DE3733999A1 - Einblasen von kohlenstaub in den kupolofen - Google Patents
Einblasen von kohlenstaub in den kupolofenInfo
- Publication number
- DE3733999A1 DE3733999A1 DE19873733999 DE3733999A DE3733999A1 DE 3733999 A1 DE3733999 A1 DE 3733999A1 DE 19873733999 DE19873733999 DE 19873733999 DE 3733999 A DE3733999 A DE 3733999A DE 3733999 A1 DE3733999 A1 DE 3733999A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coal dust
- cupola furnace
- blowing
- cupola
- wind
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000002817 coal dust Substances 0.000 title claims abstract description 18
- 238000007664 blowing Methods 0.000 title abstract description 6
- 238000002347 injection Methods 0.000 claims description 6
- 239000007924 injection Substances 0.000 claims description 6
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 abstract description 3
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 7
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 7
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 6
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 5
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 4
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 4
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 4
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 2
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 2
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 2
- 235000002918 Fraxinus excelsior Nutrition 0.000 description 1
- 239000002956 ash Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000003628 erosive effect Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 238000002386 leaching Methods 0.000 description 1
- 239000003077 lignite Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 150000002926 oxygen Chemical class 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
- F27B1/10—Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
- F27B1/16—Arrangements of tuyeres
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B5/00—Making pig-iron in the blast furnace
- C21B5/001—Injecting additional fuel or reducing agents
- C21B5/003—Injection of pulverulent coal
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft das Einblasen von Kohlenstaub in den Kupol
ofen.
Bereits in den zwanziger und dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts
wurde die Überlegung geboren, im Kupolofen einen Teil des Kokses
durch Kohle zu ersetzen. Die ersten Bemühungen in diese Richtung
werden auf die Firma Babcock in Oberhausen zurückgeführt. Seinerzeit
bestanden große Schwierigkeiten bei der Koksbeschaffung. Deshalb
wurden bei Babcock Versuche unternommen, Brennstaubzusatzfeuerungen,
wie sie von anderen Öfen bekannt waren, auf Kupolöfen anzuwenden.
Diese Versuche schienen insofern aussichtsreich, als man mit der
Beheizung von Industrieöfen und Dampfkesselanlagen die besten Erfah
rungen bezüglich Brennstoffausnutzung, Bedienung, Betriebssicherheit
und Verschleiß gemacht hatte. Dabei ging man davon aus, daß jeg
licher Brennstoff Verwendung finden könne, wie er in den angespro
chenen Staubzusatzfeuerungen Anwendung fand. Dazu gehörte Steinkohle
und Braunkohle. Die Wirkungsweise der Kohlenstaubzusatzfeuerung
wurde wie folgt beschrieben:
Ein Teil des Brennstoffes, rd. 12% oder 0,8-1% bezogen auf den
Eiseneinsatz, wird in Form von Kohlenstaub eingeblasen, so daß die
durch die Ascheverbrennung bewirkte örtliche sehr starke Wärmeent
wicklung der Schmelzzone unmittelbar zugute kommt. Der feine Staub
verbrennt zwischen den Koksstücken wegen seiner außerordentlich
großen reaktionsfähigen Oberfläche sehr schnell und entwickelt hier
eine große Wärmemenge, die der durch die normale Koksverbrennung in
der gleichen Zone entwickelten Wärme zuzuzählen ist.
Die durch die Kohlenstaubverbrennung bewirkte Konzentration an Wärme
kann auch zur Steigerung der Temperatur und damit zu einem schnelle
ren Schmelzen der Eisensätze genutzt werden.
Bei weiteren Versuchen wurde der Kohlenstaub oberhalb der Winddüsen
eingeblasen. Der Abstand zwischen der Einblasdüsenmitte und der
Winddüsenmitte in Längsrichtung des Ofens betrug 170 mm.
Die Auswirkungen auf den Ofengang wurden wie folgt dargestellt:
Neben den Temperaturvorteilen und der erzielbaren Mehrleistung wurde
ein höherer thermischer Wirkungsgrad erwartet. Bei einer Brennstaub
zuführung von etwa 1% wurde eine Reduzierung des Kokssatzes von
11% auf 7% möglich.
Eigentümlicherweise hat sich diese Technologie nicht durchgesetzt.
In jüngerer Zeit wurden zwar die Überlegungen zur Kohlenstaubzufüh
rung wieder aufgegriffen, jedoch standen diese Überlegungen jeweils
im Zusammenhang mit einer Einblasung des Kohlenstaubs durch die
Winddüsen hindurch. Im Falle der Einblasung mit Kaltwind waren die
Ergebnisse ohnehin negativ. Bei Heißwind waren die Ergebnisse so,
daß eine Investition für die Kohleeinblasung für Kupolofenbetreiber
keinen wirtschaftlichen Vorteil versprach, es sei denn, es wurde mit
Sauerstoff eingeblasen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Kupolofenbetrieb wirt
schaftlicher zu gestalten. Dabei hat sich die Erfindung mit den
bisherigen Schwächen der Kohleeinblasung auseinandergesetzt. Die
Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß der mit dem Wind in den
Kupolofen getragene Sauerstoff sich von den Düsen nach oben hin
ausbreitet und der Kohlenstaub diesem Weg des Sauerstoffes zunächst
nicht folgt. Vielmehr wird der Kohlenstaub infolge seiner Massen
trägheit in Ofenbereiche ohne ausreichendes Sauerstoffangebot getra
gen. Dort kommt es lediglich zu einer CO-Bildung. Angestrebt ist
jedoch eine vollständige Verbrennung des Kohlenstaubes, da dieser
die notwendige Wärme im Verlauf der Verbrennung abgeben soll. Das
kann der Kohlenstaub nur im Bereich ausreichenden Sauerstoffange
botes. Dieses Sauerstoffangebot befindet sich oberhalb der Winddüsen
und wird bei der oben erläuterten bekannten Kohlenstaubeinblasung
170 mm oberhalb der Winddüsen voll in Anspruch genommen.
Gleichwohl ist der bekannte Vorschlag vollständig in Vergessenheit
geraten. Das ist umso erstaunlicher, als in Abständen von Jahren
immer wieder Untersuchungen über die Gasverteilung bzw. die Gaszu
sammensetzung über der Kupolofenlänge veröffentlicht werden. Im
Rahmen dieser Veröffentlichung ist jeweils erkennbar, wo das aus
reichende Sauerstoffangebot für die Verbrennung des Kohlenstaubes im
Kupolofen bereitsteht.
Nach der Erfindung wird eine in Vergessenheit geratene Technologie,
nämlich die Kohlenstaubeindüsung oberhalb der Winddüsen wieder auf
genommen. Der Abstand zwischen den Winddüsen und den Einblasdüsen
für den Kohlenstaub beträgt 8-80 mm.
In Anwendung der Erfindung zeigt sich neben den oben erwähnten
Vorteilen auch eine geringere Auswaschung von ausgefutterten Kupol
öfen. Die geringere Erosion wird darauf zurückgeführt, daß im
Schmelzbereich weniger FEO anfällt.
Claims (1)
- Einblasen von Kohlenstaub in Kupolofen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einblasstellen 8 bis 80 mm oberhalb der Winddüsen angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873733999 DE3733999A1 (de) | 1987-09-17 | 1987-10-08 | Einblasen von kohlenstaub in den kupolofen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3731170 | 1987-09-17 | ||
| DE19873733999 DE3733999A1 (de) | 1987-09-17 | 1987-10-08 | Einblasen von kohlenstaub in den kupolofen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3733999A1 true DE3733999A1 (de) | 1989-03-30 |
Family
ID=25859839
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873733999 Withdrawn DE3733999A1 (de) | 1987-09-17 | 1987-10-08 | Einblasen von kohlenstaub in den kupolofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3733999A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1990014568A1 (de) * | 1989-05-20 | 1990-11-29 | La Bonvarite S.A.R.L. | Verfahren und vorrichtung zum schmelzen von metallen im kokslos betriebenen kupolofen |
-
1987
- 1987-10-08 DE DE19873733999 patent/DE3733999A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1990014568A1 (de) * | 1989-05-20 | 1990-11-29 | La Bonvarite S.A.R.L. | Verfahren und vorrichtung zum schmelzen von metallen im kokslos betriebenen kupolofen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2413580C3 (de) | Verfahren zum Vermindern des Koksverbrauchs beim Reduzieren von Eisenoxyd in einem Schachtofen | |
| DE2952065A1 (de) | Verfahren zur trockenkuehlung von koks und kokskuehleinrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE2546098C2 (de) | Brennmaschine für die thermische Härtung von Pellets | |
| DE102008047489A1 (de) | Brenner und Verfahren zum Betreiben eines Brenners | |
| DE1178767B (de) | Verfahren zur Beheizung von Brennoefen der Grobkeramik und Brennofen mit Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens | |
| DE3733999A1 (de) | Einblasen von kohlenstaub in den kupolofen | |
| EP0577881A1 (de) | Regenerative Schmelzwanne mit verminderter NOx-Bildung | |
| DE3402837A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum sintern von erz | |
| DE19521518C1 (de) | Verfahren zur Verbesserung der Energiezufuhr in ein Schrotthaufwerk | |
| DE4008963C1 (de) | ||
| DE1157133B (de) | Verfahren zum Brennen und Kuehlen von koernigem Gut, z.B. von Kalkstein im Schachtofen, und Ofen zur Ausuebung des Verfahrens | |
| CH649274A5 (de) | Kalzinierofen zum brennen von kalkstein und aehnlichen mineralischen rohstoffen. | |
| DE352795C (de) | Verfahren zum Heizen von Schmelzoefen | |
| DE894700C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Verminderung des Gewoelbeverschleisses von Herdschmelzoefen | |
| DE674606C (de) | Anlage zum Verbrennen und Schmelzen von Muell | |
| DE945378C (de) | Mit festem Brennstoff und Kalkstein, Dolomit oder sonstigem Karbonat beschickter Schachtofen zum Brennen oder Sintern | |
| DE945330C (de) | Verfahren zur Herstellung von Stahl in einem Herdofen | |
| DE1959954A1 (de) | Verfahren und Kupolofen zur Verwendung von Zusatzbrennstoffen auf Kohlenwasserstoffbasis | |
| DE481579C (de) | Verfahren zum Brennen von Zement mit Einfuehrung des Rohgutes in Form eines Spruehregens | |
| DE1458922A1 (de) | Verfahren und Einrichtung zum Schmelzen und/oder zum Frischen von Metallen | |
| DE478066C (de) | Koksofen, in dessen einzelnen Heizzuegen Hohlsaeulen zur Zufuehrung der Verbrennungsluft angeordnet sind | |
| DE2030970C3 (de) | Gasgefeuerter Kupolofen | |
| AT200174B (de) | Verfahren zur Ausnützung und Reinigung der beim Frischen von Roheisenbädern oder andern kohlenstoffhaltigen Eisenbädern entstehenden Abgase | |
| DE605452C (de) | Verfahren zum Schmelzen von Erzen und Metallen, wie z. B. Eisen, sowie zum Reduzieren von Erzen in Schachtoefen | |
| DE566040C (de) | Verfahren zum Betrieb von Schacht-Schmelzoefen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |