DE3805779A1 - Vorrichtung und verfahren zum schindeln von einzelnen, nacheinander von stromauf nach stromab gefoerderten blaettern - Google Patents
Vorrichtung und verfahren zum schindeln von einzelnen, nacheinander von stromauf nach stromab gefoerderten blaetternInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein
Verfahren zum Schindeln von einzelnen, nacheinander von
stromauf nach stromab geförderten Blättern, gemäß dem
Oberbegriff der Ansprüche 1, 15, 16 und 17 und beschäftigt
sich insbesondere mit dem Schindeln dünner Wellpappe oder
dergleichen, die mit relativ hoher Geschwindigkeit gefördert
wird.
Der Gegenstand der Erfindung läßt sich anwenden auf
Stapelvorrichtungen, wie sie in der US-PS 42 00 276
(Marschke) und US-PS 45 98 901 (Thomas) beschrieben sind.
In der US-PS 42 00 276 ist beschrieben, wie in einer
stromaufseitigen Fertigungsvorrichtung ein kontinuierliches
Band von Wellpappe oder dergleichen geformt und stromab
gefördert wird, wo es in einzelne Blätter geschnitten wird,
die in Linie durch einen Vorschubgreifer zu einem
Vakuumförderer geführt werden, wo die Blätter geschindelt
werden. Die geschindelten Blätter werden dann durch
verschiedene stromabseitig angeordnete Förderabschnitte zu
einem Stapelförderer geführt. Die US-PS 45 98 901 offenbart
im wesentlichen eine ähnliche Vorrichtung, abgesehen davon,
daß sie zwei Vakuumförderer umfaßt, von denen einer die
Blätter vorschindelt und der andere die vorgeschindelten
Blätter zurückschindelt. Beide Patente offenbaren zahlreiche
Steuerungen für drehzahlregelbare Motoren und andere Geräte.
Die Vakuumförderabschnitte, die in den obengenannten Patenten
offenbart sind, umfassen voneinander beabstandete
stromaufseitige und stromabseitige Wellen, von denen einer
angetrieben ist und um die herum ein Band gelegt ist, welches
ein Förderband für die Blätter bildet. Zwischen den Wellen
und dem oberen und unteren Fördertrum ist eine Vakuumbox bzw.
ein Ansaugluftsammler angeordnet. Der Ansaugluftsammler ist
mit einer Vakuumquelle verbunden und weist in seiner Decke
Öffnungen auf, um auf die mittels des
Vakuumförderabschnittes zu fördernden Blätter ein Vakuum
wirken zu lassen. Obwohl die Öffnungseinrichtungen in den
beiden erwähnten Patentschriften an dem stromabseitigen Ende
des Ansaugluftsammlers angeordnet sind, können die
Öffnungseinrichtungen häufig auch an dem stromaufseitigen
Ende des Ansaugluftsammlers angeordnet sein, was allgemein
bekannt ist.
Bislang war der Vakuumschindler bei Maschinen, die die
Blätter im wesentlichen horizontal nacheinander durch einen
Vorschubgreifer und dann stromab durch einen Vakuumabschnitt
zum Schindeln führen, mit seinem stromaufseitigen Ende an
einem Niveau unterhalb der Greiferausgabe angeordnet, wodurch
eine Fallstrecke für die geförderten Blätter zwischen der
Ausgabe des Vorschubgreifers und der Eingabe des
Vakuumschindlers vorgesehen war. Der Schindler war früher
stromauf in eine stromabseitige Richtung geneigt, um ein
sauberes Schindeln der Blätter zu erleichtern, wenn sie quer
über den Schindler schwimmen und zuletzt durch das
kontinuierlich aufgebrachte Vakuum gebremst werden.
Der Betrieb solcher bekannten Schindler befriedigt im
allgemeinen bei mäßigen Blattgeschwindigkeiten, so um die
500-650 ft/min. Bei höheren Blattgeschwindigkeiten so um
1000 ft/min arbeiten die bekannten Schindler jedoch
unzureichend. Ein Problem, das bei höheren Geschwindigkeiten
auftritt, nämlich das Streuen der Schindeln, wurde im
wesentlichen durch das 2fach-Schindlersystem des
obengenannten US-Patentes 45 98 901 gelöst. Es ist jedoch ein
weiteres Problem zu beobachten, wenn die
Blattgeschwindigkeiten ansteigen.
Wenn die Blätter den Vakuumschindler überqueren, neigen sie
dazu, sich quer zu falten oder quer zu ihrer Breite
auszubeulen. Dieses sogenannte "Strahlbrechen" (beam
breaking) beschädigt nicht nur die Blätter, sondern
verursacht auch einen Stau in der Maschine am
Vakuumförderabschnitt, woraus manchesmal eine unerwünschte
Auszeit zur Behebung des Staus resultiert.
