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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Polyimid-Harz
und eine(n) isolierende(n) Folie/Film, verwendbar für
elektrische und elektronische Vorrichtungen, insbesondere für
Halbleiterbauelemente. Insbesondere betrifft die vorliegende
Erfindung ein Polyimid-Harz mit geringer Polarisierbarkeit,
geringer Verfärbung, hoher Transparenz und eine isolierende
Schicht mit ausgezeichneten elektrischen Eigenschaften,
Wärmebeständigkeit und Haftvermögen, die geeignet ist für die
Beschichtung von Übergängen, Passivierung,
Feuchtigkeitsabweisung, Pufferbeschichtung, α-Strahlenabschirmung und
Isolationsschicht.
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Durch Umsetzung aromatischer Tetracarbonsäuren oder
deren Derivate mit Diaminen erhaltene Polyimid-Harze weisen
ausgezeichnete Wärmebeständigkeit und chemische Beständigkeit
auf und sie werden praktisch für verschiedene Anwendungen
verwendet. Hinsichtlich der Anwendung von Polyimid-Harzen bei
Halbleiterbauelementen ist es bekannt, ein Polyimid-Harz auf
einem pn-Übergang aufzutragen, um die freigelegte
Endoberfläche des auf einem Halbleitersubstrat gebildeten pn-Übergangs
zu schützen (Übergangsbeschichtungsfilm), ein Polyimid-Harz
auf der Oberfläche eines Halbleiterbauelements aufzutragen,
um es vor Verschmutzung durch die Umgebung zu bewahren
(Passsivierungsfilm), ein Polyimid-Harz auf einen
Passivierungsfilm aufzutragen, um die feuchtigkeitsabweisenden
Eigenschaften des Halbleiterelements zu verbessern
(feuchtigkeitsabweisender Film), ein Polyimid-Harz auf einen
Passivierungsfilm zum mechanischen Schutz des Halbleiterbauelements
aufzutragen (Pufferbeschichtungsfilm) ein Polyimid-Harz auf einem
Passivierungsfilm aufzutragen, um Speicherfehler (soft error)
von einem Speicherelement aufgrund von α-Strahlen zu bewahren
(α-Strahlenschutzfilm) oder eine Polyimid-Harzschicht
zwischen Verdrahtungsschichten (wiring layers) zu bilden, um
eine
Isolation zwischen den Drahtschichten zu bewirken
(dielektrischer interlevel- Film) und einige solcher Anwendungen
sind praktisch in Gebrauch, wie in Funktional Materials,
Ausgabe Juli 1983, Seite 9, veröffentlicht von Kabushiki Kaisha
CMC, offenbart.
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Des weiteren offenbaren die Japanischen ungeprüften
Patentveröffentlichungen Nr. 32827/1985 und Nr. 208358/1985,
daß Polyimid-Harze, erhalten aus den bestimmten
Tetracarbonsäuredianhydriden und aromatischen Diaminen, geringe
thermische Ausdehnung aufweisen und daß sie zur Anwendung für
Halbleiterbauelemente geeignet sind. Die aromatischen
Tetracarbonsäuredianhydride, die in diesen Publikationen verwendet
werden, sind aromatische Tetracarbonsäuredianhydride, wie
Pyromellithdianhydrid und Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid.
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Wenn jedoch solche Polyimid-Harze in den vorstehenden
verschiedenen Anwendungen verwendet werden sollen, sind ihre
elektrischen Eigenschaften in vielen Fällen noch
unzureichend.
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Von Polyimid-Harzen ist nämlich bekannt, daß sie
einen Nachteil aufweisen, wenn Spannung darauf angewendet
wird, werden sie wahrscheinlich unter Einflußnahme auf die
Oberfläche des Halbleiterelements polarisiert, wodurch die
Eigenschaften des Elements verändert werden könne (CMC
Technical Report, Nr. 27, Special Coating Materials for
Electronics, S. 88, veröffentlicht von Kabushiki Kaisha CMC).
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Es wurde des weiteren berichtet, daß die Polarisation
(Raum-Ladungspolarisation) der Polyimid-Harze quantitativ
durch Messen der Kapazität-Spannungseigenschaften (forthin
einfach als C-V bezeichnet) analysiert wurde und die
Polyimid-Harze wurden als stark polarisiert befunden, wenn eine
Spannung darauf angewendet wurde (Annual Report Conference on
Electrical Insulation and Dielectric Phenomena, 1985, Seiten
176-181, National Academy of Science, Washington, USA).
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Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein neues Polyimid-Harz bereitzustellen, das ausgezeichnete
elektrische Eigenschaften mit geringer Polarisierbarkeit
aufweist, d. h. das schwer polarisierbar ist auch nach Anwendung
einer Spannung und das ausgezeichnete Wärmebeständigkeit,
Haftung und Transparenz aufweist.
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Die Autoren der vorliegenden Erfindung führten
Untersuchungen durch mit dem Ergebnis, daß ein Polyimid-Harz,
erhalten unter Verwendung einer Tetracarbonsäure oder dessen
Derivat, worin 4 Atome, die direkt an 4 Carbonylgruppen der
betreffenden Tetracarbonsäure oder deren Derivat gebunden
sind Kohlenstoffatome darstellen, die keine ungesättigte
Bindung aufweisen, in der Lage ist, einen isolierenden Film für
elektrische und elektronische Bauelemente herzustellen, der
nach Anwendung einer Spannung schwer polarisierbar ist und
somit ausgezeichnete elektrische Eigenschaften mit geringer
Polarisierbarkeit aufweist und der ebenfalls ausgezeichnete
Wärmebeständigkeit, Haftvermögen und Transparenz aufweist.
Die vorliegende Erfindung wurde auf der Grundlage dieser
Feststellung vollendet.
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Ein Polyimid-Harz mit der sich wiederholenden Einheit
der Formel:
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worin R&sub1; eine vierwertige organische Gruppe,
bestehend aus einer Tetracarbonsäure oder deren Derivat bedeutet,
wobei 4 Atome, die direkt an die 4 Carbonylgruppen gebunden
sind, Kohlenstoffatome ohne ungesättigte Bindung darstellen,
und R&sub2; eine zweiwertige organische Gruppe bedeutet, die ein
Diamin darstellt, ist in EP-A-0 130 481 beschrieben.
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Spezifische Beispiele der Tetracarbonsäure oder deren
Derivat, die zur Herstellung des Polyimid-Harzes der Formel
(I) verwendet werden sollen, sind Tetracarbonsäure, wie
1,2,3,4-Butantetracarbonsäure, Cyclobutantetracarbonsäure,
Cyclopentantetracarbonsäure, Cyclohexantetracarbonsäure und
3,4-Dicarboxy-1,2,3,4-tetrahydro-1-naphthalinbernsteinsäure,
Dianhydride davon und Dicarbonsäuredisäurehalogenide. Diese
Tetracarbonsäuren und deren Derivate können einzeln oder in
Kombination als Gemisch von zwei oder mehreren verwendet
werden.
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Des weiteren kann eine Tetracarbonsäure, worin die 4
Atome, die direkt an die 4 Carbonylgruppen gebunden sind,
Kohlenstoffatome mit ungesättigten Bindungen sind oder deren
Derivate eingemischt werden. Spezielle Beispiele für eine
solche Tetracarbonsäure oder deren Derivate sind
Tetracarbonsäuren, wie Pyromellithsäure, Benzophenontetracarbonsäure und
Biphenyltetracarbonsäure und deren Dianhydride und
Dicarbonsäuredisäurehalogenide.
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Spezielle Beispiele des verwendeten Diamins zur
Herstellung des Polyimid-Harzes der Formel I sind aromatische
Diamine, wie p-Phenylendiamin, m-Phenylendiamin,
Diaminodiphenylmethan, Diaminodiphenylether,
2,2-Diaminodiphenylpropan, Diaminodiphenylsulfon, Diaminobenzophenon,
Diaminonaphthalin, 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol,
1,4-Bis(4-aminophenoxy)benzol, 4,4'-Di(4-aminophenoxy)diphenylsulfon und 2,2'-
Bis [4-(4-aminophenoxy)phenyl]propan. Des weiteren können
alicyclische Diamine oder aliphatische Diamine in Abhängigkeit
von dem besonderen Zweck ebenfalls verwendet werden.
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Diese Diamine können einzeln oder in Kombination als
ein Gemisch von zwei oder mehreren verwendet werden.
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Unter den Verbindungen der Formel I wurde
überraschenderweise gefunden, daß jene der nachstehenden Formel II
geringe thermische Ausdehnungseigenschaften zusätzlich zu der
vorstehend genannten niedrigen Polarisierbarkeit, geringe
Entfärbung und hohe Transparenz aufweisen. Folglich stellt
die vorliegende Erfindung ein Polyimid-Harz mit geringen
thermischen Ausdehnungseigenschaften bereit, das eine
wiederkehrende Einheit der Formel:
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aufweist, worin R eine zweiwertige organische Gruppe,
bestehend aus einem Diamin, ausgewählt aus der Gruppe,
bestehend aus
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darstellt, worin X ein Wasserstoffatom, eine
Alkylgruppe, eine Acylgruppe, eine Alkoxygruppe oder ein
Halogenatom bedeutet.
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Die vorliegende Erfindung stellt auch einen
isolierenden Film für eine elektrische oder elektronische
Vorrichtung, hergestellt aus einem solchen Polyimid-Harz, bereit.
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Die vorliegende Erfindung wird nun im einzelnen mit
Hinweis auf die bevorzugten Ausführungsformen beschrieben.
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In den beigefügten Zeichnungen bedeutet Fig. 1 eine
schematische Ansicht, die ein Metallpolyimidoxid-Halbleiter-
(MPOS)-Modellelement zeigt, das in den nachstehenden
Beispielen und Vergleichsbeispielen angeführt wird.
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Fig. 2 bis 10 sind Diagramme, die
C-V-Eigenschaften zeigen, wobei die Ordinate C/Co ein Verhältnis (%) der
elektrostatischen Kapazität zu einer elektrostatischen
Kapazität unter Verwendung einer Vorspannung von + 15 V zeigt und
die Abzisse die Vorspannung (V) darstellt. Der abwärts
gerichtete Pfeil zeigt den Durchlauf (sweepage) von der
positiven zur negativen Richtung und der aufwärts gerichtete Pfeil
zeigt den Durchlauf (sweepage) von der negativen zur
positiven Richtung an.
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Die Tetracarbonsäure oder deren Derivat, die zur
Erzeugung des Polyimid-Harz es mit geringen thermischen
Ausdehnungseigenschaften der vorliegenden Erfindung verwendet
werden, schließen Cyclobutantetracarbonsäure und deren
Dianhydrid und Dicarbonsäuredihalogenide ein.
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Des weiteren kann eine aromatische Tetracarbonsäure
oder deren Derivat in einem solchen Ausmaß zugemischt werden,
daß sich die geringe Polarisierbarkeit, die geringe
Entfernung und Transparenz nicht verschlechtert. Spezielle
Beispiele einer solchen Tetracarbonsäure oder deren Derivate
sind Tetracarbonsäuren, wie Pyromellithsäure,
Benzophenontetracarbonsäure und Biphenyltetracarbonsäure und deren
Dianhydride und Dicarbonsäuredihalogenide.
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Spezielle Beispiele des zur Herstellung des Polyimid-
Harzes der Formel II verwendeten Diamins sind aromatische
Diamine, wie Benzidin, 3,3'-Dimethoxy-4,4'-diaminobiphenyl,
3,3'-Dimethyl-4,4'-diaminobiphenyl, 4,4'-Diamino-p-terphenyl
und 9,10-Bis(4-aminophenyl)anthracen.
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Es gibt keine besondere Beschränkung hinsichtlich des
Polymerisationsverfahrens zur Herstellung der Polyimid-Harze
der Formel II der vorliegenden Erfindung. Es ist jedoch
bevorzugt, ein Verfahren anzuwenden, wobei eine Polyimid-Harz-
Vorstufe durch Umsetzen von Tetracarbonsäure oder deren
Derivat mit einem Diamin, gefolgt von Dehydratation zu einem
Ringschluß, hergestellt wird.
