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Die vorliegende Erfindung betrifft ein anti-retrovirales
Arzneimittel als Mittel gegen virale Krankheiten, die durch
menschliche Retroviren verursacht werden.
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Zur Verhinderung von Infektionen mit Viren hat man Impfungen
durchgeführt. Mit der Entwicklung der Naturwissenschaften
sind ferner Arzneimittel zum Kontrollieren der Fortpflanzung
von bestimmten Viren entwickelt worden.
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Unter den verschiedenartigen Viren sind der HIV-Virus (der
für die menschliche Immunschwäche verantwortliche Virus),
der ein erworbenes Immunschwächesyndrom (AIDS) bewirkt, und
der HTVL-1-Virus (Leukämievirus Typ 1 für menschliche
T-Zellen), der die Leukämie von menschlichen T-Zellen verursacht,
als Retroviren bekannt.
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Ein Retrovirus ist ein Virus, das ein RNA-abhängiges DNA-
Syntheseenzym (hiernach als "reverse Transcriptase"
bezeichnet, in Virenpartikeln enthält, und dieses Virus wächst in
der nachfolgenden Weise.
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(1) Nachdem das Virus eine Wirtzelle infiziert hat, wird
RNA durch die Wirkung der reversen Transcriptase in virale
DNA umgewandelt.
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(2) Virale DNA wird in die Chromosomen-DNA der Wirtzelle
integriert, wonach virale mRNA dann durch eine zellulare
RNA-Polymerase der Wirtzelle synthetisiert wird.
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(3) Durch virale mRNA werden virale Proteine erzeugt.
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(4) Die durch die vorstehend erwähnte mRNA erzeugten
Proteine verbinden sich mit genomer RNA zur Bildung eines
Tochtervirus, dieses Tochtervirus verläßt die Zelle.
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Ein Arzneimittel mit einer epochalen Heilwirkung in bezug
auf durch Retroviren verursachte menschliche Krankheiten ist
noch nicht entwickelt worden. Die Entwicklung eines
derartigen Arzneimittels ist dringend erforderlich.
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In Archives of Virology, 57 (1978), Seiten 255-260 und Chem.
Abstracts 102, (1985), Seiten 320, 102:92800 m ist
beschrieben, daß einige Flavonoide einschließlich Quercetin und
Hesperidin antivirale Wirkungen gegen bestimmte Viren
besitzen (von denen jedoch keines ein Retrovirus ist).
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In Antiviral Research, 7 (1987), Seiten 127-137 ist die
Wirkung von 3-Methylquercetin auf Polioviren beschrieben.
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In Experientia, 36 (1980), Seite 304 ist offenbart, daß
Glycyrrhizinsäure das Wachstum von einigen DNA- und
RNA-Viren in Zellkulturen und Herpes symplex 1 Viren irreversibel
inaktiviert.
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Eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein anti-retrovirales Arzneimittel zu schaffen, das als
Mittel gegen durch Retroviren verursachte Humanerkrankungen
geeignet ist.
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Die Erfinder erforschten die anti-retrovirale Wirkung von
verschiedenen pflanzlichen Mitteln und pflanzlichen
Bestandteilen und fanden heraus, daß Xiao-Chai-Hu-Tang, bei dem es
sich um ein chinesisches Arzneimittel handelt, das Bupleuri
radix, Scutellariae radix, Glycyrrhizae radix, Ginseng
radix, Zingiberis rzihoma, Zizyphi fructus und Pinelliae
tuber, Baicalein und Baicalin extrahiert und isoliert aus
einem pflanzlichen Mittel Scutellariae radix, Quercetin
extrahiert und isoliert aus einem pflanzlichen Mittel
Sophora japonica, Hesperetin extrahiert und isoliert aus
einem pflanzlichen Mittel Aurantii nobilis pericarpium und
Alizarin (1,2-Dihydroxyanthrachinon), bei dem es sich um ein
Rotpigment des Krappfarbstoffs handelt, einer zur Familie
Rubia gehörenden Pflanze, enthält, und ein Derivat davon
eine anti-retrovirale Wirkung besitzen. Die vorliegende
Erfindung basiert auf dieser Entdeckung.
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Genauer gesagt wird erfindungsgemäß die Verwendung von
mindestens einem Element als wirksamem Mittel bei der
Herstellung eines anti-retroviralen Arzneimittels vorgeschlagen,
wobei dieses Element ausgewählt ist aus: Xiao-Chai-Hu-Tang,
Baicalein, Baicalin, Quercetin, Hesperetin und Alizarin und
Derivaten sowie pharmakologisch geeigneten Salzen davon, die
durch die nachfolgende Formel I gekennzeichnet sind
(nachfolgend insgesamt als "Verbindung der Formel I"
bezeichnet):
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worin R&sub1;, R&sub2; und R&sub3;, die gleich oder ungleich sein
können,
ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxylgruppe und
R&sub4; ein Wasserstoffatom, eine Sulfonsäure oder eine
Dicarboxymethylaminomethylgruppe bedeuten.
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Die pflanzlichen Wirkstoffe, Dosierungen und
Extraktionsverfahren von Xiao-Chai-Hu-Tang sind in der klassischen
Literatur in bezug auf chinesische Arzneimittel beschrieben (wie
beispielsweise Shang-Han-Lun und Jin-Kui-Yao-Lue), wobei
dieses Mittel zur Heilung von Lebererkrankungen, chronischen
gastroenterischen Erkrankungen, postpartalen
Heilungsschwächen und anderen Erkrankungen verwendet wurde. Es war
jedoch nicht bekannt, daß Xiao-Chai-Hu-Tang eine
anti-retrovirale Wirkung besitzt.
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Sämtliche Zubereitungen von Xiao-Chai-Hu-Tang, die gemäß den
in der klassischen Literatur, wie beispielsweise Shang-Han-
Lun und Jin-Kui-Yao-Lue, aufgeführten Rezepten von
pflanzlichen Mitteln hergestellt wurden, können als Xiao-Chai-Hu-
Tang bei der vorliegenden Erfindung verwendet werdedn.
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Was die Mischverhältnisse der entsprechenden pflanzlichen
Mittel anbetrifft, so umfaßt Xiao-Chai-Hu-Tang vorzugsweise
4 bis 7 Gewichtsteile Bupleuri radix, 3 Gewichtsteile
Scutellariae radix, 2 Gewichtsteile Glycyrrhizae radix, 2
bis 3 Gewichtsteile Ginseng radix, 1 Gewichtsteil Zingiberis
rhizoma, 2 bis 3 Gewichtsteile Zizyphi fructus und 4 bis 5
Gewichtsteile Pinelliae tuber.
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Xiao-Chai-Hu-Tang, das beispielsweise durch Kochen von 7 g
Bupleuri radix, 3 g Scutellariae radix, 2 g Glycyrrhizae
radix, 3 g Ginseng radix, 1 g Zingiberis rhizoma, 3 g
Zizyphi fructus und 5 g Pinelliae tuber in 600 ml Wasser,
bis das Volumen auf 350 ml reduziert ist, Entfernen des
Bodensatzes und Erzeugung einer Abkochung von nur der
medizinischen
Flüssigkeit, bis das Volumen auf 200 ml reduziert
ist, hergestellt wird, kann in drei Dosierungen aufgeteilt
werden, die dreimal pro Tag eingenommen werden sollten. Es
kann jedoch auch ein trockener Pulverextrakt oder ein aus
dem vorstehend beschriebenen flüssigen Extrakt hergestelltes
chinesisches Pflanzenextraktheilmittel wegen der Einfachheit
seiner Darreichung und Beförderung als das anti-retrovirale
Arzneimittel verwendet werden.
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Wegen der gewünschten pharmakologischen Wirkung wird
vorzugsweise das durch das nachfolgende Verfahren hergestellte
Xiao-Chai-Hu-Tang verwendet.
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Genauer gesagt, gemäß den Lehren von Shang-Han-Lun und Jin-
Kui-Yao-Lue werden 7 g Bupleuri radix, 3 g Scutellariae
radix, 2 g Glycyrrhizae radix, 3 g ginseng radix, 1 g
Zinziberis rhizoma, 3 g Zizyphi fructus und 5 g Pinelliae
tuber mit destilliertem Wasser in einer Menge vermischt, die
10 bis 12 mal so groß ist wie das Gemisch aus den
pflanzlichen Mitteln, wird eine Extraktion bei 95 bis 100ºC über
etwa 60 min und eine Feststoff-Flüssigkeits-Trennung
durchgeführt, und wird die erhaltene Flüssigkeit sprühgetrocknet,
um einen Trockenpulverextrakt von Xiao-Chai-Hu-Tang zu
erhalten (4,5 g des Trockenpulverextraktes enthält 25,0 bis
52,0 mg Glycyrrhizin, 90 bis 210 mg Baicalin und 2,3 bis 6,9
mg Saikosaponin b2).
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Für die Formulierung werden ein Excipient, ein Adjuvant und
weitere Additive, die üblicherweise auf dem pharmazeutischen
Sektor verwendet werden, dem Trockenpulverextrakt zugesetzt,
und das Gemisch wird zu einem Pulver, einem Granulat, einer
Tablette oder einer Kapsel durch übliche pharmazeutische
Verfahren hergestellt.
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Ein spezielles Ausführungsbeispiel eines anti-retroviralen
Arzneimittels, das Xiao-Chai-Hu-Tang als Wirkstoff enthält,
wird nunmehr beschrieben.
Spezielles Ausführungsbeispiel
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Zu 7 g Bupleuri radix, 3 g Scutellariae raadix, 2 g
Glycyrrhizae radix, 3 g Ginseng radix, 1 g Zingiberis
rhizoma, 3 g Zizyphi fructus und 5 g Pinelliae tuber wurden
300 ml destilliertes Wasser gegeben. Eine Extraktion wurde
bei 100ºC über 60 min durchgeführt. Durch zentrifugale
Trennung wurde eine Feststoff-Flüssigkeits-Trennung erreicht,
und die aufschwimmende Substanz wurde unter 50ºC
sprühgetrocknet, um einen Trockenpulverextrakt von Xian-Chai-Hu-
Tang zu erhalten. Bei der Bestimmung der in 4,5 g des
Trockenpulverextraktes enthaltenen Komponenten wurde
festgestellt, daß 42,5 mg Glycyrrhizin, 160 mg Baicalin und 4,5 mg
Saikosaponin b2 enthalten waren.
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Es ist bekannt, daß Baicalein und Baicalin eine
entzündungshemmende, eine antiallergische und eine antihypertensive
Wirkung besitzen. Es ist jedoch nicht bekannt, daß diese
Verbindungen eine anti-virale Wirkung, insbesondere eine
anti-retrovirale Wirkung, aufweisen.
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Es ist ferner bekannt, daß Quercetin und Hesperetin eine
entzündungshemmende Wirkung, eine anti-allergische Wirkung
und eine anti-hypertensive Wirkung besitzen und daß diese
Verbindungen das Wachstum eines DNA-Virus steuern. Es ist
jedoch nicht bekannt, daß diese Verbindungen eine anti-
retrovirale Wirkung in bezug auf einen Retrovirus besitzen,
der eine reverse Transcriptase aufweist und durch diese reverse
Transcriptase wächst.
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Baicalin und Baicalein sind Verbindungen, die durch die
nachfolgende chemische Strukturformel II wiedergegeben und
von der Firma Wako Junyaku Kabushiki Kaisha vertrieben
werden:
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wobei die Verbindung Baicalein ist, wenn R H bedeutet,
und Baicalin, wenn R C&sub6;H&sub9;O&sub6; (Glucuronsäurerest)
bedeutet.
