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DE3701344A1 - Neue thieno-1,4-diazepine - Google Patents

Neue thieno-1,4-diazepine

Info

Publication number
DE3701344A1
DE3701344A1 DE19873701344 DE3701344A DE3701344A1 DE 3701344 A1 DE3701344 A1 DE 3701344A1 DE 19873701344 DE19873701344 DE 19873701344 DE 3701344 A DE3701344 A DE 3701344A DE 3701344 A1 DE3701344 A1 DE 3701344A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon atoms
group
branched
general formula
substituted
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19873701344
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dipl Chem Dr Stransky
Karl-Heinz Dipl Chem Dr Weber
Gerhard Dipl Chem Dr Walther
Albrecht Dipl Chem Dr Harreus
Casals Stenzel Dr Jorge
Muacevic Dr Gojko
Wolf-Dietrich Dr Bechtel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Boehringer Ingelheim GmbH
Original Assignee
Boehringer Ingelheim GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boehringer Ingelheim GmbH filed Critical Boehringer Ingelheim GmbH
Priority to DE19873701344 priority Critical patent/DE3701344A1/de
Publication of DE3701344A1 publication Critical patent/DE3701344A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D495/00Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D495/02Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having sulfur atoms as the only ring hetero atoms in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D495/04Ortho-condensed systems
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D495/00Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D495/12Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having sulfur atoms as the only ring hetero atoms in which the condensed system contains three hetero rings
    • C07D495/14Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft neue Thieno-1,4-diazepine, ihre Herstellung nach bekannten Methoden und ihre Verwendung als Arzneistoffe und als Zwischenprodukte. Die neuen Thieno-1,4-diazepine entsprechen der allgemeinen Formel worin
R1 Wasserstoff, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls durch Hydroxy oder Halogen substituiert sein kann, eine Cyclopropylgruppe, eine verzweigte oder unverzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methoxy, Halogen, bevorzugt Chlor oder Brom; für n ≦λτ 0
R2 Halogen, Hydroxy, wobei R4 und R5, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl-, Alkenyl oder Alkinylgruppe mit 1-10 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxy oder durch einen C-verknüpften Heterocyclus substituiert sein kann, wobei die Kohlenstoffkette durch Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein kann,
eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonylgruppe mit 1-6 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiert durch Hydroxy oder Halogen, bevorzugt Chlor, oder substituiert durch eine gegebenenfalls ein- oder zweifach durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituierte Aminogruppe, wobei die Alkylgruppe durch Halogen oder Hydroxy substituiert sein kann,
eine gegebenenfalls substituierte Arylcarbonylgruppe, bevorzugt Phenylcarbonyl, eine gegebenenfalls substituierte Arylsulfonylgruppe, bevorzugt Phenylsulfonyl oder Tolylsulfonyl, eine Alkylsulfonylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, oder
R4 und R5 bilden zusammen mit dem Stickstoffatom einen gesättigten oder ungesättigten gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom gegebenenfalls durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert sein kann; R2 eine Arylsulfonyloxygruppe, bevorzugt Tolylsulfonyloxy oder Phenylsulfonyloxy, gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituiert; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkylsulfonyloxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; R2 eine Arylcarbonyloxygruppe, bevorzugt Phenylcarbonyloxy, gegebenenfalls ein oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituiert; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonyloxygruppe mit 1 bis 12, bevorzugt 1 bis 8, Kohlenstoffatomen, wobei die Alkylkette durch Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein kann; wobei R6 eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls durch Halogen substituiert, eine gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierte Arylgruppe,
R7 Wasserstoff oder eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; wobei R8 und R9, die gleich oder verschieden sein können, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
oder R8 und R9 zusammen mit dem Stickstoffatom einen gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom durch eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert ist; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; eine Aryloxygruppe, bevorzugt Phenyloxy oder substituiertes Phenyloxy; R2 einen Imidorest; Dioxolan, substituiertes Dioxolan; für n größer gleich 0
R2 -CH=O; -COOH; Cyano; R2 eine verzweigte oder unverzweigte
Alkoxycarbonylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, mit der Maßgabe, daß wenn R′ Wasserstoff, R3 o-Chlorphenyl,
X und Y beide Stickstoff
R2Z n nicht Methoxycarbonylethyl sein kann; R2 eine Aryloxycarbonylgruppe, bevorzugt Phenyloxycarbonyl; R2 einen Rest der allgemeinen Formel worin R10 und R11, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, Phenyl, substituiertes Phenyl, eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxy, Nitro, Amino, substituiertes Amino oder im Fall von R10 = Wasserstoff oder Alkyl und Y = C-R1 oder Y Stickstoff und X C-Alkyl, R11 durch eine Esterfunktion oder ein Säureamid der allgemeinen Formel worin R′10 und R′11 dieselbe Bedeutung wie R10 und R11, jedoch mit Ausnahme eines Säureamids haben, substituiert sein kann,
R10 oder R11 ein gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigtes oder unverzweigtes Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierter, gesättigter oder ungesättigter über ein Kohlenstoffatom gebundener 5-, 6- oder 7-gliedriger heterocyclischer Ring,
R10 und R11 zusammen mit dem Stickstoffatom einen gesättigten oder ungesättigten gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert sein kann, mit der Maßgabe, daß wenn X, Y beide Stickstoff, R′ Wasserstoff, Z eine unverzweigte Alkylkette mit n Kohlenstoffatomen und
  • a) R3 = o-Chlorphenyl und
    R1 = Methyl und n = 0, 1, 2, 3 oder 4
    NR10R11 nicht Morpholino,
    oder
    n = 0 oder 1
    NR10R11 nicht Amino,
    oder
    n = 2
    NR10R11 nicht Diethylamino, Methylamino, Isopropylamino, Dimethylamino, Cyclopropylamino, Piperidino, Pyrrolidino, Cyclohexylamino, N′-Methylpiperazino, Amino, Di(hydroxyethylamino) oder Hydroxyethylamino,
    oder
  • b) R3 = o-Chlorphenyl
    und
    R1 = Chlormethyl, Brommethyl, Propyloxy, Wasserstoff, Methoxy, Brom oder Cyclopropyl,
    und
    n = 2
    NR10R11 nicht Morpholino,
    oder
  • c) R3 = o-Chlorphenyl
    und R1 = Cyclopropyl
    und
    n = 2
    NR10R11 nicht Diethylamino,
    oder
    n = 8
    NR10R11 nicht Morpholino
    oder
  • d) R3 = Phenyl,
    R1 = Methyl,
    n = 2
    NR10R11 nicht Morpholino
  • e) R3 = 2-Nitrophenyl, 2-Methylphenyl, 2-Trifluormethyl,
    R1 = Methyl
    n = 2
    NR10R11 nicht Morpholino,
  • f) R3 = 2-Chlorphenyl,
    R1 = Methoxy
    n = 2
    NR10R11 nicht Diethylamino, Piperidino,
  • g) R3 = 2-Chlorphenyl,
    R1 = Methoxy,
    n = 2,
    NR10R11 nicht N′-Methylpiperazino
bedeutet;
R2 einen Rest der allgemeinen Formel worin
B Sauerstoff, Schwefel, NH oder NC1-C6-Alkyl,
D den Rest (C Re Rf)n, wobei n 0 bis 3 sein kann,
Ra Wasserstoff, gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Aminogruppe substituiertes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, C1 bis C4 Alkoxycarbonyl, Dialkylaminocarbonyl,
Rb, Rc, Rd, Re, Rf Wasserstoff, gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Aminogruppe substituiertes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, oder Phenyl; R3 Phenyl, wobei der Phenylring ein- oder mehrfach, bevorzugt in 2-Stellung, durch Methyl, bevorzugt Halogen, besonders bevorzugt Chlor oder Brom, Nitro, Alkoxy, bevorzugt Methoxy und/oder Trifluormethyl substituiert sein kann, Pyridyl; Ro Wasserstoff, eine Alkyl- oder eine Acylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, bevorzugt Acetyl; R′ Wasserstoff, Phenyl, substituiertes Phenyl oder eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl; X,Y unabhängig voneinander C-R1 oder N, aber nicht gleichzeitig beide C-R1,
oder Y die Gruppe C-COOR*, mit R* = Alkyl oder Wasserstoff und X = Stickstoff; Z eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit n-Kohlenstoffatomen, wobei Z gegebenenfalls zusätzlich durch Aryl, bevorzugt Phenyl, substituiertes Phenyl oder 2-fach durch R2 substituiert sein kann, wobei R2 gleich oder verschieden sein kann; und
n eine der Zahlen 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 bedeuten können,
in Form ihrer Racemate, ihrer Enantiomere, ihrer Diasteromere und ihrer Gemische; jeweils als freie Basen oder ihre physiologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Bevorzugt sind Verbindungen der allgemeinen Formel Ia und Ib, worin
R1 Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy oder Halogen, bevorzugt Chlor oder Brom; R2 Chlor, Brom, Jod, Hydroxy, worin R4 und R5, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6, besonders bevorzugt 1 bis 4, Kohlenstoffatomen, wobei die Kohlenstoffkette durch Stickstoff unterbrochen sein kann, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiert durch eine Dimethylaminogruppe, eine Phenylcarbonylgruppe,
im Fall von R5 = Wasserstoff eine gegebenenfalls durch Acylamino, besonders bevorzugt Acetylamino, Amino, Alkylamino- oder Dialkylamino substituierte Phenylsulfonylgruppe, oder
R4 und R5 bilden zusammen mit dem Stickstoffatom einen Piperidin-, Pyrrolidin-, N′-Methylpiperazin-, einen gegebenenfalls dimethylsubstituierten Morpholinring, einen Pyrrol-, Pyrazol-, Imidazol- oder Triazolring;
R2 -CH=O, COOH;
ein gegebenenfalls durch Methyl ein- oder mehrfach substituiertes Δ2-Imidazolin, -Oxazolin, -Thiazolin; eine Tolylsulfonyloxygruppe, eine Methylsulfonyloxygruppe;
eine Phenylcarbonyloxygruppe;
eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonyloxygruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen; eine Methoxy- oder Ethoxycarbonylgruppe; wobei R6 eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R7 Wasserstoff oder eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; wobei R8 und R9, die gleich oder verschieden sein können, eine Methyl-, Ethyl-, Propyl- oder Isopropylgruppe oder R8 und R9 zusammen mit dem Stickstoffatom einen N′-Methylpiperazin- oder Morpholinring; R3 Phenyl, wobei der Phenylring, bevorzugt in 2-Stellung durch H Halogen, bevorzugt Chlor, substituiert sein kann; Ro Wasserstoff, Methyl, Acetyl; R′ Wasserstoff; X,Y unabhängig voneinander C-R1 oder N, aber nicht gleichzeitig beide C-R1, (R1 bevorzugt Wasserstoff),
oder Y die Gruppe C-COOR*, mit R* = Alkyl oder Wasserstoff und X = Stickstoff; Z wie zuvor definiert, bevorzugt -(CH2) n -, gegebenenfalls substituiert durch Phenyl oder 2-fach durch R2, wobei R2 auch verschieden sein kann oder -CH2-CHR2-CH2-R2 -CH2-CHR2R2, -CH2CHR2-CH2-C6H5;
und n eine der Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 bedeuten können sowie gegebenenfalls ihre physiologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, worin R1 = Methyl oder Methoxy,
R3 = o-Chlorphenyl, R′ Wasserstoff, X, Y beide Stickstoff, oder X CH und Y Stickstoff, Z (CH2) n , n = 2, 3 oder 7 und R2 und Ro wie zuvor definiert.
Soweit nichts anderes angegeben, bedeutet Halogen eines der Atome Fluor, Chlor, Brom oder Jod, unter Arylgruppen werden gegebenenfalls ein- oder mehrfach substituierte aromatische Reste mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen im Ringsystem verstanden, wie z. B. Phenyl, Pyridyl, Thienyl, Furyl oder Naphtyl, wobei der Phenylring bevorzugt ist. Als Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl- und Alkoxygruppen werden, soweit nicht anderes angegeben, gegebenenfalls substituierte, verzweigte oder unverzweigte Reste mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen in der Kohlenstoffkette verstanden. Als Substituenten können ein oder mehrere Atome aus der Gruppe Halogen, Methyl, Methoxy- Hydroxy- oder Trifluormethyl vorliegen.
Bevorzugte Imidoreste sind die folgenden Strukturen Als niederes Alkyl bzw. niederes Acyl werden, soweit nichts anderes angegeben, verzweigte oder unverzweigte Reste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette verstanden.
In den allgemeinen Formeln gibt "n" in "Z n " die Anzahl der Kohlenstoffatome in der Alkyl- bzw. Alkenylkette an. Ist Z n zweifach durch R2 substituiert, so können die Substituenten gleich oder verschieden sein. Ist Z n eine verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe, so ist die Verzweigung bevorzugt in der α- oder β-Position zur endständigen funktionellen Gruppe.
Als Alkenyl werden Alkylketten mit mindestens einer Doppelbindung, als Alkinyl Alkylketten mit mindestens einer Dreifachbindung bezeichnet.
Als Alkylgruppen werden bevorzugt, soweit nichts anderes angegeben ist: Methyl, Ethyl, Propyl, iso-Propyl; n-Butyl, iso-Butyl und t-Butyl, wobei die Methylgruppe besonders wichtig ist. Bevorzugte Alkoxygruppe ist Methoxy.
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel Ia können nach bekannten Verfahren aus den entsprechenden Thienodiazepinthionen der allgemeinen Formel II oder aber durch Variation funktioneller Gruppen der Seitenkette des bereits fertiggestellten Hetrazepingerüstes erhalten werden.
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel Ib erhält man durch Reduktion von Verbindungen der allgemeinen Formel Ia. Die Umsetzung erfolgt mit bekannten Reduktionsmitteln in organischen Lösungsmitteln, so z. B. mit Zink in einer Mischung aus Eisessig und einem inerten organischen Lösungsmitteln, wie z. B. halogenierten Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Dichlormethan, bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches oder z. B. mittels Lithiumaluminiumhydrid (soweit R2 nicht reduziert wird).
Verbindungen der allgemeinen Formel Ib, in denen Ro eine Alkyl- oder Acylgruppe bedeutet, lassen sich aus den zuvor genannten Verbindungen durch Alkylierung oder Acylierung nach bekannten Verfahren herstellen.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia worin R2 -COOR* eine Estergruppierung wie zuvor definiert, bevorzugt R* = niederes Alkyl besonders bevorzugt Methyl und Ethyl bedeutet oder R2 = OH, bevorzugt als Essigsäureester geschützt, sind pharmakologisch wirksam und zugleich wichtige Zwischenverbindungen zur Herstellung weiterer R2-funktionalisierter Hetrazepine der allgemeinen Formel Ia bzw. Ib.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2 -COOR* werden im weiteren auch als Formel I bezeichnet.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit einem ankondensierten Triazolring können in üblicher Weise aus den entsprechenden Thieno-1,4-diazepin-thionen der allgemeinen Formel (R2 = -COOR*, (bevorzugt R* = niederes Alkyl) oder R2 Z n die Bedeutung eines Alkyldicarbonsäuremethyl- oder -ethylesters mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette oder R2 = OCOCH3 oder SO2 NR8R9) hergestellt werden.
Hierzu kann eine Verbindung der Formel II entweder
  • a) mit einem Säurehydrazid der allgemeinen Formel R1-CONHNH2,6IIIumgesetzt, oder aber
  • b) mit Hydrazin in eine Verbindung der allgemeinen Formel überführt
und anschließend mit einem Säurehalogenid, bevorzugt einem Säurechlorid, der allgemeinen Formel
R1-COHalV
oder mit einem Orthoester der allgemeinen Formel worin R′ eine niedere Alkylgruppe, bevorzugt Methyl oder Ethyl bedeutet,
umgesetzt werden.
Die Umsetzung des Thions II mit einem Säurehydrazid III nach dem Verfahren a) erfolgt in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie z. B. Dioxan, Dimethylformamid, Tetrahydrofuran oder einem geeigneten Kohlenwasserstoff, wie z. B. Benzol oder Toluol bei Temperaturen zwischen der Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches. Die Isolierung der Endprodukte geschieht nach bekannten Methoden, wie z. B. durch Kristallisation.
Die Umsetzung des Thions II mit Hydrazin nach dem Verfahren b) erfolgt in inerten organischen Lösungsmitteln, wie beispielsweise Tetrahydrofuran, Dioxan, halogenierten Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Methylenchlorid, geeigneten Kohlenwasserstoffen, bei Temperaturen zwischen Raumtemperaturen und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches.
Die dabei entstehenden Hydrazin-1,4-diazepine können nach herkömmlichen Verfahren isoliert oder aber auch direkt weiterverarbeitet werden.
Die weitere Umsetzung mit einem Säurehalogenid V oder einem Orthoester VI erfolgt in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie z. B. halogenierten Kohlenwasserstoffen, cyclischen oder aliphatischen Ethern,
kann aber auch direkt in Substanz erfolgen. Die Isolierung des Endprodukts Ia erfolgt nach bekannten Methoden, beispielsweise durch Kristallisation.
Der Aufbau der Hetrazepine der allgemeinen Formel Ia, in der X eine CH-Gruppe und Y Stickstoff bedeutet, erfolgt in an sich bekannter Weise aus dem Thion der allgemeinen Formel II, durch Umsetzung mit einem Aminoalkin der allgemeinen Formel VII, worin R11 Wasserstoff oder eine Alkylgruppe, bevorzugt Wasserstoff, bedeutet, wobei durch den Einsatz von Hydrochloriden für den Hetrazepinringschluß hydrolyseempfindliche R2-Gruppen zugänglich werden.
Nach diesem Verfahren können Verbindungen der allgemeinen Formel Ia hergestellt werden, worin R1 eine Alkyl, bevorzugt die Methylgruppe, bedeutet.
Ein weiteres Verfahren besteht in der Umsetzung des Thions der allgemeinen Formel II mit einem
α-Aminoaldehyd-alkylacetal oder
α-Aminoketon-alkylketal der allgemeinen Formel VIII nach folgendem Syntheseschema, wobei R1 Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Cyclopropylgruppe und R* eine niedere Alkylgruppe bedeutet.
Analogieverfahren zur Synthese eines Acetals oder Ketals der allgemeinen Formel VIII sowie ein Analogieverfahren zum Ringschluß sind in der Schweizerischen Patentschrift Nr. 5 80 099 beschrieben.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, in denen X Stickstoff und Y CH bedeutet, können durch Decarboxylierung von Verbindungen der allgemeinen Formel erhalten werden. Verbindungen der allgemeinen Formel Ic erhält man beispielsweise aus den Diazepinthionen der allgemeinen Formel II durch Umsetzung mit Isocyanessigsäureestern. Analogieverfahren zur Herstellung geeigneter Verbindungen der allgemeinen Formel Ic sind beispielsweise in der niederländischen Patentanmeldung 78 03 585 beschrieben.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, die einen [1,5-a] verknüpften Imidazolring enthalten, können beispielsweise auch in Analogieverfahren zu den in der DE-OS 25 40 522 beschriebenen hergestellt werden.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, in denen R1 Chlor oder Brom bedeuten, werden aus Verbindungen mit R1 = Wasserstoff durch Umsetzung mit Chlor oder Brom in Pyridin hergestellt.
Die entsprechenden Alkoxyverbindungen erhält man beispielsweise aus einer der zuvor erwähnten Chlor- bzw. Bromverbindung durch Umsetzung mit dem entsprechenden Alkoholat.
Bevorzugt werden die Reste R1 für Halogen und Alkoxy, jedoch erst nach dem Aufbau des vollständig funktionalisierten Hetrazepins der allgemeinen Formel Ia nach der beschriebenen Methode eingefügt.
