DE3739007A1 - Verfahren zur herstellung eines schutz- und verstaerkungsprofils und eine vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines schutz- und verstaerkungsprofils und eine vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Schutz- und
Verstärkungsprofils für eine druckempfindliche Leitung, insbesondere
endlose Lichtleiterbündel, wobei ein Thermo- oder Duroplast in Form
eines Pulvers oder Granulats unter Zusatz von chemischen Ver
netzungsmitteln und Hilfsstoffen in einer Druckkammer einen Hochdruck
unterworfen wird, worauf die Mischung dem Formwerkzeug einer Strang
preß- oder Spritzpreßvorrichtung zugeführt und auf Vernetzungs
temperatur erwärmt wird. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens.
In den letzten Jahren wurde die Nachrichten- und Signalübertragung mit
Hilfe von lichtleitenden Glasfasern entwickelt, welche zur Zeit in
Großversuchen eingesetzt wird. Das verwendete Übertragungskabel besteht
dabei aus Glasfasern, wobei als Lichtleitfaser eine Gradientenfaser
verwendet wird, die aus einem Glaskern besteht, der von einer
Glasschicht umgeben ist. Der genannte Kern weist einen Durchmesser von
etwa 50 Mikrometer auf, und der Gesamtdurchmesser der Fasern beträgt 125
Mikrometer. Eine solche Faser ist von einer Kunststoffhaut umgeben und
eine größere Anzahl derartiger Fasern ist zu einem Lichtfaserbündel
zusammengefaßt und locker in einem Kunststoffschlauch als Kabel
geführt.
Die Nachrichten- und Signalübertragung ermöglicht eine große Bandbreite
und damit eine hohe Übertragungskapazität, ferner zeigt die Glasfaser
einen geringen Leistungsabfall und damit große Reichweite, sowie ein
geringes Maß und Gewicht, wodurch eine gute Raumausnutzung und eine
leichte Handhabung gegeben sind. Diese Vorteile ermöglichen den Einsatz
der Glasfasertechnik nicht nur für Fernmeldedienste sondern auch zur
Signalübertragung bei technischen Geräten, welche fest oder mobil
installiert sind. Hierbei sind die Glasfaserbündel oder Kabel den
unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt, beispielsweise mechanische
Drücken, Erschütterungen und Vibrationen, thermischen Spannungen und
chemischen Angriffen.
Um das Glasfaserbündel gegen derartige Einflüsse zu schützen besteht
gemäß der Erfindung die Aufgabe, ein Schutz- und Verstärkungsprofil
vorzuschlagen, welches die druckempfindliche Leitung und insbesondere
das Glasfaserbündel fest umschließt, so daß zwischen Glasfaserbündel
und Schutzmantel kein Gas- oder Luftpolster, keine Reibung und damit
Verschleiß bei äußeren Vibrationen auftritt. Der Mantel soll ferner
stärkeren mechanischen Belastungen standhalten und soll dennoch
flexibel und biegsam sein. Das Schutz- und Verstärkungsprofil soll
ferner Wasser- und gasdicht und damit explosionssicher sein.
Auf dem Gebiet der Elektroinstallation sind bereits Wellrohre bekannt,
welche beispielsweise als Leerrohre verlegt werden, in die später
elektrische Leitungen eingezogen werden. Zwar sind die Wellrohre für
Schutzzwecke geeignet, jedoch lassen sich nicht alle Forderungen gemäß
der Erfindung erfüllt. So ist es beispielsweise nicht mehr möglich,
mehrere hundert Meter lange Leitungen in ein Leerrohr zu ziehen, und
darüber hinaus läßt sich ein in ein Schutzrohr eingezogenes Kabel darin
nicht rüttelfest und reibungsfrei anordnen, derart, daß zwischen
Kabelmantel und Rohrinnenfläche keine Relativbewegung auftritt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Verfahren anzugeben, mit
dem es möglich ist, ein Schutz- und Verstärkungsprofil derartig um eine
druckempfindliche und endlose Leitung zu legen, daß die oben
aufgeführten Forderungen erfüllt werden, wobei mit äußerst geringen
Abmessungen eine den Forderungen ausreichende mechanische Stabilität
erreicht werden soll.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß nach dem eingangs
aufgeführten Verfahren die druckempfindliche Leitung durch das Form
werkzeug der Strangpreß- oder Spritzpreßvorrichtung geführt wird, auf
dessen Oberfläche der Kunststoff in profilierter Form aufgetragen wird.