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Qeurcetin ist eine Verbindung, die durch die nachfolgende
chemische Strukturformel III wiedergegeben und von der Firma
Tokyo Kasei Kogyo Kabushiki Kaisha vertrieben wird:
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Hesperetin ist eine Verbindung, die durch die nachfolgende
chemische Strukturformel IV wiedergegeben und von der Firma
Tokyo Kasei Kogyo Kabushiki Kaisha vertrieben wird:
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Die erfindungsgemäß verwendete Verbindung der Formel I ist
als Pigment bekannt. Es ist jedoch nicht bekannt, daß diese
Verbindung eine anti-virale Wirkung, insbesondere eine anti-
retrovirale Wirkung besitzt.
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Als Verbindung der Formel I kann Alizarin, das einfach aus
Krapp, einer zur Familie rubia gehörenden Pflanze,
extrahiert und isoliert werden kann, direkt verwendet werden.
Derivate von Alizarin können aus diesem Alizarin einfach
hergestellt werden, und als Reagenzien vertriebene Derivate
können auch als Verbindung der Formel I verwendet werden.
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Spezielle Ausführungsbeispiele der Verbindung der Formel I
sind nachfolgend aufgeführt:
(1) Alizarin (1,2-Dihydroxyanthrachinon)
(2) Alizarin complexon (1,2,-Dihydroxy-3-dicarboxymethylaminomethylantrachinon)
(3) Alizarine Red S (1,2-Dihyddroxy-3- sulfonylantrachinon)
(4) Chinalizarin (1,2,5,8-Tetrahydroxyanthrachinon)
(5) Purpurin (1,2,4-Trihydroxyantrachinon)
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Anhand der nachfolgenden Versuche wird nunmehr die anti-
retrovirale Wirkung des anti-retroviralen Arzneimittels der
vorliegenden Erfindung erläutert.
Versuch 1
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Mit dem Mäuseleukämievirus infizierte Zellen wurden
kultiviert, und die reverse Transcriptase wurde durch das
Verfahren von Nakajima et al. [COMPARATIVE LEUKEMIA RESEARCH
1973, LEUKEMOGENESIS, ED. Y. ITO AND R.M. DUTCHER, UNIV. OF
TOKYO PRESS TOKYO/KARGER, BASEL, Seiten 603-605 (1975)]
abgetrennt und gereinigt. Dann wurde eine
Reaktionsgemischflüssigkeit mit der nachfolgenden Zusammensetzung
hergestellt:
Reverse Transcriptase
Einheit/ml
Polyadenylsäure/Oligothymidylsäure-Duplex [Polyadenylsäure
( geliefert von Pharmacia) / Oligothymidylsäure (geliefert von
Pharmacia) = Basisverhältnis 4/1] als Temperat /Primer
Tris-Hydrochlorsäure (pH 8,0)
Dithiothreitol
Kaliumchlorid
Manganchlorid
[³H]-Deoxythymidintriphosphat (hiernach als [³H]dTTP bezeichnet]
Glycerol
Destilliertes Wasser
geeignete Menge
Bemerkung
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Mit "1 Einheit" ist die Einheit der relativen Aktivität der
reversen Transcriptase gemeint, die zum Konsumieren von
1 nMol von dNTP (Deoxynukleinsäurephosphat) bei 37ºC über
1 h erforderlich ist.
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Dann wurde der gemäß dem vorstehend erwähnten speziellen
Ausführungsbeispiel erhaltene Trockenpulverextrakt,
Baicalein, Baicalin, Quercetin oder Hesperetin und
destilliertes Wasser 20 ml der vorstehend erwähnten
Reaktionsgemischflüssigkeit zugesetzt, so daß das Gesamtvolumen 50 ul
betrug. Das Einarbeiten der Radioaktivität von [³H]dTTP in
die säureunlösliche Fraktion wurde über einen
Beckmann-Scintillationszähler gemessen, und die Inhibition in % wurde als
Aktivität der reversen Transcriptase in bezug auf jede
Konzentration errechnet. Die Ergebnisse sind in den
nachfolgenden Tabellen 1 bis 4 aufgeführt.
Tabelle 1
Trockenpulverextrakt (ug/ml) erhalten im speziellen Ausführungsbeispiel
Prozent Inhibition (%)
Tabelle 2
Konzentration (ug/ml)
Prozent Inhibition (%) von Baicalein
Tabelle 3
Konzentration (ug/ml)
Prozent Inhibition von Quercetin (%)
Tabelle 4
Konzentration (ug/ml)
Prozent Inhibition von
Hesperetin (%)
Versuch 2
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MT-2 Zellen wurden mit einer Konzentration von 3 x 10&sup4;
Zellen/ml in einem Kulturmedium von RPMI 1640 (geliefert von
der Firma Gibco Co.), das 10 % FCS (geliefert von der Firma
Gibco Co.) enthielt, kultiviert. Nach zwei Tagen wurden die
MT-2-Zellen mit HIV in einem Verhältnis von 200 Zellen pro
HIV infiziert, in Gruppen unterteilt, denen einerseits
5 ug/ml Baicalein, Quercetin oder Hesperetin zugesetzt
wurden und denen andererseits keine Substanz zugesetzt wurde
(Kontrollgruppen), und es wurde die Wirkung der Zugabe
ermittelt. Nach einer Woche wurde die Zahl der lebenden Zellen
gezählt, und es wurde festgestellt, daß die Modifikation der
MT-2-Zellen mit HIV in einem Verhältnis von 90 % verhindert
worden war.