Der Grund des Ausbeulproblems scheint durch die vorliegende
Erfindung überwunden. Es sieht so aus, als seien die in den
Vakuumschindler gelangenden Blätter nicht stark oder stark
genug, für den Schindler. Früher wurde das Band bei geringen
Betriebsgeschwindigkeiten kontinuierlich von der
stromaufseitigen Verarbeitungsvorrichtung gefördert und hatte
Zeit im wesentlichen vollständig zu trocknen, bevor es in
Blätter geschnitten und geschindelt wurde. Der Schindler kann
trockene Blätter, mit einem niedrigen Feuchtigkeitsgehalt und
einer gewissen Strukturfestigkeit gut verarbeiten. Wenn
jedoch die Maschinengeschwindigkeit ansteigt, erreichen die
Kartonblätter nicht vollständig ihren trockenen Zustand,
bevor sie in den Schindler eintreten, sondern können zu
diesem Zeitpunkt eher noch feucht sein. Wenn das Blatt von
dem Ausgang des Vorschubgreifers nach unten auf den geneigten
Förderer fällt, neigt es somit zum "Strahlbrechen" oder zum
Knittern in Querrichtung. Wenn der vordere Teil des feuchten
Blattes durch das Vakuum des geneigten Schindlers nach unten
gezogen wird, ist das Blatt weiteren Beulkräften ausgesetzt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, das Problem des Ausbeulens
dünner Blätter an dem Vakuumschindler zu lösen, wenn die
Blätter aufgrund eines unerwünscht hohen
Feuchtigkeitsgehaltes erweicht sind oder wenn die Blätter
aufgrund ihrer Abmessungen oder ihres Materiales auch im
Normalzustand sehr weich sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch den
kennzeichnenden Teil der Ansprüche 1, 15, 16 und 17.
Der Vakuumschindler zum Schindeln einer Vielzahl von
nacheinander durch einen stromaufseitigen Vorschubgreifer
geführten Blättern ist mit einer Vakuummodulationssteuerung
versehen, welche Bremskräfte in erster Linie nur auf die
hinteren Enden der Blätter ausübt. In einer Ausführungsform
der Erfindung kann die Steuerung im wesentlichen einen "An-
Aus"-Vakuumbetrieb vorsehen, wobei das Vakuum abgeschaltet
ist, wenn das vordere Ende des Blattes an die Öffnungen der
Vakuumsaugeinrichtung angrenzt, und wobei das Vakuum
angeschaltet ist, wenn das hintere Ende des Blattes an die
Öffnungen der Einrichtung angrenzt. Bei einer anderen
Ausführungsform der Erfindung moduliert die Steuerung das
Vakuum so, daß es grundsätzlich auf einem nicht schindelnden,
niedrigen bzw. verringerten Niveau liegt, wenn der vordere
Bereich des Blattes an die Öffnungen angrenzt und daß es auf
ein beachtliches hohes Arbeitsniveau ansteigt, wenn das
hintere Ende des Blattes an die Öffnungen angrenzt, so daß
der Schindelvorgang stattfindet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann die
Vakuummodulationssteuerung ferner eine Steuereinrichtung zum
Erfassen der Fördergeschwindigkeit, der Position und der
Länge der geförderten Blätter aufweisen. Diese Informationen
werden verarbeitet, um ein Ausgangssignal zu erzeugen, das
die Geschwindigkeit einer Welle steuert, der ein Drehventil
zugeordnet ist. Das Ventil ist im Innern der Vakuumkammer des
Schindlers angeordnet und moduliert den Luftstrom durch die
Öffnungen der Ansaugkammer in Korrelation mit den zuvor
erfaßten Informationen.
Darüber hinaus kann der Vakuumschindler so angeordnet sein,
daß sein Blatteinzug im wesentlichen horizontal fluchtend mit
der Ausgabe des Vorschubgreifers ausgerichtet ist. Der
Vakuumschindler kann mit seinen Förderabschnitten im
wesentlichen horizontal, eher als geneigt, angeordnet sein,
so daß dadurch sogar die Mitte eines Blattes gestützt wird,
wenn das Blatt den Förderer überspannt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen beschrieben.
Im folgenden wird ein besonders bevorzugtes
Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1A und 1B in einer schematischen Darstellung eine
erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 2 in einer vergrößerten Teilansicht, teilweise
weggebrochen und teilweise im Schnitt den Vorschubgreifer und
den Vakuumschindler,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Vakuumschindler entlang
der Linie 3-3 aus Fig. 2,
Fig. 4 eine vergrößerte Schnittansicht eines Ventiles entlang
der Linie 4-4 aus Fig. 2,
Fig. 5 eine Schnittansicht entlang der Linie 5-5 aus Fig. 4,
Fig. 6 eine Teilansicht aus Fig. 4 mit einem anderen
Ausführungsbeispiel einer Vakuummodulation und
Fig. 7 in einem Blockschema einen Modulations-Steuerkreis.