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Die Reaktionstemperatur der Tetracarbonsäure oder
deren Derivat mit dem Diamin kann gegebenenfalls innerhalb
eines Bereiches von -20 bis 150ºC, vorzugsweise -5 bis 100ºC,
ausgewählt werden. Für die Umwandlung der
Polyimid-Harzvorstufe zu einem Polyimid-Harz ist es üblich, ein Verfahren
anzuwenden, wobei die Dehydratation zum Ringschluß durch
Erhitzen ausgeführt wird. Die Dehydratation zum Ringschluß durch
Erhitzen kann innerhalb eines Temperaturbereiches von 150 bis
450ºC, vorzugsweise 170 bis 350ºC, ausgeführt werden.
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Die Zeit, die für die Dehydratation zum Ringschluß
erforderlich ist, beträgt gewöhnlich von 30 Sekunden bis 10
Stunden, vorzugsweise 5 Minuten bis 5 Stunden, obwohl dies
von der Reaktionstemperatur abhängt.
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Als alternatives Verfahren zur Umwandlung der
Polyimid-Harz-Vorstufe
zu dem Polyimid-Harz kann ein üblicher
Katalysator zur Dehydratation verwendet werden, um den
Ringschluß chemisch auszuführen.
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Eine Lösung des Polyimid-Harzes oder der Polyimid-
Harz-Vorstufe, erhalten aus der Tetracarbonsäure oder deren
Derivat und dem Diamin gemäß vorliegender Erfindung kann auf
ein Halbleiterbauelement durch das Spin-Coating-Verfahren
oder durch ein Druckverfahren und Erhitzen zum Härten unter
Bildung eines isolierenden Films zur Beschichtung von
Übergängen, zur Passivierung, Feuchtigkeitsabweisung,
Pufferbeschichtung, α-Strahlenabschirmung oder für eine
Isolierschicht erhitzt werden.
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Das erfindungsgemäße Polyimid-Harz zeigt
ausgezeichnete elektrische Eigenschaften mit geringer
Polarisierbarkeit, auch wenn eine Spannung angewendet wird und weist auch
ausgezeichnete Wärmebeständigkeit, Haftwirkung und
Transparenz aus.
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Des weiteren weist das Polyimid-Harz II als
bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung geringe
thermische Ausdehnungseigenschaften sowie geringe
Polarisierbarkeit, geringere Verfärbung und hohe Transparenz auf.
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Die durch die Formeln I und II wiedergegebenen
Polyimid-Harze sind für elektrische und elektronische
Bauelemente, insbesondere für Halbleiterbauelemente, geeignet.
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Die vorliegende Erfindung wird nun in weiteren
Einzelheiten mit Hinweis auf die Beispiele beschrieben.
Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung durch solche
speziellen Beispiele nicht eingeschränkt.
Bezugsbeispiel
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10,61 g Diaminodiphenylether und 10,03 g
Cyclobutantetracarbonsäuredianhydrid wurden mit 122 g
N-Methyl-2-pyrrolidon (forthin einfach NMP genannt) bei Raumtemperatur für 4
Stunden unter Erhalt einer Lösung einer
Polyimid-Harz-Vorstufe umgesetzt. Die Lösung der Polyimid-Harz-Vorstufe hatte
einen Feststoffgehalt von 14,5 Gew.-% und eine Viskosität von
5,8 P.
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Diese Lösung wurde mit NMP zu einem
Gesamtfeststoffgehalt
von 7,0 Gew.-% verdünnt und auf ein n-Typ
Siliciumsubstrat mit einem darauf gebildeten thermischen Oxidfilm von
1000 A durch Spin-Coating aufgetragen, gefolgt von
Hitzebehandlung bei 300ºC für 60 Minuten unter Bildung eines
Polyimid-Harzfilms. Der so erhaltene Polyimid-Harzfilm hat eine
Dicke von 2000 Å. Auf dem Polyimid-Harzfilm wurde eine
Aluminiumelektrode mit einem Durchmesser von 2 mm durch
Vakuumdampfabscheidung und auf der Rückseite des Siliciumsubstrats
wurde eine Aluminiumelektrode gebildet. Vor der Bildung der
Aluminiumelektrode auf der Rückseite des Siliciumsubstrats
wurde Ätzbehandlung mit Flußsäure angewendet.
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Somit wurde ein Metall-Polyimidoxid-Halbleiter
(forthin einfach MPOS genannt) Modellelement hergestellt und die
C-V-Charakteristiken wurden gemessen.
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Fig. 1 zeigt schematisch die Ansicht des
MPOS-Modellelements. In Fig. 1 bedeutet Bezugsziffer 1 die
Aluminiumelektrode, Bezugsziffer 2 bedeutet das Polyimid-Harz
(Stärke: 2000 Å), Bezugsziffer 3 bedeutet den thermischen
Oxidfilm (Stärke: 1000 Å) und Bezugsziffer 4 bedeutet das
Siliciumsubstrat.
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Die C-V-Eigenschaften wurden unter den nachstehenden
Bedingungen gemessen. Das Modellelement wurde bei +15 V für
40 Sekunden belassen und dann mit einer negativen Spannung
bei 2 V pro Sekunde abgefahren, anschließend bei -15 V für 40
Sekunden belassen und schließlich mit einer positiven
Spannung von 2 V/s abgefahren bis eine Spannung von +15 V
erreicht wurde.
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Die durch vorstehende Messung erhaltenen
C-V-Eigenschaften sind in Fig. 2 dargestellt. In Fig. 2 bedeutet die
Ordinate C/Co ein Verhältnis (%) der elektrostatischen
Kapazität zu einer elektrostatischen Kapazität unter einer
Vorspannung +15 V und die Abzisse zeigt die Vorspannung in (V).
Der abwärts gerichtete Pfeil weist den Durchlauf (sweepage)
von der positiven zur negativen Richtung an und der aufwärts
gerichtete Pfeil den Durchlauf (sweepage) von der negativen
zur positiven Richtung an. (Das Gleiche gilt für Fig. 3
bis 10.)
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Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß die C-V-Kurven
konsistent
verlaufen, ungeachtet der Richtung des Abtastens mit
der Vorspannung und somit das Polyimid-Harz nicht polarisiert
ist.
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Die C-V-Eigenschaften werden im Detail in J.
Electrochem. Soc., Bd. 121, Nr. 6, 198C beschreiben.
Beispiel 1
1) Herstellung einer Lösung von einer Polyamid-Harz-
Vorstufe
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In einen Vierhalskolben, ausgestattet mit einem
Thermometer, einem Rührer, einem Rückflußkühler und einem
Stickstoffeinlaß, wurden 8,49 g 3,3'-Dimethyl-4,4'-diaminobiphenyl
eingebracht und in 100 ml NMP als Lösungsmittel gelöst.
Anschließend wurde der Kolben in ein Wasserbad von 0 bis 50ºC
getaucht und während die Hitzeentwicklung geregelt wurde,
wurden 7,84 g Cyclobutantetracarbonsäuredianhydrid
eingebracht. Nachdem das Cyclobutantetracarbonsäuredianhydrid
gelöst war, wurde das Wasserbad entfernt und die Reaktion bei
Raumtemperatur für etwa 10 Stunden fortgesetzt unter Erhalt
einer stark viskosen Lösung einer Polyimid-Harz-Vorstufe.
2) Messung des thermischen Ausdehnungskoeffizienten
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Diese Lösung wurde mit Hilfe eines Beschichters
gleichförmig auf eine Glasplatte aufgetragen und bei 100ºC
für 30 Minuten unter Erhalt eines Films getrocknet. Der Film
wurde von der Glasplatte abgezogen. Eine derartige Folie
wurde mit einer Klammer aufgehängt und bei 170ºC bzw. bei
300ºC für 60 Minuten gehalten unter Erhalt einer
Polyimidfolie mit einer Stärke von 21 um.
