Hintergrund der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine
Vorrichtung zur Herstellung von fotografischen Abzügen von
Negativen oder von Diapositiven und betrifft insbesondere
eine Vorrichtung zur örtlichen Korrektur der Dichte
und/oder des Kontrasts von fotografischen Negativen oder
Diapositiven vor der Herstellung des Abzuges zur
Kompensation von lokalisierten Bereichen von Über- oder
Unterbelichtung im Negativ oder Diapositiv.
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Oft wird es bei Aufnahme eines Fotos auf Grund
der gerade herrschenden Bedingungen auf dem nach
Entwicklung des Films produzierten Filmnegativ Bereiche geben,
die in bezug auf das, was in einem fotografischen Abzug
wiedergegeben werden kann, über- oder unterbelichtet
sind. Wenn das Negativ unter Verwendung normaler
Verfahren abgezogen wird, wird es im fotografischen Abzug
Bereiche geben, in denen das Bild entweder zu hell oder
zu dunkel ist, um einigermaßen sichtbar zu sein oder der
Ästhetik des Fotografen zu entsprechen. Die Gesamtdichte
des Abzuges kann durch Veränderung der Belichtungszeit
beim Abziehen des Negativs korrigiert werden; dies wirkt
sich jedoch gleichförmig über den gesamten Abzugbereich
aus mit dem Ergebnis, daß wenn die Belichtungszeit
verringert wird, um die Abzugsbelichtung von
Dunkelbereichen des Negativs "aufzuhellen", dies in den
normalen Bereichen eine Überbelichtung bewirkt, bis sie
verwaschen sind. Andererseits kann, wenn es
überbelichtete Bereiche im Negativ gibt, eine Verlängerung
der Belichtungszeit während des Abziehens zum Hervorheben
der Einzelheiten in diesen überbelichteten Bereichen
bewirken, daß die normal belichteten Bereiche des Films
Abzugteile produzieren, die zu dunkel sind, um sonst
sichtbare Einzelheiten zu erkennen.
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In der fotografischen Industrie ist es bekannt,
mit "Kontrastausgleich" oder "Nachbelichten" bezeichnete
Verfahren zu benutzen, bei denen eine Schwärzungsmaske
aus Filmstücken oder sonstigem Material aufgebaut wird,
die dann bei Herstellung des Abzuges in den
Belichtungsweg gehalten werden, um die Über- oder
Unterbelichtung gewisser Bereiche des Films zu kompensieren.
Wegen der naturgemäßen Ungenauigkeiten bei der Plazierung
der Schwärzungsmaske am richtigen Ort jedesmal, wenn der
Abzug hergestellt wird, läßt sich dieses Verfahren nur
schwierig wiederholt gleichförmig durchzuführen und
erfordert mehr Einstellungszeit von Abzug zu Abzug.
Darüber hinaus sind die Ergebnisse des Verfahrens nicht
vor Fertigstellung des Abzuges bekannt, und wenn die
Ergebnisse nicht zufriedenstellend sind, muß in einem
empirischen Verfahren ein weiterer Versuch angestellt
werden, bis das zufriedenstellende Ergebnis erzielt wird.
Obgleich einige Versuche angestellt worden sind, um
örtliche Schwärzungskorrekturen zu erreichen, bedeuten die
meisten dieser Verfahren eine automatische Anwendung
eines Dichtekorrekturalgorithmus durch einen Computer
ohne gezielte Bedienereingabe. Darüber hinaus erlauben
diese Verfahren keine Echtzeitbetrachtung der Korrektur
durch den Bediener, um gezielte Einstellung zu
ermöglichen.
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Die in US-A-39 26 520 beschriebene Vorrichtung
ist ein Beispiel einer Patentschrift nach dem Stand der
Technik, in der örtliche Schwärzungskorrektur, jedoch
ohne gezielte Bedienereingabe, beschrieben wird.
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Die in US-A-42 39 385 beschriebene Vorrichtung
ist ein Beispiel einer Patentschrift nach dem Stand der
Technik, in der örtliche Schwärzungskorrektur mit einigen
gezielten Bedienereingaben, aber ohne Echtzeitbetrachtung
der durch den Bediener ausgeführten Korrektur,
beschrieben wird.