Wie am besten aus den Fig. 1A und 1B ersichtlich ist, kann
das Konzept der Erfindung in einer Vorrichtung angewendet
werden, welche hintereinander einen Einzugförderabschnitt 1,
einen Kartonschneideabschnitt 2, einen
Beschleunigungsförderer 3, einen Förderabschnitt mit einem
Vakuumschindler 4, einen Abschnitt mit einem Sammelförderer
5, einen Abschnitt mit einem Stapelvorschubförderer 6 und
einen Blattstapler 7 aufweist.
Der Einzugsförderabschnitt 1 führt ein kontinuierliches Band
an Material aus einer nicht dargestellten
kartonverarbeitenden Vorrichtung. Der Karton passiert die
Schneidstation 2, die ein Messer 8 zum Trennen des Materials
in einzelne gesonderte Blätter 9 umfaßt. Das Messer 8 kann
auf bekannte Weise derart gesteuert werden, die mit der
Einzugsgeschwindigkeit korreliert, um eine vorgegebene Anzahl
von Schnitten einer gegebenen Länge pro Zeiteinheit
vorzusehen.
Der Beschleunigungsförderer 3 umfaßt ein endloses Förderband
10, welches in geeigneter Weise durch einen Motor 11
angetrieben ist und welches Blätter von dem Messer 8 zum
weiteren stromabseitigen Transport empfängt. Der
Beschleunigungsförderer 3 ist derart ausgebildet, daß er die
ankommenden Blätter separat auseinanderzieht und einen
Abstand dazwischen vorsieht, wie in der US-PS 42 00 276 und
der US-PS 45 98 901 beschrieben ist. An dem Ausgabeende des
Beschleunigungsförderers 3 ist ein Sensor 12 zum Erfassen der
Blattposition und der Blattlänge vorgesehen. Bei dem Sensor
kann es sich um einen photoelektrischen Sensor handeln.
An dem stromabseitigen Ende des Beschleunigungsförderers 3
ist ein Schindelvorschubgreifer 13 angeordnet, der eine obere
und eine untere Greifrolle 14 bzw. 15 umfaßt, um die Blätter
9 aufzunehmen und im wesentlichen horizontal
hindurchzufördern.
Der Vakuumförderabschnitt 4 empfängt die Blätter von dem
Greifer 13 um sie zu schindeln und anschließend weiter
stromab zu fördern.
Nach dem Schindeln gelangen die Blätter zu dem Sammelförderer
5, der ein Endlosband 17 umfaßt, welches in geeigneter Weise
von einem Motor 18 angetrieben wird. Von dort gelangen die
Blätter zu dem Stapelvorschubförderer 6, der ebenfalls ein in
geeigneter Weise durch einen Motor 20 angetriebenes
Endlosband 19 umfaßt.
Die Blätter gelangen dann zu dem Stapler 7, welcher ein paar
vertikaler Rahmenteile 21 mit Zahnstangen 22 darauf umfaßt.
Die Zahnstangen 22 kämmen mit Ritzeln 23, die an einer mit
Rollen versehenen Stapelplattform 22 angebracht sind. Die
Ritzel sind so ausgebildet, daß sie durch einzeln verbundene
Motoren 25 angetrieben werden können, um die Plattform in dem
Rahmen in vertikaler Richtung zu bewegen. An dem Eingang des
Staplers 7 ist ein Greifer 26 angeordnet, den die
geschindelten Blätter passieren. Bis hierhin entspricht die
Vorrichtung dem Stand der Technik und ist im wesentlichen
hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Betriebsweise ähnlich
der Vorrichtung, wie sie in den US-PS 42 00 276 und 45 98
901 beschrieben ist.
Der Förderabschnitt 4 umfaßt einen Vakuumschindler 27, der
mit mehreren Seite an Seite angeordneten endlosen
Transportbändern 28 versehen ist, die um stromabliegende
Vorderrollen 29 und stromaufliegende Hinterrollen 30 gelegt
sind. Die Rollen 29 und 30 sind auf Wellen 29 a bzw. 30 a
befestigt. Der Vakuumschindler 27 umfaßt ferner einen Motor
31 zum Antrieb der Bänder über einen Zahnkettenantrieb 32,
der mit der vorderen Welle 29 a verbunden ist (vgl. Fig. 2 und
3). Oberhalb des Schindlers 27 können in geeigneter Weise
Federn 33 angeordnet sein, um die passierenden Blätter 9
anzudrücken. Zwischen den oberen Trums und den unteren Trums
der Bänder 28 ist eine Vakuumbox bzw. ein Ansaugluftsammler
34 angeordnet, der eine Decke 35, Seitenwände 36 und einen
Boden 37 aufweist. Der Luftsammler 34 ist über eine Leitung
38 mit einer geeigneten Vakuum- bzw. Unterdruckquelle
verbunden, die der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt
ist. In der Decke 35 des Ansaugluftsammlers sind entlang des
stromaufseitigen Endes mehrere Sätze 39 von Öffnungen 40, 41
und 42 beabstandet voneinander und zwischen den Bändern 28
angeordnet, um auf die passierenden Blätter ein Vakuum
auszuüben, wie später noch beschrieben wird.
Der Motor 31 wird mit einer wesentlich geringeren
Geschwindigkeit angetrieben als der Motor 11, so daß die
Bänder 28 langsamer laufen als das Band 10 bzw. der Förderer
16. Diese geringere Geschwindigkeit bremst in Verbindung mit
dem Vakuum die ankommenden Blätter ab, so daß sie
schindelförmig aufeinandergelegt werden.
Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die
Ansaugeinrichtung 34 an seinem Deckenbereich mit einer Reihe
im wesentlichen planar laminierter Teile versehen (vgl.
insbesondere Fig. 4 bis 6). An der Decke 35 ist durch
Schweißen eine flache Metallplatte 43 befestigt. Die Platte
43 ist mit Vorderzungen 44 versehen, welche sich stromab der
Ansaugeinrichtung 34 erstrecken und im wesentlichen oberhalb
der stromabseitigen Welle 29 a enden. Die Platte 43 ist auch
mit hinteren Zungen 45 versehen, die sich stromauf der
Ansaugeinrichtung 34 erstrecken und im wesentlichen stromauf
der stromaufseitigen Welle 30 a enden. An der Platte 43 bzw.
den Zungen 45 ist ein Polyethylenblatt 46 mit Fingern 46 a
befestigt. Zwischen den Bändern 28 sind eine Reihe
voneinander beabstandeter Metallstreifen 47 angebracht.
Schließlich sitzen auf der Oberseite der Anordnung eine Reihe
von Metallfingern 48. Der so gebildete Schichtaufbau weist
eine erhabene Oberfläche auf, um die Blätter 9 mit den Zungen
44 und 45 und dem daran befestigten Laminat zwischen den
Rollen 30 zu tragen. All diese Teile besitzen Öffnungen, die
mit den Öffnungen 40 bis 42 verbunden sind und sich von denen
aus kontinuierlich erstrecken.
Wie gut aus Fig. 1A ersichtlich ist, ist der Vakuumschindler
27 so angeordnet, daß der stromaufseitige Eingang an dem
oberen Eingangstrum seiner Bänder 28 im wesentlichen
horizontal fluchtend und im wesentlichen koplanar mit dem
abgabeseitigen Ende des Schindelvorschubgreifers 13
angeordnet ist. Zwischen dem Schindelvorschubgreifer 13 und
dem Vakuumschindler 27 erfahren die passierenden Blätter
keinenoder nur einen geringen Fall nach unten.
Wie auch gut aus Fig. 1A und 3 erkennbar ist, ist der
Schindler 27 so angeordnet, daß die oberen Trums der
Förderbänder 28, die eine im wesentliche plane Blattstütz-
und Transportfläche bilden, und die Oberseite der
Ansaugeinrichtung 34 mit den ihr zugehörigen Teilen
horizontal und im wesentlichen nicht in Förderrichtung
geneigt ausgebildet sind. Während die Neigung dieser Elemente
früher etwa 7° betrug, beträgt die Neigung dieser Elemente
nun bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich 1° oder
weniger. Die Elemente sind also im wesentlichen fluchtend und
im wesentlichen koplanar mit dem Ausgabeende des
Vorschubgreifers 13 ausgerichtet.
Es sind ferner Mittel vorgesehen, um das über die
Ansaugeinrichtung 34 ausgeübte Vakuum so zu modulieren, daß
im wesentlichen nur das hintere Ende eines durchlaufenden
Blattes 9 angesaugt wird. Ein Knittern oder Querbeulen der
dünnen Blätter kann so im wesentlichen vermieden werden. Um
dies zu erreichen wird das Vakuum so gesteuert, daß es sich
auf einem niedrigen Ruheniveau befindet, auf dem praktisch
nicht gesaugt wird, wenn der vordere Endbereich eines Blattes
über die Sätze 39 der Vakuumöffnungen bewegt wird. Das Vakuum
wird auf ein wesentlich höheres Arbeitsniveau erhöht, wenn
der hintere Bereich eines Blattes über die Öffnungen bewegt
wird. Die resultierende, nach hinten gerichtete
Kraftkomponente an dem angesaugten hinteren Ende eines
Blattes wird mit der nach vorne gerichteten
Reibungskraftkomponente der stromab der Öffnungssätze 39
liegenden Förderbänder 28 zusammen, um die Blätter
flachzuziehen und so ein Knittern bzw. Falten derselben zu
vermeiden.
Bei den vorliegenden Ausführungsformen sind in der Vakuumbox
34 Ventileinrichtungen vorgesehen, um den durch die Sätze der
Öffungen strömenden Vakuumluftstrom zu modulieren, damit von
der Unterdruckquelle 38 ein kontinuierlicher Unterdruck
erzeugt werden kann. Wie in den Fig. 2 und 4-6 ersichtlich
ist, ist angrenzend an die Vakuumbox 34 eine
Bewegungseinrichtung, z. B. ein in der Drehzahl
veränderlicher Motor 49 angeordnet. Der Motor 49 besitzt eine
Ausgangswelle 50, die über eine geeignete Kupplung 51 mit
einer langgestreckten Ventilwelle 52 verbunden ist, die sich
durch das Innere der Vakuumbox 34 hindurch erstreckt. Die
Welle ist an geeigneten Endlagern 53 gelagert. Die
Ventilwelle 52 ist im wesentlichen unterhalb und parallel zu
den Sätzen 39 der Öffnungen der Vakuumbox angeordnet und mit
mehreren sich hindurcherstreckenden Löchern oder Durchgängen
54 versehen. Die Durchgänge 54 sind hier so dargestellt, daß
sie sich quer zur Welle 52 und in Reihe unterhalb der
Öffnungen der Sätze 39 befinden.
Wie am besten in den Fig. 3-5 dargestellt ist, ist ein
Ventillager 55 unterhalb eines jeden Sets der Öffnungen 41
und 42 im Innern der Ansaugkammer 56 angeordnet und an der
Decke 35 der Vakuumbox mittels Schrauben 57 befestigt.
Zwischen der Decke 35 und den Ventillagern 55 sind eine
Befestigungsplatte 58 und eine Dichtung 59 angeordnet. Die
Platte 58 und die Dichtung 59 sind mit fluchtenden
Durchgängen 50 versehen, die mit den Wellendurchgängen 54
verbunden sind, wenn das Ventil, so wie in Fig. 4, offen ist,
um eine Vakuumverbindung zwischen der Kammer 56 der Vakuumbox
und den Öffnungen 41 und 42 und der Außenseite der Vakuumbox
unterhalb eines vorbeigeführten Blattes herzustellen. Wenn
die Position der Ventilwelle 52 durch den Motor 49 aus der in
Fig. 4 dargestellten Position verdreht wird, wird die
Verbindung zwischen dem Durchgang 54 und dem Durchgang 60
unterbrochen, so daß durch die Öffnungen 41 und 42 im
wesentlichen kein Vakuumstrom mehr stattfindet. Die Drehung
der Welle 52 öffnet und schließt das Ventil wechselseitig
nacheinander.
Die Vakuummodulation kann auf verschiedene Weise ausgebildet
sein. Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
kann eine geringe Vakuummenge kontinuierlich auf das
vorbeigeführte Blatt aufgebracht werden, sogar dann, wenn die
Ventilwelle 52 aus der gezeigten Position herausgedreht wird,
um eine Position einzunehmen, in der die Öffnungen 41 und 42
geschlossen sind. Dieses Vakuum wird dann durch die dritte
Öffnung 40 aufgebracht, welches als eine Art
Bypasseinrichtung wirkt und von dem Ventil nicht beeinflußt
wird. Dieser Bypass kann unter bestimmten Umständen
wünschenswert sein. Es ist auch möglich, mehrere dieser
Öffnungen vorzusehen, falls gewünscht. Der Ansaugeffekt auf
ein Blatt und die damit verbundene Bremswirkung ist jedoch
minimal. Wenn das Ventil, wie dargestellt, geöffnet wird,
wirkt das Vakuum durch alle Öffnungen 40 bis 42 auf ein
Blatt, wodurch das Vakuum auf das Arbeitsniveau wesentlich
erhöht wird, wodurch das Blatt vollständig angesaugt werden
kann.
Bei vielen Anwendungen ist es wünschenswert, eine
vollständige "An-Aus"-Vakuummodulation zu haben. Das kann
dadurch erreicht werden, indem die Öffnung 40 eliminiert
wird, so daß der Luftstrom vollständig durch das Set 39 mit
den gesteuerten Öffnungen 41 und 42 strömen muß. Alternativ
dazu kann, wie in Fig. 6 dargestellt ist, die zusätzliche
Bypassöffnung 40 mittels eines entfernbaren Stopfens 61
wahlweise verschlossen werden.
Nach der Erfindung ist beabsichtigt, eine Steuereinrichtung
für die Modulation des Vakuumventiles vorzusehen, so daß die
Blattansaugkräfte im wesentlichen nur auf den hinteren
Endbereich der vorbeigeförderten Blätter aufgebracht wird, um
somit das Problem des "Strahlbrechens" in Querrichtung zu
vermeiden. Für diesen Zweck ist, wie in Fig. 4 dargestellt
ist, ein Steuerkreis 62 vorgesehen. Der Steuerkreis 62 umfaßt
einen Sensor zum Erfassen der Geschwindigkeit des
Schindelförderers, der in diesem Ausführungsbeispiel einen
Encoder 63 umfaßt, der an der stromabliegenden Schindlerwelle
29 a angeordnet ist (vgl. Fig. 2). Der Steuerkreis umfaßt
ebenfalls einen Sensor 12 zum Erfassen der Blattposition und
der Länge des Blattes. Der Abstand zwischen dem Sensor 12 und
der Mittenachse der Ventilwelle 52 ist quantitativ
festgelegt. Darüber hinaus kann der Sensor 12 einfach
ausgebildet sein, um lediglich die Vorderkante und die
Hinterkante eines einzelnen Blattes zu erkennen.
Die Ausgänge des Geschwindigkeitssensors 63 und des
Blattpositions- und -längensensors 12 werden in einem
programmierbaren Rechner 64 bekannter Art zusammengeführt.
Die empfangenen Informationen werden in geeigneter Weise
verarbeitet und dem in der Drehzahl variablen Ventilmotor 49
für den Schindler zugeführt. Die korrelierte Information kann
anzeigen, welche Drehwinkelstellung die Ventilwelle 52 zu
jeder gegebenen Zeit einnehmen muß.
Der Motor 49 wird von der Steuerung geregelt, um eine
gewünschte Drehzahl der Ventilwelle 52 vorzusehen, so daß das
Vakuum für den vorderen Blattbereich im wesentlichen
"abgeschaltet" ist und für den hinteren Blatteil
"angeschaltet" ist, und zwar in Korrelation mit der
Geschwindigkeit des Schindelförderers wie auch der
Blattposition und der Blattlänge. Die Funktion der einzelnen
Elemente des Schindlers ist somit synchronisiert.
Wenn ein Blatt 9 über den Schindler 27 geführt wird, der, wie
oben beschrieben ist, im wesentlichen horizontal fluchtet,
wird das Blatt vollständig, also auch in seinem Mittelbereich
und nicht nur an seinen Enden getragen, wodurch die Gefahr
des Beulens weiter verringert wird.
Claims (20)
1. Vorrichtung zum Schindeln von einzelnen, nacheinander
von stromauf nach stromab geförderten Blättern, die
einen stromabseiten vorderen Endbereich und einen
stromabseitigen hinteren Endbereich aufweisen,
gekennzeichnet durch
- a) eine Schindelansaugeinrichtung (34) mit einer Ansaugkammer (56) bildenden Wänden (35-37),
- b) eine Einrichtung (38) zum Verbinden der Ansaugeinrichtung mit einer Vakuumquelle,
- c) einer in einer Wand (35) der Ansaugeinrichtung angeordneten Öffnungseinrichtung zum Einsaugen des Vakuumstroms in die Ansaugkammer (56),
- d) einen Schindelförderer (28) der angrenzend an die Ansaugeinrichtung und die Öffnungseinrichtung angeordnet ist, um die darüber passierenden Blätter (9) unter der Wirkung der Ansaugkraft des Vakuums zu schindeln,
- e) eine Einrichtung zum alternierenden Modulieren des Vakuums durch die Öffnungen (39) auf die passierenden Blätter (9), so daß der vordere Endbereich des Blattes im wesentlichen frei von einer durch das Vakuum ausgelösten Ansaugkraft ist und daß der hintere Endbereich des Blattes den Ansaugkräften des Arbeitsvakuums ausgesetzt ist,
- f) und dadurch, daß die Konstruktion so aufeinander abgestimmt ist, daß dünne Blätter im wesentlichen daran gehindert werden, sich quer zu wellen, wenn sie geschindelt werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vakuummodulationseinrichtung eine Einrichtung zum
Steuern der Vakuumkräfte zwischen einem ersten Niveau,
wenn der vordere Endbereich eines Blattes über die
Öffnungseinrichtung (39) bewegt wird, und einem zweiten
Niveau umfaßt, wenn der hintere Endbereich eines Blattes
über die Öffnungseinrichtung (39) bewegt wird, wobei das
zweite Niveau höher als das erste Niveau ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Niveau der Aufbringung der
Vakuumskräfte im wesentlichen kein Vakuum vorsieht, um
eine "An-Aus"-Modulation zu erreichen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Niveau der Aufbringung
einer Vakuumskraft einen geringeren Vakuumsluftstrom
vorsieht, als das zweite Niveau.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß
- a) die Öffnungseinrichtung (39) mehrere Öffnungen (40- 42) umfaßt und
- b) mindestens eine der Öffnungen (40) einen Bypass- Vakuumluftstrom zuläßt, der im wesentlichen unbeeinflußt ist von der Vakuummodulationseinrichtung, um das erste Vakuumniveau vorzusehen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bypassöffnung (40) verschließbar
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Modulationseinrichtung eine
Ventileinrichtung (52, 54, 58-60) umfaßt, die mit der
Verbindungseinrichtung (38) und den
