DE3720667A1 - Haemodialyse- und haemofiltrationsvorrichtung - Google Patents
Haemodialyse- und haemofiltrationsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hämodialyse- und Hämofiltrationsvor
richtung, die dazu bestimmt ist, das Blut eines Patienten in
einem künstlich geschaffenen extrakorporalen Blutkreislauf einer
Dialyse- und/oder Filtrationsbehandlung zu unterziehen. Vorrich
tungen dieser Art sind auch unter der Bezeichnung "künstliche
Niere" bekannt. Hauptsächliches Ziel einer solchen Behandlung ist
es, eine Normalisierung der Zusammensetzung des Blutplasmas zu
erreichen.
Das Blut wird hierbei durch eine Entnahmevorrichtung, z. B. mit
einem Katheter, dem Blutkreislauf des Patienten entnommen und
von einer Blutpumpe durch eine Behandlungseinrichtung gepumpt,
die einen Dialysator und/oder ein Filter sowie evtl. weitere
für diesen Zweck gebräuchliche Einrichtungen umfaßt. Danach wird
das Blut auf geeignete Weise, z. B. ebenfalls mit einem Katheter,
in den Blutkreislauf des Patienten zurückgeleitet.
Um eine Schädigung des Patienten bei Funktionsstörungen im
extrakorporalen Blutkreislauf zu vermeiden, sind Überwachungs
einrichtungen notwendig, die solche Störungen selbsttätig erken
nen und das System durch Unterbrechen der Zirkulation in einen
sicheren Zustand bringen.
Bei den in der Praxis gebräuchlichen
Geräten sind - unter Berücksichtigung der geltenden Sicherheits
empfehlungen (IEC 62D(CO)34, VDE 0750/Teil 206) - folgende Über
wachungseinrichtungen allgemein gebräuchlich:
- - Eine Einrichtung zur Überwachung des Druckes in der Leitung zwischen der Entnahmevorrichtung und dem Einlaß der Blutpumpe. Sie dient der Erkennung von Störungen des Blutflusses im Bereich der Entnahmevorrichtung.
- - Eine Einrichtung zur Überwachung des Druckes in der Leitung zwischen der Dialysator- bzw. Filteranordnung und der Vorrich tung zur Rückführung des Blutes. Sie ist dazu bestimmt, Störungen des Blutflusses im Bereich zwischen der Blutpumpe und der Vorrichtung zur Rückführung des Blutes sowie eine Auftren nung von Leitungsverbindungen in diesem Bereich zu erkennen.
- - Eine Einrichtung zum Abfangen und Erkennen von Luft in der Leitung zwischen der Dialysator- oder Filteranordnung und der Vorrichtung zur Rückführung des Blutes. Sie dient dazu, zu verhindern, daß Luft in den Blutkreislauf des Patienten gelangt.
Ausgangspunkt für die Erfindung ist die Feststellung, daß
bestimmte Arten von Störungen durch diese bisher gebräuchliche
Kombination von Sicherheitseinrichtungen nicht erfaßt werden oder
sich erst bemerkbar machen, wenn bereits größere Schäden einge
treten sind. Hierzu zählen insbesondere Störungen, die mit einer
Änderung der Strömungsverhältnisse in der Dialysator- oder
Filteranordnung und/oder mit einer Änderung der Blutviskosität
verbunden sind, z. B. eine Erhöhung der Blutviskosität durch
übermäßigen Flüssigkeitsentzug bei der Filtration oder eine sich
anbahnende Blutgerinnung in der Dialysator- oder Filteranord
nung. Wenn eine solche Störung nicht frühzeitig erkannt wird,
führt sie zu einer langwierigen Betriebsunterbrechung, weil in
einem solchen Falle die gesamte Dialysator- oder Filteranordnung
ausgewechselt werden muß, wobei das darin enthaltene Blut verlo
rengeht.
Auch andere Störungen werden bei der bisher üblichen Kombination
von Überwachungseinrichtungen erst erkannt, wenn sie ein gefähr
liches Ausmaß erreicht haben, so daß eine automatische Abschal
tung des Systems ausgelöst wird, ohne den Benutzer vorher zu
warnen und ihm dadurch die Möglichkeit zu geben, die sich anbah
nende Störung rechtzeitig zu beseitigen und eine Betriebsunter
brechung zu vermeiden.
Zum Beispiel besteht die Einrichtung zum Abfangen und Erkennen
von Luft gewöhnlich aus einer in die rückführende Leitung einge
fügten Kammer mit einem Füllstandssensor. Die vom Blut eventuell
mitgeführten Luftblasen werden in der Kammer abgeschieden, und
der Füllstand in der Kammer sinkt entsprechend ab. Wenn der
Füllstand auf ein kritisches Niveau abgesunken ist, wird durch
den Luftsensor eine Alarmvorrichtung aktiviert und die Blutzir
kulation durch Abschalten des Blutpumpenantriebes unterbrochen.
Bei einer Undichtigkeit am Blutschlauchsystem, durch die Luft
eingesaugt wird, wird also der Alarm erst ausgelöst, wenn schon
eine beträchtliche Menge Luft in den Kreislauf gelangt ist. Die
in diesem gefährlichen Zustand notwendige automatische Abschal
tung führt zu einer Betriebsunterbrechung, die für den Patienten
zumindest eine erhebliche Beunruhigung und Belastung darstellt.
Ein weiterer Nachteil ergibt sich daraus, daß die Kammer
wegen dieser Arbeitsweise gewöhnlich nur teilweise mit Blut
gefüllt ist und im oberen Teil Luft enthält, wobei das Blut im
Strahl von dem im Deckel endenden zuführenden Leitungsstück in
den unteren Teil der Kammer herabfällt, an den das abführende
Leitungsstück angeschlossen ist. Dadurch, daß Blut im Strahl,
Luft mit sich reißend, in die Kammer herabfällt, entsteht eine
zusätzliche Blutschädigung. Außerdem hat diese Anordnung den
Nachteil, daß die Kammer ein großes Volumen haben muß, um zu
erreichen, daß die unter den Flüssigkeitsspiegel gerissenen
Luftblasen wieder aufsteigen können. Die damit verbundene Ver
größerung des extrakorporalen Blutvolumens ist aus medizinischer
Sicht nicht wünschenswert. Eine bekannte Erscheinung bei derar
tigen Kammern mit frei herabfallendem Blutstrahl ist auch, daß
sich ein feindisperser Schaum (sog. Mikroschaum) bildet, wobei
auch die Gefahr besteht, daß sehr kleine Luftblasen wegen ihres
geringen Auftriebes vom strömenden Blut mitgeführt werden und in
den Blutkreislauf des Patienten gelangen.
Die Messung des Druckes geschieht bei Vorhandensein einer Luft
abscheidekammer der beschriebenen Art gewöhnlich in der Weise,
daß an den Deckel der Kammer ein sogenannter Druckableitungs
schlauch angeschlossen wird, der den Luftraum der Kammer mit
einem Manometer verbindet. Eine andere Anschlußweise für die
Druckmessung, insbesondere für die Messung des sogenannten arte
riellen Druckes in der Leitung zwischen der Entnahmevorrichtung
und dem Einlaß der Blutpumpe, besteht darin, daß an dem
Blutschlauchsystem an der betreffenden Stelle eine einfache
Abzweigung mit einem Druckableitungsschlauch vorgesehen wird,
der an ein Manometer angeschlossen wird. Derartige Abzweigungen
stellen jedoch ebenfalls Unstetigkeitsstellen für die
Blutströmung dar, an denen vermehrt eine Schädigung des Blutes
auftritt. Blut, das vor allem infolge von Druckschwankungen in
Verbindung mit der Kompressibilität der im Druckableitungs
schlauch enthaltenen Luft in die abzweigende Leitung eintritt,
stagniert dort, neigt zur Dekomposition und Gerinnung und geht
somit dem Patienten verloren.
Generell stellen Druckableitungen der beschriebenen Art, wie in
der Fachwelt bekannt, trotz der damit angestrebten Überwachungs-
und Sicherheitsfunktion ihrerseits zu einem gewissen Grade eine
Quelle von Störungen, Gefährdungen und anderen Nachteilen dar.
Es besteht z. B. die Gefahr, daß Anschlüsse an den Manometern
sich lösen oder undicht werden, so daß, je nach dem an der
Meßstelle vorherrschenden Druck, Blut über die Druckableitungs
schläuche austritt oder Luft angesaugt wird. Über die Druckab
leitungsschläuche können auch Infektionskeime in das Blut
gelangen, was man durch das Einfügen von keimdichten Filtern in
diese Leitungen oder an den Manometeranschlüssen zu verhindern
sucht.
Wegen der erwähnten Nachteile von Druckableitungsschläuchen
werden für die Überwachung des arteriellen Druckes in der
Leitung zwischen dem Blutentnahmeanschluß des Patienten und dem
Einlaß der Blutpumpe auch vereinfachte Drucküberwachungsein
richtungen in Form sogenannter arterieller Druckkissenschalter
eingesetzt. In den Blutschlauch ist an dieser Stelle ein etwa
kissenförmiger halbelastischer Hohlkörper eingefügt, der in eine
Halterung mit einem elektrischen Schaltmechanismus eingesetzt
wird. Bei Auftreten eines Unterdruckes zieht sich der Hohlkörper
zusammen und betätigt hierbei den Schaltmechanismus, so daß eine
Alarmvorrichtung aktiviert und der Antrieb der Blutpumpe ausge
schaltet wird. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß eine
Messung und Anzeige des Druckwertes, die eine wertvolle Aussage
über den Betriebszustand, insbesondere über den Ausnutzungsgrad
der Ergiebigkeit des Patientenanschlusses liefern würde, hiermit
nicht möglich ist, und daß der Druckwert, bei dem der Schalt
mechanismus ausgelöst wird, u. a. aufgrund herstellungsbedingter
Schwankungen in den Dimensionen und Elastizitätseigenschaften
des Hohlkörpers sehr großen Streuungen unterliegt. Außerdem führt
das Ansprechen dieser Sicherheitseinrichtung sofort und ohne
vorherige Warnung zu einer Betriebsunterbrechung und den damit
verbundenen Nachteilen, ohne daß der Benutzer die Möglichkeit
hat, eine sich anbahnende Störung schon frühzeitig wahrzunehmen.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Hämodialyse- und
Hämofiltrationsvorrichtung zu schaffen, die die genannten Nach
teile vermeidet, bei der eine geringere Schädigung des Blutes
eintritt und somit eine geringere Restmenge von Blut oder
Blutbestandteilen am Ende der Behandlung im extrakorporalen
Kreislauf verbleibt, bei der die Überwachung des Blutkreislaufes
erleichtert und die Sicherheit der Überwachung erhöht wird und
sich anbahnende Störungen schon frühzeitig erkennbar sind und
insbesondere eine Störung der Filtrationseinrichtung oder eine
sich anbahnende Gerinnung im extrakorporalen Blutkreislauf früh
zeitig erkennbar und der damit verbundene Verlust von Blut ver
meidbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen genannten Ein
richtungen und Maßnahmen gelöst. Weitere Eigenschaften und
Vorteile sowie Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung.
Von den zugehörigen Abbildungen zeigt
Fig. 1 ein Schema des Blutkreislaufes eines Hämodialyse- oder
Hämofiltrationsgerätes entsprechend der Erfindung,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der in den Blutkreislauf
zur Druckmessung eingefügten Kammern mit stromaufwärts
und stromabwärts angeordneten Sensoren,
Fig. 3 einen abgewandelten, auch zur Erfassung der Strömungs
geschwindigkeit bestimmten Sensor,
Fig. 4 eine Draufsicht des Meßeinsatzes des Sensors von Fig. 3,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Meßeinsatzes des Sensors von
Fig. 3,
Fig. 6 ein Blockschema mit Auswertungsschaltungen für die
durch die Sensoren gewonnenen Informationen,
Fig. 7 einen abgewandelten Teil des Blockschemas.
Ein Ausführungsbeispiel des extrakorporalen Blutkreislaufes
einer Hämodialyse- oder Hämofiltrationsvorrichtung entsprechend
der Erfindung ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. Das Blut
gelangt von der Entnahmevorrichtung 41 über eine erste Leitung
42 zum Einlaß einer Blutpumpe 43. Diese fördert das Blut durch
die zweite Leitung 44 a, 44 b zu der Dialysator- oder Filteranord
nung 46. Die für den Betrieb der Dialysator- bzw. Filteranord
nung notwendigen Hilfseinrichtungen, z. B. Einrichtungen zur
Durchströmung mit einer Dialysierflüssigkeit und/oder zur Abfüh
rung von Filtrat, sind in der Einheit 47 zusammengefaßt. Von der
Dialysator- oder Filteranordnung 46 gelangt das Blut durch die
dritte Leitung 48 a, 48 b und die Rückführungsvorrichtung 50 wieder
in den Blutkreislauf des Patienten.
An der Leitung 44 a, 44 b zwischen dem Auslaß der Blutpumpe 43 und
dem Einlaß der Dialysator- oder Filteranordnung 46 ist eine
Einrichtung zur Druckmessung vorgesehen, die vorzugsweise mit
einer in die Leitung eingefügten, vom Blut durchflossenen und
zur Abscheidung mitgeführter Luftblasen geeigneten Kammer 45
verbunden ist. In die Leitung 48 a, 48 b zwischen dem Auslaß der
Dialysator- oder Filteranordnung 46 und der Rückführungsvorrich
tung 50 ist eine Überwachungseinrichtung eingefügt, die eine vom
Blut durchflossene und zur Abscheidung mitgeführter Luftblasen
geeignete Kammer 49 und einen stromaufwärts von dieser Kammer,
getrennt von ihr angeordneten Sensor 59 umfaßt, der in Verbin
dung mit der zugehörigen Auswertungsschaltung zur Erkennung
mitgeführter Luft geeignet ist.
Erfindungsgemäß ist eine Einrichtung zur Bestimmung der Druck
differenz zwischen der zweiten Leitung 44 a, 44 b und der dritten
Leitung 48 a, 48 b, d. h. zwischen Einlaß und Auslaß der Dialysator-
oder Filteranordnung 46, zum Zwecke der weiteren Auswertung
dieser Druckdifferenz, wie weiter unten beschrieben, vorgesehen.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist diese Ein
richtung 54 ein Differenzdruck-Manometer, das mit den betreffen
den Leitungen in Verbindung steht. In dem gezeigten Beispiel ist
zu diesem Zweck der erste Anschluß des Differenzdruck-Manometers
über die Druckmeßleitung 51 an die Kammer 45 und der zweite
Anschluß über die Druckmeßleitung 52 an die Kammer 49 ange
schlossen.
Darüber hinaus ist in an sich bekannter Weise vorgesehen, den
Druck in der dritten, das Blut zum Patienten zurückführenden
Leitung 48 a, 48 b zu messen und zu überwachen. In dem Beispiel
gemäß Fig. 1 ist hierzu die mit der Kammer 49 verbundene
Druckmeßleitung 52 zusätzlich an eine Druckmeßeinrichtung 53
angeschlossen.
Zusätzliche Leitungen 55 und 56, die mit dem oberen Teil der
Kammern 45 bzw. 49 verbunden sind, dienen dem Entfernen angesam
melter Luft und sind normalerweise geschlossen, z. B. durch
Schlauchklemmen 57 bzw. 58. Diese Leitungen können jedoch auch
in üblicher Weise zur Zuführung von Infusionsflüssigkeiten
benutzt werden.
Der Sensor 59 ist erfindungsgemäß in Verbindung mit der zugehö
rigen Auswertungsschaltung dazu bestimmt, festzustellen, ob und
insbesondere wie lange der Kammer 49 Luft anstelle von Blut
zugeführt wird. Eine gleichartige Erfassung der zugeführten Luft
kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung auch für die Kammer
45 vorgesehen werden, indem entsprechend dem in Fig. 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel stromaufwärts von der Kammer 45 ein zur
Erkennung von Luft geeigneter Sensor 61 angeordnet wird.
In weiterer Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, auch stromab
wärts von einer der Kammern 45 und 49 oder beiden zur Erkennung
von Luft geeignete Sensoren 62 bzw. 60 anzuordnen. Diese Senso
ren können zur Erhöhung der Sicherheit in Verbindung mit ent
sprechenden Auswertungsschaltungen als zusätzliche, redundante
Sicherheitseinrichtungen dienen, und zwar in der Weise, daß sie
eine Alarmvorrichtung aktivieren und eine Unterbrechung der
Zirkulation auslösen, wenn an der betreffenden Meßstelle Luft
anstelle von Blut auftritt. Mindestens einer der nach Maßgabe
der oben angegebenen Möglichkeiten an den Leitungsabschnitten
44 a, 44 b, 48 a, 48 b angeordneten Sensoren 59, 60, 61, 62 kann
jedoch in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
neben seiner Funktion der Erkennung von Luft zusätzlich in
Verbindung mit einer entsprechenden Auswertungsschaltung, wie
weiter unten beschrieben, der Erfassung der Strömungsgeschwin
digkeit des Blutes dienen.
Die oben erwähnten Sensoren und Meßeinrichtungen stehen gemäß
Fig. 1 mit einer zentralen Steuerungs- und Überwachungseinheit
64 in Verbindung. Diese umfaßt Auswertungsschaltungen und Anzei
gevorrichtungen für die verschiedenen Meß- und Überwachungs
größen, Einrichtungen zur Drehzahlregelung des Blutpumpen-
Antriebsmotors 63, Einrichtungen zur Einstellung von Betriebs-
und Grenzwerten sowie Warn- und Alarmvorrichtungen und Ein
richtungen zur Unterbrechung der Blutzirkulation durch Still
setzen des Blutpumpenantriebes. Die weiter unten beschriebenen
besonderen Auswertungs- und Verarbeitungsschaltungen entspre
chend der Erfindung sind Bestandteil der zentralen Steuerungs-
und Überwachungseinheit 64.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der in die zweite Leitung
44 a, 44 b und/oder in die dritte Leitung 48 a, 48 b eingefügten
Kammer 45 bzw. 49 und der stromaufwärts und ggf. auch stromab
wärts von den Kammern angeordneten Sensoren 117 und 119, die mit
den Sensoren 59 und/oder 61 bzw. 60 und/oder 62 von Fig. 1
identisch sind. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel enthält
jeder der Sensoren eine Ultraschall-Meßstrecke mit je einem
Ultraschallwandler auf der Sende- und der Empfangsseite, die zu
beiden Seiten des Strömungskanals des betreffenden Leitungsab
schnitts angeordnet sind. Die Ultraschallwandler bestehen
jeweils aus einem piezoelektrischen Wandlerelement 120, 122 und
einem Ankopplungsstück 121, 123. Die Ankopplungsstücke sind so
geformt, daß sich unter Ausnutzung der Elastizität der aus einem
Schlauch bestehenden Leitung eine ausreichende Berührungsfläche
bildet.
Sofern der Sensor 117 oder 119 nur der Erfassung von Luft und
nicht zugleich auch, wie weiter unten beschrieben, der Erfassung
der Strömungsgeschwindigkeit dient, kommen für diesen Zweck auch
fotoelektrische Sensoren in Betracht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, einen
oder mehrere der Sensoren 59, 60, 61, 62 so auszubilden, daß in
Verbindung mit einer geeigneten Auswertungsschaltung außer dem
Auftreten von Luft auch die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes
erfaßt wird. Ein hierfür vorgesehener, entsprechend abgewandelter
Sensor 116 ist in Fig. 3 schematisch dargestellt. Dieser Sensor
116 tritt ggf. an die Stelle mindestens eines der Sensoren
59, 60, 61, 62 in Fig. 1. Fig. 4 zeigt eine Draufsicht und Fig. 5
eine Seitenansicht des für diese Bauart des Sensors vorgesehenen
Meßeinsatzes, der in den betreffenden Leitungsabschnitt des
Blutschlauchsystems eingefügt ist.
Der Meßeinsatz 130 hat in Fortsetzung der angeschlossenen Lei
tungsstücke einen durchgehenden Strömungskanal 131. An gegen
überliegenden Seiten weist der Meßeinsatz zwei flügelartige
Ansätze 132 mit Kopplungsflächen 133 auf, die der Ein- bzw.
Auskopplung eines Ultraschallsignals dienen. Der Meßeinsatz wird
in eine Halterung 134, 135 eingesetzt, in deren oberem Teil 51
sich zwei Ultraschallwandler befinden, jeweils bestehend aus
einem piezoelektrischen Wandlerelement 136, 137 und einem
Ankopplungsstück 138, 139. Im eingesetzten Zustand stehen die
Ankopplungsstücke 138, 139 mit den Kopplungsflächen 133 in
Berührung. Ein ausreichender Anpreßdruck wird vorzugsweise
dadurch erzielt, daß die beiden Teile der Halterung federnd
gegeneinander gelagert sind. Die Achsen der beiden Ultraschall
wandler und die Längsachsen der seitlichen Ansätze 132 stehen
zur Längsachse des Strömungskanals 131 in einem Winkel der
Größenordnung 15-50 Grad, wobei die seitlichen Ansätze 132 im
wesentlichen die Aufgabe haben, die Ausbreitung der Ultraschall
wellen unter dem genannten Winkel in Richtung auf den Strömungs
kanal 131 zu konzentrieren.
Fig. 6 zeigt eine bevorzugte Schaltungsanordnung zur Auswertung,
Verknüpfung und und weiteren Verarbeitung der von den verschie
denen Sensoren erhaltenen Signale und die Nutzung der so gewon
nenen Informationen zur Steuerung von Anzeige-, Alarm- und Schalt
vorrichtungen in Form eines Blockschemas. Eine mögliche andere
Gestaltung eines Teils dieser Schaltungsanordnung ist zusätzlich
in Fig. 7 angegeben.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, mittels einer entsprechenden
Einrichtung 54 die Differenz der in Leitungen den 44 a, 44 b und
48 a, 48 b herrschenden Druckwerte zu bilden. Dies kann, wie
bereits erwähnt, mit Hilfe eines Differenzdruck-Manometers
erfolgen oder auch mittels zweier getrennter Druckmeßwandler
in Verbindung mit einer Subtraktionseinrichtung. Die Einrichtung
54 zur Bildung des Differenzdruckes liefert gemäß Fig. 6 ein
Ausgangssignal P, das einem Eingang 1 einer ersten Auswertungs
schaltung 110 zugeführt wird. An einem zweiten Eingang 2 dieser
Auswertungsschaltung liegt ein der Fördergeschwindigkeit der
Blutpumpe entsprechendes Signal Q, das vorzugsweise durch
Messung der Strömungsgeschwindigkeit des Blutes mit Hilfe des
Sensors 116 und einer zweiten Auswertungsschaltung 111 gewonnen
wird. Die erste Auswertungsschaltung 110 enthält eine
Einrichtung, die zumindest näherungsweise den Quotienten aus den
Größen Q und P bildet, z. B. in Form eines Dividierers 70.
Die so gewonnene Größe, die im wesentlichen dem Quotienten aus
der Druckdifferenz P und der Fördergeschwindigkeit Q der
Blutpumpe entspricht, stellt eine wichtige Überwachungsgröße dar,
da sie den Strömungswiderstand der Dialysator- oder Filteranord
nung einschließlich ihrer Zu- und Ableitungen charakterisiert.
Durch Überwachung dieser Größe können nicht nur grobe Störungen
wie Leitungsauftrennungen oder Strömungshindernisse in diesem
Bereich unmittelbar erkannt werden, sondern auch weniger offen
sichtliche Störungen, die mit Veränderungen der Strömungsver
hältnisse in der Dialysator- oder Filteranordnung und/oder
Veränderungen der Viskosität des Blutes im Zusammenhang stehen.
Insbesondere ist eine sich anbahnende Blutgerinnung, bei der die
Viskosität des Blutes ansteigt und somit die Druckdifferenz
zwischen Einlaß und Auslaß der Dialysator- oder Filteranordnung
zunimmt, frühzeitig erkennbar, so daß es möglich ist, durch
entsprechende Gegenmaßnahmen ein Fortschreiten der Gerinnung und
den dadurch bedingten Blutverlust und die erhebliche Betriebs
störung zu vermeiden. Diese Eigenschaft ist von zusätzlicher
Bedeutung bei der Behandlung von Patienten, die blutungsgefähr
det sind, und bei denen daher die Dosierung von gerinnungs
hemmenden Mitteln sehr restriktiv gehandhabt werden muß.
Darüber hinaus ist diese Anordnung auch geeignet, Störungen in
der zum Betrieb der Dialysator- oder Filteranordnung 46 vorgese
henen Einrichtung 47 selbsttätig zu erkennen, z. B. eine für den
Patienten schädliche übermäßig hohe Filtrationsgeschwindigkeit,
die ebenfalls zu einer Steigerung der Blutviskosität führt.
Die erfindungsgemäß vorgesehene oben beschriebene Maßnahme,
zumindest näherungsweise den Quotienten aus der Druckdifferenz
und dem Blutfluß bzw. der Fördergeschwindigkeit zu bilden und zu
überwachen, bietet gegenüber der einfacheren Überwachung der
Druckdifferenz den entscheidenden Vorteil, daß diese Größe P/Q
von unterschiedlichen Einstellungen der Fördergeschwindigkeit,
die während des Betriebes von Hand oder durch automatisch
wirkende adaptive Regeleinrichtungen, wie sie u. a. gemäß einer
unten beschriebenen weiteren Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen sind, vorgenommen werden, nur wenig beeinflußt wird
und im wesentlichen nur von der Ausbildung der Strömung in der
Dialysator- oder Filteranordnung und der Viskosität des Blutes
abhängt.
Es kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung zweckmäßig sein,
bei der Bildung der Überwachungsgröße statt einer reinen
Division eine noch weitergehende, verfeinerte Korrektur der
Überwachungsgröße in Abhängigkeit von der Fördergeschwindigkeit
vorzusehen, so daß der Einfluß der Drehzahleinstellung der
Blutpumpe auf die Überwachungsgröße noch weiter vermindert wird.
Die Überwachungsgröße wird gemäß Fig. 6 einem Anzeigeinstrument
73 zugeführt. Sie gelangt außerdem an den Eingang eines Kompara
tors 71 und wird mit mindestens einem Grenzwert verglichen, der
mit der Einstellvorrichtung 72 vorwählbar ist. Bei Überschreitung
des Grenzwertes wird die an einen Ausgang des Komparators 71
angeschlossene Warn- oder Alarmvorrichtung 74 aktiviert und
gleichzeitig oder bei Überschreitung eines weiteren oberen
und/oder unteren Grenzwerts über ein Relais 75 der Antrieb der
Blutpumpe ausgeschaltet.
Bei der Bildung der Überwachungsgröße, im wesentlichen durch
Bildung des Quotienten aus der Druckdifferenz P und der der
Förderleistung der Blutpumpe entsprechenden Größe Q, ist es
vorteilhaft, die Größe Q durch eine Messung der Strömungs- bzw.
Durchflußgeschwindigkeit des Blutes zu gewinnen, weil Verände
rungen und Schwankungen des Blutflusses, die u. a. durch die
Arbeitsweise der Blutpumpe bedingt sein können, dann keinen
störenden Einfluß auf die Überwachungsgröße haben. Bei verminder
ten Ansprüchen an die Genauigkeit ist es jedoch auch möglich, die
Größe Q aus der Antriebsgeschwindigkeit der Blutpumpe abzuleiten,
wie es in Fig. 7 dargestellt ist. Die Auswertungsschaltung 110
ist hierbei zur Bildung der Überwachungsgröße mit der Drehzahl-
Regelungsschaltung 118 für den Blutpumpen-Antriebsmotor 63
verbunden, so daß ein z. B. mit Hilfe eines Tachogenerators 92
gewonnenes, der Antriebsdrehzahl proportionales Signal zu dem
betreffenden Eingang 2 der Auswertungsschaltung 110 gelangt.
Für die Bestimmung des Druckes in der Leitung 44 a, 44 b zum Zwecke
der Bildung der Druckdifferenz gegenüber der Leitung 48 a, 48 b ist
bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel eine Druckmeß
leitung 51 vorgesehen, die an eine in die Leitung 44 a, 44 b einge
fügte Kammer 45 angeschlossen ist. Diese der Druckableitung
dienende Kammer wirkt zugleich auch als Luftabscheider, so daß
Luft, die in den extrakorporalen Kreislauf gelangt ist, schon vor
der Dialysator- oder Filteranordnung 46 abgefangen wird. Dadurch
wird erreicht, daß Störungen des Strömungsverlaufes in den Dialy
sator- oder Filteranordnung und eine Verminderung der Effektivi
tät sowie eine Blockierung des Durchganges eines Teils der Hohl
fasern bei Kapillardialysatoren oder -filtern durch angesammelte
Luft vermieden werden. Eine sich anbahnende Undichtigkeit, die
zum Eindringen von Luft in den extrakorporalen Kreislauf führt,
kann mit Hilfe des stromaufwärts von der Kammer 45 an dem
Leitungsabschnitt 44 a angeordneten Sensors 61 frühzeitig erkannt
werden, so daß die Ursache beseitigt werden kann, bevor sich eine
übermäßige Menge Luft angesammelt hat, was zu einer Unterbre
chung der Zirkulation zwingen würde.
Zur Auswertung der von den stromaufwärts von den Kammern 45 und
49 angeordneten Sensoren 61 bzw. 59 gelieferten Signale ist
vorgesehen, die Zeitabschnitte, in denen der betreffende Sensor
signalisiert, daß der Kammer Luft anstelle von Blut zugeführt
wird, zu summieren und bei Erreichen bestimmter Grenzwerte der
Summe der einzelnen Zeitabschnitte oder einer davon abgeleiteten
Größe die Sicherheitsfunktionen zu aktivieren. Gemäß dem in
Fig. 6 gezeigten Blockschema wird hierzu bei dem Sensor 117, der
den Sensoren 59 und/oder 61 entspricht, der senderseitige Ultra
schallwandler 120 von dem Oszillator 93 gespeist und das vom
empfängerseitigen Ultraschallwandler 122 gelieferte Signal durch
den Verstärker 94 zunächst auf eine ausreichende Amplitude
gebracht. Durch den Demodulator 95 und den nachgeschalteten
Tiefpaß 96 wird eine der Signalamplitude entsprechende Spannung
gewonnen. Die Ausgangsspannung des Tiefpasses ist hoch, solange
die Meßstrecke des Luftsensors mit Blut gefüllt ist. Wenn Luft
die Meßstelle passiert, sinkt sie für die betreffende Zeitdauer T
auf einen niedrigen Wert ab. Aufgrund dieses Verhaltens liefert
der Komparator 97 jeweils ein positives Signal mit der betreffen
den Zeitdauer T.
Das Ausgangssignal des Komparators 97 steuert eine Summiervor
richtung 115. Diese enthält ein UND-Gatter 99, an dessen anderem
Eingang ein von einem Oszillator 98 geliefertes Impulssignal mit
der Frequenz f liegt. Dadurch wird erreicht, daß am Ausgang des
UND-Gatters jeweils eine Anzahl von Impulsen auftritt, die der
Zeit T proportional ist, nämlich f×T. Diese Impulse werden durch
einen Zähler 100 summiert. Wenn eine erste vorbestimmte Gesamt
zahl von Impulsen, entsprechend einer Gesamtzeit T 1, erreicht
ist, liefert der Zähler 100 ein Ausgangssignal, durch das die
Alarmvorrichtung 101 aktiviert wird. Passiert weiterhin Luft die
Meßstelle, so wird schließlich bei Erreichen einer höheren vorbe
stimmten Gesamtzahl von Impulsen, entsprechend der Gesamtzeit T 2,
durch einen weiteren Ausgang des Zählers 100 die Alarmvorrichtung
102 aktiviert und über das Relais 103 der Antrieb der Blutpumpe
ausgeschaltet.
Diese Anordnung hat gegenüber der bisher allgemein gebräuchlichen
Erfassung von Luft durch Füllstandsüberwachung an der Kammer den
wesentlichen Vorteil, daß der Benutzer durch einen Voralarm schon
aufmerksam gemacht wird, wenn die angesammelte Luftmenge noch
relativ klein ist, so daß die Situation geprüft und die Ursache
behoben werden kann, bevor der Hauptalarm auftritt und der
Betrieb durch die damit verbundene automatische Abschaltfunktion
unterbrochen wird.
Nachdem ein Alarmsignal aufgetreten ist und die Ursache der
Störung behoben wurde, kann der Zähler 100 durch ein Rücksetz-
Befehl (Reset) wieder in seine Anfangsstellung gebracht werden.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, eine abweichende
Anfangsstellung zu wählen (Preset) und dadurch die Alarmgrenzen
zu variieren.
Gemäß Fig. 6 ist außerdem vorgesehen, bei jedem Auftreten einer
Luftblase, die der Sensor 117 erfaßt, ein Warnsignal zu erzeugen,
ohne bereits den eigentlichen Alarm oder die Abschaltfunktion
auszulösen. Der Ausgang des Komparators 97 ist zu diesem Zweck
mit einer Warnvorrichtung 104 verbunden. Dies hat den wichtigen
Vorteil, daß eine sich anbahnende Störung, z. B. das Ansaugen von
Luft durch eine Undichtigkeit am Blutschlauchsystem, schon früh
zeitig erkannt wird und behoben werden kann.
Bei einem bestimmten Blutfluß Q bzw. einer bestimmten Förder
leistung der Blutpumpe (Volumen pro Zeiteinheit) entspricht ein
Ausgangssignal der Dauer T am Ausgang des Komparators 97 einem
bestimmten Luftvolumen, das in die Kammer 45 bzw. 49 gefördert
wurde, nämlich V = Q × T. Die Gesamtzeiten T 1 und T 2, die sich aus
der Addition der Zeiten T bis zum Auftreten des Alarmsignals bzw.
des Abschaltsignals an den Ausgängen des Zählers 100 ergeben,
werden dementsprechend so festgelegt, daß unter Berücksichtigung
der maximal einstellbaren Förderleistung Qmax das Produkt T 1 × Qmax
bzw. T 2 × Qmax erheblich kleiner bzw. kleiner als das Volumen Vk
der Kammer 9 ist. Auf diese Weise reicht das Volumen der Kammer
in jedem Falle aus, die gesamte bis zum Auftreten des Abschalt
signals geförderte Luft aufzunehmen. T 1 kann bei der vorgesehenen
Anordnung vorteilhafterweise so gewählt werden, daß der Voralarm
schon bei einer geringen Luftmenge, die z. B. 5-20 Prozent des
Kammervolumens ausmacht, ausgelöst wird, so daß unter normalen
Betriebsbedingungen, d. h. im alarmfreien Zustand, die vorhandene
Luftmenge stets sehr gering ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, den
Oszillator 98 als frequenzlinear steuerbaren Oszillator (VCO)
auszubilden und ihn mit einem der Förderleistung der Blutpumpe
proportionalen Signal zu steuern. Im einfachsten Falle kann ein
solches Signal mit ausreichender Genauigkeit aus der Drehge
schwindigkeit des Blutpumpenantriebes abgeleitet werden. Vorteil
hafter ist es jedoch, hierfür ein durch Messung des Blutflusses
gewonnenes Signal zu benutzen, weil dieses auch die durch die
Arbeitsweise der Blutpumpe bedingten Schwankungen des Blutflusses
berücksichtigt. Dementsprechend ist gemäß dem in Fig. 6 gezeigten
Blockschema der Steuereingang 22 des Oszillators 98 mit dem
Ausgang 10 der zweiten Auswertungsschaltung 111 verbunden, an dem
eine der Strömungsgeschwindigkeit bzw. dem Blutfluß proportionale
Größe zur Verfügung steht.
Durch die Steuerung des Oszillators 98 wird erreicht, daß die
Zeiten T, in denen Luft anstelle von Blut die Meßstelle am Ort
des Sensors 117 (entsprechend 59/61 in Fig. 1) passiert, mit der
jeweils eingestellten Förderleistung bewertet werden und somit
durch die Zählung der Schwingungsperioden des Oszillators 98 eine
relativ genaue Messung des Luftvolumens erreicht wird. Daher
werden unabhängig von der Einstellung der Förderleistung die
Alarmsignale nach Erreichen bestimmter geförderter Luftvolumina
ausgelöst.
Wie bereits erwähnt, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung vor,
einen oder mehrere der Sensoren 59, 60, 61, 62 entsprechend der in
Fig. 3 unter der Bezeichnung 116 gezeigten Bauform so auszu
bilden, daß außer dem Auftreten von Luft auch die Strömungs
geschwindigkeit des Blutes erfaßt wird.
Die Messung der Strömungsgeschwindigkeit des Blutes basiert auf
dem Doppler-Effekt. Gemäß dem in Fig. 6 gezeigten Blockschema
ist der Sensor 116 mit der Auswertungsschaltung 111 verbunden.
Der senderseitige Ultraschallwandler 136 wird von einem Hochfre
quenzgenerator 76 mit einer Frequenz in der Größenordnung von
einigen MHz gespeist. Das vom empfängerseitigen Ultraschallwand
ler 136 a gelieferte Signal, das neben Anteilen der Sendefrequenz
auch Anteile enthält, die aufgrund des Dopplereffekts eine der
Strömungsgeschwindigkeit proportionale Frequenzverschiebung
aufweisen, wird durch den Verstärker 77 auf eine ausreichende
Amplitude gebracht und einer Mischstufe 78 zugeführt, um die der
Strömungsgeschwindigkeit proportionale niederfrequente Differenz
frequenz zu gewinnen. Diese steht am Ausgang des nachfolgenden
Tiefpasses 79, getrennt von den übrigen Frequenzanteilen, zur
Verfügung. Die Differenzfrequenz kann z. B. durch Zählung der
Schwingsperioden über ein bestimmtes Zeitintervall zur Gewinnung
einer Anzeige dienen, oder es kann, wie in Fig. 6 angegeben,
durch einen Frequenz-Spannungs-Umsetzer 80 aus der Differenz
frequenz eine der Strömungsgeschwindigkeit des Blutes proportio
nale Spannung zur Speisung eines Anzeigeinstruments 81 gewonnen
werden. Aufgrund des Zusammenhanges zwischen Blutfluß und
Strömungsgeschwindigkeit unter Berücksichtigung der Querschnitts
fläche des Strömungskanals 131 ist auf diese Weise bei entspre
chender Kalibrierung eine direkte Anzeige des Blutflusses möglich.
Zur Gewinnung der Information über den Durchgang von Luft durch
die Meßstrecke des Sensors 116 und zur Ermittlung der einzelnen
Zeiten T, in denen dies der Fall ist, wird die Amplitude des am
Ausgang des Verstärkers 77 vorhandenen Signals ausgewertet. Zu
diesem Zweck kann dieses Signal, wie in Fig. 6 angedeutet, über
die Leitung 9-29 den entsprechenden Schaltungsteilen 95, 96, 97 der
Auswertungsschaltung 114 zugeführt werden.
Da während des Durchganges von Luft durch die Meßstrecke das
Meßsignal für die Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit ungül
tig ist, kann es zweckmäßig sein, den unmittelbar vor Eintritt
dieses Ereignisses bestehenden Wert des Meßsignals zu speichern,
um ihn für eine weitere Auswertung zur Verfügung zu haben. Die
Auswertungseinrichtung kann bei Bedarf durch eine für diesen
Zweck geeignete Speichervorrichtung, z. B. eine Sample-and-Hold-
Schaltung, die in Fig. 6 nicht berücksichtigt ist, ergänzt
werden.
In weiterer Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, das durch die
Messung der Strömungsgeschwindigkeit gewonnene, dem Blutfluß
proportionale Signal mit dem eingestellten Wert oder Sollwert des
Blutflusses zu vergleichen, um die Drehgeschwindigkeit des
Antriebes der Blutpumpe zu regeln und/oder ein Warnsignal zu
erzeugen, falls der Zusammenhang zwischen beiden vom Normal
zustand abweicht.
Hierzu ist gemäß Fig. 6 eine Vergleichsschaltung 112 vorgesehen.
Vorzugsweise wird mit Hilfe eines Dividierers 82 der Quotient aus
der dem Blutfluß bzw. der gemessenen Strömungsgeschwindigkeit
proportionalen Größe Q und einer der eingestellten Drehgeschwin
digkeit proportionalen Größe Q 1 gebildet. Der Quotient wird durch
den Komparator 83 mit mindestens einem Grenzwert, der mit der
Einstellvorrichtung 84 vorgegeben werden kann, verglichen, und
bei Unterschreitung des Grenzwerts wird eine Alarmvorrichtung 86
aktiviert und gleichzeitig oder bei Überschreitung eines weiteren
Grenzwerts über das Relais 87 der Antrieb der Blutpumpe auf eine
niedrigere Drehgeschwindigkeit geschaltet oder ausgeschaltet.
Diese Anordnung hat den wesentlichen Vorteil, daß auf eine
direkte Überwachung des sogenannten arteriellen Druckes, d. h.
des Druckes in der Leitung 42 zwischen der Entnahmevorrichtung 41
und dem Einlaß der Blutpumpe 43, verzichtet werden kann und
keinerlei Meßeinrichtungen in diese Leitung eingefügt zu werden
brauchen. Diese Leitung ist nämlich besonders kritisch, weil in
ihr unter normalen Betriebsbedingungen ein Unterdruck auftreten
kann, so daß schon bei geringen Undichtigkeiten die Gefahr des
Ansaugens von Luft besteht. Abzweigungen oder Einbauten an dieser
Leitung stellen daher eine potentielle Gefahrenquelle dar. Bei
der vorgesehenen Anordnung, die solche Abzweigungen oder
Einbauten vermeidet, wird die Tatsache ausgenutzt, daß die
tatsächliche Förderleistung der Blutpumpe bei Auftreten eines zu
starken Unterdruckes in der Leitung 42, verursacht z. B. durch ein
Strömungshindernis im Bereich der Entnahmevorrichtung 41, gegen
über dem eingestellten Sollwert absinkt. Durch einen Komparator
mit mehreren Grenzwerten wird erreicht, daß bei einem sich
anbahnenden Strömungshindernis zunächst nur ein Warnsignal
erzeugt wird und erst bei einer weiteren Zunahme der Störung
automatisch ein Eingriff in die Funktion des Blutpumpenantriebes
erfolgt. Dadurch ist es im Gegensatz zu den bisher für diesen
Zweck gebräuchlichen Überwachungseinrichtungen möglich, durch
rechtzeitig getroffene Abhilfemaßnahmen eine Unterbrechung der
Behandlung zu vermeiden.
Der mit Hilfe des Dividierers 82 erhaltene Quotient Q/Q 1 wird
als elektrische Größe einer Anzeigevorrichtung 85 zugeführt, die
dem Benutzer dazu dient, bei der Einstellung des Blutflusses zu
erkennen, in welchem Maße die Ergiebigkeit des Patientenan
schlusses für die Blutentnahme ausgenutzt wird. Diese wird u. a.
von den Druck- und Strömungsverhältnissen im Blutkreislauf des
Patienten an der Entnahmestelle und von Eigenschaften der
Entnahmevorrichtung, bei einer Kanüle z. B. von deren Strö
mungswiderstand, beeinflußt. Insbesondere ist an einem Absinken
dieser Anzeige erkennbar, wann die Grenze des ausnutzbaren
Bereiches der Ergiebigkeit annähernd erreicht wird, denn während
bei nur mäßiger Ausnutzung der Ergiebigkeit der tatsächliche
Blutfluß dem eingestellten Wert des Blutflusses gleichkommt,
vermindert sich der Quotient Q/Q 1 im Bereich hoher Ausnutzung,
weil der Füllgrad des Pumpenschlauches der Blutpumpe dann
geringer wird. Da es für den genannten Zweck nur auf eine grobe
Orientierung ankommt, kann die Anzeigevorrichtung 85 sehr einfach
ausgeführt sein, z. B. in Form einer binären Anzeige, die erkennen
läßt, ob ein zulässiger Wert Q/Q 1 (z. B. Q/Q 1 = 0,9) unterschrit
ten ist oder nicht.
Die durch Vergleich zwischen dem gemessenen Blutfluß Q und dem
aufgrund der Drehzahl des Blutpumpenantriebes zu erwartenden Wert
des Blutflusses gewonnenen Information kann darüber hinaus noch
zu einer selbsttätigen Beeinflussung des Drehzahlreglers für den
Blutpumpenantrieb benutzt werden.
Hierzu dient gemäß dem Blockschema in Fig. 6 eine erweiterte
Regelschaltung 113 für die Drehzahlregelung des Blutpumpen-An
triebsmotors 63. Dem eigentlichen Regler 91 wird die an der
Einstellvorrichtung 90 vorgewählte, dem angestrebten Blutfluß
entsprechende Größe Q 1′ nicht direkt zugeführt, sondern in einer
in Abhängigkeit von dem Ausgangssignal des Dividierers 82
modifizierten Form Q 1. Diese aus dem eingestellten, angestrebten
Wert Q 1′ des Blutflusses abgeleitete Größe Q 1 ist am Eingang (+)
des Reglers 91 als Sollwert wirksam. Entsprechend den Eigenschaf
ten des Drehzahlregelkreises stellt sich im stationären Zustand
am Istwert-Eingang (-) des Reglers der gleiche Wert der Größe Q 1
ein. Dieser ist in üblicher Weise, z. B. unter Benutzung eines
Tachogenerators 92, aus der aktuellen Drehzahl des Blutpumpenan
triebes abgeleitet und repräsentiert den Wert des Blutflusses,
der unter idealen Betriebsbedingungen aufgrund der Dimensionie
rung der Blutpumpe und der aktuellen Antriebsgeschwindigkeit zu
erwarten wäre.
Zur Modifizierung des Sollwertes ist in Fig. 6 rein schematisch
eine Kombination aus einer Bewertungsschaltung 88 und einem
Multiplizierer 89 angegeben. Diese Anordnung bewirkt, daß die
Drehzahlregelung des Blutpumpenantriebes entsprechend der
Kennlinie der Bewertungsschaltung 88 von dem Ergebnis des Ver
gleichs zwischen dem gemessenen Blutfluß Q und dem aufgrund der
aktuellen Antriebsgeschwindigkeit unter idealen Bedingungen zu
erwartenden Blutfluß Q 1 beeinflußt wird. Solange Q dem einge
stellten Wert annähernd gleichkommt, wie es bei mäßiger
Ausnutzung der Ergiebigkeit des Patientenanschlusses und bei
Abwesenheit eventueller zusätzlicher Strömungshindernisse der
Fall ist, gilt näherungsweise Q 1 = Q 1′. Wenn jedoch Q bei zu
weitgehender Ausnutzung der Ergiebigkeit oder bei Auftreten
zusätzlicher Strömungshindernisse gegenüber Q 1′ bzw. Q 1 abfällt
und somit Q/Q 1 deutlich kleiner als 1 wird, wird der Sollwert
für die Drehzahlregelung vermindert. Die Kennlinie der Bewer
tungsschaltung 74 ist so gewählt, daß bei hohen Werten von
Q/Q 1 (z. B. Q/Q 1<0,9) die eingestellte Größe Q 1′ mit 1, bei
niedrigeren Werten von Q/Q 1 jedoch mit einem niedrigeren Faktor
multipliziert erscheint. Aufgrund des so verminderten Sollwertes
Q 1 stellt sich dann eine niedrigere Drehgeschwindigkeit des
Blutpumpenantriebes ein, der Füllungsgrad des Pumpenschlauches
nimmt wieder zu, und das Verhältnis Q/Q 1 stabilisiert sich.
Die beschriebene Anordnung verhält sich selbstadaptierend in dem
Sinne, daß sich die Fördergeschwindigkeit der Blutpumpe, ausge
hend von dem eingestellten Wert, selbsttätig anpaßt, wenn dies
z. B. bei schwankender Ergiebigkeit des Patientenanschlusses für
die Blutentnahme notwendig ist. Eine automatische Stillsetzung,
die mit einer Betriebsunterbrechung verbunden ist, erfolgt
erst, wenn diese Fähigkeit zur Anpassung über ein bestimmtes
Maß, das durch die Einstellvorrichtung 84 in Verbindung mit dem
Komparator 83 vorgegeben wird, hinaus beansprucht wird. Dies hat
den wesentlichen Vorteil, daß Fehlalarme, die bei der bisher
zumeist gebräuchlichen Drucküberwachung an der Leitung zwischen
der Entnahmevorrichtung 1 und dem Einlaß der Blutpumpe 3 häufig
auftreten und zu einer Betriebsunterbrechung führen, vermieden
werden. Durch die Eigenschaft der Selbstadaption erlaubt die
Anordnung entsprechend der Erfindung, die Ergiebigkeit des
Patientenanschlusses in höherem Maße auszunutzen und somit einen
höheren Blutfluß zu erzielen, ohne das Risiko des Auftretens von
Fehlalarmen zu erhöhen. Mit dem dem so erzielbaren höheren
Blutfluß ist eine höhere Wirksamkeit der Behandlung verbunden.
Bei entsprechender Gestaltung der Einrichtungen zur Entnahme 41
und Rückführung 50 des Blutes sowie zweckmäßiger Ergänzung mit
weiteren Funktionselementen in bekannter Weise ist die Erfindung
auch bei der einem extrakorporalen Blutkreislauf nach der
sogenannten Single-Needle-Technik anwendbar bei der Entnahme
und Rückführung des Blutes über einen einzigen Patientenanschluß
erfolgen.
Verschiedene Einrichtungen, die zur vollständigen Funktion der
Hämodialyse- und Hämofiltrationsvorrichtung notwendig oder
zweckmäßig sind, sind in der vorstehenden Beschreibung nicht
berücksichtigt, weil sie bekannt und gebräuchlich sind. Hierzu
zählen z. B. Einrichtungen zur Unterdrückung von Alarm- oder
Schaltfunktionen in bestimmten Betriebszuständen, beispielsweise
bei einer absichtlich herbeigeführten Unterbrechung der Blutzir
kulation, beim Anfahren des Systems und dergleichen.
Insbesondere sind in dem in Fig. 6 angegebene Blockschema nur
exemplarisch bestimmte Teile der gesamten zentralen Steuerungs-
und Überwachungseinheit berücksichtigt, soweit dies zum
Verständnis der Erfindung notwendig ist.