Versuch 3
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Eine Reaktionsgemischflüssigkeit mit der folgenden
Zusammensetzung wurde hergestellt:
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Reverse Transcriptase (Rous assoziiertes
Virus-2, geliefert von Takara Shuzo) 2 Einheiten/ml
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Polyadenylsäure/Oligothymidylsäureduplex [Polyadenylsäure (PolyrA)
(geliefert von Pharmacia),
Oligothymidylsäure (dT)&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub8; (geliefert
von Pharmacia)] als Temperat/Primer 10 ug/ml
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Tris-Hydrochlorsäure (pH 8,3) 50 mM
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Kaliumchlorid 50 mM
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Magnesiumchlorid 10 mM
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[³H]dTTP (40 ci/mMol) (1,0 mCi/ml) 0,2 uM
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Deoxythymidintriphosphat 9,8 uM
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Destilliertes Wasser geeignete Menge
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Eine Reaktion von 50 ul der Reaktionsgemischflüssigkeit
wurde 30 min lang bei 37ºC durchgeführt. Das
Reaktionsprodukt DNA wurde durch das Ionenaustauschfilterpapierverfahren
bestimmt, die Einarbeitung der Radioaktivität von [³H]dTTP
wurde mit einem Beckmann-Scintillationszähler gemessen, und
die 50 % Inhibitionskonzentration (IC&sub5;&sub0;) einer jeden
Testsubstanz wurde als Aktivität der reversen Transcriptase
errechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 aufgeführt.
Tabelle 5
Testsubstanz
Alizarin
Alizarincomplexon
Alizarin Red S
Chinalizarin
Purpurin
Versuch 4
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Eine 24-Well Mikroplatte wurde mit 3,5 x 10&sup5; Zellen pro Well
von primären Hühnerembryofibroblasten beschickt, und die
Fibroblasten wurden 6 h lang in einer Atmosphäre von 5 % CO&sub2;
bei 37ºC kultiviert. Dann wurden 1 RSV. SR-A-strain mit
einer Infektionsmultiplizität (M.O.I.) von etwa 2,0 x 10&supmin;&sup4; und
die Testsubstanz zugesetzt, und es wurde weitere 2 h lang
kultiviert. Die Zellen wurden gewaschen, und die
Testsubstanz und ein Agar-Kulturmedium wurden zugesetzt. Dann
wurde weitere 8 Tage bei 37ºC in einer Atmosphäre von 5 %
CO&sub2; kultiviert. Die Zahl der foci wurde gezählt. Die
entsprechenden Ergebnisse sind als IC&sub5;&sub0; in Tabelle 6
aufgeführt.
Tabelle 6
Testsubstanz
Alizarincomplexon
Alizarin Red S
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Die Ergebnisse der Versuche 1 bis 4 bestätigen, daß das
anti-retrovirale Arzneimittel der vorliegenden Erfindung
eine anti-retrovirale Wirkung besitzt, die auf einer
Verhinderung der Aktivität der reversen Transcriptase basiert.
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Das anti-retrovirale Arzneimittel der vorliegenden Erfindung
steuert bzw. kontrolliert das Wachstum des Retrovirus, indem
es die Aktivität der reversen Transcriptase inhibiert, die
für das Wachstum des Retrovirus erforderlich ist. Daher kann
das erfindungsgemäße Arzneimittel bei jedem beliebigen
Retrovirus Anwendung finden.
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Als spezielle Beispiele von Retroviren können erwähnt
werden: Leukämievirus, Sarcomavirus, Mammatumorvirus,
Visnavirus, Maedicvirus, HIV und HTLV-1.
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Die Verbindung der Formel I inhibiert nicht nur die
Aktivität der reversen Transcriptase, sondern steuert auch die
Retroviren erzeugende Aktivität der mit dem Retrovirus
infizierten Zellen.
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Ein Versuch, in dem diese Auswirkung auf die Retroviren
erzeugende Aktivität demonstriert wird, wird nunmehr
beschrieben.
Versuch 5
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Die Testsubstanz und 1 x 10&sup5; Zellen pro Well von MT-2-Zellen
wurden in eine 24-Well Mikroplatte gegeben, und es wurde
eine Kultivierung über 4 Tage durchgeführt. Dann wurde die
MT-2-Zellen-Suspension in jedem Well einer zentrifugalen
Trennung unterworfen, und das Aufschwimmende wurde mit
Phenol extrahiert, um RNA von HTLV-1 zu erhalten. Diese RNA und
eine bekannte Menge von HTLV-1 cDNA wurden auf
Nitrocellulose-Papier aufgetragen, eine Vergleichsbestimmung wurde
nach der Hybridisierung unter Verwendung von
³²P-bezeichneten HTLV-1 cDNA durchgeführt, und der
Hybridisierungsgrad
durch die Testsubstanz wurde errechnet,indem die Menge
des erzeugten Virus mit der der Kontrolle verglichen wurde.
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Die Ergebnisse sind als Hybridisierungsrad (%) in Tabelle 7
aufgeführt.
Tabelle 7
Testsubstanz
Zugesetzte Menge (ug/ml)
Hybridisierungsgrad (%)
Alizarin Red S
Purpurin
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Durch die Ergebnisse des Versuchs 5 wird bestätigt, daß die
Verbindung der Formel I die Retroviren erzeugende Aktivität
von mit Retroviren infizierten Zellen steuert.
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Beim Testen der akuten Toxizität des anti-retroviralen
Arzneimittels der vorliegenden Erfindung, das Xiao-Chai-Hu-Tang
enthält, durch orale Verabreichung an männliche Mäuse der
ddY-Linie und an männliche Ratten der Wistar-Linie, wurde
festgestellt, daß kein Tier starb, und zwar selbst bei
oraler Verabreichung des anti-retroviralen Arzneimittels der
vorliegenden Erfindung gemäß dem vorstehend erwähnten
speziellen Ausführungsbeispiel in einer Dosis von 15 g/kg
(Darreichungsgrenze).
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Wie aus diesem Ergebnis hervorgeht, besitzt das Xiao-Chai-
Hu-Tang enthaltende anti-retrovirale Arzneimittel der
vorliegenden Erfindung eine sehr niedrige Toxizität und eine
hohe Sicherheit. Es ist zu vermerken, daß Xiao-Chai-Hu-Tang
als chinesische pflanzliche Heilmittelzubereitung über viele
Jahrzehnte klinisch verwendet wurde, und es wurde
festgestellt,
daß diese Zubereitung im wesentlichen keine
nachteiligen Nebenwirkungen aufweist.
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Bei Durchführung des Tests auf akute Toxizität mit Baicalin,
Baicalein, Quercetin und Hesperetin mit männlichen Mäusen
der ddY-Linie und männlichen Ratten der Wistar-Linie wurde
festgestellt, daß kein Tier bei einer oralen Darreichung
einer Dosis von 1 g/kg starb. Wie aus diesem Ergebnis deutlich
wird, besitzen Baicalin, Baicalein, Quercetin und Hesperetin
eine sehr niedrige Toxizität und eine hohe Sicherheit.
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Es ist bekannt, daß die LD&sub5;&sub0;-Werte von Alizarin und Alizarin
Red S nach intravenöser Darreichung 120 mg/kg und 70 mg/kg
betragen. Es ist daher offensichtlich, daß die Verbindung
der Formel I ebenfalls eine sehr niedrige Toxizität und hohe
Sicherheit aufweist.
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Im Hinblick auf die Versuchsdaten der vorliegenden Erfindung
und die Ergebnisse des Tests auf akute Toxizität wird die
wirksame Darreichungsmenge des Xiao-Chai-Hu-Tang
enthaltenden anti-retroviralen Arzneimittels so gewählt, daß 1 bis 10
g des Mittels als Trockenpulverextrakt in drei Dosen
unterteilt und an einen Erwachsenen dreimal pro Tag verabreicht
werden können, obwohl die wirksame Darreichungsmenge in
einem gewissen Ausmaß schwankt, je nach dem Alter und dem
Körpergewicht des Patienten und der Schwere der Krankheit.
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Es werden nunmehr Darreichungsmengen und
Formulierungsmethoden für Baicalin, Baicalein, Quercetin und Hesperetin
beschrieben.
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Baicalin, Baicalein, Quercetin, Hesperetin und die
Verbindung der Formel I können direkt oder zusammen mit üblichen
pharmazeutischen Trägern an Tiere und Menschen verabreicht
werden. Die Darreichungsform ist nicht besonders kritisch,
und eine geeignete Darreichungsform wird je nach Bedarf
ausgewählt. Beispielsweise können orale Darreichungsformen, wie
Tabletten, Kapseln, Granulate, Feingranulate und Pulver, und
nicht-orale Darreichungsformen, wie Injektionen und
Suppositorien, erwähnt werden.
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Die zum Erzielen der beabsichtigten Wirkung erforderliche
Dosis der oralen Darreichungsform schwankt in einem gewissen
Ausmaß je nach dem Alter und dem Körpergewicht des Patienten
und der Schwere der Krankheit. Vorzugsweise werden jedoch
100 bis 6000 mg von Baicalin, Baicalein, Quercetin,
Hesperetin oder der Verbindung der Formel I pro Tag an einen
Erwachsenen verabreicht, und zwar auf mehrere Male aufgeteilt.
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Erfindungsgemäß werden orale Darreichungsformen, wie
Tabletten, Kapseln und Granulate, durch übliche Verfahren
hergestellt, indem beispielsweise Stärke, Lactose, raffinierter
Zucker, Mannitol, Carboxymethylcellulose, Maisstärke und
anorganische Salze verwendet werden.
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Für die Herstellung dieser Mittel können Bindemittel,
desintregrierende Mittel, oberflächenaktive Mittel,
Schmiermittel, Mittel zur Verbesserung der Fließfähigkeit,
Geschmacksverbesserer, Farbmittel und Parfums zusätzlich zu den
vorstehend erwähnten Wirkstoffen eingesetzt werden. Spezielle
Ausführungsbeispiele sind nachfolgend beschrieben.
(Bindemittel)
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Stärke, Dextrin, Gummiarabicum, Gelatine,
Hydroxypropylstärke, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose,
Hydroxypropylcellulose, kristalline Cellulose, Äthylcellulose,
Polyvinylpyrrolidon und Makrogall.
(Desintegrierende Mittel)
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Stärke, Hydroxypropylstärke, Natriumcarboxymethylcellulose,
Calciumcarboxymethylcellulose, Carboxymethylcellulose und
niedriger substituierte Hydroxypropylcellulose.
(Oberflächenaktive Mittel)
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Natriumlaurylsulphat, Sojabohnenlecithin, Sucrose,
Fettsäurenester, Aluminiumstearat und Polysolvate 80.
(Schmiermittel)
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Talk, Wachs, hydriertes Pflanzenöl, Sucrosefettsäurenester,
Magnesiumstearat, Calciumstearat, Aluminiumstearat und
Polyäthylenglycol.
(Fließfähigkeitsverbesserer)
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Leichtes Kieselsäureanhydrid, Trockenaluminiumhydroxidgel,
synthetisches Aluminiumsilikat und Magnesiumsilikat.
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Baicalin, Baicalein, Quercetin, Hesperetin und die
Verbindung der Formel I können in der Form von Suspensionen,
Emulsionen, Sirups und Elixieren verabreicht werden. Diese
Zubereitungen können des weiteren einen Geschmacksverbesserer,
einen Geruchsverbesserer und ein Farbmittel enthalten.
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Die Dosierung der nicht-oralen Darreichungsform zum Erhalten
der gewünschten Wirkungen variiert in einem gewissen Ausmaß
je nach dem Alter und Körpergewicht des Patienten und der
Schwere der Krankheit. Vorzugsweise werden jedoch 1 bis
100 mg von Baicalein, Baicalin, Quercetin, Hesperetin oder
der Verbindung der Formel I pro Tag an einen Erwachsenen
durch intravenöse Injektion, intravenöses Tropfen,
hypodermische Injektion oder intramuskuläre Injektion verabreicht.
Diese nicht-orale Darreichungsform wird durch übliche
Verfahren hergestellt. Als Verdünnungsmittel kann destilliertes
Wasser für Injektionen, eine physiologische Salzlösung, eine
wäßrige Glukoselösung, ein pflanzliches Öl für Injektionen,
Sesamöl, Kokosnußöl, Sojabohnenöl, Maisöl, Propylenglycol
und Polyäthylenglycol verwendet werden. Ein Fungizid, ein
antiseptisches Mittel und ein Stabilisator können je nach
Bedarf zugesetzt werden. Was die Stabilität der nicht-oralen
Darreichungsform anbetrifft, so kann eine Methode verwendet
werden, bei der die nicht-orale Darreichungsform in ein
Glasfläschchen gefüllt und gefroren wird, Wasser durch die
herkömmliche Trockengefriertechnik entfernt wird und die
Flüssigkeit unmittelbar vor der Anwendung wieder hergestellt
wird. Je nach Bedarf können ein isotropisches Mittel, ein
Stabilisator und ein antiseptisches Mittel sowie ein
analgetisches Mittel zugesetzt werden.
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Als andere nicht-orale Mittel können Mittel zum Eincremen,
wie beispielsweise äußere Lotionen und Salben, sowie
Suppositorien für eine intrarektale Anwendung erwähnt werden.
Diese nicht-oralen Darreichungsformen können durch übliche
Verfahren hergestellt werden.
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Das erfindungsgemäß ausgebildete anti-retrovirale
Arzneimittel wird nunmehr in Verbindung mit den nachfolgenden
Ausführungsbeispielen, die in keiner Weise den Umfang der
Erfindung beschränken, im einzelnen erläutert.
Beispiel 1
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Der gemäß dem speziellen Ausführungsbeispiel erhaltene
Trockenpulverextrakt (200 g) wurde mit 89 g Lactose und 1 g
Magnesiumstearat vermischt. Aus dem Gemisch wurden durch
eine Einzel-Tablettierungsmaschine Tablettenrohlinge mit
einem
Durchmesser von 20 mm und einem Gewicht von etwa 2,3 g
hergestellt. Die Tabletten wurden durch einen Oscillator
pulverisiert, in der Partikelgröße eingestellt und gesiebt,
um ein gutes Granulat zu erhalten, das aus Partikeln mit
einer Größe von 20 bis 50 mesh bestand.
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Dieses Granulat wurde dreimal am Tage nach den
Krankheitsbedingungen in einer Dosis von 0,5 bis 4,5 g (entsprechend
0,34 bis 3,10 g des Trockenpulverextraktes) verabreicht.
Beispiel 2
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Der gemäß dem speziellen Ausführungsbeispiel erhaltene
Trockenpulverextrakt (200 g) wurde mit 20 g
mikrokristalliner Cellulose und 5 g Magnesiumstearat vermischt. Aus dem
Gemisch wurden mit einer Einzel-Tablettierungsmaschine
Tabletten mit einem Durchmesser von 7 mm und einem Gewicht
von 225 mg hergestellt. Jede Tablette enthielt 200 mg des
Trockenpulverextraktes des anti-retroviralen Arzneimittels
der vorliegenden Erfindung. 2 bis 16 Tabletten wurden je
nach den Krankheitszuständen dreimal am Tage verabreicht.
Beispiel 3
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Der gemäß dem speziellen Ausführungsbeispiel erhaltene
Trockenpulverextrakt wurde in harte Kapseln gefüllt, so daß
jede Kapsel 500 mg des Pulvers enthielt. 2 bis 20 Kapseln
wurden je nach den Krankheitsbedingungen dreimal am Tage
verabreicht.
Beispiel 4
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(1) Maisstärke 44 g
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(2) Kristalline Cellulose 40 g
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(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
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(4) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(5) Magnesiumstearat 0,5 g
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(6) Baicalin 10 g
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Insgesamt 100 g
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Nach dem vorstehend aufgeführten Rezept wurden die
Bestandteile (1) bis (6) in homogener Weise vermischt. Das Gemisch
wurde mit einer Tablettierungsmaschine formgepreßt, um
Tabletten mit einem Gewicht von 200 mg zu erhalten.
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Jede Tablette enthielt 20 mg Baicalin. 5 bis 7 Tabletten
wurden einem Erwachsenen pro Tag in aufgeteilter Weise
diverse Male verabreicht.
Beispiel 5
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(1) Kristalline Cellulose 84,5 g
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(2) Magnesiumstearat 0,5 g
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(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
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(4) Baicalein 10 g
-
Insgesamt 100 g
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Nach dem vorstehend aufgeführten Rezept wurden die
Bestandteile (1) und (4) und ein Teil des Bestandteils (2) homogen
gemischt, und das Gemisch wurde formgepreßt und dann
pulverisiert. Der Bestandteil (3) und der Rest des Bestandteils
(2) wurden dem pulverisierten Produkt zugegeben. Das Gemisch
wurde mit einer Tablettierungsmaschine formgepreßt, um
Tabletten mit einem Gewicht von 200 mg herzustellen.
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Jede Tablette enthielt 20 mg Baicalein, und es wurden 5 bis
7 Tabletten einem Erwachsenen pro Tag einige Male in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 6
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(1) Kristalline Cellulose 34,5 g
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(2) 10 %-ige Ethanollösung von
Hydroxypropylcellulose 50 g
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(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
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(4) Magnesiumstearat 0,5 g
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(5) Baicalin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß dem vorstehend aufgeführten Rezept wurden die
Bestandteile (1), (2) und (5) homogen vermischt. Nach üblichen
Verfahren wurde das Gemisch geknetet, durch einen
Extrusionsgranulator granuliert, getrocknet und desintegriert. Dann
wurde das Desintegrationsprodukt mit den Bestandteilen (3)
und (4) vermischt, und das Gemisch wurde durch eine
Tablettierungsmaschine formgepreßt, um Tabletten mit einem Gewicht
von 200 mg zu erhalten.
-
Jede Tablette enthielt 20 mg Baicalin, und es wurden 5 bis 7
Tabletten an einen Erwachsenen einige Male pro Tag in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 7
-
(1) Maisstärke 84 g
-
(2) Magnesiumstearat 0,5 g
-
(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
-
(4) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(5) Baicalein 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend aufgeführten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (5) in homogener Weise vermischt, und das
Gemisch wurde durch eine Formpreßmaschine formgepreßt, durch
einen Pulverisator pulverisiert und gesiebt, um ein Granulat
zu erhalten.
-
Ein Gramm dieses Granulates enthielt 100 mg Baicalein, und 1
bis 2,5 g des Granulates wurden an einen Erwachsenen einige
Male pro Tag in aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 8
-
(1) Kristalline Cellulose 40 g
-
(2) 10 %-ige Ethanollösung von
Hydroxypropylcellulose 50 g
-
(3) Baicalin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend aufgeführten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (3) homogen vermischt und geknetet. Das
geknetete Gemisch wurde durch einen Granulator granuliert,
getrocknet und gesiebt, um ein Granulat zu erhalten.
-
Ein Gramm dieses Granulates enthielt 100 mg Baicalin, und 1
bis 2,5 g des Granulates wurden an einen Erwachsenen diverse
Male pro Tag in aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 9
-
(1) Maisstärke 89,5 g
-
(2) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(3) Baicalein 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend aufgeführten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (3) homogen vermischt, und das Gemisch
wurde in Kapseln Nr. 2 gefüllt, so daß jede Kapsel 200 mg
des Gemisches enthielt.
-
Jede Kapsel enthielt 20 mg Baicalein,und 5 bis 7 Kapseln
wurden an einen Erwachsenen diverse Male pro Tag in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 10
-
(1) Destilliertes Wasser für
Injektionen geeignete Menge
-
(2) Glukose 200 mg
-
(3) Baicalin 10 mg
-
Insgesamt 15 ml
-
Die Bestandteile (2) und (3) wurden in destilliertem Wasser
für Injektionen gelöst, und die Lösung wurde in eine Ampulle
mit einem Fassungsvermögen von 5 ml eingefüllt. Eine
Sterilisation wurde bei 121ºC für eine Erhitzung unter Druck
durchgeführt, um eine Injektion zu erhalten.
Beispiel 11
-
(1) Kristalline Cellulose 84,5 g
-
(2) Magnesiumstearat 0,5 g
-
(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
-
(4) Quercetin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) und (4) und ein Teil des Bestandteils (2) homogen
vermischt, und das Gemisch wurde formgepreßt und
pulverisiert. Dann wurde der Bestandteil (3) und der Rest des
Bestandteils (2) dem pulverisierten Produkt zugesetzt, und das
Gemisch wurde durch eine Tablettierungsmaschine formgepreßt,
um Tabletten mit einem Gewicht von 200 mg zu erhalten.
-
Jede Tablette enthielt 20 mg Quercetin, und 5 bis 7
Tabletten wurden diverse Male pro Tag in aufgeteilter Weise an
einen Erwachsenen verabreicht.
Beispiel 12
-
(1) Maisstärke 84 g
-
(2) Magnesiumstearat 0,5 g
-
(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
-
(4) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(5) Quercetin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (5) homogen vermischt, und das Gemisch wurde
durch eine Formpreßmaschine formgepreßt, durch einen
Pulverisator pulverisiert und gesiebt, um ein Granulat zu
erhalten.
-
Ein Gramm dieses Granulates enthielt 100 mg Quercetin, und 1
bis 2,5 g des Granulates wurden diverse Male pro Tag an
einen Erwachsenen in aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 13
-
(1) Maisstärke 89,5 g
-
(2) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(3) Quercetin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (3) homogen vermischt, und das Gemisch wurde
in Kapseln Nr. 2 eingefüllt, so daß jede Kapsel 200 mg des
Gemisches enthielt.
-
Jede Kapsel enthielt 20 mg Quercetin, und 5 bis 7 Kapseln
wurden einige Male pro Tag an einen Erwachsenen in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 14
-
(1) Destilliertes Wasser für
Injektionszwecke geeignete Menge
-
(2) Glukose 200 mg
-
(3) Quercetin 10 mg
-
Insgesamt 15 ml
-
Die Bestandteile (2) und (3) wurden in destilliertem Wasser
für Injektionszwecke gelöst, und die Lösung wurde in eine
Ampulle mit einem Fassungsvermögen von 5 ml gefüllt und
einer Sterilisation bei 121ºC über 15 min unter Druck
unterworfen, um eine Injektion zu erhalten.
Beispiel 15
-
(1) Kristalline Cellulose 84,5 g
-
(2) Magnesiumstearat 0,5 g
-
(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
-
(4) Hesperetin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) und (4) und ein Teil des Bestandteils (2) homogen
vermischt, und das Gemisch wurde formgepreßt und
pulverisiert. Dann wurden der Bestandteil (3) und der Rest des
Bestandteiles (2) dem pulverisierten Produkt zugesetzt, und
das Gemisch wurde durch eine Tablettierungsmaschine
formgepreßt, um Tabletten mit einem Gewicht von 200 mg zu
erhalten.
-
Jede Tablette enthielt 20 mg Hesperetin, und 5 bis 7
Tabletten wurden einige Male pro Tag an einen Erwachsenen in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 16
-
(1) Maisstärke 84 g
-
(2) Magnesiumstearat 0,5 g
-
(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
-
(4) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(5) Hesperetin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (5) homogen vermischt, und das Gemisch wurde
durch eine Formpreßmaschine formgepreßt, durch einen
Pulverisator
pulverisiert und gesiebt, um ein Granulat zu
erhalten.
