DE3706352A1 - Verfahren und vorrichtung zum passieren von marmelade - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Passieren von Marmelade, Konfitüre und dgl. und zum
Entfernen von Steinen, Kernen und anderen Verunreinigungen.
Bei der Herstellung von Marmelade wird dieses z.B. zum Abfül
len in Gläser, Töpfe, Joghurts, usw. über Düsen transpor
tiert. Dabei soll im allgemeinen eine Stückigkeit von Früch
ten, insbesondere bei der Verwendung für Fruchtjoghurt, be
stehen bleiben. Andererseits dürfen keine Steine, Kerne oder
andere Verunreinigungen in der Marmelade verbleiben, da dies
zu ernsten Problemen bei der Verarbeitung bzw. beim Abfüllen
führt. Geraten derartige Verunreinigungen z.B. in Düsen kann
dies neben einer Verstopfung und einer damit verbundenen Be
triebsunterbrechung auch zu einer Zerstörung der Düse füh
ren.
Trotz einer genauen Vorsortierung kommt es immer wieder vor,
daß Steine, Kerne oder andere Verunreinigungen in der Marme
lade verbleiben und dann zu den genannten Problemen führen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde
ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit der Mar
melade passiert und gleichzeitig von Verunreinigungen be
freit werden kann, wobei die hygienischen Anforderungen er
füllt sein sollen und eine hohe Abfüllgeschwindigkeit mög
lich sein soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen Behäl
ter in dessem Inneren ein Siebkörper rotiert, wobei das zu
passierende Gut von außen her an den Siebkörper herange
bracht wird und mit Unterstützung von einem oder mehreren in
geringem Abstand um den Siebkörper angeordnete Schaber durch
Öffnungen in dem Siebkörper durch diesen hindurch und in das
Innere des Siebkörpers gedrückt wird, von wo aus es aus dem
Behälter entfernt wird und wobei die Schaber die abzuschei
denden Verunreinigungen von der Siebkörperoberfläche ab
schaben.
Erfindungsgemäß wird nunmehr die Marmelade zusammen mit dem
Fruchtfleisch wie bei einer herkömmlichen Passiermaschine
durch das Sieb bzw. die Spalte durchgequetscht. Durch die
langsame Rotation des Siebkörpers in Verbindung mit dem oder
den Schabern werden die abzuscheidenden Verunreinigungen je
doch von der Siebkörperoberfläche abgeschabt bzw. wird die
Siebkörperoberfläche von diesen freigehalten. Durch eine ge
eignete Wahl der Maschen des Siebes bzw. der Spalte wird da
bei sichergestellt, daß keine größeren Verunreinigungen hin
durchtreten können und auf diese Weise nachfolgende Düsen
verstopfen oder sogar unbrauchbar machen können.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Ver
fahrens kann gekennzeichnet sein durch einen Behälter mit
einem Zulauf im äußeren und einem Auslauf im inneren Be
reich, mit einem rotierenden Siebkörper im Inneren des Behäl
ters und mit in geringem Abstand um den Siebkörper angeordne
ten Schaber, die in einem derartigen Abstand von der Siebkör
peroberfläche liegen, daß sie die abzuscheidenden Verunreini
gungen von der Siebkörperoberfläche abschaben.
Eine sehr vorteilhafte und nicht naheliegende Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß der
Siebkörper Versteifungsstäbe aufweist, an denen Ringe befe
stigt sind, die zur Bildung eines Spaltes hinter- oder über
einander angeordnet sind und die Siebfläche bilden.
Durch diese Ausgestaltung ergibt sich ein sehr einfacher Auf
bau, wobei die Abstände zwischen den einzelnen Ringen die
Siebspalte bilden. Je nach Art des zu verarbeitenden Produk
tes werden dabei die Abstände gewählt, damit ein Durchtreten
von störenden Verunreinigungen vermieden wird. Gleichzeitig
wird dadurch jedoch gewährleistet, daß die gewünschte
Stückigkeit der Früchte erhalten bleibt.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der
Siebkörper über eine lösbare Kupplung mit einer Antriebswel
le verbunden ist. Durch die lösbare Kupplung kann die erfin
dungsgemäße Vorrichtung mit einem Austausch des Siebkörpers
einfach und schnell an unterschiedliche Produkte angepaßt
werden.
Zur Abdichtung der passierten Marmelade gegenüber dem Zulauf
raum kann vorgesehen sein, daß auf der der Antriebsseite ge
genüberliegenden Seite der Siebkörper mit einer Stirnplatte
gegen den Zulaufraum abgeschlossen ist.
Eine sehr vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht
darin, daß die Rundstäbe im Querschnitt wenigstens annähernd
leicht stumpfkegelförmig sind wobei der größere Querschnitt
außen liegt.
Durch die Keilform wird erreicht, daß die Früchte ohne ein
Zerreißen von Fruchtfleisch oder Fruchtstücken durch die
Siebspalte hindurchgedrückt werden. Zur Erhöhung der Sicher
heit gegen ein Zerreißen der Fruchtstücke kann weiterhin vor
gesehen sein, daß die Außenkanten der Ringe abgerundet sind.
Von Vorteil ist es, wenn zur Entfernung der abgeschabten Ver
unreinigungen im unteren Bereich des Behälters eine Entlee
rungsöffnung angeordnet ist.
Ebenso kann statt einer Öffnung selbstverständlich auch im
unteren Bereich ein abnehmbarer Deckel für diesen Zweck an
geordnet sein.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnung prinzipmäßig beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung;
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen Behälter 1 auf,
in dessem Inneren koaxial zur Längsachse des Behälters ein
Siebkörper 2 angeordnet ist. Der Behälter 1 kann in stehen
der oder liegender Lage angeordnet sein. Er weist im Bereich
einer Stirnseite einen Ring 3 auf, der einen Zulaufraum 4
mit einem Einlaufstutzen 16 von einem Abströmraum 5 mit ei
nem Auslauf 6 aus trennt. Der Ring 3 liegt an einem Gehäuse
flansch 20 auf. Am anderen Ende des Behälters 1 befindet
sich eine Entleerungsöffnung 7. Durch den Abströmraum 5 er
streckt sich eine Antriebswelle 8, die über eine lösbare
Kupplung 9 mit einem zentralen Stab 10 des Siebkörpers 2 ver
bunden ist. Der Siebkörper 2 weist eine Trommel- bzw. Zylin
derform auf, wobei mehrere Versteifungsstäbe in Form von
Rundstäben parallel zu den Mantellinien angeordnet sind. Das
der Antriebsseite gegenüberliegende Ende des Siebkörpers 2
ist durch eine Stirnplatte 12 gegenüber dem Zulaufraum 4 ab
geschlossen.
Die Siebfläche des Siebkörpers 2 wird durch eine Vielzahl
von über- bzw. nebeneinanderliegenden Ringen 13 gebildet,
die am Innenumfang jeweils mit den Rundstäben 11, z.B. durch
Verschweißen, verbunden sind. Aus Übersichtlichkeitsgründen
ist nur ein Rundstab 11 in der Fig. 1 ausschnittsweise dar
gestellt. Ebenso sind deshalb auch die Umlaufkanten der Rin
ge 13 nicht eingezeichnet. Die Abstände zwischen den Ringen
13 bilden die Siebspalte, deren Größe sich nach dem zu pas
sierenden Gut richtet.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, sind die Ringe im Quer
schnitt gesehen stumpfkegelförmig wobei der größere Quer
schnitt außen liegt und die Außenkanten darüberhinaus abge
rundet sind. Auf diese Weise verbreitet sich der Spalt nach
innen, wodurch ein Zerreißen der Früchte bzw. Fruchtstücke
vermieden werden kann.
In geringem Abstand um den Siebkörper sind ortsfest Schaber
14 angeordnet. Die Schaber sind auf einer Seite in dem Ring
3 befestigt, während sie auf der anderen Seite gemeinsam
durch Bohrungen einer Lagerplatte 15 gesteckt sind.
Die Lagerplatte 15 dient gleichzeitig auch zur Lagerung des
zentralen Stabes 10 des rotierenden Siebkörpers 2. Neben
ihrer Funktion als Schaber dienen diese dabei gleichzeitig
als eine Art Zuganker für die Lagerplatte 15 und ergeben da
mit eine sichere Lagerung für den Siebkörper 2.
Abstandsbolzen 17, die in einem Deckel 18 befestigt sind,
wirken auf den Ring 3 zu dessen Positionierung. Der Deckel
18 wird an einem Gehäuseflansch 19 befestigt.
Der Abstand der Schaber von der Oberfläche, d.h. der Mantel
fläche des Siebkörpers 2, richtet sich nach der zu passieren
den Marmelade, wobei der Abstand ggf. auch noch einstellbar
sein kann. Der Abstand der Schaber 14 bzw. der Schaberspitze
von der Siebkorboberfläche soll geringfügig kleiner, z.B. 1
mm kleiner sein, als die Durchmesser der Kerne oder Steine
der zu passierenden Früchte. Durch die feststehenden Schaber
14 werden Steine, Kerne und andere Verunreinigungen während
der langsamen Rotation des Siebkörpers aus den Siebspalten
zwischen den einzelnen Ringen herausgezogen, wodurch sowohl
Verstopfungen als auch ein Hindurchtreten der Verunreinigun
gen in das innere des Siebkörpers 2 vermieden wird.
Vier Zuganker 21, die über den Umfang verteilt sind, sorgen
für eine sichere Verbindung zwischen der Lagerplatte 15 und
dem Ring 3. Zur Vereinfachung können die beiden Schaber 14
an zwei sich gegenüberliegenden Zugankern 21 befestigt sein.
Im allgemeinen wird eine Rotationsgeschwindigkeit von weni
gen Umdrehungen pro Minute ausreichend sein.
Wenn sich nicht zu viele Steine, Kerne oder andere Verun
reinigungen in der Marmelade befinden, kann es evtl. ausrei
chend sein, wenn einmal am Tag die Entleerungsöffnung 7 ge
öffnet wird. Statt einer Entleerungsöffnung kann im Bedarfs
falle auch ein Deckel angeordnet werden.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung be
steht darin, daß im Gegensatz zu vorgeschalteten bekannten
Sortiertischen auf denen Verunreinigungen von Hand entfernt
werden, nunmehr diese Verunreinigungen ohne menschliche Ein
wirkung völlig steril entfernt werden können.
Claims (10)
1. Verfahren zum Passieren von Marmelade, Konfitüre und dgl.
und zum Entfernen von Steinen, Kernen und anderen Verunreini
gungen,
gekennzeichnet durch
einen Behälter (1) in dessem Inneren ein Siebkörper (2) ro
tiert, wobei das zu passierende Gut von außen her an den
Siebkörper (2) herangebracht wird und mit Unterstützung von
einem oder mehreren in geringem Abstand um den Siebkörper
angeordnete Schaber (14) durch Öffnungen in dem Siebkörper
durch diesen hindurch und in das Innere des Siebkörpers ge
drückt wird, von wo aus es aus dem Behälter entfernt wird
und wobei die Schaber (14) die abzuscheidenden Verunreinigun
gen von der Siebkörperoberfläche abschaben.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1,
gekennzeichnet durch
einen Behälter (1) mit einem Zulauf (4) im äußeren und einem
Auslauf im inneren Bereich mit einem rotierenden Siebkörper
(2) im Inneren des Behälters und mit in geringem Abstand um
den Siebkörper (2) angeordnete Schaber, die in einem
derartigen Abstand von der Siebkörperoberfläche liegen, daß
sie die abzuscheidenden Verunreinigungen von der
Siebkörperoberfläche abschaben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Siebkörper (2) Versteifungsstäbe (11) aufweist, an denen
Ringe (3) befestigt sind, die zur Bildung eines Spaltes
hinter- oder übereinander angeordnet sind und die Siebfläche
bilden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Siebkörper (2) wenigstens annähernd eine Trommelform auf
weist, wobei die Versteifungsstäbe als Rundstäbe (11) aus
gebildet sind, die parallel zu den Mantellinien des Siebkör
pers verlaufen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Siebkörper (2) über eine lösbare Kupplung (9) mit einer
Antriebswelle (8) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, daß
auf der der Antriebsseite gegenüberliegenden Seite der Sieb
körper (2) mit einer Stirnplatte (12) gegen den Zulaufraum
(4) abgeschlossen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rundstäbe (11) im Querschnitt wenigstens annähernd
leicht stumpfkegelförmig sind, wobei der größere Querschnitt
außen liegt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenkanten der Ringe abgerundet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Behälter (1) im unteren Bereich eine Entleerungsöffnung
(7) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Behälter im unteren Bereich einen abnehmbaren Deckel auf
weist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8717327U DE8717327U1 (de) | 1987-02-27 | 1987-02-27 | Vorrichtung zum Passieren von Marmelade |
| DE19873706352 DE3706352A1 (de) | 1987-02-27 | 1987-02-27 | Verfahren und vorrichtung zum passieren von marmelade |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873706352 DE3706352A1 (de) | 1987-02-27 | 1987-02-27 | Verfahren und vorrichtung zum passieren von marmelade |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3706352A1 true DE3706352A1 (de) | 1988-09-08 |
Family
ID=6321913
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873706352 Withdrawn DE3706352A1 (de) | 1987-02-27 | 1987-02-27 | Verfahren und vorrichtung zum passieren von marmelade |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3706352A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993015819A1 (de) * | 1992-02-14 | 1993-08-19 | Erema Engineering Recycling Maschinen Und Anlagen Gesellschaft M.B.H. | Filtriervorrichtung für fliessfähiges material, insbesondere für verunreinigte kunststoffschmelzen |
| EP0738531A3 (de) * | 1995-04-21 | 1996-12-18 | Nagaoka Kk | Drehtrommelvorrichtung zum Trennen von Feststoffpartikeln aus einer Flüssigkeit |
-
1987
- 1987-02-27 DE DE19873706352 patent/DE3706352A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993015819A1 (de) * | 1992-02-14 | 1993-08-19 | Erema Engineering Recycling Maschinen Und Anlagen Gesellschaft M.B.H. | Filtriervorrichtung für fliessfähiges material, insbesondere für verunreinigte kunststoffschmelzen |
| US5510030A (en) * | 1992-02-14 | 1996-04-23 | Bacher; Helmut | Filter apparatus for flowable material |
| EP0738531A3 (de) * | 1995-04-21 | 1996-12-18 | Nagaoka Kk | Drehtrommelvorrichtung zum Trennen von Feststoffpartikeln aus einer Flüssigkeit |
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Legal Events
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