DE3718843C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung geht aus von einem Stereo
mikroskoptubus mit Schrägeinblick mit den Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruch 1, wie es aus der
DE-PS 26 54 778 bekannt ist.
Im Falle eines Stereo-Mikroskopes - und insbesondere
eines Mikroskopes für chirurgische Operationen - wird
das Mikroskop selbst zur Ausführung chirurgischer
Operationen bei Beobachtung der Verletzungen
des Patienten angewandt. Falls die Objektivlinse eine
lange Brennweite hat, ist es daher wünschenswert, daß
die Entfernung vom Augenpunkt der Okular-Linse bis
zur Arbeitsoberfläche so kurz als möglich ist, und
daß ebenfalls der Neigungswinkel des Okulartubus nach
Belieben eingestellt oder verändert werden
kann.
Ein gattungsgemäßer Tubus ist aus der DE-PS 26 54 778 be
kannt. Ein derartiger Tubus wird anhand von Fig. 1 und 2
beschrieben. In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1
eine feststehende Tubuseinheit zur Halterung einer Fokussier
linse 2, wobei diese feststehende Tubuseinheit mit dem
Mikroskopkörper M über einen Träger 1 a verbunden ist. Be
zugsziffer 3 bezeichnet eine bewegliche Tubuseinheit, die
zur Drehung in Richtung der Pfeile A in dem feststehenden
Tubus 1 eingepaßt ist. Bezugsziffer 4 bezeichnet ein
Paar Okulartubuseinheiten (wobei nur eines der Paare
dargestellt ist), die jedes eine nicht gezeigte
Okularlinse halten. Diese Okulartubuseinheit 4 ist
in die bewegliche Tubuseinheit 3 zur Drehung in
die von den Pfeilen B gezeigte Richtung eingepaßt,
und zwar zum Zwecke der Regulierung des Abstandes
zwischen den Augen und um eine Anpassung an die
ausgewählte Beobachtungsrichtung zu bewirken. Bezugs
ziffer 5 bezeichnet einen Drehspiegel, der mit der
feststehenden Tubuseinheit 1 über eine Achse drehbar
befestigt und über eine Transmissionseinheit mit
der beweglichen Tubuseinheit gekoppelt ist. Bezugs
ziffer 7 stellt ein Paar von 45°-Dachprismen dar
(jedoch ist nur eines der Paare dargestellt), die
innerhalb der beweglichen Tubuseinheit 3 angeordnet
sind, und eine Übertragungslinse 8 ist an jener
Oberfläche dieses Prismas befestigt, die der Seite
des Drehspiegels 5 gegenüberliegt. Bezugsziffer
9 bezeichnet ein Paar von Deflektorspiegeln
die innerhalb der
beweglichen Tubuseinheit 3 angeordnet sind, jedoch
sind diese unabhängig von der Transmissionseinrichtung
6. Bezugsziffer 10 bezeichnet ein Paar rautenförmiger
Prismen die
in den entsprechenden Okulartubuseinheiten 4 angeordnet
sind - eines für jede Okulartubuseinheit. Die vorstehend
erwähnten Einheiten und Teile stellen ein Bildübertra
gungssystem dar, und auch das durch die Fokussierungs
linse (Bildlinse) 2 gebildete Bild ist als ein korrek
tes oder aufrechtstehendes Bild über das Übertragungs
system auf eine Zwischenbildfläche 11 fokussiert.
Es sollte hier beachtet werden, daß die Transmissions
einheit 6 so entworfen ist, daß - falls die optische
Achse der beweglichen Tubuseinheit 3 um einen Winkel α
durch Änderung des Neigungswinkels der Okulartubus
einheit 4 gewechselt wird - der Drehspiegel durch
einen Winkel von α/2 gedreht wird. Auch wird ein
Spiel der Transmissionseinheit 6, welches sich durch
einen tolerierbaren Fabrikationsfehler entwickelt
haben könnte, durch eine Feder 12 absorbiert.
Somit ist es bei Anwendung dieser Tubusanordnung
möglich, die korrekte Wahrnehmung eines aufrechten
Bildes zu erreichen, auch wenn der Neigungswinkel
des Okulartubus 4 geändert wird.
Bei der vorstehend beschriebenen bekannten Vorrichtung
ist deren Anordnung jedoch derart, daß sich der
optische Weg in eine Richtung erstreckt, in der
der optische Weg schlicht vom Drehspiegel 5 wegläuft.
Somit tendiert diese Anordnung an sich dazu, eine
große Abmessung anzuweisen. Falls weiterhin - wie
in Fig. 2 dargestellt - der Neigungswinkel der Okular
tubuseinheit 4 geändert wird, vergrößert sich der
Radius R der Drehung vom Mittelpunkt der Drehung
bis zu den Okularlinsen. Insbesondere wenn der Neigungs
winkel 90° wird, d.h. wenn das in den Tubus einfallende
Licht mit dem daraus emittierten Licht parallel
wird, vergrößert sich die Entfernung L zwischen
der Befestigungsoberfläche 1 b des Tubus mit dem
Mikroskop und der Befestigungsoberfläche 4 a der
Okularlinse mit dem Ergebnis, daß sich die Entfernung
von der Probenoberfläche (Arbeitsoberfläche) zum Augenpunkt des Be
trachters vergrößert mit dem Nachteil, daß sich die Handhabung sowohl
bei der Beobachtung als auch bei der Verstellung erschwert.
Bei einem anderen bekannten Stereomikroskop mit Schräg
einblick ist vorgesehen, den eintretenden Lichtstrahl
auf je ein Umlenkprisma im linken und rechten Strahlen
gang zu führen, wobei die Umlenkprismen mit dem Okular
verschwenkbar sein können, um eine einfache Anpassung
des Tubus an den Augenabstand des Betrachters zu ermög
lichen. Die Gehäuseabmessungen sind dabei jedoch sehr
groß (DE-OS 20 15 839).
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die
Länge eines gattungsgemäßen Stereomikroskoptubus zu ver
ringern.
Die Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekenn
zeichneten Merkmale gelöst.
Hierbei ist eine Umlenkeinrichtung zur Ablenkung des
optischen Wegs vorgesehen, wobei dieser sich in Rich
tung auf den Okulartubus erstreckend einmal abgelenkt
wird auf der Hälfte eines Durchgangsweges nach rück
wärts längs seines anfänglichen Durchgangsweges, und
einer zweiten Umlenkeinrichtung zur Ablenkung besagten
optischen Weges, damit selbiger mit der optischen Achse
der Okulartubuseinheit zusammenfällt, zugeführt wird.
Dadurch kann die Größe der Tubusanordnung verringert
werden und es kann auch - wenn der Neigungswinkel des
Okulartubus geändert wird - die Entfernung
vom Mittelpunkt der Drehung bis zur Oku
larlinse wesentlich reduziert werden. Dadurch, daß das
Paar von Drehspiegeln oder das Paar feststehender Spie
gel, welches die zweite Umlenkeinrichtung darstellt,
so angeordnet ist, daß sie zwischen sich die erste Umlenk
einrichtung einschließen, wird es möglich, einen Tubus
zu bilden, der eine verringerte Gesamt-Tubus-zu-Tubus-
Entfernung hat und weiterhin den Umdrehungsradius der
Okulartubuseinheit verringert, wenn deren Neigungs
winkel verändert wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegen
den Erfindung ist die erste Umlenkeinrichtung ein Paar
parallel angeordneter rechtwinkliger, feststehender
Prismen oder ein parallel angeordnetes Paar von Spiegel
sätzen, welche jeweils ein Paar fester Spiegel umfassen,
die zueinander in rechten Winkeln angeordnet sind. Die
zweite Umlenkeinrichtung umfaßt ein Paar von Drehspie
geln, die parallel zur Drehung und besagten rechtwinkli
gen Prismenpaar oder besagten Spiegelsätzen zuzukehrend
angeordnet und vorgesehen sind, wodurch es unnötig
wird, so teure optische Vorrichtungen, wie Dach-Prismen
vorzusehen, die erforderlichermaßen einen hohen Grad
optischer Präzision haben müssen, - und somit können
die Herstellungskosten verringert werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Schnittansicht eines konventionellen
Beispiels eines Doppeltbus, dessen Neigungswinkel
variiert werden kann,
Fig. 2 eine Darstellung, welche die Änderungen
des Neigungswinkels der Okulartubuseinheit in dem
in Fig. 1 dargestellten konventionellen Beispiel
darstellt,
Fig. 3 bis 5 eine Seitenansicht, eine Draufsicht
und eine perspektivische Ansicht in dieser Reihenfolge,
welche den Grundaufbau des optischen Systems in
dem Doppeltubus zeigen, der in seinem Neigungswinkel
geändert werden kann,
Fig. 6 und 7 einen Längsschnitt und einen Querschnitt
des wesentlichen Teils in dieser Reihenfolge eines
ersten Ausführungsbeispiels des Doppeltubus, der
in seinem Neigungswinkel verändert werden kann,
Fig. 8 und 9 einen Längsschnitt und einen Querschnitt
des wesentlichen Teils in dieser Reihenfolge eines
zweiten Ausführungsbeispiels des Doppeltubus, der
in seinem Neigungswinkel geändert werden kann,
Fig. 10 eine Draufsicht ähnlich der Fig. 4, womit
eine Modifikation des ersten und zweiten Ausführungs
beispiels gezeigt wird,
Fig. 11A und 11B eine Seitenansicht und eine Drauf
sicht in dieser Reihenfolge des optischen Systems
einer dritten Ausführungsform des Doppeltubus, dessen
Neigungswinkel geändert werden kann,
Fig. 12A und 12B eine Seitenansicht und eine Drauf
sicht in dieser Reihenfolge, die das optische System
einer vierten Ausführungsform des Doppeltubus zeigen,
dessen Neigungswinkel geändert werden kann.
Die Fig. 3 bis 5 stellen der Reihenfolge nach eine
Seitenansicht, eine Draufsicht und eine Perspektiv
ansicht dar, welche den Grundaufbau des optischen
Systems des Doppeltubus darstellen. Bezugsziffer
21 stellt ein Paar Bild-Linsen (Fokussierungs-Linsen)
dar. Bezugsziffer 22 stellt ein feststehendes Umlenkteil
dar, welches als ein Prisma zur gemeinsamen
Benutzung für das Paar Bildlinsen 21, 21 konstruiert
ist. Bezugsziffer 23 bezeichnet ein Paar recht
winkeliger Prismen, um einmal die optischen Wege
eines Paares Lichtbündel, welche jeweils durch das
Paar Bildlinsen 21, 21 hindurchgelaufen sind und
vom Umlenkteil 22 reflektiert wurden, rückwärts
längs ihres anfänglichen Durchgangsweges abzulenken.
Dieses Prismenpaar 23 stellt eine erste Umlenkein
richtung dar. Bezugsziffer 24 bezeichnet ein Paar
Drehspiegel, die so angeordnet sind, daß sie zwischen
sich das feststehende Reflexionsteil bedecken und
eine zweite Deflektoreinrichtung darstellen. Bezugsziffer
25 stellt ein Paar rautenförmiger Prismen dar, die
jeweils drehbar um die optische Achse der einfallenden
Lichtbündel sind, die von dem Paar Drehspiegel 24
kommen und die dazu bestimmt sind, den Auge-zu-Auge-
Abstand des Betrachters zu justieren. Hier ist die
Anordnung so vorgesehen, daß - wenn das rautenförmige
Prisma 25 durch einen Winkel R in Richtung des Pfeiles
A um den Reflexionspunkt O auf dem Drehspiegel 24
gedreht wird - der Drehspiegel 24 in dieselbe Richtung
(in die Richtung des Pfeiles A) um einen Winkel
von nur 1/2 des vorerwähnten Winkels R der Drehung
um den Reflexionspunkt O drehen wird.
Wegen des oben beschriebenen Aufbaus sollte hier
beachtet werden, daß, sogar wenn der Neigungswinkel
des rautenförmigen Prismas 25
gewechselt wird, das Bild an sich keiner Bewegung
unterzogen wird und ein aufrechtes Bild jederzeit
betrachtet werden kann. Im Vergleich zu der bekannten
Einheit kann der Tubus als Ganzes in kompakter Größe
ausgebildet werden. Weiterhin kann ebenfalls der
Radius der Drehung vom Zentrum O der Drehung bis
zur Okularlinse ebenfalls verringert werden, wenn
der Neigungswinkel verändert wird.
Nachstehend folgt die detallierte Beschreibung eines
konkreten Ausführungsbeispiels, bei dem von dem beschrie
benen optischen System Gebrauch gemacht wird,
wobei auf die Fig. 6 und 7 Bezug genommen wird.
Die Bezugsziffer 26 stellt eine feststehende Tubusein
heit dar, die eine Bildlinse 21 trägt und in welcher
ein feststehendes Umlenkteil 22, ein rechtwinkeli
ges Prisma 23 und ein Drehspiegel 24 untergebracht
sind, und welche der Befestigung an einem nicht
dargestellten Mikroskopkörper M dient. Bezugsziffer
27 stellt eine bewegbare Tubuseinheit dar, die drehbar
an der feststehenden Tubuseinheit 26 befestigt ist.
Die Bezugsziffer 28 stellt ein Paar von Okulartubus
einheiten dar (jedoch ist nur eines der Paare dargestellt),
welche eine nicht dargestellte Okularlinse trägt
und darin ein rautenförmiges Prisma 25 beherbergt
und welche in die bewegliche Tubuseinheit 27 beweglich
eingepaßt ist. Die Bezugsziffer 29 stellt einen
Drehspiegelhalter dar, der den Drehspiegel 24 hält.
Die Bezugsziffer 30 stellt ein Paar von integriert
an die feststehende Tubuseinheit 26 angeformten
Schäften dar, welche den Drehspiegelrahmen 29 und
die bewegliche Tubuseinheit 27 tragen. Vermittels
dieses Schaftes wird der Drehspiegel 24 um seinen
Reflexionspunkt O gedreht. Die Bezugsziffer 31 bezeichnet
ein Zahnrad, welches drehbar auf dem Schaft 30 montiert
und an der beweglichen Tubuseinheit 27 befestigt
ist. Die Bezugsziffer 32 stellt ein Kupplungszahnrad
dar, das in seiner Geschwindigkeit durch Eingriff
mit dem Zahnrad 31 auf 1/2 des Zahnrades 32 reduziert
wird und dieses Kupplungszahnrad 32 ist an einem
Ende einer Zahnradwelle 34 befestigt, welche von
einem Lager 33 der feststehenden Tubuseinheit 26
getragen wird. Die Bezugsziffer 35 stellt ein Kupplungs
zahnrad dar, das an dem anderen Ende der Welle 34
befestigt ist. Die Bezugsziffer 36 stellt ein Zahnrad
dar, welches drehbar auf dem Schaft 30 montiert
ist und welches mit dem Kupplungszahnrad 35 in Eingriff
steht und an dem Drehspiegelrahmen 20 befestigt
ist. Die Anzahl der Zähne des Kupplungszahnrades
35 ist identisch mit der Zahl der Zähne des Zahnrades
36.
Der Doppeltubus, dessen Neigungswinkel verändert
werden kann, ist wie oben beschrieben konstruiert.
Daher laufen die Lichtstrahlen, welche die Objektiv
linse des nicht dargestellten Mikroskopes durchlaufen
haben, durch die Bildlinse 21 und das feststehende
Umlenkteil 22 und treten in das rechtwinkelige
Prisma 23 ein. Die sich ergebenden Lichtstrahlen
werden - wie in Fig. 7 gezeigt - zweimal innerhalb
dieses Prismas 23 reflektiert und die Lichtstrahlen
wandern in Richtung auf den Drehspiegel 24 (s. Fig. 7)
als wenn die Lichtstrahlen längs ihres anfänglichen
Durchgangsweges zurückkehren. Weiterhin werden
diese Lichtstrahlen vom Drehspiegel 24 reflektiert
und treten dann in das rautenförmige Prisma 25 ein,
wonach sie in die nicht gezeigte Okularlinse eintreten.
Somit ist es möglich, ein aufrechtes Bild des Objektes
durch die Okularlinse zu betrachten.
Wenn jetzt die bewegbare Tubuseinheit 27 gedreht
wird, um dadurch den Neigungswinkel der Okulartubusein
heit zu verändern - wie durch die Steglinie in Fig.
6 dargestellt - dreht sich der Drehspiegel 24 in
dieselbe Richtung als die der beweglichen Tubuseinheit
27 durch einen Winkel, der 1/2 des Drehwinkels der
beweglichen Tubuseinheit 27 ist aufgrund der Wirksamkeit
der Funktion der entsprechenden Zahnräder 31, 32, 35
und 36. Somit unterliegt - nach dem Gesetz der Reflexion -
das Sichtfeld innerhalb der Okularlinse keiner Verände
rung und somit ist es möglich, das nicht verzerrte
Bild des Objektes zu betrachten.
Im Hinblick auf die voranstehende Beschreibung des
Funktionsprinzips des Doppeltubus sollte beachtet
werden, daß der Doppeltubus von solcher Anordnung
ist, daß der optische Weg - auf einem Teil seines
Weges - einmal in rückwärtige Richtung gebeugt wird,
so daß der Tubus in seiner Abmessung kompakt hergestellt
werden kann. Weiterhin kann, falls der Neigungswinkel
der Okulartubuseinheit 28 verändert wird, der Dreh
radius vom Mittelpunkt der Drehung bis zur Okularlinse
verringert werden. Als solche wird die Entfernung
von der Probenoberfläche (Arbeitsoberfläche) bis
zum Augenpunkt des Betrachters reduziert mit dem
Ergebnis, daß die Durchführbarkeit sowohl von Beob
achtung als auch von Handhabbarkeit verbessert wird.
Weiterhin besteht keine Notwendigkeit, teure optische
Vorrichtungen , wie Dachprismen, mit hohen
Präzisionsforderungen zu verwenden, wodurch folglich
die Herstellungskosten niedrig werden.
Die Fig. 8 und 9 zeigen eine andere Ausführungsform.
Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von
dem voranstehenden Ausführungsbeispiel dadurch,
daß ein dem feststehenden Umlenkteil 22 entsprechen
des Umlenkteil 22′ auf einem Drehspiegelrahmen
29 montiert ist und ein rechtwinkeliges Prisma 23,
welches dem rechtwinkeligen Prisma 23 entspricht,
auf der beweglichen Tubuseinheit 27 montiert ist
und daß ein dem Drehspiegel 24 entsprechender Spiegel
24′ auf dem feststehenden Tubus 26 montiert ist.
Der übrige Aufbau und die Wirkungsweisen sind dieselben,
wie die des bereits beschriebenen Ausführungsbeispiels,
so daß Teile, welche dieselben sind wie in den Fig.
6 und 7 dargestellt, mit denselben Bezugsziffern
und Symbolen bezeichnet sind und auf ihre eingehende
Beschreibung verzichtet wird.
In den obigen Ausführungsbeispielen ist es gleichbleibend,
daß die Umlenkeinrichtung 22, 22′ als ein einzelnes
Prisma oder ein einzelner Spiegel konstruiert ist,
die einem Paar Bildlinsen 21, 21 gemeinsam ist, und
daß ebenfalls die Deflektoreinrichtung 23, 23′ als
ein Paar rechtwinkeliger Prismen ausgebildet ist.
Es sollte hier jedoch bemerkt werden, daß - wie
in Fig. 10 gezeigt - das Umlenkteil 22, 22′ als
ein Paar Prismen oder Spiegel für das Paar Bildlinsen
21, 21 ausgebildet sein kann. Ebenso kann die erste
Umlenkeinrichtung 23, 23′ als ein parallel angeordnetes
Paar von Spiegelsätzen konstruiert sein, die jeweils
ein Paar von Spiegeln 23 a, 23 b, 23 a′, 23 b′ umfassen,
die angeordnet sind, jeweils rechte Winkel durch
jedes Paar zu bilden.
Fig. 11A und 11B stellen in dieser Reihenfolge eine
Seitenansicht und eine Draufsicht des optischen
Systems einer noch anderen Ausführungsform dar.
In diesem Fall ist der Drehspiegel 24 (feststehender
Spiegel 24′) in einer nach rückwärts verschobenen
Position angeordnet. Nach einem Aufbau wie diesem
können Zahnräder 31, 32, 35 und 36 zwischen einem
Paar von Drehspiegeln 24, 24 (zwischen einem Paar
von feststehenden Spiegeln 24′, 24′) angeordnet werden,
so daß es möglich ist, einen Tubus zu konstruieren,
der einen verringerten Abstand zwischen den Gesamt-
Außenkanten des Doppeltubus aufweist.
Fig. 12A und 12B sind eine Seitenansicht und eine
Draufsicht des optischen Systems einer weiteren
Ausführungsform. In diesem Fall ist ein rechtwinkeliges
Prisma 23 (23′) in einer Position angeordnet, die
gegenüber dem rautenförmigen Prisma 25 abhängig
zu dem feststehenden Spiegel 22 und dem Drehspiegel
24 (Drehspiegel 22′ und dem feststehenden Spiegel 24′)
liegen. Nach einem solchen, wie gerade vorstehend
erwähnten Aufbau, ist es möglich, den inneren Abstand
zwischen dem Drehspiegel 24 (feststehender Spiegel
24′) und dem rautenförmigen Prisma 25 weiter zu
verringern. Somit kann der Radius der Drehung, wenn
der Neigungswinkel des Okulartubus geändert wird,
noch weiter verringert werden, als im Vergleich
mit den bereits beschriebenen, entsprechenden Ausführungs
formen.
Wie aus der voranstehenden Beschreibung augenscheinlich
wird, kann der Doppeltubus nach dieser Erfindung
ebenfalls Anwendung finden, ohne daß Veränderungen
an Stereo-Mikroskopen, Doppelmikroskopen od. dgl.
erforderlich sind.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß, um die Durchführ
barkeit hinsichtlich Beobachtung und Handhabbarkeit
durch Verringerung des Abstandes von der Probenober
fläche zum Augenpunkt des Betrachters zu verbessern,
der Doppeltubus, dessen Neigungswinkel geändert
werden kann, eine feststehende Tubuseinheit, eine
drehbar an der feststehenden Tubuseinheit befestigte
bewegliche Tubuseinheit, eine drehbar an der beweglichen
Tubuseinheit montierte Okulartubuseinheit, erste
Umlenkeinrichtungen, welche einmal das in Richtung
auf die Okulartubuseinneit vordringende Lichtbündel
entlang seines ursprünglichen Durchgangsweges auf
halbem Weg auf dem Vorwärtskurs nach rückwärts ablenken, und
eine zweite Umlenkeinrichtung
um entlang der optischen Achse der Okulartubuseinheit
vorzudringen, umfaßt.
Claims (5)
1. Stereomikroskoptubus mit Schrägeinblick, dessen Nei
gungswinkel in der Höhe verstellbar ist, mit einer
feststehenden, mit dem Körper des Stereomikroskops
verbindbaren ersten Tubuseinheit, einer auf der ersten
Tubuseinheit montierten, zur Einstellung des Neigungs
winkels um eine horizontale Achse schwenkbaren zweiten
Tubuseinheit und einer Okulartubuseinheit, welche um
die optische Austrittsachse der zweiten Tubuseinheit
zur Einstellung des Augenabstandes schwenkbar ist,
mit einem ersten Spiegel, welcher den eintretenden
Lichtstrahl auf je ein Umlenkprisma im linken oder rechten
Strahlengang des Stereomikroskopes richtet und mit
einem im Strahlengang nach einem jeden Umlenkprisma
angeordneten zweiten Spiegel, welcher den aus diesem
Umlenkprisma austretenden Lichtstrahl zu der Okular
tubuseinheit hin reflektiert, wobei von dem ersten Spiegel
und den zweiten Spiegeln mindestens einer bei der Ein
stellung des Neigungswinkels in Abhängigkeit vom Nei
gungswinkel mit der zweiten Tubuseinheit mitrotiert
und der andere Spiegel in der ihm zugeordneten Tubus
einheit lagefest angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Spiegel (22) sowie die beiden Umlenk prismen (23) der ersten Tubuseinheit (26) zugeordnet und lagefest in dieser angeordnet sind, daß die beiden zweiten Speigel (24) der zweiten Tubuseinheit (27) zugeordnet sind und bei der Einstellung des Neigungs winkels mit dem halben Wert dieses Neigungswinkels mit rotieren, und daß der erste Spiegel (22) zwischen den beiden zweiten Speigeln (24) angeordnet ist, wobei die in die beiden Umlenkprismen (23) eintretenden Licht strahlen parallel und entgegengesetzt zu den austre tenden Lichtstrahlen verlaufen und zusammen mit diesen in einer einzigen Ebene liegen, oder
daß alternativ hierzu der erste Spiegel (22′) der zweiten Tubuseinheit (27) zugeordnet ist und bei der Einstellung des Neigungs winkels mit dem halben Wert dieses Neigungswinkels mitrotiert, daß die beiden zweiten Spiegel (24′) der ersten Tubuseinheit (26) zugeordnet und lagefet in dieser angeordnet sind, daß der erste Spiegel (22′) zwischen den beiden zweiten Spiegeln (24′) angeordnet ist, und daß die beiden Umlenkprismen (23′) in der zweiten Tubuseinheit (27) angeordnet sind und mit dieser bei der Einstellung des Neigungswinkels mit rotieren, wobei die in die beiden Umlenkprismen (23′) eintretenden Lichtstrahlen parallel und entgegenge setzt zu den austretenden Lichtstrahlen verlaufen und zusammen mit diesen in einer einzigen Ebene liegen.
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Spiegel (22) sowie die beiden Umlenk prismen (23) der ersten Tubuseinheit (26) zugeordnet und lagefest in dieser angeordnet sind, daß die beiden zweiten Speigel (24) der zweiten Tubuseinheit (27) zugeordnet sind und bei der Einstellung des Neigungs winkels mit dem halben Wert dieses Neigungswinkels mit rotieren, und daß der erste Spiegel (22) zwischen den beiden zweiten Speigeln (24) angeordnet ist, wobei die in die beiden Umlenkprismen (23) eintretenden Licht strahlen parallel und entgegengesetzt zu den austre tenden Lichtstrahlen verlaufen und zusammen mit diesen in einer einzigen Ebene liegen, oder
daß alternativ hierzu der erste Spiegel (22′) der zweiten Tubuseinheit (27) zugeordnet ist und bei der Einstellung des Neigungs winkels mit dem halben Wert dieses Neigungswinkels mitrotiert, daß die beiden zweiten Spiegel (24′) der ersten Tubuseinheit (26) zugeordnet und lagefet in dieser angeordnet sind, daß der erste Spiegel (22′) zwischen den beiden zweiten Spiegeln (24′) angeordnet ist, und daß die beiden Umlenkprismen (23′) in der zweiten Tubuseinheit (27) angeordnet sind und mit dieser bei der Einstellung des Neigungswinkels mit rotieren, wobei die in die beiden Umlenkprismen (23′) eintretenden Lichtstrahlen parallel und entgegenge setzt zu den austretenden Lichtstrahlen verlaufen und zusammen mit diesen in einer einzigen Ebene liegen.
2. Stereomikroskoptubus nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß jedes der beiden Umlenkprismen als Dach
kantprisma (23, 23′) ausgebildet ist, oder durch zwei
zueinander senkrecht angeordnete Spiegel (23 a; 23′ a, 23 b, 23′ b)
gebildet ist.
3. Stereomikroskoptubus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden zweiten Spiegel (24; 24′) in
bezug auf den ersten Spiegel (22; 22′) in einer gegenüber
den beiden Umlenkprismen (23; 23′) nach rückwärts ver
schobenen Position angeordnet sind, um die Tubuslänge
zu verkürzen.
4. Stereomikroskoptubus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Umlenkprismen (23; 23′)
in bezug auf den ersten Spiegel (22; 22′) entweder
auf der Seite der Okulartubuseinheit (28) oder auf der
der Okulartubuseinheit (28) gegenüberliegenden Seite
angeordnet sind.
5. Stereomikroskoptubus nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß anstelle des ersten Spiegels
(22; 22′) ein Umlenkprisma vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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