Öffnungseinrichtungen (39) in Verbindung steht.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung (52, 54, 58-
60) im Innern der Schindleransaugeinrichtung (34)
angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung umfaßt:
- a) ein innerhalb der Ansaugeinrichtung (34) und angrenzend an die Öffnungseinrichtungen (39) angeordnetes bewegbares Teil (52), und
- b) eine Durchgangseinrichtung (54), die dem bewegbaren Teil (52) zur alternierenden Verbindung und der im wesentlichen Trennung der Öffnungseinrichtung (39) von der Ansaugeinrichtung bei Bewegung des Teiles (52) zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß
- a) das bewegbare Teil eine drehbare Welle (52) umfaßt, und
- b) daß die Durchgangseinrichtung (54) in der Welle (52) ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
gekennzeichnet durch
- a) eine Bewegungseinrichtung (49) zum Bewegen des bewegbaren Teiles (52) zwischen den alternierenden Stellungen, um die Position der Ventileinrichtung nacheinander zu wechseln um dadurch die Aufbringung der Vakuumkräfte auf die passierenden Blätter zwischen dem ersten und dem zweiten Niveau zum Schindeln der Blätter zu wechseln,
- b) und eine Steuereinrichtung (12, 63, 65) für die Bewegungseinrichtung (49), wobei die Steuereinrichtung abhängig ist von der Geschwindigkeit des Schindelförderers (28) und der Position und der Länge der passierenden Blätter, um das Passieren der Blätter über der Ansaugeinrichtung (34) mit der Modulationseinrichtung zu synchronisieren.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß
- a) der Schindelförderer ein Förderband (28) aufweist, das über eine stromaufseitige und eine stromabseitige Umlenkrolleneinrichtung (30, 29) geführt ist,
- b) und die Steuereinrichtung einen mit der stromabseitigen Umlenkrolle (29) verbundenen Sensor zum Erfassen der Geschwindigkeit des Förderbandes aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
gekennzeichnet durch
- a) eine Blattvorschubgreifeinrichtung (13), die stromauf des Schindelförderers (28) angeordnet ist und die ein Ausgabeende zum Zuführen aufeinanderfolgender Blätter zu dem Förderer zum Schindeln derselben aufweist, und dadurch, daß
- b) der Förderer im wesentlichen eben angeordnete Transporteinrichtungen (28) zum Aufnehmen der Blätter von dem Ausgabeende der Greifeinrichtung (13) aufweist und
- c) die Transporteinrichtungen im wesentlichen horizontal fluchtend und im wesentlichen koplanar über ihre Länge mit dem Ausgabeende der Greifeinrichtung (13) angeordnet sind, so daß die geförderten Blätter während des Schindelns durch die Transporteinrichtung zwischen ihrem vorderen und ihrem hinteren Endbereich getragen sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
gekennzeichnet durch
- a) eine Blattvorschubgreifeinrichtung (13), die stromauf des Schindelförderers (28) angeordnet ist und die zum Schindeln der Blätter ein Ausgabeende zum Zuführen der nachfolgenden Blätter an den Förderer aufweist, und dadurch, daß
- b) der Förderer eine Transporteinrichtung (28) mit einem Eingang zum Aufnehmen der Blätter aus dem Ausgabeende der Greifeinrichtung (13) aufweist, und daß
- c) das Eingabeende der Transporteinrichtung im wesentlichen horizontal fluchtend und im wesentlichen koplanar mit dem Ausgabeende der Greifeinrichtung (13) ausgerichtet ist.
15. Vorrichtung zum Schindeln von einzelnen, nacheinander
von stromauf nach stromab geförderten Blättern, die
einen stromabseitigen vorderen Endbereich und einen
stromaufseitigen hinteren Endbereich aufweisen,
gekennzeichnet durch
- a) eine Schindleransaugeinrichtung (34) mit eine Ansaugkammer (56) bildenden Wänden (35-37),
- b) eine Einrichtung (28) zum Verbinden der Ansaugeinrichtung (34) mit einer Vakuumquelle,
- c) Öffnungseinrichtungen (39), die in einer Wand (35) der Ansaugeinrichtung (34) zum Hindurchströmen des Vakuumstroms in die Kammer (56),
- d) einen Schindlerförderer (28), der zwischen der Ansaugeinrichtung (34) und den Öffnungseinrichtungen (39) vorgesehen ist, um die den Förderer passierenden Blätter unter Einwirkung der Ansaugkraft des Vakuums zum Schindeln zu tragen,
- e) und eine Blattvorschubgreifeinrichtung (13), die stromauf des Schindelförderers angeordnet ist und ein Abgabeende zum Zuführen der aufeinanderfolgenden Blätter zu dem Förderer zum Schindeln derselben aufweist,
- f) wobei der Förderer eine im wesentlichen plane Transporteinrichtung (28) zum Annehmen der Blätter aus der Ausgabe der Greifeinrichtung aufweist,
- g) und wobei die Transporteinrichtung (28) im wesentlichen horizontal fluchtend und über ihre Länge im wesentlichen koplanar zu dem Ausgabeende der Greifeinrichtung ausgerichtet ist, so daß die passierenden Blätter während des Schindelns durch die Transporteinrichtung zwischen ihrem vorderen und ihrem hinteren Endbereich getragen sind.
