DE3735767A1 - Druckbehaelter - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft die Herstellung von insbesondere
großvolumigen Druckbehältern, bei denen der drucktragende
Mantel aus mehreren Teilen, die miteinander verbunden sind,
besteht.
Es ist bereits ein Herstellverfahren für Druckbehälter be
kannt geworden, bei dem der Behälterdruckmantel in Schalen
bauweise gefertigt ist, d.h. aus normalerweise mehreren
Lagen relativ dünner Bleche, die zu zylindrischen Halb
schalen gewalzt und miteinander innerhalb jeder Lage ver
schweißt werden, besteht. Dabei ist die Abmessung der
Bleche so gewählt, daß der Schweißspalt ein definiertes
Volumen einnimmt, so daß bei der Abkühlung der Schweißnaht,
die die jeweilige Lage schließt, eine Schrumpfvorspannung
auf die darunterliegende Lage erzeugt wird. Obwohl derartige
Mehrlagenbehälter das Material wegen der relativ gleich
mäßigen Spannungsverteilung gut ausnützen, sind sie - nicht
zuletzt aber gerade deswegen - sehr teuer bzw. ihre An
fertigung sehr aufwendig. Darüber hinaus ist das Volumen
der heute herstellbaren Druckbehälter wegen der damit
zusammenhängenden Abmessungen und Gewichte aus Fertigungs-
und Transportgründen beschränkt, obwohl die in ihnen ab
laufenden, meist chemischen Prozesse, viel wirtschaftlicher
durchgeführt werden könnten, wenn die Behälter größer und
damit billiger wären.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine wirtschaftlichere
Fertigungsmethode zum Bau von Druckbehältern anzugeben. Da
die heutigen Fertigungsgrenzen - insbesondere im Hochdruck
bereich - bei Behälter-Innendurchmessern von 3 bis 4 m
liegen, ist es ferner Aufgabe der Erfindung, die Fertigung
von Druckbehältern - auch im Höchstdruckbereich - von
wesentlich größeren Innendurchmessern, bei praktisch unbe
grenzter Höhe bzw. Länge, zu ermöglichen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Druckbehälter aus
einer Kombination, bestehend aus Radialelementen zur Aufnahme
der Radialkräfte und aus Axialelementen zur Aufnahme der
Axialkräfte, besteht. Eine besonders bevorzugte Anordnung
ist die, daß z.B. bei einem stehenden Druckbehälter der
Druckmantel aus übereinander aufgeschichteten ebenen bzw.
scheibenförmig flachen Ringen besteht, die durch vertikale
bzw. axial angeordnete Spannelemente zusammengehalten werden.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung werden
die Behälterböden oder Deckel bzw. Flanschen mit dem meistens
zylindrischen Mantel durch die axial angeordneten Spannele
mente verbunden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird - besonders bei
gewölbten Böden - der Behälterboden aus möglichst eng anein
anderliegenden, sternförmig von der Behälterwand zur Achse
hin verlaufenden, einzelnen Rippenelementen gebildet, die
von einem zentral in der Achse angeordneten Kollektorring
erfaßt und mit diesem verbunden werden. Dabei ist es im
Sinne der Erfindung gleichgültig, ob die Rippenelemente mit
dem Kollektorring z.B durch Schweißen, Verschrauben oder
formschlüssig verbunden werden. Auch ist es für den erfinde
rischen Gedanken gleichgültig, ob die axial angeordneten
Spannelemente innerhalb oder außerhalb der übereinander ange
ordneten Ringe verlaufen.
Die vorgenannte Art der Herstellung von Druckbehältern hat
mehrere Vorteile. Zunächst ist ihre komplette Herstellung
nicht auf das Herstellerwerk beschränkt, sondern kann auf
der Baustelle erfolgen, da nur relativ leichte bzw. kleine
Elemente transportiert und auf der Baustelle gehoben werden
müssen. Das größte Element derartiger Behälter ist das
radiale Ringelement, das zwar den Durchmesser des Behälters,
aber nur eine geringe Dicke von z.B. 100 mm besitzt.
Dadurch entfallen die bisherigen Einschränkungen für den
Bau großer Druckbehälter wie sie z.B. in den begrenzten
Transport- oder Hebemöglichkeiten von Gefäßen großer Ab
messungen und Gewichte gegeben sind. Die Ringelemente
lassen sich besonders materialsparend d.h. mit gleichmäßiger
Materialbeanspruchung und damit optimaler Materialausnutzung
fertigen, wenn sie aus mehreren konzentrischen Ringen, die
auch aus verschiedenen Materialien bestehen können, zusammen
gefügt werden, wobei im Innenring eine Druckvorspannung, nach
außen hin eine Zugspannung erzeugt wird. Eine befriedigende
Spannungsverteilung läßt sich aber normalerweise schon dadurch
erreichen, daß die Ringe aus gebogenem Flachstahl hergestellt
werden, wobei durch das Biegen die gewünschte Vorspannung
erzeugt werden kann. Derartige Ringelemente lassen sich aber
auch leicht, und zwar mechanisch durch Autofrettage in ihrer
Zugstreckgrenze durch innere Aufweitung bis hin zur plastischen
Verformung und nachfolgender Entspannung verbessern.
Entsprechend der vorgeschlagenen Erfindung ist aber auch
eine Kombination von Radial- und Axialelementen in der Weise
denkbar, daß die Behälterwand - von innen nach außen be
trachtet - von axial dicht nebeneinander angeordneten Längs
rippen gebildet wird, die durch ringförmige, die Längsrippen
senkrecht in ihrem Verlauf umschließende, äußere Elemente
verspannt werden.
In jedem Fall können Druckbehälter der vorgenannten Art aus
vorgefertigten Einzelelementen auch auf der Baustelle ohne
aufwendige, an das Herstellerwerk gebundene Schweiß-, Wickel-,
Schrumpf- oder Wärmebehandlungsarbeiten montiert werden, was
wegen der damit verbundenen Möglichkeit, Behälterdimensionen
bisher nicht erreichter Größe zu realisieren, von erheblichem
Vorteil ist. Auch verfügen Behälter der vorgenannten Art über
eine hervorragende Elastizität, da sie sowohl in radialer wie
auch in axialer Richtung gezielt vorgespannt werden können,
wodurch sie besonders bei wechselnder Druckbeanspruchung ein
ausgezeichnetes Betriebsverhalten zeigen.
Insbesondere für große Reaktordurchmesser sind die Rippenelemente
der Deckel bzw. Böden gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
so gestaltet, daß sie entsprechend ihrer zur Behälterbodenmitte
hin abnehmenden Querschnittsbreite eine zunehmende Querschnitts
dicke aufweisen, die nach Möglichkeit an jeder Stelle des Rippen
elementes eine im wesentlichen gleich große Materialbeanspruchung
ergibt. Weiterhin kann der Zusammenhalt der einzelnen Rippen
elemente untereinander dadurch verstärkt werden, daß die Rippen
an ihren Längsflanken miteinander verschweißt werden oder zwi
schen ihren inneren und äußeren Enden durch eine z.B. aus Schrau
benbolzen bestehende Querverbindung miteinander verbunden sind.
Reaktionen, die unter erhöhten Temperaturen und unter erhöhtem
Druck ablaufen, werden in Reaktorbehältern durchgeführt, deren
Wände entweder Druck und Temperatur gleichzeitig widerstehen
müssen (heiße Wand) oder aber nur dem Druck, nicht aber der
Reaktionstemperatur ausgesetzt sind (kalte Wand). Im letzteren
Fall befindet sich zwischen der Reaktionszone und der drucktra
genden Behälterwand eine Isolationsschicht, die eine Temperatur
beanspruchung der Behälterwand verhindert. Dabei hat es sich im
technischen Betrieb als zweckmäßig erwiesen, zwischen der Isola
tionsschicht und dem Reaktionsraum eine meistens metallische
dünne Schicht (Innenhemd) zu installieren, die dafür sorgt, daß
die Isolationsschicht nicht mit den reagierenden Stoffen in Be
rührung kommt, um Abrieb oder auch aufgrund von Temperatur- oder
Druckschwankungen insbesondere im Überkopfbereich am oberen Ab
schluß des Reaktorbehälters mögliche Zerstörungen der Isolations
schicht zu verhindern. Durch diese Kammerung der Isolations
schicht wird eine gleichbleibende Isolationswirkung erzielt und
erfolgt auch eine Fixierung der Isolationsschicht.
Bei dieser Art des dreischichtigen Reaktorwandaufbaues hat
man bisher, insbesondere bei hohen Reaktionsdrücken, auch die
Isolationsschicht selber unter Gasdruck gesetzt. Dies war not
wendig, um die hohe Flächenpressung, der das Isolationsmaterial
wegen des großen Innendruckes ausgesetzt und nicht gewachsen war,
zu verhindern. Aus diesem Grund wurde ein Druckausgleich zwischen
dem Reaktionsraum und der Isolationsschicht hergestellt, indem
man ein Gas in die Isolationsschicht einpreßte oder aber zumin
dest ein Reaktionsmedium in gasförmigem Zustand durch die die
Isolationsschicht schützende Auskleidung diffundieren und auf
diese Weise einen Druck in der Isolationsschicht erzeugen ließ.
In beiden Fällen muß, als notwendige zusätzliche konstruktive
Maßnahme, einerseits ein Gaszuführsystem vorgesehen werden, um
den Gegendruck in der Isolationsschicht aufrechtzuerhalten, und
andererseits der drucktragende Mantel des Reaktorbehälters selber
gasdicht ausgeführt sein, z.B. durch gasdichtes Verschweißen der
Einzelelemente der Behälterwand und Behälterböden, oder statt
einer gasdichten Ausführung des Mantels selber ein weiteres gas
dichtes Innenhemd zwischen der Isolationsschicht und dem druck
tragenden Behältermantel installiert werden.
Aufgrund des etwa gleichhohen Druckes in der Isolations
schicht wie im Reaktor kann es jedoch zu erheblichen Schwierig
keiten kommen, die insbesondere darin bestehen, daß bei einem
plötzlichen Druckabfall im Reaktor das relativ dünne, die Iso
lationsschicht schützende Innenhemd den in der Isolationsschicht
herrschenden Überdruck nicht halten kann und infolgedessen Innen
hemd und Isolationsschicht in den Reaktor hinein implodieren.
Ein einziger Druckabfall kann also zu einer Beschädigung bzw.
Zerstörung des Reaktors führen. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, daß durch den hohen Gasdruck in den Poren des Isolations
materials eine hohe Gasdichte herrscht und dadurch ein sehr star
ker Wärmetransport durch die Isolationsschicht hindurch zur Be
hälteraußenwand erfolgt. Der Wärmetransport einer unter Gasdruck
stehenden Isolationsschicht kann je nach Druckhöhe um ein Viel
faches höher sein gegenüber einer unter Atmosphärendruck stehen
den Isolationsschicht.
Die Technik der kalten Wand mit innenliegendem Schutzhemd
und unter Druck stehender Isolationsschicht wurde insbesondere
bei der bis 1945 in Deutschland durchgeführten großtechnischen
Herstellung von Treibstoffen aus Teeren und Kohle angewandt.
Sämtliche Reaktoren, die bei Drücken bis zu 700 bar und Tempe
raturen bis 500°C betrieben wurden, waren mit einer unter
Betriebsdruck stehenden Isolationsschicht ausgeführt. Dabei
wurden Leichtschamottesteine oder auch Zementasbest zur Herstel
lung der Isolationsschicht verwendet.
Um die mit der vorstehend geschilderten, bekannten Art des Reak
torwandaufbaues verbundenen Nachteile und Schwierigkeiten zu
verhindern, besteht eine erfindungsgemäße Weiterbildung eines
thermisch und druckmäßig hoch zu beaufschlagenden Reaktions
behälters darin, daß der drucktragende Mantel des Behälters, der
nicht selber gasdicht ausgeführt ist, gegenüber dem Reaktions
raum des Behälters durch ein dichtes und relativ dünnwandiges
Schutzhemd abgetrennt ist und zwischen dem Mantel und dem Schutz
hemd eine Isolationsschicht aus einem Werkstoff angebracht ist,
dessen Druckfestigkeit wenigstens der durch den Behälterinnen
druck auf das Schutzhemd ausgeübten Flächenpressung entspricht,
und daß die Isolationsschicht unmittelbar auf die Innenseite des
drucktragenden Mantels aufgebracht ist und durch den Mantel hin
durch im Druckausgleich mit der Umgebung auf der Außenseite des
Mantels steht. Je nach Art der im Inneren des Behälters ablau
fenden Reaktionen kann das die Isolationsschicht bedeckende und
schützende Innenhemd beispielsweise aus Edelstahl, Tantal, Weich
eisen, Teflon usw. bestehen. Für die aus hochdruckfestem Material
bestehende Isolationsschicht bieten sich heutige neuartige Werk
stoffe aus z.B. Aluminiumoxydkeramik an, die eine sehr geringe
Wärmeleitfähigkeit haben und die höchsten Temperaturen von weit
über 500°C sowie Flächenpressungen von bis zu 800 kp/cm2 aus
gesetzt werden können. Darüber hinaus verfügen diese meist aus
mehreren Komponenten bestehenden, in den Reaktor eingebrachten
Mischungen über ein sehr geringes Schwundmaß beim Aushärten.
Werkstoffe der vorgenannten Art werden beispielsweise unter dem
Handelsnamen Cotronics vertrieben.
Dadurch, daß für die Wärmeisolation des Behältermantels eine
Isolationsschicht verwendet wird, die selber druckfest ist und
weder unter Gasdruck gesetzt zu werden braucht noch unter Gas
druck steht und in deren Poren also kein Überdruck herrscht, ent
stehen mehrere, zum Teil erhebliche Vorteile gegenüber der bis
herigen Reaktorwandkonstruktion mit einer Isolationsschicht aus
dem bisher bekannten und gebräuchlichen, druckmäßig nicht stark
belastbaren und deswegen einen Gasinnendruck benötigenden Mate
rial. Der drucktragende Außenmantel des Reaktorbehälters muß
nicht mehr gasdicht sein, da er keinen Gasdruck zu halten hat,
er darf sogar nicht gasdicht sein. Dies bedeutet erhebliche
Kosteneinsparungen bzw. konstruktive Freiheiten beim Bau des
Druckmantels. Darüber hinaus entfallen die bisher notwendigen
zusätzlichen Einrichtungen, um einen Gasdruck in der Isolations
schicht aufrechtzuerhalten. Die Isolationsschicht steht vielmehr
unter dem in der Umgebung des Reaktionsbehälters herrschenden
Außendruck bzw. Atmosphärendruck. Durch den niedrigen Druck in
der Isolationsschicht ist auch die Wärmeleitzahl der Isolation
sehr gering, da der bei den bisher angewendeten Isolationsschich
ten in den unter Gasdruck stehenden Porenräumen sehr viel höhere
Wärmetransport entfällt. Hierdurch wird in Verbindung mit heute
verfügbaren, besseren Isolationsstoffen eine weitere Einsparung
an Isolationsmaterial und damit ein weiterer Kostenvorteil er
zielt.
Das die druckfeste Isolationsschicht schützende Innenhemd
ist insbesondere bei hohen Temperaturen und beim Reaktorbetrieb
mit Wasserstoffgasen nicht gasdicht, sondern es diffundiert ein
gewisser Teil an Gasen durch das Innenhemd in die Isolation. Da
die Isolation jedoch nicht selbst gasdicht ist und über den eben
falls nicht gasdichten, drucktragenden Behälteraußenmantel im
Druckausgleich mit der Außenatmosphäre steht, kann sich in der
Isolationsschicht kein Gasdruck ausbilden, der zu einer erhöhten
Wärmeleitung und zu einer Implosionsgefahr führen würde. Die
Diffusionsgase werden durch die Reaktorwand nach außen in die
Atmosphäre abgeführt. Die Menge der Diffusionsgase ist in der
Regel sehr gering, so daß auf eine Rückgewinnung verzichtet wer
den kann und die diffundierte Gasmenge auch kein Gefahrenpotential
darstellt. Wie bereits erwähnt, muß der drucktragende Reaktor
behältermantel gasdurchlässig sein, wozu sich insbesondere der
scheibenförmige Aufbau der Reaktorwand empfiehlt, bei dem die
Ringe ohne Dichtung aufeinandergelegt sind und dem in die Iso
lation hineindiffundierenden Wasserstoff genügend Entweichungs
möglichkeiten bieten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Druckbehälters mit kugelförmigen Böden dargestellt, bei dem die
die Radialkräfte aufnehmenden Ringelemente mit den in axialer
Richtung verlaufenden, außen angeordneten Zugelementen verspannt
sind und die die kugelförmigen Böden bildenden Rippenelemente in
die Verspannung einbezogen sind. Es zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Druckbehälter,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Behälterboden,
Fig. 3 ein einzelnes Rippenelement eines Bodens,
Fig. 4 einen Teil des drucktragenden Behältermantels mit innen
seitiger Wärmeisolation im Längsschnitt,
Fig. 5 eine andere Ausführungsform eines Rippenelementes eines
Behälterbodens.
Der drucktragende Mantel des dargestellten Behälters besteht
aus mehreren Ringelementen 1, die die radial auf den Mantel ein
wirkenden Kräfte aufnehmen, und mehreren axial verlaufenden Spann-
bzw. Zugelementen 2, durch die die Ringelemente 1 axial verspannt
sind und von denen die axial einwirkenden Kräfte aufgenommen wer
den. Jeder Behälterboden besteht aus mehreren Rippenelementen 3,
die an der Mitte des Behälterbodens bzw. an der Längsachse des
normalerweise zylindrischen Behältermantels durch einen Kollektor
ring 4 miteinander verbunden sind und von diesem Kollektorring
sternförmig zum drucktragenden Mantel verlaufen. An dem das äußere
Ende bildenden Fuß 8 sind die Rippenelemente mittels der Zugele
mente 2 mit dem Behältermantel verbunden. Da die Querschnitts
breite der Rippenelemente von dem Fuß 8 zum Kollektorring 4 hin
abnimmt, ist das in Fig. 5 dargestellte Rippenelement so ausge
bildet, daß seine Dicke von der Querschnittshöhe b am Fuß 8 auf
die Querschnittshöhe a an der mit dem Kollektorring 4 zu verbin
denden Stirnfläche 9 zunimmt, und zwar in einem solchen Maße, daß
an jeder Stelle der Längenausdehnung des Rippenelementes nach
Möglichkeit eine etwa gleich große Materialbeanspruchung gegeben
ist. Zur Verstärkung des Zusammenhalts der einzelnen Rippenele
mente untereinander können die Rippenelemente an ihren Längsflan
ken 10 miteinander verschweißt sein. Der in Fig. 4 gezeigte
drucktragende Behältermantel 1 ist gegenüber dem Behälterreaktions
raum 5 durch ein dichtes und dünnwandiges Schutzhemd 6 abgetrennt.
Zwischen dem Mantel 1 und dem Schutzhemd 6 ist eine Isolations
schicht 7 angebracht, die nicht selber unter Gasdruck steht, son
dern aus einem Werkstoff besteht, dessen Druckfestigkeit wenig
stens der durch den Behälterinnendruck auf das Schutzhemd 6 aus
geübten Flächenpressung entspricht. Die Isolationsschicht 7 ist
auch nicht unter Zwischenschaltung eines zweiten gasdichten Innen
hemdes, sondern unmittelbar auf die Innenseite des drucktragenden
Mantels 1 aufgebracht und steht weiterhin, damit in der Isola
tionsschicht kein Druckaufbau durch hineindiffundierende Gase
entstehen kann, durch den Mantel 1 hindurch, das heißt durch die
Trennfugen zwischen den aufeinandergesetzten Ringen, mit dem auf
der Außenseite des Behältermantels herrschenden Umgebungsdruck
im Druckausgleich.
Claims (10)
1. Druckbehälter, insbesondere großvolumiger Druckbehälter,
dessen drucktragender Mantel aus mehreren miteinander ver
bundenen Teilen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der druck
tragende Mantel von einer Kombination aus mehreren senkrecht
zur Behälterachse angeordneten, die Radialkräfte aufnehmenden
Ringelementen und mehreren in Richtung der Behälterachse ver
laufenden, die Axialkräfte aufnehmenden Elementen gebildet ist,
wobei entweder die radialen Ringelemente die axial verlaufenden
Elemente oder die axial verlaufenden Elemente die radialen
Ringelemente verspannen.
2. Druckbehälter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
bei axialer Verspannung die den Druckbehälter an den Enden
abschließenden Deckel bzw. Böden aus mehreren Rippenelementen
bestehen, die von der Mitte des Behälterbodens sternförmig
zum drucktragenden Mantel verlaufen.
3. Druckbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die die Behälterböden bildenden Rippenelemente gemeinsam mit
den senkrecht zur Behälterachse angeordneten Ringelementen
verspannt sind.
4. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekannzeichnet, daß
bei axialer Verspannung die axial verlaufenden Spannelemente
innerhalb der senkrecht dazu angeordneten Ringelemente ver
laufen.
5. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
bei axialer Verspannung die axial verlaufenden Spannelemente
außerhalb der senkrecht dazu angeordneten Ringelemente ver
laufen.
6. Druckbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
bei axialer Verspannung die senkrecht zur Behälterachse an
geordneten Ringelemente je aus mindestens 2 konzentrisch an
geordneten Ringen bestehen, wobei der äußere Ring eine Druck
vorspannung auf den inneren Ring erzeugt.
7. Druckbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
sternförmig zur Behälterachse verlaufenden, den Behälterboden
bildenden Rippenelemente durch einen Kollektorring verbunden
sind.
8. Druckbehälter nach Anspruch 2 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rippenelemente entsprechend ihrer zur Behälterboden
mitte hin abnehmenden Breite mit einer zunehmenden Dicke ihres
Querschnitts ausgebildet sind, die eine im wesentlichen gleich
große Materialbeanspruchung an jeder Stelle des Rippenelementes
ergibt.
9. Druckbehälter nach Anspruch 2, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rippenelemente zwischen ihren inneren und äußeren Enden
durch Bolzenverbindungen oder durch Verschweißen an ihren Längs
flanken miteinander verbunden sind.
10. Druckbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der drucktragende Mantel des Behälters gegenüber
dem Reaktionsraum des Behälters durch ein dichtes und relativ
dünnwandiges Schutzhemd abgetrennt ist und zwischen dem Mantel
und dem Schutzhemd eine Isolationsschicht aus einem Werkstoff
angebracht ist, dessen Druckfestigkeit wenigstens der durch den
Behälterinnendruck auf das Schutzhemd ausgeübten Flächenpressung
entspricht, und daß die Isolationsschicht unmittelbar auf die
Innenseite des drucktragenden Mantels aufgebracht ist und durch
den Mantel hindurch im Druckausgleich mit der Umgebung auf der
Außenseite des Mantels steht.
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| DE19873735767 DE3735767A1 (de) | 1986-11-13 | 1987-10-22 | Druckbehaelter |
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| DE3638736 | 1986-11-13 | ||
| DE19873735767 DE3735767A1 (de) | 1986-11-13 | 1987-10-22 | Druckbehaelter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3735767A1 true DE3735767A1 (de) | 1988-07-28 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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