Als druckempfindlicher Leiter wird vorzugsweise ein endloses Licht
leiterbündel angesehen, welches kontinuierlich durch das Formwerkzeug
geführt wird, wobei die Bildung und Formgebung des Schutz- und Ver
stärkungsprofils unmittelbar auf der Oberfläche des Lichtleiterbündels
oder Kabels durch Auftragen des vernetzten oder sich vernetzenden
Kunststoffmaterials erfolgt. In dieser Fertigungsphase und -Zone sind
die Temperaturen und Drucke bereits derart, daß sie für die Glasfaser
verträglich sind, ohne daß eine negative Beeinflussung auftritt.
Von besonderer Bedeutung für die Erfindung ist die unmittelbare
Erzeugung einer profilierten Form oder Struktur der Ummantelung in der
generellen Form von Rippen. Die Rippen des Rohres, welche in gleichen
oder unterschiedlichen Abständen und gleichen oder unterschiedlichen
Größen und Stärken ausgebildet sein können, bieten eine ausgezeichnete
mechanische Festigkeit, insbesondere auf Druckbeanspruchung, ohne daß
ihre Flexibilität eingeschränkt wird. Größen und Abstände der Rippen
auf dem Basisschlauch oder Rohr können dabei den zu erwartenden
Belastungen angepaßt werden.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist
die profilierte Form zueinander parallel liegende Rippen auf, welche
aus Vollmaterial bestehen und bilden mit ihrer schlauchförmigen Basis
eine integrale Einheit. Ein derartiger Schutzmantel ist gegen Druck
wirkungen vorteilhaft gesichert, wobei er dennoch außerordentlich
flexibel ist, so daß eine Verlegung des Schutzrohres bei der Montage
nicht behindert wird. Durch die integrale Einheit von Basisschlauch und
Rippen wird ein gas- und wasserdichtes und auch explosionsgesichertes
Schutz- und Verstärkungsprofil geschaffen, so daß eine Verlegung der
druckempfindlichen Leitung auch in entsprechend gefährdeten Räumen
möglich ist.
In allen aufgeführten Fällen kann das Verstärkungsprofil mit seinem
inneren Rohrmantel gleichzeitig in einem Herstellungsprozeß gebildet
werden.
In einer Abwandlung der Erfindung können auch Rohrmantel und Rippen
zeitlich hintereinander in einem Herstellungsprozeß aufgetragen werden,
wobei hierfür die Spritzvorrichtung entsprechend anzupassen ist.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
besteht darin, daß einem Extruder eine Spritzkopfvorrichtung zugeordnet
ist, der sich eine Profilmaschine anschließt, wobei die Spritzkopf
vorrichtung rohrförmig ausgebildete Formwerkzeuge aufweist, durch deren
Kern die zu verstärkende und zu ummantelnde Leitung führbar ist.