16. Vorrichtung zum Schindeln von einzelnen, nacheinander
von stromauf nach stromab geförderten Blättern, die
einen stromabseitigen vorderen Endbereich und einen
stromaufseitigen hinteren Endbereich aufweisen,
gekennzeichnet durch
- a) eine Schindleransaugeinrichtung (34) mit einer Ansaugkammer (56) bildenden Wänden (35-37),
- b) eine Einrichtung zum Verbinden der Ansaugkammer (56) mit einer Vakuumquelle,
- c) Öffnungseinrichtungen (39), die in einer Wand (35) der Ansaugeinrichtung (34) zum Durchlassen des Vakuumstroms in die Kammer angeordnet sind,
- d) ein Schindlerförderer (28), der angrenzend an die Ansaugeinrichtung (34) und die Öffnungseinrichtung (39) zum Tragen der darüber passierenden Blätter zum Schindeln unter der Einwirkung der Ansaugkraft des Vakuums,
- e) und eine Blattvorschubgreifeinrichtung (13), die stromauf des Schindlerförderers angeordnet ist, und die ein Ausgabeende zum Zuführen der nacheinander geförderten Blätter zu dem Förderer zum Schindeln aufweist,
- f) wobei der Förderer eine Transporteinrichtung (28) mit einem Eingangsabschnitt zum Empfangen der Blätter aus dem Ausgabeende der Greifeinrichtung (13) aufweist, und
- g) wobei der Eingangsabschnitt der Transporteinrichtung im wesentlichen horizontal fluchtend mit und im wesentlichen koplanar zu dem Ausgabeende der Greifeinrichtung (13) ausgerichtet ist.
17. Verfahren zum Schindeln von einzelnen, nacheinander von
stromauf nach stromab geförderten Blättern, die einen
stromaufseitigen vorderen Endbereich und einen
stromabseitigen hinteren Endbereich aufweisen,
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- a) Vorsehen:
- 1. einer Schindleransaugeinrichtung (34) mit eine Ansaugkammer (56) bildenden Wänden (35-37),
- 2. einer Einrichtung (38) zum Verbinden der Ansaugeinrichtung mit einer Vakuumquelle,
- 3. einer Öffnungseinrichtung (39), die in einer Wand (35) der Ansaugeinrichtung zum Durchlassen des Vakuumluftstroms in die Kammer (56) angeordnet ist, und
- 4. eines Schindlerförderers (28), der angrenzend an die Ansaugeinrichtung (34) und die Öffnungseinrichtung (39) zum Tragen der darüber geführten Blätter angeordnet ist, um letztere unter der Einwirkung der Ansaugkraft des Vakuums zu schindeln, und
- b) alternierendes Modulieren der Aufbringung des Vakuums durch die Öffnungen auf die passierenden Blätter, so daß der vordere Endbereich eines Blattes im wesentlichen frei von einer das Blatt ansaugenden Vakuumkraft ist, und so, daß der hintere Endbereich eines Blattes einer das Blatt ergreifenden Arbeitskraft des Vakuums unterworfen ist, so daß dünne Blätter im wesentlichen daran gehindert werden, sich quer zu wellen, wenn sie geschindelt werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch den
Verfahrensschritt des Steuern der Aufbringung der
Vakuumkräfte zwischen einem ersten Niveau, wenn der
vordere Endbereich des Blattes (9) über die
Öffnungseinrichtung (39) gefördert wird, und einem
zweiten Niveau, wenn der hintere Endbereich eines
Blattes über die Öffnungseinrichtung (39) gefördert
wird, und wobei das zweite Niveau höher als das erste
Niveau ist.
19. Verfahren nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch den
Verfahrensschritt, daß auf dem ersten Niveau der
Vakuumskraft das Vakuum zu Null wird, um so eine "An-
Aus"-Modulation zu erreichen.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
gekennzeichnet durch den Verfahrensschritt des Vorsehens
eines geringen Vakuums beim ersten Niveau der
Vakuumkraft, welches geringer ist als beim zweiten
Niveau.
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