DE3807394A1 - Verwendung ausgewaehlter copolymertypen der acryl- und/oder methacrylsaeureester als fliessverbesserer in paraffinreichen erdoelen und erdoelfraktionen (i) - Google Patents
Verwendung ausgewaehlter copolymertypen der acryl- und/oder methacrylsaeureester als fliessverbesserer in paraffinreichen erdoelen und erdoelfraktionen (i)Info
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Description
Es ist bekannt, die Fließeigenschaften von Rohölen und/oder
Erdölfraktionen durch Mitverwendung beschränkter Mengen syn
thetischer Fließhilfsmittel zu verbessern. Aufgabe dieser
Fließhilfsmittel ist bekanntlich die Absenkung der jeweiligen
Temperatur unterhalb derer im flüssigen Kohlenwasserstoffge
misch Festbestandteile - insbesondere höhere Paraffine gege
benenfalls in Kombination mit Asphaltenen oder anderen schwer
löslichen Bestandteilen - in solchen Mengen auskristallisie
ren, daß die Fließfähigkeit der Kohlenwasserstoffgemische
nachhaltig beeinträchtigt wird. Der hier angesprochene Tempe
raturbereich wird durch die bekannten Methoden der Bestimmung
von Fließpunkt bzw. Stockpunkt ermittelt. Jedem Rohöl bzw.
den daraus gewonnenen Erdölfraktionen kommt aufgrund seiner
spezifischen Zusammensetzung ein Eigenfließpunkt zu, der bei
vielen Rohölen jedoch so niedrig liegt, daß keine Beeinträch
tigung bei der Förderung und beim Pipelinetransport eintritt.
Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Erdölqualitäten, deren
Stockpunkt oberhalb von 10°C liegt. Schon hier kann für die
Praxis die Mitverwendung von Fließhilfsmitteln auf Basis un
terschiedlicher synthetischer Homopolymer- und/oder Copoly
mertypen ratsam sein.
Es besteht ein umfangreicher Stand der Technik zu solchen
Hilfsmitteln, die auch als Paraffininhibitoren bezeichnet
werden und in der Regel durch Polymerisation von olefinisch
ungesättigten Verbindungen, die wenigstens anteilweise unver
zweigte gesättigte Kohlenwasserstoffketten mit mindestens 18
C-Atomen enthalten, hergestellt werden. Verwiesen wird bei
spielsweise auf die DE-AS 22 10 431 sowie die DE-OSen
26 12 757, 22 64 328, 20 62 023, 23 30 232, 19 42 504 und
20 47 448.
Besondere Schwierigkeiten treten für die Praxis dann auf,
wenn der Eigenfließpunkt des Rohöls bzw. der zu bearbeitenden
Erdölfraktion extrem hohe Werte erreicht, die insbesondere
wenigstens 25°C ausmachen und dabei bei 30°C und darüber
liegen können. Erdölmaterialien dieser Art neigen schon bei
Umgebungstemperatur zu rascher Verfestigung. Werden bei
spielsweise Pumpvorgänge auch nur kurzfristig unterbrochen
oder werden im Transport Temperaturbereiche - beispielsweise
durch Leitungen im Meerwasserbereich - mit verhältinsmäßig
niedrigen Temperaturen durchschritten, so tritt die rasche
Verfestigung des Kohlenwasserstoffguts zu einer nicht mehr
pumpfähigen Masse und damit die Blockade von Leitungen, Pum
pen und dergleichen ein. Erschwert wird der Sachverhalt da
durch, daß zum sicheren Ausschluß von Störungen der geschil
derten Art von der Praxis häufig gefordert wird, die Fließ
punkte der Öle bzw. Ölfraktionen auf Werte unterhalb 15°C
und insbesondere auf Werte unter 12°C oder gar unter 10°C
abzusenken. Es leuchtet sofort ein, daß technologische Schwie
rigkeiten ganz besonderer Art dann vorliegen, wenn es bei
spielsweise gilt, einen Eigenfließpunkt des Rohöls von etwa
33°C auf Werte deutlich unterhalb 10°C abzusenken. Als zu
sätzliche Schwierigkeit ist dabei zu berücksichtigen, daß die
einfache Erhöhung der Zusatzmenge beliebiger Fließpunktsver
besserer im allgemeinen nicht zu entsprechend erhöhter Abnah
me des Fließpunktes führt. Im einzelnen nicht aufgeklärte
Interaktionen zwischen Fließhilfsmittel und den sich verfe
stigenden Bestandteilen des Rohöls sind wohl etwa im Sinne
eines Thresh-hold-Effektes für das angestrebte Ziel verant
wortlich zu machen, wobei der bestimmten Konstitution des
Fließhilfsmittels entscheidende Bedeutung für seine Wirk
samkeit zukommt.
In der DE-PS 30 31 900 werden Mischpolymerisate aus n-Alkyl
acrylaten mit mindestens 16 C-Atomen im Alkoholrest und
Maleinsäureanhydrid mit Molverhältnissen von n-Alkylacrylat
zu Maleinsäureanhydrid von 20 : 1 bis 1 : 10 beschrieben.
Verbindungen dieser Art sollen als Kristallisationsinhibi
toren für paraffinhaltige Rohöle eingesetzt werden. Zahlen
mäßig dargestellte Beispiele betreffen die Verwendung ent
sprechender Copolymere im Molverhältnis des Acrylsäureesters
zum Maleinsäureanhydrid im Bereich von 1 : 1 bis 8 : 1. Über
wiegend werden dabei Rohöle mit Eigenstockpunkten unterhalb
20°C eingesetzt. Eine Wertetabelle beschäftigt sich mit dem
India-Rohöl, das bekanntlich ein besonders paraffinreiches
Ausgangsmaterial ist (störender Paraffingehalt 15%) und
einen Eigenstockpunkt von 33°C besitzt. Die optimale Wirk
samkeit der in dieser Druckschrift verwendeten Mischpolymeri
sate bezüglich der Stockpunkterniedrigung an diesem Ausgangs
material liegt beim Molverhältnis Acrylsäureester/Malein
säureanhydrid von 4 : 1. Die niedrigsten hier eingestellten
Stockpunkte liegen bei 12°C. Wird der Maleinsäureanhydrid-
Anteil im Copolymerisat weiter abgesenkt, dann steigen die
Stockpunkte des damit versetzten India-Rohöls bei mengen
gleicher Zugabe wieder an (vgl. hierzu insbesondere die Ta
belle 2 der genannten Literaturstelle) .
Die Lehre der vorliegenden Erfindung geht demgegenüber von
der überraschenden Erkenntnis aus, daß eine besonders wir
kungsvolle Absenkung der Verfestigungstemperaturen - bestimmt
nach den bekannten Methoden der Fließpunkt- und/oder Stock
punktermittlung - bei Ausgangsmaterialien hohen Paraffinge
halts und dementsprechend besonders hoher Eigen-Verfesti
gungstemperaturen gerade dann wirkungsvoll erhalten werden
kann, wenn Copolymertypen der zuletzt geschilderten Art als
Fließhilfsmittel eingesetzt werden, die sich durch einen ex
trem geringen Gehalt an Maleinsäureanhydrid auszeichnen. Es
hat sich überraschenderweise gezeigt, daß ausgewählte Copoly
merisate mit extrem geringen Maleinsäureanhydrid-Gehalten
besonders geeignet sein können, gerade wirkungsvoll die
Grenztemperaturen der Fließfähigkeit hochparaffinhaltiger
Rohöle bzw. entsprechender Erdölfraktionen abzusenken.
Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend die Verwendung
von Copolymeren aus Acryl- und/oder Methacrylsäureestern hö
herer Alkohole bzw. Alkoholschnitte mit wenigstens 16 C-Ato
men im Alkoholrest und nicht mehr als 5 Gew.-% Maleinsäurean
hydrid- Gew-.% bezogen auf Copolymergewicht - als Fließver
besserer in paraffinreichen Rohölen und/oder Erdölfraktionen
mit Eigenfließpunkten oberhalb 20°C und insbesondere ober
halb 25°C. Besonders geeignet sind für das erfindungsgemäße
Handeln Copolymere der genannten Art, deren Gehalt an Malein
säureanhydrid im Bereich von etwa 0,5 bis 2,5 Gew.-% und ins
besondere im Bereich von etwa 1 bis 2 Gew.-% liegt. Auch hier
beziehen sich die Angaben zu Gew.-% jeweils auf den Anteil am
Gesamtmonomer. Es ist Bestandteil der erfindungsgemäßen Leh
re, die Fließpunkte der eingesetzten Rohöle und/oder Erdöl
fraktionen mit ihren Ausgangs- bzw. Eigenfließpunkten ober
halb 25°C und insbesondere oberhalb 30°C durch den Zusatz
der erfindungsgemäß definierten Fließverbesserer auf Werte
unterhalb 15°C und bevorzugt unter 10°C einzustellen. Er
findungsgemäß wird es beispielsweise möglich, durch Zugabe
konventioneller Mengen der Fließpunktverbesserer im Sinne der
Erfindung auf Fließpunkte der extrem paraffinreichen Aus
gangsmaterialien im Bereich von etwa 0 bis 8°C zu kommen.
Damit ist die störungsfreie Handhabung auch dieser Rohöle
bzw. Ölfraktionen unter den normalen Alltagsbedingungen ge
währleistet. Insbesondere ist sichergestellt, daß unter Was
ser geführte Leitungen, Verteiler und dergleichen störungs
frei betrieben werden können.
Besonders geeignet sind für die Lehre der Erfindung geringe
Mengen an Maleinsäureanhydrid enthaltende Copolymere auf Ba
sis der Ester von Acrylsäure. Die weiterhin besonders bevor
zugten Acrylsäureester enthalten vergleichsweise langkettige
Alkoholreste, die wenigstens überwiegend n-Alkylreste sein
können und bevorzugte Kettenlängen im Bereich von C18 bis C24
aufweisen. Anteilsweise können Alkohole mit höherer Kohlen
stoffzahl, insbesondere bis etwa C30 und/oder Alkohole mit
niedrigerer Kohlenstoffzahl bis etwa C16, mitverwendet wer
den. Insbesondere das Lösungsverhalten der Copolymerisate in
üblichen Lösungsmitteln, beispielsweise Toluol und derglei
chen, wird durch den Einsatz von entsprechenden Alkohol
schnitten bei der Herstellung der Acrylsäureester und deren
nachfolgende Copolymerisation mit Maleinsäureanhydrid geför
dert.
Es hat sich weiterhin gezeigt, daß bei der Mitverwendung von
nur geringen Mengen an Maleinsäureanhydrid als Comonomeres im
Sinne der erfindungsgemäßen Lehre in den Fließpunktverbesse
rern dann besonders wirkungsvolle Copolymere erhalten werden,
wenn vergleichsweise hohe Gehalte an Alkoholresten mit wenig
stens 22 C-Atomen in der Acrylat- bzw. Methacrylatkomponente
vorliegen. So kann es im Sinne der Erfindung zweckmäßig sein,
Alkoholschnitte für die Herstellung der Acrylatkomponente(n)
einzusetzen, deren Gehalt an C22-Alkohol wenigstens etwa
35 Gew.-% und insbesondere wenigstens etwa 45 Gew.-% aus
macht. Besonders gute Fließpunktverbesserer werden dann er
halten, wenn diese langkettigen Alkoholkomponenten in den zur
Herstellung der (Meth)-Acrylatkomponente eingesetzten Alkohol
schnitten oberhalb von 50 Gew.-% liegen. Die hier angegebenen
Gewichtsprozent-Zahlen beziehen sich auf den Gehalt an C22-Al
kohol - und gegebenenfalls höheren Alkoholen - im Alkoholge
misch, das für die Herstellung der Acrylat- bzw. Methacrylat
komponenten verwendet worden ist.
Die Anwendungskonzentration der erfindungsgemäßen Fließpunkt
verbesserer liegt im konventionellen Bereich und beträgt bei
spielsweise 20 bis 1000 ppm, wobei Mengen im Bereich von 100
bis 500 ppm bevorzugt werden. Die Fließpunktverbesserer wer
den dabei zweckmäßigerweise in geeigneten Lösungsmitteln ein
gesetzt. Einzelheiten hierzu sowie zur Herstellung der Co
polymerisate finden sich im einschlägigen Stand der Technik,
beispielsweise in der bereits zitierten DE-PS 30 31 900.
Die für die Herstellung der Acrylatkomponenten eingesetzten
Alkohole oder Alkoholschnitte können nativen oder syntheti
schen Ursprungs sein. Alkoholschnitte mit einem überwiegenden
Anteil an Komponenten mit wenigstens 22 C-Atomen, gleichzei
tig aber auch untergeordneten Mengen an Alkoholkomponenten
des Bereichs C16 bis C20, sind die bevorzugten Einsatzma
terialien. In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung
werden derart ausgewählte Acrylate bzw. Methacrylate mit Ma
leinsäureanhydrid in solchen Mischungsverhältnissen copolyme
risiert, daß das Molverhältnis von Alkyl-Acrylat bzw. -Meth
acrylat zu Maleinsäureanhydrid größer als 20 : 1 ist.
Zur Herstellung der Maleinsäureanhydrid-Copolymerisate werden
die beiden Acrylatestergemische A und B eingesetzt, die sich
durch die C-Kettenverteilung des jeweils zur Acrylsäurever
esterung eingesetzten Fettalkoholgemisches unterscheiden. Die
beiden Acrylattypen kennzeichnen sich dabei wie folgt:
Zur Herstellung der Acrylat/MAH-Copolymeren werden zwei Ver
fahrenstypen eingesetzt, das Batch-Verfahren und das Zulauf
verfahren.
Die Monomeren, Initiator und Lösungsmittel werden in einen
Dreihalskolben eingewogen.
Bei einer Rührerdrehzahl von 70 Upm wird der Ansatz 10 × 1
min lang evakuiert und das Vakuum jeweils mit 99,999%igem
Stickstoff wieder aufgehoben. Bei einer Rührerdrehzahl von
50 Upm und unter leichtem N2-Strom wird der Ansatz auf 90°C
erwärmt und bei dieser Temperatur gehalten. Während der ge
samten Reaktion wird unter Inertbedingungen gearbeitet. Das
Anspringen der Reaktion äußert sich in einem Temperaturan
stieg auf 93 bis 96°C. Der Ansatz wird 3 h bei 90°C ± 1°C
gehalten. Nach dieser Zeit wird innerhalb von 45 min auf
Raumtemperatur abgekühlt und das Produkt abgefüllt.
Als Lösungsmittel wird hier und im nachfolgenden Zulaufver
fahren Toluol eingesetzt. Der eingesetzte Polymerisations
initiator ist Dibenzoylperoxid oder Azoisobutyronitril wie
nachstehend noch angegeben. Das Mischungsverhältnis von Lö
sungsmittel zu Monomerengemisch beträgt 1 : 1 (Gew.-Teile).
Die Monomeren werden im jeweils gewünschten Mischungsverhält
nis bei 45 bis 50°C in Toluol gelöst und die Lösung an
schließend auf 25°C abgekühlt. Auch der Initiator wird in
Toluol gelöst eingesetzt. Etwa 20% der pro Ansatz bestimmten
Monomerlösung wird in einem Reaktor vorgelegt. Der Reaktor
wird dreimal mit Stickstoff gespült und unter leichtem N2-
Strom unter Rühren auf 90°C erwärmt. Die Initiatorlösung
wird jetzt so zudosiert, daß die Gesamtdosierzeit 2,5 h be
trägt.
Ca. 20 min nach Beginn der Initiatorzugabe tritt eine Tempe
raturerhöhung auf. Die Temperatur wird durch Kühlen des Reak
tormantels bei 90 ± 3°C gehalten.
30 min nach Beginn der Initiatorzugabe wird die restliche
Monomerlösung so in den Reaktor dosiert, daß die Gesamt
dosierzeit 2 h beträgt. Während der gesamten Reaktionszeit
wird die Temperatur bei 90 ± 3°C gehalten. Nachfolgend wird
das Reaktionsgemisch weitere 60 min bei der gleichen Tempera
tur gehalten. Anschließend wird das Reaktionsprodukt gekühlt
und bei 30°C abgefüllt.
In der nachfolgenden Tabelle 2 sind die erfindungsgemäßen
Beispiele 1 bis 10 zusammengefaßt. Dabei wird dem jeweiligen
Beispiel der Typ des eingesetzten Acrylatmonomeren A bzw. B
zugeordnet und der Prozentgehalt (Gew.-%) des Maleinsäurean
hydrids im Monomerengemisch zur Herstellung des Fließpunkt
erniedrigers angegeben. In den Beispielen 1 und 2 ist der
Fließverbesserer nach dem Batch-Verfahren und in den Bei
spielen 3 bis 10 nach dem Zulaufverfahren hergestellt worden.
In den Beispielen 1 und 7 ist als Initiator Azoisobutyroni
tril, in allen anderen Beispielen als Initiator Dibenzoylper
oxid verwendet worden.
Die Tabelle 2 zeigt schließlich die spezifische Viskosität
der jeweils hergestellten Copolymerlösungen. Die Viskosi
tätsmessung erfolgt dabei mit einem Ubbelohde-Viskosimeter,
Kapillare I, ⌀ 0,63 mm. Die vermessenen Toluollösungen sind
dabei 3%ige Lösungen in Toluol. Die Messung wird bei 20°C
nach einer Temperaturangleichung von 10 min durchgeführt.
Die Tabelle 2 enthält schließlich die Fließpunktwerte (Pour
point), die bei der Zugabe der erfindungsgemäßen Fließpunkt
verbesserer zu einem India-Crude (Bombay-Rohöl) gemäß der
nachfolgenden Arbeitsanweisung erhalten worden sind.
Der Pourpoint wurde in Anlehnung an ASTM D 97-66 bzw. DIN
51597 wie folgt bestimmt:
25,0 g Bombay-Rohöl wurden zusammen mit 800 ppm der 50-ge
wichtsprozentigen Lösung des Fließverbesserers in einem ge
schlossenen Gefäß 15 min lang auf 50°C gehalten und dabei
5mal in regelmäßigen Abständen kräftig geschüttelt. Das so
gedopte Rohöl wurde rasch in ein zylinderförmiges Glasgefäß
mit einem Innendurchmesser von 27 mm umgefüllt und dieses
sogleich verschlossene Gefäß ausreichend tief in ein Wasser
bad von +36°C gehängt.
Nach 30 min wurde das Glas leicht zur Seite geneigt und be
obachtet, ob der Inhalt fließend war. Die Probe wurde nun
schrittweise um je 3°C gekühlt und die Prüfprozedur jedesmal
vollzogen. Zur Temperatur, bei der der Inhalt auch bei Nei
gung des Prüfglases um 90° nicht mehr floß, wurden 3°C
addiert und diese Temperatur als Pourpoint festgelegt.
Der Pourpoint des unbehandelten Bombay-Rohöls liegt nach die
ser Bestimmungsmethode bei 30°C.
Claims (4)
1. Die Verwendung von Copolymeren aus Acryl- und/oder Meth
acrylsäureestern höherer Alkohole bzw. Alkoholschnitte mit
wenigstens 16 C-Atomen im Alkoholrest und nicht mehr als
5 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 2,5 Gew.-% Maleinsäureanhydrid
(Gew.-% bezogen auf Copolymergewicht) als Fließverbesserer in
paraffinreichen Rohölen und/oder Erdölfraktionen mit Eigen
fließpunkten oberhalb 25°C zur Absenkung deren Fließpunkte
auf Werte unterhalb 15°C, bevorzugt unter 10°C.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fließverbesserer in Rohölen bzw. Erdölfraktionen mit
Eigenfließpunkten von wenigstens 30°C eingesetzt werden.
3. Ausführungsform nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß Maleinsäureanhydrid-Copolymere auf Basis der
Ester von Acrylsäure mit überwiegend C18-24-Alkoholen verwen
det werden, wobei entsprechende Alkoholschnitte bevorzugt
sind, deren Gehalt an C22-Alkohol wenigstens etwa 35 Gew.-%
und insbesondere wenigstens 45 Gew.-% ausmacht.
4. Ausführungsform nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß Copolymere eines Maleinsäureanhydrid-Gehalts
von 1 bis 2 Gew-% eingesetzt werden.
Priority Applications (12)
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Applications Claiming Priority (1)
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