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Teststücke von 4 mm·20 mm wurden aus der
Polyimidfolie ausgeschnitten und die Änderung der Abmessungen wurde
bei 5ºC/min mit einem thermomechanischem Prüfgerät gemessen.
(Thermoflex, hergestellt von Rigaku Denki K.K.)
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Der thermische Ausdehnungskoeffizient der
Polyimidfolie wurde aus der Änderung der Abmessungen berechnet, wenn
die Temperatur von 50 bis 200ºC geändert wurde, betrug er 1,3·
10&supmin;&sup5; K&supmin;¹.
3) Messung der Polarisationseigenschaften
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Die vorstehende Lösung der Polyimid-Harz-Vorstufe
wurde in eine Polyimid-Harzfolie mit einer Stärke von 2000 Å
in gleicher Weise wie im Bezugsbeispiel geformt.
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Die Ergebnisse sind in Fig. 3 dargestellt. Aus
dieser Figur ist ersichtlich, daß die C-V-Kurven konsistent
verlaufen, ungeachtet der Richtung des Abtastvorgangs und der
Vorspannung und das Polyimid-Harz nicht polarisiert ist.
4) Bewertung der Transparenz und der Entfärbung
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Die vorstehende Lösung der Polyimid-Harz-Vorstufe
wurde auf eine Glasplatte durch Spin-Coating aufgetragen und
bei 300ºC für 60 Minuten hitzebehandelt unter Erhalt einer
Polyimid-Harzschicht mit einer Stärke von 5 um.
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Diese Polyimid-Harzschicht hat ausgezeichnete
Transparenz und im wesentlichen keine Entfärbung.
Beispiel 2
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Die Bewertung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel
1 ausgeführt, mit der Abweichung, daß
4,4'-Diamino-p-terphenyl als Diamin verwendet wurde und
Cyclobutantetracarbonsäuredianhydrid als Tetracarbonsäuredianhydrid verwendet wurde.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
Beispiel 3
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Die Bewertung wurde in gleicher Weise ausgeführt wie
in Beispiel 1 mit der Abweichung, daß
9,10-Bis(4-aminophenyl)anthracen als Diamin und
Cyclobutantetracarbonsäuredianhydrid als Tetracarbonsäuredianhydrid verwendet wurde. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
Beispiel 4
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Die Bewertung wurde in gleicher Weise ausgeführt wie
in Beispiel 1 mit der Abweichung, daß 3,3'-Dimethoxy-4,4'-
diaminobiphenyl als Diamin und
Cyclobutantetracarbonsäuredianhydrid als Tetracarbonsäuredianhydrid verwendet wurde.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
Vergleichsbeispiel 1
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Die Bewertung wurde in gleicher Weise ausgeführt wie
in Beispiel 1 mit der Abweichung, daß
3,3'-Dimethyl-4,4'-diaminobiphenyl
als Diamin, Pyromellithsäuredianhydrid als
Tetracarbonsäuredianhydrid und Dimethylacetamid als
Lösungsmittel verwendet wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1
dargestellt.
Vergleichsbeispiel 2
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Die Bewertung wurde in gleicher Weise ausgeführt wie
in Beispiel 1 mit der Abweichung, daß
4,4'-Diaminodiphenylether als Diamin und Pyromellithsäuredianhydrid als
Tetracarbonsäuredianhydrid verwendet wurde. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 1 dargestellt.
Tabelle 1
thermischer Ausdehnungskoeffizient Polarisationseigenschaften Transparenz/ Entfärbungseigenschaften Beispiel 1 gut Vergleichsbeispiel 1 schlecht
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*1 Gut: K eine Hysterese trat bei der Messung der C-V-
Eigenschaften auf.
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Schlecht: Hysterese trat bei der Messung der
C-V-Eigenschaften auf.
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*2 Gut: Ausgezeichnete Transparenz ohne wesentliche
Verfärbung.
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Schlecht: Schlechte Transparenz mit Farbänderung zu braun.