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DE3750769T2 - Methode zum Vorbereiten von Samen. - Google Patents

Methode zum Vorbereiten von Samen.

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Publication number
DE3750769T2
DE3750769T2 DE3750769T DE3750769T DE3750769T2 DE 3750769 T2 DE3750769 T2 DE 3750769T2 DE 3750769 T DE3750769 T DE 3750769T DE 3750769 T DE3750769 T DE 3750769T DE 3750769 T2 DE3750769 T2 DE 3750769T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
seed
water
chamber
drum
germination
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE3750769T
Other languages
English (en)
Other versions
DE3750769D1 (de
Inventor
Hugh Robert Rowse
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BTG International Ltd
Original Assignee
British Technology Group Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Family has litigation
First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=25672025&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE3750769(T2) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Priority claimed from GB868618057A external-priority patent/GB8618057D0/en
Application filed by British Technology Group Ltd filed Critical British Technology Group Ltd
Publication of DE3750769D1 publication Critical patent/DE3750769D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3750769T2 publication Critical patent/DE3750769T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C1/00Apparatus, or methods of use thereof, for testing or treating seed, roots, or the like, prior to sowing or planting
    • A01C1/02Germinating apparatus; Determining germination capacity of seeds or the like

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physiology (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Saatgutverbesserung, mit dem das Aufkeimen schneller und gleichmäßiger nach der Saat im Feld oder im Gewächshaus erfolgt, und auf Saatgutbehandlungsverfahren zum Beispiel mit Pilzschutzmittel.
  • Verfahren zum Beschleunigen des Saatgutaufkeimens sind seit einigen Jahren bekannt. Teilhydration des Saatgutes, dem ein Zurücktrocknen auf den ursprünglichen Feuchtigkeitsgehalt folgt, beinhalten die Verfahren, die manchmal als "Saatgutvergütung" bezeichnet werden, wobei diese üblicherweise einige Befeuchtungs- und Trocknungszyklen des Saatgutes beinhalten. Saatgutverbesserung kann durch Teilhydration des Saatgutes mittels Kontakt mit osmotischen Lösungen durchgeführt werden, wobei danach das Saatgut auf seinen ursprünglichen Wassergehalt zurückgetrocknet wird. Geringe Saatgutmengen können dadurch verbessert werden, däß sie auf mit osmotischer Lösung gesättigtem saugenden Papier angeordnet sind. Grundsätzlich kann Saatgut in weitem Umfang dadurch verbessert werden, daß es in belüfteter osmotischer Lösung versenkt wird, in der Praxis ist dies nur schwierig durchzuführen, da die osmotischen Lösungen dazu neigen, zähflüssig zu werden und zu schäumen, wenn sie belüftet werden.
  • Es wurde bisher kein Saatgutverbesserungsverfahren gefunden, das ausreichend zufriedenstellt, wenn es in der Menge ausgeführt wird, und das ausreichend steuerbar, reproduzierbar und in der Praxis in großem Umfang wirksam ist.
  • Die Erfindung sieht nunmehr ein Verfahren zur Saatgutverbesserung vor, däß das Einfüllen von Saatgut in eine Saatgutbehandlungskammer, um diese Kammer teilweise zu füllen, Halten des Saatgutes in der Kammer in einem Umwälz-Bewegungszustand, Frei setzen von Wasser in der Kammer mit gesteuerter Rate, Inberührungbringen des Saatgutes mit dem in flüssiger Form vorliegenden Wasser, um das Saatgut zu hydrieren, gleichmäßiges Verteilen des in flüssiger Form freigesetzten Wassers in dem Saatgut in der Kammer mittels der Umwälz-Bewegung, wobei die gesteuerte Rate so hoch ist, daß die Oberfläche des einzelnen Saatkornes ausreichend trocken bleibt, so daß das Saatgut frei fließend bleibt, während der Wassergehalt im Saatgut zunehmend und gleichmäßig zu einem bestimmten Maximalwert anwächst, und Inbewegunghalten des Saatgutes über einen Zeitraum, der zum Erzeugen einer Saatgutverbesserung ausreichend ist, vorsieht.
  • Vorzugsweise wird die Saatgutbehandlungskammer rotiert, um die Umwälz-Bewegung zu erzeugen. Das auf diese Weise erzeugte Umwälzen kann sehr leicht erhalten werden und führt weniger zum Beschädigen des Saatgutes als der Kontakt mit einem bewegenden Umwäizteil.
  • Die Saatgutbehandlungskammer weist vorzugsweise die Form eines horizontal angeordneten Zylinders auf, wobei die Rotation um dessen Horizontalachse erfolgt. Ein Abstreifelement kann vorgesehen sein, um Saatgut von der ansteigenden Wand einer solchen zylindrischen Kammer zu entfernen.
  • Das freigesetzte Wasser kann über einen Abschnitt der Kammerwand oberhalb des Niveaus des Saatgutes in der Kammer verteilt sein. Wenn der so erzeugte Wasserfilm durch das Saatgutbett in der Kammer tritt, wird das Saatgut von der Feuchtigkeitskammerwand aufgenommen, wodurch der Umwälzeffekt der Rotation verstärkt wird, und wodurch eine sehr gleichmäßige Zunahme der Wasseraufnahme durch das Saatgut ermöglicht ist.
  • Die Menge des in der Kammer freigesetzten Wassers wird vorzugsweise durch Wiegen der Kammer angezeigt, wobei die Gewichtsmessung vorzugsweise durchgeführt wird, um die Wasserfreisetzrate zu steuern.
  • Das Wasser kann mittels Dampf oder Wasserdunst freigesetzt werden und als dünner Film auf dem Kammerwandabschnitt kondensieren, um die verteilte flüssige Wasser vorzusehen. Dieses Verfahren kann so eingestellt sein, däß ein besonders feiner Wasserfilm, falls gewünscht, nicht mehr als ein Beschlagen an der Wand, auf der Kamrnerwand vorzusehen ist. Beispielsweise kann ein Verdampfer in Abhängigkeit von der Gewichtsmessung periodisch aktiviert und deakfiviert werden, um die Freisetzrate des Wassers als Dampf zu steuern.
  • Alternaüv kann Wasser als flüssiges Wasser direkt auf das Saatgut oder auf die Kammerwand gesprüht oder auf andere Weise freigesetzt werden. Das Wasser kann auf die Kammerwand oberhalb des Saatgutpegels in der Kammer z. B. aus einer Vielzahl von Leitungsöffnungen, die in die Kammerwand führen, freigesetzt werden.
  • Das Wasser kann an die Kammerwand gepumpt werden, und die freigesetzte Rate kann durch Steuern des Pumpbetriebs gesteuert werden.
  • Vorzugsweise besteht die Kammer aus Aluminium oder ist damit ausgelegt.
  • Vorzugsweise wird das der Bewegung folgende Erzielen des gewünschten maximalen Hydrationswertes durch Aufbewahren des Saatguts in einem teilgefüllten Speicherbehälter und durch Rotieren des Behälters um eine im wesentlichen horizontale Achse erhalten.
  • Die Umwälzbewegung kann über einen Zeitraum von mehreren Tagen gehalten werden.
  • In den meisten Fällen wird bevorzugt, däß die Bewegung über einen Zeitraum von zumindest einer Woche, z. B. zwei Wochen, gehalten wird. Das Saatgut kann dann rückgetrocknet oder gepflanzt werden.
  • Das Erhalten der Umwälzbewegung des Saatgutes, nachdem der Hydrationsprozess beendet ist, verhindert Wassergehaltsänderungen, die sich durch Verdunsten und Kondensieren ausbilden. Weiterhin wird dadurch das Wachsen fungizider Hyphen verhindert. Erfindungsgemäß beinhaltet das Verfahren zum Verbessern von Saatgut das Inberührungbringen des Saatgutes mit einer ausreichenden Menge Wasser, um den Wassergehalt darin auf einen gewünschten Pegel zu erhöhen, und, nachdem die benötigte Wassermenge aufgenommen wurde, Halten des Saatgutes in einer Umwälzbewegung über einen Zeitraum von einem oder mehreren, vorzugsweise mehreren, Tagen.
  • Das Saatgut kann in einem Behälter in Bewegung gehalten werden, der beispielsweise aus Glas oder Aluminium besteht oder mit Aluminium ausgelegt ist.
  • Die Erfindung beinhaltet ein Verfahren zum Verbessern von Saatgut, bei dem das Saatgut in einer Saatgutbehandlungskammer behandelt wird, in die Feuchtigkeit in gesteuerter Weise eingeführt wird, so däß sie mit dem Saatgut in flüssiger Form in Kontakt gerät, z. B. als Nebel oder Oberflächenfilm, aus dem das Saatgut Feuchtigkeit bis zu einer vorbestimmten Menge aufsaugt, aber frei beweglich bleibt. Mit diesem Verfahren wird von der Neigung von trockenem Saatgut Gebrauch gemacht, auf einen anfänglichen Kontakt mit Wasser hin Wasser schnell aufzunehmen, aber die Hydration bei einem Feuchtigkeitspegel zu beenden, der das vorzeitige Aufkeimen verhindert. Nach Beendigung kann das hydrierte Saatgut für eine gewiße Periode inkubiert werden, um Entwicklungsprozesse zur Bearbeitung des Saatgutes zuzulassen. Das Saatgut kann dann auf einen niedrigen Wassergehalt rückgetrocknet werden, um die Aufbewahrung zu erleichtern, oder es kann ohne Trocknen direkt ausgesät werden.
  • Angaben über "Wasser" sollen so betrachtet werden, däß sie Bezug auf wässrige Medien allgemein umfassen, z. B. Lösungen, die Fungizide oder andere aktive Materialien enthalten, und ebenfalls Bezug auf Wasserdampf, ebenso wie auf flüssiges Wasser nehmen.
  • Ein wichtiges Merkmal des gesteuerten Hydrationsvorganges der Erfindung ist der, däß der Kontakt einzelner Saatgutkörner mit wässrigem Flüssigkeitsmedium für eine begrenzte Dauer ist oder unterbrochen ist, und däß das Wasser ausreichend gleichmäßig verteilt ist, so däß das Saatgut örtlich nicht bis zu dem Punkt befeuchtet wird, däß es zusammenklumpt sondern freifließend bleibt. Das ist vorzugsweise durch die Anordnung mittels Relativbewegung zwischen einer Wasserschicht und dem zu behandelnden Saatgut erreicht, so däß das Saatgut in gewünschter Weise mit der Schicht oder dem Wasserfilm in Berührung und außer Berührung gerät. Somit wird das Wasser gleichmäßig auf das gleichmäßig bewegte Saatgut verteilt, das somit in einem frei fließenden Zustand verbleibt.
  • Das kann beispielsweise durch Anordnen des Saatgutes in einer horizontalen drehenden Trommel erreicht werden, die auf einer elektronischen Waage angeordnet ist, die mit einem Mikrocomputer so verbunden ist, däß der Feuchtigkeitsgehalt des Saatgutes kontinuierlich überwachbar ist. Wasser kann in die Trommel mittels einer Vorrichtung geführt werden, die winzige Dampfmengen freisetzt, die als dünner Film (Dunst) auf der inneren Oberfläche der Trommel kondensieren. Wenn die Trommel rotiert, wird der dünne Feuchtigkeitsfilm zum Saatgut in den Trommelboden herumgeführt. Der Effekt des Aufnehmens von Feuchtigkeit erfolgt dadurch, daß das Saatgut an der Trommel haftet und mit dem Bewegen der Oberfläche hochsteigt, bis es den Abstreifer erreicht, was dazu führt, däß es auf den Boden der Trommel zurückfallt und sich mit der Menge des Saatgutes in der Trommel vermischt. Die Rate der Dampf- oder Dunsterzeugung kann mittels eines Computers so gesteuert werden, däß der Wassergehalt des Saatgutes einem vorgegebenen Muster folgt.
  • Alternativ dazu kann die Bewegung des Saatguts in der Trommel überwacht werden, so daß die Hinzugabe überschüßigen Wassers verhindert ist. Auf diese Weise kann Wasser mit einer Rate zugeführt werden, bei der das Saatgut es besser, als einem vorgegebenen Muster folgend, aufnehmen kann, wobei die Wasserzugabe verlangsamt oder angehalten wird, falls das Saatgut beginnt, nicht mehr frei zu fließen.
  • Es ist ersichtlich, däß das Hinzufügen eines Regel-/ Steuersystems zur Vorrichtung zum Ausführen des erfindungsgemäßen Vorganges weitgehende Veränderungen der Durchführungsbedingungen, der Anfeuchtungs- und Trocknungszyklen und andere Parameter des Vorganges zuläßt, um in weitem Umfang den für viele Saatgutarten speziellen Anforderungen zu genügen. Das Laden des Saatgutes mit Wasser erfordert gemäß der Saatguttype verschiedene Strategien und andere Umstände. Beispielsweise ist ein kurzer Zyklus von etwa 24 Stunden für verschiedene Saatguttypen am besten geeignet. Weiterhin kann eine Trocknungsrate, die weder einer konstanten noch einer exponentiellen Rate oder einer anderen Trocknungskurve folgt, nötigenfalls programmiert werden.
  • Dem erfindungsgemäßen Vorgang kann gefolgt werden, um das Saatgut zu verbessern, das bis zu einem Punkt aufgesaugt hat, ab dem die weitere Zugabe von Wasser schnell zum Aufkeimen führen würde, an dem es aber ausreichend trocken ist, um frei zu fließen.
  • Die Erfindung umfäßt ebenfalls eine Saatgutverbesserungsvorrichtung, die eine Saatgutbehandlungskammer, eine Vorrichtung zum Erzeugen im Betrieb der Umwälzbewegung des Saatgutes in der verwendeten Kammer, Vorrichtungen zum Freisetzen von Wasser in der Kammer, um mit dem Saatgut darin bei der Verwendung in Kontakt zu gelangen, und eine Vorrichtung zum Steuern des Freisetzens, so däß im Betrieb Wasser durch das Saatgut so aufgesaugt wird, wie es frei gesetzt wird, umfäßt, wobei die Vorrichtung zum Freisetzen des Wassers in der Kammer und die Steuerungsvorrichtung für diese Rate so angeordnet und aufgebaut sind, däß im Betrieb das Wasser mit einer gesteuerten Rate freigesetzt wird, so däß das Saatgut nicht lokal feucht wird oder aufgrund der Anfeuchtung zusammenklumpt und so däß die Oberfläche der einzelnen Saatgutkörner ausreichend trocken bleibt, so däß das Saatgut frei fließend bleibt, während der Wassergehalt im Saatgut zunehmend und gleichmäßig bis zum einem Maximalwert ansteigt.
  • Vorzugsweise umfäßt die Vorrichtung zum Steuern der Wasserfreisetzrate eine Vorrichtung zum Wiegen der Kammer, wobei das Wasser in Form von Flüssigkeit gleichmäßig zumindest innerhalb einer Kontaktzone in der Kammer freigesetzt wird, um durch das Saatgut aufgesaugt zu werden.
  • Vorzugsweise umfäßt die Steuereinrichtung einen Computer, der mit der Wiegevorrichtung, die einen Ausganganschluß aufweist, verbunden ist, wobei der Computer einen Ausgangsanschluß aufweist, um mit der Vorrichtung zum Steuern des Freisetzens des Wassers in der Kammer zusammen zu wirken.
  • Die Vorrichtung zum Erzeugen der Umwälzbewegung umfäßt vorzugsweise eine Vorrichtung zum Drehen der Kammer um eine im wesentlichen horizontale Achse, und diese Vorrichtung zum Verteilen des freigesetzten Wassers umfäßt vorzugsweise eine Vorrichtung zum Bilden eines Wasserfilmes auf einem Bereich im Innern der Kammer.
  • Die Vorrichtung zum Freisetzen des Wassers kann einen Dampfgenerator und eine Dampffreisetzleitung umfassen, die auf eine Innenwand der Kammer gerichtet ist, oder kann eine Pumpe für die Verbindung mit einer Wasserquelle umfassen und eine Leitung von der Pumpe zum Behälterinneren, die zu deren Innenwand führt. Diese Leitungen können in der Nähe dieser Wand in einer Vielzahl feiner offener Röhrchen enden.
  • Der erfindungsgemäße Saatgutverbesserungsvorgang verhindert die Verwendung von überschüssigen Mengen von Anfeuchtungsflüssigkeit. In den meisten Anwendungen wird die Masse des zugeführten Wassers, das möglicherweise von einer Dampfphase herauskondensiert ist, im Saatgut aufgesaugt, das ein Minimum oder gar keinen Überschuß hinterläßt. Dieses erfindungsgemäße Merkmal weist den Vorteil auf, däß zusätzliche Substanzen, die für die Behandlung des Saatgutes benötigt werden, wie z. B. Fungizide, in besserem Mäße ökonomisch verwendet werden. Während der Behandlung führt das Aufsaugen des Wassers beim Hinzufügen gesteuerter Fungizidmengen oder anderer Substanzen zum Saatgut zum Transport der hinzugefügten Substanz in das Saatgut, wobei nur geringe oder keine Reste hinterlassen werden. Fungizide und/oder andere Behandlungssubstanzen können üblicherweise im Wasser aufgelöst oder suspendiert werden, das dem Saatgut durch das beschriebene Verfahren zugeführt wird und wobei die Anwendung solcher Substanzen das Hauptziel des Saatguttrocknens bei der Saatverbesserung sind.
  • Da der Anwendung von Wasser, das während der Saatgutbehandlung Fungizide enthält, von einem Zeitabschnitt gefolgt wird, in dem das Saatgut einige Entwicklungsgrade durchläuft, können sich Pilzspuren ebenfalls entwickeln. Dies hinterläßt den Pilz, so daß er stärker dazu neigt, von den Fungiziden angegriffen zu werden, somit ist der Weg dazu frei, die Pilze abzutöten, bevor das Saatgut ausgesät ist.
  • Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
  • Fig. 1, 2 und 3 jeweils eine Längsansicht und zwei gegenüberliegende Stirnansichten einer Saatgutbehandlungstrommel und damit verbundenes Zubehör,
  • Fig. 4 eine Einzelansicht eines Dampfinjektionsrohres für die Verwendung in der in Figur 1 dargestellten Saatguttrommel,
  • Fig. 5 eine schematische Darstellung des Gesamtsystems, das die in Fig. 1 dargestellte Saatguttrommel, ein Steuersystem und weiteres damit verbundenes Zubehör aufweist, pFig. 6 schematisch ein Computerprogramm,
  • Fig. 7 eine Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispieles einer Saatgutbehandlungstrommel, ähnlich Fig. 1, und
  • Fig. 8 eine Fig. 3 ähnliche Ansicht der Trommel aus Fig. 7.
  • Bezugnehmend auf Fig. 1 bis 3 ist die Saatgutbehandlungskammer eine zylindrische Aluminiumtrommel 1, die an ihrem rechten Ende (Fig. 2) einen Endverschluß 2 und an ihrem linken Ende (Fig. 3) einen teilweisen Endverschluß 3 aufweist. Der Verschluß 3 weist eine Mittenöffnung 4 auf, durch die sich ein Dampfinjektionsrohr erstreckt, dessen Aufbau im einzelnen in Fig. 4 dargestellt ist.
  • Die Trommel 1 ist zum Drehen auf zwei Radpaaren 6 und 7 aufgebaut, wobei jedes Paar mit einer drehbaren Welle verbunden ist. Das Radpaar 6, das vom Motor 8 angetrieben ist, wirkt als Antriebsräder, das andere Paar 7 sind Leiträder. Der Motor 8 und die Antriebsanordnung ist an dem geschlossenen Ende der Trommel 1 angeordnet.
  • Die Anordnung umfäßt ein angetriebenes Rad 9, ein Spannrad 10 und ein Antriebsrad 11, das koaxial zu der die Räder 6 tragenden Welle ist und diese antreibt.
  • Im Innern der Trommel 1 ist ein in Längsrichtung flexibler Abstreifer 12 auf einem Winkeleisen 13 getragen, der die zylindrische Innenfläche der Trommel 1 so berührt, daß an der Trommel haftendes Saatgut entfernt wird, wenn letztere sich dreht.
  • Nun bezugnehmend auf Fig. 4 umfäßt das Dampferzeugungssystem ein umgekehrt L- förmiges Dampfinjektionsrohr 5, dessen vertikaler Zweig 14 als Wasserreservoir dient, der eine Tauchheizvorrichtung 15 enthält. Wasser wird dem Zweig von einer Konstantpegelvorrichtung 16 zugeführt. Der horizontale Zweig 17 des Rohrs 5 ist an seiner oberen Seite mit Dampfausläßöffnungen 18 versehen. Die Temperaturüberwachung erfolgt mittels des Thermistors 19 im Zweig 17 und mit einem anderen in das Wasser gehaltenen Thermistor 20 im Zweig 14. Wie in Fig. 3 zu sehen, wird das Dampfinjektionsrohr 5 im oberen Teil der Trommel 1 so getragen, däß von den Löchern 18 freigesetzter Dampf auf der oberen inneren Oberfläche der Trommel 1 auftrifft und kondensiert, um einen Feuchtigkeitsfilm auf dieser inneren Oberfläche zu bilden, der sich dann abwärts bewegt, wenn die Trommel sich entgegen der Uhrzeigerrichtung dreht.
  • Nun bezugnehmend auf Fig. 5, ist die Trommel 1 auf einer Waage 21 angeordnet, so daß bei Saatgut, das im unteren Teil der Trommel angeordnet ist und einem Befeuchtungsvorgang, der nachfolgend beschrieben wird, ausgesetzt ist, das angesammelte Gewicht des Saatguts kontinuierlich überwachbar und gemäß einem vorbestimmten Befeuchtungsmuster oder -zyklus steuerbar ist. Das Regel-/Steuersystem umfäßt einen Computer 22, einen Drucker 23, eine A/D- Steuerschnittstelle 24 und eine Spannungsversorgung 25.
  • Ein Beispiel eines erfindungsgemäß verwendeten Computerprogrammes ist in Fig. 6 dargestellt.
  • Der Drucker 23 wird zum Ausdrucken der Einzelheiten des Befeuchtungsprogrammes (d.h. Probengewicht und -referenz, anfänglicher Saatgutwassergehalt, benötigter Saatgutwassergehalt, Dauer und Art des Befeuchtungsmusters) verwendet. Er druckt ebenfalls in Intervallen die verschiedenen Temperaturen und Gewichte aus, um eine Aufzeichnung, däß das Befeuchtungsmuster korrekt durchgeführt wurde, zu erzeugen.
  • Die Arbeitsweise des Systems ist wie folgt.
  • Zu behandelndes Saatgut ist auf dem Boden der Trommel 1 angeordnet und mittels eines an der oberen Innenseite der Trommel kondensierten Wasserfilmes, der durch die Trommeldrehung zum Saatgut herumgetragen wird, hydriert. Wenn das Saatgut Feuchtigkeit aufnimmt, bleibt es an der ansteigenden Oberfläche der Trommel 1 haften. Der Abstreifer 12 entfernt das Saatgut von der Trommeloberfläche, wodurch es zurückfällt und sich mit dem Rest der Saatgutprobe vermischt. Dies ergibt eine gute Durch mischung und stellt sicher, däß alles Saatgut mit dem Wasserfilm in Berührung kommt.
  • Das Mischen ermöglicht, däß verhältnismäßig trockenes Saatgut von verhältnismäßig feuchtem Saatgut Wasser erhält, das mit dem Wasserfilm in Berührung geraten ist. Das Verfahren ermöglicht es, ein sehr abgestuftes Hydrieren zu erhalten, so däß das Saatgut zu keinem Zeitpunkt näß wird oder zusammenklumpt. Die Dampfabgabe und das Kondensieren sind visuell nicht wahrnehmbar.
  • Der Dampf wird von dem Dampferzeuger zur Innenseite der Trommel 1 über die Dampfausläßöffnungen 18 geleitet. Der Thermistor 19 mißt die Temperatur im Zweig 18 des Rohrs 5. Wenn Dampf von den Öffnungen abgegeben wird, liegt diese Temperatur nahe bei 100ºC. Der Computer 22 überwacht das Ausgangssignal des Thermistors 19, und wenn kein Wasser benötigt wird, stellt er die durchschnitfliche Einschaltzeit der Heizung 15 so ein, däß ausreichend Dampf dem Rohr 5 zugeführt wird, so däß eine feste Haltetemperatur beibehalten wird, aber so, däß es nicht ausreicht, um auf der Trommel zu kondensieren. Der Grund dafür, das System bei der "Anfangsdampferzeugung" zu halten, wenn kein Wasser benötigt ist, ist der, däß eine schnelle Reaktion erzielbar ist, wenn Wasser dem Saatgut zuzufügen ist. Die Rückkoppelschleife zwischen dem Thermistor 19 und der Heizung 15 stellt sicher, däß die "Anfangsdampferzeugung"-Bedingung gehalten ist, auch wenn sich die äußeren Bedingungen ändern, z.B. kaltes Wasser in den Zweig 14 von der Vorrichtung 16 eintritt.
  • Die Wasserdampfabgabe ist von null bis zu einem Maximalwert veranderbar, der durch die Leistung der Heizung 15 bestimmt ist. Sehr hohe Mengen würden die Innentemperatur der Trommel 1 erhöhen, da durch das Kondensieren gebundene Wärme frei gesetzt wird. Aus diesem Grund werden andere Verfahren zur Erzeugung eines Wasserfilmes für die Verwendung von großen Mengen bevorzugt verwendet. Alternativ kann die Aussenseite der Trommel 1 gekühlt werden.
  • Falls kein Wasser der Trommel zugeführt wird, verliert das Saatgut in Abhängigkeit von der Umgebungsfeuchtigkeit Wasser. Jedes gewünschte Befeuchtungs- und Trocknungsmuster kann in dem Computer programmiert werden. Gemäß einer Strategie wird das Saatgut in der kürzest möglichen Zeit, z.B. in etwa 24 Stunden, mit soviel Wasser wie möglich geladen, ohne ein nachfolgendes Keimen zu verursachen. Es ist notwendig, zuvor zu entscheiden, wieviel Wasser das Saatgut in 24 Stunden aufnehmen kann. Schätzwerte wurden durch Versuche erhalten, bei denen einer Saatgutprobe ermöglicht war, Wasser über eine Membrane aus einer Lösung aus Polyethylenglycol aufzunehmen.
  • Wie in Fig. 7 und 8 dargestellt, wendet eine alternative Form der Saatgutverbesserungseinrichtung zur erfindungsgemäßen Anwendung ähnlich der, die in den Fig. 1-3 dargestellt ist, ein alternatives Verfahren zum Einführen von Wasser in die Behandlungstrommel an. Der Dampferzeuger und das Dampfrohr 5 sind durch eine Pumpe 28 ersetzt, wie z.B. einer Peristaltikpumpe, die über ein Rohr 30, das über die Öffnung 4 in die Behandlungstrommel eintritt, mit einem Verteiler verbunden ist, der in der Nähe der Trommelwand angeordnet ist. Der Verteiler 26 weist mehrere Auslässe auf, wobei jeder mit einem sehr feine Öffnungen aufweisenden Plastikröhrchen 27 verbunden ist, das sich so erstreckt, däß es gegen die Trommelwand stößt. Die Öffnungen der feinen Röhrchen 27 können so gewählt werden, däß winzige Wassertröpfchen von der Trommel herausgezogen werden, wenn sie sich dreht. Diese Röhrchen 27 können beispielsweise einen Innendurchmesser von etwa 0,4 mm und können allgemein einen Innendurchmesser im Bereich zwischen 0,1 bis 1 mm aufweisen.
  • Alternativ kann eine Mehrkanalpumpe eingesetzt werden, wobei jeder Kanal ein Rohr mit feinen Öffnungen aufweist, das von der Pumpe zur Kammerwand führt, so däß die Verwendung eines Verteilers 26 vermieden ist, und die Möglichkeit vermindert ist, däß ein ungleicher Fluß durch die einzelnen feinen Röhrchen gegeben ist.
  • Man kann die benötigte Gesamtwassermenge berechnen und für diese Vorkehrungen treffen, däß sie mit einer konstanten Rate von der Pumpe 28 über einen gewählten Zeitraum, z.B. 24 Stunden, durch Einstellen der Pumprate gepumpt wird. Alternativ können aufwendigere Hydrationsbereiche verwendet werden. Für diesen Zweck wird die Pumpe 28 durch eine Steuereinheit 29 gesteuert, um mit einer Pumprate zu arbeiten, die sich mit der Zeit in der von dem Benutzer gewählten Weise verändert. Falls die Pumpe 28 nicht in der Lage ist, die genau vorbestimmte Ausgabemenge abzugeben, kann das Behandlungsgerät auf einer Waage angeordnet sein, und das von der Pumpe hinzugefügte Wassergewicht kann direkt überwacht werden, und ein Wiegesignal kann zur Steuereinrichtung 29 zur Verwendung bei der Steuerung der Pumpbetriebsrate zurückgeführt werden.
  • Nachdem das Saatgut hydriert ist kann es in teilweiser Füllung in einem Glas- oder einem Aluminiumbehälter auf einem fast vertikal rotierenden Drehtisch (nicht dargestellt) für etwa 2 Wochen abgelegt werden, auf dem der Behälter um seine Horizontalachse gedreht wird. Es kann dann direkt ausgesät werden oder zurückgetrocknet werden, um die Aufbewahrung zu erleichtern. Das Saatgut kann jedoch auch bei Kühlbedingungen, z.B. bei 0 ºC, für einige Wochen ohne Trocknung gespeichert werden. Der Grund für das Drehen auf dem Drehtisch ist der, das Saatgut in einer Relativbewegung zu halten, um kleine Temperaturunterschiede zu verhindern, die ein Kondensieren in dem Behälter verursachen, das es ermöglicht, däß etwas Saatgut auf Kosten des anderen aufkeimt. Zum Verhindern des Wachsens von pilzartigen Hyphen in der Probe wird ebenfalls das Drehen verwendet. Es sind Drehraten von 0,1 bis 10, z.B. 4 bis 5 rpm (Umdrehung pro Minute) geeignet.
  • Das erfindungsgemäße Anwenden des Verfahrens zum Verbessern von Saatgut wird nun anhand der nachfolgenden Beispiele erläutert.
  • BEISPIEL 1
  • Es wurde eine 10 g Probe von Lauchsaatgut mit einem original Wassergehalt von 9% (alle Angaben zum Wassergehalt beziehen sich auf Trockengewicht) in dem Gerät gemäß der Fig. 1 bis 6 behandelt. Der Computer wurde für einen linearen Anstieg des Wassergehaltes programmiert, so däß das Saatgut in einem 20-Stunden Zeitabschnitt ein Wassergehalt von 90% erreicht hat. Nach der Behandlung betrug der Wassergehalt 89,9%. Das behandelte Saatgut wurde dann durch Umwälzen in einer Trommel, die sich um eine horizontale Achse bei 22 ºC dreht, für 2 Wochen bei einer Drehrate von etwa 5 rpm inknbiert (gereift).
  • Aufkeimtests wurden durchgeführt mit:
  • 1. Unbehandeltem Saatgut.
  • 2. Behandeltem Saatgut nach 2 Wochen Inkubationszeit aber ohne Trocknung (behandelt - ungetrocknet).
  • 3. Das behandelte Saatgut wurde nach 2 Wochen Inkubation auf 9% Wassergehalt zurückgetrocknet.
  • Die Tests wurden auf feuchtem Filterpapier bei 20 ºC durch Aufkeimen zweier Replika-Proben durchgeführt, wobei jede 150 Saatkörner aufgewiesen hat. Aufgekeimtes Saatgut wurde täglich gezählt und entfernt bis kein Saatgut mehr aufgekeimt ist. Aus diesen Ergebnissen wurden drei Parameter errechnet:
  • 1. Prozentsatz des aufgekeimten Saatgutes.
  • 2. Die mittlere Aufkeimzeit des aufgekeimten Saatgutes.
  • 3. Die Standardabweichung der Aufkeimzeit, die ein Mäß für die Gleichmäßigkeit des Aufkeimens ist.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 nachfolgend dargestellt. Dies ist nur ein Beispiel von vielen Datensätzen. Sie zeigen alle eine einheitliche Verminderung der Aufkeimzeit und ihrer Standardabweichung und entweder geringe Auswirkung oder ein Zunehmen im prozentualen Aufkeimen. TABELLE 1 Aufkeimen (%) Aufkeimzeit (Tage) Standardabweichung Aufkeimzeit (Tage) Unbehandelt Behandelt-getrocknet Behandelt-ungetrocknet
  • BEISPIEL 2 1) Lauch-Verbesserung von zehn Züchtungen.
  • Unterschiedliche Züchtungen (Arten) oder auch nur unterschiedliche Saatgutmengen derselben Züchtung können sich in der Art unterscheiden, wie sie auf das Verbessern reagieren. Zur Darstellung, däß das Ergebnis von Beispiel 1 nicht auf eine Züchtung beschränkt ist, wurde ein Experiment durchgeführt, bei dem das Saatgut von zehn Lauchzüchtungen entweder mittels eines erfindungsgemäßen Verfahrens verbessert wurde, bei dem der Hydration zwei Wochen Rollen (Drehen) nachfolgten (nachfolgend Trommelverbessern genannt), oder mittels Anordnen des Saatgutes auf feuchtem Filterpapier mit einer Lösung von Polyethylenglykol 20.000, um ein osmotisches Potential von 1,5 MPa zu erzeugen (nachfolgend PEG-Verbessern genannt). In diesem und nachfolgenden Beispielen wurde das Rollen bei 15 ºC durchgeführt. Nach zwei Wochen auf dem Filterpapier wurde das Saatgut entfernt und gewaschen. Von beiden Verfahren wurde etwas Saatgut zurückgetrocknet, das andere wurde ungetrocknet gelassen, wodurch sich vier Verbesserungsbehandlungen ergaben (PEG-Verbesserung getrocknet, Trommelverbesserung getrocknet, PEG-Verbesserung ungetrocknet, Trommelverbesserung ungetrocknet). Die Aufkeimtests wurden auf feuchtem Filterpapier bei 20 ºC durchgeführt.
  • Tabelle 2 zeigt die Wirkung der Behandlung für das prozentuale Aufkeimen. Es gab geringe Unterschiede zwischen den Verbesserungsbehandlungen, wobei alle ein erhöhtes Aufkeimen von im Durchschnitt 88% bis etwa 92% aufwiesen. Die Wirkung auf die Aufkeimzeit ist in Tabelle 3 dargestellt. Hier sind Unterschiede zwischen den Behandlungen bezeichnet, wobei das ungetrocknete Saatgut schneller aufkeimt als das getrocknete Saatgut, und das trommelverbesserte Saatgut (getrocknet oder ungetrocknet) schneller aufkeimt als das entsprechend PEG-verbesserte Saatgut. Das ungetrocknete trommelverbesserte Saatgut keimt am schnellsten von allen mit einer mittleren Zeit von 0,59 Tagen auf verglichen mit durchschnittlich 3,61 Tagen bei unbehandeltem Saatgut. Die Standardabweichung der Aufkeimzeit ist ein Mäß für die Streuung und für die Gleichmäßigkeit des Aufkeimens. Geringe Werte werden als gut betrachtet, wobei sie ein Potential zur Erzeugung einer gleichmäßigen Ernte anzeigen. Die Standardabweichung der Aufkeimzeiten ist in Tabelle 4 dargestellt. Der Trend ist hier zu dem mit den Aufkeimzeiten gefundenen entsprechend, wobei ungetrocknetes Saatgut besser als getrocknetes und trommelverbessertes besser als PEG-verbessertes Saatgut ist. Die Gleichmäßigkeit des Aufkeimens, wie sie durch diesen Parameter gemessen wird, ist bei dem trommelverbesserten ungetrockneten Saatgut im Mittel um etwa das zehnfache erhöht (d.h. entsprechend in der Standardabweichung vermindert).
  • Somit ist das Trommelverbessern für eine Menge von Lauchzüchtungen als wirksam erwiesen und für alle Züchtungen werden Ergebnisse erzeugt, die zumindest genauso gut und häufig besser als beim PEG-Verbessern sind. TABELLE 2 Wirkung verschiedener Verbesserungsbehandlungen auf das prozentuale Aufkeimen bei zehn Lauchzüchtungen Prozentuales Aufkeimen Züchtung Mittel
  • Code
  • Contr. = unbehandeltes Saatgut
  • PD = PEG-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • DD = Trommel-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • PU = PEG-verbessertes Saatgut (ungetrocknet)
  • DU = Trommel-verbessertes Saatgut (ungetrocknet) TABELLE 3 Auswirkung verschiedener Verbesserungsbehandlungen auf die Aufkeimzeit (Tage) bei zehn Lauchzüchtungen Aufkeimzeit (Tage) Züchtung Mittel
  • Code
  • Contr. = unbehandeltes Saatgut
  • PD = PEG-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • DD = Trommel-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • PU = PEG-verbessertes Saatgut (ungetrocknet)
  • DU = Trommel-verbessertes Saatgut (ungetrocknet) TABELLE 4 Auswirkung verschiedener Verbesserungsbehandlungen auf die Standardabweichung der Aufkeimzeit bei zehn Lauchzüchtungen SA Aufkeimzeit (Tage) Züchtung Mittel
  • Code
  • Contr. = unbehandeltes Saatgut
  • PD = PEG-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • DD = Trommel-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • PU = PEG-verbessertes Saatgut (ungetrocknet)
  • DU = Trommel-verbessertes Saatgut (ungetrocknet)
  • BEISPIEL 3
  • Lauch-Temperaturauswirkungen und Wassereinfluß auf das Aufkeimen von verbessertem und ursprünglichem Saatgut.
  • Bei den Tests der zehn Züchtungen aus Beispiel 2 wurde das Saatgut bei 20 ºC und ohne Wassereinfluß aufgekeimt, wobei es sich um Bedingungen handelt, die für das auf dem Feld ausgesäten Saatgut ungleich sind. Die Auswirkungen von vier Temperaturen (5, 10, 15 und 20 ºC) und fünf Stufen des Wassereinflußes (0, 0,1, 0,2, 0,3 und 0,4 MPa) wurden für die vier Verbesserungsanwendungen und für unbehandeltes Saatgut getestet. Die Auswirkungen auf den Aufkeimprozentsatz, die Aufkeimzeit und die Standardabweichung der Aufkeimzeit sind in den Tabellen 5, 6 und 7 jeweils angegeben. Bei allen drei Parametern neigt das trommelverbesserte Saatgut besser zu sein als das PEG-verbesserte Saatgut, und ungetrocknetes Saatgut war besser als getrocknetes Saatgut. Die stärkste Auswirkung auf das Aufkeimen erfolgte bei geringen Temperaturen und geringem Wassereinfluß. Beispielsweise keimte das ungetrocknete trommelverbesserte Saatgut bei 5 ºC oder 0 oder 0,1 MPa etwa zwanzig mal schneller auf als das unbehandelte Saatgut unter denselben Bedingungen.
  • Diese Ergebnisse zeigen, däß das Trommelverbessern im allgemeinen bessere Ergebnisse erzeugt als das PEG-Verbessern und däß die stärksten Auswirkungen auf das Aufkeimen wahrscheinlich unter Bedingungen mit niedriger Temperatur und Wassereinfluß erfolgen, Bedingungen wie sie typischerweise bei früh gesäten Ernten auftreten. TABELLE 5 Auswirkung verschiedener Temperaturen und Wasser-Einfluß während des Aufkeimens auf das prozentuale Aufkeimen bei nach unterschiedlichen Verfahren verbesserten Lauch-Saatgut prozentuales Aufkeimen Einfluß Wasser Mittel Mittel
  • Code
  • Contr. = unbehandeltes Saatgut
  • PD = PEG-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • DD = Trommel-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • PU = PEG-verbessertes Saatgut (ungetrocknet)
  • DU = Trommel-verbessertes Saatgut (ungetrocknet) TABELLE 6 Auswirkung verschiedener Temperatur und Wasser-Einfluß während des Aufkeimens auf die mittlere Aufkeimzeit bei Lauch-Saatgut. das mittels unterschiedlicher Verfahren verbessert ist. Die Werte in Klammern stellen Prozentzahlen des Kontroii Saatgutes (unbehandelt) dar. Aufkeimzeit (Tage) Einfluß Wasser
  • Code
  • Temp. = Temperatur
  • Contr. = unbehandeltes Saatgut
  • PD = PEG-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • DD = Trommel-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • PU = PEG-verbessertes Saatgut (ungetrocknet)
  • DU = Trommel-verbessertes Saatgut (ungetrocknet) TABELLE 7 Auswirkung verschiedener Temperaturen und Wasser-Einfluß während des Aufkeimens auf die Standardabweichung der Aufkeimzeit bei Lauch-Saatgut. das mittels unterschiedlicher Verfahren behandelt ist. Die Werte in Klammern stellen Prozentzahlen des Kontroll-Saatgutes (unbehandelt) dar. Standardabweichung der Aufkelmzeit (Tage) Einfluß Wasser
  • Code
  • Temp. = Temperatur
  • Contr. = unbehandeltes Saatgut
  • PD = PEG-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • DD = Trommel-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • PU = PEG-verbessertes Saatgut (ungetrocknet)
  • DU = Trommel-verbessertes Saatgut (ungetrocknet)
  • BEISPIEL 4 Lauch-Anwendung auf feldgesätes Saatgut.
  • Trommelverbessertes Saatgut wurde mit Saatgut verglichen, das in einer belüfteten PEG-Lösung über zwei Wochen verbessert wurde. Dieses Verbesserungsverfahren stellt voraussichtlich die Hauptalternative zum Trommelverbessern für das Saatgutverbessern mit großen Mengen dar. Die Auswirkung auf die Entstehungszeiten und die Standardabweichung der Entstehungszeiten auf zwei Saatgutmengen mit nominalen Aufkeimprozentsätzen von 66% und 90% sind in Tabelle 8 dargestellt. Die Wetter- und Bodenbedingungen haben unzweifelhaft einen großen Einfluß darauf, wie das verbesserte Saatgut sich im Feld entwickelt, die Ergebnisse von diesem Beispiel zeigen jedoch, däß alle Verbesserungsbehandlungen die Entstehungszeit um etwa 3-4 Tage reduzieren, aber die Standardabweichung der Entstehungszeit neigt jedoch dazu, bei verbessertem Saatgut größer zu sein. TABELLE 8 Die Auswirkung verschiedener Verbesserungsverfahren auf die Entstehungs-Zeit und die Standardabweichung der Entstehungs-Zeit auf zwei Lauch-Saatgutmengen (nominell 66% und 90% Aufkeimen) Emergenz-Zeit (Tage) Mittel Kontrolle Trommel Mittel/getr. = 13,5 Mittel/ungetr. = 12,9 Standardabweichung der Emergenz-Zeit (Tage) Mittel Kontrolle Trommel Mittel/getr. = 2,99 Mittel/ungetr. = 3,32
  • BEIPSPIEL 5
  • In einer Labordarstellung, die dem beschriebenen Beispiel 3 für Lauch entspricht, wurde die Auswirkung von Temperatur- und Wassereinfluß auf das Auskeimen von unbehandeltem und trommelverbessertem Zwiebelsaatgut ermittelt. Die Auswirkungen auf prozentuales Aufkeimen, Aufkeimzeit und Standardabweichung der Aufkeimzeit sind in Tabelle 9, 10 und 11 jeweils dargestellt. Die Verbesserung des Keimens sind im allgemeinen geringer als für Lauch, aber noch recht beachtlich. Unbehandeltes Saatgut keimt schneller auf und gleichmäßiger als getrocknetes Saatgut. TABELLE 9 Auswirkung von unterschiedlichen Temperaturen und Wasser-Einflüssen beim Aufkeimen auf das prozentuale Aufkeimen von nach unterschiedlichen Verfahren verbessertem Zwiebel-Saatgut prozentuales Aufkeimen Einfluß Wasser
  • Code
  • Temp. = Temperatur ºC
  • Contr. = unbehandeltes Saatgut
  • DD = Trommel-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • DU = Trommel-verbessertes Saatgut (ungetrocknet) TABELLE 10 Auswirkung von unterschiedlichen Temperaturen und Wasser-Einflüssen während des Aufkeimens auf die mittlere Aufkeimzeit von mit verschiedenen Verfahren verbessertem Zwiebel-Saatgut. Ziffern in Klammern bezeichnen Prozentzahlen des Kontroll-Saatgutes (unbehandelt). Aufkeimzeit (Tage) Einfluß Wasser
  • Code
  • Temp. = Temperatur ºC
  • Contr. = unbehandeltes Saatgut
  • DD = Trommel-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • DU = Trommel-verbessertes Saatgut (ungetrocknet) TABELLE 11 Auswirkung von unterschiedlichen Temperaturen und Wasser-Einflüße während des Aufkeimens auf die Standardabweichung (SA) von mit verschiedenen Verfahren verbessertem Zwiebel-Saatgut. Ziffern in Klammern bezeichnen Prozentzahlen des Kontroll-Saatgutes (unbehandelt). SA der Aufkeimzeit (Tage) Einfluß Wasser
  • Code
  • Temp. = Temperatur ºC
  • Contr. = unbehandeltes Saatgut
  • DD = Trommel-verbessertes Saatgut (getrocknet)
  • DU = Trommel-verbessertes Saatgut (ungetrocknet)
  • Im Gegensatz zu den Laborversuchen war die Anwendung von trommelverbessertem Zwiebelsaatgut, im Feld ausgesät, sehr gut. In einer Darstellung, die die Verwendung von Saatdünger (oder Wasser) einbezieht, der auf das Saatgut während des Drillens angewendet wurde, geht trommelverbessertes getrocknetes und ungetrocknetes Saatgut im Mittel 2,4 und 2,7 Tage früher als unbehandeltes Saatgut auf. (Tabelle 12). Wie bei Lauch hat die Verbesserungsbehandlung geringen Einfluß auf die Entstehungsstreuung im Feld. Die helfende Wirkung von Startdünger erscheint zusätzlich zu dem des Verbesserns, so däß das Hinzufügen von 8ml/m des Starters das mittlere Saatgewicht von 0,13 g bis 0,81 g für unbehandeltes Saatgut erhöht, wobei aber das Saatgewicht weiter auf 0,31 g erhöht war, wenn ungetrocknetes trommelverbessertes Saatgut mit 8ml/m des Startdüngers verwendet wurde. TABELLE 12 Zwiebeln: Auswirkung von Trommelverbesserung und Startdünger Entstehungszeit (Tage) Mittel Normal Wasser Dünger Standardabweichung der Entstehungszeiten (Tage) Mittleres Rohgewicht (g/Pflanze) Mittel Normal Wasser Dünger
  • BEISPIEL 6 Rosenkohl
  • Tabelle 13 zeigt die Auswirkung des Trommelverbesserns auf Rosenkohlsaatgut, das bei 10 ºC ohne Wassereinfluß aufgekeimt ist. Wenn das Saatgut auf 79% Wassergehalt angefeuchtet war, keimte angenähert ein Drittel davon innerhalb einer Woche während des Rollverfahrens auf, aber die Aufkeimzeit des verbleibenden ungetrockneten Saatgut reduzierte sich von 3,4 auf 0,51 Tage. Das Rollen über zwei Wochen anstatt einer Woche zeigte keine zusätzliche Unterstützung. Wenn das Saatgut auf einen niedrigeren Wassergehalt (74,9%) angefeuchtet wurde, keimte nur 5% des Saatgutes während des Rollens auf und die Aufkeimzeit war nach einer Woche Rollen auf 0,18 Tage reduziert. Es war wiederum kein Vorteil beim zweiwöchigem Rollen. TABELLE 13 Auswirkung von zwei Trommelverbesserungs-Behandlungen auf das Aufkeimen von Rosenkohl-Saatgut Unbehandeltes Saat- 0 Wochen gut (6,4%MC) prozentuales Aufkeimen Aufkeimzeit (Tage) SA der Aufkeimzeit 0,91 (Tage) trommelverbessert Wochen Woche prozentuales Aufkeimen Aufkeimzeit SA der Aufkeimzeit Vorkeimen
  • BEISPIEL 7 Karotten
  • Es war erwartet, däß löslicher Keimhemmstoff in Karottensaatgut das Trommelverbesserungsverfahren stört. Beim üblichen Verbessern werden solche Hemmstoffe durch die PEG-Lösung ausgewaschen und stellen folglich kein Problem dar. Tests, bei denen Karottensaatgut bei 10 ºC ohne Wassereinfluß mit unterschiedlichem Abstand auf feuchtem Filterpapier aufkeimte, zeigten keinerlei Wirkung auf den Keimungsabstand, was zeigt, däß lösliche Hemmstoffe kein Problem darstellen.
  • Die Ergebnisse eines einzelnen Trommelverbesserungsexperimentes ist in Tabelle 14 dargestellt. Allein 24 Stunden Trommelverbessern ohne weiteres Rollen vermindert die Aufkeimzeit von 6,8 auf 4,9 Tage. Weiteres Rollen des feuchten Saatgutes über eine oder zwei Wochen reduziert die Aufkeimzeit auf 2,3 bzw. 1,9 Tage. Das Trommelverbesserungsverfahren ist deutlich für Karottensaatgut wirksam. TABELLE 14 Auswirkung des Trommelverbesserns auf das Aufkeimen von Karotten-Saatgut unbehandeltes Saatgut (7,04%MC) Wochen prozentuales Aufkeimen Aufkeimzeit (Tage) SA der Aufkeimzeit (Tage) Trommelverbessertes Saatgut (nicht zurückgetrocknet 70,2%MC) Wochen Woche
  • BEISPIEL 8 Zuckerrübe
  • Von Zuckerrüben wird wie bei Karotten angenommen, däß sie Keimhemmstoffe, die den Samen umgeben, in ihrer Frucht aufweisen. Das nachfolgende Beispiel zeigt keinen Beweis, däß solche Hemmstoffe das erfindungsgemäße Verfahren beeinflußen.
  • Das in diesem Beispiel verwendete Saatgut war neutrales (d.h., nicht abgeriebenes oder kandiertes) monogames Saatgut. Das Saatgut wurde nach einem Tag Rollen (d.h., ein Tag in der Hydriertrommel plus ein Tag Rollen) zurückgetrocknet. Dies hat ein vorzeitiges Aufkeimen verhindert und eine sehr brauchbare Verminderung der Aufkeimzeit bei 20 ºC und ohne Wassereinfluß von 3,1 auf 1,6 Tage, wie in Tabelle 15 dargestellt, ergeben. TABELLE 15 Auswirkung des trommelverbesserten Aufkeimens auf Zuckerrüben-Saatgut unbehandeltes Saatgut trommelverbessert (zurückgetrocknet) prozentuales Aufkeimen Aufkeimzeit (Tage) SA der Aufkeimzeit (Tage)
  • BEISPIEL 9 Pilzerkrankungen
  • Es hat sich gezeigt, däß im allgemeinen der Prozentsatz des pilzkontaminierten Saatgutes entweder unbedeutend oder auch durch die erfindungsgemäßen Verfahren reduziert ist. Dies ist von bedeutendem Unterschied zum Verbessern mit PEG (entweder auf Papier oder in einer Flüssigkeitsmenge), bei dem die Pilzkontamination unveränderlich zunimmt. In einem Test wurde eine mit der Saatfruchtkrankheit "Kopfstab" infizierte Zwiebel-Saatgutmenge in einer Aluminiumkammer trommelverbessert, gefolgt durch Rollausreifen, wie zuvor beschrieben, wobei keine Infektionsspur bei dem behandelten Saatgut ermiudt werden konnte. In einem Vergleichstest wurde herausgefunden, däß, wenn das Saatgut im Anschluß an eine Hydrntion folgend, nicht gerollt wurde, es schnell mittels Pilzhyphen zusammenklumpt.
  • Es kann daher davon ausgegangen werden, däß Pilzwachstum durch das zuvor beschriebene Rollverfahren und/oder durch das Berühren des Saatgutes mit Aluminium oder einer solchen Quelle während des Hydrierens und/oder Rollens gehemmt ist, und das solche Verfahren zum Hemmen von Pilzwachstum mit dem Erfindungsgedanken einhergehen.

Claims (10)

1. Verfahren zur Saatgutverbesserung mit:
Einführen von Saatgut in eine Saatgutbehandlungskammer, um die Kammer teilweise zu füllen,
Halten des Saatgutes in der Kammer in einem Umwälzbewegungs-Zustand,
Freisetzen von Wasser in der Kammer mit gesteuerter Ausmaß-Rate,
Inberührungbringen des Saatgutes mit dem in flüssiger Form vorliegenden Wasser, um das Saatgut zu hydrieren,
gleichmäßiges Verteilen des in flüssiger Form freigesetzten Wassers unter dem Saatgut in der Kammer mittels der Umwälzbewegung, wobei die gesteuerte Rate so hoch ist, daß die Oberfläche des einzelnen Saatkornes ausreichend trocken bleibt, so daß das Saatgut frei fließend bleibt, während der Wassergehalt im Saatgut zunehmend und gleichmäßig zu einem bestimmten Maximalwert anwächst, und
Halten des Saatgutes in Bewegung für einen Zeitraum, der zum Erzeugen einer Saatgutverbesserung ausreichend ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Saatgutbehandlungskammer von der Form eines horizontal angeordneten Zylinders ist und die Bewegung um dessen horizontale Achse erfolgt und wobei das freigesetzte Wasser über einen Teil der Kammerwand oberhalb des Niveaus des Saatgutes der Kammer verteilt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Wasser als Wasserdampf freigesetzt wird und als dünner Film auf dem Kammerwandbereich kondensiert, um das flüssige Wasser vorzusehen.
4. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Wasser als flüssiges Wasser auf den Kammerwandbereich oberhalb des Niveaus des Saatgutes der Kammer freigesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, wobei die in die Kammer freigesetzte Wassermenge durch Wiegen der Kammer überwacht wird und wobei die Gewichtsrnessungen für das Steuern der Wasserfreisetzrate verwendet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 4, wobei das Wasser mittels einer Pumpe auf die Kammerwand gepumpt wird und die Freisetzrate durch Steuern des Pumpbetriebes gesteuert wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das der Bewegung folgende Erhalten des bestimmten maximalen Hydrationswertes durch Bewahren des Saatgutes in einem teilgefüllten Speicherbehälter und Drehen dieses Behälters um eine im wesentlichen horizontale Achse erhalten wird.
8. Saatgutverbesserungsgerät mit einer Saatgutverbesserungskammer (12), einer Vorrichtung zum Erzeugen der Umwälzbewegung des Saatgutes in der verwendeten Kammer (6, 7, 8, 9, 10, 11), eine Vorrichtung zum Freisetzen von Wasser in der Kammer (5, 14, 21), um damit das darin verwendete Saatgut in Kontakt zu bringen, und einer Vorrichtung (22, 23, 24, 25) zum Steuern der Freisetzrate, so daß bei der Verwendung Wasser vom Saatgut aufgenommen werden kann, wenn es freigesetzt wird, wobei die Vorrichtung zum Freisetzen von Wasser in der Kammer und die Raten-Steuereinrichtung so angeordnet und aufgebaut sind, däß im Betrieb das Wasser mit einer gesteuerten Rate so freigesetzt wird, daß das Saatgut nicht örtlich feucht wird oder aufgrund des Feuchtwerdens zusammenklumpt und so, daß die Oberfläche des einzelnen Saatkornes ausreichend trocken bleibt, so daß das Saatgut frei fließend ist, während der Wassergehalt des Saatgutes zunehmend und gleichmäßig auf einen bestimmten maximalen Wert ansteigt.
9. Gerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet daß die Einrichtung zum Steuern der Wasserfreisetzrate eine Vorrichtung (21) zum Wiegen der Kammer aufweist und daß das Wasser zum Aufnehmen durch das Saatgut zumindest innerhalb eines Kontaktbereiches der Kammer in flüssiger Form gleichmäßig freigesetzt wird.
10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung weiterhin einen Computer (22) aufweist, wobei die Wiegeeinriehtung (21) einen Ausgang aufweist, der mit dem Computer (22) verbunden ist, und wobei der Computer (22) einen Ausgang aufweist, der zum Betreiben der Einrichtung zum Steuern des Wasserfreisetzens in der Kammer (24, 25, 28) angeschlossen ist.
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