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DE3733999A1 - Einblasen von kohlenstaub in den kupolofen - Google Patents

Einblasen von kohlenstaub in den kupolofen

Info

Publication number
DE3733999A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coal dust
cupola furnace
blowing
cupola
wind
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19873733999
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Doat
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19873733999 priority Critical patent/DE3733999A1/de
Publication of DE3733999A1 publication Critical patent/DE3733999A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B1/16Arrangements of tuyeres
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace
    • C21B5/001Injecting additional fuel or reducing agents
    • C21B5/003Injection of pulverulent coal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft das Einblasen von Kohlenstaub in den Kupol­ ofen.
Bereits in den zwanziger und dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts wurde die Überlegung geboren, im Kupolofen einen Teil des Kokses durch Kohle zu ersetzen. Die ersten Bemühungen in diese Richtung werden auf die Firma Babcock in Oberhausen zurückgeführt. Seinerzeit bestanden große Schwierigkeiten bei der Koksbeschaffung. Deshalb wurden bei Babcock Versuche unternommen, Brennstaubzusatzfeuerungen, wie sie von anderen Öfen bekannt waren, auf Kupolöfen anzuwenden. Diese Versuche schienen insofern aussichtsreich, als man mit der Beheizung von Industrieöfen und Dampfkesselanlagen die besten Erfah­ rungen bezüglich Brennstoffausnutzung, Bedienung, Betriebssicherheit und Verschleiß gemacht hatte. Dabei ging man davon aus, daß jeg­ licher Brennstoff Verwendung finden könne, wie er in den angespro­ chenen Staubzusatzfeuerungen Anwendung fand. Dazu gehörte Steinkohle und Braunkohle. Die Wirkungsweise der Kohlenstaubzusatzfeuerung wurde wie folgt beschrieben:
Ein Teil des Brennstoffes, rd. 12% oder 0,8-1% bezogen auf den Eiseneinsatz, wird in Form von Kohlenstaub eingeblasen, so daß die durch die Ascheverbrennung bewirkte örtliche sehr starke Wärmeent­ wicklung der Schmelzzone unmittelbar zugute kommt. Der feine Staub verbrennt zwischen den Koksstücken wegen seiner außerordentlich großen reaktionsfähigen Oberfläche sehr schnell und entwickelt hier eine große Wärmemenge, die der durch die normale Koksverbrennung in der gleichen Zone entwickelten Wärme zuzuzählen ist.
Die durch die Kohlenstaubverbrennung bewirkte Konzentration an Wärme kann auch zur Steigerung der Temperatur und damit zu einem schnelle­ ren Schmelzen der Eisensätze genutzt werden.
Bei weiteren Versuchen wurde der Kohlenstaub oberhalb der Winddüsen eingeblasen. Der Abstand zwischen der Einblasdüsenmitte und der Winddüsenmitte in Längsrichtung des Ofens betrug 170 mm.
Die Auswirkungen auf den Ofengang wurden wie folgt dargestellt:
Neben den Temperaturvorteilen und der erzielbaren Mehrleistung wurde ein höherer thermischer Wirkungsgrad erwartet. Bei einer Brennstaub­ zuführung von etwa 1% wurde eine Reduzierung des Kokssatzes von 11% auf 7% möglich.
Eigentümlicherweise hat sich diese Technologie nicht durchgesetzt. In jüngerer Zeit wurden zwar die Überlegungen zur Kohlenstaubzufüh­ rung wieder aufgegriffen, jedoch standen diese Überlegungen jeweils im Zusammenhang mit einer Einblasung des Kohlenstaubs durch die Winddüsen hindurch. Im Falle der Einblasung mit Kaltwind waren die Ergebnisse ohnehin negativ. Bei Heißwind waren die Ergebnisse so, daß eine Investition für die Kohleeinblasung für Kupolofenbetreiber keinen wirtschaftlichen Vorteil versprach, es sei denn, es wurde mit Sauerstoff eingeblasen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Kupolofenbetrieb wirt­ schaftlicher zu gestalten. Dabei hat sich die Erfindung mit den bisherigen Schwächen der Kohleeinblasung auseinandergesetzt. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß der mit dem Wind in den Kupolofen getragene Sauerstoff sich von den Düsen nach oben hin ausbreitet und der Kohlenstaub diesem Weg des Sauerstoffes zunächst nicht folgt. Vielmehr wird der Kohlenstaub infolge seiner Massen­ trägheit in Ofenbereiche ohne ausreichendes Sauerstoffangebot getra­ gen. Dort kommt es lediglich zu einer CO-Bildung. Angestrebt ist jedoch eine vollständige Verbrennung des Kohlenstaubes, da dieser die notwendige Wärme im Verlauf der Verbrennung abgeben soll. Das kann der Kohlenstaub nur im Bereich ausreichenden Sauerstoffange­ botes. Dieses Sauerstoffangebot befindet sich oberhalb der Winddüsen und wird bei der oben erläuterten bekannten Kohlenstaubeinblasung 170 mm oberhalb der Winddüsen voll in Anspruch genommen.
Gleichwohl ist der bekannte Vorschlag vollständig in Vergessenheit geraten. Das ist umso erstaunlicher, als in Abständen von Jahren immer wieder Untersuchungen über die Gasverteilung bzw. die Gaszu­ sammensetzung über der Kupolofenlänge veröffentlicht werden. Im Rahmen dieser Veröffentlichung ist jeweils erkennbar, wo das aus­ reichende Sauerstoffangebot für die Verbrennung des Kohlenstaubes im Kupolofen bereitsteht.
Nach der Erfindung wird eine in Vergessenheit geratene Technologie, nämlich die Kohlenstaubeindüsung oberhalb der Winddüsen wieder auf­ genommen. Der Abstand zwischen den Winddüsen und den Einblasdüsen für den Kohlenstaub beträgt 8-80 mm.
In Anwendung der Erfindung zeigt sich neben den oben erwähnten Vorteilen auch eine geringere Auswaschung von ausgefutterten Kupol­ öfen. Die geringere Erosion wird darauf zurückgeführt, daß im Schmelzbereich weniger FEO anfällt.

Claims (1)

  1. Einblasen von Kohlenstaub in Kupolofen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einblasstellen 8 bis 80 mm oberhalb der Winddüsen angeordnet sind.
DE19873733999 1987-09-17 1987-10-08 Einblasen von kohlenstaub in den kupolofen Withdrawn DE3733999A1 (de)

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Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE3731170 1987-09-17
DE19873733999 DE3733999A1 (de) 1987-09-17 1987-10-08 Einblasen von kohlenstaub in den kupolofen

Publications (1)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1990014568A1 (de) * 1989-05-20 1990-11-29 La Bonvarite S.A.R.L. Verfahren und vorrichtung zum schmelzen von metallen im kokslos betriebenen kupolofen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1990014568A1 (de) * 1989-05-20 1990-11-29 La Bonvarite S.A.R.L. Verfahren und vorrichtung zum schmelzen von metallen im kokslos betriebenen kupolofen

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