DE3711707A1 - Gleisverfahrbarer schuettgutverladewagen mit regelbaren entladeschurren - Google Patents
Gleisverfahrbarer schuettgutverladewagen mit regelbaren entladeschurrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen gleisverfahrbaren Schüttgutverlade
wagen mit einem auf Schienenfahrwerken gelagerten Fahrgestellrah
men und einem an diesem zum Speichern des Schüttgutes vorgesehe
nen Wagenkasten mit einer Förderbandanordnung zum Transport des
Schüttgutes, deren wirksamer Förderlängs-Bereich wenigstens im
wesentlichen über die ganze Wagenkastenlänge reicht, sowie einer
Vorrichtung mit regelbaren Entladeschurren zum wahlweisen Abwurf
des Schotters links und rechts jeder Schiene.
Es ist - gemäß DE-OS 23 48 015 der gleichen Anmelderin - bereits ein
fahrbarer Schüttgutverladewagen mit einem auf Schienenfahrwerken
gelagerten Fahrgestellrahmen und einem an diesem zum Speichern des
Schüttgutes vorgesehenen Wagenkasten bekannt. Im oberen Endbereich
des oben offen ausgebildeten Wagenkastens ist eine aus zwei in
Wagenlängsrichtung in einer Führung verschiebbaren Förderbändern
gebildete und in Wagenkastenlänge verlaufende Förderbandanordnung
vorgesehen, deren wirksamer Förderlängs-Bereich über die gesamte
Wagenkastenlänge reicht. Mit dieser kann bei einem aus mehreren
Schüttgutverladewagen gebildeten Verladezug eine durchgehende und
in ihrer Länge veränderbare Förderbandstraße zum wahlweisen Trans
port des zu speichernden Schüttgutes über bereits verfüllte Schütt
gutverladewagen zu einem vorgeordneten leeren Schüttgutverladewagen
gebildet werden. Zwischen den beiden Fahrwerken ist im unteren End
bereich des Wagenkastens jedes Schüttgutverladewagens eine Vorrich
tung mit regelbaren Entladeschurren zum Abwurf des gespeicherten
Schotters angeordnet. Eine derartige Ausbildung der Entladung des
gespeicherten Schüttgutes erfordert aber eine spezielle Ausbildung
des Wagenkastens, z.B. V-förmig, so daß der gesamte Schotter beim
Öffnen der Entladeschurren nach unten fällt. Darüber hinaus ist die
se Ausbildung aber auch mit dem Nachteil einer geringeren Ladeka
pazität verbunden.
Es ist auch - gemäß DE-PS 32 19 025 - ein aus mehreren Schüttgut
verladewagen gebildeter Verladezug zum Speichern und zum Durch
transport von Schüttgut bekannt. An der Unterseite jedes Wagen
kastens ist ein in Wagenkastenlänge verlaufendes Förderband vor
gesehen, an das sich im Bereich der Wagenkasten-Stirnwand ein hoch
geführtes Übergabe-Förderband anschließt. Am in Transportrichtung
vorderen Ende ist ein Entlade- und/oder Übergabewaggon mit einem
Schütt-Trichter und einem diesem mit seinem aufnahmeseitigen Ende
zugeordnetes Entlade- oder Übergabe-Förderband vorgesehen. Mit
diesem um eine vertikale Achse seitlich verschwenkbaren Entlade-
oder Übergabe-Förderband kann das in den Schütt-Trichter abgewor
fene Schüttgut bedarfsweise seitlich am Bahndamm abgeworfen bzw.
auf einen nachfolgenden Schüttgutverladewagen transportiert wer
den. Ein regelbarer Abwurf des Schüttgutes links und rechts jeder
Schiene ist jedoch nicht möglich.
Schließlich ist auch - gemäß DE-OS 33 12 492 der
gleichen Anmelderin - ein Schüttgutverladewagen mit einem gleis
verfahrbaren Fahrgestellrahmen bekannt, auf dem ein Wagenkasten
mit einer in Kastenlängsrichtung verlaufenden Förderbandanordnung
zum Transport des Schüttgutes angeordnet ist. Diese Förderbandan
ordnung weist ein Transportförderband auf, welches im unteren Be
reich des sowohl zum Speichern als auch zum vom Ende zu Ende
durchgehenden Transport von Schüttgut ausgebildeten Wagenkastens
in Wagenlängsrichtung verläuft. Im in Transportrichtung vorderen
Endbereich dieses Transportförderbandes schließt ein weiteres,
durch eine schlitzförmige Auslaßöffnung an der Wagenkasten-Stirn
wand durchführendes und hochgeführtes Übergabe-Förderband an, das
um eine vertikale Achse seitlich verschwenkbar am Fahrgestellrah
men gelagert ist. Im Wagenkasten ist eine über einen Antrieb in
Wagenkastenlängsrichtung verschiebbare Schottwand vorgesehen, die
zur gleichmäßig hohen Befüllung des Wagenkastens synchron mit
dem Transportförderband von dessen hinterem Ende in Richtung zum
Übergabe-Förderband bewegt wird. Die Entladung des gespeicherten
Schüttgutes erfolgt derart, daß die beiden Förderbänder der För
derbandanordnung über ihre Antriebe in Bewegung versetzt werden,
wodurch das Schüttgut durch eine zwischen unterem Schottwandende
und dem Transportförderband gebildete Öffnung auf das Übergabe-
Förderband transportiert und von diesem am vorkragenden Endbereich
entweder auf einen weiteren Schüttgutverladewagen oder seitlich
auf den Bahndamm abgeworfen wird. Insbesondere bei Aneinanderrei
hung mehrerer Schüttgutverladewagen zu einem Verladezug können die
aneinandergrenzenden Förderbandanordnungen der einzelnen leeren
Schüttgutverladewagen auch als durchgehende Förderbandstraße zum
Durchtransport des Schüttgutes von einem Ende des Verladezuges zu
dessen anderem Ende verwendet werden. Diese besonders leistungs
fähige und eine hohe Wirtschaftlichkeit erzielbare Ausführung eines
Schüttgutverladewagens hat sich in der Praxis, beispielsweise zum
Abbefördern des beim Reinigungsvorgang eines Gleises anfallenden
Abraumes, vielfach bewährt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun in der Schaffung eines
Schüttgutverladewagens der eingangs beschriebenen Art, mit welchem
unter Beibehaltung einer großen Lade- und Speicherkapazität bei
rascher und vollständiger Entladung des Schüttgutes auch ein ge
zielter Abwurf links und rechts jeder Schiene im Schwellenaufla
gerbereich durchführbar ist.
Die Aufgabe der Erfindung wird nun mit dem eingangs beschriebenen
gleisverfahrbaren Schüttgutverladewagen dadurch gelöst, daß die
wenigstens ein Förderband aufweisende Förderbandanordnung inner
halb des Wagenkastens in dessen unterem Bereich angeordnet und
durch eine schlitzförmige Auslaß-Öffnung der in Transportrichtung
vorderen Wagenkasten-Stirnwand hindurchgeführt ist und daß die
Vorrichtung mit den regelbaren Entladeschurren außerhalb des
Wagenkastens angeordnet und der Förderbandanordnung zugeordnet ist.
Durch diese Kombination eines im unteren Bereich des Wagenkastens
angeordneten Förderbandes mit einer von diesem beschickbaren Vor
richtung mit regelbaren Entladeschurren außerhalb des Wagenkastens
kann dieser in vorteilhafter Weise mit im wesentlichen senkrechten
Seiten- und Stirnwänden für eine besonders hohe und wirtschaftliche
Ladekapazität ausgebildet werden. Dabei wird durch die sich über
die gesamte Wagenkastenlänge erstreckende Förderbandanordnung der
Wagenkasten auch in seinen Eck- und Endbereichen rasch und rest
los entladen. Durch die schlitzförmige Auslaß-Öffnung an der Wagen
kasten-Stirnwand ist sichergestellt, daß beim Transport des Schütt
gutes über das Förderband zu den Entladeschurren lediglich ein
auf die Transportgeschwindigkeit abgestimmter und genau dosierba
rer Teil des gespeicherten Schüttgutes aus dem Wagenkasten geför
dert wird. Die Anordnung der regelbaren Entladeschurren außerhalb
des Wagenkastens hat auch noch den Vorteil, daß bereits im Einsatz
befindliche und speziell für die Speicherung von Abraum ausgebil
dete Verladewagen mit geringem konstruktiven Aufwand auch für eine
gezielte Entladung von Schotter in die Schwellenauflagerbereiche
links und rechts jeder Schiene eines Gleises einsetzbar sind.
Eine bevorzugte Ausführungsvariante der Erfindung besteht darin,
daß die Förderbandanordnung ein Transportförderband aufweist,
welches im unteren Bereich des sowohl zum Speichern als auch zum
- von Ende zu Ende - durchgehenden Transport von Schüttgut ausge
bildeten Wagenkastens in Längsrichtung verläuft und daß eine in
Wagenlängsrichtung verschiebbare Schottwand sowie ein weiteres
durch die schlitzförmige Auslaß-Öffnung durchführendes, über das
Fahrgestellrahmen-Ende vorragendes, hochgeführtes Übergabeförder
band vorgesehen ist, in dessen Bereich die Vorrichtung mit den
regelbaren Entladeschurren angeordnet ist. Diese Ausbildung eines
Schüttgutverladewagens eignet sich in besonders vorteilhafter
Weise sowohl für eine vollständige Beladung des Wagenkastens von
einer einzigen endseitigen Beladestelle als auch für einen geziel
ten Abwurf des gespeicherten Schüttgutes, insbesondere Schotter,
links und rechts einer Schiene. Die vollständige Beladung bzw.
Speicherung des Schüttgutes ist durch eine gemeinsame Bewegung
der Schottwand mit dem Transportförderband von der Beladestelle
zum gegenüberliegenden Wagenkasten-Endbereich erreichbar. Mit dem
hochgeführten Übergabeförderband ist die Verbindung mehrerer Ver
ladewagen zu einem Verladezug möglich. Durch die Zuordnung der
regelbaren Entladeschurren zum Übergabeförderband wird die für
einen Durchtransport des Schüttgutes vorteilhafte Aneinander
reihung mehrerer Förderbandanordnungen in einem Verladezug zu
einer durchgehenden Förderbandstraße in keiner Weise beeinträchtigt,
so daß ein derart ausgebildeter Schüttgutverladewagen sowohl zum
Speichern und Durchtransport von Schüttgut - beispielsweise zur
Eingliederung in einen Abraum-Verladezug, als auch zur Einzel-
Verwendung - für die gezielte Abgabe von Schotter links und rechts
jeder Schiene in vorteilhafter Weise einsetz- bzw. anwendbar ist.
Nach weiteren vorteilhaften Erfindungsmerkmalen ist die - über
das vorzugsweise in Wagenkastenbreite ausgebildete Transport-
bzw. Übergabe-Förderband beschickbare - Vorrichtung mit den Ent
ladeschurren auf einem eigenen, mit dem Verladewagen kuppelbaren
Entladewagen angeordnet. Mit der Ausbildung eines eigenen, mit
den Entladeschurren verbundenen Entladewagens sind keine zusätz
lichen konstruktiven Anbauten des Schüttgutverladewagens erforder
lich.
Der Entladewagen kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Erfin
dungsvariante als mit dem Fahrgestellrahmen kuppelbares eigenes,
auf zwei Schienenfahrwerken verfahrbares Fahrzeug mit eigener
Fahrkabine und eigenem Fahrantrieb ausgebildet sein, auf welchem
die Vorrichtung mit den Entladeschurren unter Zwischenschaltung
eines Aufnahmetrichters im in Bezug zur Förderrichtung vorderen
Endbereich des Übergabeförderbandes angeordnet ist. Ein auf diese
Weise ausgebildeter Entladewagen mit einem den Entladeschurren
vorgeordneten Schütt-Trichter ermöglicht auch in Gleisbögen bzw.
Weichenabschnitten einen gezielten Abwurf links und rechts neben
jeder Schiene des gespeicherten Schüttgutes. Außerdem ergibt sich
durch den an den Schüttgutverladewagen angekuppelten Entladewagen
ein Schutz des vorkragenden und hochgeführten Übergabeförderban
des vor Beschädigungen. Beide Wagen sind als miteinander verbundene
Einheit für Überstellfahrten auch im Zugsverband einstellbar.
Schließlich besteht noch eine weitere vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung darin, daß die Vorrichtung mit den Entladeschurren
am Fahrgestellrahmen angeordnet und unmittelbar dem Wagenkasten-
Ende nachgeordnet ist, wobei im Bereich oberhalb der Entladeschur
ren im in Bezug zur Förderrichtung vorgesehenen Anfangsbereich
des hochgeführten Übergabeförderbandes ein über einen Antrieb
höhenverstellbares Umlenkorgan und eine am Wagenkasten befestigte
Fahrkabine vorgesehen ist. Diese Anordnung einer Vorrichtung mit
den Entladeschurren direkt am Fahrgestellrahmen des Schüttgut-
Verladewagens ermöglicht bei lediglich geringem konstruktiven
Mehraufwand eine nachträgliche Umrüstung bereits im Einsatz
befindlicher und bestens bewährter Schüttgutverladewagen. Dabei
ist durch die Anordnung der Entladeschurren im Anfangsbereich des
Übergabeförderbandes eine völlig ungehinderte Eingliederung in
einen Verladezug unter Bildung einer durchgehenden Förderband
straße durch die hintereinander angeordneten Förderbänder der
leeren Ladewagen möglich. Bei Außerbetriebnahme der Entladeschur
ren ist lediglich eine Höhenverstellung des Umlenkorganes erfor
derlich, wodurch das auf dem Übergabeförderband transportierte
Schüttgut ungehindert bis zum Abwurfende hochtransportiert und
von diesem auf einen folgenden Verladewagen abgeworfen werden
kann.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand zweier in der Zeichnung
dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Schüttgutverladewagens mit einem eigenen angekuppelten Ent
ladewagen,
Fig. 2 eine teilweise Draufsicht auf den Schüttgut- und Ent
ladewagen nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Entladewagen gemäß der Linie
III-III in Fig. 2,
Fig. 4 eine teilweise Seitenansicht eines weiteren Ausführungs
beispieles eines erfindungsgemäß ausgebildeten Schüttgutver
ladewagens und
Fig. 5 eine teilweise Draufsicht auf den Schüttgutverladewagen
nach Fig. 4.
Ein in Fig. 1 ersichtlicher gleisverfahrbarer Schüttgutverladewagen
1 weist einen auf Schienenfahrwerken 2 abgestützten Fahrgestell
rahmen 3 sowie einen oben und unten offenen Wagenkasten 4 auf.
Für den Eigenantrieb und die Versorgung von Förderbandantrieben
5 ist eine Energieversorgungszentrale 6 vorgesehen. Im unteren
Endbereich des zum Speichern von Schüttgut 7 in Form von Bettungs
schotter ausgebildeten Wagenkastens 4 ist ein in Wagenkasten-Längs
richtung verlaufendes Transportförderband 8 vorgesehen, auf dem
das gesamte im Wagenkasten 4 gespeicherte Schüttgut 7 aufliegt.
Innerhalb des Wagenkastens 4 ist eine in dessen Längsrichtung
verschiebbare Schottwand 9 angeordnet, die in einer Führung der
Wagenkasten-Innenwand gelagert und mit einem Antrieb zur Längsver
stellung verbunden ist. Zwischen dem unteren Ende der sich quer
über den gesamten Wagenkasten-Innenraum erstreckenden Schottwand
9 und dem Transportförderband 8 ist eine Durchtritts-Öffnung 10
gebildet.
In der durch einen Pfeil 11 dargestellten Transportrichtung an das
Transportförderband 8 anschließend, ist ein Übergabeförderband 12
vorgesehen. Dieses ist mit seinem aufnahmeseitigen Ende unterhalb
des Abwurf-Endes des Transportförderbandes 8 angeordnet und um
eine vertikale Achse 13 seitlich verschwenkbar am Fahrgestellrah
men 3 gelagert. Im Bereich der vorderen Wagenkasten-Stirnwand 14
ist eine Auslaß-Öffnung 15 vorgesehen, durch die das Übergabeför
derband 12 hindurchgeführt ist. Der größere Teil des Übergabeför
derbandes 12 ist außerhalb des Wagenkastens 4 bis in dessen oberen
Endbereich hochgeführt. Das Transportförderband 8 und das Übergabe
förderband 12 bilden zusammen eine durchgehende Förderbandanord
nung 16, mit der das Schüttgut 7 vom gesamten Wagenkastenbereich
entladbar ist. Im in Transportrichtung hinteren Endbereich des
Schüttgutverladewagens 1 ist mit strichpunktierten Linien das vor
dere Ende eines weiteren Schüttgutverladewagens angedeutet, dessen
Übergabeförderband mit seinem Abwurfende über der Beladestelle 17
angeordnet ist. An den Schüttgutverladewagen 1 ist im Bereich des
Übergabeförderbandes 12 ein Entladewagen 18 angekuppelt, der als
eigenes, auf zwei Schienenfahrwerken 19 verfahrbares Fahrzeug
mit eigener Fahrkabine 20 und eigenem Fahrantrieb 21 ausgebildet
ist. Auf dem Entladewagen 18 ist eine Vorrichtung 22 mit Entlade
schurren 23 unter Zwischenschaltung eines Aufnahmetrichters 24
angeordnet.
Wie in Fig. 2 ersichtlich ist, erstrecken sich die beiden Förder
bänder 8 und 12 der Förderbandanordnung 16 im wesentlichen über
die gesamte Wagenkastenbreite. Das Abwurfende 25 des über den
Schüttgutverladewagen 1 vorkragenden Übergabeförderbandes 12
kommt genau oberhalb des Aufnahmetrichters 24 zu liegen.
Die Entladeschurren 23 weisen gemäß Fig. 3 in ihrem unteren Endbe
reich Auswurf-Trichter 26 auf, die durch Hydraulik-Antriebe 27
um eine in Wagenlängsrichtung verlaufende Achse verschwenkbar
sind. Mit diesen Auswurf-Trichtern 26 kann der Schotter vom Auf
nahmetrichter 24 gezielt links und rechts einer Schiene 28 eines
Gleises 29 mit Querschwellen 30 abgeworfen werden. Im unteren
Endbereich des Aufnahmetrichters 24 ist mittig eine über einen
Hydraulik-Antrieb betätigbare Steuerklappe 31 angeordnet, die um
eine in Wagenlängsrichtung verlaufende Achse verschwenkbar ist.
Ein in Fig. 4 mit seinem in Transportrichtung vorderen Endbereich
dargestellter Schüttgutverladewagen 32 - der in seiner Ausführung
dem in Fig. 1 dargestellten Wagen 1 entspricht - mit einem Wagen
kasten 33, einem Transportförderband 34 und einem Übergabeförder
band 35 ist über Schienenfahrwerke 36 auf einem aus Schienen 37
und Schwellen 38 gebildeten Gleis verfahrbar. An die vordere Wa
genkasten-Stirnwand 39 ist zusätzlich eine Fahrkabine 40 befestigt.
Am Fahrgestellrahmen 41 ist weiters zusätzlich eine Vorrichtung 42
mit beidseits des Übergabeförderbandes 35 angeordneten Entlade
schurren 43 angeordnet, die dem Wagenkastenende unmittelbar vor
geordnet sind. Im Bereich oberhalb der beiden Entladeschurren 43
ist nun im in Bezug zur Förderrichtung vorgesehenen Anfangsbe
reich des hochgeführten Übergabeförderbandes 35 ein über einen
hydraulischen Antrieb 44 höhenverstellbares Umlenkorgan 45 vor
gesehen.
Wie in Fig. 5 ersichtlich, schließt jede Entladeschurre 43 derart
an den Seitenrand des Übergabeförderbandes 35 an, daß eine genü
gend breite Einwurf-Öffnung 46 zum Einwurf des Schotters vom Über
gabeförderband 35 in die Entladeschurre 43 geschaffen wird. Das
V-förmig ausgebildete Umlenkorgan 45 ist beim Abwurf des Schotters
links und rechts jeder Schiene 37 auf das Übergabeförderband 35
abgesenkt, um dadurch den durch den Anfangsbereich des Übergabe
förderbandes 35 durch eine schlitzförmige Auslaß-Öffnung 47 durch
transportierten Schotter in die beiden Einwurf-Öffnungen 46 der
Entladeschurren 43 umzulenken. Bei hochgehobenem Umlenkorgan 45
(strichpunktierte Lage in Fig. 4) bleiben die beiden Entladeschur
ren 43 funktionslos, wodurch der Schotter über das Abwurfende 48
des Übergabeförderbandes 35 z.B. auf einen weiteren Schüttgutver
ladewagen abgeworfen werden kann.
Im folgenden wird die Funktionsweise des erfindungsgemäß ausgebil
deten Schüttgutverladewagens 1 an Hand des Ausführungsbeispieles
gemäß Fig. 1 bis 3 näher beschrieben:
Sobald der einzuschotternde Gleisbereich durch den voll beladenen
Schüttgutverladewagen 1 erreicht ist, werden die beiden Förderband
antriebe 5 beaufschlagt, wodurch sowohl das Transportförderband 8
als auch das Übergabeförderband 12 in der durch den Pfeil 11 dar
gestellten Transportrichtung in Bewegung versetzt werden. Dadurch
wird der im Wagenkasten 4 gespeicherte Schotter durch die Durch
tritts-Öffnung 10 und die im Bereich der Wagenkasten-Stirnwand 14
gelegene schlitzförmige Auslaß-Öffnung 15 gefördert und gelangt
schließlich über das hochgeführte Übergabeförderband 12 in den Auf
nahmetrichter 24 des Entladewagens 18. Über die Entladeschurren 23
wird der Schotter links und rechts jeder Schiene 28 im Schwellen
auflagerbereich des Gleises 29 abgelagert. Dabei kann die abgewor
fene Schottermenge insofern verändert werden, als je nach Bedarf
die Steuerklappe 31 verschwenkt wird. Damit kann ein größerer
Teil des abgeworfenen Schotters entweder auf die linke oder rechte
Gleishälfte, je nach Erfordernis, verlagert werden. Insgesamt
kann aber auch die Schottermenge dadurch korrigiert werden, indem
die Umlaufgeschwindigkeit der beiden Förderbänder 8 und 12 ge
ändert wird. Der Gleiseinschotterungsvorgang wird dadurch beendet,
daß die Bewegung der beiden Förderbänder 8 und 12 gestoppt wird.
Bei größerem Schotterbedarf können, wie in Fig. 1 links strichpunk
tiert angedeutet, noch weitere, Schüttgutverladewagen zur Bildung
eines Verladezuges vorgeordnet werden. Sobald nun der an den
Entladewagen 18 anschließende Schüttgutverladewagen 1 vollständig
geleert ist, werden die beiden Förderbänder des in Transportrich
tung 11 nachgeordneten, strichpunktiert dargestellten Schüttgut
verladewagens in Bewegung versetzt, wodurch der in diesem Wagen
gespeicherte Schotter durch die Auslaß-Öffnung seiner Wagenkasten-
Stirnwand und seinem Übergabeförderband auf dem vorgeordneten,
mit dem Entladewagen 18 verbundenen Schüttgutverladewagen 1 abge
worfen wird. In diesem gelangt der Schotter durch die Bewegung
der beiden Förderbänder 8 und 12 von der Beladestelle 17 - wobei
die verschiebbare Schottwand 9 für eine kontinuierliche Beladung
sorgt - durch die Durchtritts-Öffnung 18 und die Auslaß-Öffnung 15
auf das Übergabeförderband 12 und von diesem schließlich über den
Aufnahmetrichter zu den Entladeschurren 23. Von diesen erfolgt
ein gezielter Abwurf links und rechts jeder Schiene 28 zur Ein
schotterung des Gleises 29. Beim Durchtransport von Schotter durch
einen leeren Schüttgutverladewagen kann sich z.B. durch den mit
strichpunktierten Linien angedeuteten, nachgeordneten Schüttgut
verladewagen die verschiebbare Schottwand lediglich gemeinsam
mit dem Transport- und dem Übergabe-Förderband in Längsrichtung
bewegen. Beim Speichervorgang dagegen werden die Förderbänder 8
und 12 nicht angetrieben bzw. das Förderband 8 nur so langsam, daß
eine kontinuierliche Speicherung des Schüttgutverladewagens 1 bei
langsamer Vorwärtsbewegung der Schottwand 9 bis in die in der Zeich
nung rechte Endstellung bei voller Schüttgutmaterial-Speicherung
erfolgt. Der Schotter kann somit von weiteren nachgeordneten
Schüttgutverladewagen übernommen werden und über die einzelnen
Förderbandanordnungen 16 bis zu den am vorgeordneten Entladewagen
18 befindlichen Entladeschurren 23 transportiert werden. Die in
der Fahrkabine 20 befindliche Arbeitsperson kann den Abwurf des
Schotters durch die Entladeschurren 23 genau verfolgen und durch
Beaufschlagung der Antriebe 27 und 31 bedarfsweise steuern.
Claims (5)
1. Gleisverfahrbarer Schüttgutverladewagen mit einem auf
Schienenfahrwerken gelagerten Fahrgestellrahmen und einem an die
sem zum Speichern des Schüttgutes vorgesehenen Wagenkasten mit
einer Förderbandanordnung zum Transport des Schüttgutes, deren
wirksamer Förderlängs-Bereich wenigstens im wesentlichen über die
ganze Wagenkastenlänge reicht, sowie einer Vorrichtung mit regel
baren Entladeschurren zum wahlweisen Abwurf des Schotters links
und rechts jeder Schiene, dadurch gekennzeich
net, daß die wenigstens ein Förderband (8, 12; 34, 35) aufwei
sende Förderbandanordnung (16) innerhalb des Wagenkastens in des
sen unterem Bereich angeordnet und durch eine schlitzförmige
Auslaß-Öffnung (15; 47) der in Transportrichtung vorderen Wagen
kasten-Stirnwand (14; 39) hindurchgeführt ist und daß die Vorrich
tung mit den regelbaren Entladeschurren (23; 43) außerhalb des
Wagenkastens (4; 33) angeordnet und der Förderbandanordnung zugeord
net ist.
2. Schüttgutverladewagen nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Förderbandanordnung (16) ein Transportförderband
(8; 34) aufweist, welches im unteren Bereich des sowohl zum Spei
chern als auch zum - von Ende zu Ende - durchgehenden Transport von
Schüttgut ausgebildeten Wagenkastens (4; 33) in Längsrichtung ver
läuft und daß eine in Wagenlängsrichtung verschiebbare Schottwand
(9) sowie ein weiteres durch die schlitzförmige Auslaß-Öffnung
(15; 47) durchführendes, über das Fahrgestellrahmen-Ende vorragen
des, hochgeführtes Übergabeförderband (12; 35) vorgesehen ist, in
dessen Bereich die Vorrichtung mit den regelbaren Entladeschurren
(23; 43) angeordnet ist.
3. Schüttgutverladewagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die - über das vorzugsweise in Wagenkastenbreite
ausgebildete Transport- bzw. Übergabe-Förderband (8, 12) beschick
bare - Vorrichtung (22) mit den Entladeschurren (23) auf einem
eigenen, mit dem Verladewagen (1) kuppelbaren Entladewagen (18)
angeordnet ist.
4. Schüttgutverladewagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Entladewagen (18) als mit dem Fahr
gestellrahmen (3) kuppelbares eigenes, auf zwei Schienenfahrwerken
(19) verfahrbares Fahrzeug mit eigener Fahrkabine (20) und eigenem
Fahrantrieb (21) ausgebildet ist, auf welchem die Vorrichtung (22)
mit den Entladeschurren (23) unter Zwischenschaltung eines Aufnah
metrichters (24) im in Bezug zur Förderrichtung vorderen Endbereich
des Übergabeförderbandes (12) angeordnet ist.
5. Schüttgutverladewagen nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Vorrichtung (42) mit den Entladeschurren (43)
am Fahrgestellrahmen (41) angeordnet und unmittelbar dem Wagen
kasten-Ende nachgeordnet ist, wobei im Bereich oberhalb der Entlade
schurren (43) im in Bezug zur Förderrichtung vorgesehenen Anfangs
bereich des hochgeführten Übergabeförderbandes (35) ein über einen
Antrieb (44) höhenverstellbares Umlenkorgan (45) und eine am Wa
genkasten (33) befestigte Fahrkabine (40) vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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