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Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung,
eine Vorrichtung zur Herstellung eines fotografischen
Abzuges von einem Negativ oder Diapositiv herzustellen,
in dem Bereiche von Über- und Unterbelichtung örtlich
korrigiert werden können ohne eine Schwärzungsmaske von
Hand in bestimmten Bereichen des optischen Strahlengangs
plaziert werden muß. Eine weitere Aufgabe der
vorliegenden Erfindung ist es, eine örtliche
Schwärzungskorrekturmaske
vorzusehen, die vor der Herstellung des
Abzuges mit Echtzeitsteuerung durch den Bediener und
Betrachtung des Ergebnisses zur Vermeidung von
empirischen Verfahren bei dem Abziehen auf Basis eines
lokalisierten Bereichs verstellt werden kann. Es ist eine
weitere Aufgabe der Erfindung, eine ortlich veränderliche
Farbmaske vorzusehen, die mit kontrastveränderlichem
Papier benutzt werden kann, um den Kontrast der
resultierenden fotografischen Abzüge örtlich zu verändern.
Zusammenfassung der Erfindung
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Ein fotografisches Kopiergerät mit: einer
Lichtquelle (12; 60; 92); Mitteln (94) zum Halten eines
Filmnegativs (10; 62) im optischen Strahlengang, so daß
es durch die besagte Lichtquelle (12; 60; 92) beleuchtet
wird, um ein Abbild des Negativs auf einem im Kopiergerät
angebrachten lichtempfindlichen Element (20; 96) zu
bilden; einer Videokamera (16; 120), die zur Betrachtung
des das Filmnegativ (10; 62) durchlaufenden Lichts
positioniert ist und ein dieses Abbild darstellendes
Videosignal produziert; einem mit der besagten Videokamera
(16; 120) verbundenen Prozessor (26; 78; 97); einem
Matrixfeld (24; 68; 90) von zwischen die besagte
Lichtquelle (12; 60; 92) und das lichtempfindliche Element
(20; 96) zwischengeschalteten Lichtventilelementen; mit
dem besagten Prozessor (26; 78; 97) verbundenen
Steuermitteln (23; 80; 98), wobei der Prozessor so angeordnet
ist, daß er in Abhängigkeit von den von den besagten
Steuermitteln (23; 80; 98) empfangenen Signalen die
Lichtübertragung jedes Elements des Matrixfeldes (24; 68;
90) gezielt modifiziert, um Bereiche der Über- oder
Unterbelichtung des besagten Negativs (10; 62) örtlich zu
korrigieren, dadurch gekennzeichnet, daß das besagte
Matrixfeld ein Flüssigkristall-Matrixfeld (24; 68; 90)
ist, wobei der besagte Prozessor (26; 78; 97) Mittel für
die Digitalisierung des Videosignals von der besagten
Videokainera (16; 120) umfaßt, und dadurch, daß ein
Monitor (28) mit den besagten Digitalisierungsmitteln
verbunden ist, um einem Bediener des Kopiergeräts die
Betrachtung des resultierenden Abbildes des besagten
Filmnegativs (10; 62) zu ermöglichen.
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In der bevorzugten Ausführungsform betrachtet die
Fernsehkamera ein Abbild direkt von der Kombination
Filmnegativ-LCD. Dasselbe Abbild wird gleichzeitig
optisch mittels eines Strahlenteilers zum fotografischen
Papier übertragen. Zwischen den Strahlenteiler und das
fotografische Papier ist eine Blende geschaltet, so daß
das lichtempfindliche Papier dem Lichtabbild voin Negativ
nicht ausgesetzt ist, bis der Bediener gezielt die Blende
öffnet. Das Echtzeitbild von der Fernsehkamera zeigt dem
Bediener, wie der Abzug aussehen wird. Der Bediener
besitzt ein Eingabemittel, das zur Veränderung des
digitalisierten Bilds im Digitalisierungsmittel benutzt
werden kann. Das veränderte Signal wird in einer
geschlossenen Schleife zurück zur LCD-Matrix gesendet, bis das
auf dem Monitor erscheinende Echtzeitbild für den
Bediener zufriedenstellend ist. Zu diesem Zeitpunkt kann
der Bediener gezielt die Blende öffnen, womit das Abbild
von der Kombination Negativ-LCD auf das lichtempfindliche
Papier belichtet werden kann und einen fotografischen
Abzug herstellt, der dem veränderten digitalisierten Bild
auf dem Monitor entspricht.
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In einer Ausführungsform der Erfindung umfaßt die
LCD-Matrix eine selektiv farbdurchlässige Rasterscheibe,
so daß sowohl Schwärzungskorrektur als auch Farbkorrektur
realisiert werden können Die Farbkorrektur kann dazu
benutzt werden, die naturgemäß durch die LCD-Maske
erzeugte Farbverschiebung zu korrigieren. Wenn sie mit
kontrastveränderlichem Papier benutzt wird, das auf
unterschiedliche Lichtwellenlängen reagiert, kann die
örtliche Farbkorrektur dazu benutzt werden, den Kontrast
in einem resultierenden Schwarz-Weiß-Abzug örtlich zu
verändern.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Die Vorteile und Merkmale der Erfindung werden
nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
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Figur 1 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform
eines fotografischen Kopiersystems, in dem die
Schwärzungs- und/oder Kontrastkorrektur-Regelvorrichtung
der vorliegenden Erfindung zur Anwendung kommt;
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Figur 2 ein Schaltdiagramm der
Schwärzungskorrekturvorrichtung der vorliegenden Erfindung in ihrer
Anwendung in einem System zur Erzeugung eines
Zwischennegativs zur Erzeugung von Abzügen von Diapositiven oder
zur Erzeugung eines Zwischenpositivs zur Erzeugung von
mehrfachen Abzügen auf einem automatischen Kopiergerät;
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Figur 3 ein Schaltschema einer Vorrichtung, in
der eine großflächige Flüssigkristall-Anzeigematrix zur
Steuerung des Kontrasts eines lichtempfindlichen
Mehrfachkontrastpapiers auf Ortsbereichsbasis benutzt wird;
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Figur 4 eine diagrammatische Seitenansicht einer
Fernsehkamera mit einer Lochblendenlinse; und
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Figur 5 ein Schaltschema eines
Farbeichungssystems zur Verwendung bei den Systemen der Figuren 1, 2
und 3.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsform
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Bezugnehmend auf Figur 1 ist eine
Vorrichtungsgrundanordnung zur Ausführung der
Matrix-Schwärzungskorrekturverfahren der gegenwärtigen Erfindung in Form eines
Blockschaltbilds dargestellt. Ein Filmnegativ 10 wird
durch eine Lichtquelle 12 beleuchtet, und das Abbild des
Negtivs wird auf einen Strahlungsteiler 14 geworfen. Der
Strahlenteiler 14 reflektiert das Abbild zu einer
Videokamera 16 und gibt das Abbild auch an ein Linsensystem 18
weiter. Mit dem Linsensystem 18 wird das Abbild auf ein
lichtempfindliches Papier 20 fokussiert, um einen
fotografischen Abzug herzustellen. Eine Blende 22 ist in den
optischen Strahlengang zwischen dem Negativ 10 und dem
Papier 20 eingefüygt, um die Belichtung des negativen
Abbilds auf das Papier zu steuern. Um das vom Negativ
projizierte Abbild zu verändern, ist eine aus einem
Flüssigkristall-Matrixfeld bestehende Rasterscheibe 24
zwischen die Lichtquelle 12 und das Negativ 10 eingefügt.
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Die Lichtdurchlässigkeit durch die LCD-Rasterscheibe 24
ist durch Veränderung der Lichtdurchlässigkeit durch die
LCD-Elemente steuerbar, so daß eine pixelweise
Veränderung des Lichtdurchgangs realisiert werden kann. In der
abgebildeten Ausführungsform wird die LCD-Rasterscheibe
24 durch einen Rechnerprozessor 26 gesteueft. Der
Prozessor ist auch mit der Videokamera 16 verbunden und dafür
programmiert, das Bild von der Kamera zu digitalisieren
und es im Speicher im Matrixfeld einzuspeichern. Als
geeigneter Prozessor hat sich ein IBM-PC XT erwiesen, der
eine von Imaging Technology Inc. erhältliche PC-Vision
Frame Grabber-Zusatzschaltkarte enthält. Mit der PC-
Vision-Schaltkarte wird der Fernsehauflösung von 512 x
512 Pixeln in einer 8-bit-Graustufung pro Pixel
entsprochen. Mit dem Prozessor ist ein Monitor 28 verbunden,
so daß das im Prozessor enthaltene Echtzeitbild von einem
Bediener betrachtet werden kann. Der Prozessor enthält
darüber hinaus ein Betriebsprogramm, mit dem das
digitalisierte Bild vom Bediener pixelweise durch Eingabe über
eine Tastatur, eine Maus, einen Lichtgriffel oder eine
sonstige Eingabevorrichtung verändert werden kann. Das
geänderte Bild kann dann auf dem Monitor betrachtet
werden. Das Bild vom Prozessor wird zur LCD-Rasterscheibe
24 übermittelt, um die Rasterscheibe und damit die
Lichtdurchlässigkeit durch die Rasterscheibe für das
Filmnegativ 10 zu ändern. Als geeignete
Flüssigkristall-Anzeigematrix hat sich ein LCD-Feld von einem TR-3LT1-
Taschenfernseher von National (Panasonic) erwiesen. Das
Bild vom Prozessor wird gegebenenfalls der
LCD-Rasterscheibe über einen HF-Modulator 23 zugeführt, um das
entsprechende Vidoformat zu erhalten. Das Matrixfeld von
National besitzt eine Auflösung von 240 x 372 Pixeln und
ein erreichbares Kontrastverhältnis von 14:1. Mit dem
Bild vom Prozessor wird das LCD-Feld 24 angesteuert, um
einzelne Pixeln ein- oder aus- oder auf einen gewünschten
Durchlässigkeitspegel zu schalten, um Licht entsprechend
dem auf dem Monitor betrachteten Bild durch das LCD
durchzulassen oder zu sperren. Indem erwünschte Pixel
gezielt ein- oder ausgeschaltet oder auf eine ausgewählte
optische Schwärzung geschaltet werden, um die Übertragung
von Licht von der Lampe durch das Negativ zu bewirken,
kann auf diese Weise eine pixelweise Korrektur der
Abzugsschwärzung durchgeführt werden.
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Das in Figur 1 dargestellte System ist im
wesentlichen ein Regelungssystem mit einer
Rückkopplungsschleife zwischen der Fernsehkamera und der LCD-Matrix,
um eine Echtzeitanzeige des Bildes, das vom Negativ
erzeugt wird, bereitzustellen. Durch die Echtzeitanzeige
kann der Bediener die Ergebnisse seiner Korrekturen zur
Zeit ihrer Durchführung betrachten. Dies gibt dem
Bediener die Gelegenheit, das korrigierte Bild noch vor dem
Kopieren zu betrachten, anstatt auf einen Musterabzug
warten zu müssen. Mit dem vorliegenden System wird
ermöglicht, dar die Veränderung des Abzugsbildes
gesteuert anstatt auf empirischer Basis stattfindet.
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Das in Figur 1 dargestellte
LCD-Matrix-Bildveränderungssystem enthält zwei Bildausgabevorrichtungen,
nämlich den Videomonitor für den Bedienerdialog und die
LCD-Rasterscheibe für die Bildveränderung. Auf jeder
Vorrichtung werden ganz unterschiedliche
Informationsarten angezeigt und, da von der PC-Visionkarte zu einem
Zeitpunkt nur ein Bild ausgegeben wird, wäre es
anscheinend notwendig, für jede Bildausgabevorrichtung eine
getrennte PC-Visionkarte zu benutzen. Das stellt zwar
eine Möglichkeit dar, doch es ist auch möglich, nur eine
einzige PC-Visionkarte zu benutzen, woraus sich eine
Kostenverringerung für das System ergibt. Es folgt eine
kurze Beschreibung, wie das Matrix-Blendensystem mit
einer einzigen Frame-Grabber-Bilddigitalisierkarte
realisiert werden kann.