Die Profilmaschine weist in vorteilhafter Weise auswechselbare
Werkzeuge auf.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Hierbei
zeigt
Fig. 1 eine Anlage, in schematischer Darstellung und in Seiten
ansicht, zur Durchführung des Verfahrens;
Fig. 2 einen Schnitt eines Wellrohres als Stand der Technik;
Fig. 3 einen Schnitt eines Schlauches mit Rippen nach der Er
findung;
Fig. 4 einen Schnitt eines anderen Schlauches als Stand der
Technik, und
Fig. 5 eine Ansicht des Endproduktes nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
der Erfindung dargestellt. Diese weist einen an sich bekannten Extruder
1 auf, in den der zu verwendete Kunststoff in Pulverform oder als
Granulat mit den benötigten Zusätzen und chemischen Hilfsstoffen zu
gegeben wird. Diesem Extruder 1 ist eine Spritzkopfvorrichtung 2 zuge
ordnet, der sich eine Profilmaschine 3 anschließt, wobei die Spritz
kopfvorrichtung 2 hohlförmig ausgebildete und nicht näher dargestellte
Formwerkzeuge aufweist, durch deren Kern die zu verstärkende und zu
ummantelnde Leitung 4 kontinuierlich hindurchgeführt wird. Die Leitung
4 ist auf einer drehbaren Rolle 5 gelagert und von dort abspulbar. Die
in den Spritzkopf 2 kontinuierlich mit einm Schutz- und Verstärkungs
profil versehen Leitung 4, welche ein Glasfaserbündel sein kann,
durchfährt die Profilmaschine 3 zur Ausbildung der Formung und wird als
bewehrtes Kabel 6 auf dem Wickler 7 aufgerollt. Zwischen Spritzkopf und
Profilmaschine können noch weitere Behandlungsstationen eingerichtet
sein, wie Kühlbäder oder dergleichen, welche jedoch an sich bekannt
sind und auf die daher nicht näher eingegangen wird.
Die Fig. 2 gibt den Stand der Technik eines Wellrohres 8 wieder,
dessen obere Hälfte im Längsschnitt dargestellt ist. Ein Wellrohr ist
für die Erfindung insbesondere deswegen ungeeignet, weil mit dem zu
schützenden Leitungsrohr oder Kabel keine feste Verbindung erzielbar
ist, da nur ein linienförmiger Kontakt an den inneren Wellen 9 erreicht
werden kann.
Die Fig. 3 gibt ein Schutz- und Verstärkungsprofil wieder, dessen
obere Hälfte im Längsschnitt dargestellt ist. Die Rippen 10 sind mit
dem Basis- oder Schlauchteil 11 integral verbunden und die Innenwandung
des Basisteils 11 liegt fest auf der Oberfläche der zu bewehrenden
Leitung 4 oder des Gasfaserleitungsbündels, so daß weder Gasein
schlüsse noch Gaskanäle zwischen der Oberfläche der Leitung 4 oder des
Leitungsbündels und der Innenwandung des Basisteils 11 vorliegen.
Die Rippen 10 können unterschiedliche Größen und auch unterschiedliche
Abstände untereinander aufweisen, je nach der zu erwartenden
mechanischen Belastung. Die Stärke des Basisschlauches 11 ist ebenfalls
frei wählbar, je nach mechanischer Anforderung.
Bei allen verwendeten Größen wird eine Gas- und Wasserdichtigkeit
erreicht, so daß auch eine Explosionssicherheit gegeben ist.
Es können somit auch keine Gase das Schutz- und Verstärkungsprofil
durchdringen, um zwischen Innenwandung des Basisschlauches und
Außenfläche der zu schützenden Leitung verschleppt zu werden, wie dies
beim Stand der Technik möglich sein kann.
Das Schutz- und Verstärkungsprofil nach der Erfindung ist kompakt
ausgebildet, so daß nur ein geringer Raumbedarf erforderlich ist und
eine erhöhte und ausreichende Festigkeit erreicht wird.
Die Fig. 4 zeigt als Stand der Technik einen Wellschlauch 12 mit einem
Innenmantel 13 und aus Fig. 5 ist eine Ansicht eines Schutz- und
Verstärkungsprofils dargestellt, wie aus der Fig. 3 als Schnitt
ersichtlich ist.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung eines Schutz- und Verstärkungsprofils für
eine druckempfindliche Leitung, insbesondere endlose Lichtleiter
bündel, wobei ein Thermo- oder Duroplast in Form eines Pulvers oder
Granulats unter Zusatz von chemischen Vernetzungsmitteln und
Hilfsstoffen in einer Druckkammer einem Hochdruck unterworfen wird,
worauf die Mischung dem Formwerkzeug einer Stragpreß- oder
Spritzpreßvorrichtung zugeführt und auf Vernetzungstemperatur
erwärmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die druckempfindliche,
endlose Leitung durch das Formwerkzeug geführt wird, auf dessen
Oberfläche der Kunststoff in profilierter Form aufgetragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die profi
lierte Form rippenförmig ausgebildet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die profi
lierte Form aus zueinander parallel liegenden Rippen aus Voll
material besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rippen des Verstärkungsprofils zueinander parallel und auf einem
gemeinsamen Rohrmantel liegen und mit diesem eine Einheit bilden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen
des Verstärkungsprofils gleichzeitig mit ihrem inneren Rohrmantel
gebildet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rohr- oder Schlauchmantel und seine
Rippen zeitlich hintereinander in einem Arbeitsgang durchgeführt
werden, wobei der Abstand der Rippen untereinander gleich oder
ungleich und ihre Größe gleich oder ungleich ausgebildet ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der mit Rippen versehene Rohr- oder
Schlauchmantel gas-, wasserdicht und explosionssicher ausgebildet
ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die profilierte Form aus zueinander parallel liegenden Rippen
aus Hohlprofilen besteht.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß einem Extruder (1) eine Spritz
kopfvorrichtung (2) zugeordnet ist, der sich eine Profilmaschine
(3) anschließt, wobei die Spritzkopfvorrichtung (2) hohlförmig
ausgebildete Formwerkzeuge aufweist, durch deren Kern die zu
verstärkende und zu ummantelnde Leitung (4) führbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profilmaschine (3) auswechselbare Formwerkzeuge aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873739007 DE3739007A1 (de) | 1987-11-17 | 1987-11-17 | Verfahren zur herstellung eines schutz- und verstaerkungsprofils und eine vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873739007 DE3739007A1 (de) | 1987-11-17 | 1987-11-17 | Verfahren zur herstellung eines schutz- und verstaerkungsprofils und eine vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3739007A1 true DE3739007A1 (de) | 1989-05-24 |
Family
ID=6340680
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873739007 Withdrawn DE3739007A1 (de) | 1987-11-17 | 1987-11-17 | Verfahren zur herstellung eines schutz- und verstaerkungsprofils und eine vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3739007A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19681242C1 (de) * | 1996-01-31 | 2002-07-11 | Kilia Fleischerei Und Spezial | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Reststoffen |
| DE10134252C1 (de) * | 2001-07-18 | 2002-11-28 | Ernst & Engbring Gmbh | Kabel und Verfahren zu dessen Herstellung |
| EP1198336B1 (de) * | 1999-06-30 | 2005-02-09 | Moo-Won Byun | Vorrichtung und verfahren zur herstellung eines hüllrohres für mehrere parallelverlaufende kabel |
| GB2599280A (en) * | 2019-09-02 | 2022-03-30 | Ro Lee Kyung | Protecting duct |
-
1987
- 1987-11-17 DE DE19873739007 patent/DE3739007A1/de not_active Withdrawn
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|---|---|---|---|---|
| DE19681242C1 (de) * | 1996-01-31 | 2002-07-11 | Kilia Fleischerei Und Spezial | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Reststoffen |
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| DE10134252C1 (de) * | 2001-07-18 | 2002-11-28 | Ernst & Engbring Gmbh | Kabel und Verfahren zu dessen Herstellung |
| GB2599280A (en) * | 2019-09-02 | 2022-03-30 | Ro Lee Kyung | Protecting duct |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |