DE3708671C2 - Mikroverkapselte pyrethroide, insektizide und/oder akarizide Mittel sowie Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Mikroverkapselte pyrethroide, insektizide und/oder akarizide Mittel sowie Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein mikroverkapseltes pyrethroides
insektizides und/oder akarizides Mittel für den Einsatz in
der Landwirtschaft und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Im allgemeinen weisen pyrethroide Insektizide und/oder
Akarizide eine hohe unmittelbare insektizide und/oder
akarizide Wirksamkeit auf. Sie werden zu Formulierungen,
wie einem emulgierbaren Konzentrat, einem Öl einem be
netzbaren Pulver oder einem Stäubemittel, verarbeitet und
sind zur Zeit als landwirtschaftliche Insektizide und/oder
Akarizide im Einsatz. Da die Restwirksamkeit der meisten
pyrethroiden Insektizide und/oder Akarizide gering sowie
ihre Kosten hoch sind, bestanden Erwartungen hinsichtlich
des Auffindens einer wirtschaftlicheren Methode der Ver
wendung dieser Mittel.
Im allgemeinen zeigen viele der pyrethroiden Insektizide
und/oder Akarizide eine relativ hohe Toxizität gegenüber
Fischen. Wenn diese Stoffe zu üblichen Formulierungen, wie
einem emulgierbaren Konzentrat, einem Öl, einem benetzba
ren Pulver oder einem Stäubemittel, verarbeitet werden, kann
es schwierig sein, diese Toxizität zu vermindern. Somit
besteht ein Bedürfnis nach der Entwicklung einer Formu
lierung mit verringerter Toxizität gegenüber Fischen.
Wenn Insektizide und/oder Akarizide in einer Hülle aus
einem synthetischen Polymer mikroverkapselt sind, liegen
die aktiven Bestandteile isoliert von der äußeren Umgebung
in der Hülle vor. Auf diese Weise sind sie vor der Zer
setzung durch verschiedene Faktoren, wie Mikroorganismen,
Feuchtigkeit und Licht, geschützt. Die Geschwindigkeit der
Freigabe der aktiven Bestandteile durch die Wand der Hülle
ist unter Kontrolle, wenn diese Bestandteile verkapselt
sind. Aus den beiden vorgenannten Gründen haben mikro
verkapselte Insektizide und/oder Akarizide in den meisten
Fällen eine bessere Restwirksamkeit. Beispielsweise be
richtet die japanische Patentveröffentlichung Nr. 55-38235,
die sich auf ein pyrethroides insektizides Mittel bezieht,
welches durch Verkapseln eines pyrethroiden Insek
tizids mittels eines Polyurethans erhalten wird, darüber,
daß eine solche Mikroverkapselung zu einer besseren Rest
wirksamkeit führt.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß man durch das Mikro
verkapseln von Insektiziden und/oder Akariziden häufig zu
guten Restwirksamkeiten kommt.
Jedoch kann auch in Fällen, in denen die gleichen Insek
tizide oder Akarizide im gleichen Hüllmaterial verkapselt
sind, nicht immer ein vorgegebener Grad der Restwirksam
keit erwartet werden. Tatsächlich wurde festgestellt, daß
der Grad der Restwirksamkeit bei den Mikrokapseln ver
schieden ist.
Das Mikroverkapseln bringt im allgemeinen die Tendenz mit
sich, die Toxizität von Insektiziden und/oder Akariziden
gegenüber Fischen herabzusetzen. Aber das Ausmaß dieser
Verminderung hat sich bei den Mikrokapseln als sehr unter
schiedlich herausgestellt.
In der DE-A-26 15 646 wird ein mikrokapselförmiges insektizides
Mittel beschrieben, das ein Pyrethroid und einen biologischen
Synergisten dafür enthält und in der Mikrokapselhülle eine
lichtbeständige, ultraviolettes Licht absorbierende Verbin
dung aufweist. Über eine einzuhaltende vorteilhafte Maximal
dicke der Kapselhülle und eine Beachtung des Verhältnisses
von Kapseldurchmesser und Dicke der Kapselhülle wird dort
nichts ausgesagt.
Aus der DE-C-22 26 941 sind insektizide Mittel bekannt, bei
denen Insektizide in Mikrokapseln eingeschlossen sind. Bei
den Insektiziden handelt es sich um Thiophosphorsäureester.
Die Wanddicke der Mikrokapseln kann bis zu 4 µm betragen,
wobei relativ große Wanddicken von 1 bis 3 µm bevorzugt sind.
In der EP-A-0148169 sind Mikrokapseln beschrieben, die einen
wasserlöslichen Stoff in hoher Konzentration enthalten. Auch
diese Druckschrift gibt keinen Hinweis auf ein Zusammenwirken
zwischen dem Kapseldurchmesser und der Wanddicke der Kapsel
hülle oder auf deren Verhältnis zueinander, wenn es darum
geht, die Restwirksamkeit des mikroverkapselten Präparats zu
verbessern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, insektizid
und akarizid wirkende Pyrethroide so zu formulieren,
daß eine verringerte Toxizität gegenüber Fischen erreicht wird.
Aufgrund intensiver Untersuchungen wurde nun gefunden, daß
verschiedene Faktoren, welche die Mikrokapseln betreffen,
insbesondere der Teilchendurchmesser und die Wanddicke
der Mikrokapsel, die Restwirksamkeit und den Verminderungs
grad der Toxizität gegenüber Fischen stark beeinflussen.
Die vorliegende Erfindung basiert auf diesen Erkenntnissen.
Insbesondere wurden im Zusammenhang mit der Erfindung
weitgehende Untersuchungen der Bedingungen vorgenommen,
die beim Mikroverkapseln von pyrethroiden Insektiziden
und/oder Akariziden mit synthetischen Polymeren eine gute
Restwirksamkeit mit sich bringen. Es hat sich gezeigt, daß
die Restwirksamkeit besonders hoch ist, wenn die pyrethro
iden Insektizide und/oder Akarizide in der Weise mittels
eines synthetischen Polymers mikroverkapselt sind, daß
der durchschnittliche Teilchendurchmesser der Mikrokapseln
nicht mehr als 80 µm, die Wanddicke der Mikrokapsel nicht
mehr als 0,3 µm sowie das Verhältnis von mittlerem Teil
chendurchmesser und Wanddicke mindestens 250 betragen.
Außerdem haben solche Mikrokapseln eine geringere Toxizi
tät gegenüber Fischen.
Für das Mikroverkapseln ist ein Grenzflächenpolymeri
sationsverfahren wegen seiner Einfachheit eine geeignete
Methode, wobei ein öllöslicher Reaktionspartner A zu
einer Ölphase gegeben wird, die ein pyrethroides Insek
tizid und/oder Akarizid enthält, und dann in einer
wäßrigen Lösung dispergiert wird. Anschließend wird ein Reak
tionspartner B, der in der Lage ist, durch Umsetzung mit
dem Reaktionspartner A ein Polymer zubilden, der wäßrigen
Phase zugegeben. Dadurch wird an der Grenzfläche zwischen
beiden Phasen eine Wand gebildet. Alternativ kann die das
pyrethroide Insektizid und/oder Akarizid enthaltende Öl
phase, welcher der Reaktionspartner A zugegeben wurde, in
einer wäßrigen Phase dispergiert werden, der vorher der
Reaktionspartner B zugesetzt worden ist, und anschließend
erfolgt die Wandbildung an der Grenzfläche. Selbstverständ
lich ist die Zugabe des Reaktionspartners B überflüssig,
wenn die Wand allein durch Umwandlung des Reaktionspart
ners A in der Ölphase und mit Wasser synthetisiert wird.
Falls erforderlich kann die Ölphase zusätzlich zu dem
Reaktionspartner A und dem pyrethroiden Insektizid und/oder
Akarizid ein organisches Lösungsmittel enthalten, das mit
Wasser fast unmischbar ist. In diesem Fall ist es erfor
derlich, daß das Gemisch aus dem Reaktionspartner A, dem
pyrethroiden Insektizid und/oder Akarizid und dem Lösungs
mittel einheitlich ist. Die für diesen Zweck geeigneten
Lösungsmittel sind, neben üblichen Lösungsmitteln, bei
spielsweise Kohlenwasserstoffe, wie Xylol, Toluol, Alkyl
benzole, Phenylxylylethan, Hexan und Heptan, sowie chlorier
te Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform, ferner Ketone, wie
Methylethylketon und Cyclohexanon, und Ester wie Diethyl
phthalat und n-Butylacetat.
Das Verfahren des Mikroverkapselns unter Anwendung der
Grenzflächenpolymerisation wird nachfolgend beschrieben.
- 1. Verkapseln von pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden mit Polyurethanen:
- a) eine mindestens ein pyrethroides Insektizid und/oder Akarizid und ein polyfunktionelles Isocyanat mit mindestens zwei Isocyanatgruppen enthaltende Lösung wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Dispergiermittel und einen mehrwertigen Alkohol mit mindestens zwei Hydroxylgruppen enthält. An schließend erfolgt die Grenzflächenpolymerisation.
- b) eine mindestens ein pyrethroides Insektizid und/oder Akarizid sowie ein polyfunktionelles Isocyanat mit mindestens zwei Isocyanatgruppen enthaltende Lösung wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Dispergiermittel enthält, zu der ein mehrwertiger Alkohol mit mindestens zwei Hydroxylgruppen zugege ben wird. Anschließend erfolgt die Grenzflächen polymerisation.
- 2. Verkapseln von pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden mit Polyharnstoffen:
- a) eine mindestens ein pyrethroides Insektizid und/oder Akarizid sowie ein polyfunktionelles Isocyanat mit mindestens zwei Isocyanatgruppen enthaltende Lösung wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Dispergiermittel mit oder ohne einem polyfunktio nellen Amin mit mindestens zwei Aminogruppen enthält. Anschließend erfolgt die Grenzflächenpolymerisation.
- b) eine mindestens ein pyrethroides Insektizid und/oder Akarizid sowie ein polyfunktionelles Isocyanat mit mindestens zwei Isocyanatgruppen enthaltende Lösung wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Dispergiermittel enthält. Nach der Zugabe eines polyfunktionellen Amins mit mindestens zwei Amino gruppen zu der dispergierten Lösung erfolgt die Grenzflächenpolymerisation.
- 3. Verkapseln von pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden mit Polyamiden:
Ein Gemisch aus mindestens einem pyrethroiden In sektizid und/oder Akarizid sowie einem polyfunktio nellen Säurechlorid mit mindestens zwei COCl-Gruppen wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Dispergiermittel enthält. Die dispergierte Lösung wird mit einem polyfunktionellen Amin mit mindestens zwei Aminogruppen versetzt. Anschließend erfolgt die Grenzflächenpolymerisation. - 4. Verkapseln von pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden mit Polyamid-Polyharnstoffen:
Ein Gemisch aus (a) einer Mischung von mindestens einem pyrethroiden Insektizid und/oder Akarizid mit einem polyfunktionellen Säurechlorid mit mindes tens zwei COCl-Gruppen sowie (b) einem polyfunktio nellen Isocyanat mit mindestens zwei NCO-Gruppen wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Dispergiermittel enthält. Die dispergierte Lösung wird mit einem polyfunktionellen Amin mit mindestens zwei Aminogruppen versetzt. Anschließend erfolgt die Grenzflächenpolymerisation. - 5. Verkapseln von pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden mit Polyestern:
Ein Gemisch aus mindestens einem pyrethroiden In sektizid und/oder Akarizid und einem polyfunktio nellen Säurechlorid mit mindestens zwei COCl-Gruppen wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Dispergiermittel enthält. Die dispergierte Lösung wird mit einem mehrwertigen Alkohol mit mindestens zwei Hydroxylgruppen versetzt. Anschließend erfolgt die Grenzflächenpolymerisation. - 6. Verkapseln von pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden mit Polycarbonaten:
Ein Gemisch aus mindestens einem pyrethroiden In sektizid und/oder Akarizid und Phosgen wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Dispergier mittel enthält. Die dispergierte Lösung wird mit einem mehrwertigen Alkohol mit mindestens zwei Hydroxylgruppen versetzt. Anschließend erfolgt die Grenzflächenpolymerisation. - 7. Verkapseln von pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden mit Polysulfonaten:
Ein Gemisch aus mindestens einem pyrethroiden In sektizid und/oder Akarizid sowie einem polyfunktio nellen Sulfonylchlorid mit mindestens zwei SO2Cl- Gruppen wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die bin Dispergiermittel enthält. Die dispergierte Lösung wird mit einem mehrwertigen Alkohol mit min destens zwei Hydroxylgruppen versetzt. Anschließend erfolgt die Grenzflächenpolymerisation. - 8. Verkapseln von pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden mit Polysulfonamiden:
Ein Gemisch aus mindestens einem pyrethroiden In sektizid und/oder Akarizid sowie einem polyfunktio nellen Sulfonylchlorid mit mindestens zwei SO2Cl- Gruppen wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Dispergiermittel enthält. Die dispergierte Lösung wird mit polyfunktionellem Amin mit mindes tens zwei Aminogruppen versetzt. Anschließend er folgt die Grenzflächenpolymerisation. - 9. Verkapseln von pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden mit Epoxidharzen:
Ein Gemisch aus mindestens einem pyrethroiden In sektizid und Akarizid sowie einem polyfunktionellen Epoxid mit mindestens zwei Epoxidringen wird in einer wäßrigen Lösung dispergiert, die ein Disper giermittel enthält. Die dispergierte Lösung wird mit einem polyfunktionellen Amin mit mindestens zwei Aminogruppen versetzt. Anschließend erfolgt die Grenzflächenpolymerisation.
Die nach der Verkapselungsreaktion erhaltene Suspension
von Mikrokapseln kann als solche oder nach Verdünnen mit
Wasser auf eine vorgegebene Konzentration verwendet werden.
In der Praxis ist es bevorzugt, daß die Suspension oder
ihre Verdünnung mit einem Verdickungsmittel gemischt wird,
um sie als eine stabile Formulierung in Form einer Auf
schlämmung einzusetzen.
Falls für die Polymerisation ein Aminüberschuß verwendet
wird, kann er beispielsweise nach der Reaktion mit Salz
säure neutralisiert werden.
Die Reaktionszeit kann in Abhängigkeit vom Reaktionspart
ner sowie der Reaktionstemperatur gewählt werden und be
trägt vorzugsweise nicht weniger als eine Stunde.
Wenn die Lösung, welche mindestens ein pyrethroides Insek
tizid und/oder Akarizid, (nachfolgend "Ölphase" genannt)
in der beispielsweise ein Dispergiermittel enthaltenden
Lösung (nachfolgend "Wasserphase" genannt) dispergiert
wird, kann entweder eine diskontinuierlich oder eine kon
tinuierlich arbeitende Dispergiervorrichtung verwendet werden.
Das Verhältnis der Ölphase zur Wasserphase zur Zeit des
Dispergierens soll vorzugsweise höchstens 2 : 1 betragen.
Wenn die Ölphase den vorgenannten Bereich überschreitet,
besteht sehr leicht die Möglichkeit, daß keine Öl-in-Wasser-
Dispersion, wie sie für die Mikroverkapselungsreaktion er
forderlich ist, sondern eine Wasser-in-Öl-Dispersion erhal
ten wird.
Die Bedingungen für die Ausbildung von Mikrokapseln mit
einem mittleren Teilchendurchmesser von höchstens 80 µm,
einer Wanddicke von maximal 0,3 µm und einem Verhältnis von
mittlerem Teilchendurchmesser und Wanddicke von mindestens
250 werden unter Bezugnahme auf das Einkapseln von pyre
throiden Insektiziden und/oder Akariziden mittels Polyure
thanen oder Polyharnstoffen beschrieben. Diese Bedingungen
sind im wesentlichen die gleichen wie für das Mikroverkap
seln unter Einsatz anderer Harze.
Die Menge an mehrwertigem Alkohol, die für das Mikrover
kapseln mit Polyurethanen nötig ist, beträgt mindestens
Gewichtsteile.
Darin bedeuten:
WNCO: Menge (Gewichtsteile) eines der Ölphase zuzugebenden polyfunktionellen Isocyanats;
NNCO: Anzahl der in einem Molekül des vorgenannten poly funktionellen Isocyanats enthaltenen Isocyanatgruppen;
MNCO: Molekulargewicht des vorgenannten polyfunktionellen Isocyanats;
MOH: Molekulargewicht des mehrwertigen Alkohols;
NOH: Anzahl der in einem Molekül des mehrwertigen Alkohols enthaltenen Hydroxylgruppen.
WNCO: Menge (Gewichtsteile) eines der Ölphase zuzugebenden polyfunktionellen Isocyanats;
NNCO: Anzahl der in einem Molekül des vorgenannten poly funktionellen Isocyanats enthaltenen Isocyanatgruppen;
MNCO: Molekulargewicht des vorgenannten polyfunktionellen Isocyanats;
MOH: Molekulargewicht des mehrwertigen Alkohols;
NOH: Anzahl der in einem Molekül des mehrwertigen Alkohols enthaltenen Hydroxylgruppen.
Die für das Mikroverkapseln mit einem Polyharnstoff nötige
Menge eines polyfunktionellen Amins beträgt mindestens
Gewichtsteile.
Darin bedeuten:
WNCO, NNCO und MNCO: wie oben angegeben;
MNH₂: Molekulargewicht des polyfunktionellen Amins;
NNH₂: Anzahl der in einem Molekül des polyfunktionellen Amins enthaltenen Aminogruppen.
WNCO, NNCO und MNCO: wie oben angegeben;
MNH₂: Molekulargewicht des polyfunktionellen Amins;
NNH₂: Anzahl der in einem Molekül des polyfunktionellen Amins enthaltenen Aminogruppen.
Falls ein polyfunktionelles Isocyanat mit Wasser zu einem
Polyharnstoff reagiert, ist nur nötig, genügend Wasser zu
verwenden, um die Ölphase darin zu dispergieren.
Die Wanddicke (T) der Mikrokapsel wird näherungsweise
durch die folgende Gleichung I ausgedrückt:
Darin bedeuten:
WW: Menge des Wandmaterials (siehe unten Bemerkung);
WC: Menge einer Kernsubstanz in Gewichtsteilen; diese Menge entspricht WÖl-WNCO, worin WÖl die zur Zeit der Herstellung von Mikrokapseln erforderliche zuzugebende Menge der Ölphase bedeutet;
WNCO: wie oben angegeben;
ϕC: Dichte der Kernsubstanz;
ϕW: Dichte des Wandmaterials;
d: mittlerer Teilchendurchmesser der Mikrokapseln.
WW: Menge des Wandmaterials (siehe unten Bemerkung);
WC: Menge einer Kernsubstanz in Gewichtsteilen; diese Menge entspricht WÖl-WNCO, worin WÖl die zur Zeit der Herstellung von Mikrokapseln erforderliche zuzugebende Menge der Ölphase bedeutet;
WNCO: wie oben angegeben;
ϕC: Dichte der Kernsubstanz;
ϕW: Dichte des Wandmaterials;
d: mittlerer Teilchendurchmesser der Mikrokapseln.
Bemerkungen:
- 1. Wenn durch Umsetzen eines polyfunktionellen Isocyanats
und eines mehrwertigen Alkohols eine Polyurethanwand
gebildet wird, gilt:
- 2. Wenn durch Umsetzen eines polyfunktionellen Isocyanats
mit einem polyfunktionellen Amin eine Polyharnstoffwand
gebildet wird, gilt:
- 3. Wenn durch Umsetzen eines polyfunktionellen Isocyanats
und Wasser eine Polyharnstoffwand gebildet wird, reagie
ren 2 Mol der Isocyanatgruppen mit einem Mol H2O zu
einem Mol der Harnstoffbindung, wobei 1 Mol CO2 freige
setzt wird. Da die Molekulargewichte von H2O und CO2
die Werte 18 und 44 haben, gilt:
Dementsprechend kann die angenäherte Gleichung I in
folgender Weise umgeschrieben werden:
- a. Wenn durch Umsetzen eines polyfunktionellen Isocya
nats mit einem mehrwertigen Alkohol eine Polyurethan
wand gebildet wird, gilt die folgende angenäherte
Gleichung II:
- b. Wenn durch Umsetzen eines polyfunktionellen Isocya
nats mit einem polyfunktionellen Amin eine Polyharn
stoffwand gebildet wird, gilt die nachfolgende ange
näherte Formel III:
- c. Wenn durch Umsetzen eines polyfunktionellen Isocya
nats und Wasser eine Polyharnstoffwand gebildet wird,
gilt die nachfolgende angenäherte Gleichung IV:
Der Ausdruck "Wanddicke" bedeutet die gemäß den ange
näherten Gleichungen II, III oder IV berechnete Dicke.
Zur Herstellung von Mikrokapseln mit einem mittleren
Teilchendurchmesser von maximal 80 µm, einer Wanddicke
von maximal 0,3 µm und einem Verhältnis des mittleren
Teilchendurchmessers zur Wanddicke von mindestens 250
sollten folgende Bedingungen gewählt werden:
- 1. d ≦ 80 µm, T1 ≦ 0,3 µm und d/T1 ≧ 250 für das Ausbil den einer Polyurethanwand durch Umsetzen eines poly funktlonellen Isocyanats mit einem mehrwertigen Alkohol;
- 2. d ≦ 80 µm, T2 ≦ 0.3 µm und d/T2 ≧ 250 für das Ausbil den einer Polyharnstoffwand durch Umsetzen eines poly funktionellen Isocyanats mit einem polyfunktionellen Amin;
- 3. d ≦ 80 µm, T3 ≦ 0,3 µm und d/T3 ≧ 250 für das Ausbil den einer Polyharnstoffwand durch Umsetzen eines polyfunktionellen Isocyanats mit Wasser.
Der mittlere Teilchendurchmesser der Mikrokapseln hängt
hauptsächlich von der Art und der Konzentration des in
der Dispersion vorliegenden Dispergiermittels und auch
von der Stärke des mechanischen Rührens während des
Dispergierens ab. Zur Messung des mittleren Teilchen
durchmessers können handelsübliche Vorrichtungen be
nutzt werden (zum Beispiel der Coulter-Zähler, Modell
TA-II von Nikkaki).
Die für das Mikroverkapseln eingesetzten polyfunktio
nellen Isocyanate sind beispielsweise Toluylendiiso
cyanat, Hexamethylendiisocyanat, Addukte aus Toluylen
diisocyanat und Trimethylolpropan, Selbstkondensate von
Hexamethylendiisocyanat, SUMIDUR L® und SUMIDUR N® (her
gestellt von Sumitomo-Bayer Urethane Co., Ltd.).
Die mindestens zwei Hydroxylgruppen aufweisenden mehr
wertigen Alkohole sind beispielsweise Ethylenglykol,
Propylenglykol, Butylenglykol, Hexandiol, Heptandiol,
Dipropylenglykol, Triethylenglykol, Glycerin, Resorcin
und Hydrochinon.
Die mindestens zwei Aminogruppen aufweisenden polyfunk
tionellen Amine sind beispielsweise Ethylendiamin, Hexa
methylendiamin, Phenylendiamin, Toluylendiamin und Di
ethylentriamin.
Die mindestens zwei COCl-Gruppen aufweisenden polyfunk
tionellen Säurechloride sind beispielsweise Sebacoyl
chlorid, Terephthaloylchlorid und Trimesoyltrichlorid.
Das mindestens zwei SO2Cl-Gruppen aufweisende polyfunk
tionelle Sulfonylchlorid ist beispielsweise Phenylen
disulfonylchlorid.
Das mindestens zwei Epoxidringe aufweisende polyfunktio
nelle Epoxid ist beispielsweise Epichlorhydrin.
Das Dispergiermittel zum Dispergieren der Ölphase, die
pyrethroide Insektizide und/oder Akarizide sowie poly
funktionelle Reaktionspartner enthält, sind beispiels
weise ein oder mehrere natürliche Polysaccharide, wie
Gummi arabicum, halbsynthetische Polysaccharide, wie
Carboxymethylcellulose und Methylcellulose, synthetische
Polymere, wie Polyvinylalkohol und Polyvinylpyrrolidon,
sowie feine Mineralpulver wie Magnesiumaluminiumsilicat.
Wenn die Dispergierbarkeit der Suspension schwach ist,
kann sie durch Zugabe eines bekannten grenzflächenaktiven
Mittels, wie es in der Veröffentlichung von Horoshi Horiguchi,
"Synthetic Surface Active Agent", Sankyo Publishing Co., 25. Mai 1967
angegeben ist, verbes
sert werden.
Nötigenfalls können als Verdickungsmittel natürliche
Polysaccharide, wie Xanthan-Gummi und Karobe-Gummi,
halbsynthetische Polysaccharide, wie Carboxymethyl
cellulose, synthetische Polymere, wie Natriumpolyacrylat,
sowie feine Mineralpulver, wie Magnesiumaluminiumsilicat,
einzeln oder in Kombination eingesetzt werden.
Beispiele für pyrethroide Insektizide und/oder Akarizide
sind Fenvalerat (α-Cyano-3-phenoxybenzyl-α-isopropyl-4'-
chlorphenylacetat), Fenpropathrin (α-Cyano-3-phenoxybenzyl-
2,2,3,3,-tetramethylcyclopropancarboxylat), Permethrin
[3-Phenoxybenzyl-2,2-dimethyl-3-(2,2-dichlorvinyl)-
cyclopropan-1-carboxylat], Cypermethrin[α-Cyano-3-
phenoxybenzyl-3-(2,2-dichlorvinyl)-2,2-dimethylcyclo
propancarboxylat], Tetramethrin(3,4,5,6-Tetrahydrophthal
imidomethylchrysanthemat), Allethrin(3-Allyl-2-methyl
cyclopenta-2-en-4-on-1-yl-cis,trans-chrysanthemat),
Phenothrin(3-Phenoxybenzyl-cis,trans-chrysanthemat),
Deltamethrin[α-Cyano-3-phenoxybenzyl-3-(2,2-dibrom
vinyl)-2,2-dimethylcyclopropancarboxylat], Cyhalothrin
(α-Cyano-3-phenoxybenzyl-2,2-dimethyl-3-(3,3,3-trifluor-
2-chlorpropenyl)-cyciopropancarboxylat] und deren Iso
mere sowie natürliches Pyrethrin. Jedoch können als
Insektizide und/oder Akarizide gemäß der Erfindung ande
re Verbindungen eingesetzt werden, die hier nicht aufge
zählt wurden. Selbstverständlich ist auch der Einsatz
von Gemischen aus pyrethroiden Insektiziden und/oder
Akariziden und Gemischen aus pyrethroiden Insektiziden
und/oder Akariziden mit anderen Insektiziden und/oder
Akariziden möglich.
Die erfindungsgemäßen Mittel können nicht nur Mikro
kapseln aus dem gleichen und einem einzigen Wandmate
rial, sondern auch Mikrokapseln aus anderen Wandmate
rialien enthalten. Zusätzlich können verschieden aktive
Bestandteile in verschiedenen Mikrokapseln enthalten
sein. Bei Bedarf kann das erfindungsgemäße Mittel noch
einen Synergisten, wie Piperonylbutoxid, und einen für
diesen Zweck üblicherweise verwendeten Stabilisator, wie
BHT (2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol).
Insekten oder Milben, die durch Einsatz des erfindungs
gemäßen Mittels bekämpft werden können, sind nachfol
gend angegeben: Insekten der Ordnung Hemiptera, wie
weißrückige Zikaden (Sogatella furcifera), Getreidezi
kaden (Laodelphax striatellus), braune Reiszikaden
(Nilaparvata lugens), grüne Reisjassiden (Nephotettix
cincticeps), grüne Pfirsichblattläuse (Myzus persicae),
Baumwollblattläuse (Aphis gossypii), mehlige Kohlblatt
läuse (Brevicoryne brassicae) , Kohlmottenschildläuse
(Trialeurodes vaporariorum) und weiße Fliegen (Bemisia
tabaci); Insekten der Ordnung Lepidoptera, wie Teeblatt
wickler (Caloptilia thoivora), Apfelblattbohrer (Phyllo
norycter ringoneella), Citrusblattbohrer (Phyllocnistis
citrella), Kohlschaben (Plutella xylostella), Frucht
schalenwickler (Adoxophyes orana), orientalische Tee
wickler (Homona magnanima), Reisstengelbohrer (Chilo
suppressalis), orientalische Getreidebohrer (Ostrinia
funacalis), Reisblattwickler (Cnaphalocrocis medina
lis), gemeine Raupen (Spodoptera litura), Heerwürmer
(Pseudaletia separata), amerikanische Baumwollkapsel
würmer (Heliothis armigera) und rote Kapselwürmer
(Pectiophora gossypiella); Insekten der Ordnung
Coleoptera, wie Kupferkäfer (Anomala cuprea), Soja
bohnenkäfer (Anomala rufocuprea), Japankäfer (Popillia
japonica), Kürbisblattkäfer (Aulacophora femolalis),
gestreifte Erdflöhe (Phyllotreta striolata), Reiskäfer
(Echinocnemus squameus), Maiskäfer (Sitophilus zeamais)
und Getreidewurzelraupen (Diabrotica sp.); sowie Milben
der Ordnung Acarina, wie gemeine Spinnmilben (Tetra
nychus cinnabarinus), zweifleckige Spinnmilben (Tetra
nychus urticae), Citrusspinnmilben (Panonychus citri),
Obstbaumspinnmilben (Panonychus ulmi), Cryptomeria-
Spinnmilben (Oligonychus bondoensis), Bullenzecken
(Boopilus microplus) und zweistachelige Zecken (Haema
physalis lingicornis).
Die Erfindung wird durch die Beispiele erläutert. Ver
gleichsbeispiele und Testbeispiele sind gleichfalls
beschrieben.
4 g SUMIDUR® L und 100 g Phenylxylylethan (HISOL® SAS
296, hergestellt von Nippon Petroleum Chemicals Co.,
Ltd.) wurden zu 100 g Fenvalerat gegeben und bis zur
Bildung einer einheitlichen Lösung gerührt. Diese Lö
sung wurde zu 400 g einer wäßrigen Lösung von 10
Gew.-% Polyvinylalkohol (GOSENOL® GL-05, hergestellt
von Nippon Gosei Kagaku K.K.) hinzugefügt. Unter Ver
wendung eines Mischers (T.K. Autohomomixer der Firma
Tokushukika Kogyo K.K.) wurde während mehrerer Minuten
bei Raumtemperatur dispergiert, bis Mikrotropfen ge
bildet wurden. Die Drehzahl betrug 1250 U/min.
Anschließend wurde die Dispersionslösung während 24
Stunden bei 60°C leicht gerührt. Man erhielt eine Auf
schlämmung von mikroverkapselten Produkten.
Der Aufschlämmung wurde Wasser zugegeben, um ein Gesamt
gewicht von 1000 g einzustellen. Das Ergebnis war eine
Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln mit einer
Polyurethanwand und mit einer Wirkstoffkonzentration
von 10 Gew.-% (Mittel 1).
Die erhaltenen Mikrokapseln hatten eine durchschnittli
che Teilchengröße von 50 µm, eine Wanddicke von 0,109 µm
und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teilchendurch
messers und der Wanddicke von 459.
Das Verfahren gemäß Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch
mit der Ausnahme, daß die Drehzahl des genannten Mi
schers nun 6500 U/min betrug. Man erhielt eine Auf
schlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln mit einer Poly
harnstoffwand und einer Wirkstoffkonzentration von
10 Gew.-% (Mittel 2).
Die erhaltenen Mikrokapseln hatten einen durchschnitt
lichen Teilchendurchmesser von 5 µm, eine Wanddicke
von 0,011 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen
Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 455.
Das Verfahren gemäß Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch
mit der Ausnahme, daß die Menge von Sumidul® L nun 0,8 g
und die Drehzahl des Mischers 6500 U/min betrugen. Man
erhielt eine Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln
mit einer Polyharnstoffwand und einer Wirkstoffkonzentration
von 10 Gew.-% (Mittel 3).
Die erhaltenen Mikrokapseln hatten einen durchschnittli
chen Teilchendurchmesser von 5 µm, eine Wanddicke von
0,002 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teil
chendurchmessers und der Wanddicke von 2500.
Das Verfahren gemäß Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch
mit der Ausnahme, daß das Sumidur® L nun in einer Menge
von 0,2 g eingesetzt wurde und die Drehzahl des Mischers
2300 U/min betrug. Man erhielt eine Aufschlämmung von
Fenvalerat-Mikrokapseln mit einer Polyharnstoffwand und
einer Wirkstoffkonzentration von 10 Gew.-% (Mittel 4).
Die erhaltenen Mikrokapseln hatten einen durchschnittli
chen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wanddicke von
0,011 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teil
chendurchmessers und der Wanddicke von 10000.
Das Verfahren gemäß Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch
unter Ersatz des Fenvalerats durch Fenpropathrin, wobei
die Drehzahl des Mischers 6500 U/min betrug. Es ergab
sich eine Aufschlämmung von Fenpropathrin-Mikrokapseln
mit einer Polyharnstoffwand und einer Wirkstoffkonzen
tration von 10 Gew.-% (Mittel 5).
Die erhaltenen Mikrokapseln hatten einen durchschnittli
chen Teilchendurchmesser von 5 µm, eine Wanddicke von
0,011 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teil
chendurchmessers und der Wanddicke von 455.
1,5 g Sumidur® L wurden zu 200 g Fenvalerat gegeben, und
das Gemisch wurde unter Rühren bis zur Bildung einer
einheitlichen Lösung erhitzt. Die Lösung wurde in 350 g
einer wäßrigen Lösung eingebracht, die 5 Gew.-% Gummi
arabicum als Dispergiermittel enthielt, und das Disper
gieren wurde unter Erhitzen während mehrerer Minuten in
dem in Beispiel 1 genannten Mischer durchgeführt. Die
Drehzahl betrug 8500 U/min. Anschließend wurde die dis
pergierte Lösung während 20 Stunden bei 80°C leicht ge
rührt. Es ergab sich eine Aufschlämmung von mikrover
kapselten Produkten.
Die erhaltene Aufschlämmung wurde bis zu einem Gesamtge
wicht von 1000 g mit Wasser versetzt, wobei eine Aufschläm
mung von Fenvalerat-Mikrokapseln mit einer Polyharnstoff
wand und einer Wirkstoffkonzentration von 20 Gew.-% ge
bildet wurde (Mittel 6).
Die hergestellten Mikrokapseln hatten einen durchschnitt
lichen Teilchendurchmesser von 15 µm, eine Wanddicke von
0,013 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teil
chendurchmessers und der Wanddicke von 1154.
Das Verfahren gemäß Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Menge an Sumidur® L 1 g und anstelle des Fenva
lerats wurden 200 g Fenpropathrin eingesetzt. Die Dreh
zahl des Mischers betrug 5500 U/min. Es ergab sich eine
Aufschlämmung von Fenpropathrin-Mikrokapseln mit einer
Polyharnstoffwand und einer Wirkstoffkonzentration von
20 Gew.-% (Mittel 7).
Die so gebildeten Mikrokapseln hatten einen durchschnitt
lichen Teilchendurchmesser von 50 µm, eine Wanddicke von
0,03 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teil
chendurchmessers und der Wanddicke von 1,667.
4 g Sumidur® L und 100 g des im Beispiel 1 genannten Phenyl
xylylethans wurden zu 100 g Permethrin gegeben, und das
Gemisch wurde bis zur Bildung einer einheitlichen Lösung
gerührt. Die Lösung wurde in 350 g einer wäßrigen Lösung
eingetragen, die 5 Gew.-% Gummi arabicum als Dispergier
mittel enthielt. Mittels des in den vorstehenden Beispie
len genannten Mischers erfolgte das Dispergieren während
mehrerer Minuten bei Raumtemperatur. Die Drehzahl betrug
8000 U/min. Anschließend wurde die Lösung 30 Stunden bei
55°C leicht gerührt. Man erhielt eine Aufschlämmung von
mikroverkapselten Produkten.
Die gebildete Aufschlämmung wurde bis zu einem Gesamtge
wicht von 1000 g mit Wasser versetzt. Dann wurden 1000 g
einer wäßrigen Lösung zugefügt, die 0,3 Gew.-% Xanthan-
Gummi und 0,6 Gew.-% Magnesiumaluminiumsilicat als Ver
dickungsmittel enthielt. Es wurde eine Aufschlämmung von
Permethrin-Mikrokapseln mit einer Polyharnstoffwand und
einer Wirkstoffkonzentration von 5 Gew.-% gebildet (Mit
tel 8).
Die hergestellten Mikrokapseln hatten einen durchschnitt
lichen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wanddicke von
0,044 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teil
chendurchmessers und der Wanddicke von 455.
2 g Sumidur® L und 100 g Xylol wurden zu 100 g Cypermethrin
gegeben, und das Gemisch wurde bis zur Bildung einer ein
heitlichen Lösung gerührt. Die Lösung wurde dann in 350 g
einer wäßrigen Lösung eingetragen, die 5 Gew.-% Gummi
arabicum als Dispergiermittel enthielt. Das Dispergieren
wurde in dem vorgenannten Mischer während mehrerer Minu
ten unter Erhitzen durchgeführt. Die Drehzahl betrug
5500 U/min. Anschließend wurde die dispergierte Lösung
mit 6 g Ethylendiamin versetzt und dann 24 Stunden bei
70°C leicht gerührt. Es wurde eine Aufschlämmung von
mikroverkapselten Produkten gebildet. Zur Einstellung
eines pH-Werts von 7 wurde eine 1n-wäßrige Salzsäure zu
gegeben, gefolgt von einem Wasserzusatz bis zu einem Ge
samtgewicht von 1000 g. Man erhielt eine Aufschlämmung
von Cypermethrin-Mikrokapseln mit einer Polyharnstoff
wand und einer Wirkstoffkonzentration von 10 Gew.-%
(Mittel 9).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 50 µm, eine Wand
dicke von 0,065 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 769.
Das Verfahren gemäß Beispiel 9 wurde wiederholt, jedoch
unter Ersatz von Sumidur® L durch 2 g Sumidur® N, unter
Ersatz des Cypermethrins durch 100 g Tetramethrin und
unter Ersatz des Ethylendiamins durch 6 g Phenylendiamin.
Die Drehzahl betrug 8000 U/min. Man erhielt eine Auf
schlämmung von Tetramethrin-Mikrokapseln mit einer Poly
harnstoffwand und einer Wirkstoffkonzentration von
10 Gew.-% (Mittel 10).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wand
dicke von 0,027 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 741.
1 g Sumidur® L und 50 g Xylol wurden zu 150 g Allethrin
gegeben, und das Gemisch wurde bis zur Bildung einer
einheitlichen Lösung gerührt. Diese Lösung wurde dann
in 350 g einer wäßrigen Lösung eingebracht, die 5 Gew.-%
Gummi arabicum als Dispergiermittel enthielt. Das Dis
pergieren wurde in dem vorgenannten Mischer während meh
rerer Minuten bei Raumtemperatur durchgeführt. Die Dreh
zahl betrug 8000 U/min. Anschließend wurde die disper
gierte Lösung 24 Stunden bei 60°C leicht gerührt. Man
erhielt eine Aufschlämmung der mikroverkapselten Produkte.
Die Dispersion wurde bis zu einem Gesamtgewicht von 1000 g
mit Wasser versetzt und dann mit einer wäßrigen Lösung
von 4 Gew.-% Carboxymethylcellulose (CELLOGEN® 3 H, herge
stellt von Daiichi Kogyo Seiyaku K.K.) bis auf 1 : 2
verdünnt. Es ergab sich eine Aufschlämmung von Alle
thrin-Mikrokapseln mit einer Polyharnstoffwand und einer
Wirkstoffkonzentration von 7,5 Gew.-% (Mittel 11).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wand
dicke von 0,01 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von
2000.
Das Verfahren gemäß Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch
wurde Sumidur® L durch ein Gemisch aus 0,8 g Sumidur L
und 0,1 g Toluylendiisocyanat (Sumidur® T80, hergestellt
von Sumitomo Bayer Urethane Co., Ltd.) ersetzt und anstelle
von Fenvalerat wurde Phenothrin verwendet. Die Drehzahl
des vorgenannten Mischers betrug 8000 U/min. Es wurde
eine Aufschlämmung von Phenothrin-Mikrokapseln mit einer
Polyharnstoffwand und einer Wirkstoffkonzentration von
20 Gew.-% erhalten (Mittel 12).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wand
dicke von 0,01 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 2000.
1 g Sumidur® L und 160 g Fenitrothion [0,0-Dimethyl-0-
(3-methyl-4-nitrophenyl)-phosphorthioat] wurden zu 40 g
Fenvalerat gegeben, und das Gemisch wurde bis zur Bil
dung einer einheitlichen Lösung gerührt. Diese Lösung
wurde in eine wäßrige Lösung eingebracht, die 5 Gew.-%
Gummi arabicum enthielt. Das Dispergieren erfolgte mit
tels des vorgenannten Mischers während mehrerer Minuten
bei Raumtemperatur. Die Drehzahl betrug 7100 U/min. An
schließend wurde die dispergierte Lösung 24 Stunden bei
60°C gerührt. Man erhielt eine Aufschlämmung der mikro
verkapselten Produkte.
Die Aufschlämmung wurde bis zu einem Gesamtgewicht von
1000 g mit Wasser versetzt. Es ergab sich eine Aufschläm
mung von Mikrokapseln mit 16 Gew.-% Fenitrothion und
4 Gew.-% Fenvalerat, die in Polyharnstoff eingekapselt
waren (Mittel 13).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 10 µm, eine Wand
dicke von 0,006 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 1667.
4,4 g Sumidur® L und 100 g des vorgenannten Phenylxylyl
ethans wurden zu 100 g Fenvalerat gegeben, und das Ge
misch wurde bis zur Bildung einer einheitlichen Lösung
gerührt. Diese Lösung wurde in 400 g einer wäßrigen
Lösung eingebracht, die 10 Gew.-% des in Beispiel 1 ge
nannten Polyvinylalkohols enthielt. Das Dispergieren
erfolgte in dem vorgenannten Mischer während mehrerer
Minuten bei Raumtemperatur. Die Drehzahl betrug 1250
U/min. Die dispergierte Lösung wurde mit 6 g Ethylen
glykol versetzt und dann 24 Stunden bei 60°C leicht ge
rührt. Man erhielt eine Aufschlämmung der mikroverkap
selten Produkte. Die Aufschlämmung wurde bis zu einem
Gesamtgewicht von 1000 g mit Wasser versetzt. Es ergab
sich eine Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln mit
einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzentration
von 10 Gew.-% (Mittel 14).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 50 µm, eine Wand
dicke von 0,131 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 382.
Das Verfahren gemäß Beispiel 14 wurde wiederholt, jedoch
mit einer Drehzahl in dem vorgenannten Mischer von
2300 U/min. Man erhielt eine Aufschlämmung von Fenvale
rat-Mikrokapseln mit einer Polyurethanwand und einer
Wirkstoffkonzentration von 10 Gew.-% (Mittel 15).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wand
dicke von 0,052 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 385.
Das Verfahren gemäß Beispiel 14 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Drehzahl im vorgenannten Mischer nun 10000 U/min.
Man erhielt eine Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln
mit einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzentration
von 10 Gew.-% (Mittel 16).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 2 µm, eine Wand
dicke von 0,005 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 400.
Das Verfahren gemäß Beispiel 14 wurde wiederholt, jedoch
mit einer Menge von 0,9 g Sumidur® L und mit einer Dreh
zahl des vorgenannten Mischers von 6500 U/min. Man er
hielt eine Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln
mit einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzentra
tion von 10 Gew.-% (Mittel 17).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 5 µm, eine Wand
dicke von 0,003 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 1667.
Das Verfahren gemäß Beispiel 14 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Menge an Sumidur® L nun 0,4 g. Man erhielt
eine Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln mit einer
Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzentration von
10 Gew.-% (Mittel 18).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 50 µm, eine Wand
dicke von 0,012 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 4167.
Das Verfahren gemäß Beispiel 14 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Menge an Sumidur® L nun 0,1 g und der vorge
nannte Mischer hatte eine Drehzahl von 1500 U/min. Man
erhielt eine Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln
mit einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzentra
tion von 10 Gew.-% (Mittel 19).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 30 µm, eine Wand
dicke von 0,002 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 15000.
Das Verfahren gemäß Beispiel 14 wurde wiederholt, jedoch
unter Einsatz von Fenpropathrin anstelle von Fenvalerat,
und die Drehzahl des vorgenannten Mischers betrug
6500 U/min. Man erhielt eine Aufschlämmung von Fenpro
pathrin-Mikrokapseln mit einer Polyurethanwand und einer
Wirkstoffkonzentration von 10 Gew.-% (Mittel 20).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 5 µm, eine Wand
dicke von 0,013 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 385.
1,5 g Sumidur® L wurden zu 200 g Fenvalerat gegeben, und
das Gemisch wurde bis zur Bildung einer einheitlichen
Lösung erhitzt und gerührt. Diese Lösung wurde in 350 g
einer wäßrigen Lösung eingebracht, die 5 Gew.-%
Gummi arabicum als Dispergiermittel enthielt. Das Disper
gieren erfolgte in dem vorgenannten Mischer während meh
rerer Minuten unter Erhitzen. Die Drehzahl lag bei
6000 U/min. Anschließend wurde die dispergierte Lösung
mit 6 g Ethylenglykol versetzt und dann 20 Stunden bei
70° leicht gerührt. Man erhielt eine Aufschlämmung der
mikroverkapselten Produkte. Die Dispersion wurde bis zu
einem Gesamtgewicht von 1000 g mit Wasser versetzt. Es
ergab sich eine Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokap
seln mit einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkon
zentration von 20 Gew.-% (Mittel 21).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 40 µm, eine Wand
dicke von 0,039 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 1026.
Das Verfahren gemäß Beispiel 21 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Menge an Sumidur® L nun 1 g und anstelle des
Fenvalerats wurden jetzt 200 g Fenpropathrin eingesetzt.
Die Drehzahl des vorgenannten Mischers betrug 6800 U/min.
Man erhielt eine Aufschlämmung von Fenpropathrin-Mikro
kapseln mit einer Polyurethanwand und einer Wirkstoff
konzentration von 20 Gew.-% (Mittel 22).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 30 µm, eine Wand
dicke von 0,02 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 1500.
4 g Sumidur® L und 150 g des im Beispiel 1 genannten
Phenylxylylethans wurden zu 100 g Permethrin gegeben,
und das Gemisch wurde bis zur Bildung einer einheitli
chen Lösung gerührt. Diese Lösung wurde in 400 g einer
wäßrigen Lösung eingetragen, die 5 Gew.-% Gummi arabicum
als Dispergiermittel enthielt. Das Dispergieren erfolgte
unter Verwendung des vorgenannten Mischers während mehre
rer Minuten bei Raumtemperatur. Die Drehzahl betrug
8600 U/min. Anschließend wurde die dispergierte Lösung
mit 7 g Ethylenglykol versetzt und dann 36 Stunden bei
50°C leicht gerührt. Man erhielt eine Aufschlämmung der
mikroverkapselten Produkte.
Die Aufschlämmung wurde bis zu einem Gesamtgewicht von
1000 g mit Wasser versetzt und dann bis zu einem Ver
hältnis von 1 : 2 mit einer wäßrigen Lösung verdünnt,
die 0,3 Gew.-% Xanthan-Gummi und 0,6 Gew.-% Magnesium
aluminiumsilicat als Verdickungsmittel enthielt. Es er
gab sich eine Aufschlämmung von Permethrin-Mikrokapseln
mit einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzentra
tion von 5 Gew.-% (Mittel 23).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 15 µm, eine Wand
dicke von 0,029 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 517.
2 g Sumidur® L und 50 g Xylol wurden zu 100 g Cypermethrin
gegeben, und das Gemisch wurde bis zur Bildung einer ein
heitlichen Lösung gerührt. Diese Lösung wurde in 350 g
einer wäßrigen Lösung eingetragen, die 5 Gew.-% Gummi
arabicum als Dispergiermittel enthielt. Das Dispergieren
erfolgte mittels des vorgenannten Rührers während mehre
rer Minuten unter Erhitzen. Die Drehzahl betrug 5000 U/min.
Anschließend wurde die dispergierte Lösung mit 6 g Propy
lenglykol versetzt und dann 24 Stunden bei 70°C leicht
gerührt. Man erhielt eine Aufschlämmung der mikroverkap
selten Produkte. Die Aufschlämmung wurde bis zu einem
Gesamtgewicht von 1000 g mit Wasser versetzt. Es ergab
sich eine Aufschlämmung von Cypermethrin-Mikrokapseln mit
einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzentration
von 10 Gew.-% (Mittel 24).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 60 µm, eine Wand
dicke von 0,101 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 594.
Das Verfahren gemäß Beispiel 14 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Menge an Sumidur® L nun 2 g, und das Phenyl
xylylethan wurde durch 100 g Xylol ersetzt. Anstelle von
Fenvalerat wurde Tetramethrin verwendet. Der vorgenann
te Mischer hatte eine Drehzahl von 2300 U/min. Man er
hielt eine Aufschlämmung von Tetramethrin-Mikrokapseln
mit einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzentra
tion von 10 Gew.-% (Mittel 25).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wand
dicke von 0,022 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 909.
1 g Sumidur® L und 50 g Xylol wurden zu 100 g Allethrin
gegeben, und das Gemisch wurde bis zur Bildung einer
einheitlichen Lösung gerührt. Diese Lösung wurde in
260 g einer wäßrigen Lösung eingetragen, die 5 Gew.-%
Gummi arabicum als Dispergiermittel enthielt. Das Dis
pergieren erfolgte unter Verwendung des vorgenannten
Mischers während mehrerer Minuten bei Raumtemperatur.
Die Drehzahl betrug 8000 U/min. Anschließend wurde die
dispergierte Lösung mit 7 g Ethylenglykol versetzt und
dann 24 Stunden bei 60°C leicht gerührt. Man erhielt eine
Aufschlämmung der mikroverkapselten Produkte.
Die Aufschlämmung wurde bis zu einem Gesamtgewicht von
1000 g mit Wasser versetzt und dann bis zu einem Verhält
nis von 1 : 2 mit einer Lösung verdünnt, die 4 Gew.-%
der im Beispiel 11 genannten Carboxymethylcellulose ent
hielt. Es ergab sich eine Aufschlämmung von Allethrin-
Mikrokapseln mit einer Polyurethanwand und einer Wirk
stoffkonzentration von 5 Gew.-% (Mittel 26).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wand
dicke von 0,015 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 1333.
Das Verfahren gemäß Beispiel 21 wurde wiederholt mit der
Änderung, daß das Sumidur® L durch ein Gemisch aus 0,8 g
Sumidur L und 0,1 g Toluylendiisocyanat (Sumidur T80) und
das Fenvalerat durch 200 g Phenothrin ersetzt wurden. Man
erhielt eine Aufschlämmung von Phenothrin-Mikrokapseln mit
einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzentration
von 20 Gew.-% (Mittel 27).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durchschnitt
lichen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wanddicke von
0,011 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teil
chendurchmessers und der Wanddicke von 1818.
0,9 g Sumidur® L und 160 g des im Beispiel 13 genannten
Fenitrothion wurden zu 40 g Fenvalerat gegeben, und das
Gemisch wurde bis zur Bildung einer gleichmäßigen Lösung
gerührt. Diese Lösung wurde in 400 g einer wäßrigen Lö
sung eingetragen, die 10 Gew.-% des im Beispiel 1 genann
ten Polyvinylalkohols enthielt. Das Dispergieren erfolgte
in der genannten Vorrichtung während mehrerer Minuten bei
Raumtemperatur. Die Drehzahl betrug 6500 U/min. Anschließend
wurde die dispergierte Lösung mit 10 g Ethylenglykol
versetzt und dann 24 Stunden bei 60°C leicht gerührt.
Man erhielt eine Aufschlämmung der mikroverkapselten
Produkte. Die Aufschlämmung wurde bis zu einem Gesamt
gewicht von 1000 g mit Wasser versetzt. Es ergab sich
eine Aufschlämmung von Mikrokapseln mit einer Polyurethan
wand sowie einer Konzentration von 16 Gew.-% Fenitrothion
und 4 Gew.-% Fenvalerat (Mittel 28).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 5 µm, eine Wand
dicke von 0,003 µm und ein Verhältnis des durchschnitt
lichen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 1667.
200 g Fenvalerat, 50 g Xylol und 4 g Trimesoylchlorid wur
den bis zur Bildung einer einheitlichen Lösung gemischt.
Die Lösung wurde in 500 g einer 2% Gummi arabicum enthal
tenden wäßrigen Lösung eingetragen. Das Dispergieren er
folgte in dem vorgenannten Mischer während mehrerer Minu
ten bei Raumtemperatur. Die dispergierte Lösung wurde mit
einem Magnetrührer leicht gerührt und mit 100 g einer
wäßrigen Lösung versetzt, die 3 g Diethylentriamin und
6 g Natriumcarbonat enthielt. Anschließend wurde das Ge
misch unter Fortsetzen des leichten Rührens 2 Stunden
stehengelassen. Dann wurde die Suspension mit 1n Salzsäure
neutralisiert und schließlich bis zu einem Gesamtgewicht
von 1000 g mit Wasser versetzt. Man erhielt eine Aufschläm
mung von Fenvalerat-Mikrokapseln mit einer Polyurethan
wand und einer Wirkstoffkonzentration von 20 Gew.-% (Mit
tel 29).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durchschnitt
lichen Teilchendurchmesser von 22 µm, eine Wanddicke von
0,049 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teil
chendurchmessers und der Wanddicke von 449.
Das Verfahren gemäß Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Menge an Sumidur® L nun 15 g und die Drehzahl
des vorgenannten Mischers lag jetzt bei 6500 U/min. Man
erhielt eine Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln
mit einer Polyharnstoffwand und einer Wirkstoffkonzentra
tion von 10 Gew.-% (Vergleichsmittel 1).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 5 µm, eine Wanddicke
von 0,04 µm und ein Verhältnis des durchschnittlichen Teil
chendurchmessers und der Wanddicke von 125.
Das Verfahren gemäß Beispiel 5 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Menge an Sumidur® L nun 15 g und die Drehzahl
des vorgenannten Mischers lag jetzt bei 2150 U/min. Man
erhielt eine Aufschlämmung von Fenpropathrin-Mikrokapseln
mit einer Polyharnstoffwand und einer Wirkstoffkonzen
tration von 10 Gew.-% (Vergleichsmittel 2).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 25 µm, eine Wand
dicke von 0,333 µm und ein Verhältnis des durchschnittli
chen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 75.
Ein emulgierbares Fenvaleratkonzentrat mit einer Wirkstoff
konzentration von 10 Gew.-% wurde in üblicher Weise nach
der folgenden Rezeptur hergestellt (Vergleichsmittel 3):
| Fenvalerat | 10 Gewichtsteile |
| Gemisch aus nichtionischem oberflächenaktiven Mittel und anionischem oberflächenaktiven Mittel (Sorpol® 3005 X) | 10 Gewichtsteile |
| Xylol | Rest |
| 100 Gewichtsteile |
Ein emulgierbares Fenpropathrinkonzentrat mit einer Wirk
stoffkonzentration von 10 Gew.-% wurde in üblicher Weise
nach der folgenden Rezeptur hergestellt (Vergleichsmit
tel 4):
| Fenpropathrin | 10 Gewichtsteile |
| Oberflächenaktive Mittel gemäß Vergleichsbeispiel 3 | 10 Gewichtsteile |
| Xylol | Rest |
| 100 Gewichtsteile |
Das Verfahren gemäß Beispiel 14 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Menge an Sumidur® L nun 17,6 g und der vorge
nannte Mischer hatte eine Drehzahl von 6500 U/min. Man
erhielt eine Aufschlämmung von Fenvalerat-Mikrokapseln
mit einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzen
tration von 10 Gew.-% (Vergleichsmittel 5).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 5 µm, eine Wand
dicke von 0,052 µm und ein Verhältnis des durchschnittli
chen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 96.
Das Verfahren gemäß Beispiel 20 wurde wiederholt, jedoch
betrug die Menge an Sumidur® L nun 25 g und die Drehzahl
des vorgenannten Mischers lag jetzt bei 2300 U/min. Man
erhielt eine Aufschlämmung von Fenpropathrin-Mikrokap
seln mit einer Polyurethanwand und einer Wirkstoffkonzen
tration von 10 Gew.-% (Vergleichsmittel 6).
Die so hergestellten Mikrokapseln hatten einen durch
schnittlichen Teilchendurchmesser von 20 µm, eine Wand
dicke von 0,291 µm und ein Verhältnis des durchschnittli
chen Teilchendurchmessers und der Wanddicke von 69.
Jedes der in der nachfolgenden Tabelle I angegebenen Test
mittel wurde in einer Verdünnung von 1 : 1000 mit Wasser
mittels einer Sprühpistole über eingetopften Kohlpflanzen
(jederzeit erntbare Kohlpflanzen), die auf einem Dreh
tisch angeordnet waren, in einer Menge von 50 ml pro
5 Töpfe versprüht. Jede Verdünnung enthielt 0,0002 Gew.-%
eines Spreitmittels (Rino, hergestellt von Nippon Noyaku
K.K.).
Die so behandelten Kohltöpfe wurden in einem gläsernen
Treibhaus stehengelassen. Nach vorgegebenen Zeiträumen
wurden von den Kohlpflanzen Blätter abgeschnitten und zu
sammen mit 10 drei Jahre alten Tabakraupenlarven in einen
Becher mit einem Durchmesser von 12 cm gegeben. Nach 48
Stunden wurde die Anzahl der toten Insekten festgestellt.
Der Test wurde dreimal wiederholt, und die Mortalität
wurde gemäß der nachfolgenden Gleichung berechnet:
Die Ergebnisse sind in den nachfolgenden Tabellen I und
II angegeben.
Eingetopfte Bohnen wurden 2 Wochen nach dem Säen (2 Boh
nen pro Topf) mit etwa 30 weiblichen Karminmilben pro
Topf inokuliert. 3 Tage nach der Inokulation wurde jedes
der in der nachfolgenden Tabelle III angegebenen Testmit
tel in einer Verdünnung von 1 : 1000 mittels einer Sprüh
pistole über die auf einem Drehtisch befindlichen Töpfe
in einer Menge von 50 ml pro 5 Töpfe versprüht. Jede Ver
dünnung enthielt 0,0002 Gew.-% des vorgenannten Spriet
mittels.
Die behandelten Töpfe wurden in einer mittels eines Netzes
beschatteten Kammer stehengelassen. Nach einer vorgegebe
nen Zeitspanne wurde die Anzahl der weiblichen Milben
überprüft.
Das Verfahren gemäß dem Testbeispiel 2 wurde unter Einsatz
der in der nachfolgenden Tabelle IV angegebenen Testmittel
wiederholt. Die Ergebnisse sind auch in Tabelle IV ange
geben.
Aufschlämmungen von Fenvalerat-Mikrokapseln gemäß der
Erfindung (erfindungsgemäße Mittel 1 und 4) sowie ein
emulgierbares Fenvaleratkonzentrat (Vergleichsmittel 3)
wurden jeweils bis zu einer vorgegebenen Konzentration
verdünnt und in einer Menge von 5 l in einen Glasbehäl
ter der Größe 21 cm × 16 cm × 23 cm gegeben. 10 rote
Kärpflinge wurden in den Behälter gegeben, um zu prüfen,
ob sie nach 48 Stunden noch leben oder tot sind. Auf der
Grundlage der Ergebnisse wurde die Konzentration TLm49(MC)
für die mittlere lethale Dosis bestimmt.
Das Verfahren wurde unter Einsatz eines Fenvaleratvorrats
wiederholt, um die mittlere lethale Dosis TLm48(TG) für
Fenvalerat zu bestimmen.
Der Wert von TLm48(MC)/TLm48(TG) wurde berechnet und als
ein Verminderungsgrad der Fischtoxizität genommen. Die
Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle V angegeben.
Verminderungsgrad der Fischtoxizität bei roten Kärpflingen
Verminderungsgrad der Fischtoxizität bei roten Kärpflingen
Claims (8)
1. Mikroverkapselte pyrethroide insektizide und/oder akari
zide Mittel für landwirtschaftliche Zwecke, gekennzeich
net durch mindestens ein Pyrethroid, das in eine Hülle
aus einem synthetischen Polymer eingekapselt ist, wobei
ein mittlerer Teilchendurchmesser von maximal 80 µm, eine
Wanddicke der Hülle von maximal 0,3 µm und ein Verhältnis
von mittlerem Teilchendurchmesser und Wanddicke von min
destens 250 vorliegen.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
synthetische Polymer für die Mikrokapseln aus Polyure
thanen, Polyharnstoffen, Polyamiden, Polyamid-Polyharn
stoffen, Polycarbonaten, Polyestern, Polysulfonaten,
Polysulfonamiden und Epoxidharzen ausgewählt ist.
3. Mittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
synthetische Polymer ein Polyharnstoff oder ein Polyure
than ist.
4. Mittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Pyrethroid aus den Stoffen Fenva
lerat, Fenpropathrin, Permethrin, Cypermethrin, Tetrame
thrin, Allethrin, Phenothrin, Deltamethrin, Cyhalothrin
und deren Isomeren sowie Gemischen der genannten Stoffe
ausgewählt ist.
5. Verfahren zur Bekämpfung von Insekten und/oder Milben
mittels eines mikroverkapselten Mittels, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Mittel gemäß Anspruch 1 eingesetzt
wird.
6. Verfahren zur Herstellung eines Mittels nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein öllös
licher Reaktionspartner A einer ein pyrethroides Insekti
zid und/oder Akarizid enthaltenden Ölphase zugegeben
wird, das Gemisch in Wasser dispergiert wird, gegebenen
falls der dispergierten Lösung ein Reaktionspartner B zu
gegeben wird, der mit dem Reaktionspartner A ein Polymer
bilden kann, und zwischen dem Reaktionspartner A und dem
Reaktionspartner B oder, falls kein Reaktionspartner B
anwesend ist, zwischen dem Reaktionspartner A und Wasser
eine Grenzflächenpolymerisation abläuft, oder daß der
Reaktionspartner A einer ein pyrethroides Insektizid
und/oder Akarizid enthaltenden Ölphase zugegeben wird,
die Ölphase in einer den Reaktionspartner B enthaltenden
wäßrigen Phase dispergiert wird und die Polymerisation
zwischen dem Reaktionspartner A und dem Reaktionspartner
B abläuft.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Reaktionspartner A aus polyfunktionellen Isocyanaten
mit mindestens zwei Isocyanatgruppen, polyfunktionellen
Säurechloriden mit mindestens zwei COCl-Gruppen, Phosgen,
polyfunktionellen Sulfonylchloriden mit mindestens zwei
SO2Cl-Gruppen und polyfunktionellen Epoxidverbindungen
mit mindestens zwei Epoxidringen ausgewählt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Reaktionspartner B aus mehrwertigen Alkoholen mit
mindestens zwei Hydroxylgruppen und polyfunktionellen
Aminen mit mindestens zwei Aminogruppen ausgewählt wird.
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