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Der Schlüssel zur Anwendung einer einzigen
Bilddigitalisierkarte ist, daß jeweils nur eine
Bildausgabevorrichtung zu jedem Zeitpunkt aktiv sein muß. Wenn
der Bediener mit dem Blendenprogramm zur Bildänderung im
Dialog steht, ist die LCD-Rasterscheibe aktiv, aber der
Bediener steht nicht mit dem Programm im Dialog. Um daher
eine einzige Bilddigitalisierkarte und einen einzigen
Speicher zu benutzen, braucht das System nur zu
verfolgen, ob ein Abzug belichtet wird oder ob der
Bediener zur Änderung des Bildes im Dialog mit dem
Blendensystem steht. Die Prozessorsoftware hält ein
Abbild sowohl der LCD-Rasterscheiben als auch der
Monitorbilder im Programmspeicher und lädt das
entsprechende Abbild bedarfsweise in den Speicher der
Digitalisierkarte. Um es dem Benutzer leichter zu machen,
kann ein zusätzlicher Videomonitor 27 benutzt werden, auf
dem die Fernsehkameraausgabe angezeigt wird. Der zweite
Monitor würde anstelle des endgültig gewünschten
positiven Bildes ein Abbild des Negativs anzeigen, aber
das Bild kann mit dem Videoinverter 29 umgewandelt
werden. Der Monitor 27 zeigt dann die Wirkung von
Korrekturen während ihrer Ausführung. Wie oben besprochen, wird
das digitalisierte Abbild gespeichert und von einem
Bediener über eine Tastatur oder sonstige
Eingabevorrichtung bearbeitet, oder als Alternative durch ein Programm,
das zur Steuerung der Schwärzung des Bildes entsprechend
gewisser Kriterien durch Einstellung der Schwärzung aller
Pixel, die eine größere oder geringere Schwärzung als
eine gewünschte Schwärzung besitzen, entsprechend einem
vorbestimmten Algorithmus formuliert ist. Während der
Bildbearbeitung wird die Blende 22 geschlossen gehalten.
Sobald das gewünschte Bild auf dem Monitor zur Verfügung
steht, wird die Blende 22 geöffnet, womit die Herstellung
des Abzuges ermöglicht wird.
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Es hat sich herausgestellt, daß das örtliche
Matrix-Schwärzungskorrekturverfahren der vorliegenden
Erfindung auch für die Herstellung der bei der
Herstellung von fotografischen Abzügen von fotografischen
Diapositiven benutzten Zwischennegative nützlich ist. In
einem Diapositiv ist der Kontrastbereich in der
Größenordnung von 1000:1, während der bei den meisten
fotografischen Kopierpapieren verfügbare Kontrast nur in der
Größenordnung von 40:1 ist. Mit dem Verfahren der
vorliegenden Erfindung ist es möglich, den
Schwärzungsbereich
des Diapositivs zu komprimieren, so daß er
wirkungsvoller auf Papier mit einem schmaleren
Schwärzungsbereich wiedergegeben werden kann. In Figur 2
wird eine vereinfachte Anordnung zur Herstellung von
Zwischennegativen von fotografischen Diapositiven
dargestellt. Eine von der Stromversorgung 61 gespeiste
Lampe 60 wird erleuchtet und liefert Licht zur
Beleuchtung eines Diapositivs 62 im optischen Strahlengang. Ein
Infrarotfilter 64 und ein Diffusor 66 sind in den
optischen Strahlengang eingesetzt, um den Lichtstrahl von der
Lampe entsprechend standardmäßigen optischen Grundsätzen
einzustellen. Dem Diffusor folgend ist eine LCD-Matrix 68
zwischen die Lampe und das Diapositiv eingefügt und wird
dazu benutzt, den auf das Diapositiv geworfenen
Lichtstrahl von der Lampe zu verändern. Das Abbild vom
Diapositiv wird dann auf einen Strahlenteiler 70 fokussiert,
der das Abbild 90 Grad zur Linse einer Standbildkamera 62
ablenkt und das Bild auch zu einem Spiegel 74 überträgt,
der dann das Abbild 90 Grad ablenkt, um es auf eine
Fernsehkamera 76 zu fokussieren. Der Spiegel 74 wird dazu
benutzt, das von der Fernsehkamera 76 gesehene Bild mit
dem von der Standbildkamera 72 gesehenen kongruent zu
machen. Die Fernsehkamera gibt dann ihr Videosignal an
einen Prozessor 78 ab, der dafür programmiert ist, das
Bild zu digitalisieren und das digitalisierte Bild zu
bearbeiten, um die Schwärzung derjenigen Anteile des
Bildes, die oberhalb oder unterhalb einer
Schwellwertschwärzung liegen, wiederum nach einem vorgewählten
Algorithmus einzustellen. Zusätzlich können Korrekturen
von einem Bediener über Eingaben in die Tastatur 80 von
Hand durchgeführt werden. Das Bild vom Prozessor wird
sowohl der LCD-Matrix 68 und einem Videomonitor 82
zugeführt, so daß wiederum ein Echtzeitbild des
veränderten Diapositivbildes vom Bediener betrachtet werden kann.
Wenn die Veränderung des Diapositivbildes zur
Zufriedenheit des Bedieners ausgefallen ist, kann der Bediener die
Standbildkamera 72 bedienen, um ein Foto des
Diapositivbildes herzustellen, das dann zur Herstellung eines
Zwischennegativs benutzt werden kann, das kopiert werden
kann, um einen oder mehrere vom Diapositiv 62 abgeleitete
fotografische Abzüge herzustellen.
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In den bisherigen Beispielen ist die LCD-Matrix
typischerweise dazu benutzt worden, das zur Erzeugung von
Schwärzungsänderungen in Schwarz-Weiß- oder Farbabzügen
benutzte Abbild zu verändern. Beim Kopieren von Schwarz-
Weiß-Fotos können Papiere unterschiedlichen Kontrasts von
hohem bis niedrigem Kontrast benutzt werden. Gewisse
Schwarz-Weiß-Fotopapiere wie die von der ILFORD-Company
unter dem Markennamen MULTIGRADE verkauften besitzen eine
kontrastveränderliche Eigenschaft, die durch die
Belichtung des Papier mit unterschiedlichen Lichtfarben
ausgelöst wird. Beispielsweise erzeugt die Benutzung blauen
Lichts einen Kontrast mit einem Bereich und die Benutzung
grünen Lichts einen Kontrast eines unterschiedlichen
Bereichs. Anstelle des Matrixfeldes 24 in der Figur 1
kann ein selektiv farbdurchlässiges LCD-Matrixfeld
benutzt werden, um den Farbgehalt und die Intensität des
auf ein kontrastveränderliches lichtempfindliches
Schwarz-Weiß-Papier geworfenen Negativbildes örtlich zu
verändern. Es ist daher möglich, den Kontrast des Papiers
96 entsprechend der Bedürfnisse des Bedieners zur
Veränderung des Kontrasts des von dem Negativ hergestellten
Abzugs auf Ortsbereichsbasis einzustellen.
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In Figur 3 wird eine alternative Ausführungsform
dargestellt, die eine minimale Veränderung an einem
vorhandenen Vergrößerungsgerät bedeutet, die durch
Anbringen eines LCD-Feldes 90, dessen Größe im
wesentlichen der des fertigen Abzuges entspricht, in einer
vorbestimmten Entfernung über einer lichtempfindlichen
Oberfläche 96 realisiert werden kann. Ein Lampengehäuse
92 und Negativhalter 94 bleiben gegenüber dem
herkömmlichen Vergrößerungsgerät unverändert. Wie in den oben
besprochenen Ausführungsformen werden ein Rechner und
eine Anzeige 97 und eine Benutzereingabevorrichtung wie
die Tastatur 98 dazu benutzt, die Einstellung des LCD-
Feldes zu ermöglichen, um die gewünschte Farbkorrektur
und den gewünschten Kontrast zu erzielen. Bei gewissen
Vergrößerungsgeräten kann es notwendig sein, die
Fernsehkamera effektiv hinter der normalen
Vergrößerungslinse anzubringen, so daß die Linse des
Vergrößerungsgerätes modifiziert werden muß. In Figur 4 wird eine
herkömmliche Fernsehkamera 120 und Linse 122 mit
zusätzlicher Lochblendenöffnung 121 gezeigt. Durch die
Lochblendenöffnung 121 erübrigt sich die Einstellung der
Fernsehkamera bei der Durchführung von geringen
Fokusendeinstellungen an der Vergrößerungslinse.
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Um sicherzustellen, daß trotz Veränderungen der
Temperatur, Alterung von Bauteilen, Staubansammlung oder
dergleichen wiederholbare Ergebnisse erzielt werden, wird
eine Eichungsreferenz benutzt. In Figur 5 wird eine
mögliche Referenzanordnung gezeigt. Für
kontrastveränderliche Anwendungen werden in der Eichungsvorrichtung
Filter 101 und 103 in Kombination mit Fotodioden 102 und
104 dazu benutzt, das Blau-Grünverhältnis mittels der
Ausgaben sowohl des Summierverstärkers 105 als auch des
Differenzverstärkers 106 zu messen. Bei Situationen mit
konstantem Kontrast wird nur der summierte Lichtpegel,
d.h. das Ausgangssignal des Summierverstärkers 105
benötigt. Durch Zufügung eines Rotfilters und einer
zugehörigen Fotodiode könnte die Eichungsvorrichtung in
einem Farbkopiersystem benutzt werden, in dem zusätzlich
zur Schwärzung und dem Kontrast die Farbabstimmung
eingestellt wird. In gewissen Fällen kann es stattdessen
sinnvoll sein, eine Fernsehkamera hoher Stabilität (wie
in Figuren 1 oder 2) im Zusammenhang mit bekannten
Filtern als Eichungsreferenz zu benutzen.
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Zusammenfassend wird daher ein System für die
gezielte Einstellung der Schwärzung eines fotografischen
Abzuges mit einer Matrix individuell angesteuerter
Lichtventile wie Flüssigkristall-Anzeigeelemente
bereitgestellt. Das Abbild vom Negativ wird von einer
Fernsehkamera abgetastet, die das Signal einem Prozessor
zuführt, der das Bild digitalisiert und es als Matrixfeld
speichert. Das digitale Bild wird danach entweder durch
Bedienereingabe oder über Softwaresteuerung bearbeitet,
um jedes Element der Matrix nach Bedarf gezielt zu
verändern, um eine entsprechende Schwärzungsmaske zu
erzielen. Die von dem LCD-Matrixfeld gebildete
Schwärzungsmaske wird zwischen eine Lichtquelle und das zu
kopierende Negativ eingefügt, um die Lichtdurchlässigkeit
durch das Negativ einzustellen, um damit einen
verbesserten fotografischen Abzug herzustellen. Mit dem Prozessor
ist ein Monitor verbunden, um das digitalisierte Bild
gleichzeitig mit seiner Ausgabe zur LCD-Matrix zu
betrachten, so daß eine Echtzeitüberwachung der
Änderungen an dem Negativbild durchgeführt werden kann. Mit
entsprechend reagierenden fotografischen Papieren und
einem farbselektiven LCD-Feld können sowohl örtliche
Kontrast- als auch Schwärzungsveränderungen an dem Abzug
durchgeführt werden.
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Obwohl hier eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung beschrieben und dargestellt worden ist, sollte
es dem Durchschnittsfachmann und anderen klar sein, daß
an den dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen
Änderungen durchgeführt werden können und man dabei
dennoch im Rahmen der vorliegenden Erfindung verbleibt.
Beispielsweise ist es in der Ausführungsform der Figur 3
wünschenswert, die LCD-Matrix so zu plazieren, daß das
Bild auf dem Papier 96 unscharf ist, um scharfe
Kontrastgrenzen von Bereich zu Bereich auf dem Abzug zu
vermeiden. Das Abbild der LCD kann auch durch mechanisches
Bewegen der LCD-Rasterscheibe während des Kopierens oder
durch elektronische Hin- und Herverschiebung des LCD-
Bildes um wenige Pixel unscharf gemacht werden. Auch kann
die LCD-Rasterscheibe beidseitig des Negativs im
optischen Strahlengang plaziert werden. Es wird bevorzugt,
die LCD-Rasterscheibe vor dem Filmnegativ im optischen
Strahlengang anzubringen, da Bildfehler der LCD dort
weniger Wirkung haben werden, als wenn die LCD zwischen
dem Filmnegativ und dem Kopierpapier angebracht wäre. Da
die Fernsehkamera typischerweise ihr eigenes Linsensystem
besitzen wird, kann sie so plaziert werden, daß sie
direkt das Abbild vom Negativ sieht; die Kamera könnte
jedoch auch zur Betrachtung des Bildes nach seinem
Durchlaufen des Linsensystems des optischen Kopiergerätes
plaziert sein. Selbst wenn nur Schwärzungskorrekturen auf
Farbkopierpapier gewünscht sind, ist die LCD-Vorrichtung
vorzugsweise farbselektiv und insgesamt so eingestellt,
daß sie die korrekte Farbabstimmung bewahrt.