Claims (15)
1. Hämodialyse- und Hämofiltrationsvorrichtung mit einem extra
korporalen Blutkreislauf mit einer Einrichtung zur Entnahme von
Blut aus dem Blutkreislauf des Patienten, die über eine erste
Leitung mit dem Einlaß einer Blutpumpe verbunden ist, einer
zweiten Leitung, die den Auslaß der Blutpumpe mit dem Einlaß
einer Dialysator- oder Filteranordnung verbindet, einer dritten
Leitung, die den Auslaß der Dialysator- oder Filteranordnung mit
einer Einrichtung zur Rückführung des Blutes in den Blutkreis
lauf des Patienten verbindet, und Überwachungseinrichtungen zur
selbsttätigen Erkennung von fehlerhaften Betriebszuständen,
dadurch gekennzeichnet, daß sie eine
Einrichtung (54) zur Bestimmung der Druckdifferenz zwischen dem
in der zweiten Leitung (44 a, 44 b) zwischen dem Auslaß der
Blutpumpe (43) und dem Einlaß der Dialysator- oder Filter
anordnung (46) herrschenden Druck und dem in der dritten Leitung
(48 a, 48 b) zwischen dem Auslaß der Dialysator- oder Filteranord
nung und der Rückführungseinrichtung (50) herrschenden Druck
sowie eine erste Auswertungsschaltung (110) aufweist, die aus
der Druckdifferenz und der Fördergeschwindigkeit der Blutpumpe
im wesentlichen durch Bildung des Quotienten eine Überwachungs
größe ableitet und diese auf die Einhaltung eines einstellbaren
zulässigen Wertebereiches überwacht, daß sie eine Anzeigevor
richtung (73) für die Überwachungsgröße umfaßt, und daß sie eine
Alarmvorrichtung (74) sowie eine Schaltvorrichtung (75) zum
Abschalten des Blutpumpenantriebes (63) aufweist, die mit der
ersten Auswertungsschaltung (110) verbunden sind und von ihr bei
Überschreitung des zulässigen Wertebereiches aktiviert werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie
einen Durchflußsensor (116) und eine zugehörige zweite Auswer
tungsschaltung (111) zur Messung des Blutflusses aufweist, die
mit einem Eingang der ersten Auswertungsschaltung zur Bildung
der Überwachungsgröße verbunden ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine Vergleichsschaltung (112) zum Ver
gleich einer der Drehgeschwindigkeit des Antriebsmotors (63) der
Blutpumpe (43) entsprechenden Größe (Q 1) und einer durch Messung
des Blutflusses mit Hilfe des Durchflußsensors (116) und der
zweiten Auswertungsschaltung (111) erhaltenen Größe (Q) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vergleichsschaltung (112) mit der Regelungseinheit (113) für die
Drehzahlregelung des Blutpumpen-Antriebsmotors (63) zur Bildung
eines zusätzlichen Regelkreises verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vergleichsschaltung (112) einen Dividierer (82) zur
Bildung des Quotienten aus der durch Messung des Blutflusses mit
Hilfe des Durchflußsensors (116) und der zweiten Auswertungsein
heit (111) erhaltenen Größe (Q) und der der Antriebsgeschwindig
keit der Blutpumpe (43) entsprechenden Größe (Q 1) aufweist,
dessen Ausgang mit einer Anzeigevorrichtung (85) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausgang des Dividierers (82) mit einer
Bewertungsschaltung (83) zur Steuerung von Alarm- und Schaltvor
richtungen (86, 87) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausgang des Dividierers (82) mit Ein
richtungen (88, 89) zur Beeinflussung des Drehzahlreglers (91)
für den Blutpumpen-Antriebsmotor (63) verbunden ist.8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in die zweite Leitung (44a, 44 b) und in die
dritte Leitung (48 a, 48 b) des extrakorporalen Kreislaufes Luftab
scheidekammern (45, 49) eingefügt sind, mit denen die Einrichtung
(54) zur Bestimmung der Druckdifferenz in Verbindung steht, und
stromaufwärts von mindestens einer der Luftabscheidekammern
(45, 49) eine Überwachungseinrichtung (61) bzw. (59) angeordnet
ist, die mit einer dritten Auswertungsschaltung (114) zur Erfas
sung der Zeitabschnitte T, in denen der Luftabscheidekammer
Luft anstelle von Blut zugeführt wird, verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ausgang der dritten Auswertungsschaltung (114) mit einem Eingang
einer Summiervorrichtung (115) zur Summierung einer von den
Zeitabschnitten T abgeleiteten Größe verbunden ist, die bei
Erreichen eines vorbestimmten Gesamtwertes dieser Größe eine
Alarmvorrichtung (102) aktiviert.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Summiervorrichtung (115) mehrere Ausgänge zur Betätigung von
Alarm- und Schaltvorrichtungen (101, 102, 103) bei Erreichen ver
schiedener vorbestimmter Gesamtwerte der aus den Zeitabschnitten
T abgeleiteten Größe aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Summiervorrichtung (115) mit dem Drehzahlregler (91) für
den Blutpumpen-Antriebsmotor (63) in Verbindung steht und eine
Einrichtung (98, 99, 100) zur Bildung und Summierung einer Größe
aufweist, die dem Produkt aus der Fördergeschwindigkeit der
Blutpumpe und den Zeiten T, in denen Luft anstelle von Blut die
Meßstelle des betreffenden Sensors passiert, proportional ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Summiervorrichtung (115) mit dem Ausgang (10) der
zweiten Auswertungseinheit (111) verbunden ist und eine Ein
richtung (98, 99, 100) zur Bildung und Summierung einer Größe
aufweist, die dem Produkt aus dem mit Hilfe der Auswertungsein
heit (111) erhaltenen Meßwert des Blutflusses und den Zeiten T,
in denen Luft anstelle von Blut die Meßstelle des betreffenden
Sensors passiert, proportional ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß stromabwärts von mindestens einer der Luft
abscheidekammern eine zur Erkennung von Luft geeignete Überwa
chungseinrichtung (62) bzw. (60) an der abführenden Leitung
(44 b) bzw. (48 b) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine der stromaufwärts und
stromabwärts von den Luftabscheidekammern angeordneten
Überwachungseinrichtungen (59, 60, 61, 62) (Fig. 1) außer zur
Erfassung von Luft auch zur Erfassung der Strömungsgeschwindig
keit des Blutes ausgebildet und mit dem Durchflußsensor (116)
(Fig. 3) identisch ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens eine der Überwachungseinrichtun
gen (59, 60, 61, 62) piezoelektrische Wandlerelemente (22, 22 a,
53, 53 a) aufweist, die an gegenüberliegenden Seiten der Leitung
bzw. eines Strömungskanals (48) für das Blut und die eventuell
mitgeführte Luft angekoppelt sind.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Achsen maximaler Empfindlichkeit der
piezoelektrischen Wandlerelemente (53, 53 a) und die Längsachse
der Leitung bzw. des Strömungskanals für das Blut im wesentli
chen in einer Ebene liegen und die Achsen maximaler Empfindlich
keit mit der Längsachse der Leitung bzw. des Strömungskanals
einen Winkel von 15-50 Grad bilden.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sich der Strömungskanal (48) in einem Meß
einsatz (47) befindet, der flügelartige seitliche Ansätze (49)
mit Kopplungsflächen (50) aufweist, und der Meßeinsatz in eine
Halterung (51, 52) so einsetzbar ist, daß die in der Halterung
angeordneten piezoelektrischen Wandlerelemente (53, 53 a) über
Ankopplungsstücke (54, 54 a) mit den Kopplungsflächen (50) in
Berührung stehen.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswertungseinheit (94) einen Hochfre
quenzgenerator (56) konstanter Amplitude und Frequenz zur
Speisung eines der piezoelektrischen Wandlerelemente (54),
Einrichtungen (80) zur Verstärkung des von dem zugehörigen anderen
piezoelektrischen Wandlerelement (54 a) abgegebenen elektrischen
Signals sowie zur Auswertung dieses Signals hinsichtlich seiner
Frequenzanteile in einem ersten Verarbeitungskanal (58, 59, 60)
und hinsichtlich seiner Amplitude in einem zweiten Verar
beitungskanal (81, 82, 83) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873720667 DE3720667A1 (de) | 1987-06-23 | 1987-06-23 | Haemodialyse- und haemofiltrationsvorrichtung |
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| DE19873720667 DE3720667A1 (de) | 1987-06-23 | 1987-06-23 | Haemodialyse- und haemofiltrationsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3720667A1 true DE3720667A1 (de) | 1989-01-05 |
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ID=6330093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873720667 Withdrawn DE3720667A1 (de) | 1987-06-23 | 1987-06-23 | Haemodialyse- und haemofiltrationsvorrichtung |
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