflansch 7 ist ein
Rückschlagventil 22 angeordnet, welches einerseits mit der Kammer 13
über eine Bohrung 24 und anderseits mit der zentrischen Bohrung 9
über eine Bohrung 25 verbunden ist, wobei die Bohrung 25 unter dem
Ende der Kolbenstange 4 liegt, wenn sich der Kolben 3 in der unteren
Endlage befindet.
Die Funktionsweise der Dosiervorrichtung nach Fig. 1 und 2 wird
anschließend anhand der Fig. 3 erläutert. Ausgehend von der in
Fig. 1 dargestellten unteren Endlage des Kolbens 3 nach einem
Schlagvorgang wird eine regelbare Pumpe 26 bei geschlossenem
Schnellschaltventil 27 in Betrieb gesetzt, so daß die
Hydraulikflüssigkeit gegen die Stirnfläche der Kolbenstange 4 und
gegen das Rückschagventil 23 drückt. Sobald dieses öffnet setzt,
sich der Druck über die Kammer 13 und die Bohrungen 12 bis zur
Unterseite des Kolbens 3 fort und drückt diesen nach oben bis zur
oberen Endlage, so daß nur das über dem Kolben 3 befindliche
Hubvolumen an Hydraulikflüssigkeit in den Speicher 28 gedrückt wird.
Die durch das Rückschlagventil 23 gebildete Umgehungsleitung
erleichtert somit das Abheben des Kolbens 3 aus seiner unteren
Endlage. In der oberen Endlage des Kolbens 3 liegt das Ende der
Kolbenstange 4 oder der Querbohrung 14, so daß über die durch die
Leitung 17 und das Rückschlagventil 18 gebildete Umgehungsleitung
Hydraulikflüssigkeit in den Speicher 28 gelangt, wenn durch
Leckverluste an Hydraulikflüssigkeit bei der Kolbendichtung der
Druck im Speicher 28 bei Erreichen der oberen Endlage unter dem
Nenndruck liegt. Nach Erreichen eines gewünschten Drucks im Speicher
28 spricht der Druckschalter 21 auf einen voreingestellten Druck an
und schaltet die Pumpe 26 aus. Die Blase des Speichers 28 wird
vorzugsweise mit einem Druck bis zu 80% seines Nenndrucks
vorgespannt.
Durch Öffnen des Schnellschlußventils 27 wird der Kolben 3 nach
unten bewegt. Sobald die Kolbenstange 4 in die zentrale Bohrung 9
eintaucht, kann die Hydraulikflüssigkeit nur mehr durch den
Ringspalt zwischen der zentralen Bohrung 9 und der Kolbenstange 4
durchtreten. Dadurch wird die Zufuhr der Hydraulikflüssigkeit zum
Verbraucher gesperrt, der Schlagvorgang ist beendet. Die Bewegung
des Kolbens 3 wird verlangsamt und es kommt zu einem momentanen
Druckanstieg in der Kammer 13. Überschreitet der ansteigende Druck
einen vorbestimmten Wert von z. B. 260 bar, so öffnet sich das
Druckbegrenzungsventil 15 und leitet Hydraulikflüssigkeit zu einem
Auffangbehälter 29 ab. Der Kolben 3 wandert nun mit verlangsamter
Bewegung bis zu seiner unteren Endlage, worauf der nächste
Schlagvorgang durch Füllen des Speichers 28 in der oben
beschriebenen Weise erfolgen kann.
Die auf diese Weise erzielte "Dämpfung" der Kolbenbewegung durch das
Eintreten der Kolbenstange 4 in die Bohrung 9 ist nur bei der
Abwärtsbewegung des Kolbens 3 wirksam und kann durch Einstellung
des Ansprechdrucks des Druckbegrenzungsventils 15 sowie durch die
Größe des Spalts zwischen der Bohrung 9 und der Kolbenstange 4
beeinflußt werden. Mit zunehmender Größe des Spalts nimmt die
Dämpfung ab; gleichzeitig mit dieser Maßnahme kann auch
Hydraulikflüssigkeit beim Laden des Speichers 28 durch den Spalt
hindurchtreten, so daß gegebenenfalls die Bohrungen 24, 25 und das
Rückschlagventil 23 entfallen können.
Durch die erfindungsgemäße Dosiervorrichtung 1 wird einerseits ein
definiertes Lade- und Entladevolumen des Speichers 28 und anderseits
eine gedämpfte Bewegung des Kolbens 3 durch die Schieberwirkung der
Kolbenstange 4 gegen Ende des Schlagvorgangs erzielt, das daß auf das
Werkstück in der Schlagpresse eine definierte Schlagarbeit ausgeübt
wird.
Claims (7)
1. Hydraulische Schlagpresse, deren Zylinder über ein
Schnellschaltventil mit einem Speicher, insbesondere Blasenspeicher,
für die Hydraulikflüssigkeit verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Schnellschaltventil (27) und dem Speicher (28) eine
Dosiervorrichtung (1) zur Festlegung des Entlade- und Ladevolumens
der Hydraulikflüssigkeit für den Speicher (28) angeordnet ist.
2. Schlagpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dosiervorrichtung (1) eine Dämpfungsvorrichtung enthält, welche die
Bewegung des Kolbens (3) gegen Ende des Entladevorgangs verlangsamt.
3. Schlagpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dosiervorrichtung (1) aus einem Zylinder (2) besteht, in welchem
ein Kolben (3) gleitet, dessen Kolbenstange (4) in einer zentrischen
Bohrung (5) eines an der Unterseite des Zylinders (2) angeordneten
Zwischenflansches (6) geführt ist, an den ein unterer Endflansch (7)
anschließt, der eine zentrische Bohrung (9) aufweist, die vor
Erreichen der unteren Endlage durch die Kolbenstange (4) geschlossen
wird, wobei der Zwischenflansch (6) Bohrungen (12) aufweist, die
den Zylinderraum mit einer zylindrischen Kammer (13) im unteren
Endflansch verbinden, und wobei die Oberseite des Zylinders (2)
durch einen oberen Endflansch (8) mit einer zentralen Bohrung (10)
abgeschlossen ist, die mit dem Speicher (28) verbunden ist, während
die zentrale Bohrung (9) im unteren Endflansch (7) mit dem
Schnellschaltventil (27) und einer Pumpe (26) verbunden ist.
4. Schlagpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
von der Kammer (13) eine Querbohrung (14) zu einem
Druckbegrenzungsventil (15) führt, dessen Ausgangsleitung in einen
Auffangbehälter (29) einmündet.
5. Schlagpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Querbohrung (16) im Zwischenflansch (6) über eine Leitung (17) mit
Rückschlagventil (18) zu einer Querbohrung (19) im oberen Endflansch
(8) führt und daß diese Querbohrung (16) erst knapp vor Erreichen
der oberen Endlage von der Kolbenstange (4) freigegeben wird.
6. Schlagpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im
oberen Endflansch (8) eine Querbohrung (20) vorgesehen ist, die zu
einem Druckschalter (21) führt.
7. Schlagpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im
unteren Endflansch (27) ein Rückschlagventil (22) angeordnet ist,
welches einerseits mit der Kammer (13) über eine erste Bohrung (24)
und andererseits mit der zentrischen Bohrung (9) über eine zweite
Bohrung (25) verbunden ist, wobei die zweite Bohrung (25) unter dem
Ende der Kolbenstange (4) liegt, wenn sich der Kolben (3) in der
unteren Endlage befindet.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| 8141 | Disposal/no request for examination |