DE3703707A1 - Luft/kraftstoffverhaeltnis-sensor - Google Patents
Luft/kraftstoffverhaeltnis-sensorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensor bzw. -Meßfühler zum Messen des Luft/Kraftstoffverhältnisses
in der Ansaug- oder Speiseluft zu einer
Brennkraftmaschine oder einer anderen Verbrennungsvorrichtung
auf der Grundlage der Sauerstoffkonzentration
im Abgas von dieser Maschine bzw. Vorrichtung.
Es sind bereits verschiedene Arten von Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensoren zur Messung des Luft/Kraftstoffverhältnisses
in dem einer Brennkraftmaschine oder einer
sonstigen Verbrennungsvorrichtung zugeführten Luft/Kraftstoffgemisch
auf der Grundlage der Sauerstoffkonzentration
im Abgas in Gebrauch. Die Vorrichtung gemäß JP-OS 1 78 354/
1984 umfaßt zwei Elemente, die jeweils auf gegenüberliegenden
Seiten eines tafelförmigen, Sauerstoffionen leitenden
Festelektrolyten ausgebildete poröse Elektroden
aufweisen und die unter Bildung eines Gasraums oder eines
Spalts, in welchem die Diffusion von Abgas begrenzt
ist, einander mit einem Abstand flächig gegenüberstehen.
Das eine der Elemente dient als Sauerstoffpumpe zum Auspumpen
von Sauerstoff aus dem Spalt zwischen den beiden
Elementen; das andere Element dient als elektrochemische
Sauerstoffkonzentrationszelle, die eine Spannung entsprechend
der Sauerstoffkonzentrationsdifferenz zwischen
dem Spalt und der zu untersuchenden oder zu messenden
Umgebungsgasatmosphäre erzeugt. Diese Vorrichtung ist
so ausgelegt, daß sie ein einem Luft/Kraftstoffverhältnis
zugeordnetes Signal zumindest im kraftstoffarmen
Bereich (Magerbereich) zu erfassen (oder zu liefern)
vermag.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß dieser Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensor, der hauptsächlich für die Lieferung
eines Signals im Magerbereich, in welchem das Abgas eine
große Menge an Restsauerstoff enthält, ausgelegt ist,
ein ähnliches Signal im kraftstoffangereicherten Bereich
erzeugt, in welchem das Abgas sehr wenig Restsauerstoff
enthält, weil er mit anderen, im Abgas enthaltenden chemischen
Verbindungen, wie CO, CO2 und H2O, reagiert. Mit
anderen Worten, ein von diesem Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensor geliefertes Signal ist zwei verschiedenen
Werten oder Größen des Luft/Kraftstoffverhältnisses zugeordnet.
Dieser Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensor kann
daher nicht für die Luft/Kraftstoffverhältnisregelung
eingesetzt werden, sofern nicht definitiv bekannt ist,
ob die Verbrennungsvorrichtung im kraftstoffarmen oder
-angereicherten Bereich arbeitet.
Gemäß einem, im Hinblick auf diese Notwendigkeit entwickelten
Verfahren wird Atmosphärenluft so eingeleitet,
daß sie die dem Sauerstoffpumpenelement nicht zugewandte
Seite der elektrochemischen Sauerstoffkonzentrationszelle
kontaktiert, um damit ein Invertieren (oder "Kippen")
eines Meßsignals im Bereich der stöchiometrischen Größe
des Luft/Kraftstoffverhältnisses zu verhindern. Um jedoch
die Atmosphärenluft für die Kontaktierung der genannten
Seite der Sauerstoffkonzentrationszelle einleiten
zu können, muß der Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensor
gegenüber der (Umgebungs-)Luft offen sein, was wiederum
bedingt, daß der Sensor mittels einer aufwendigen Konstruktion
wasserdicht ausgebildet wird.
Zur Vermeidung dieses Problems ist kürzlich eine Abwandlung
vorgeschlagen worden, gemäß welcher, anstatt
Atmosphärenluft in den Sensor einzuleiten, Sauerstoff
an einer internen Bezugssauerstoffquelle an der Seite
des (elektrochemischen) Sauerstoffkonzentrationszellenelements
erzeugt und ein Teil des erzeugten Sauerstoffs
zum Entweichen in das umgebende Abgas oder in den Gasraum
über einen Leckdrosselabschnitt gebracht wird, so
daß der Sauerstoffpartialdruck in der internen Bezugssauerstoffquelle
konstant gehalten wird und damit die
Notwendigkeit für die Bereitstellung der Atmosphärenluftreferenz
vermieden wird (vgl. JP-OSen 1 37 586/1985
und 2 14 004/1985).
Wenn eine vorbestimmte Strommenge in das elektrochemische
Sauerstoffkonzentrationszellenelement des angegebenen
Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensors strömt, fließt
der im Gasraum enthaltene Sauerstoff in die interne Bezugssauerstoffquelle,
wobei ein Teil des einströmenden
Sauerstoffs über den Leckdrosselabschnitt nach außen entweicht,
so daß ein konstanter Pegel des Sauerstoffpartialdrucks
in der internen Bezugssauerstoffquelle aufrechterhalten
wird. Hiermit können dieselben Ergebnisse wie
bei Einleitung der Atmosphärenluft in den Sensor erzielt
werden, und es kann eine genaue Luft/Kraftstoffverhältnismessung
ohne die Einleitung von Atmosphärenluft gewährleistet
werden.
Der Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensor gemäß den JP-OSen
1 37 586/1985 und 2 14 004/1985 ermöglicht somit die Messung
der Sauerstoffkonzentration im Abgas mit demselben Genauigkeitsgrad
wie bei Einleitung von Atmosphärenluft
in den Sensor. Dieser Sensor besitzt jedoch eine z. B.
in Fig. 10 gezeigte Meßcharakteristik bzw. -kennlinie,
deren Gradient zwischen dem kraftstoffarmen Bereich und
dem kraftstoffangereicherten Bereich des Luft/Kraftstoffverhältnisses
so stark verschieden ist, daß die Meßgenauigkeit
im ersteren Bereich nicht so hoch ist wie im
letzteren Bereich. Fig. 10 zeigt die Änderung des Pumpstroms
Ip für den Fall, daß der durch das Sauerstoffpumpelement
fließende Strom Ip so geregelt wird, daß
sich über das elektrochemische Sauerstoffkonzentrationszellenelement
eine konstante Spannung entwickelt. Gemäß
Fig. 10 ist der Gradient von Ip im Anreicherungsbereich
etwa dreimal so groß wie im Magerbereich; dieser Umstand
bedingt eine herabgesetzte Meßgenauigkeit im Magerbereich.
Das oben geschilderte Problem beruht darauf, daß von
Sauerstoff verschiedene Gase, wie CO und H2, höhere
Diffusionsgrade als gasförmiger Sauerstoff besitzen.
Insbesondere wird im (Kraftstoff-)Anreicherungsbereich,
in welchem im Abgas eine vergleichsweise kleine Sauerstoffmenge
enthalten ist, der Sensor so betrieben, daß
der Sauerstoffpartialdruck im Gasraum durch das Sauerstoffpumpenelement,
das mit CO, CO2, H2O und anderen
sauerstoffhaltigen Bestandteilen im Abgas unter Erzeugung
von dann in den Gasraum eingepumptem Sauerstoff reagiert,
konstant gehalten wird. Im Gasraum reagieren jedoch
H2, CO und andere schnell diffundierende Gase mit
dem in den Gasraum eingepumpten oder geförderten Sauerstoff,
so daß der Sauerstoffpartialdruck darin abnimmt.
Als Ausgleich für diese Druckabnahme muß das Sauerstoffpumpenelement
eine entsprechend größere Sauerstoffmenge
einpumpen, was zu einem vergrößerten Pumpstrom über das
Pumpelement führt.
Der beschriebene Sensor ist auch mit einem weiteren
Problem behaftet. Wenn er nämlich im Abgas eines Kraftfahrzeugs
eingesetzt wird, setzt sich eine Ablagerung
am Gasdiffusionsbegrenzungsteil ab, was (schließlich)
ein Verstopfen oder Zusetzen zur Folge hat. Dies führt
zu dem Mangel, daß ein Fehler in einer Ausgangsgröße auftritt,
die für die zeitabhängige (time-basis) oder Zeitbasis-
Änderung in der Gasdiffusionsregelung, d. h. das
Luft/Kraftstoffverhältnis, repräsentativ ist.
Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung eines Luft/
Kraftstoffverhältnis-Sensors, der eine genaue Luft/Kraftstoffverhältnismessung
ohne die Einführung von Atmosphärenluft
gewährleistet und der zudem Meßcharakteristika bzw.
-kennlinien bietet, die nicht nur im Anreicherungsbereich,
sondern auch im Magerbereich eine hohe Genauigkeit
zeigen.
Dieser Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensor soll darüber
hinaus eine Selbstkompensierfunktion für die Ausgangs-
Zeitbasisänderung aufweisen.
Die genannte Aufgabe wird bei einem Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensor mit zwei Sondeneinheiten, die jeweils
zwei Meßelemente mit je zwei porösen Elektroden an gegenüberliegenden Seiten eines Sauerstoffionen leitenden Festelektrolyten,
einen Gasraum, der in Berührung mit einer porösen Elektrode für jedes Meßelement ausgebildet ist und der mit der interessierenden oder zu untersuchenden gasförmigen Atmosphäre über einen Gasdiffusionsbegrenzungs- oder -drosselteil kommuniziert, und
eine interne Bezugs-Sauerstoffquelle, die in Berührung mit einem Meßelement an der Seite der porösen Elektrode ausgebildet ist, welche der Seite, an der der Gasraum vorgesehen ist, gegenüberliegt (bzw. von ihr abgewandt ist), aufweisen, wobei die Sauerstoffquelle mit der Außenseite über einen Leckhemm- oder -drosselteil kommuniziert,
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Gasraum in der ersten Sondeneinheit mit der zu untersuchenden gasförmigen Atmosphäre unmittelbar über einen ersten Gasdiffusionsdrosselteil kommuniziert, während der Gasraum in der zweiten Sondeneinheit mit dem Gasraum der ersten Sondeneinheit über einen zweiten Gasdiffusionsdrosselteil kommuniziert.
zwei Meßelemente mit je zwei porösen Elektroden an gegenüberliegenden Seiten eines Sauerstoffionen leitenden Festelektrolyten,
einen Gasraum, der in Berührung mit einer porösen Elektrode für jedes Meßelement ausgebildet ist und der mit der interessierenden oder zu untersuchenden gasförmigen Atmosphäre über einen Gasdiffusionsbegrenzungs- oder -drosselteil kommuniziert, und
eine interne Bezugs-Sauerstoffquelle, die in Berührung mit einem Meßelement an der Seite der porösen Elektrode ausgebildet ist, welche der Seite, an der der Gasraum vorgesehen ist, gegenüberliegt (bzw. von ihr abgewandt ist), aufweisen, wobei die Sauerstoffquelle mit der Außenseite über einen Leckhemm- oder -drosselteil kommuniziert,
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Gasraum in der ersten Sondeneinheit mit der zu untersuchenden gasförmigen Atmosphäre unmittelbar über einen ersten Gasdiffusionsdrosselteil kommuniziert, während der Gasraum in der zweiten Sondeneinheit mit dem Gasraum der ersten Sondeneinheit über einen zweiten Gasdiffusionsdrosselteil kommuniziert.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise weggebrochene perspektivische
Darstellung eines Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensors gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung
des Sensors nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittansicht zur Veranschaulichung des
Einbaus des Sensors nach Fig. 1 in eine Abgasleitung,
Fig. 4 ein Schaltbild einer Detektorschaltung zur Bestimmung
der Meßkennlinien der einzelnen Sondeneinheiten
des Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensors,
Fig. 5 eine graphische Darstellung des in der Detektorschaltung
nach Fig. 4 erzeugten Steuersignals
für das Sauerstoffpumpenelement,
Fig. 6 eine graphische Darstellung der mittels der
Meßschaltung erzielbaren Meßergebnisse,
Fig. 7 ein Schaltbild einer Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensor-Detektorschaltung, die vorteilhaft für
die Durchführung einer Luft/Kraftstoffverhältnismessung
mit dem Sensor gemäß Fig. 1 angewandt
werden kann,
Fig. 8 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung
eines Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensors
gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 9 ein Schaltbild einer anderen Ausführungsform
der Luft/Kraftstoffverhältnis-Detektorschaltung,
Fig. 10 eine graphische Darstellung zur Verdeutlichung
des Problems beim herkömmlichen Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensor und
Fig. 11 eine graphische Darstellung einer Selbstkompensierfunktion
für eine Zeitbasisänderung aufgrund
eines Verstopfens oder Zusetzens von
Diffusionsdrosselteilen beim erfindungsgemäßen
Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensor.
Typische Beispiele für den bei den beiden Meßelementen
verwendeten, Sauerstoffionen leitenden Festelektrolyten
sind eine feste Lösung aus Zirkonoxid und Yttriumoxid
sowie eine solche aus Zirkonoxid und Calciumoxid (calcia).
Andere verwendbare Stoffe sind feste Lösungen aus Cerdioxid,
Thoriumdioxid und Hafniumdioxid, eine feste Lösung
eines Oxids des Perovskite-Typs sowie eine feste
Lösung eines dreiwertigen Metalloxids. Die auf den gegenüberliegenden
Seiten der Festelektrolyte ausgebildeten
porösen Elektroden können aus Platin, Rhodium oder einem
anderen Metall, das die oxidative Reaktion zu kataliysieren
vermag, bestehen. Die Elektroden selbst können nach verschiedenen
Verfahren hergestellt werden. Bei einem derartigen
Verfahren wird eine Paste auf der Basis eines
Pulvers aus Platin, Rhodium oder einem anderen geeigneten
Metall, das mit einem Pulver aus demselben Keramikmaterial
wie dem des Festelektrolyten vermischt ist, nach Dickschicht-
Auftragtechnik in einem vorbestimmten Muster auf
den Festelektrolyten aufgedruckt, worauf der aufgedruckte
Überzug gesintert wird. Bei einem anderen Verfahren wird
das Pulver, als Ausgangsmaterial, nach zweckmäßiger Dünnschicht-
Auftragtechnik, wie Flammsprühen, chemisches
Plattieren oder Aufdampfen, auf den Festelektrolyten aufgetragen.
Diese Elektroden, die dem Abgas unmittelbar
ausgesetzt sein sollen, und die Elektroden an der Gasraumseite
werden vorzugsweise nach Dickschicht-Auftragtechnik
mit einer porösen Schutzschicht aus Aluminiumoxid,
Spinell, Zirkonoxid, Mullit o. dgl. beschichtet.
Der Gasraum bildet den Raum, in den das umgebende Abgas
unter Diffusionsbegrenzung oder -drosselung durch einen
Gasdiffusionsdrosselteil zur Begrenzung der Diffusion
des zu untersuchenden Gases bzw. des Abgases eingeführt
wird. Dieser Raum kann durch Einsetzen eines hohlen Abstandstücks
aus Al2O3, Spinell, Forsterit, Steatit, Zirkonoxid
o. dgl. zwischen die beiden Meßelemente geformt
werden. Der Gasdiffusionsdrosselteil ist dabei in Form
einer Öffnung vorgesehen, die in einem oder mehreren Bereichen
des Abstandstücks ausgebildet ist und eine Verbindung
zwischen der zu untersuchenden Umgebungsgasatmosphäre
und dem Gasraum herstellt. Der Gasdiffusionsdrosselteil
ist bezüglich seiner Form keinen besonderen
Einschränkungen unterworfen, solange er eine Verbindung
zwischen dem Umgebungsabgas und dem Gasraum in diffusionsbegrenzender
Weise herzustellen vermag. Beispielsweise
kann das Abstandstück teilweise oder ganz durch einen
porösen Körper ersetzt werden; wahlweise können im Abstandstück
(mit einer dicken Überzugsschicht) Öffnungen
vorgesehen sein. Gewünschtenfalls kann das Abstandstück
nur im Bereich zwischen den Anschlußseiten der beiden
Meßelemente so angeordnet sein, daß zwischen den beiden
Elementen ein Zwischenraum oder Spalt festgelegt wird,
der als mit dem Gasraum integrierter Gasdiffusions-Drosselspalt
dient. Der Gasraum kann vollständig mit einem
porösen Material, vorzugsweise einem elektrischen Isolator,
gefüllt sein.
Die interne Bezugs-Sauerstoffquelle dient als Sammler
für Sauerstoff, der durch den durch das Meßelement, das
mit der Sauerstoffquelle in Berührung steht, fließenden
Strom aus dem Gasraum ausgetrieben (moved) wird. Die
Sauerstoffquelle kann durch Beschichten des Meßelements
mit einer Abschirmplatte aus Al2O3, Spinell, Forsterit,
Steatit, Zirkonoxid o. dgl. gebildet sein, wobei diese
Abschirmplatte eine Ausnehmung aufweist, welche der Form
der Elektrode an der vom Gasraum abgewandten Seite des
Meßelements angepaßt ist. Die interne oder eingebaute
Bezugs-Sauerstoffquelle kommuniziert mit dem Gasraum
über den Leckdrosselteil (leakage resisting portion), um
eine Leckage bzw. ein Entweichen des internen bzw. im
Inneren befindlichen Sauerstoffs zur Seite des Gasraums
zuzulassen. Dieser Leckdrosselteil kann durch Anordnung
einer porösen Schicht zwischen der internen Bezugs-Sauerstoffquelle
und einer im Meßelement ausgebildeten durchgehenden
Bohrung geformt sein, um eine Verbindung zwischen
dem Meßelement und dem Gasraum herzustellen.
Es reicht aus, daß der Leckdrosselteil den Sauerstoff
in der internen Bezugs-Sauerstoffquelle allmählich in
den Gasraum oder zur Außenseite (z. B. zum zu untersuchenden
Umgebungsgas) entweichen läßt; demzufolge kann
die Verbindung zwischen der Bezugs-Sauerstoffquelle und
dem Gasraum oder dem genannten Umgebungsgas mittels sehr
kleiner Löcher hergestellt sein. Gewünschtenfalls kann
anstelle der Verwendung einer Abschirmplatte mit einer
Ausnehmung (oder Aussparung) als interne Bezugs-Sauerstoffquelle
eine flache (nicht ausgesparte) Abschirmplatte
unmittelbar am betreffenden Meßelement ausgebildet
sein; in diesem Fall bilden die anfänglichen in der
porösen Elektrode an diesem Meßelement vorhandenen Verbindungsporen
die interne Bezugs-Sauerstoffquelle.
Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Luft/
Kraftstoffverhältnis-Sensors (im folgenden meist nur
als "Sensor" bezeichnet) besteht darin, daß er zwei
Sondeneinheiten verwendet, die jeweils aus den beiden
Meßelementen, einem Gasraum und einer internen Bezugs-
Sauerstoffquelle, wie sie vorstehend beschrieben worden
sind, bestehen. Wie eingangs erwähnt, sind die Diffusionsgrade
oder -geschwindigkeiten für gasförmige Bestandteile
im Abgas im Kraftstoff-Magerbereich von denen im Kraftstoff-
Anreicherungsbereich verschieden, weshalb ein nur
eine Sondeneinheit verwendender Sensor nicht in beiden
Bereichen eine gleich gute Meßgenauigkeit zu gewährleisten
vermag. Zur Ausschaltung dieses Problems verwendet der
erfindungsgemäße Sensor eine einheitliche oder integrierte
Kombination von zwei Sondeneinheiten mit unterschiedlichen
Diffusionsgraden. Die erste Sonde, die einen höheren
Diffusionsgrad bzw. eine höhere Diffusionsgeschwindigkeit
gewährleistet, dient zur Messung eines Luft/Kraftstoffverhältniswerts
im Magerbereich, während die zweite
Sonde mit kleinerer Diffusionsgröße für die Messung des
betreffenden Verhältniswerts im Kraftstoff-Anreicherungsbereich
dient. Aufgrund der Verwendung dieser beiden
Sondeneinheiten in Kombination miteinander gewährleistet
der erfindungsgemäße Sensor eine Meßcharakteristik oder
-kennlinie, bei welcher sich die Ansprechempfindlichkeit
kontinuierlich über den gesamten Betriebsbereich, einschließlich
des Mager- und des Anreicherungsbereichs,
hinweg ändert.
Der erfindungsgemäße Sensor ist, genauer gesagt, so ausgebildet,
daß das Abgas über den ersten Gasdiffusionsdrosselteil
unmittelbar in den Gasraum in der ersten
Sondeneinheit eingeleitet wird, während das Abgas im
Gasraum in der ersten Sondeneinheit über den zweiten
Gasdiffusionsdrosselteil in den Gasraum der zweiten Sondeneinheit
eingeführt wird. Aufgrund dieser Ausgestaltung
können die Meßcharakteristika für den Kraftstoff-
Magerbereich, die in der ersten Sondeneinheit erreicht
werden, an die Meßcharakteristika der zweiten Sondeneinheit
für den Kraftstoff-Anreicherungsbereich weitgehend
angeglichen werden. In diesem Zusammenhang ist
darauf hinzuweisen, daß im Hinblick auf den im Anreicherungsbereich
bestehenden Gradienten der Kennlinie,
der etwa das Dreifache desjenigen im Magerbereich beträgt,
der zweite Gasdiffusionsdrosselteil vorzugsweise einen
Gasdiffusionswiderstand besitzt, der mindestens das
Doppelte desjenigen des ersten Gasdiffusionsdrosselteils
beträgt.
Die beiden Sondeneinheiten können durch unmittelbare Verbindung
der beiden Abschirmplatten, von denen die eine
die interne Bezugs-Sauerstoffquelle in der ersten Sondeneinheit
und die andere die Sauerstoffquelle in der zweiten
Sondeneinheit abgeckt, zu einer Einheit integriert
werden, und zwar derart, daß der Gasraum in der zweiten
Sondeneinheit mit dem Gasraum der ersten Sondeneinheit
über die Gasdiffusionsdrosselteile der betreffenden Sondeneinheiten
kommuniziert. Wie erwähnt, kann die (interne)
Bezugs-Sauerstoffquelle durch die in einer porösen Elektrode
auf jedem Meßelement vorhandenen durchgehenden
Poren oder Verbindungsporen gebildet sein; in diesem
Fall reicht anstelle von zwei Sauerstoffquellen eine einzige
Sauerstoffquelle aus, wenn eine Elektrode den beiden
Meßelementen gemeinsam zugeordnet ist. Bei Verwendung nur
einer derartigen Sauerstoffquelle können zwei Leckdrosselteile
vorgesehen sein, so daß der in dieser Sauerstoffquelle
enthaltene oder erzeugte Sauerstoff in den
Gasraum jeder Sondeneinheit eintritt. Da die beiden Gasräume
miteinander kommunizieren, kann wahlweise nur ein
mit einem (oder jedem) der Gasräume kommunizierender
Leckdrosselteil vorgesehen sein, so daß Sauerstoff ausschließlich
in den betreffenden Gasraum austritt. Es ist
auch darauf hinzuweisen, daß der Leckdrosselteil so ausgebildet
sein kann, daß er unmittelbar mit der zu untersuchenden
Umgebungsgasatmosphäre in Verbindung steht.
Der den beschriebenen Aufbau besitzende erfindungsgemäße
Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensor kann in der Weise betrieben
werden, daß das mit der internen Bezugs-Sauerstoffquelle
in Berührung stehende Meßelement in jeder
Sondeneinheit als elektrochemische Sauerstofferzeugungs-
und -konzentrationszelle wirkt, während das andere Meßelement
als Sauerstoffpumpe arbeitet. Genauer gesagt:
durch das mit der internen Bezugs-Sauerstoffquelle in
Berührung stehende Meßelement (d. h. die Sauerstoffkonzentrationszelle)
wird ein Strom geleitet, indem eine
Spannung zwischen die Elektroden an den gegenüberliegenden
Enden dieses Meßelements angelegt wird. Infolgedessen
wird der im Gasraum befindliche Sauerstoff
in die Bezugs-Sauerstoffquelle gepumpt, wobei gleichzeitig
eine Spannung erzeugt wird, die dem im Gasraum herrschenden
Sauerstoffpartialdruck proportional ist, welcher
auf den in der internen Bezugs-Sauerstoffquelle vorliegenden
Sauerstoffpartialdruck bezogen ist, der durch das
Pumpen von Sauerstoff in die Sauerstoffquelle erzeugt
worden ist. Die Spannungserzeugung an der elektrochemischen
Sauerstoffkonzentrationszelle kann durch das andere
Meßelement (d. h. die Sauerstoffpumpe ) geregelt werden,
da es in Abhängigkeit von dem zweiseitig gerichteten
(didirectial) Stromfluß, der durch Anlegung einer vorbestimmten
Spannung zwischen die Elektroden an gegenüberliegenden
Seiten dieses Meßelements erzeugt wird, Sauerstoff
aus dem Gasraum in das umgebende Abgas auspumpt
oder Sauerstoff aus dem Abgas in den Gasraum pumpt bzw.
fördert. Auf der Grundlage dieses Arbeitsprinzips kann
die Luft/Kraftstoffverhältnismessung oder die Messung
der Sauerstoffkonzentration im Abgas wie folgt vor sich
gehen: Über einen Widerstand wird eine gegebene Spannung
an die elektrochemische Sauerstoffkonzentrationszelle angelegt;
der über die Sauerstoffpumpe fließende Strom
wird dabei so geregelt, daß über den Widerstand eine
konstante Spannung entsteht; der resultierende Regelstrom
(oder geregelte Strom) wird als Ausgangssignal abgenommen,
welches das Luft/Kraftstoffverhältnis des Abgases
anzeigt. Wahlweise kann ein konstanter Strom durch bzw.
über die Sauerstoffpumpe geleitet werden, indem eine
vorbestimmte Sauerstoffmenge aus dem Gasraum ausgepumpt
oder in diesen eingepumpt wird, wobei die resultierende,
über die Sauerstoffkonzentrationszelle erzeugte Spannung
als das Luft/Kraftstoffverhältnis des Abgases anzeigendes
Signal abgegriffen wird. Bei jeder dieser Methoden
der Luft/Kraftstoffverhältnismessung muß die Sauerstoffkonzentrationszelle
mit einem konstanten oder nahezu
konstanten Strom beschickt werden, so daß der in der internen
Bezugs-Sauerstoffquelle vorliegende Sauerstoffpartialdruck
konstant oder im wesentlichen konstant gehalten
wird.
Wie erwähnt, ist der erfindungsgemäße Sensor so ausgebildet,
daß das in den Gasraum der ersten Sondeneinheit
eingeführte Abgas über den zweiten Gasdiffusionsdrosselteil
in den Gasraum der ersten Sondeneinheit eingeleitet
wird. Auf diese Weise kann effektiv die Gasdiffusion
durch die zweite Sondeneinheit gegenüber derjenigen
durch die erste Sondeneinheit verzögert werden,
wobei die Diffusionsgrößen für H2, Co und andere schnell
diffundierende Bestandteile in dem Abgas, das für die
Messung des Luft/Kraftstoffverhältnisses im Anreicherungsbereich
in die zweite Sondeneinheit eingeleitet wird, dem
Diffusionsgrad des Sauerstoffs im Abgas, das bei der Verhältnismessung
im Magerbereich in die erste Sondeneinheit
eingeleitet wird, angenähert werden. Durch Betreiben des
erfindungsgemäßen Sensors in der Weise, daß die Luft/
Kraftstoffverhältniswerte im Magerbereich mittels der
ersten Sondeneinheit und diejenigen im Anreicherungsbereich
mittels der zweiten Sondeneinheit erfaßt oder gemessen
werden, lassen sich somit annähernd gleiche Größe
der Meßempfindlichkeit und -genauigkeit über den gesamten
Bereich des Luft/Kraftstoffverhältnisses hinweg erzielen.
Im folgenden ist eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensors anhand
der Zeichnungen näher beschrieben. Zunächst ist der allgemeine
Aufbau des Sensors anhand der Fig. 1 und 2
erläutert.
Gemäß Fig. 2 besteht der erfindungsgemäße Sensor aus zwei
Sondeneinheiten 10 und 19. Die erste Sondeneinheit 10
umfaßt ein Sauerstoffpumpenelement 4 mit auf gegenüberliegenden
Seiten einer Festelektrolytplatte 1 ausgebildeten
porösen Elektroden 2 und 3, ein elektrochemisches
Sauerstoffkonzentrationszellenelement (im folgenden auch
einfach als "Zellenelement" bezeichnet) 8 mit auf gegenüberliegenden
Seiten einer Festelektrolytplatte 5 ausgebildeten
porösen Elektroden 6 und 7, sowie ein Abstandstück 9,
das zwischen diese beiden Meßelemente 4 und 8
eingefügt ist und einen Hohlraum 9 a aufweist, der durch
die beiden gegenüberstehenden, auf den Elementen 4 und 8
ausgebildeten porösen Elektroden 3 bzw. 6 definiert ist.
Die zweite Sondeneinheit 19 umfaßt ein elektrochemisches
Sauerstoffkonzentrationszellenelement 13 mit auf gegenüberliegenden
Seiten einer Festelektrolytplatte 11 ausgebildeten
porösen Elektroden 7 und 12, ein Sauerstoffpumpenelement
17 mit auf gegenüberliegenden Seiten einer
Festelektrolytplatte 14 ausgebildeten porösen Elektroden
15 und 16 sowie ein Abstandstück 18, das zwischen
diese beiden Meßelemente 13 und 17 eingefügt ist und einen
Hohlraum 18 a aufweist, der durch die beiden gegenüberstehenden
porösen Elektroden 12 und 15 an den Meßelementen
13 bzw. 17 definiert ist.
Das Abstandstück 9 der ersten Sondeneinheit 10 dient zur
Bildung eines zwischen den porösen Elektroden 3 und 6
befindlichen Gasraums, in welchem eine Gasdiffusion begrenzt
ist. Der Gasraum wird dabei durch den Hohlraum 9 a
gebildet. Bei der dargestellten Ausführungsform sind
Gasdiffusionsdrosselteile 9 b 1 bis 9 b 5, die aus porösem
Aluminiumoxid (alumina) bestehen und die als erster Gasdiffusionsdrosselabschnitt
dienen, an fünf Stellen um
den Hohlraum 9 a herum vorgesehen, um einem Eintritt des
zu untersuchenden Umgebungsgases in den Hohlraum 9 a zuzulassen.
Ähnlich wie das Abstandstück 9 dient das Abstandstück 18
bei der zweiten Sondeneinheit 19 zur Bildung eines Gasraums
zwischen den porösen Elektroden 12 und 15, wobei
der Gasraum selbst durch den Hohlraum 18 a gebildet wird.
Das zu untersuchende Gas wird in den Hohlraum 18 a über
die Gasdiffusionsdrosselteile 9 b 1 bis 9 b 5, den Gasraum
(Hohlraum 9 a) in der ersten Sondeneinheit und Verbindungsbohrungen
20 in den porösen Elektroden 6, 7 und 12
sowie in den Festelektrolytplatten 5 und 11, die mit dem
Hohlraum 9 a kommunizieren, eingeleitet.
Die Verbindungsbohrungen 20 entsprechen dem zweiten
Gasdiffusionsdrosselteil und sind bei der dargestellten
Ausführungsform mit einem porösen Material 20 a, wie
Aluminiumoxid, ausgefüllt.
Beim dargestellten Sensor ist die poröse Elektrode 7 dem
Zellenelement 8 der ersten Sondeneinheit 10 und dem Zellenelement
13 der zweiten Sondeneinheit 19 gemeinsam zugeordnet.
Diese Elektrode 7 dient auch als interne oder
eingebaute Bezugs-Sauerstoffquelle für die beiden Sondeneinheiten
10 und 19, wobei in dieser Sauerstoffquelle
Sauerstoff in Abhängigkeit von einem vorbestimmten Strom
erzeugt wird, der dem Zellenelement 8 und/oder 13 zugeführt
wird. Um den erzeugten Sauerstoff in den als Gasraum
der ersten Sondeneinheit 10 dienenden Holhlraum 9 a
sickern oder austreten zu lassen, ist eine Leitung 7
der porösen Elektrode 7 mit einer Leitung 6 l der porösen
Elektrode 6 sowohl über einen typischerweise aus Aluminiumoxid
bestehenden porösen Isolator Z als auch eine durchgehende
Bohrung H verbunden. Mit anderen Worten: der
poröse Isolator Z, die Bohrung H und die Leitungen 7 l
und 6 l bilden Leckdrosselteile, wobei der in der porösen
Elektrode 7, als interne Bezugs-Sauerstoffquelle, erzeugte
Sauerstoff, wie erwähnt, durch diese Leckdrosselteile
in den Gasraum der ersten Sondeneinheit 10 eindringen
kann.
Die Anschlußenden der porösen Elektroden 2, 3, 15 und 16
für die Sauerstoffpumpenelemente 4 und 17 sind auf der
Außenfläche der Wand des Sensors ausgebildet. Da die
porösen Elektroden 2 und 16 nach außen hin freiliegend
ausgebildet sind, werden ihre jeweiligen Leitungen 2 l
bzw. 16 l unmittelbar als ihre Anschlüsse benutzt. Die
Anschlüsse für die in den Sensor eingebetteten porösen
Elektroden 3 und 15 werden durch elektrische Verbindung
ihrer Leitungen 3 l bzw. 15 l mit Anschlüssen 3 t bzw. 15 t
an den Außenseiten der Festelektrolytplatten 1 bzw. 14
über durchgehende Bohrungen 3 h bzw. 15 h hergestellt. Die
Anschlüsse für die porösen Elektroden 6, 7 und 12 an den
elektrochemischen Sauerstoffkonzentrationszellenelementen 8
und 13 sind in Form von nach außen ragenden Zuleitungen
6 t, 7 t bzw. 12 t vorgesehen, die mit den jeweiligen
Leitungen 6 l, 7 l bzw. 12 l verbunden sind.
Gemäß Fig. 3 ist der Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensor
gemäß der beschriebenen Ausführungsform typischerweise
eingeschlossen oder gekapselt (enclosed), um einen Sauerstoffaustritt
zur Außenseite der porösen Elektrode 7 zu
verhindern, und er ist mit Hilfe eines Fixierelements
31 und eines Gewindeelements 32 in eine Abgasleitung 33
einer Brennkraftmaschine eingebaut. Der auf diese Weise
eingebaute Sensor S dient zur Messung des Luft/Kraftstoffverhältnisses
des der Brennkraftmaschine zugeführten
Luft/Kraftstoffgemisches auf der Grundlage des Meßwerts
der Sauerstoffkonzentration im Abgas. Zur versuchsweisen
Bestimmung der Meßcharakteristika des Sensors S
wurde dieser erfindungsgemäß auf die in Fig. 3 gezeigte
Weise in die Abgasleitung 33 einer Brennkraftmaschine
eingebaut und mittels einer Luft/Kraftstoffverhältnis-
Detektor- oder -Meßschaltung 35 betrieben bzw. angesteuert.
Der für diesen Zweck durchgeführte Versuch ist
nachstehend näher beschrieben. Der Deutlichkeit halber
ist der in die Abgasleitung gemäß Fig. 3 eingebaute Sensor S
ohne die Leitungen und Anschlüsse für die einzelnen
porösen Elektroden dargestellt.
Die genannte Detektorschaltung 35 umfaßt Detektoren 37
und 38, die erster bzw. zweiter Sondeneinheit 10 bzw. 19
zugeordnet sind. Der Detektor 37 (oder 38) ist so ausgebildet,
daß dann, wenn ein Strom durch das Sauerstoffkonzentrationszellenelement 8
(oder 13) der Sonde 10
(bzw. 19) geleitet wird, Sauerstoff in der als interne
Bezugs-Sauerstoffquelle dienenden porösen Elektrode 7
erzeugt wird und der durch das Sauerstoffpumpenelement 4
(oder 14) fließende Strom zweiseitig gerichtet bzw.
bidirektional so geregelt wird, daß die über das Zellenelement 8
(oder 13) erzeugte Spannung dem Verhältnis des
Sauerstoffpartialdrucks im Hohlraum 9 a (oder 18 a), als
Gasraum, zum Sauerstoffpartialdruck in der porösen Elektrode 7,
nämlich zum Sauerstoffpartialdruck im Hohlraum
9 a (oder 18 a), proportional ist und konstant gehalten
wird, wobei der so geregelte Strom als Meßausgangssignal
abgegriffen wird.
Der Schaltungsaufbau des Detektors 37 (oder 38) ist in
Fig. 4 dargestellt. Der Detektor umfaßt einen Widerstand R,
über den eine vorbestimmte Spannung Vb (10 V) an die
poröse Elektrode 7 des Zellenelements 8 (oder 13) angelegt
wird und der den über die andere, mit einer Bezugsspannung Vs
(5 V) gespeiste poröse Elektrode 6 (oder 12)
fließenden Strom begrenzt, einen Pufferkreis 41 aus einem
Operationsverstärker OP 1 zum Erfassen oder Messen
der über das Zellenelement 8 (oder 13) erzeugten und
durch die Bezugsspannung Vs angehobenen (boosted) Spannung,
einen nicht-invertierenden Verstärkerkreis 42 aus
einem Operationsverstärker OP 2 zum Verstärken der als
Ausgangssignal vom Pufferkreis 41 gelieferten Meßspannung,
einen Komparator/Integratorkreis 43 aus einem
Operationsverstärker OP 3 zum Verstärken der Meßspannung
mit der vorbestimmten Bezugsspannung Vc und zum Erzeugen
einer Ausgangsregel- oder -steuerspannung der Wellenform
gemäß Fig. 5, die sich allmählich mit einer vorbestimmten
Integrationskonstante verringert, wenn die verstärkte
Meßspannung größer ist als die Bezugsspannung Vc, und
die sich allmählich mit derselben Integrationskonstante
erhöht, wenn die Meßspannung kleiner ist als die Bezugsspannung Vc,
einen Pufferkreis 44 aus einem Operationsverstärker
OP 4 zum Erzeugen der Bezugsspannung Vs als
Ausgangssignal, einen Strommeßwiderstand Ri, über den
die Bezugsspannung Vs vom Pufferkreis 44 an die poröse
Elektrode 3 (oder 15) an der Seite des Hohlraums 9 a (oder
18 a) des Sauerstoffpumpenelements 4 (oder 17) angelegt
wird und der zur Messung des zwischen der Elektrode 3
(oder 15) und der anderen porösen Elektrode 2 (oder 16)
fließenden Stroms dient, welcher mit der Steuer- oder
Regelspannung vom Komparator/Integratorkreis 43 geliefert
wurde, sowie einen Ausgangskreis 45 aus einem Operationsverstärker
OP 5, von welchem die im Widerstand Ri entstehende
Spannung als Meßausgangssignal geliefert wird.
Mittels der beschriebenen Detektorschaltung wurden die
beiden Sondeneinheiten 10 und 19 unabhängig voneinander
betrieben. Die erhaltenen Meßsignale wurden dabei als
Grundlage für die Berechnung der Größen des Pumpstrom
Ip benutzt, der über die Sauerstoffpumpenelemente 4 und
17 geflossen ist. Die Ergebnisse der Berechnung sind
graphisch in Fig. 6 veranschaulicht, in welcher die gestrichelte
Linie die mit der ersten Sondeneinheit 10 erzielten
Ergebnisse und die strichpunktierte Linie die
mit der zweiten Sondeneinheit 19 erzielten Ergebnisse
veranschaulichen. Die Einzelheiten der Hauptbauteile des
bei diesem Versuch verwendeten Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensors sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt.
Wie aus Fig. 6 hervorgeht, zeigt der von der ersten Sondeneinheit
10 erhaltene Pumpstrom Ip einen größeren
Gradienten als der Pumpstrom Ip von der zweiten Sondeneinheit
19. Der Grund für diesen Unterschied im Gradienten
oder Gefälle ist folgender: Der Hohlraum 9 a bzw. der
Gasraum der ersten Sondeneinheit 10 wird über die umgebenden
Gasdiffusionsdrosselteile 9 b 1 bis 9 b 5 unmittelbar
mit dem interessierenden bzw. zu untersuchenden Gas beschickt,
während der Hohlraum 18 a bzw. der Gasraum der
zweiten Sondeneinheit 19 mit diesem Gas zunächst über die
Gasdiffusionsdrosselteile 9 b 1 bis 9 b 5, sodann über den
Hohlraum 9 a und die mit dem porösen Material 20 a gefüllten
Verbindungs-Bohrungen 20 beschickt wird, wobei das
zu untersuchende Gas durch die zweite Sondeneinheit 19
mit einer ausreichend verzögerten Geschwindigkeit
diffundiert, um eine entsprechend kleinere Größe des Pumpstroms
zu erfordern.
Die in Fig. 6 veranschaulichten Versuchsergebnisse verdeutlichen,
daß bei Durchführung der Luft/Kraftstoffverhältnismessung
im Kraftstoff-Magerbereich mittels der
ersten Sondeneinheit 10 und im Kraftstoff-Anreicherungsbereich
mittels der zweiten Sondeneinheit 19 in beiden
Bereichen zwei Kennlinien der Meßcharakteristika mit
ähnlichen Gradienten erhalten werden, so daß eine konstante
Meßgenauigkeit sowohl für den Magerbereich als
auch den Anreicherungsbereich gewährleistet wird. Der erfindungsgemäße
Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensor S kann,
genauer gesagt, für die Luft/Kraftstoffverhältnismessung
mittels der Detektorschaltung betrieben werden, die für
ein automatisches Umschalten zwischen dem Betrieb der
ersten Sondeneinheit 10 für die Messung im Magerbereich
und dem Betrieb der zweiten Sondeneinheit 19 für die Messung
im Anreicherungsbereich sorgt. Diese Anordnung
bietet eine wirksame Lösung für das mit den bisherigen
Vorrichtungen verbundene Problem, daß nämlich die Meß(ansprech)
empfindlichkeit im Magerbereich wesentlich geringer
ist als im Anreicherungsbereich, um eine zuverlässige
Luft/Kraftstoffverhältnisregelung zu ermöglichen. Im
folgenden ist ein Anwendungsbeispiel für den Sensor S
für den Fall seiner Verwendung in Verbindung mit einer
Detektorschaltung beschrieben, die zwischen dem Magerbereich
und dem Anreicherungsbereich für den Betrieb der
beiden Sondeneinheiten umschaltet und die in Fig. 6 in
ausgezogener Linie dargestellten Meßergebnisse liefert.
Eine Detektorschaltung 50 gemäß Fig. 7 enthält zwei Detektoren,
die - ebenso wie die Detektoren 37 und 38 gemäß
Fig. 4 - den Sonden 10 bzw. 19 zugeordnet sind und
die jeweils Pufferkreise 41′ bzw. 42″, nicht-invertierende
Verstärkerkreise 42′ bzw. 42″, Komparator/Integratorkeise
43′ bzw. 43″ sowie einen Widerstand R′ umfassen,
über den eine vorbestimmte Spannung Vb′ an die poröse
Elektrode 7 angelegt wird und der dem über die elektrochemischen
Sauerstoffkonzentrationszellenelemente 8 und
13 fließenden Strom begrenzt. Neben den genannten Bauteilen
enthält die Detektorschaltung 50 Dioden D 1 und
D 2 sowie einen Strommeßwiderstand Ri′. Mittels der Diode
D 1 wird die Richtung des über das Sauerstoffpumpenelement 4
fließenden Pumpstroms, der zur Erzeugung einer
konstanten Spannung über das zugeordnete Zellenelement
geregelt wird, so begrenzt, daß Sauerstoff aus dem Hohlraum
9 a der ersten Sondeneinheit 10 ausgepumpt wird.
Mittels der Diode D 2 wird die Richtung des über das
Sauerstoffpumpenelement 17 fließenden Pumpstroms, der
ebenfalls zur Erzeugung einer konstanten Spannung über
das zugeordnete Zellenelement geregelt wird, in der Weise
begrenzt, daß Sauerstoff in den Hohlraum 18 a der zweiten
Sondeneinheit 19 eingepumpt wird. Der Widerstand Ri′ erfaßt
sodann die Summe der beiden Pumpströme, deren Richtung
durch diese Dioden D 1 und D 2 begrenzt (bzw. bestimmt)
worden ist.
Wenn das zu messende Luft/Kraftstoffverhältnis im Magerbereich
liegt, liefert die Detektorschaltung 50 als Meßausgangssignal
den von der ersten Sondeneinheit 10 erhaltenen
Pumpstrom. Wenn dieses Verhältnis dagegen im Anreicherungsbereich
liegt, liefert die Schaltung 50 den
Pumpstrom von der zweiten Sondeneinheit 19 als Meßausgangssignal.
Infolgedessen braucht eine Bedienungsperson
nicht entsprechend dem zu messenden Luft/Kraftstoffverhältnis
von Hand von der einen Sondeneinheit auf die andere
umzuschalten. Es hat sich gezeigt, daß die mittels
der Detektorschaltung 50 durchgeführte Messung die durch
die ausgezogene Linie in Fig. 6 dargestellte Kennlinie
liefert.
Wie in Fig. 6 gezeigt, liefert der Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensor gemäß der beschriebenen Ausführungsform
zwei Meßsignale, wenn erste und zweite Sondeneinheit 10
bzw. 19 jeweils einzeln betrieben werden, wobei das im
Betrieb der ersten Sondeneinheit 10 erhaltene Meßsignal
einen Gradienten (d. h. eine Meß(ansprech)empfindlichkeit)
aufweist, der etwa dreimal so groß ist wie der im
Betrieb der zweiten Sondeneinheit 19 erhaltene Gradient.
Aufgrund dieses Unterschieds im Gradienten ergibt sich
folgendes: Wenn das Luft/Kraftstoffverhältnis im Kraftstoff-
Magerbereich durch Betätigung der ersten Sondeneinheit
10 und im Kraftstoff-Anreicherungsbereich durch Betätigung
der zweiten Sondeneinheit 19 gemessen wird, wird
eine Meßkennlinie erhalten, gemäß welcher sich das Ausgangssignal
mit einem praktisch konstanten Gradienten
oder Gefälle über den gesamten, den Mager- oder den Anreicherungsbereich
einschließenden Betriebsbereich hinweg
ändert, wodurch eine konstante Genauigkeit der Luft/
Kraftstoffverhältnismessung gewährleistet wird.
Beim beschriebenen Sensor S ist die Leitung 7 l auf der
als interne Bezugs-Sauerstoffquelle dienenden porösen
Elektrode 7 mit der Leitung 6 l auf der porösen Elektrode 6
über den porösen Isolator Z und die durchgehende Bohrung H
verbunden, so daß der in der Elektrode 7 erzeugte
Sauerstoff in den Gasraum der ersten Sondeneinheit 10
eindringt. Anstelle dieser Anordnung kann unter Gewährleistung
derselben Ergebnisse die in Fig. 8 gezeigte elektrische
Verbindung angewandt werden. Bei dieser Abwandlung
ist die Leitung 7 l′ der porösen Elektrode 7′ mit
der Leitung 12 l′ auf der porösen Elektrode 12′ durch den
porösen Isolator Z′ und die durchgehende Bohrung H′ derart
verbunden, daß der in der Elektrode 7′ freigesetzte
Sauerstoff in den Gasraum der zweiten Sondeneinheit 19′
eindringt oder einsickert (leak). In diesem Fall dienen
die Leitung 7 l′, der Isolator Z′, die Bohrung H′ und die
Leitung 12 l′ als Leckdrosselteile. Der Aufbau des Sensors
gemäß Fig. 8 entspricht im wesentlichen demjenigen des
Sensors gemäß Fig. 2, so daß auf eine genauere Erläuterung
der Bauteile verzichtet werden kann und die betreffenden
Bauteile mit entsprechenden Bezugsziffern, zuzüglich
eines angehängten Indexstrichs, bezeichnet sind.
In der vorstehenden Beschreibung ist vorausgesetzt, daß
die Luft/Kraftstoffverhältnismessung mittels des erfindungsgemäßen
Sensors S mit Hilfe der Meß- oder Detektorschaltung
50 durchgeführt wird, die gemäß Fig. 7 so ausgelegt
ist, daß das Umschalten zwischen den beiden Sondeneinheiten
für die Luft/Kraftstoffverhältnismessung
automatisch mittels zweier Dioden erfolgt. Diese Detektorschaltung
kann durch eine Schaltung ersetzt werden, die
so ausgebildet ist, daß sie auf dieselbe Weise, wie in
Fig. 4 veranschaulicht, arbeitet und selektiv die Verhältnismessung
im Kraftstoff-Magerbereich oder -Anreicherungsbereich
mittels Schaltern oder anderen Vorrichtungen
vornimmt, welche eine selektive Verbindung zwischen
der Detektorschaltung und den beiden Sondeneinheiten
ermöglichen. Eine solche, in Fig. 9 bei 60 dargestellte
Detektorschaltung liefert ein Meßsignal mit einer
Kennlinie entsprechend der ausgezogenen Linie gemäß
Fig. 6.
Die Meß- oder Detektorschaltung 60 gemäß Fig. 9 umfaßt
Widerstände R 1 und R 2, durch die eine vorbestimmte
Spannung Vb an die poröse Elektrode 7 angelegt wird und
welche den durch oder über die poröse Elektrode 6 bzw.
12 fließenden Strom begrenzen, einen invertierenden Verstärkerkreis
61, der die zwischen der porösen Elektrode 7
und der porösen Elektrode 6 und 12 erzeugte Spannung
(d. h. die über das elektrochemische Sauerstoffkonzentrationszellenelement 8
(oder 13) erzeugte Spannung) mißt
oder abgreift und diese abgegriffene Spannung nach der
Hinzufügung einer vorbestimmten Spannung Vs verstärkt,
einen Komparator/Integratorkreis 62 zum Vergleichen der
Spannung vom Verstärkerkreis 61 mit einer vorbestimmten
Bezugsspannung Vc und zur Lieferung einer Steuer- oder
Regelspannung mit der Wellenform gemäß Fig. 5, einen
Ausgangskreis 63 zur Erzeugung bzw. Lieferung der
Spannung vom Kreis 62 als Meßausgangssignal, einen Widerstand
Rj, der die Ausgangsklemme des Kreises 62 mit der
porösen Elektrode 3 oder 15 verbindet, einen Pufferkreis
64, welcher die Spannung Vs zum Kreis 61 und zur porösen
Elektrode 3 oder 15 liefert und den von der porösen Elektrode 2
zur Elektrode 3 oder von der Elektrode 15 zur
Elektrode 16 fließenden Strom (d. h. den durch das Sauerstoffpumpenelement 4
oder 18 fließenden Pumpenstrom) in
Abhängigkeit vom Ausgangssignal vom Komparator/Integratorkreis
62 regelt, sowie eine Schaltereinheit SW, welche
für die Verhältnismessung im Kraftstoff-Magerbereich die
Detektorschaltung 60 mit den Elektroden 2, 3, 6 und 7
der ersten Sondeneinheit und für die Verhältnismessung
im Anreicherungsbereich die Detektorschaltung 60 mit
den Elektroden 7, 12, 15 und 16 der zweiten Sondeneinheit
19 verbindet. Wenn das Luft/Kraftstoffverhältnis im
Magerbereich gemessen werden soll, wird der von der
porösen Elektrode 2 zur Elektrode 3 im Sauerstoffpumpenelement 4
der ersten Sondeneinheit 10 fließende Strom
durch die Detektorschaltung 60 nach Maßgabe des Ausgangssignals
vom Komparator/Integratorkreis 62 so geregelt,
daß die Luft/Kraftstoffverhältnismessung durchgeführt
wird, während dieses Verhältnis im Hohlraum 9 a auf einen
Wert in der Nähe der theoretischen (d. h. stöchiometrischen)
Größe des Luft/Kraftstoffverhältnisses eingestellt
ist. Wenn andererseits dieses Verhältnis im Kraftstoff-
Anreicherungsbereich gemessen werden soll, wird der von
der porösen Elektrode 15 zur Elektrode 16 im Sauerstoffpumpenelement
17 der zweiten Sondeneinheit 19 fließende
Strom ebenfalls in Abhängigkeit vom Ausgangssignal vom
Kreis 62 so geregelt, daß die Luft/Kraftstoffverhältnismessung
durchgeführt wird, während das betreffende Verhältnis
im Hohlraum 18 a in die Nähe der theoretischen
Größe dieses Verhältnisses eingestellt ist.
Der beschriebene Sensor gemäß der Erfindung verwendet
somit die erste Sondeneinheit für die Luft/Kraftstoffverhältnismessung
im Kraftstoff-Magerbereich und die
zweite Sondeneinheit für die entsprechende Messung im
Kraftstoff-Anreicherungsbereich. Mittels dieser selektiven
Betätigung des Sensors kann der Gradient der Kennlinie
für die Messung im Magerbereich demjenigen für die Messung
im Anreicherungsbereich eng angenähert werden, so
daß eine verbesserte Meßgenauigkeit im Magerbereich erzielt
werden kann. Wenn weiterhin der Widerstand für
eine Gasdiffusion im zweiten Diffusionsdrosselteil doppelt
so groß ist wie im ersten Diffusionsdrosselteil,
wird eine Meßkennlinie erhalten, in welcher sich die
Meßempfindlichkeit kontinuierlich über den gesamten,
den Mager- und den Anreicherungsbereich einschließenden
Bereich des Luft/Kraftstoffverhältnisses hinweg ändert.
Der diese Meßcharakteristik gewährleistende erfindungsgemäße
Sensor stellt somit eine optimale Vorrichtung für
die Luft/Kraftstoffverhältnisregelung dar.
Außerdem besitzt der erfindungsgemäße Luft/Kraftstoffverhältnis-
Sensor eine Selbstkompensierfunktion für einen
durch Verstopfen oder Zusetzen des Diffusionsdrosselteils
hervorgerufenen Ausgangssignalfehler. Ein solches Verstopfen
oder Zusetzen kann im Langzeitbetrieb des Sensors
allmählich auftreten.
Beim Einsatz eines solchen Sensors in einem Kraftfahrzeug
erfährt der Gasdiffusionsdrosselteil ein (allmähliches)
Verstopfen oder Zusetzen durch Ablagerungen, wie
im Abgas enthaltene Metalloxidbestandteile und wärmebeständige
Metalloxide in Form feiner Teilchen, was eine
Verschlechterung der Meßgenauigkeit aufgrund einer Änderung
der für das Luft/Kraftstoffverhältnis repräsentativen
Sensor-Ausgangssignale zur Folge hat. Erfindungsgemäß
ist es dagegen möglich, das Auftreten eines Verstopfens
oder Zusetzens unabhängig von der zu messenden
Atmosphäre zu bestimmen, weil die Diffusionsdrosseleinheiten
in zwei Reihen angeordnet sind. Die Diffusionsteile
des Sensors mit der Charakteristik bzw. Kennlinie
gemäß Fig. 10 würden durch Ablagerungen verstopft werden,
während die zweite Reihe der Diffusionsdrosseleinheit
gemäß der Erfindung durch an ihr anhaftende Ablagerungen
kaum verstopft bzw. zugesetzt wird.
Insbesondere bestimmt sich der Abnahmegrad der Stromausgänge
von der zweiten Sonde unmittelbar nach den Ablagerungen
(bzw. dem Zusetzen durch Ablagerungen) durch
folgende Gleichung:
Ip′ 1/Ip 1 = α
Ein Verhältnis zwischen den Stromausgängen, die von erster
und zweiter Sonde im Anfangszustand gemessen werden,
bestimmt sich wie folgt:
Ip 1/Ip 2 = K
Ein Verhältnis zwischen den Stromausgängen, die durch
erste und zweite Sonde nach (einem Zusetzen durch) Ablagerungen
gemessen werden, bestimmt sich wie folgt:
Ip′ 1/Ip′ 2 = K′
In obigen Gleichungen bedeuten:
Ip 1 =anfänglicher Stromausgang (Stromausgangssignal)
der erste Sonde (d. h. der Sauerstoffpumpstrom,
wenn der zum Sauerstoffpumpenelement der ersten
Sonde gelieferte Strom eingestellt ist, um unmittelbar
nach Inbetriebsetzung des Sensors die
Ausgangsspannung des Sauerstoffkonzentrationszellenelements
der ersten Sonde konstant zu
halten)
Ip′ 1 =Stromausgang der ersten Sonde nach der Bildung
von Ablagerungen
Ip 2 =Anfangsstromausgang der zweiten Sonde und
Ip′ 2 =Stromausgang der zweiten Sonde nach der Bildung
von Ablagerungen.
Unter den vorstehend angegebenen Größen der Verhältnisse
ergibt sich unter der Voraussetzung, daß sich zwar der
erste Diffusionsdrosselteil, nicht aber der zweite
Diffusionsdrosselteil zusetzt, die folgende Beziehung:
α = (K′ - 1)/(K - 1)
Die Verhältnisse K und K′ bleiben unabhängig von der zu
messenden Atmosphäre unverändert. Das Verhältnis K kann
somit ohne Rücksicht auf die Atmosphäre im voraus gewählt
werden. Das Verhältnis K′ kann nach der Bildung
von Ablagerungen bestimmt werden. Dabei kann die Größe α
einfach vorgegeben werden, um damit die Ausgangssignale
zu korrigieren bzw. die Ausgangssignalfehler zu kompensieren.
Gemäß einem erfindungsgemäß durchgeführten Versuch wurde
eine im wesentlichen konstante Beziehung zwischen dem
Stromabnahmegrad α und der Größe von (K′ - 1)/(K - 1) über
einen vollen Bereich vom Kraftstoff-Magerbereich zum
-Anreicherungsbereich bestätigt (vgl. Fig. 11). Die
Stromausgang-Selbstkompensierfunktion des erfindungsgemäßen
Sensors ist somit sichergestellt.
Bezüglich einer Stromausgangs-Abnahmerate (β = Ip′ 2/Ip 2)
der zweiten Sonde gilt ebenfalls eine ähnliche Beziehung.
Unter der Annahme, daß kein Zusetzen der zweiten Sonde
durch Ablagerungen auftritt, läßt sich nämlich zwischen
den oben genannten Verhältnissen K und K′ sowie dem (der)
Abnahmegrad (oder -rate) β die folgende Beziehung aufstellen:
Aus diesem Grund läßt sich auf dieselbe Weise wie für α
der Abnahmegrad b erhalten oder ableiten, und die Meßergebnisse
der zweiten Sonde können unter Heranziehung des
Abnahmegrads β kompensiert werden.
Claims (3)
1. Luft/Kraftstoffverhältnis-Sensor mit zwei Sondeneinheiten,
die jeweils
zwei Meßelemente mit je zwei porösen Elektroden an gegenüberliegenden Seiten eines Sauerstoffionen leitenden Festelektrolyten,
einen Gasraum, der in Berührung mit einer porösen Elektrode für jedes Meßelement ausgebildet ist und der mit der interessierenden oder zu untersuchenden gasförmigen Atmosphäre über einen Gasdiffusionsbegrenzungs- oder -drosselteil kommuniziert, und
eine interne Bezugs-Sauerstoffquelle, die in Berührung mit einem Meßelement an der Seite der porösen Elektrode ausgebildet ist, welche der Seite, an der der Gasraum vorgesehen ist, gegenüberliegt (bzw. von ihr abgewandt ist), aufweisen, wobei die Sauerstoffquelle mit der Außenseite über einen Leckhemm- oder -drosselteil kommuniziert,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Gasraum (9 a) in der ersten Sondeneinheit (10) mit der zu untersuchenden gasförmigen Atmosphäre unmittelbar über einen ersten Gasdiffusionsdrosselteil kommuniziert, während der Gasraum (18 a) in der zweiten Sondeneinheit (19) mit dem Gasraum (9 a) der ersten Sondeneinheit (10) über einen zweiten Gasdiffusionsdrosselteil kommuniziert.
zwei Meßelemente mit je zwei porösen Elektroden an gegenüberliegenden Seiten eines Sauerstoffionen leitenden Festelektrolyten,
einen Gasraum, der in Berührung mit einer porösen Elektrode für jedes Meßelement ausgebildet ist und der mit der interessierenden oder zu untersuchenden gasförmigen Atmosphäre über einen Gasdiffusionsbegrenzungs- oder -drosselteil kommuniziert, und
eine interne Bezugs-Sauerstoffquelle, die in Berührung mit einem Meßelement an der Seite der porösen Elektrode ausgebildet ist, welche der Seite, an der der Gasraum vorgesehen ist, gegenüberliegt (bzw. von ihr abgewandt ist), aufweisen, wobei die Sauerstoffquelle mit der Außenseite über einen Leckhemm- oder -drosselteil kommuniziert,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Gasraum (9 a) in der ersten Sondeneinheit (10) mit der zu untersuchenden gasförmigen Atmosphäre unmittelbar über einen ersten Gasdiffusionsdrosselteil kommuniziert, während der Gasraum (18 a) in der zweiten Sondeneinheit (19) mit dem Gasraum (9 a) der ersten Sondeneinheit (10) über einen zweiten Gasdiffusionsdrosselteil kommuniziert.
2. Sensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die interne Bezugs-Sauerstoffquelle mit dem Gasraum
kommuniziert.
3. Sensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Gasdiffusionswiderstand des zweiten Gasdiffusionsdrosselteils
mindestens doppelt so groß ist wie derjenige
des ersten Gasdiffusionsdrosselteils.
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