Die oben beschriebenen Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I bzw. Ia erfolgen aus dem Thion der allgemeinen Formel II, bei denen der funktionelle Rest R2 unter den angewandten Reaktionsbedingungen nicht angegriffen wird oder aber durch entsprechende Schutzgruppen geschützt werden kann. Dies trifft insbesondere für R2 eine Esterfunktion, eine Alkylcarbonyloxygruppe Dioxolanyl, substituiertes Dioxolanyl wie auch für R2 = R8R9NSO2- zu.
So sind Diazepinthione der allgemeinen Formel II wie folgt herstellbar.
In Analogie zu dem von Gewald et al. Chem. Ber. 98, 3571 (1965), ibid 99, 94 (1966) beschriebenen Verfahren, erhält man ausgehend von den entsprechend funktionalisierten Aldehyden oder Ketonen der allgemeinen Formel ª durch Reaktion mit dem entsprechenden Acetophenon b die funktionalisierten Thiene c. Nach bekannten Verfahren werden diese durch Bromacetylierung und anschließende Umsetzung mit Ammoniak in die ringgeschlossenen 1,4-Diazepinone überführt, die anschließend mit Phosphorpentasulfid oder Lawesson ReagenzR in das Thion der allgemeinen Formel II überführt werden.
Syntheseschema I
Bevorzugt hat R2 die Bedeutung eines Carbonsäureesters, wie z. B. eines Carbonsäuremethyl- oder ethylesters, einer Alkylcarbonyloxygruppe oder einer Aminosulfonylgruppe.
Die zur Herstellung erforderlichen ω-funktionalisierten Aldehyde a können beispielsweise durch reduktive Ozonspaltung von cyclischen Enolethern (L. Claisen, Ber. dtsch. chem. Ges. 40, 3907 und V. Schmid u. P. Grafen, Liebigs Ann. Chem. 656, 97 (1962), geeigneten Fettsäurederivaten, wie z. B. Essigsäure-Oleylester oder geeigneten ungesättigten Heterocyclen erhalten werden. Die Ozonisierung wird bevorzugt in Methylenchlorid oder Essigester bei -78°C bis +20°C, bevorzugt zwischen -40°C und -20°C durchgeführt.
Ein weiteres Herstellungsverfahren ist in dem folgenden Reaktionsschema angegeben
Die Umsetzung der Aldehyde a führt in an sich bekannter Weise, wie im Syntheseschema 1 angegeben, gemäß K. Gewald et. al., Chem. Ber. 98, 3571 (1965) und Chem. Ber. 99, 94 (1966) zu den Aminothiophenderivaten c.
Die bei der weiteren Umsetzung von c mit einem Halogenacetylhalogenid entstehenden 2-Halogenacetylaminothiophenderivate können entweder isoliert, oder aber auch als Rohprodukt über das 2-Aminoacetylaminothiophenderivat in das Diazepinon d überführt werden, welches anschließend mit Phosphorpentasulfid oder Lawesson-ReagenzR zum dem Thion der allgemeinen Formel II reagiert.
Ist Z n eine verzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe, gegebenenfalls durch Aryl, bevorzugt Phenyl, oder Z n zweifach durch R2 substituiert, kann der Aufbau der Verzweigung auf der Stufe des ω-funktionalisierten Aldehyds oder nach Fertigstellung des vollständig aufgebauten Hetrazepins nach bekannten Methoden erfolgen.
Im Fall, daß Z n zweifach funktionalisiert ist, können die funktionellen Gruppen an demselben Kohlenstoffatom oder an verschiedenen Kohlenstoffatomen gebunden sein.
Die Carbonsäureester (R2 = COOR* R* = niederes Alkyl) der allgemeinen Formel Ia sind wertvolle Ausgangsverbindungen I zur Einführung weiterer funktioneller Gruppen.
Ausgehend von den Estern können die entsprechenden Carbonsäuren der allgemeinen Formel Ia durch Verseifen, z. B. in alkoholischer wäßriger Kalilauge, z. B. mit KOH in Ethanol, bei Temperaturen zwischen der Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches erhalten werden.
Carbonsäureamide der allgemeinen Formel Ia können nach bekannten Verfahren hergestellt werden, wie z. B. aus den entsprechenden Carbonsäuren oder deren Carbonsäureäquivalenten durch Umsetzung mit einem primären oder sekundären Amin oder Ammoniak der allgemeinen Formel Bevorzugt ist die Überführung in ein Carbonsäurechlorid oder Säureanhydrid oder die Umsetzung der Säure in Gegenwart von Carbonyldiimidazol, Sulfonyldiimidazol, Cyclohexylcarbodiimid.
Die Umsetzung der freien Säure mit dem Amin erfolgt in Gegenwart eines Carbodiimids, beispielsweise von Cyclohexylcarbodiimid, Carbonyldiimidazols oder Sulfonyldiimidazols in einem inerten Lösungsmittel wie Dimethylformamid, Tetrahydrofuran, Dioxan oder halogenierten Kohlenwasserstoff bei Temperaturen zwischen 0°C und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches.
Bei der Reaktion des Amins mit einem Säurehalogenid oder Säureanhydrid wird das Amin in einem inerten Lösungsmittel, beispielsweise Dimethylformamid, Tetrahydrofuran, Dioxan oder einem geeigneten Kohlenwasserstoff wie Toluol bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches mit dem Säurehalogenid oder dem Säureanhydrid umgesetzt, wobei gegebenenfalls ein säurebindendes Mittel wie Natriumcarbonat, Natriumbicarbonat oder eine tertiäre organische Base, beispielsweise Pyridin oder Triethylamin, zugegeben wird.
Falls es sich bei dem Amin um eine Flüssigkeit handelt, kann die Umsetzung auch in einem Überschuß des Amins ohne zusätzliches Lösungsmittel erfolgen.
Das Säurehalogenid bzw. Säureanhydrid erhält man aus der freien Säure in üblicher Weise, z. B. durch Reaktion der Säure mit einem Thionylhalogenid bzw. durch Umsetzung eines Alkalisalzes der Säure mit Acetylchlorid oder Chlorameisensäurechlorid.
Anstelle der Reaktion mit einem Amin kann auch mit einem Aminosäurederivat umgesetzt werden.
Ester der allgemeinen Formel Ia, insbesondere die Methyl- oder Ethylester, können durch selektive Reduktion der Esterfunktion in den entsprechenden Alkohol überführt werden. Die Reaktion wird unter inverser Zugabe des Reduktionsmittels, wie z. B. Lithiumalanat oder Natriumborhydrid (inverse Aktivierung), unter allgemein üblichen Reaktionsbedingungen durchgeführt, wie z. B. in inerten organischen Lösungsmitteln, z. B. Ethern, Tetrahydrofuran bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches.
Carbamate oder Harnstoffe der allgemeinen Formel Ia mit R2 = R6NHCOO - oder R6NHCONR7 - erhält man aus der Reaktion der entsprechenden Alkohole oder Amine mit dem gewünschten Isocyanat in organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Tetrahydrofuran, Methylenchlorid, bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt, bevorzugt bei erhöhten Temperaturen, des Reaktionsgemisches unter Zusatz von Base, bevorzugt DABCO (1,4-Diazabicyclo(2,2,2)octan).
Verbindungen, in denen R2 Alkyl- oder Arylcarbonyloxy ist, werden aus den entsprechenden Alkoholen der allgemeinen Formel Ia durch Umsetzung mit einem Säureäquivalent abgeleitet von einer Carbonsäure der allgemeinen Formel worin R ein Arylrest oder bevorzugt ein verzweigter oder unverzweigter Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, wobei die Kohlenstoffkette durch Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein kann, hergestellt. Hierbei können die gleichen Reaktionsbedingungen wie bei der Herstellung der Säureamide angewandt werden.
Aus den Carbonsäuren der allgemeinen Formel Ia mit R2 = COOH lassen sich nach bekannten Methoden die Carboxylazide herstellen, diese können dann in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie z. B. Dioxan, durch die Curtiusumlagerung in die Isocyanate überführt werden. Diese Isocyanate lassen sich nach allgemein bekannten Verfahren in die primären Amine und wie oben beschrieben in die Urethane und Harnstoffe umwandeln.
Ausgehend von Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, in denen R2 = OH ist, erhält man durch Reaktion mit Alkyl- bzw. Arylsulfonsäurehalogenide Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, worin R2 eine Alkyl- oder Arylsulfonyloxygruppe darstellt. Die Umsetzung erfolgt in inerten organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Methylenchlorid, mit Sulfonsäurehalogeniden unter Zusatz von Säurebindern, wie z. B. Triethylamin.
Die so erhaltenen Mesylate sind gute Abgangsgruppen und können nucleophil ausgetauscht werden. Entsprechend funktionalisierte Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, z. B. R2 = CH3SO3-, können mit primären oder sekundären Aminen der Formel oder einen Imidorest, z. B. Phthalimid umgesetzt werden. Man erhält Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, worin R2 die Gruppe NR4R5 oder einen Imidorest aufweist.
Die Umsetzung erfolgt in inerten organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Tetrahydrofuran, Dioxan, zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches, bevorzugt bei erhöhten Temperaturen.
Ausgehend von den oben genannten Mesylaten erhält man Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, worin R2 einen Aryloxyl- bzw. Alkyloxyrest bedeutet, durch Umsetzung mit den entsprechenden Alkoholaten, entweder in einem Überschuß Alkohol als Lösungsmittel oder aber in inerten Solventien, wie z. B. Dioxan, zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Lösungsmittelgemisches, bevorzugt zwischen 60 bis 80°C.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2 = NH2 erhält man in Analogie nach bekannten Verfahren durch Spaltung des entsprechenden Phthalimids.
Die so erhaltenen primären oder sekundären Amine können nach bekannten Verfahren mit Carbonsäureäquivalenten abgeleitet von Carbonsäuren der allgemeinen Formel worin R die Bedeutung von R10 hat, zu Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, worin R4 oder R5 eine Alkyl- oder Arylcarbonylgruppe bedeutet, umgesetzt werden. Die Oxidation der Alkohole ergibt die um ein Kettenglied verkürzten Aldehyde.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, in denen R2 ein Heterocyclus, wie z. B. ein Oxazolin, Thiazolin oder ein Imidazolin bedeutet, erhält man beispielsweise aus den entsprechenden Carbonsäuren der allgemeinen Formel Ia durch Reaktion mit einem bisfunktionalisierten Amin, wie z. B. einem Aminoalkohol, einem Aminomercaptan oder einem Diamin, in Gegenwart von Triphenylphosphin, Tetrachlorkohlenstoff und einer tertiären organischen Base in Acetonitril. In Analogie hierzu lassen sich auch die entsprechenden 6- und 7-gliedrigen Heterocyclen herstellen. Die Reaktion erfolgt in einem Temperaturbereich zwischen 0°C und dem Siedepunkt der Reaktionsmischung, bevorzugt zwischen 0°C und Raumtemperatur. Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, worin R2 ein Oxazolinrest bedeutet, erhält man aus den entsprechend hydroxyfunktionalisierten Carbonsäureamiden durch Ringschlußreaktion mit Thionylchlorid in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie z. B. Methylenchlorid.
Diese lassen sich gewünschtenfalls durch Schwefelung, z. B. mit Phosphorpentasulfid oder Lawesson ReagenzR in das entsprechende Thiazolin überführen.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, in denen R2 eine Cyanogruppe ist, erhält man aus den entsprechenden primären Carbonsäureamiden durch Reaktion mit Phosphoroxychlorid in einem inerten organischen Lösungsmittel, z. B. Dichlorethan, unter Rückflußbedingungen.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, worin R2 ein gegebenenfalls durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen substituiertes Imidazolin ist, können ausgehend von Verbindungen Ia mit R2 = CN über das Imidoethylesterhydrochlorid durch Reaktion mit einem Diamin erhalten werden (Pinner-Reaktion). Die Bildung des Imidoethylesterhydrochlorids erfolgt durch Behandlung des Nitrils mit einem Überschuß an ethanolischer Salzsäure. Das entstandene kristalline Rohprodukt wird in Ethanol mit dem Diamin (z. B. Ethylendiamin) zuerst unter Eiskühlung, dann unter Rückflußbedingungen umgesetzt. Man erhält so Verbindungen der Formel Ia, in der R2 ein Imidazolin-2-rest ist. Dessen Aminofunktion kann im Fall von N-H nach bekannten Methoden alkyliert werden.
Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, worin R2 ein Halogenatom, z. B. Jod, erhält man aus einer Verbindung der allgemeinen Formel Ia, worin R2 Toluolsulfonsäurerest ist durch Reaktion mit einem entsprechenden Halogenierungsmittel, z. B. NaJ, in wasserfreien Lösungsmitteln, wie z. B. Aceton.
Soweit die erfindungsgemäßen Verbindungen ein asymmetrisch substituiertes Kohlenstoffatom aufweisen, können sie nach bekannten Methoden in ihre optisch aktiven Antipoden aufgetrennt werden.
In Analogie zu bekannten Verfahren oder nach den vorstehend beschriebenen Verfahren können beispielsweise die folgenden Verbindungen hergestellt werden:
2-[4-(2-Chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4] triazolo[4,3-a][1,4]-ethan-1-sulfonsäure-N-methylpiperazid
Essigsäure{3-[4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno- [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl)- propylester}
2-[7-(N′-Methylpiperazinylcarbonyloxy)heptyl]-4-(2- chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo- [4,3-a][1,4]diazepin
2-[3-(N′-Methylpiperazinylcarbonyloxy)propyl]-4-(2- chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4][triazolo- [4,3-a][1,4]diazepin
2-[3-(N-Morpholinylcarbonyloxy)propyl]-4-(2-chlorphenyl)- 9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4] diazepin
2-[7-(N-Morpholinylcarbonyloxy)heptyl]-4-(2-chlorphenyl)- 9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4] diazepin
2-(2-Hydroxyethyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]-diazepin
2-(4-Hydroxybutyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-(5-Hydroxypentyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-(10-Hydroxydecyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
Essigsäure-{7-[4-(2-Chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]- heptylester}
2-(3-Acetoxypropyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-brom-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[2-Methylcarbonyloxy)ethyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[4-(Isopropylcarbonyloxy)butyl]-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[5-(Methylcarbonyloxy)pentyl]-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
Methansulfonsäure-{3-[4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]- propylester}
2-[2-Methylsulfonyloxy)ethyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[4-Methylsulfonyloxy)butyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[5-Methylsulfonyloxy)pentyl]-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][diazepin
2-[10-Methylsulfonyloxy)decyl]-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[3-(N-Morpholinyl)propyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1.4]diazepin
2-[2-(N-Morpholinyl)ethyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1.4]diazepin
2-[4-(N-Morpholinyl)butyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1.4]diazepin
2-[5-(N-Morpholinyl)pentyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1.4]diazepin
2-[10-(2,6-Dimethylmorpholin-4-yl)decyl]-4-(2- chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo- [4,3-a][1.4]diazepin
2-[3-(N-Morpholinyl)propyl]-4-(4-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[3-(N-Morpholinyl)propyl]-4-(2,6-dichlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[3-(N-Morpholinyl)propyl]-4-(pyridin-2-yl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-(7-Acetylaminoheptyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-(7-N-Phthalimidoheptyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-(3-Jodpropyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-(7-Aminoheptyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-(6-Formylhexyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[2-(Imidazol-1-yl)ethyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[3-(Imidazol-1-yl)propyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[4-(Imidazol-1-yl)-butyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[5-(Imidazol-1-yl)pentyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[7-(Imidazol-1-yl)heptyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[2-([1,2,4]Triazol-1-yl)ethyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[3-([1,2,4]Triazol-1-yl)propyl]-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[4-([1,2,4]Triazol-1-yl)butyl]-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[5-([1,2,4]Triazol-1-yl)pentyl]-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[2-(4,4-Dimethyloxazolin-2-yl)ethyl]-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-[3-(N-Morpholinyl)propyl]-4-(3,4,5-trimethoxyphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
Die erfindungsgemäßen Verbindungen besitzen PAF-antagonistische Wirkung.
Bekanntlich handelt es sich bei PAF (Plättchen Aktivierender Faktor) um das Phospholipid Acetyl-glyceryl-ether-phosphoryl-cholin (AGEPC), das als potenter Lipidmediator bekannt ist, der von tierischen und menschlichen proinflammatorischen Zellen freigesetzt wird. Unter solchen Zellen finden sich hauptsächlich basophile und neutrophile Granulozyten, Makrophagen (aus Blut und Gewebe) sowie Thrombozyten, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind.
PAF zeigt im pharmakologischen Experiment Bronchokonstriktion, Blutdrucksenkung, Auslösung einer Thrombozytenaggregation sowie eine proinflammatorische Wirkung.
Diese experimentell nachweisbaren Wirkungen des PAF weisen direkt oder indirekt auf mögliche Funktionen dieses Mediators in der Anaphylaxie, in der Pathophysiologie des Asthma bronchiale und allgemein in der Entzündung hin.
PAF-Antagonisten werden benötigt, um einerseits weitere pathophysiologische Funktionen dieses Mediators an Tier und Mensch aufzuklären und andererseits pathologische Zustände und Krankheiten, an denen PAF beteiligt ist, zu behandeln. Beispiele für die Indikationen eines PAF-Antagonisten sind Entzündungsprozesse des Tracheobronchialbaumes (akute und chronische Bronchitis, Asthma bronchiale) oder der Niere (Glomerulonephritis), anaphylaktische Zustände, Allergien und Entzündungen im Bereich der Schleimhäute und der Haut (z. B. Psoriasis) sowie durch Sepsis, Endotoxine oder Verbrennungen bedingte Schockzustände. Weitere wichtige Indikationen für einen PAF-Antagonisten sind Läsionen und Entzündungen im Bereich der Magen- und Darmschleimhaut, wie z. B. Gastritis, im allgemeinen Ulcus pepticum, jedoch insbesondere Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni.
Weiterhin eignen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung bei den folgenden Indikationsstellungen: Obstruktive Lungenerkrankungen, wie z. B. bronchiale Hyperreaktivität, entzündliche Lungenwegserkrankungen, wie z. B. chronische Bronchitis;
Herz- Kreislauferkrankungen, wie z. B. Polytrauma, Anaphylaxe, Arteriosklerose, entzündliche Darmerkrankungen, EPH-Gestose (edima-protein uria Hypertension), Erkrankungen des extrakorporalen Kreislauf, ischämische Erkrankungen, entzündliche und immunologische Erkrankungen, Immunmodulation bei Transplantationen von Fremdgeweben, Immunmodulation bei Leukämie. Metastasenausbreitung z. B. bei bronchialer Neoplasie, Erkrankungen des ZNS, wie z. B. Migräne, Agarosephobie (panic disorder), weiterhin erweisen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen als Cyto- und Organoprotektiv, z. B. zur Neuroprotektion, z. B. bei Leberzirrhose, DIC (disiminierte intravasale Gerinnung);
PAF assoziierte Interaktion mit Gewebshormonen (autocoid hormones), Lymphokine und anderen Mediatoren.
Die PAF-antagonistische Wirkung einzelner Benzodiazepine ist bekannt, vgl. E. Kornecki et al, Science 226, 1454-1456 (1984). Für Alprazolam wurde nach der unten beschriebenen Methode ein IK50 (Konzentration bei einer 50%igen Aggregationshemmung) von 14 µM, für Triazolam ein IK50 von 9 µM gemessen. Diese, als Tranquilizer beziehungsweise Hypnotika ausgewiesenen und im Handel befindlichen Verbindungen sind jedoch wegen ihrer ausgeprägten sedierenden Wirkung trotz ihrer guten PAF-antagonistischen Wirkung zum Einsatz als PAF-Antagonisten in der Therapie in vielen Fällen ungeeignet.
Bei vielen der erfindungsgemäßen Verbindungen hingegen fehlt die sedierende Wirkung, während die PAF-antagonistische Wirkung im Vergleich zu der der bekannten Benzodiazepine wesentlich besser ist.
Im folgenden werden die pharmakologischen Untersuchungsmethoden mitgeteilt:
Pharmakologische Untersuchungsmethoden
Die PAF-antagonistische Wirksamkeit einiger Verbindungen der Formel I wurde anhand der Hemmung der Blutplättchen-Aggregation in vitro und der Antagonisierung der durch PAF bewirkten Bronchokonstriktion am narkotisierten Meerschweinchen, Blutdrucksenkung an der narkotisierten Ratte und Hautquaddel an der Ratte untersucht. Darüber hinaus wurden diese Verbindungen hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem geprüft.
1. In vitro Untersuchungen: Hemmung der Blutplättchen-Aggregation
Zur Bestimmung der PAF-antagonistischen Wirkung von Substanzen wurde die durch PAF induzierte Aggregation von Humanthrombozyten in vitro verwendet. Zur Gewinnung von thrombozytenreichem Plasma (TRP) erfolgt die Blutentnahme aus einer nicht gestauten Vene mit Hilfe einer Plastikspritze, in der sich 3,8%ige Natriumcitratlösung befindet. Das Verhältnis zwischen Natriumcitratlösung und Blut beträgt 1 : 9. Nach vorsichtiger Durchmischung wird das Citratblut bei 150 × g (1200 U/min) 20 Minuten lang zentrifugiert. Die Messung der Thrombozytenaggregation erfolgt nach dem von Born und Cross ausgearbeiteten Verfahren (G. V. R. Born und M. J. Cross, J. Physiol. 168, 178 (1963)), wobei dem TRP unter ständigem Rühren PAF als Auslöser der Aggregation zugesetzt wird.
Die Prüfsubstanz wird jeweils 2-3 Minuten vor Auslösung der Aggregation in einem Volumen von 10 µl zugesetzt. Als Lösungsmittel dienen entweder Aqua. dest., Ethanol und/oder Dimethylsulfoxyd. Kontrollansätze erhalten entsprechende Volumina dieser Lösungsmittel. Nach Registrierung der Ausgangsabsorption (2-3 Minuten) wird die Aggregation mit PAF (5 × 10-8M) induziert.
Zur Beurteilung von Substanzeffekten wird das Maximum der ersten Aggregationswelle verwendet. Die durch PAF induzierte maximale Absorptionsrate (= maximale Aggregation × 100%) wird jeweils gleichzeitig in einem Parallelansatz (= Kontrollansatz in einem der Kanäle des 2 Kanal-Aggregometers) zu jedem Testansatz (zweiter Kanal) mitgeprüft und als 100%-Wert verwendet.
Der unter dem Einfluß der Testsubstanz erreichte Aggregationswert wird als 100% angegeben.
Jede Prüfsubstanz wird bei Konzentration von 10-3 bis 10-8M mit einem Stichprobenumfang von jeweils n = 4 hinsichtlich einer hemmenden Wirkung auf die durch PAF induzierte Thrombozytenaggregation untersucht. Danach wird eine Konzentrations-Wirkungskurve anhand von 3 Konzentrationen erstellt und die IK50 (Konzentration bei einer 50%igen Aggregationshemmung) ermittelt. Die IK-Werte von Verbindungen der allgemeinen Formel I bewegen sich im allgemeinen um Werte, die kleiner als 9 µM sind.
2. In vivo Untersuchungen 2.1. Antagonisierung der durch PAF bewirkten Bronchokonstriktion an narkotisierten Meerschweinchen
Spontan atmende männliche, 300-450 g schwere Meerschweinchen werden 1 Stunde vor einer i. v. Infusion von PAF (30 ng/(kg × min) mit der Testsubstanz oder einem Kontrollvehikel oral vorbehandelt. Die Versuchstiere werden dann mit 2 mg/kg Urethan intraperitoneal anästhesiert, worauf die Vena jugularis, die Arteria carotis und die Trachea kanüliert werden. Die PAF-Infusion induziert bei den Kontrolltieren eine starke, anhaltende Bronchokonstriktion, die anhand des Atemzugvolumens, der Compliance und der Resistance gemessen wird und ebenso eine Senkung des Blutdruckes. Nach ca. 7-10 Minuten tritt der Tod ein. Mit den beschriebenen PAF-Antagonisten können diese Effekte auf Atmung und Blutdruck sowie der Eintritt des Todes verhindert werden.
2.2. Antagonisierung der durch PAF bewirkten Blutdrucksenkung an der narkotisierten Ratte
Normotone, männliche, 200-250 g schwere Wistar-Ratten werden mit 2 mg/kg Urethan intraperitoneal anästhesiert. Die Arteria carotis und Vena jugularis werden kanüliert. Eine intravenöse PAF-Infusion (30 ng/(kg × min)) induziert bei den Kontrolltieren eine starke, anhaltende Blutdrucksenkung. Diese kann dosisabhängig durch intravenöse Injektionen (kumulative Verabreichung) der beschriebenen Verbindungen aufgehoben werden. Auch eine orale oder intravenöse Verabreichung der Verbindung vor Beginn der PAF-Infusion kann die blutdrucksenkende Wirkung der oben genannten PAF-Infusion dosisabhängig verhindern.
2.3. Antagonisierung der durch PAF induzierten Hautquaddel an der Ratte (Modifiziert nach P. P. Koelzer und K. H. Wehr, Arzneim.-Forsch. 8, 181 (1958)
Eine intrakutane Injektion von PAF induziert eine Hautquaddel, die Ausdruck einer durch PAF bedingten Erhöhung der Gefäßpermeabilität ist.
Männlichen Wistar-Ratten mit einem Körpergewicht von 250 ± 20 g wird die Bauchdecke (kurz) geschoren. Danach werden 1 ml/kg einer 1%igen Trypanblau-Lösung durch eine Schwanzvene den Tieren injiziert. Symmetrisch zur Mittellinie (linea alba) werden an drei Stellen in Abständen von ca. 1,5 cm intrakutane Injektionen von physiologischer Kochsalzlösung oder PAF-Lösung (12,5 bis 15,0 ng/Stelle in 0,1 ml) verabreicht. Während an der Injektionsstelle der Kochsalzlösung keine Reaktion auftrat, bewirkte PAF eine Hautreaktion (Quaddel), die durch eine Blaufärbung unterschiedlicher Intensität - abhängig von der PAF-Dosis - sichtbar wurde. Durch gleichzeitige intrakutane Verabreichung der beschriebenen Verbindungen oder durch eine intravenöse Vorbehandlung konnte diese durch PAF induzierte Hautreaktion verhindert werden.
3. Wirkungen auf das zentrale Nervensystem
Es ist allgemein bekannt, daß Substanzen dieses Strukturtyps zentralnervöse Effekte verursachen, die jedoch für eine Verbindung mit PAF-antagonistischer Wirkung nicht erwünscht sind. Daher wurden die beschriebenen Verbindungen hinsichtlich ihrer hypnogenen und antikonvulsiven Wirkung sowie ihres Einflusses auf die Lokomotion geprüft. Eine mögliche hypnotische Wirkung wurde an 400 bis 450 g schweren Meerschweinchen untersucht. Dosen bis zu 200 mg/kg p. o. dieser Substanzen waren nicht in der Lage, eine hypnotische oder sedative Wirkung an diesen Tieren zu erzeugen.
Zur Prüfung einer antikonvulsiven Wirkung kann der Pentetrazol-Antagonismus bei Mäusen (20 bis 25 g Körpergewicht) verwendet werden (M. I. Gluckmann, Current Therapeutic Research, 7 : 721, 1965). Dosen bis zu 100 mg/kg p. o. dieser Verbindungen (1 Stunde vor Pentetrazol) zeigten in diesem Test keinen Einfluß auf die durch Pentetrazol (125 mg/kg i. p., LD 100) hervorgerufene Mortalität.
Die Wirkung auf die Nachtmotilität (Lokomotion) von Mäusen (20-25 g Körpergewicht) kann in einem Lichtschrankenkäfig untersucht werden. Dabei wird die Anzahl der Lichtstrahlunterbrechungen gemessen. Dosen bis zu 300 mg/kg. p. o. der oben genannten Verbindungen zeigten keine Aktivität.
In der Tabelle A sind die in vitro Untersuchungen bezüglich der Hemmung der Blutplättchen aufgeführt, wie sie unten beschrieben sind.
Tabelle A:
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel Ia und Ib können warmblütigen Tieren topisch, oral, parenteral transdermal oder durch Inhalation verabreicht werden. Die Verbindungen liegen hierbei als aktive Bestandteile in üblichen Darreichungsformen vor, z. B. in Zusammensetzungen, die im wesentlichen aus einem inerten pharmazeutischen Träger und einer effektiven Dosis des Wirkstoffes bestehen, wie z. B. Tabletten, Dragees, Kapseln, Oblaten, Pulver, Lösungen, Suspensionen, Inhalationsaerosole, Salben, Emulsionen, Sirupe, Suppositorien usw.. Eine wirksame Dosis der erfindungsgemäßen Verbindungen liegt bei oraler Anwendung zwischen 1 und 50, vorzugsweise zwischen 3 und 20 mg/Dosis, bei intravenöser oder intramuskulärer Anwendung zwischen 0,01 und 50, vorzugsweise zwischen 0,1 und 10 mg/Dosis. Für die Inhalation sollen Lösungen, die 0,01 bis 1,0, vorzugsweise 0,1 bis 0,5% Wirkstoff enthalten, eingesetzt werden.
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der Erfindung:
Beispiel 1: 2-[4-(2-Chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4] triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]-ethan-1-sulfonsäure- N′-methylpiperazid 1.1. 3-(1,3-Dioxolan-2-yl)-propan-1-sulfonsäure-N′-methyl piperazid
Zu 23 g (0,13 mol) Methansulfonsäure-N′- methylpiperazid, gelöst in 200 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran, werden bei 0-5°C 87,5 ml einer 1,6 molaren BuLi-Lösung in Hexan (0,14 mol) zugetropft, die entstandene Suspension bei Raumtemperatur noch 90 Minuten gerührt und dann 23,4 g 2-(2-Bromethyl)-1,3-dioxolan (0,13 mol) in 200 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran zugetropft, wobei eine klare Lösung entsteht. Nach 5 Stunden Rühren wird das Lösungmittel abgezogen, der Rückstand mit Wasser/Methylenchlorid aufgenommen und die wäßrige Phase mehrmals mit Methylenchlorid ausgeschüttelt. Die Methylenchlorid-Lösung wird getrocknet und das Lösungsmittel abgezogen. Den öligen Rückstand filtriert man über eine Kieselgelsäule mit dem Fließmittel Methylenchlorid/Methanol (9 : 1). Nach erneutem Abziehen des Lösungsmittels verbleiben 20,7 g der gewünschten Verbindung als helles Öl. Ausbeute 57% d.Th.).
1.2. 3-Formyl-propan-1-sulfonsäure-N′-methylpiperazid
20,7 g (0,074 mol) 3-(1,3-Dioxolan-2-yl)-propan-1- sulfonsäure-N′-methylpiperazid und 800 ml 2N Schwefelsäure werden 30 Minuten bei 80°C gerührt, abgekühlt und mit konz. Ammoniak auf pH 6,5-7 gebracht. Die anschließend mit Kochsalz gesättigte Lösung wird mit Methylenchlorid gründlich extrahiert. Nach dem Trocknen und Abziehen des Lösungsmittels erhält man 13,2 g des Aldehyds als helles Öl.
(Ausbeute 76% d. Th.)
1.3. 2-Amino-3-(2-chlorbenzoyl)-5-[2-(N′-methylpiperazinylsulfonyl) ethyl]-thiophen
10,1 g (0,056 mol) o-Chlorcyanoacetophenon und 18 g (0,056 mol) Schwefel werden in 10 ml Dimethylformamid vorgelegt und 7,8 ml (0,056 mol) Triethylamin zugetropft. Anschließend werden 13,2 g 3-Formyl-n-propan-1- sulfonsäure-N′-methylpiperazid in 50 ml Dimethylformamid zugetropft und die entstandene Lösung 30 Minuten bei 70°C gerührt. Nach 12 Stunden gibt man das Reaktionsgemisch auf 100 ml Eiswasser und extrahiert mit Essigester. Nach dem Waschen, Trocknen und Abziehen des Lösungsmittels verbleiben 18 g öliger Rückstand, der über eine Kieselgelsäule mit Methylenchlorid/Methanol (9 : 1) als Fließmittel gereinigt wird. Man erhält 15,0 g der Thiophenverbindung als helles Öl.
(Ausbeute 63% d. Th.).
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,30-7,55 (4H, m, Aryl-H); 7,14 (2H, s, breit, NH2); 6,18 (1H, s, Thiophen-H); 3,18-3,43 (4H, m, Piperazin (CH2)2-N; 3,07 (4H, s, SO2CH2CH2); 2,33-2,61 (4H, m, Piperazin (CH2)2-N-SO2); 2,33 (3H, s, N-CH3).
1.4. 2-Bromacetylamino-3-(2-chlorbenzoyl)-5-[2-(N′methylpiperazinylsulfonyl) ethyl]-thiophen
14 g der Verbindung des Beispiels 1.3 und 4,6 ml Triethylamin werden in 200 ml wasserfreiem Methylenchlorid vorgelegt und 2,85 ml Bromacetylbromid bei Raumtemperatur zugetropft. Nach 4 Stunden wird das Reaktionsgemisch mit Wasser versetzt, leicht alkalisch gestellt und mit Methylenchlorid extrahiert. Nach dem Waschen und Trocknen zieht man das Lösungsmittel bei einer Wasserbadtemperatur von 30°C ab. Die erhaltenen Rückstände (17,9 g) müssen sofort weiter umgesetzt werden.
1.5. 2-Aminoacetylamino-3-(2-chlorbenzoyl)-5-[2-(N′- methylpiperazinylsulfonyl)ethyl]-thiophen.
17,9 g (0,032 mol) der Verbindung des Beispiels 1.4. werden in 200 ml Essigester gelöst und 4 Stunden Ammoniak eingeleitet. Das Reaktionsgemisch wird 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, mehrmals mit Wasser gewaschen, die organische Phase getrocknet und das Lösungsmittel abgezogen. Man erhält 6,1 g eines öligen Rückstands.
(Ausbeute 39% d. Th.).
1.6. 2-[4-(2-Chlorphenyl)-thieno[3,2-f][1,4]diazepin-7-on- 2-yl]-ethan-1-sulfonsäure-N′-methylpiperazid
6,1 g (0,013 mol) der Verbindung des Beispiels 1.5. und 20 g Kieselgel werden mit 150 ml Toluol 3 Stunden am Wasserabscheider zum Rückfluß erhitzt. Das Kieselgel wird abgesaugt und mit heißem Methanol extrahiert. Die nach der Aufarbeitung erhaltenen 5,3 g Rohprodukt werden an Kieselgel chromatographiert (Fließmittel:
Methylenchlorid/Methanol 9 : 1). Man erhält 2,6 g des Diazepinons (Ausbeute 44% d. Th.) vom Fp. 135-138°C (Acetonitril).
1.7. 2-[4-(2-Chlorphenyl)-thieno[3,2-f][1,4]diazepin-7- thion-2-yl]-ethan-1-sulfonsäure-N′-methylpiperazid
2,6 g (0,0056 mol) des Diazepinons, 1,25 g Phosphorpentasulfid (0,0028 mol) und 1 g Natriumhydrogencarbonat werden 2 Stunden in 30 ml Diglyme bei 80°C gerührt. Das Reaktionsgemisch wird in 100 ml Wasser gegeben und der ausgefallene Feststoff abgesaugt. Das erhaltene Diazepinthion (Ausbeute: 2,7 g, 100% d. Th.) wird ohne Reinigung weiter umgesetzt.
1.8. 2-[4-(2-Chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f] [1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]-ethan- 1-sulfonsäure-N′-methylpiperazid
2,7 g (0,0056 mol) der Verbindung des Beispiels 1.7. und 0,3 ml (0,0062 mol) Hydrazinhydrat werden bei Raumtemperatur eine Stunde in 30 ml Tetrahydrofuran gerührt. Nach dem Abziehen des Lösungsmittels wird der Rückstand mit 10 ml Orthoessigsäuretriethylester eine Stunde bei 70-80°C gerührt. Den überschüssigen Orthoester zieht man anschließend ab, nimmt den Rückstand in 2N Salzsäure auf und extrahiert mit Ether und Methylenchlorid. Die wäßrige Phase wird alkalisch gestellt und das ausgefallene Thienotriazoldiazepin mit Methylenchlorid extrahiert. nach dem Einengen und Trocknen erhält man 1,2 g Rohprodukt, das an Aluminiumoxid, neutral, Aktivitätsstufe III mit Methylenchlorid/Methanol 95 : 5 als Eluens chromatographiert wird. Man erhält 1,0 g (Ausbeute 35%) des Thienotriazolodiazepins vom Fp. 148-150°C.
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,30-7,61 (4H, m, Aryl-H); 6,48 (1H, s, Thiophen-H); 4,95 (2H, s, 7-Ring CH2); 3,00-3,47 (8H, m, Piperazin-(CH2)2-N-SO2, SO2-CH2-CH2); 2,72 (3H, s, Triazol-CH3); 2,30-2,61 (4H, m, Piperazin-(CH2)2-N); 2,32 (3H, s, Piperazin-CH3).
Beispiel 2: Essigsäure-{3-[4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]- propylester} 2.1. 2-Amino-3-(2-chlorbenzoyl)-5-(3-acetoxypropyl)- thiophen
Analog Beispiel 1 wird ausgehend von 5-Hydroxypentanal das 2-Amino-3-(2-chlorbenzoyl)- 5-(3-hydroxy-propyl)-thiophen aufgebaut. 1 g (0,0034 mol) dieser Verbindung wird unter leichtem Erwärmen in 40 ml Essigester gelöst, nach 20-minütiger Chlorwasserstoffeinleitung wird noch 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, das Lösungsmittel abgezogen, der Rückstand in Methylenchlorid aufgenommen und mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen und Abziehen des Lösungsmittels wird der ölige Rückstand an Kieselgel mit Methylenchlorid/Methanol 9 : 1 als Eluens chromatographiert. Man erhält 0,75 g (Ausbeute 65% d. Th.) der oben genannten Verbindung.
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,24-7,54 (4H, m, Aryl-H); 7,09 (2H, s, breit, NH2); 6,13 (1H, s, Thiophen-H); 4,07 (2H, t, J=6 Hz, OCH2); 2,61 (2H, t, J= 6 Hz, T 65375 00070 552 001000280000000200012000285916526400040 0002003701344 00004 65256hiophen-CH2); 2,02 (3H, s, CH3C=O); 1,85 (2H, m, OCH2-CH2-):
2.2. Essigsäure-{3-[4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2- yl]-propylester}
Ausgehend von der Verbindung des Beispiels 2.1. erhält man analog Beispiel 1 in 92% Ausbeute die 2-Bromacetylaminoverbindung, in 86% Ausbeute die 2-Amino-acetylaminoverbindung, in 76% Ausbeute das ringgeschlossene Diazepinon, in 70% Ausbeute das entsprechende Diazepinthion und in 76% Ausbeute die Titelverbindung vom Fp. 153-155°C.
Beispiel 3: 2-(3-Hydroxypropyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin a) Synthese aus der Verbindung des Beispiels 2:
  • 3,0 g (0,0072 mol) der Verbindung des Beispiels 2 werden mit einem Äquivalent Kaliumhydroxid in 40 ml Ethanol 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt; das Lösungsmittel im Vakuum abgezogen und der Rückstand in Methylenchlorid aufgenommen. Nach dem Waschen, Trocknen und Abziehen des Lösungsmittels erhält man 2 g der Titelverbindung vom Fp. 155-160°C (Ausbeute 74% d. Th.).
b) Synthese aus 2-[4-(2-Chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno- [3,2-f][1,2,4]triazolo]4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]-ethan- 1-carbonsäuremethylester
  • 2,5 g (0,0062 mol) des entsprechenden Methylesters werden in 25 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst und bei Raumtemperatur in kleinen Portionen mit insgesamt 0,13 g (0,0034 mol) Lithiumalanatpulver versetzt. Nach 12 Stunden Rühren werden unter Kühlung 0,2 ml Wasser, dann 0,2 ml 6N Natronlauge und anschließend 0,4 ml Wasser zugegeben und gut durchgerührt. Der Feststoff wird abgesaugt und das Filtrat nach dem Abziehen des Lösungsmittels an Kieselgel mit Methylenchlorid/ Methanol (4 : 1) als Eluens chromatographiert. Spuren der Ausgangsverbindung können über HPLC-Säulenchromatographie mit dem Eluens Methylenchlorid/Methanol (4 : 1) abgetrennt werden. Man erhält 1,6 g der Verbindung 3 (Ausbeute 69% d. Th.).
  • 1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,30-7,52 (4H, m, Aryl-H); 6,42 (1H, s, Thiophen H); 4,91 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,69 (2H, t, J= 6 Hz, OCH2); 2,88 (2H, t, J= 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,69 (3H, s, Triazol-CH3); 1,91 (2H, m, OCH2CH2-); 1,78 (1H, s, breit, OH).
Die Ausgangsverbindung, der 2-[4-(2-Chlorphenyl)-9-methyl- 6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin- 2-yl]-ethan-1-carbonsäuremethylester wird wie folgt erhalten:
2-Amino-3-o-chlorbenzoyl-5-(2-dicarbethoxyethyl)-thiophen
53,9 g (0,3 mol) o-Chlorcyanoacetophenon, 9,6 g Schwefel, 30,4 g (0,3 mol) Triethylamin und 120 ml Dimethylformamid werden unter Rühren, beginnend bei Raumtemperatur mit 64,8 g (0,3 mol) Dicarbethoxybutyraldehyd (D. T. Warner, J. Am. Chem. Soc. 70, 3470 (1948); Kp. 97°C/0,1 mBar) versetzt, wobei die Temperatur auf 45-50°C ansteigt. Man rührt 2-3 Stunden bei 60-70°C, kühlt auf Raumtemperatur und fügt 400 ml Wasser hinzu. Das gebildete Thiophenderivat wird dreimal mit jeweils 200 ml Methyl-tert.-butylketon ausgeschüttelt. Nach dem Waschen mit Wasser und Trocknen der organischen Phase wird eingedampft und der kristalline Rückstand aus Isopropanol/Wasser 7 : 3 umkristallisiert. Ausbeute: 90 g (74% d. Th.), Fp. 96-98°C.
2-Amino-o-chlorbenzoyl-5-(2-carbomethoxyethyl)-thiophen
63 g (0,15 mol) obiger Verbindung werden mit 120 ml Ethanol und 32,5 g Ätzkali in 50 ml Wasser 2 Stunden unter Rückfluß gekocht. Man dampft im Vakuum ein, verdünnt mit 50 ml Wasser und säuert mit HCl an. Die schmierig ausgefallene Säure wird mehrmals mit Essigester ausgeschüttelt. Die Extrakte werden getrocknet und eingedampft, der Rückstand mit 300 ml Toluol und 30 ml Dimethylformamid 2 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach dem Eindampfen auf ca. 50 ml erhält man Kristalle der Monocarbonsäure.
Ausbeute: 20,5 g. Die gereinigte Säure schmilzt bei 171-173°C.
Die Rohsäure wird zusammen mit 400 ml absolutem Methanol und 0,4 ml konzentrierter Schwefelsäure 18 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Man gießt nach Abdampfen des Methanols auf Eis, schüttelt mit Methylenchlorid aus und erhält nach erneutem Eindampfen aus Isopropylether 15 g Ester vom Fp. 89-90°C.
2-Bromacetylamino-3-o-chlorbenzoyl-5-(2-carbomethoxyethyl)- thiophen
27,8 g (0,09 mol) obigen Esters werden in 700 ml Toluol suspendiert und mit 10 g Natriumbicarbonat in 57 ml Wasser versetzt. Unter Rühren fügt man allmählich bei 40-50°C 7,9 ml Bromacetylbromid hinzu und rührt 30 Minuten nach. Man wäscht mit Wasser, trocknet die Toluolphase, dampft im Vakuum ein und bringt mit Isopropylether zur Kristallisation.
Ausbeute: 35-37 g, Fp. 104-106°C.
2-Aminoacetylamino-3-o-chlorbenzoyl-5-(2-carbomethoxyethyl)- thiophen
35,8 g (0,08 mol) obiger Bromacetylverbindung werden in 700 ml Essigester gelöst und unter Rühren 2-3 Stunden bei Raumtemperatur trockener Ammoniak eingeleitet. Man läßt über Nacht stehen, wäscht mit Eiswasser, trocknet, dampft ein und erhält 22-25 g ölige Aminoverbindung.
7-(2-Carbomethoxyethyl)-5-o-chlorphenyl-thieno-1,4- diazepinon
21,3 g (0,056 mol) obiger Verbindung werden in 500 ml Toluol gelöst und mit 75 g Kieselgel am Wasserabscheider 2 Stunden unter Rückfluß gekocht. Man saugt das SiO2 ab und extrahiert das Diazepin mit heißem Methanol. Nach Eindampfen des Methanols werden 12-15 g Diazepin vom Fp. 160-162°C erhalten.
7-(2-Carbomethoxyethyl)-5-o-chlorphenyl-thieno-1,4-diazepin- 2-thion
10 g (0,03 mol) obigen Diazepinons werden in 100 ml Diglyme mit 6,8 g Phosphorpentasulfid und 5 g Natriumhydrogencarbonat 3 Stunden bei 70-80°C gerührt. Man gießt die Suspension auf Eis, rührt 30-45 Minuten und saugt die Kristalle ab. Nach dem Trocknen erhält man 10 g Thion vom Fp. 185-186°C.
2-[4-(2-Chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]- triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]ethan-1-carbonsäuremethylester
6,1 g (0,016 mol) obiger Schwefelverbindung werden in 100 ml Tetrahydrofuran gelöst und nach Zugabe von 1 g Hydrazinhydrat 30 Minuten bei 45-50°C gerührt. Anschließend wird im Vakuum eingedampft. Es hinterbleiben 5-5,2 g Öl, die mit Isopropylether kristallisieren (Fp. 175-177°C).
Die Hydrazinoverbindung ergibt beim Erhitzen in 35 ml Ortho-Essigsäureester auf 80°C, Eindampfen aus Methylenchlorid-Ester 3 g des Triazolodiazepins vom Fp. 114-115°C.
Dieselbe Verbindung ist aus dem Thion mit Essigsäurehydrazid zugänglich.
Beispiel 4: Essigsäure-{7-[4-(2-Chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]- heptylester}
Gemäß H. J. Bestmann et al., Chem. Ber. 104, 65 (1971) unterwirft man Oleylacetat in Methylenchlorid bei -40°C der Ozonolyse und spaltet das entstandene Ozonid reduktiv mit der äquivalenten Menge Triphenylphosphin, wobei das entstandene Triphenylphosphinoxid gründlich verrieben mit Ether abgeschieden wird. Spuren nicht umgesetzten Triphenylphosphins können in etherischer Lösung mit Methyljodid als Phosphoniumsalz gefällt werden. Die Trennung des Nonanals vom erwünschten 9-Acetoxynonanal erfolgt zweckmäßigerweise durch destillative Trennung in einer Silberspiegelkolonne. Ausgehend von 9-Acetoxynonanal erhält man analog Beispiel 1 jeweils in quantitativen Ausbeuten die Aminothiophenverbindung, die 2-Bromacetylaminoverbindung und die 2-Aminoacetylaminoverbindung, in 76% Ausbeute den Diazepinonringschluß, in 65% Ausbeute das Diazepinthion und in 33% Ausbeute den Essigsäure-{7-[4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]-heptyl- ester} als Öl.
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,26-7,58 (4H, m, Aryl-H); 6,36 (1H, s, Thiophen-H); 4,92 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,06 (2H, t, J=6 Hz, OCH2); 2,76 (2H, t, J=6 Hz, Thiophen-CH2); 2,72 (3H, s, Triazol-CH3); 2,05 (3H, s, CH3-C=O); 1,15-1,86 (10H, m, OCH2-(CH2)5-).
Beispiel 5: 2-Methylpropionsäure-{3-[4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]- propylester}
0,5 g (0,0013 mol) 2-(3-Hydroxypropyl)-4-(2-chlorphenyl)- 9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4] diazepin (Beispiel 3), 0,12 g (0,0015 mol) Pyridin und 0,2 g (0,0013 mol) Isobuttersäureanhydrid werden 4 Stunden bei 60°C gerührt. Nach weiteren 12 Stunden Rühren bei Raumtemperatur versetzt man das Reaktionsgemisch mit 20 ml Wasser und extrahiert mit Ether. Nach dem Trocknen und Abziehen des Lösungsmittels wird der ölige Rückstand an Kieselgel mit Methylenchlorid/Methanol (9 : 1) als Eluens chromatographiert und ergibt in quantitativer Ausbeute die erwünschte Titelverbindung vom Fp. 124-125°C.
Beispiel 6: Methansulfonsäure-{3-[4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]- propylester}
Zu 3,9 g (0,0105 mol) 2-(3-Hydroxy-propyl)-4-(2- chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin (Beispiel 3) in 60 ml wasserfreiem Methylenchlorid werden 1,7 g (0,015 mol) Methansulfonsäurechlorid gegeben und bei 10°C 1,5 g (0,015 mol) Triethylamin zugetropft. Nach 12 Stunden Rühren bei Raumtemperatur wird das Reaktionsgemisch gründlich mit Wasser extrahiert, die organische Phase getrocknet, das Lösungsmittel abgezogen und der Rückstand an Kieselgel mit Methylenchlorid/Methanol (9 : 1) als Eluens chromatographiert. Man erhält 3,8 g (Ausbeute 81% d. Th.) der Titelverbindung mit dem Fp. 130-135°C.
Beispiel 7: 2-(3-Jodpropyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
0,6 g (0,0011 mol) p-Toluolsulfonsäure-{3-[4-(2- chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]-propylester}, hergestellt analog Beispiel 6, und eine Lösung von 0,2 g (0,0014 mol) wasserfreiem Natriumjodid in 15 ml wasserfreiem Aceton werden 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach dem Abziehen des Lösungsmittels nimmt man den Rückstand in Methylenchlorid/Wasser auf, wäscht die organische Phase mehrmals mit Wasser, trocknet, zieht das Lösungsmittel ab und erhält so 0,2 g (Ausbeute 36% d. Th.) der amorphen Titelverbindung.
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,30-7,67 (4H, m, Aryl-H); 6,44 (1H, s, Thiophen-H); 4,94 (2H, s, 7-Ring-CH2), 3,20 (2H, t, J=7 Hz), CH2-J); 2,92 (2H, t, J=7 Hz, Thiophen-CH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 2,12 (2H, m, JCH2CH2-).
Beispiel 8: 2-(7-N-Phthalimidoheptyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
3,0 g (0,006 mol) Methansulfonsäure-{7-[4-(2- chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]- triazolo[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]-heptylester} und 1,1 g (0,006 mol) Phthalimid-Kalium werden in wasserfreiem Dimethylformamid 5 Stunden bei 60-70°C gerührt. Nach dem Abkühlen gießt man das Reaktionsgemisch in 150 ml Eiswasser, extrahiert mit Methylenchlorid und filtriert nach dem Trocknen und Einengen über eine kleine, breite Kieselgelsäule unter Verwendung von Methylenchlorid/ Methanol (9 : 1) als Eluens. Die Phthalimid-Verbindung fällt in quantitativer Ausbeute als Öl an.
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,62-7,94 (4H, m, Phthal-Aryl-H); 7,26-7,55 (4H, m Aryl-H); 6,36 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring CH2); 3,52 (2H, t, J=-6 Hz, N-CH2-); 2,75 (2H, t, J=-6 Hz), Thiophen-CH2); 2,69 (3H, s, Triazol-CH3); 1,14-1,93 (10H, m, N-CH2-(CH2)5-).
Beispiel 9: 2-(7-Amino-heptyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno- [3,2-f][1,2,4]-triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
31,7 g (0,057 mol) der Phthalimidoverbindung des Beispiels 8 werden in 300 ml Ethanol gelöst und mit 13,8 ml Hydrazinhydrat (0,29 mol) 20 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der ausgefallene Feststoff wird abgesaugt und das Filtrat eingeengt und mit 2N Salzsäure aufgenommen. Durch Extraktion mit Methylenchlorid läßt sich die nicht umgesetzte Ausgangsverbindung entfernen. Die wäßrige Phase wird alkalisch gestellt und erneut mit Methylenchlorid extrahiert. Nach dem Trocknen und Abziehen des Lösungsmittels erhält man 14,2 g (Ausbeute 58% d. Th.) der Aminoverbindung als Öl.
1H-NMR CDCl3) δ ppm 7,28-7,63 (4H, m, Aryl-H); 6,38 (1H, s, Thiophen-H); 4,95 (2H, s, 7-Ring-CH2); 2,55- 3,10 (6H, m NCH2, Thiophen-CH2, NH2); 2,72 (3H, s, Triazol-CH3); 1,07-1,90 (10H, m, N-CH2-(CH2)5-).
Beispiel 10: 2-(7-Acetylaminoheptyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
Zu 1,3 g (0,003 mol) der Aminoverbindung des Beispiels 9 und 0,4 ml Triethylamin (0,003 mol) in 35 ml wasserfreiem Methylenchlorid werden 0,2 ml (0,003 mol) Acetylchlorid in 5 ml wasserfreiem Methylenchlorid zugetropft und 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach dem Waschen mit Wasser, Trocknen und Entfernen des Lösungsmittels chromatographiert man den Rückstand an Kieselgel mit Methylenchlorid/Methanol (95 : 5) als Eluens und erhält 1,1 g der Acetylaminoverbindung (Ausbeute 77% d. Th.) als Öl.
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,30-7,58 (4H, m, Aryl-H); 6,37 (1H, s, Thiophen-H); 5,67 (1H, s, breit, NH); 4,94 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,24 (2H, m, N-CH2); 2,76 (2H, t, J=6 Hz, Thiophen CH2); 2,72 (3H, s, Triazol-CH3); 1,98 (3H, s, CH3C=O); 1,21-1,83 (10H, m, N-CH2(CH2)5-).
Beispiel 11: 2-(3-(N-Morpholinyl)propyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2,7 g (0,006 mol) der Verbindung des Beispiels 6 und 2,6 g (0,030 mol) Morpholin werden in 50 ml Dioxan 6 Stunden zum Rückfluß erhitzt, anschließend das Lösungsmittel abgezogen und der Rückstand in Methylenchlorid/Wasser aufgenommen. Die organische Phase wird gründlich mit Wasser ausgeschüttelt, getrocknet und das Lösungsmittel entfernt. Der Rückstand wird an Kieselgel mit Methylenchlorid/ Methanol (9 : 1) als Eluens chromatographiert. Man erhält 1,3 g der Morpholinverbindung (Ausbeute 50% d. Th.) vom Fp. 162-164°C.
Durch Lösen der Substanz in methanolischer Salzsäure und Ausfällen mit Ether erhält man das Hydrochlorid der Titelverbindung vom Fp. 95°C (Zersetzung).
Beispiel 12: 2-(6-Formylhexyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
Zu 1,5 g (0,0075 mol) Pyridinchlorochromat in 20 ml Methylenchlorid tropft man 2,1 g (0,005 mol) 2-(7-Hydroxyheptyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin (hergestellt z. B. aus der Verbindung des Beispiels 4 durch alkalische Verseifung) in 5 ml Methylenchlorid gelöst zu, rührt noch 90 Minuten bei Raumtemperatur und versetzt die Lösung mit 50 ml Ether. Das ausgefallene schwarze, harzige Öl wird mehrmals gründlich mit Ether ausgerührt, die Etherlösungen werden vereinigt, über Kieselgur abgesaugt, das Filtrat eingeengt und der Rückstand an Kieselgel mit Methylenchlorid/Methanol (9 : 1) als Eluens chromatographiert. Man erhält 0,6 g (Ausbeute 29% d. Th.) des Aldehyds als farbloses Öl.
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 9,77 (1H, t, J= ≦ωτ2 Hz, CHO); 7,25-7,59 (4H, m, Aryl-H); 6,38 (1H, s, Thiophen-H); 4,94 (2H, s, 7-Ring-CH2); 2,76 (2H, t, J=6 Hz, Thiophen-CH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 2,41 (2H, m, -CH2C=O); 1,17-1,90 (8H, O=CCH2(CH2)4-)
Beispiel 13: 2-(3-Acetoxypropyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-brom-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
4 g (0,010 mol) 2-(3-Acetoxypropyl)-4-(2-chlorphenyl)-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-1][1,4]diazepin in 60 ml wasserfreiem Chloroform, 1,9 g (0,012 mol) Brom und 1,2 g (0,015 mol) Pyridin werden 20 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wird das Reaktionsgemisch gründlich mit Wasser ausgeschüttelt, die organische Phase getrocknet, eingeengt und der Rückstand an Kieselgel mit Methylenchlorid/Methanol (9 : 1) als Eluens chromatographisch gereinigt. Man erhält 2,3 g (Ausbeute 48% d. Th.) der 9-Brom-Verbindung als Öl.
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,30-7,62 (4H, m, Aryl-H); 6,43 (1H, s, Thiophen-H); 4,90 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,11 (2H, t, J=7 Hz, -O-CH2); 2,89 (2H, t, J=7 Hz, Thiophen CH2); 2,03 (3H, s, CH3C=O); 2,00 (2H, m, OCH2CH2-).
Beispiel 14 2-(3-Hydroxypropyl)-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H- thieno[3,2-f]imidazo[1,2-a][1,4]diazepin
Zu 15 g (0,038 mol) 2-(3-Acetoxypropyl)-4-(2-chlorphenyl)- 6H-7,8-dihydrothieno[3,2-f][1,4]diazepin-7-thion in 200 ml wasserfreiem Dioxan tropft man bei Raumtemperatur 6,3 g (0,114 mol) Propargylamin ein, rührt 20 Stunden und zieht das Lösungsmittel ab. Der Rückstand wird in Methylenchlorid/Wasser aufgenommen, die organische Phase gründlich mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt. Das erhaltene Rohprodukt wird mit Isopropylether verrieben, wobei es kristallisiert. Man erhält 13,5 g 2-(3-Acetoxypropyl)-4-(2-chlorphenyl- 6H-7-propargylamino-thieno[3,2-f][1,4]-diazepin (Ausbeute 86% d. Th.) vom Fp. 122-124°C.
11 g (0,027 mol) der so erhaltenen Zwischenverbindung und 55 ml konzentrierter Schwefelsäure werden 10 Minuten in einem vorgeheizten Ölbad auf 100°C erhitzt, auf Eis gegossen und mit konzentriertem Ammoniak auf pH 10 eingestellt. Die Extraktion mit Methylenchlorid ergibt 1,2 g Rückstand, der in 100 ml Methanol aufgenommen und mit 0,2 g Kaliumhydroxid eine Stunde bei 60°C gerührt wird. Nach dem Abziehen des Methanols nimmt man den Rückstand in Methylenchlorid/Wasser auf, wäscht die organische Phase gründlich mit Wasser, trocknet, zieht das Lösungsmittel ab und chromatographiert den Rückstand an Kieselgel mit Methylenchlorid/Methanol (9 : 1) als Eluens und erhält so 0,7 g der Imidazo-Verbindung (Ausbeute 7% d. Th.) vom Fp. 131-134°C.
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,22-7,58 (4H, m, Aryl-H); 6,89 (1H, q, J≦ωτ1 Hz, Imidazol-H); 6,38 (1H, s, Thiophen-H); 4,77 (2H, s, 7-Ring CH2); 3,68 (2H, t, J=7 Hz, OCH2); 2,86 (2H, t, J=8 Hz, Thiophen-CH2); 2,42 (3H, d, J= ≦ωτ1 Hz, Imidazol, CH3); 1,88 (2H, m, -OCH2-CH2-); 2,00 (1H, s, breit, OH).
Beispiel 14a: 2-(2-Methoxycarbonylethyl)-7-ethoxycarbonyl-6-(2-chlorphenyl)- 6H-thieno[3,2-f]imidazo[1,5-a][1,4]diazepin
9,0 (0.025 Mol) 7-(2-Methoxycarbonylethyl)-5-chlorphenyl)- 1,2-dihydro-3H-thieno[2,3-e][1,4]diazepin-2-on (W. D. Bechtel und K. H. Weber, J. Pharmac. Sci 74, 1265 (1985) vom Fp. 152-154°C werden in 25 ml Dimethylformamid suspendiert und unter Stickstoff mit 3,5 g Kalium- tert.-Butylat versetzt. Man rührt 10-15 min, kühlt auf -30° und gibt innerhalb 10-15 min 4,7 g Diethylchlorphosphat hinzu.
Zu dieser Lösung fügt man das aus 3.3 g Kalium-tert.- Butylat und 3,3 g Isocyanessigsäureethylester bei -40° in 22 ml Dimethylformamid bereitete Gemisch zu und hält die Temperatur 2 Stunden auf -10°C und läßt anschließend das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmen. Unter Kühlen werden 2,5 ml Eisessig und anschließend 350 ml Wasser zugegeben und dann das Reaktionsgemisch mit Essigester extrahiert. Nach Waschen, Trocknen und Eindampfen der Essigesterphasen wird der Rückstand über SiO2 chromatographiert. Aus dem Eluat werden nach Etherzusatz 4,0 g Kristalle vom Fp: 139-140°C erhalten.
Beispiel 14b 2-[2-(Morpholin-4-yl-carbonyl)-ethyl]-4-(2-chlorphenyl)-6H- thieno-[3,2-f]imidazo[1,5-a][1,4]diazepin.
3,5 g (0.0076 Mol) des Diesters hergestellt nach Beispiel 14a werden in 75 ml Tetrahydrofuran mit 0,75 g NaOH in 75 ml Methanol und 40 ml Wasser 1 Stunde unter Rückfluß erhitzt. Man säuert mit 2,6 ml Eisessig an und engt die Lösung ein. Die nach Zugabe von 50 ml Wasser ausfallenden Kristalle der Dicarbonsäure schmelzen bei 275°C unter Zersetzung.
Ausb. 3.0 g.
Diese Verbindung wurde zusammen mit 100 ml 1,2,4-Trichlorbenzol unter Stickstoff 1 Stunde erhitzt. Man filtriert und versetzt das Filtrat mit Petroläther, wobei die 2-(2-Carboxyethyl)-Verbindung ausfällt. Aus dieser Carbonsäure erhält man analog Beispiel 3 das Morpholid vom Fp. 158°C.
Beispiel 14c 2-(2-Diethylaminocarbonylethyl)-6-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f]imidazo[1,2-a][1,4]diazepin
Ausgehend von 7-(2-Methoxycarbonylethyl)-5-(2- chlorphenyl)-1,2-dihydro-3H-thieno [2,3-e][1,4] diazepin-2-thion (W. D. Bechtel und K. H. Weber, J. Pharm. Sci 74, 1265 (1985) vom Fp 190°C enthält man analog dem in Beispiel 14 beschriebenen Syntheseweg das entsprechende Diethylamid vom Fp. 201-203°C.
Beispiel 14d 2-[2-(Morpholin-4-yl-carbonyl)-ethyl]-6-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f]imidazo[1,5-a][1,4]diazepin
Aus den oben beschriebenen Carbonsäure erhält man die Titelverbindung bei Verwendung von Morpholin an Stelle von Diethylamin. Fp: 248-250°C.
Beispiel 14e 2-[1-(Morpholin-4-yl-carbonyl)-prop-1-en-2-yl]-4-(2-chlorphenyl)- 9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a] [1,4]diazepin
  • a) 48.8 g (0,2 Mol) 2-Acetylamino-3-(2-chlorbenzoyl)- thiophen werden mit 500 ml Acetanhydrid und 6 ml 85%ige Phosphorsäure 1 1/2 Std. unter Rückfluß erhitzt. Man dampft i. Vak. ein, versetzt den Rückstand mit 200 ml Wasser und neutralisiert mit 40%iger Natronlauge. Die Kristalle werden abgesaugt und mit Wasser, Methanol und Ether gewaschen.
    Ausbeute: 49-51 g, Fp.: 228-230°C
  • Unter Stickstoff werden 50.3 g dieser Verbindung in eine Lösung von 10 g KOH gelöst in 300 ml Methanol gegeben und 1 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Man neutralisiert mit 2n Salzsäure und extrahiert das Aminoderivat mit Methylenchlorid. Nach Chromatographie des Rückstands erhält man 43 g 5-Acetyl-2-amino-3-(2-chlorbenzoyl)thiophen vom Fp: 190-191°C.
  • b) 5.5 g (0.02 Mol) dieser Verbindung werden zum Schutz der Acetylgruppe in 50 ml Chloroform aufgenommen und nach Zugabe von 2 ml 1,3-Propandithiol bei Raumtemperatur unter Einleiten von trockenem HCl-Gas 5 Min. gerührt. Anschließend extrahiert man nacheinandere mit Wasser, verdünnter Natronlauge und nochmals mit Wasser, trocknet die organische Phase, verdampft das Lösungsmittel und chromatographiert den Rückstand über SiO2 (Methylenchlorid/Ethanol). Mit Ether erhält man aus dem Rückstand der Hauptfraktion 4.3 g Kristalle vom Fp. 162-163°C.
  • Diese Verbindung kann auf analogem Weg, wie zuvor (z. B. Beispiel 3 beschrieben) zum Diazepinon (Fp. 260°C), Diazepinthion (Fp. 218°C) und dem Triazolodiazepin (Fp. 212°C) umgesetzt werden
  • c) Zur Entfernung der Schutzgruppe werden 9 g (0.02 Mol) des Triazolodiazepins mit 20 g Chloramin T in 200 ml Methanol 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach dem Chromatographieren über SiO2 (Methylenchlorid/Ethanol 98 : 2) erhält man 3,5-4 g, 2-Acetyl-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno- [3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin.
  • 3,6 g (0.01 Mol) dieser Verbindung werden in 5 ml Benzol suspendiert und nach Zugabe von 2.25 g Phosphoroessigsäure-triethylester zu einer vorgelegten Lösung von 0.23 g Natrium in 5 ml Ethanol getropft. Man läßt 20 Stunden bei 40°C sintern und arbeitet auf. Der erhaltene Ester wird mit ethanolischer Kalilauge verseift. Nach dem Ansäuern und Aufarbeiten erhält man 1.4-1.6 g Kristalle vom Fp. 296-298°C.
  • Diee Carbonsäure kann analog zuvor beschriebener Beispiele in das Morpholid vom Fp. 194-196°C überführt werden.
Beispiel 14f 2-[2-(Morpholin-4-yl-carbonyl)-pent-4-en-1-yl]-4-(2-chlorphenyl)- 9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a] [1,4]diazepin
20 g (0.05 Mol) 2-Amino-3-(2-chlorbenzoyl)-5-(2,2-dicarboethoxyethyl)- thiophen (W. D. Bechtel u. K. H. Weber, J. Pharmac. Sci. 74, 1265 (1985) werden in 100 ml Tetrahydrofuran suspendiert. Diese Suspension tropft man zu 2,5 g Natriumhydrid, suspendiert in Tetrahydrofuran (100 ml) und rührt 1 Stunde bei 30°C. Nach Zugabe von 4.5 ml Allylbromid (0,05 Mol) wird 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, das Reaktionsgemisch eingeengt, der Rückstand mit Methylenchlorid aufgenommen und mit Wasser gewaschen. Aus der organischen Phase erhält man 13 g Kristalle vom Fp. 151-152°C. 13 g (0.03 Mol) dieses Dicarbonsäureesters werden mit 30 ml Ethanol, 6 ml Wasser mit 3.8 g Ätzkali verseift. Man erhält 11.3 g Dicarbonsäure, die sich durch einstündiges Erhitzen in 20 ml DMF (120-130°C) decarboxyliert wird und 6-7 g Monocarbonsäure vom Fp. 202-203°C ergeben.
Der hieraus erhältliche Methylester ist ein Öl. Dieses wird, analog wie oben beschrieben, bromacetyliert, aminiert und zum Diazepinon cyclisiert.
Fp. 162-165°C.
Das aus dem Diazepinon mit Phorphorpentasulfid zugängliche Diazepinthion schmilzt bei 179°C und ergibt die Triazolo-thieno-diazepincarbonsäure vom Fp. 207-208°C. Hieraus erhält man Morpholid über das Imidazolid gemäß der früher beschriebenen Methode als zähes Öl.
Beispiel 14g 2-[2-Benzyl-2-(morpholin-4-yl-carbonyl)-ethyl]-4-(2-chlorphenyl)- 9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a] [1,4]diazepin
Ausgehend von 2-Amino-3-(2-chlorbenzoyl)-5-(2,2-dicarbethoxyethyl)- thiophen erhält analog Beispiel 14f durch Umsetzung mit Benzylchlorid die Titelverbindung über folgende Stufen.
Diazepinon Fp. 158-161°C
Diazepinthion Fp. 170-172°C
Triazolothienodiazepincarbonsäure Fp. 158-162°C
Beispiel 14h 2-[2-(N,N-Diethylaminocarbonyl)-n-propyl]-4-(2-chlorphenyl)- 9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
2-Amino-3-(2-chlorbenzoyl)-5-(2,2-dicarboethoxyethyl)- thiophen ergibt mit Methyljodid die entsprechende C-Methylverbindung und weiter die Titelverbindung nach vorbeschriebenem Weg über folgende Stufen:
Dicarbonsäurediethylester Fp. 181-182°C
Monocarbonsäure Fp. 161-162°C
Diazepinoncarbonsäuremethylester Fp. 179-180°C
Triazolothienodiazepincarbonsäuremethylester als Öl
Titelverbindung (Diethylamid) Fp. 102-103°C
Beispiel 14i 2-[2-(Morpholin-4-yl-carbonyl)-n-propyl]-4-(2-chlorphenyl)- 9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a] [1,4]diazepin
In Analogie zu Beispiel 14h erhält man die Titelverbindung unter Verwendung von Morpholin anstelle von Diethylamin. Öl.
Beispiel 14j 2-(2-(N,N-Diethylaminocarbonylethyl)-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-4,5-dihydro-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a] [1,4]diazepin
2,5 g (0,006 Mol) Diethylamid (hergestellt aus der Carbonsäure, W. D. Bechtel u. K. H. Weber, J. Pharm. Sci 74, 1265 (1985), mit Diethylamin und Dicyclohexylcarbodiimid) werden zusammen mit 2 g Zinkstaub, 50 ml Eisessig und 50 ml Methylenchlorid 15 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend filtriert man über Kieselgur, wäscht mit Methylenchlorid und macht das Filtrat mit Ammoniak alkalisch. Die Methylenchloridphase wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen, getrocknet, eingedampft und der Rückstand über SiO2 chromatographiert. Man erhält als Hauptfraktion 0,8 g Öl.
Beispiel 14k 2-[2-(4,4-Dimethyl-2-oxazolin-2-yl)-ethyl]-4-(2-chlorphenyl)- 9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo- [4,3-a][1,4]diazepin
3 g (7,7 mMol) 2-[4-(2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno [3,2-f][1,2,4]triazolo-[4,3-a][1,4]diazepin-2-yl]ethan- 1-carbonsäure, 0,69 g (7,7 mmol) 2-Amino-2-methyl-propan- 1-ol, 2,35 g (23 mmol) Triethylamin und 4,8 g Tetrachlorkohlenstoff werden in 15 ml Pyridin/Acetonitril (1 : 1) bei Raumtemperatur gerührt. Zu dieser Mischung tropft man innerhalb von 2 Stunden eine Lösung von 6,2 g (23,6 mmol) Triphenylphosphin in 15 ml der obigen Pyridin/Acetonitril-Mischung.
Nach 15 Stunden wird die Suspension eingeengt, der Rückstand mit Ether/Essigester-Gemischen (1 : 1) extrahiert. Die Extrakte werden eingeengt und der verbliebene Rückstand an Kieselgel mit Dichlormethan/Methanol (95 : 5) chromatographiert. Die sauberen Fraktionen werden eingeengt und durch Umkristallisieren aus Ether gewinnt man 1,9 g (56%) der Titelverbindung vom Fp. 168°C.
Beispiel 14l 2-[3-(N-Morpholinyl)-n-propyl]-4-(2-chlorphenyl)-9-methyl- 4,5-dihydro-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a] [1,4]diazepin
1,2 g (0.0027 mol) 2-[3-(N-Morpholinyl]-n-propyl]-4- (2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo- [4,3-a][1,4]diazepin in 20 ml wasserfreiem THF werden in eine vorgelegte Suspension von 0,1 g (0.0027 mol) Lithiumaluminiumhydrid in 20 ml wasserfreiem THF bei Raumtemperatur zugetropft und 1 Stunde zum Rückfluß erhitzt. Man zersetzt das Reaktionsgemisch mit 0.1 ml Wasser, 0.1 ml 15%ige Natronlauge und 0.3 ml Wasser, rührt 30 Minuten und saugt den ausgefallenen Niederschlag ab. Das Filtrat wird eingeengt, in Methylenchlorid aufgenommen, gewaschen, getrocknet und das Solvens abgezogen. Der Rückstand wird als Kieselgel mit Methylenchlorid/Methanol 95 : 5 als Eluens chromatographiert. Man erhält 0.16 g (Ausbeute 13%) der gewünschten Verbindung vom Fp. 135-138°C.
Beispiel 14m 2-[(2-Phenyl-1,3-dioxolan-4-yl)-methyl]-4-(2-chlorphenyl)-9- methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin
45,7 g (0.4 mol) 3,4-Dihydro-2H-pyran-2-methanol werden in 100 ml wasserfreiem Methylenchlorid bei -40° der Ozonolyse unterworfen. Anschließend werden 104,9 g (0.4 mol) Triphenylphosphin in 70 ml wasserfreiem Methylenchlorid zugetropft und das Reaktionsgemisch im Verlaufe von 3 Stunden langsam auf Raumtemperatur gebracht. Nach 12 Stunden wird das Solvens abgezogen und der Rückstand gründlich mit Ether digeriert und das ausgefallene Triphenylphosphinoxid abgesaugt. Nicht umgesetzte Triphenylphosphinreste werden mit Methyljodid als Phosphoniumsalz in Ether ausgefällt und abgesaugt. Vom Filtrat wird das Solvens abgezogen und der Rückstand im Vakuum fraktioniert. Man erhält 32 g (55% Ausbeute) des 4-Formyloxy-5-hydroxypentanals vom Kp0,1 = 82-92°C.
23 g (0.157 mol) des Aldehyds, 28 g (0.137 mol) o-Chlorcyanoacetophenon, 5 g (0.157 mol) Schwefel und 16 g (0.157 mol) Triethylamin werden in 100 ml DMF in üblicher Weise zum Thiophenringschluß eingesetzt und das entstandene
2-Amino-3-(2-chlorbenzoyl)-5-(2-formyloxy-3-hydroxy- n-propyl)-thiophen als Rohprodukt mit 15 g (0,16 mol) Kaliumhydroxid in 500 ml Methanol 2 Stunden zum Rückfluß erhitzt. Nach dem Abziehen des Solvens wird der Rückstand in Essigester aufgenommen, mit Wasser gewaschen, getrocknet und nach dem Entfernen des Lösungsmittels an Kieselgel mit Essigester als Eluens chromatographiert. Man erhält 19,9 g (Gesamtausbeute 39%) an 2-Amino-3-(2-chlorbenzoyl)-5-(2,3-dihydroxy-n-propyl)- thiophen vom Fp. 136-137°C.
5 g (0.016 mol) der Dihydroxythiophenverbindung, 1,7 g (0,016 mol) frisch destillierter Benzaldehyd und eine Spatelspitze p-Toluolsulfonsäure werden am Wasserabscheider in 250 ml Toluol zum Rückfluß erhitzt. Nach 2,5 Stunden wird die Toluolphase mit Pyrrolidin alkalisch gestellt, mit Wasser gewaschen, getrocknet und das Solvens abgezogen. Der Rückstand wird an Kieselgel mit Methylenchlorid/Methanol 9 : 1 als Eluens chromatographiert und ergibt 3,8 g (59% Ausbeute) der 1,3-Dioxolan-Verbindung als rötliches Öl (Diastereomerengemisch).
Das so erhaltene 2-Amino-3-(2-chlorbenzoyl)-5- [(2-phenyl-1,3-dioxolan-4-yl)-methyl]-thiophen wird, wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben, zur Titelverbindung umgesetzt.
Beispiel 14n 2-(2-Ethoxycarbonylethyl)-3,9-dimethyl-4-(2-chlorphenyl)-6H- thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo[4,3-a][1,4]diazepin.
Ausgehend von 5-(2-chlorphenyl)-6-methyl-7- (2-ethoxycarbonyl-ethyl)-1,2-dihydro-3H-thieno[2,3-e] [1,4]diazepin-2-on erhält man in Analogie zu dem in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren die Titelverbindung.
Die Ausgangsverbindung wird wie folgt hergestellt:
11,6 g (0,073 mol) 5-Oxo-hexansäureethylester werden mit äquimolaren Mengen o-Chlor-2-cyano-acetophenon und Schwefel unter Zusatz von 6,7 ml Diethylamin in 30 ml Ethanol 5 Stunden bei 60°C nach Gewald umgesetzt. Der beim Einengen der Reaktionslösung erhaltene Rückstand wird an einer Kieselgelsäule mit Chloroform als Elutionsmittel chromatographiert. Das so erhaltene Aminoketon wird analog Beispiel 3 in die Titelverbindung überführt. Das Diazepinon hat einen Schmelzpunkt von 173-176°C (Toluol/Ether).
Beispiel 14o 2-[2-Morpholin-4-yl-carbonyl)-2-(ethoxycarbonyl)ethyl]-4- (2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo [4,3-a][1,4]diazepin
1 g (0,0021 mol) 2-[2,2-Di(ethoxycarbonyl)-ethyl]-4- (2-chlorphenyl)-9-methyl-6H-thieno[3,2-f][1,2,4]triazolo- [4,3-a][1,4]diazepin und 5 g Morpholin werden 10 Stunden bei 120°C gerührt. Man verdünnt mit 100 ml Wasser, schüttelt mehrmals mit Methylenchlorid aus, wäscht die organische Phase mit Wasser, trocknet und engt ein. Der so erhaltene Rückstand wird über eine Kieselgelsäule chromatographiert (Methylenchlorid/Methanol 97 : 3). Nach üblicher Aufarbeitung erhält man die Titelverbindung als amorphes Pulver.
In den Tabellen werden mitunter die folgenden Abkürzungen verwendet:
Et = Ethyl
Me = Methyl
iPr = iso-Propyl
t-Bu = tert.-Butyl
Ac = Acetyl
In Analogie zu den in den Beispielen beschriebenen Verfahren werden die folgenden Zwischenverbindungen hergestellt:
Tabelle 1
Tabelle 2
Tabelle 3
Tabelle 4
Tabelle 5
In Analogie zu den zuvor beschriebenen Beispielen können beispielsweise die Verbindungen der allgemeinen Formel I hergestellt werden:
Tabelle 6
Tabelle 8
Verbindungen der Formel Ib
Nachfolgend werden Beispiele für einige pharmazeutische Zusammensetzungen unter Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel I als aktiver Bestandteil angegeben. Falls nicht ausdrücklich anders bezeichnet, handelt es sich bei den Teilen um Gewichtsteile.
1. Tabletten
Die Tablette enthält folgende Bestandteile:
Wirkstoff gemäß Formel Ia/b0,020 Teile Stearinsäure0,010 Teile Dextrose1,890 Teile gesamt1,920 Teile
Herstellung:
Die Stoffe werden in bekannter Weise zusammengemischt und die Mischung zu Tabletten verpreßt, von denen jede 1,92 g wiegt und 20 mg Wirkstoff enthält.
2. Salbe
Die Salbe setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:
Wirkstoff gemäß Formel Ia/b50 mg Neribas Salbe (Handelsware Scherax),10ad 10 g
Herstellung:
Der Wirkstoff wird mit 0,5 g Salbengrundlage verrieben und die restliche Grundlage in Teilmengen zu 1,0 g nach und nach innig zu einer Salbe vermischt. Man erhält eine 0,5%ige Salbe. Die Verteilung des Wirkstoffes in der Grundlage wird optisch unter dem Mikroskop kontrolliert.
3. Creme
Zusammensetzung:
Wirkstoff gemäß Formel Ia/b50 mg Neribas Salbe (Handelsware Scherax),10ad 10 g
Herstellung
Der Wirkstoff wird mit 0,5 g Cremegrundlage verrieben und die restliche Grundlage in Teilmengen zu 1,0 g nach und nach mit Pistill eingearbeitet. Man erhält eine 0,5%ige Creme. Die Verteilung des Wirkstoffes in der Grundlage wird optisch unter dem Mikroskop kontrolliert.
4. Ampullenlösung
Zusammensetzung:
Wirkstoff gemäß Formel Ia/b 1,0 mg Natriumchlorid45,0 mg Aqua pro inj.,10ad  5,0 ml
Herstellung:
Der Wirkstoff wird bei Eigen-pH, gegebenenfalls bei pH 5-7 in Wasser gelöst und Natriumchlorid als Isotonanz zugegeben. Die erhaltene Lösung wird pyrogenfrei filtriert und das Filtrat unter aseptischen Bedingungen in Ampullen abgefüllt, die anschließend sterilisiert und zugeschmolzen werden. Die Ampullen enthalten 1 mg, 5 mg und 1 mg Wirkstoff.
5. Suppositorien
Jedes Zäpfchen enthält:
Wirkstoff gemäß Formel Ia/b   1,0 Teile Kakaobutter (Fp. 36-37°C)1200,0 Teile Carnaubawachs   5,0 Teile
Herstellung
Kakaobutter und Carnaubawachs werden zusammengeschmolzen. Bei 45°C gibt man den Wirkstoff hinzu und rührt, bis eine komplette Dispersion entstanden ist.
Die Mischung wird in Formen entsprechender Größe gegossen und die Zäpfchen zweckmäßig verpackt.
6. Inhalationslösungen
Zusammensetzung:
  • a) Wirkstoff gemäß Formel Ia/b,6500 mg Na-EDTA,6 50 mg Benzalkoniumchlorid,6 25 mg Natriumchlorid,6880 mg destilliertes Wasser,4ad 100 ml   Herstellung:
    96% der Wassermenge werden vorgelegt, darin nacheinander Na-EDTA, Benzalkoniumchlorid, Natriumchlorid und Wirkstoff klar gelöst und mit dem restlichen Wasser aufgefüllt. Die Lösung wird in 20 ml-Tropfflaschen abgefüllt. Eine Dosis (20 Tropfen, 1 ml) enthält 5 mg Wirkstoff.
  • b) Wirkstoff gemäß Formel Ia/b,6500 mg Natriumchlorid,6820 mg destilliertes Wasser,4ad 100 ml   Herstellung
    96% der Wasserstoffmenge werden vorgelegt, darin nacheinander der Wirkstoff und Natriumchlorid gelöst, mit dem restlichen Wasser aufgefüllt und die Lösung in Eindosenbehälter (4 ml) abgefüllt. Die Lösung enthält 20 mg Wirkstoff.
In der Tabelle 9 sind die NMR-Sprekten ausgewählter Verbindungen der allgemeinen Fomel Ia/Ib aufgeführt.
Tabelle 9 Beispiel 15
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,23-7,62 (4H, m, Aryl-H); 6,36 (1H, s, Thiophen-H); 4,92 (2H, s, CH2-7-Ring); 3,62 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 2,77 (2H, t,, J = 6 Hz, CH2-Thiophen); 2,72 (3H, s, Triazol-CH3), 2,07 (1H, s, breit, OH); 1,17-1,89 (10H, m, OCH2-(CH2)5-).
Beispiel 19
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,22-7,57 (4H, m, Aryl-H); 6,44 (1H, s, Thiophen-H); 4,95 (2H, s, 7-Ring-CH2); 2,85 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,80 (2H, t, J = 6 Hz, NCH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 2,44 (2H, s, breit, NH2); 1,84 (2H, m, NCH2-CH2-).
Beispiel 22
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,22-7,87 (8H, m, Aryl-H); 6,40 (1H, s, Thiophen-H); 4,92 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,06 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 2,87 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,67 (3H, s, Triazol-CH3); 2,44 (3H, s, Aryl-CH3); 2,01 (2H, m, -OCH2CH2-).
Beispiel 23
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,23-7,58 (4H, m, Aryl-H); 6,37 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,21 (2H, t, J = 7 Hz, OCH2); 2,99 (3H, s, CH3SO2); 2,75 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,70 (3H, s, Triazol-CH3); 1,14-1,98 (10H, m, OCH2-(CH2)5).
Beispiel 24
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,22-7,84 (8H, m, Aryl-H); 6,36 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,01 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2) 2,81 (2H, m, Thiophen-CH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 2,49 (3H, s, Aryl-CH3); 1,16-1,89 (10H, m, OCH2-(CH2)5).
Beispiel 26
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,30-7,59 (4H, m, Aryl-H); 6,37 (1H, s, Thiophen-H); 4,95 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,06 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2-); 2,77 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,72 (3H, s, Triazol-CH3); 2,53 (1H, m, CH-C=O); 1,26-1,89 (10H, m, OCH2-(CH2)5-); 1,28 (6H, d, J = 5 Hz, (CH3)2-CH-).
Beispiel 27
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,31-7,58 (4H, m, Aryl-H); 6,37 (1H, s, Thiophen-H); 4,94 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,04 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 2,77 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 1,23-1,93 (10H, m, OCH2(CH2)5-); 1,20 (9H, s, C(CH3)3).
Beispiel 28
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,31-7,59 (4H, m, Aryl-H); 6,37 (1H, s, Thiophen-H); 4,94 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,69 (1H, s, breit, NH); 4,04 (2H, t, J = 7 Hz, OCH2); 2,78 (3H, d, J = 6 Hz, CH3N); 2,76 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 1,20-1,85 (10H, m, OCH2-(CH2)5-).
Beispiel 31
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,30-7,61 (4H, m, Aryl-H); 6,44 (1H, s, Thiophen-H); 4,94 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,59 (2H, t, J = 7 Hz, N-CH2); 2,81 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,71 (7H, s, Succin-CH2CH2-, Triazol-CH3); 1,93 (2H, m, N-CH2CH2).
Beispiel 32
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,62-7,95 (4H, m, Phthalid-Aryl)-H); 7,28-7,56 (4H, m, Aryl-H); 6,43 (1H, s, Thiophen-H); 4,87 (2H, s, 7-Ring-CH2), 3,76 (2H, t, J = 6 Hz, N-CH2); 2,86 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2), 2,70 (3H, s, Triazol-CH3); 2,06 (2H, m, N-CH2CH2-).
Beispiel 33
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,28-7,58 (4H, m, Aryl-H); 6,35 (1H, s, breit, NH); 6,35 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,92 (2H, s, Imidazolidion-CH2); 3,46 (2H, t, J = 7 Hz, N-CH2); 2,75 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 1,13-1,86 (10H, m, N-CH2-(CH2)5).
Beispiel 34
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,30-7,51 (4H, m, Aryl-H); 6,44 (1H, s, Thiophen-H); 4,98 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,51 (2H, t, J = 6 Hz, N-CH2); 2,76 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,74 (3H, s, Triazol-CH3); 2,71 (4H, s, Succin-CH2); 1,23-1,74 (10H, m, N-CH2-(CH2)5-).
Beispiel 35
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,21-7,52 (4H, m, Aryl-H); 7,27 (1H, t, J = 6 Hz, NH); 6,54 (1H, s, Thiophen-H); 4,84 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,47 (2H, d, J = 6 Hz, N-CH2); 2,66 (3H, s, Triazol-CH3); 2,00 (3H, s, CH3-C=O).
Beispiel 36
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,33-7,57 (4H, m, Aryl-H); 6,54 (1H, t, J = 6 Hz, NH); 6,46 (1H, s, Thiophen-H); 4,96 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,32 (2H, q, J = 6 Hz, NH-CH2); 2,83 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 1,98 (3H, s, CH3-CO); 1,88 (2H, m, N-CH2-CH2-).
Beispiel 39
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,03-7,62 (5H, m, Aryl-H und NH); 6,40 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,33 (2H, q, J = 6,5 Hz, CH2-NH); 2,94 (2H, s, CH2C=O); 2,82 (2H, m, CH2-Thiophen); 2,70 (3H, s, Triazol-CH3); 2,27 (6H, s, N-(CH3)2); 1,89 (2H, m, N-CH2-CH2-).
Beispiel 41
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,25-7,60 (4H, m, Aryl-H); 6,37 (1H, s, Thiophen-H); 5,64 (1H, s, breit, NH); 4,94 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,23 (2H, m, N-CH2); 2,76 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 2,33 (1H, m, CH-C=O); 1,21-1,87 (10H, m, N-CH2-(CH2)5); 1,16 (6H, d, J = 8 Hz, (CH3)2-C).
Beispiel 43
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,45-7,60 (4H, m, Aryl-H); 7,17 (1H, s, breit, NH); 6,34 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring CH2); 3,27 (2H, q, J = 6,5 Hz, CH2NH); 2,94 (2H, s, CH2C=O); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 2,71 (2H, m, CH2-Thiophen); 2,28 (6H, s, N(CH3)2); 1,21-1,88 (10H, m, (CH2)5).
Beispiel 45
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,24-7,58 (4H, m, Aryl-H); 6,38 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring-CH2); 2,79 (2H, t, J = 8 Hz, N-CH2); 2,69 (3H, s, Triazol-CH3); 1,24- 2,49 (14H, m, Piperidin-CH2, Thiophen-CH2-CH2).
Beispiel 47
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,19-7,59 (4H, m, Aryl-H); 6,36 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,68 (2H, m, 2,6-Morpholin-CH-); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 1,16, 1,23 (6H, 2d, J = 6 Hz, 2,6-Morpholin-CH3); 1,01-2,91 (18H, m, Morpholin-NCH2/N-(CH2)7)
Beispiel 48
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,24-7,56 (4H, m, Aryl-H); 6,38 (1H, s, Thiophen-H); 4,92 (2H, s, 7-Ring-CH2); 2,80 (2H, t, J = 7 Hz, N-CH2); 2,70 (3H, s, Triazol-CH3); 2,42 (8H, s, Piperazin-CH2); 2,37 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,27 (3H, s, N-CH3), 1,86 (2H, m, N-CH2-CH2).
Beispiel 49
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,24-7.59 (4H, m, Aryl-H); 6,36 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring-CH2); 2,74 (2H, t, J = 7 Hz), N-CH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 2,44 (8H, s, Piperazin-CH2); 2,28 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,27 (3H, s, N-CH3); 1,08-1,88 (10H, m, N-CH2-(CH2)5).
Beispiel 54
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,20-7,73 (5H, m, Aryl-H); 6,64 (1H, s, Thiophen-H); 4,87 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,71 (4H, m, Morpholin-OCH2); 2,89 (2H, t, J = 7 Hz, N-CH2); 2,69 (3H, s, Triazol-CH3); 2,21-2,57 (6H, m, Morpholin-N-CH2/Thiophen-CH2); 1,90 (2H, m, N-CH2-CH2-).
Beispiel 56
1H-NMR (CDCl3): δ 7,21-7,62 (m, 4H, Aryl-H); 6,92 (qu, J ≦ωτ 1 Hz, CH=); 6,41 (s, 1H, Thiophen-H); 4,81 (s, 2H, CH2-7-Ring); 4,12 (t, J = 7 Hz, 2H, OCH2); 2,86 (t, J = 7 Hz, 2H, CH2-Thiophen); 2,45 (d, J ≦ωτ 1 Hz, 3H, CH3-Imidazol); 2,05 (s, 3H, CH3-C=O); 2,00 (m, 2H, OCH2CH2).
Beispiel 58
1H-NMR (CDCl3); δ 7,21-7,60 (m, 4H, Aryl-H); 6,91 (qu, J ≦ωτ 1 Hz, 1H, CH=); 6,35 (s, 1H, Thiophen-H); 4,79 (s, 2H, CH2-7-Ring); 4,06 (t, J = 7 Hz, 2H, OCH2); 2,76 (t, J = 7 Hz, 2H, CH2-Thiophen); 2,46 (d, J = ≦ωτ 1 Hz, 3H, CH3-Imidazol); 2,05 (s, 3H, CH3C=O); 1,15-1,91 (m, 10H, OCH2-(CH2)5-).
Beispiel 65
1H-NMR (CDCl3): δ 7,21-7,64 (m, 4H, Aryl-H); 6,43 (s, 1H, Thiophen-H); 4,97 (s, 2H, CH2-7-Ring); 2,84 (t, J = 8 Hz, 2H, CH2-Thiophen); 2,30 (t, J = 8 Hz, 2H, 2H, N-CH2); 2,72 (s, 3H, CH3-Triazol; 2,22 (s, 6H, N-(CH3)2), 1,81 (m, 2H, N-CH2CH2).
Beispiel 69
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,22-7,58 (4H, m, Aryl-H); 6,36 (1H, s, Thiophen-H); 4,93 (2H, s, 7-Ring-CH2); 2,74 (2H, t, J = 7 Hz, N-CH2); 2,71 (3H, s, Triazol-CH3); 2,09-2,51 (6H, m, Piperidin-CH2 Thiophen-CH2); 1,12-1,83 (16H, m, Piperidin CH2/N-CH2-(CH2)5).
Beispiel 71
1H-NMR (CDCl3): δ 7,21-7,60 (m, 4H, Aryl-H), 6,39 (s, 1H, Thiophen H); 4,93 (s, 2H, CH2-7-Ring); 2,79 (t, J = 8 Hz, 2H, CH2-Thiophen); 2,69 (s, 3H, CH3-Triazol); 2,52 (qu, J = 7 Hz, 4H, N-(CH2CH2); 2,54 (t, J = 7 Hz, 2H, CH2-Thiophen); 1,83 (m, 2H, N-CH2CH2); 0,98 (t, J = 8 Hz, 6H, N-CH2CH3).
Beispiel 72
1H-NMR (CDCl3): δ 7,22-7,63 (m, 6H, Aryl-H, Pyrazol H 3/5); 6,38 (s, 1H, Thiophen-H); 6.22 (t, J = 2 Hz, 1H, Pyrazol H 4); 4,94 (s, 2H, CH2-7-Ring); 4,17 (t, J = 6 Hz, 2H, N-CH2); 2,78 (t, J = 6 Hz, 2H, CH2-Thiophen; 2,71 (s, 3H, CH3-Triazol); 2,26 (m, 2H, NCH2CH2-).
Beispiel 73
1H-NMR (CDCl3); δ 7,22-7,66 (m, 6H, Aryl-H, Pyrazol H 3/5); 6,39 (s, 1H, Thiophen-H); 6,25 (t, J = 2 Hz, 1H, Pyrazol-H4); 4,97 (s, 2H, CH2-7-Ring); 4,15 (t, J = 7 Hz, 2H, N-CH2); 2,78 (t, J = 7 Hz, 2H, CH2-Thiophen); 2,72 (s, 3H, CH3 Triazol); 1,08-2,05 (m, 10H, N-CH2(CH2)5-).
Beispiel 74/
1H-NMR (CDCl3): δ 7,29-7,62 (m, 4H, Aryl-H); 6,67 (t, J = 2 Hz, 2H, Pyrrol-H 2/5); 6,39 (s, 1H, Thiopheny-H); 6,16 (t, J = 2 Hz, 2H, Pyrrol-H/3/4); 4,98 (s, 2H, CH2-7-Ring); 3,91 (t, J = 7 Hz, 2H, N-CH2); 2,72 (t, J = 7 Hz, 2H, CH2-Thiophen); 2,72 (s, 3H, CH3-Triazol); 1,07-2,06 (m, 10H, N-CH2(CH2)5;
Beispiel 77
1H-NMR (CDCl3): δ 8,32 (s, 1H, NH-Indol); 7.00- 7,76 (m, 9H, Aryl-H, Indol-H); 6,35 (s, 1H, Thiophen-H); 4,93 (s, 2H, CH2-7-Ring); 3,09 (s, 4H, CH2CH2N); 2,68 (s, 3H, CH3 Triazol); 2,45-2,94 (m, 4H, Thiophen CH2CH2N-), 1,07-1,92 (m, 11H, N-CH2(CH2)5-, NH).
Beispiel 81
1H-NMR (CDCl3): δ 7.26-7.67 (4H, m, Aryl-H); 6.47 (1H, s, Thiophen-H); 4.96 (2H, s, CH2-7-Ring); 4.35 (1H, m, X-part of ABX-System, OCH); 4.08, 3,63 (2H, m, AB-part of ABX-System, OCH2); 3.02 (2H, d, J = 7 Hz, CH2-Thiophen); 2.72 (3H, s, CH3-Triazozol); 1.43, 1.37 (6H, 2 s, C(CH3)2).
Beispiel 82
1H-NMR (CDCl3); δ 7.11-7.71 (4H, m. aryl-H; 6,46 (1H, s, Thiophen-H); 4.88 (2H, s, CH2-7-Ring; 4.10 (2H, s. breit, 2 OH) 3.33-4.07 (3H, m, ABX-System, OCH2-CH-O); 2.92 (2H, d, J = 5 Hz, CH2-Thiophen); 2.65 (3H, s, CH3-Triazol).
Beispiel 83b
1H-NMR (CDCl3): δ 7,03-7,62 (9H, m, Aryl-H); 6,46 (1H, s, (Thiophen-H), 5.00, 4,87 (2H, AB-System, JAB = 15 Hz, CH2-Ring); 4,10 (2H, m, OCH2); 2,93 (3H, s, CH3SO2); 2,70 (3H, s, CH3 Triazol); 2,81 (4H, m, CH2 Aryl, CH2 Thiophen); 2,35 (1H, m, -CH-).
Beispiel 83d
1H-NMR (CDCl3): δ 6,67-7,60 (9H, m, Aryl-H); 6,42 (1H, s, Thiophen-H); 4,91 (2H, s, CH2-7-Ring); 3,98 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 2,98 (2H t, J = 6 Hz, CH2-Thiophen); 2,65 (3H, s, CH3-Triazol); 2,11 (2H, m, =CH2CH2-).
Beispiel 83e
1H-NMR (CDCl3): δ 7,27-7,58 (4H, m, Aryl-H); 6,41 (1H, s, Thiophen-H); 4,95 (2H, s, CH2-7-Ring); 3,39 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 3,31 (3H, s, OCH3); 2,87 (2H, t, J = 6 Hz, CH2-Thiophen); 2,71 (3H, s, CH3-Triazol); 1,90 (2H, m, OCH2CH2).
Beispiel 83f
1H-NMR (CDCl3): δ 8,31 (1H, s, breit, NH); 6,95-7.70 (9H, m, Aryl-Indolyl-H); 6,32 (1H, s, Thiophen-H); 4,90 (2H, s, CH2-7-Ring); 2,95 (4H, s, NHCH2CH2); 2,66 (3H, s, CH3-Triazol); 2,52-2,92 (4H, m, NHCH2, CH2-Thiophen); 1,82 (2H, m, NH-CH2CH2).
Beispiel 83g
1H-NMR (CDCl3): δ 6,25 (2H, s, 2-Aryl-H); 6,78 (1H, s, Thiophen-H); 4,85 (2H, s, CH2-7-Ring); 4,16 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 3,86; 3,89 (9H, 2s, OCH3); 2,95 (2H, t, J = 6 Hz, CH2-Thiophen); 2,72 (3H, s, CH3-Triazol); 2,07 (3H, s, CH3-C=O); 2,06 (2H, m, OCH2CH2-).
In der Tabelle 10 sind die NMR-Spektren ausgewählter Zwischenverbindungen aufgeführt.
Beispiel 98
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,15-7,59 (4H, m, Aryl-H); 6,14 (1H, s, Thiophen-H); 5,60 (s, 1H, CH-N), 4,14 (s, 2H, CH2-7-Ring), 3,67 (t, J = 7 Hz, 2H, OCH2), 2,80 (t, J = 7 Hz, 2H, CH2-Thiophen), 2,70 (s, 3H, CH3 Triazol), 1,58-2,24 (m, 4H, OCH2CH2, NH, OH).
Beispiel 99
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,16-7,58 (m, 4H, Aryl-H), 6,14 (s, 1H, Thiophen-H), 5,61 (s, 1H, CH-N), 4,14 (s, 2H, CH2-7-Ring), 4,08 (t, J = 7 Hz, OCH2), 2,80 (t, J = 7 Hz, 2H, CH2-Thiophen), 2,71 (s, 3H, CH3-Triazol), 2,14 (s, breit, 1H, NH), 2,03 (s, 3H, CH3CO), 1,96 (m, 2H, OCH2CH2).
Beispiel 100
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,00-7,52 (m, 4H, Aryl-H,), 7,07 (s, 1H, Thiophen-H), 6,56 (s, 1H, CH-N), 4,93/4,70 (AB-System, J AB =15 Hz, 2H, CH2-7-Ring), 4,12 (t, J = 6 Hz, 2H, OCH2), 2,87 (t, J = 6 Hz, 2H, Thiophen-CH2), 2,61 (s, 3H, CH3-Triazol), 2,28 (s, 3H, CH3CO N), 2,07 (s, 3H, CH3CO O), 1,98 (m, 2H, OCH2CH2).
Tabelle 10 Verbindung Nr. 1
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,29-7,54 (4H, m, Aryl-H); 7,10 (2H, s, breit, NH2); 6,17 (1H, s, Thiophen-H); 3,75 (4H, m, Morpholin-OCH2); 3,24 (4H, m, Morpholin-N-CH2); 3,06 (4H, s, SO2-CH2CH2).
Verbindung Nr. 3
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,33-7,78 (5H, m, Aryl-H); 6,97 (2H, s, breit, NH2); 6,56 (1H, s, Thiophen-H); 4,09 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 2,66 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,04 (3H, s, CH3C=O); 1,89 (2H, m, -O-CH2CH2-).
Verbindung Nr. 5
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,24-7,49 (4H, m, Aryl-H); 7,07 (2H, s, breit, NH2); 6,09 (1H, s, Thiophen-H); 4,05 (2H, t, J = 7 Hz, OCH2); 2,49 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,05 (3H, s, CH3C=O); 1,08-1,83 (10H, m, OCH2-(CH2)5).
Verbindung Nr. 5a
1H-NMR (CDCl3): δ 6,93 (s, 2H, Aryl-H); 6,64 (s, 1H, Thiophen-H); 3,91; 3,92 (2 s, 9H, 3 OCH3); 3.71 (t, J = 7 Hz, 2H, OCH2); 2.72 (t, J = 7 Hz, 2H, Thiophen-CH2; 1,85 (m, 2H, OCH2CH2); NH2 und OH stark verbreitert!
Verbindung 5b
1H-NMR (CDCl3): δ 6,89 (s, 2H, Aryl-H); 6,59 (s, 1H, Thiophen-H); 4.09 (t, J = 7 Hz, 2H, OCH2); 3,90; 3,89 (2s, 9H, 3-OCH3); 2,66 (t, J = 7 Hz, 2H, Thiophen-CH2); 2,03 (s, 3H, CH3C=O); 1,88 (m, 2H, OCH2-CH2); NH2 stark verbreitert!
Verbindung 5c
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,19-7,52 (m, 4H, Aryl-H), 7,07 (s, breit, 2H, NH2), 6,18 (s, 1H, Thiophen-H), 3,16- 3,96 (m, 3H, OCH2-CH), 2,67 (d, J = 6 Hz, CH2-Thiophen), 2,51 (d, J = 3 Hz, 1H, CHOH), 2,19 (t, J = 4 Hz, 1H, CH2OH).
Verbindung 5d
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 7,09-7,67 (m, 9H, Aryl-H), 6,97 (s, breit, 2H, NH2), 6,19 (t, J≦ωτ1 Hz, 1H, Thiophen-H), 5,93, 5,79 (2s, 1H, O-CH-O), 3,56-4,53 (m, 3H, OCH2CH), 2,88 (dd, J = 6 Hz, ≦ωτ1 Hz, 2H, Thiophen-CH2).
Verbindung Nr. 6
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 12,60 (1H, s, breit, NH); 7,24-7,61 (4H, m, Aryl-H); 6,53 (1H, s, Thiophen-H); 4,13 (2H, s, CH2Br); 3,68 (4H, m, Morpholin-OCH2); 3,23 (4H, m, Morpholin-N-CH2); 3,17 (4H, s, SO2CH2CH2-).
Verbindung Nr. 7
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 12,70 (1H, s, breit, NH); 7,34-7,62 (5H, m, Aryl-H); 6,84 (1H, s, Thiophen-H); 4,11 (2H, s, CH2Br); 4,11 (2H, t, J = 7 Hz, OCH2); 2,82 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2-); 2,04 (3H, s, CH3-C=O); 1,98 (2H, m, -OCH2CH2-).
Verbindung Nr. 8
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 12,66 (1H, s, breit, NH); 7,33-7,61 (4H, m, Aryl-H); 6,46 (1H, s, Thiophen-H); 4,14 (2H, s, CH2Br); 4,08 (2H, t, J = 7 Hz, OCH2); 2,78 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,03 (3H, s, CH3C=O); 1,93 (2H, m, OCH2-CH2-).
Verbindung Nr. 9
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 12,64 (1H, s, breit, NH); 7,31-7,44 (4H, m, Aryl-H); 6,41 (1H, s, Thiophen-H); 4,14 (2H, s, CH2Br); 4,05 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 2,68 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,04 (3H, s, CH3C=O); 1,02-1,83 (10H, m, OCH2(CH2)5-).
Verbindung Nr. 9d
1H-NMR (CDCl3): δ 12,56 (1H, s, NH); 7,18-7,56 (4H, m, Aryl-H); 6,48 (1H, s, Thiophen H); 4,11 (2H, s, CH2Br); 3,45-4,47 (3H, m, OCH2-CHO); 2,90 (2H, d, J = 6 Hz, CH2-Thiophen); 1,40; 1,31 (6H, 2 s, 2 CH3).
Verbindung Nr. 11
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 13,10 (1H, s, breit, NH-C=O); 7,30-7,86 (5H, m, Aryl-H); 6,80 (1H, s, Thiophen-H); 4,11 (2H, t, J = 7 Hz, OCH2); 3,64 (2H, s, CH2C=O); 2,81 (2H, t, J = 7 Hz, Thiophen-CH2); 2,04 (3H, s, CH3C=O); 2,00 (2H, m, OCH2CH2-); 1,73 (2H, s, breit, NH2).
Verbindung Nr. 12
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 12,24 (1H, s, breit, NH); 7,25-7,56 (4H, m, Aryl-H); 6,41 (1H, s, Thiophen-H); 4,07 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 3,67 (2H, s, CH2C=O); 2,74 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,00 (3H, s, CH3C=O); 1,92 (2H, m, OCH2CH2-); 1,78 (2H, s, breit, NH2).
Verbindung Nr. 13
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 13,60 (1H, s, breit, NH); 7,16-7,54 (4H, m, Aryl-H); 6,38 (1H, s, Thiophen-H), 4,04 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 3,66 (2H, s, CH2-C=O); 2,65 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 1,87 (2H, s, breit, NH2); 2,04 (3H, s, CH3C=O); 1,23-1,72 (10H, m, OCH2-(CH2)5-).
Verbindung Nr. 14
1H-NMR (CDCl3) δ 9,29 (1H, s, breit, NH); 7,29-7,56 (4H, m, Aryl-H); 6,31 (1H, s, Thiophen-H); 4,48 (2H, s, 7-Ring-CH2); 3,75 (4H, m, Morpholin-OCH2);, 3,23 (4H, m, Morpholin-N-CH2); 3,14 (4H, s, -SO2-CH2-CH2).
Verbindung Nr. 17
1H-NMR (CDCl3) δ ppm 10,03 (1H, s, breit, NH); 7,17-7,56 (4H, m, Aryl-H); 6,16 (1H, s, Thiophen-H); 4,47 (2H, s, 7-Ring-CH2); 4,02 (2H, t, J = 6 Hz, OCH2); 2,62 (2H, t, J = 6 Hz, Thiophen-CH2); 2,02 (3H, s, CH3-C=O); 1,03-1,82 (10H, m, OCH2-(CH2)5).
Verbindung Nr. 17c
1H-NMR (CDCl3): δ 9.33 (1H, s, breit, NH); 7,18-7,56 (4H, m, Aryl-H); 6,25 (1H, s, Thiophen-H); 4,46 (2H, s, CH2-7-Ring); 3,45-4,37 (3H, m, OCH2-CH-O); 2,88 (2H, d, J = 6 Hz), CH2-Thiophen); 1,40; 1,32 (6H, 2 s, 2 CH3).
Verbindung Nr. 17d
1H-NMR (CD3OD/CDCl3 1 : 1): δ 7,42 (4H, s, Aryl-H); 6,29 (1H, s, Thiophen-H); 4,35 (2H, s, CH2-7-Ring); 3,53-3,87 (1H, m, CH-O); 3,45 (2H, d, J = 5 Hz, OCH2); 2,52 (2H, m, CH2-Thiophen); NH, OH, is the solvent blind peak.

Claims (17)

1. Thieno-1,4-diazepine der allgemeinen Formel worin
R1Wasserstoff, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls durch Hydroxy oder Halogen substituiert sein kann, eine Cyclopropylgruppe, eine verzweigte oder unverzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methoxy, Halogen, bevorzugt Chlor oder Brom; für n ≦λτ 0
R2 Halogen, Hydroxy, wobei R4 und R5, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl-, Alkenyl oder Alkinylgruppe mit 1-10 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxy oder durch einen C-verknüpften Heterocyclus substituiert sein kann, wobei die Kohlenstoffkette durch Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein kann,
eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonylgruppe mit 1-6 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiert durch Hydroxy oder Halogen, bevorzugt Chlor, oder substituiert durch eine gegebenenfalls ein- oder zweifach durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituierte Aminogruppe, wobei die Alkylgruppe durch Halogen oder Hydroxy substituiert sein kann,
eine gegebenenfalls substituierte Arylcarbonylgruppe, bevorzugt Phenylcarbonyl, eine gegebenenfalls substituierte Arylsulfonylgruppe, bevorzugt Phenylsulfonyl oder Tolylsulfonyl, eine Alkylsulfonylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, oder
R4 und R5 bilden zusammen mit dem Stickstoffatom einen gesättigten oder ungesättigten gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom gegebenenfalls durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert sein kann; R2 eine Arylsulfonyloxygruppe, bevorzugt Tolylsulfonyloxy oder Phenylsulfonyloxy, gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituiert; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkylsulfonyloxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; R2 eine Arylcarbonyloxygruppe, bevorzugt Phenylcarbonyloxy, gegebenenfalls ein oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituiert; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonyloxygruppe mit 1 bis 12, bevorzugt 1 bis 8, Kohlenstoffatomen, wobei die Alkylkette durch Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein kann; wobei R6 eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls durch Halogen substituiert, eine gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierte Arylgruppe,
R7 Wasserstoff oder eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; wobei R8 und R9, die gleich oder verschieden sein können, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
oder R8 und R9 zusammen mit dem Stickstoffatom einen gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom durch eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert ist; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; eine Aryloxygruppe, bevorzugt Phenyloxy oder substituiertes Phenyloxy; R2 einen Imidorest; Dioxolan; substituiertes Dioxolan; für n größer gleich 0
R2 -CH=O; -COOH; Cyano; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkoxycarbonylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, mit der Maßgabe, daß wenn R′ Wasserstoff,
R3 o-Chlorphenyl,
X und Y beide Stickstoff
R2Z n nicht Methoxycarbonylethyl sein kann; R2 eine Aryloxycarbonylgruppe, bevorzugt Phenyloxycarbonyl; R2 einen Rest der allgemeinen Formel worin R10 und R11, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, Phenyl, substituiertes Phenyl, eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxy, Nitro, Amino, substituiertes Amino oder im Fall von R10 = Wasserstoff oder Alkyl und Y = C-R1 oder Y Stickstoff und X C-Alkyl, R11 durch eine Esterfunktion oder ein Säureamid der allgemeinen Formel worin R′10 und R′11 dieselbe Bedeutung wie R10 und R11, jedoch mit Ausnahme eines Säureamids haben, substituiert sein kann,
R10 oder R11 ein gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigtes oder unverzweigtes Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierter, gesättigter oder ungesättigter über ein Kohlenstoffatom gebundener 5-, 6- oder 7-gliedriger heterocyclischer Ring,
R10 und R11 zusammen mit dem Stickstoffatom einen gesättigten oder ungesättigten gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert sein kann, mit der Maßgabe, daß wenn X, Y beide Stickstoff, R′ Wasserstoff, Z eine unverzweigte Alkylkette mit n Kohlenstoffatomen und
  • a) R3 = o-Chlorphenyl und
    R1 = Methyl und n = 0, 1, 2, 3 oder 4
    NR10R11 nicht Morpholino,
    oder
    n = 0 oder 1
    NR10R11 nicht Amino,
    oder
    n = 2
    NR10R11 nicht Diethylamino, Methylamino, Isopropylamino, Dimethylamino, Cyclopropylamino, Piperidino, Pyrrolidino, Cyclohexylamino, N′-Methylpiperazino, Amino, Di(hydroxyethylamino) oder Hydroxyethylamino,
    oder
  • b) R3 = o-Chlorphenyl
    und
    R1 = Chlormethyl, Brommethyl, Propyloxy, Wasserstoff, Methoxy, Brom oder Cyclopropyl,
    und
    n = 2
    NR10R11 nicht Morpholino,
    oder
  • c) R3 = o-Chlorphenyl
    und R1 = Cyclopropyl
    und
    n = 2
    NR10R11 nicht Diethylamino,
    oder
    n = 8
    NR10R11 nicht Morpholino
    oder
  • d) R3 = Phenyl,
    R1 = Methyl,
    n = 2
    NR10R11 nicht Morpholino
  • e) R3 = 2-Nitrophenyl, 2-Methylphenyl,
    2-Trifluormethyl,
    R1 = Methyl
    n = 2
    NR10R11 nicht Morpholino,
  • f) R3 = 2-Chlorphenyl,
    R1 = Methoxy
    n = 2
    NR10R11 nicht Diethylamino, Piperidino,
  • g) R3 = 2-Chlorphenyl,
    R1 = Methoxy,
    n = 2,
    NR10R11 nicht N′-Methylpiperazino
bedeutet;
R2 einen Rest der allgemeinen Formel worin
B Sauerstoff, Schwefel NH oder NC1-C6-Alkyl D den Rest (C Re Rf)n, wobei n 0 bis 3 sein kann, Ra Wasserstoff, gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Aminogruppe substituiertes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, C1 bis C4 Alkoxycarbonyl, Dialkylaminocarbonyl,
Rb, Rc, Rd, Re, Rf Wasserstoff, gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Aminogruppe substituiertes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, oder Phenyl; R3 Phenyl, wobei der Phenylring ein- oder mehrfach, bevorzugt in 2-Stellung, durch Methyl, bevorzugt Halogen, besonders bevorzugt Chlor oder Brom, Nitro, Alkoxy, bevorzugt Methoxy und/oder Trifluormethyl substituiert sein kann, Pyridyl; R° Wasserstoff, eine Alkyl- oder eine Acylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Acetyl; R′ Wasserstoff, Phenyl, substituiertes Phenyl oder eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl; X,Y unabhängig voneinander C-R1 oder N, aber nicht gleichzeitig beide C-R1,
oder Y die Gruppe C-COOR*, mit R* = Alkyl oder Wasserstoff und X = Stickstoff; Z eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit n-Kohlenstoffatomen, wobei Z gegebenenfalls zusätzlich durch Aryl bevorzugt Phenyl, substituiertes Phenyl oder 2-fach durch R2 substituiert sein kann, wobei R2 gleich oder verschieden sein kann; und
n eine der Zahlen 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 bedeuten können,
in Form ihrer Racemate, ihrer Enantiomeren, ihrer Diasteromere und ihrer Gemische; jeweils als freie Basen oder ihre physiologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
2. Verbindungen der allgemeinen Formel Ia oder Ib nach Anspruch 1, worin
R1Methyl, Ethyl, Methoxy, Ethoxy oder Halogen, bevorzugt Chlor oder Brom; R2 Chlor, Brom, Jod, Hydroxy, worin R4 und R5, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6, besonders bevorzugt 1 bis 4, Kohlenstoffatomen, wobei die Kohlenstoffkette durch Stickstoff unterbrochen sein kann, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiert durch eine Dimethylaminogruppe, eine Phenylcarbonylgruppe,
im Fall von R5 = Wasserstoff eine gegebenenfalls durch Acylamino, besonders bevorzugt Acetylamino, Amino, Alkylamino- oder Dialkylamino substituierte Phenylsulfonylgruppe, oder
R4 und R5 bilden zusammen mit dem Stickstoffatom einen Piperidin-, Pyrrolidin-, N′-Methylpiperazin-, einen gegebenenfalls dimethylsubstituierten Morpholinring, einen Pyrrol-, Pyrazol-, Imidazol- oder Triazolring;
R2 -CH=O, COOH;
ein gegebenenfalls durch Methyl ein- oder mehrfach substituiertes Δ2-Imidazolin, -Oxazolin, -Thiazolin; eine Tolylsulfonyloxygruppe; eine Methylsulfonyloxygruppe;
eine Phenylcarbonyloxygruppe;
eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonyloxygruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen; eine Methoxy- oder Ethoxycarbonylgruppe; wobei R6 eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R7 Wasserstoff oder eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; wobei R8 und R9, die gleich oder verschieden sein können, eine Methyl-, Ethyl-, Propyl- oder Isopropylgruppe oder R8 und R9 zusammen mit dem Stickstoffatom einen N′-Methylpiperazin- oder Morpholinring; R3 Phenyl, wobei der Phenylring, bevorzugt in 2-Stellung durch H Halogen, bevorzugt Chlor, substituiert sein kann; R° Wasserstoff, Methyl, Acetyl; R′ Wasserstoff; X,Y unabhängig voneinander C-R1 oder N, aber nicht gleichzeitig beide C-R1, (R1 bevorzugt Wasserstoff),
oder Y die Gruppe C-COOR*, mit R* = Alkyl oder Wasserstoff und X = Stickstoff; Z wie zuvor definiert, bevorzugt -(CH2) n -, gegebenenfalls substituiert durch Phenyl oder 2-fach durch R2, wobei R2 auch verschieden sein kann oder -CH2-CHR2-CH2-R2, CH2-CHR2R2 -CH2CHR2-CH2-C6H5;
und n eine der Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 bedeuten können sowie gegebenenfalls ihre physiologisch unbedenklichen Säureadditionssalze.
3) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia nach Anspruch 1 oder 2, worin R2 wie zuvor definiert und R1 Methyl oder Methoxy, R3 o-Chlorphenyl, R′ Wasserstoff, X, Y beide Stickstoff oder X C-H und Y Stickstoff, Z -(CH2) n -, n die Zahlen 2, 3 oder 7 bedeuten.
4) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel Ia nach Anspruch 1, 2 oder 3,
worin R1, R3, R′, Z, X, Y und n wie zuvor definiert, R2 - COOR*, mit R* = Alkyl, oder R2 Hydroxy, Alkylcarbonyloxy, Alkoxycarbonyl, Aryloxycarbonyl, Dioxolan, substituiertes Dioxolan oder R8R9NSO2 - bedeuten kann,
dadurch gekennzeichnet, daß man eine entsprechende Verbindung der allgemeinen Formel
  • A) für den Fall, daß X und Y Stickstoff bedeutet
    • a) mit einem Säurehydrazid der allgemeinen Formel R1-CONHNH2umsetzt.
    • b) oder aber mit Hydrazin in eine Verbindung der allgemeinen Formel überführt und anschließend mit einen Säurehalogenid der allgemeinen Formel R1-CO-Haloder mit einem Orthoester der allgemeinen FormelR1 - C (OR′)3worin R′ eine niedere Alkylgruppe bedeutet, umsetzt, oder
  • B) für den Fall daß X C-H und Y Stickstoff
    • a) mit einem Aminoalkin der allgemeinen Formel R11 - C≡C - CH2-NH2worin R11 Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe bedeutet oder aber
    • b) mit einem α-Aminoaldehyd-alkylacetal oder α-Aminoketon-alkylketal der allgemeinen Formel H2NCH2-CR1(OR′)2worin R1 eine niedere Alkylgruppe oder eine Cyclopropylgruppe bedeutet, umsetzt;
  • C) für den Fall, daß X Stickstoff und Y C-H man eine Verbindung der allgemeinen Formel Rx = niederes Alkyl
    decarboxyliert.
    und gegebenenfalls in ihre unbedenklichen Säureadditionssalze überführt.
5. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel worin
R1 Wasserstoff, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls durch Hydroxy oder Halogen substituiert sein kann, eine Cyclopropylgruppe, eine verzweigte oder unverzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methoxy, Halogen, bevorzugt Chlor oder Brom; für n ≦λτ 0
R2 Halogen, Hydroxy, wobei R4 und R5, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl-, Alkenyl oder Alkinylgruppe mit 1-10 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxy oder durch einen C-verknüpften Heterocyclus substituiert sein kann, wobei die Kohlenstoffkette durch Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein kann,
eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonylgruppe mit 1-6 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls substituiert durch Hydroxy oder Halogen, bevorzugt Chlor, oder substituiert durch eine gegebenenfalls ein- oder zweifach durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen substituierte Aminogruppe, wobei die Alkylgruppe durch Halogen oder Hydroxy substituiert sein kann,
eine gegebenenfalls substituierte Arylcarbonylgruppe, bevorzugt Phenylcarbonyl, eine gegebenenfalls substituierte Arylsulfonylgruppe, bevorzugt Phenylsulfonyl oder Tolylsulfonyl, eine Alkylsulfonylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, oder
R4 und R5 bilden zusammen mit dem Stickstoffatom einen gesättigten oder ungesättigten gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom gegebenenfalls durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert sein kann; R2 eine Arylsulfonyloxygruppe, bevorzugt Tolylsulfonyloxy oder Phenylsulfonyloxy, gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituiert; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkylsulfonyloxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; R2 eine Arylcarbonyloxygruppe, bevorzugt Phenylcarbonyloxy, gegebenenfalls ein oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituiert; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkylcarbonyloxygruppe mit 1 bis 12, bevorzugt 1 bis 8, Kohlenstoffatomen, wobei die Alkylkette durch Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein kann; wobei R6 eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, gegebenenfalls durch Halogen substituiert, eine gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkyl- und/oder Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierte Arylgruppe,
R7 Wasserstoff oder eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; wobei R8 und R9, die gleich oder verschieden sein können, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
oder R8 und R9 zusammen mit dem Stickstoffatom einen gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom durch eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert ist; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen; eine Aryloxygruppe, bevorzugt Phenyloxy oder substituiertes Phenyloxy; R2 einen Imidorest; Dioxolan, substituiertes Dioxolan; für n größer gleich 0
R2 -CH=0; -COOH; Cyano; R2 eine verzweigte oder unverzweigte Alkoxycarbonylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, mit der Maßgabe, daß wenn R′ Wasserstoff,
R3 o-Chlorphenyl,
X und Y beide Stickstoff
R2Z n nicht Methoxycarbonylethyl sein kann; R2 eine Aryloxycarbonylgruppe, bevorzugt Phenyloxycarbonyl; R2 einen Rest der allgemeinen Formel worin R10 und R11, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff, Phenyl, substituiertes Phenyl, eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, die gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxy, Nitro, Amino, substituiertes Amino oder im Fall von R10 = Wasserstoff oder Alkyl und Y = C-R1 oder Y Stickstoff und X C-Alkyl, R11 durch eine Esterfunktion oder ein Säureamid der allgemeinen Formel worin R′10 und R′11 dieselbe Bedeutung wie R10 und R11, jedoch mit Ausnahme eines Säureamids haben, substituiert sein kann,
R10 oder R11 ein gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigtes oder unverzweigtes Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierter, gesättigter oder ungesättigter über ein Kohlenstoffatom gebundener 5-, 6- oder 7-gliedriger heterocyclischer Ring,
R10 und R11 zusammen mit dem Stickstoffatom einen gesättigten oder ungesättigten gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert sein kann, mit der Maßgabe, daß wenn X, Y beide Stickstoff, R′ Wasserstoff, Z eine unverzweigte Alkylkette mit n Kohlenstoffatomen und
  • a) R3 = o-Chlorphenyl und
    R1 = Methyl und n = 0, 1, 2, 3 oder 4
    NR10R11 nicht Morpholino,
    oder
    n = 0 oder 1
    NR10R11 nicht Amino,
    oder
    n = 2
    NR10R11 nicht Diethylamino, Methylamino, I sopropylamino, Dimethylamino, Cyclopropylamino, Piperidino, Pyrrolidino, Cyclohexylamino, N′-Methylpiperazino, Amino, Di(hydroxyethylamino) oder Hydroxyethylamino,
    oder
  • b) R3 = o-Chlorphenyl
    und
    R1 = Chlormethyl, Brommethyl, Propyloxy, Wasserstoff, Methoxy, Brom oder Cyclopropyl,
    und
    n = 2
    NR10R11 nicht Morpholino,
    oder
  • c) R3 = o-Chlorphenyl
    und R1 = Cyclopropyl
    und
    n = 2
    NR10R11 nicht Diethylamino,
    oder
    n = 8
    NR10R11 nicht Morpholino
    oder
  • d) R3 = Phenyl,
    R1 = Methyl,
    n = 2
    NR10R11 nicht Morpholino
  • e) R3 = 2-Nitrophenyl, 2-Methylphenyl, 2-Trifluormethyl,
    R1 = Methyl
    n = 2
    NR10R11 nicht Morpholino,
  • f) R3 = 2-Chlorphenyl,
    R1 = Methoxy
    n = 2
    NR10R11 nicht Diethylamino, Piperidino,
  • g) R3 = 2-Chlorphenyl,
    R1 = Methoxy,
    n = 2,
    NR10R11 nicht N′-Methylpiperazino
bedeutet;
R2 einen Rest der allgemeinen Formel worin
B Sauerstoff, Schwefel, NH oder NC1-C6-Alkyl D den Rest (C Re Rf)n, wobei n 0 bis 3 sein kann, Ra Wasserstoff, gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Aminogruppe substituiertes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, C1 bis C4 Alkoxycarbonyl, Dialkylaminocarbonyl,
Rb, Rc, Rd, Re, Rf Wasserstoff, gegebenenfalls durch eine Hydroxy- oder Aminogruppe substituiertes Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, oder Phenyl; R3 Phenyl, wobei der Phenylring ein- oder mehrfach, bevorzugt in 2-Stellung, durch Methyl, bevorzugt Halogen, besonders bevorzugt Chlor oder Brom, Nitro, Alkoxy, bevorzugt Methoxy und/oder Trifluormethyl substituiert sein kann, Pyridyl; R° Wasserstoff, Alkyl oder eine Alkylgruppe, bevorzugt Acetyl; R′ Wasserstoff, Phenyl, substituiertes Phenyl oder eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl; X,Y unabhängig voneinander C-R1 oder N, aber nicht gleichzeitig beide C-R1,
oder Y die Gruppe C-COOR*, mit R* = Alkyl oder Wasserstoff und X = Stickstoff; Z eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit n-Kohlenstoffatomen, wobei Z gegebenenfalls zusätzlich durch Aryl bevorzugt Phenyl, substituiertes Phenyl oder 2-fach durch R2 substituiert sein kann, wobei R2 gleich oder verschieden sein kann; und
n eine der Zahlen 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 bedeuten können,
in Form ihrer Racemate, ihrer Enantiomeren, ihrer Diasteromere und ihrer Gemische; jeweils als freie Basen oder ihre physiologisch unbedenklichen Säureadditionssalze,
dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsverbindung eine Verbindung der allgemeinen Formel I worin R1 = Wasserstoff, Alkyl, Cycloalkyl;
Z, X, Y, R′, n und R3 wie zuvor definiert und R eine niedere Alkylgruppe ist,
wie folgt umsetzt:
  • 1) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2=COOHerhält man durch Verseifen von Verbindungen der Formel I;
  • 2) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2=R10R11 NCO-erhält man durch Umsetzung von Ia mitR2=COOHmit einem Amin der FormelHNR10R11beispielsweise in Gegenwart von Sulfonyldiimidazol oder Carbonyldiimidazol;
  • 3) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2=OHerhält man durch selektive Reduktion von I, z. B. mit Lithiumalanat oder Natriumborhydrid; oder durch Hydrolyse einer Verbindung der allgemeinen Formel Ia, worin R2 einen Alkylcarbonyloxyrest bedeutet;
  • 4) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2=R6NH-COO-, R6NHCONR7-erhält man durch Reaktion des Alkohols, z. B. hergestellt nach 3) oder Amins R2 = NHR7, z. B. hergestellt nach 7), mit einem Isocyanat der allgemeinen FormelR6-N=C=O;
  • 5) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2=Alkyl- bzw. Arylcarbonyloxyerhält man durch Reaktion des Alkohols, z. B. hergestellt nach 3), mit einem Säureäquivalent einer Carbonsäure der FormelR-COOH,worin R ein Arylrest oder ein verzweigter oder ein unverzweigter Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, wobei die Kohlenstoffkette durch Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel unterbrochen sein kann; bedeutet;
  • 6) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2= -Alkylsulfonyloxy oder Arylsulfonyloxyerhält man durch Reaktion des Alkohols z. B. hergestellt nach 3), mit einem Alkyl- oder Arylsulfonylhalogenid unter Zusatz eines säurebindenden Mittels;
  • 7) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2=NR4R5oder einem Imidorest
    erhält man durch Reaktion des Mesylats, z. B. hergestellt nach 6), mit einem Amin der FormelHNR4R5oder einem Imid;
  • 8) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2=NH2erhält man beispielsweise durch Spaltung des Phthalimids oder aus den entsprechenden Isocyanaten, R2 = N=C=O durch Hydrolyse;
  • 9) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2 = NR4R5mit R4 oder R5 Alkyl- oder Arylcarbonyl
    erhält man durch Reaktion eines primären oder sekundären Amins, z. B. hergestellt nach 7) bzw. 8), mit einem Carbonsäurequivalent abgeleitet von einer Carbonsäure der Formel
  • 10) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2 = Formylerhält man durch Oxidation des Alkohols, z. B. hergestellt nach 3), unter Verkürzung der Kette von n auf n-1;
  • 11) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia worin
    R2 ein Rest der allgemeinen Formel bedeutet,
    erhält man durch Reaktion einer Verbindung der allgemeinen Formel Ia mit R2 = COOHmit einem Amin der allgemeinen Formel worin R a , R b , R c , R d , D und B die zuvor genannte Bedeutung aufweist,
    in Gegenwart von Triphenylphosphin, CCl4 und einer Base;
  • 11a) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, worin R2 ein gegebenenfalls substituierter Thiazolinrest ist, erhält man aus den entsprechenden Oxazolinen, z. B. hergestellt nach 11) durch Schwefelung, z. B. mit Phosphorpentasulfid oder Lawesson-ReagenzR.
  • 12) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit worin R2 = CNerhält man durch Reaktion von Verbindungen der allgemeinen Formel Ia
    worinR2=CONH2bedeutet, mit Phosphoroxychlorid;
  • 13) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia
    worin R2 = ein gegebenenfalls durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen substituiertes 2-Imidazolin ist,
    erhält man durch Reaktion von Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2=CN
    • a) mit ethanolischer HCl,
    • b) Umsetzen des entstandenen Imidoethylesters mit einen gegebenenfalls durch verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen substituiertem Ethylendiamin,
    • c) gegebenenfalls erfolgt die Alkylierung der freien N-H Funktion mit bekannten Alkylierungsmitteln;
  • 14) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit R2 einem Aryloxy- oder Alkyloxyrest erhält man beispielsweise durch Reaktion des Mesylats, z. B. hergestellt nach 6), mit den entsprechenden Alkoholaten;
  • 15) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia,
    worin R2 = Alkyl- oder Aryloxycarbonyl bedeutet, erhält man beispielsweise durch Umsetzung von einem Säurequivalent von I, R2 COOH, mit den entsprechenden Alkoholen;
  • 16) Verbindungen der allgemeinen Formel Ia mit
    mit R2 = Halogen,
    erhält man durch Reaktion des Tosylats, z. B. hergestellt nach 6), mit einem Halogenierungsmittel;
anschließend gewünschtenfalls die erhaltenen Verbindungen Ia
mit R1=Wasserstoff
in Gegenwart einer Base mit einem
Halogenierungsmittel, wie z. B. mit Chlor oder Brom, zu einer Verbindung der allgemeinen Formel Ia mit R1 Halogen, wie z. B. Chlor oder Brom umsetzt;
anschließend gewünschtenfalls die Halogenverbindung in eine Verbindung der allgemeinen Formel Ia mit R1=Alkoxy mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen durch Reaktion mit dem entsprechenden Alkoholat überführt; anschließend gewünschtenfalls eine Verbindung der allgemeinen Formel Ia selektiv zu einer Verbindung der allgemeinen Formel Ib mit Ro = Wasserstoff reduziert und anschließend gewünschtenfalls alkyliert oder acyliert;
und gegebenfalls die so erhaltenen Verbindungen Ia oder Ib in ihre unbedenklichen Säureadditionssalze überführt.
6) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel Ia nach Anspruch 4, worin R1 Halogen bzw. Alkoxy ist, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel Ia mit R1 Wasserstoff
  • a) mit einem Halogenierungsmittel, wie z. B. Chlor oder Brom halogeniert
    und anschließend gewünschtenfalls
  • b) die Halogenverbindung mit dem entsprechendem Alkoholat umsetzt
und gegebenenfalls in ihr unbedenkliches Säureadditionssalz überführt.
7) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel Ib nach Anspruch 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel Ia selektiv reduziert und gewünschtenfalls die erhaltene Verbindung Ib worin Ro Wasserstoff bedeutet, alkyliert oder acyliert und gegebenfalls in ihre pharmakologisch unbedenklichen Säureadditionssalze überführt.
8) Pharmazeutische Präparate, enthaltend als Wirkstoffe Verbindungen der allgemeinen Formel Ia oder Ib in Kombination mit üblichen Hilfs- und/oder Trägerstoffen.
9) Verfahren zur Herstellung von pharmazeutischen Präparaten nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel Ia oder Ib mit üblichen galenischen Hilfs- und/oder Trägerstoffen zu üblichen pharmazeutischen Anwendungsformen verarbeitet.
10) Verbindung der allgemeinen Formel Ia oder Ib gemäß Anspruch 1, 2 oder 3 zur Verwendung für die Herstellung von Arzneimitteln mit PAF-antagonistischer Wirkung.
11) Methode zur Behandlung pathologischer Zustände und Krankheiten, an denen PAF (Plättchen Aktivierender Faktor) beteiligt ist, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel Ia oder Ib verwendet.
12) Verfahren zur Herstellung von Arzneimitteln, enthaltend Verbindungen der allgemeinen Formel Ia oder Ib gemäß einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, zur Behandlung von Krankheiten an denen PAF beteiligt ist.
13) Als neue Zwischenverbindungen Thieno-diazepinthione der allgemeinen Formel worin
R′ Wasserstoff, Phenyl, substituiertes Phenyl oder eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl; R3 Phenyl, wobei der Phenylring ein- oder mehrfach, bevorzugt in 2-Stellung, durch Methyl, bevorzugt Halogen, besonders bevorzugt Chlor oder Brom, Nitro, Alkoxy, bevorzugt Methyl und/oder Trifluormethyl substituiert sein kann, Pyridyl; Z eine verzweigte oder unverzweigte Alkyl- oder Alkenylgruppe mit n-Kohlenstoffatomen, wobei Z gegebenenfalls zusätzlich durch Aryl bevorzugt Phenyl, substituiertes Phenyl oder 2-fach durch R2 substituiert sein kann, wobei R2 gleich oder verschieden sein kann; n eine der Zahlen 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 R2 Hydroxy, Alkylcarbonyloxy, Dioxolan, substituiertes Dioxolan oder wobei R8 und R9, die gleich oder verschieden sein können, eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
oder R8 und R9 zusammen mit dem Stickstoffatom einen gegebenenfalls ein- oder mehrfach durch eine verzweigte oder unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituierten 5-, 6- oder 7-Ring, der als weitere Heteroatome Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel enthalten kann, wobei jedes weitere Stickstoffatom durch eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, bevorzugt Methyl, substituiert ist; oder
   wenn R′ ≠ Wasserstoff
   R2 auch Alkoxycarbonyl bedeuten können.
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