-
Ein Gramm dieses Granulates enthielt 100 mg Hesperetin, und
1 bis 2,5 g des Granulates wurden einige Male pro Tag an
einen Erwachsenen in aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 17
-
(1) Maisstärke 89,5 g
-
(2) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(3) Hesperetin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (3) homogen vermischt, und das Gemisch wurde
in Kapseln Nr. 2 eingefüllt, so daß jede Kapsel 200 mg des
Gemisches enthielt.
-
Jede Kapsel enthielt 20 mg Hesperetin, und 5 bis 7 Kapseln
wurden einige Male pro Tag an einen Erwachsenen in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 18
-
(1) Destilliertes Wasser für
Injektionszwecke geeignete Menge
-
(2) Glukose 200 mg
-
(3) Hesperetin 10 mg
-
Insgesamt 15 ml
-
Die Bestandteile (2) und (3) wurden in destilliertem Wasser
für Injektionszwecke gelöst, und die Lösung wurde in eine
Ampulle mit einem Fassungsvermögen von 5 ml eingefüllt und
einer Sterilisation bei 121ºC über 15 min unter Druck
unterzogen, um eine Injektion zu erhalten.
Beispiel 19
-
(1) Maisstärke 44 g
-
(2) Kristalline Cellulose 40 g
-
(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
-
(4) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(5) Magnesiumstearat 0,5 g
-
(6) Alizarin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (6) homogen vermischt, und das Gemisch wurde
durch eine Tablettierungsmaschine formgepreßt, um Tabletten
mit einem Gewicht von 200 mg zu erhalten.
-
Jede Tablette enthielt 20 mg Alizarin, und 5 bis 7 Tabletten
wurden einige Male pro Tag an einen Erwachsenen in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 20
-
(1) Kristalline Cellulose 84,5 g
-
(2) Magnesiumstearat 0,5 g
-
(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
-
(4) Alizarincomplexon 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) und (4) und ein Teil des Bestandteils (2) homogen
vermischt, und das Gemisch wurde formgepreßt und
pulverisiert. Dann wurden der Bestandteil (3) und der Rest des
Bestandteils (2) dem pulverisierten Produkt zugesetzt, und das
Gemisch wurde durch eine Tablettierungsmaschine formgepreßt,
um Tabletten mit einem Gewicht von 200 mg zu erhalten.
-
Jede Tablette enthielt 20 mg Alizarincomplexon, und 5 bis 7
Tabletten wurden einige Male pro Tag an einen Erwachsenen in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 21
-
(1) Kristalline Cellulose 34,5 g
-
(2) 10%-ige Äthanollösung von
Hydroxypropylcellulose 50 g
-
(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
-
(4) Magnesiumstearat 0,5 g
-
(5) Alizarin Red S 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1), (2) und (5) homogen vermischt. Nach üblichen
Verfahren wurde das Gemisch geknetet, durch einen
Extrusionsgranulator granuliert, getrocknet und desintegriert. Dann
wurden die Bestandteile (3) und (4) dem
Desintegrationsprodukt zugesetzt, und das Gemisch wurde durch eine
Tablettierungsmaschine formgepreßt, um Tabletten mit einem Gewicht
von 200 mg zu erhalten.
-
Jede Tablette enthielt 20 mg Alizarin Red S, und 5 bis 7
Tabletten wurden einige Male pro Tag an einen Erwachsenen in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 22
-
(1) Maisstärke 84 g
-
(2) Magnesiumstearat 0,5 g
-
(3) Calciumcarboxymethylcellulose 5 g
-
(4) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(5) Chinalizarin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (5) homogen vermischt, und das Gemisch wurde
durch eine Formpreßmaschine formgepreßt, durch einen
Pulverisator pulverisiert und gesiebt, um ein Granulat zu
erhalten.
-
Ein Gramm dieses Granulates enthielt 100 mg Chinalizarin,
und 1 bis 2,5 g des Granulates wurden einige Male pro Tag an
einen Erwachsenen in aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 23
-
(1) Kristalline Cellulose 55 g
-
(2) 10%-ige Äthanollösung von
Hydroxypropylcellulose 35 g
-
(3) Purpurin 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (3) homogen vermischt, und das Gemisch wurde
geknetet, durch einen Extrusionsgranulator granuliert,
getrocknet und gesiebt, um ein Granulat zu erhalten.
-
Ein Gramm dieses Granulates enthielt 100 mg Purpurin, und 1
bis 2,5 g des Granulates wurden einige Male pro Tag in
aufgeteilter Weise an einen Erwachsenen verabreicht.
Beispiel 24
-
(1) Maisstärke 89,5 g
-
(2) Leichtes Kieselsäureanhydrid 0,5 g
-
(3) Alizarincomplexon 10 g
-
Insgesamt 100 g
-
Gemäß der vorstehend genannten Rezeptur wurden die
Bestandteile (1) bis (3) homogen vermischt, und das Gemisch wurde
in Kapseln Nr. 2 eingefüllt, so daß jede Kapsel 200 mg des
Gemisches enthielt.
-
Jede Kapsel enthielt 20 mg Alizarincomplexon, und 5 bis 7
Kapseln wurden einige Male pro Tag an einen Erwachsenen in
aufgeteilter Weise verabreicht.
Beispiel 25
-
(1) Destilliertes Wasser für
Injektionszwecke geeignete Menge
-
(2) Glukose 100 mg
-
(3) Alizarincomplexon 10 mg
-
Insgesamt 15 ml
-
Die Bestandteile (2) und (3) wurden in destilliertem Wasser
für Injektionszwecke gelöst, und die Lösung wurde in eine
Ampulle mit einem Fassungsvermögen von 5 ml gefüllt und
einer Sterilisation bei 121ºC über 15 min unter Druck
unterzogen, um eine Injektion zu erhalten.