DE3728009A1 - Abdichtungsvorrichtung fuer wanddurchfuehrungen - Google Patents
Abdichtungsvorrichtung fuer wanddurchfuehrungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abdichtungsvorrichtung für
Wanddurchführungen, insbesondere von Kabeln und Rohren, mit
mindestens einem Dichtungskörper, der sich längs des Außen
umfangs des Durchführungskörpers und längs des Innenumfangs
einer diesen aufnehmenden Wandausnehmung erstreckt.
Durchführungsabdichtungen dieser Art sind als handelsüblich
bekannt, z. B. in Form eines mit einer Drahtwendel armierten
Schrumpfschlauches, der einerseits das durchzuführende Kabel
oder Rohr mit Radialabstand umgibt und andererseits mittels
einer Zementfüllung in der Wandausnehmung dichtend befestigt
wird. Die beiderseits der Wand vorstehenden Endabschnitte des
Schlauches sind ohne Drahtwendelarmierung und werden durch
Heißschrumpfen zur dichtenden Anlage am Außenumfang des
Kabels oder Rohres gebracht.
Derartige Vorrichtungen erfüllen zwar ihre Dichtfunktion bei
nicht zu hohen Differenzdrücken und nicht zu starkem Wasser
anfall im allgemeinen zufriedenstellend, sofern die Zement
füllung sorgfältig eingebracht und das Heißschrumpfen der
Schlauchenden bis zu einer ausreichenden Anpressung am
Außenumfang des Durchführungskörpers durchgeführt wird. Der
Einbau der Abdichtung ist jedoch arbeitsintensiv und stellt
an die Sorgfalt bei der Ausführung relativ hohe Anforderungen.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Abdich
tungsvorrichtung, die sich bei vergleichsweise einfachem und
arbeitssparenden Einbau durch hohe Zuverlässigkeit aus
zeichnet. Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe
bestimmt sich bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art durch die Merkmale des Anspruchs 1.
Die danach vorgesehene Anordnung eines expansionsfähigen
Dichtungs-Hohlkörpers ermöglicht auf einfache Weise die
erforderliche Anpressung der Dichtflächen und eine
weitgehende Anpassung an unterschiedliche Abmessungen des
Durchführungskörpers und der Wandausnehmung. Die flexible
Wandung begünstigt dabei einen zuverlässigen Formschluß.
In Weiterbildung der Erfindung wird der Dichtungs-Hohlkörper
mit einer Füllvorrichtung zum Einbringen oder Aktivieren
eines diesen Hohlkörper expandierenden Füllmediums versehen.
Dadurch gestaltet sich der Einbau der Vorrichtung vorteilhaft
einfach sowie relativ unkritisch hinsichtlich der
aufzuwendenden Arbeitsgenauigkeit zur Erzielung einer
zuverlässigen Abdichtung.
Mit besonderem Vorteil wird eine Füllvorrichtung zum
Einbringen eines Schaumstoffes in den Dichtungs-Hohlkörper
vorgesehen. Dies ermöglicht langfristig die Aufrechterhaltung
des Formschlusses zwischen Durchführungskörper und
Wandausnehmung bei nur geringen Anforderungen hinsichtlich
Dichtheit des Hohlkörpers oder sogar unabhängig von
derselben. Zweckmäßig wird dabei ein expansionsfähiger
Schaumstoff verwendet, der mit geringem Aufwand die
Einstellung vergleichsweise hoher Anpreßdrücke erlaubt.
Elastizität, Festigkeit und Dichte des Füllmediums erlauben
in Anbetracht der großen Vielfalt verfügbarer Materialien
eine optimale Berücksichtigung der Bedingungen des jeweiligen
Anwendungsfalles. So kommt für besondere
Festigkeitsanforderungen und eine etwa erwünschte, im
wesentlichen starre Fixierung des Durchführungskörpers
formsteif aushärtende Schaumstoffe hoher Dichte in Betracht,
während im Falle verlangter Unempfindlichkeit gegen Lage- und
etwaige langfristige Formänderungen des Durchführungskörpers
oder der Wandausnehmung bzw. einer etwa vorhandenen
Auskleidung derselben eine elastisch aushärtende und
gegebenenfalls kompressible, d. h. druckhaltende
Schaumstoffeinstellung zu wählen ist.
Den Vorteil besonders bequemer und unproblematischer
Handhabung bietet in diesem Zusammenhang eine Weiterbildung
der Erfindung, derzufolge die Füllvorrichtung eine
reaktionsfertig vorbereitete und zum Einsatzzeitpunkt durch
an sich bekannte Maßnahmen, wie Komponentenvermischung,
Aktivatorinjektion, Wärmezufuhr oder anderes zur Aushärtung
zu bringende Schaumbildnerfüllung aufweist. Insbesondere
ergeben sich einfach Vorrichtungsvarianten mit nur wenigen
gesonderten Bauteilen, deren Handhabung im wesentlichen ohne
Werkzeuge auskommt, wenn die Schaumbildnerfüllung in den
Aufbau der Abdichtungsvorrichtung integriert, zweckmäßig
innerhalb des Dichtungs-Hohlkörpers angeordnet wird.
Zufolge einer Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen dem
Dichtungs-Hohlkörper einerseits und dem Durchführungskörper
bzw. der Wandausnehmung andererseits ein Haftelement oder
mehrere derselben zur Herstellung einer stoffschlüssigen
Verbindung mit der jeweils gegenüberliegenden Oberfläche
vorgesehen. Als Haftelement kommt z. B. eine Klebstoffschicht
auf der betreffenden Hohlkörperoberfläche in Betracht, die
vor Gebrauch durch ein Hüll- oder Abdeckelement geschützt
ist und in einem klebfähigen bzw. aushärtungsfähigen Zustand
gehalten wird. Durch geeignete Auswahl aus der großen
Vielfalt verfügbarer Materialien kann ein solches Haftelement
ferner als voluminöses, weichplastisches oder weich
elastisches, gegebenenfalls auch durch Komponentenmischung
oder Aktivierung - wie z. B. Luft-, Feuchte- oder Wäreein
wirkung - aushärtbares Verbindungs- und Dichtungsglied
ausgestaltet werden. Auf diese Weise ergibt sich bei
einfacher Handhabung eine zuverlässige Dichtverbindung
zwischen Durchführungskörper, Hohlkörper und Wandausnehmung.
Besondere Vorteile hinsichtlich einfacher Handhabung bietet
dabei eine Weiterbildung dahin, daß das Haftelement mit
einer durch Expansion des Dichtungs-Hohlkörpers zerstörbaren
Reißhülle versehen ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der
in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungs
beispielen erläutert. Hierin zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt einer ersten Ausführung der
erfindungsgemäßen Abdichtungsvorrichtung im
Ausgangszustand,
Fig. 2 eine Kabeldurchführung, ebenfalls im Axialschnitt,
mit einer Abdichtungsvorrichtung nach Fig. 1 im
Einbauzustand,
Fig. 3a und Fig. 3b eine Kabeldurchführung mit einer zweiten Ausführung
der erfindungsgemäßen Abdichtungsvorrichtung im
Ausgangs- bzw. Einbauzustand,
Fig. 4 eine perspektivische Teil-Schnittdarstellung einer
dritten Ausführung der erfindungsgemäßen
Abdichtungsvorrichtung im Ausgangszustand,
Fig. 5 einen Querschnitt der Abdichtungsvorrichtung nach
Fig. 4, angebracht auf einem im Ausschnitt gezeigten
Durchführungskörper, in einem Einbau-Zwischenstadium,
Fig. 6 einen Axialschnitt einer Durchführung mit
Abdichtungsvorrichtung nach Fig. 4 bzw. 5 im
End-Einbauzustand,
Fig. 7 einen Axialschnitt einer Durchführung mit weiterer
Abwandlung der erfindungsgemäßen Abdichtungs
vorrichtung im Einbauzustand und
Fig. 8 eine Axialsicht der Durchführung mit Abdichtungs
vorrichtung nach Fig. 7.
Die in Fig. 1 gezeigte Abdichtungsvorrichtung umfaßt einen
ringschlauchförmigen Dichtungs-Hohlkörper 10 aus weich
elastisch oder weichplastisch verformbarer Folie. Dieser
Hohlkörper besteht herstellungstechnisch vorteilhaft aus zwei
koaxialen Folien-Schlauchabschnitten 10 a und 10 b, die an
beiderends angeordneten Randabschnitten 10 c durch übliche
Kleb- oder Schweißtechnik miteinander verbunden sind. Im
Ausgangszustand gemäß Fig. 1 hat der Hohlkörper eine axial
gestreckte, schlauchartige Form, wobei der Hohlraum eine
geringe radiale Dicke und daher ein geringes Volumen
aufweist. Der Hohlraum ist daher durch Aufweiten in
Radialrichtung in seinem Volumen expansionsfähig. Es ist
darauf hinzuweisen, daß diese Expansionsfähigkeit demgemäß
grundsätzlich nicht an eine wesentliche Dehnbarkeit, d. h.
eine Verformbarkeit durch Zugspannungen in den Hohlkörper
wandungen gebunden ist. Eine solche Dehnbarkeit kann jedoch -
insbesondere für größere Expansionsgrade - vorteilhaft sein.
In diesem Fall ist entsprechend weich-elastisch oder weich
plastisch dehnbares, z. B. gummiartig verformbares Folien
material vorzusehen.
Für die Expansion des Dichtungs-Hohlkörpers ist im Beispiel
eine Füllvorrichtung in Form eines Schlauchanschlusses 11 mit
Rückschlagventil 12 zum Einbringen eines z. B. gasförmigen
Füllmediums vorgesehen. Diese Elemente sind in geeigneter
Form an sich bekannt und bedürfen keiner näheren Darstellung.
Gegebenenfalls kann als Alternative eine im Hohlkörper
angeordnete Brechkapsel 11 a oder mehrere derselben vorgesehen
werden. Diese Kapsel ist mit einem Druckgas oder einer - z. B.
unter Wärme- oder Reaktionswirkung - gasentwickelnden
Substanz gefüllt und wird in der Einbaulage durch einfache
Maßnahmen, z. B. durch Aufbringen von Druckkräften von Hand
oder mittels eines geeigneten, etwa zangenartigen Werkzeugs,
geöffnet, so daß die Expansion durch Eintritt des Füll
medium in den Hohlraum eintritt.
Gegebenenfalls kann übrigens eine solche Brechkapsel
vorteilhaft auch in Verbindung mit einer Füllvorrichtung
vorgesehen werden, die einen äußeren Zuführanschluß
aufweist.
An der Innen- und Außenseite des Dichtungs-Hohlkörpers 10
ist je ein voluminöses Haftelement H angeordnet, das aus
einer Kleb- und Dichtmasse KD sowie einer äußeren, mit der
Hohlkörperwandung lösbar verbundenen Folienhülle 13 besteht.
Letztere ist mit frei vorstehenden Handhabungsabschnitten 14
versehen, die vor Gebrauch das Abreißen der Folienhüllen auf
einfache Weise ermöglichen.
Fig. 2 zeigt den Einbauzustand der Abdichtungsvorrichtung,
wobei der Dichtungs-Hohlkörper 10 in den Hohlraum zwischen
einem Kabel K als Durchführungskörper und der etwa zylin
drischen Oberfläche einer Wandausnehmung W angeordnet ist und
in dem dargestellten Expansionszustand die Kleb- und Dicht
masse KD der Haftelemente in eine innige, formschlüssige
Verbindung mit der Wandausnehmungsoberfläche gebracht hat.
Durch entsprechende Bemessung der Haftelemente können
gegebenenfalls auch stärkere Abweichungen der Wandausnehmung
von der Zylinderform zuverlässig dichtend ausgeglichen werden.
Es ist noch anzumerken, daß nach Herstellung einer festen
Dichtverbindung zwischen Hohlkörper und Wandausnehmung durch
Aushärten der Kleb- und Dichtmasse eine längerfristige
Dichtheit des Hohlkörpers gegen Austritt des Füllmediums
nicht mehr erforderlich ist, sofern eine solche Dichtheit
nicht wegen des Abschlusses der Räume beiderseits der
Durchführung erwünscht ist. Wie in Fig. 2 strichliert
angedeutet, erfüllt nämlich die Hohlkörperwandung auch in
nicht mehr gespanntem Zustand grundsätzlich ihre
Dichtfunktion zwischen den genannten Räumen.
Auch bei der Ausführung nach den Fig. 3a und 3b ist ein
Dichtungs-Hohlkörper 20 als dem Durchmesser des Durch
führungskörpers K und der Wandausnehmung W angepaßter
Ringkörper ausgebildet. Dieser Ringkörper besteht jedoch in
herstellungstechnisch vorteilhafter Weise aus zwei
ringförmigen, sich im wesentlichen zueinander parallel
erstreckenden Flachfolienabschnitten, die durch einfach
herzustellende, jeweils in einer Ebene verlaufende Schweiß
nähte miteinander verbunden sind. Ferner sind mehrere,
jeweils paarweise beiderseits der radialen Mittelebene
angeordnete und ebenfalls paarweise der radial inneren bzw.
äußeren Dichtzone zugeordnete Haftelemente H 1 bis H 4 nach
Art von Fig. 1 vorgesehen. Eine Füllvorrichtung 21 ist als
äußerer Schlauchanschluß mit Rückschlagventil ähnlich
Fig. 1, jedoch für die Zuführung eines schaumbildenden Füll
mediums S vorgesehen, das in der aus Fig. 3b ersichtlichen
Weise die Expansion des Dichtungs-Hohlkörpers 20 mit
Anpressung der Haftelemente an die gegenüberliegenden
Oberflächen bewirkt.
Die Haftelemente sind mit einer durch Expansion des
Dichtungs-Hohlkörpers zerstörbaren Reißhülle RH versehen,
die ebenfalls als im Herstellungszustand ebene Flachfolien-
Ringabschnitte ausgebildet und durch entsprechend ebene Nähte
mit der Hohlkörperwandung verbunden sind. Im Expansions
zustand gemäß Fig. 3b wird die Kleb- und Dichtmasse der
Haftelemente durch die Zerstörung der Reißhülle selbsttätig
freigesetzt. Dadurch entfällt eine besondere Handhabung zum
Entfernen einer Schutzhülle.
Bei der Ausführung nach Fig. 4 und 5 ist ein Dichtungs-Hohl
körper 30 als annähernd geradliniger, an beiden Enden
abgedichteter Schlauchkörper ausgebildet, der im Einbau
zustand gemäß Fig. 6 wendelförmig und mit Überlappung in
Umfangsrichtung auf dem Durchführungskörper angeordnet ist.
Der Dichtungs-Hohlkörper besteht auch hier in vorteilhafter
Weise aus durch eben verlaufende Nähte miteinander
verbundenen Flachfolienabschnitten. Gleiches gilt für die
Reißhüllen RH der auch hier vorgesehenen Haftelemente H und
bezüglich der Verbindung derselben mit der Hohlkörper
wandung. Das innere Haftelement ist mit einer die Montage
erleichternden Haftschicht HS versehen, die im Ausgangs
zustand durch eine Deckschicht DS geschützt wird.
Als Füllvorrichtung 31 ist hier eine aktivierbare Schaum
bildnerfüllung vorgesehen, die innerhalb des Dichtungs-Hohl
körpers angeordnet ist und aus zwei im Ausgangszustand durch
eine Reißwandung RW voneinander getrennten Reaktions
komponenten RK 1 und RK 2 besteht. Zur Einleitung der Expansion
wird die Reißwandung durch Zug gemäß Pfeilen in Fig. 5
zerstört, so daß die Komponenten miteinander in Verbindung
treten. Es genügt im allgemeinen die Zerstörung der Reiß
wandung an nur einer Stelle, da die anschließend einsetzende
Reaktion und Expansion die weitere Auftrennung der Reiß
wandung bewirkt.
Bei der Ausführung nach Fig. 7 und 8 sind zwei sich im Einbau
zustand in Umfangsrichtung überlappende Dichtungs-Hohlkörper
40 vorgesehen, die bereits im Ausgangszustand eine ring
sektorartige Form haben und damit die Montage erleichtern.
Für die beiden letztgenannten Ausführungen ist mittels
ausreichender Bemessung der Kleb- und Dichtmasse KD der
Haftelemente oder durch Einbringen zusätzlicher Dichtmasse D
für eine Ausfüllung des Raumes zwischen den nebeneinander
liegenden Hohlkörperabschnitten zu sorgen.
Claims (18)
1. Abdichtungsvorrichtung für Wanddurchführungen von lang
gestreckten Durchführungskörpern, insbesondere von Kabeln
und Rohren, mit mindestens einem Dichtungskörper, der
sich längs des Außenumfangs des Durchführungskörpers und
längs des Innenumfangs einer diesen aufnehmenden Wand
ausnehmung erstreckt, dadurch gekennnzeichnet, daß
mindestens ein expansionsfähiger Dichtungs-Hohlkörper
(10, 20, 30, 40) mit flexibler Wandung vorgesehen ist.
2. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Dichtungs-Hohlkörper (10, 20,
30, 40) mit einer Füllvorrichtung (11, 21, 31) zum
Einbringen oder Aktivieren eines den Hohlkörper
expandierenden Füllmediums versehen ist.
3. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Füllvorrichtung (21) zum
Einbringen eines insbesondere expansionsfähigen
Schaumstoffes (S) in den Dichtungs-Hohlkörper (20)
vorgesehen ist.
4. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Füllvorrichtung (31) eine
aktivierbare Schaumbildnerfüllung (RK 1, RK 2) aufweist.
5. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaumbildnerfüllung (RK 1, RK 2)
innerhalb des Dichtungs-Hohlkörpers (30) angeordnet ist.
6. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Füllvorrichtung (31) eine
Schaumbildnerfüllung mit zwei im Ausgangszustand durch
eine Reißwandung (RW) getrennten Reaktionskomponenten
aufweist.
7. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß als Füllvorrichtung (11) ein
Druckgas-Ventilanschluß vorgesehen ist.
8. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Füllvorrichtung (11 a) mindestens
eine mit einem Expansionsmittel gefüllte Brechkapsel
aufweist.
9. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Brechkapsel der Füllvorrichtung
innerhalb des Dichtungs-Hohlkörpers (11) angeordnet ist.
10. Abdichtungsvorrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Dichtungs-Hohlkörper (10, 20, 30, 40) einerseits und dem
Durchführungskörper (K) und/oder der Wandausnehmung (W)
andererseits mindestens ein Haftelement (H, H 1-H 4) zur
Bildung einer stoffschlüssigen Verbindung mit der jeweils
gegenüberliegenden Oberfläche vorgesehen ist.
11. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haftelement (H, H 1-H 4) mit
einer wenigstens zeitweise weichplastisch verformbaren
Kleb- und/oder Dichtmasse (KD) versehen ist.
12. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Haftelement mit einer durch
Expansion des Dichtungs-Hohlkörpers zerstörbaren
Reißhülle (RH) versehen ist.
13. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reißhülle (RH) mit einer
Haftschicht (HS) und einer vor Gebrauch zu entfernenden
Deckschicht (DS) versehen ist.
14. Abdichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungs-Hohlkörper
(20) als dem Durchmesser des Durchführungskörper (K)
und/oder der Wandausnehmung (W) angepaßter Ringkörper
ausgebildet ist.
15. Abdichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungs-Hohlkörper
(30) als wenigstens annähernd geradliniger, an beiden
Enden abgedichteter Schlauchkörper ausgebildet ist.
16. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der schlauchförmige Dichtungs-
Hohlkörper (30) wendelförmig und mit Überlappung in
Umfangsrichtung auf dem Durchführungskörper angeordnet
ist.
17. Abdichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungs-Hohlkörper
(20, 30) mindestens einen Flachfolienabschnitt mit
wenigstens einer in einer Ebene verlaufenden
Verbindungsnaht aufweist.
18. Abdichtungsvorrichtung nach Anspruch 12 und einem der
Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Reißhülle (RH) mindestens einen Flachfolienabschnitt
aufweist, der durch wenigstens eine in einer Ebene
verlaufende Naht mit dem Dichtungs-Hohlkörper (20, 30)
verbunden ist.
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