DE3883237T2 - Manschette zum arbeiten mit flüssigen material über der schulterhöhe. - Google Patents
Manschette zum arbeiten mit flüssigen material über der schulterhöhe.Info
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Description
- Wenn man mit einem flüssigen Material in einer Höhe über den Schultern arbeitet, z.B. wenn man erhöhte Objekte oder Flächen wäscht oder streicht, stört es sehr oft, daß Waschflüssigkeit oder Farbe etc. entlang der Hand oder dem Arm von dem Werkzeug aus nach unten fließt. Um solche Unannehmlichkeiten zu beseitigen, sind in der Vergangenheit bereits spezielle Handschuhe mit speziell geformten Manschetten oder mit Manschetten, die auf Werkzeugen vorgesehen sind, um eine fließende Flüssigkeit aufzufangen, vorgeschlagen worden. Aber die früher bekannten Vorrichtungen zeigten verschiedene Nachteile - so waren sie z.B. uneffizient, unbequem, zu spezialisiert oder zu teuer.
- In der US-Patentschrift 3 570 009 ist ein Sicherheitshandschuh für den schützenden Gebrauch offenbart, wenn man einen gefährlich unter innerem Überdruck stehenden Kraftfahrzeugkühlerdeckel, ein undichtes Heißwasser-, Dampf oder Dunstventil, ein leckes Ammoniakgas-, Freongas- oder ein ähnliches Ventil entfernt. Der Handschuh ist vollständig von einem nach außen und nach unten kegeligen Schild umgeben, d.h. von einer kegelstumpfartigen konischen Manschette, die dauerhaft über den Handschuh umgeschlagen ist und diesen umschließt. Die Manschette, oder der Kragen, weist einen nach innen umgebogenen kurzen Flansch auf, der das Handgelenk des Benutzers umgibt. Der Flansch ist nicht in der Lage, den Kragen fest zu halten oder eine Abstützung dafür anzubieten, und er kann nicht an dem Arm des Benutzers angebracht werden, damit die Hand des Benutzers frei für Arbeiten ohne den Kragen, der bei der Arbeit stört, bleibt. Der nicht stützende Handschuh ist an dem Flansch angebracht und hat eine Länge, die der Länge des Kragens entspricht. Im Gegensatz zu dieser bekannten Vorrichtung weist die Schutzmanschette nach der vorliegenden Erfindung einen Kragen auf, der fest an einem Arm des Benutzers nahe der Hand des Benutzers gehalten wird. Ein weicher Abschnitt davon umschließt direkt den Arm des Benutzers und erstreckt sich in ausreichender Weise in die axiale Richtung, damit die Manschette an dem Arm des Benutzers derart angebracht werden kann, daß die Hand des Benutzers frei bleibt, und ohne daß der Kragen bei der Arbeit stört.
- Folglich ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung vorzusehen, die so ausgelegt ist, daß sie beim Arbeiten über der Schulterhöhe verhindert, daß flüssiges Material entlang dem Arm über ein Werkzeug oder direkt über die Hand nach unten fließt, so daß diese Vorrichtung die Nachteile früher bekannter ähnlicher Vorrichtungen nicht zeigt. Wenn somit eine Arbeit der angegebenen Art durchgeführt wird, soll sie effektiv verhindern, daß das flüssige Material entlang dem Arm nach unten fließt, und gleichzeitig soll sie für den Träger bequem sein, ohne bei der Arbeit zu stören, die wie gewünscht ausgeführt wird. Sie soll verwendet werden können, wenn viele verschiedene Arten von Arbeit der gleichen Art und unter den gleichen Bedingungen ausgeführt werden, und sie soll auch für eine kostengünstige Massenherstellung geeignet sein. Diese Ziele werden mit der Schutzmanschette gemäß den Ansprüchen erreicht.
- Eine beispielhafte Ausführungsform der Schutzmanschette nach der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung der einzigen Figur genauer beschrieben, die schematisch und im Längsschnitt eine Schutzmanschette nach der Erfindung zeigt.
- Die mit der Zeichnung dargestellte Schutzmanschette besteht aus zwei Hauptabschnitten, und zwar einerseits aus einem Kragen 1, der, wenn Arbeiten mit flüssigem Material über der Schulterhöhe ausgeführt werden, das Material auffangen soll, das dazu neigt, entlang dem Arm ausgehend von einem Werkzeug oder der Hand nach unten zu fließen, und andererseits aus einem Halter 2, mit dem der Kragen 1 verbunden ist und mit dem er auf dem Arm des Benutzers gehalten wird.
- Bei dem Ausführungsbeispiel ist der gezeigte Kragen 1, der vorzugsweise aus einem ziemlich steifen, aber dennoch etwas flexiblen Kunststoffmaterial hergestellt ist, als ein getrennter Abschnitt hergestellt, der in dem Halter 2 mit Hilfe eines Ankerabschnitts 3 verankert ist, der einstückig mit dem Kragen 1 ist und eine labyrinthische Form aufweist, wie dargestellt ist, wobei der gezeigte Halter 2 einen Boden für den Kragen 1 bildet. Von dem Ankerabschnitt 3 aus erstreckt sich der Kragen 1 nach außen von einem vorzugsweise kreisrunden inneren Ende aus, dessen Durchmesser etwas größer als der Durchmesser des Unterarms des Trägers ist, und er erweitert sich konisch bis zu einem vorzugsweise kreisrunden distalen Ende, dessen Durchmesser mit verschiedenen Ausgestaltungen wechseln kann, was von der Art der Arbeit und des Werkzeugs abhängt.
- Der Halterabschnitt 2 des gezeigten Ausführungsbeispiels besteht aus zwei getrennten Elementen, und zwar aus einem radial außen liegenden Abschnitt 4, in dem der Ankerabschnitt 3 des Kragens 1 verankert ist, und einem radial innen liegenden Abschnitt 5, der dazu vorgesehen ist, den Unterarm des Benutzers nahe dem Handgelenk des Benutzers direkt zu umschließen. Der Abschnitt 5 ist hier mit einer geringfügig konischen, nach außen sich verjüngenden Innenseite dargestellt. Der radial außen liegende Abschnitt 4 des Halters 2 wird aus einem steifen, aber bis zu einem gewissen Grad flexiblen Kunststoff- oder Gummimaterial hergestellt, so daß er den Kragen 1 sicher, aber bequem in seiner vorgesehenen Lage und in seiner vorgesehenen Ausrichtung hält. Der radial innen liegende Abschnitt 5 des Halters 2 wird andererseits aus einem weichen Kunststoff- oder Gummimaterial hergestellt, so daß der Benutzer das Tragen der Schutzmanschette als angenehm empfinden wird.
- Damit der Halter 2 die Manschette nachgebend, aber dennoch fest auf dem Arm des Tragenden hält, sollte sein radial innen liegender Abschnitt 5 sowohl eine, wie in der Zeichnung dargestellte, relativ geringe radiale Dicke, als auch eine relativ große axiale Länge aufweisen. Somit ist festgestellt worden, das der Halter 2 den Kragen 1 fest und dennoch bequem hält, wenn sich der nachgebende, radial innen liegende Halterabschnitt 5 etwas konisch spitz zulaufend nach außen über eine gewisse Strecke von dem inneren Ende des Kragens 1 aus vorzugsweise bis etwas über das distale Ende des Kragens 1 hinaus erstreckt, wie mit der Figur der Zeichnung gezeigt ist, und sich auch über eine kurze Strecke über das innere Ende des Kragens hinaus erstreckt, während er etwas weiter wird, wobei sich der radial außen liegende, steifere Abschnitt 4 des Halters 2 im gleichen Maße nach innen ausgehend von dem inneren Ende des Kragens 1 erstreckt, so daß er eine in radialer Richtung äußere Abstützung für den umfangsseitig inneren Abschnitt 5 bis zu dem inneren Ende davon bietet. Wie dargestellt ist, ist der radial außen liegende Abschnitt 4 des Halters 2 auch vorzugsweise mit einem sich nach außen verjüngenden, konischen Abschnitt 6, der sich in dem Kragen 1 über eine Strecke nach außen entlang dem radial innen liegenden Abschnitt 5 des Halters erstreckt, so daß der radial innen liegende Abschnitt 5 auch für einen Abschnitt der Länge davon außerhalb des inneren Endes des Kragens 1 eine äußere Abstützung aufweisen wird, und mit einem Abschnitt 7 versehen, der eine radial außen liegende zylinderförmige oder leicht konische Oberfläche und eine radial innen liegende Oberfläche der gleichen Kegelform wie der Kragen 1 aufweist, und eine äußere Abstützung für einen Abschnitt des Kragens 1 nahe dem inneren Ende davon bildet.
- Die gezeigte Ausbildung des radial innen liegenden, nachgebenden Abschnitts 5 des Halters 2 mit einem länglichen Stück geringer und abnehmender Dicke, der sich nach außen in dem Kragen 1 erstreckt, ist auch sehr vorteilhaft darin, daß sie zuläßt, daß ein Schutzhandschuh aus z.B. dünnem Kunststoffmaterial, der auf der Hand des Benutzers angebracht wird, über das äußere Ende des Abschnitts 5 heruntergezogen werden kann. Offensichtlich verhindern dann der Handschuh und die Schutzmanschette zusammen sehr effektiv, daß eine Flüssigkeit, die dazu neigt, nach unten entlang dem Arm des Benutzers zu fließen, d.h. auf den Handschuh, mit der Haut oder der Kleidung des Benutzers in Kontakt kommt. Wie sofort deutlich wird, wird diese Flüssigkeit ungefährlich in dem inneren bzw. dem unteren Abschnitt des Kragens gesammelt, und dadurch wird effektiv verhindert, daß sie mit der Haut oder der Kleidung des Benutzers an irgendeinem Punkt in Kontakt kommt.
- Die Schutzmanschette nach der Erfindung, die mit der Figur der Zeichnung dargestellt und oben beschrieben worden ist, kann auf viele Arten im Rahmen der Erfindung abgewandelt und variiert werden. So kann die gesamte Manschette z.B. als eine einstückige Einheit aus dem gleichen Material hergestellt werden, vorausgesetzt, daß der den Kragen 1 bildende Abschnitt und der Abschnitt 4 des Halters 2 ausreichend steif ist, und daß der Abschnitt 5 des Halters 2 weich genug ist, um den erwünschten Komfort zu erzielen. Um dies zustande zu bringen, z.B. während der Herstellung des Manschettenhalters, kann der Abschnitt 5 dadurch weich hergestellt werden, daß er poros ausgeführt wird oder aus lamellenartigen, miteinander verbundenen Elementen hergestellt wird, die ziehharmonikaartig zusammenwirken. Der Abschnitt 5 kann nach einer dieser beiden Methoden hergestellt werden, auch wenn er von einem separaten Abschnitt gebildet wird, der nicht einstückig mit dem Abschnitt 4 des Halters ausgeführt ist, oder wenn er nicht ein Teil einer einstückigen Einheit darstellt, die sowohl den Halterabschnitt 4 als auch den Kragen 1 bildet.
- Egal, ob sie als eine einstückige Einheit oder als zwei oder drei getrennte, miteinander verbundene Elemente hergestellt worden ist, arbeitet die Schutzmanschette vor allem dann zufriedenstellend, wenn der Halterabschnitt 4 im Hinblick auf den Kragen 1 und den Halterabschnitt 5 eine mittlere Steifigkeit aufweist, die derart ist, daß sie es erlaubt, daß er den Kragen 1 zwar ausreichend fest, aber dennoch nachgebend hält.
- Der erwähnte Handschuh kann so ausgelegt sein, daß er fest mit dem distalen Abschnitt des Halterabschnitts 5 verbunden werden kann.
Claims (10)
1. Schutzmanschette für das Arbeiten mit flüssigem
Material über der Schulterhöhe, zu dem Zweck, das Abfließen des
flüssigen Materials auf den Arm der das Material verarbeitenden
Person zu verhindern, dadurch gekennzeichnet, daß ein
trichterförmiger, in der vorgesehenen Anbringungsweise an dem Unterarm
des Benutzers nach außen, d.h. distal offener Kragen (1) mit
einem Halter (2) verbunden ist, der den Kragen (1) fest, jedoch
etwas nachgebend an dem Arm des Benutzers an einer Stelle nahe
der Hand des Benutzers zu halten vermag und gleichzeitig einen
Boden für den Kragen (1) am inneren, d.h. proximalen Ende des
Kragens (1) zu bilden vermag, und daß die Manschette einen
inneren, weichen Teil (5) aufweist, der den Arm des Benutzers
umschließt und sich von dem inneren Ende des Kragens (1) aus so
weit in axialer Richtung im Vergleich zu der axialen Länge des
Kragens (1) erstreckt, daß die Manschette in der Weise an dem
Arm des Benutzers festgehalten wird, daß die Hand des Benutzers
freibleibt und der Kragen (1) das Arbeiten nicht beeinträchtigt.
2. Schutzmanschette nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Halter (2) einen radial außen liegenden Teil (4)
aufweist, der nachgiebig ist, aber nicht so weich wie der radial
innen liegende Teil (5) des Halters, und der das innere Ende
des Kragens (1) umschließt und eine Abstützung sowohl für den
axial innen liegenden Teil der radial äußeren Seite des Kragens
als auch für die radial außen liegende Seite eines axial innen
befindlichen Abschnitts des weichen Teils (5) des Halters
bildet, der von dem Innenende des Halters ausgeht und nach außen
mindestens ein Stück weit in den Kragen hineinragt.
13. Schutzmanschette nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kragen (1) kegelförmig ausgebildet ist und sich
axial auswärts von dessen Innenende aus erweitert, und daß die
radial außen befindliche Seite des Halters (2) zylindrisch oder
schwach kegelförmig sich axial nach außen erweiternd ist, und
daß der Halter an seinem Außenende gegabelt ist und einen axial
und radial außen liegenden Abschnitt (7) besitzt, dessen
Innenseite die gleiche Konizität hat wie der Kragen und an diesem
unmittelbar anliegt, und einen axial äußeren, radial innen
liegenden Abschnitt (6), dessen Außenseite kegelförmig ist und
sich axial auswärts verjüngt und axial auswärts längs
mindestens eines Teils der axialen Länge des radial innen liegenden,
weichen Halterteils (5) verläuft.
4. Schutzmanschette nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der radial innen liegende weiche Teil (5) des
Halters (2) geringe Dicke in radialer Richtung im Vergleich zu
dem radial äußeren Abschnitt (4) des Halters hat.
5. Schutzmanschette nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der radial innere Teil (5) des
Halters (2) von dem inneren Ende des Halters ausgeht und bis zu
einem Außenende ein kurzes Stück außerhalb des äußeren Endes
des Kragens (1) reicht.
6. Schutzmanschette nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der radial innere Teil (5) des
Halters (2) schwach kegelförmig ist und sich von seinem inneren
Ende aus axial auswärts mindestens bis zu der Höhe des axial
äußeren Endes des radial äußeren Teils (4) des Halters oder
vorzugsweise gleichförmig zu dessen axial äußerem Ende verjüngt,
und daß der Teil (5) so ausgebildet ist, daß ein Schutzhandschuh
übergestreift werden kann oder daß an seinem äußeren Ende ein
Schutzhandschuh befestigt ist.
7. Schutzmanschette nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die radial innere Seite des
Halters (2) schwach kegelförmig ist und sich von deren innerem
Ende zu deren äußerem Ende in Richtung nach außen gleichförmig
verjüngt.
8. Schutzmanschette nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kragen (1) verhältnismäßig
hohe Steifigkeit, jedoch eine gewisse Nachgiebigkeit besitzt.
9. Schutzmanschette nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er aus drei getrennt
hergestellten und fest miteinander verbundenen Abschnitten besteht,
und zwar dem Kragen (1), dem radial äußeren Teil (4) des
Halters (2) und dem radial inneren Teil (5) des Halters.
10. Schutzmanschette nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß sie aus zwei getrennt hergestellten
Abschnitten besteht, und zwar dem Kragen (1) und dem Halter (2),
wobei der radial innere Teil (5) des Halters porös ausgeführt
ist oder aus einer Anzahl Lamellen besteht, die harmonikaartig
miteinander verbunden sind.
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