DE3742599A1 - Einrichtung zur hoehenverstellung eines fahrzeugrades - Google Patents
Einrichtung zur hoehenverstellung eines fahrzeugradesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Höhenver
stellung eines Fahrzeugrades, mit den im Oberbegriff des
Hauptanspruchs angegebenen Merkmalen.
Eine derartige Einrichtung ist bereits durch die DE-PS
30 49 485 bekannt und wird zur Niveauregelung eines
Kraftfahrzeugs verwendet. Die an beiden Hinterrädern
eines Kraftfahrzeugs vorgesehene Einrichtung ermöglicht
eine belastungsabhängige Höhenverstellung des Heck
bereiches, um die gefederte Masse des Kraftfahrzeugs
stets in einer zur Fahrbahn parallelen Lage zu halten.
Besonders nachteilig ist, daß die Einrichtung nach dem
Beladen des Kraftfahrzeugs nur dann den Heckbereich in
die dem unbeladenen Fahrzeug entsprechende Normallage
anhebt, wenn die Massenkraft der Beladung ausschließlich
an der Hinterachse des Kraftfahrzeugs wirkt. Bei einer
nur die Vorderräder oder die Vorder- und Hinterräder
belastenden Beladung des Kraftfahrzeugs wird der
Heckbereich um ein dem Einfederweg an den Vorderrädern
entsprechendes Maß abgesenkt, wodurch sich die
Bodenfreiheit des Kraftfahrzeugs entsprechend
vermindert. Bei einer Höhenverstellung des Heckbereiches
werden außerdem die karosserieseitigen Enden der Radführungs
elemente der Hinterräder verlagert, wodurch sich die
kinematischen Verhältnisse der Hinterradaufhängungen
verändern. Ein weiterer wesentlicher Nachteil dieser
Einrichtung ist, daß damit ein Ausrichten des Fahrzeugs
lediglich in Fahrzeuglängsrichtung erfolgt. Bei
Kurvenfahrt neigt sich das Fahrzeug etwa in der bei
Fahrzeugen ohne Niveauregelung bekannten Weise zur
Seite.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrich
tung zur Höhenverstellung eines Fahrzeugrades nach dem
Oberbegriff des Hauptanspruchs anzugeben, die ein
Anheben oder Absenken des Bug- oder Heckbereiches, einer
Fahrzeugseite oder der Karosserie eines Fahrzeugs
ermöglicht, ohne die Federungs- und Fahreigenschaften
des Fahrzeugs in Normallage wesentlich zu verändern.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß das Stützelement
und die der Karosserie zugeordneten Endbereiche der
Radführungselemente an einem Träger befestigt sind, der
an der Karosserie von der Verstelleinheit höhenverstell
bar angeordnet ist. Besonders vorteilhaft ist, daß bei
einer Höhenverstellung des Längsträgers die Radführungs
elemente, gegebenenfalls mit Ausnahme einer Spurstange,
sowie die Feder mit dem Längsträger
verstellt werden, so daß die Kinematik und die Federungs
eigenschaft der betreffenden Radachse im wesentlichen
unverändert bleiben. Die Einrichtung kann an den Vorder
und/oder Hinterrädern eines Fahrzeugs verwendet werden.
Beispielsweise durch Absenken des vorderen Bereiches des
Fahrzeugs können Anfahrnickausgleich und Bremsnick
ausgleich verbessert werden. Unabhängig von der Höhen
verstellung des Längsträgers bleibt die Höhenlage des
Rollzentrums konstant. Beim Absinken des Schwerpunktes
der gefederten Masse verringert sich der Abstand des
Schwerpunktes zur Rollachse, wodurch sich die Wankreak
tion beim Anlenken verbessert. Wird bei Kurvenfahrt die
Karosserie des Fahrzeugs kurvenaußen angehoben und
eventuell kurveninnen abgesenkt, so wird neben einer
Wankstabilisierung eine Nachlaufwinkelzunahme bzw.
Nachlaufstreckenzunahme kurvenaußen bzw. eine Nachlauf
winkelabnahme kurveninnen erreicht, wodurch sich der
Lenkungsrücklauf verbessert.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegen
stand von Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht von der an einem
Längsträger befestigten Radaufhängung eines
Kraftfahrzeugs und
Fig. 2 einen Querschnitt der Verstelleinrichtung zur
Höhenverlagerung des Längsträgers.
Die in Fig. 1 dargestelllte Einrichtung ermöglicht eine
Höhenverstellung des linken Vorderrades eines Kraftfahr
zeugs. Bei dem Ausführungsbeispiel ist an beiden Vorder
rädern des Kraftfahrzeugs eine derartige Einrichtung
vorgesehen. Ebenso könnten aber auch nur die Hinterräder
oder alle Räder eines Fahrzeugs eine Einrichtung zur
Höhenverstellung aufweisen. Die Einrichtung weist bei
dem Ausführungsbeispiel einen H-förmigen Fahrschemel 1
mit zwei seitlich in Längsrichtung verlaufenden Schen
keln auf, von denen lediglich einer sichtbar ist. Jeder
Schenkel verläuft etwa in Fahrzeuglängsrichtung und ist
als Träger 2 ausgebildet, wobei beide Träger 2 über den
quer verlaufenden Steg 3 des Fahrschemels 1 verbunden
sind. Der Steg 3 ist druck- und zugsteif sowie
torsionsweich ausgebildet. Es ist aber auch möglich, daß
anstelle eines H-förmigen Fahrschemels 1 Träger an der
vorderen oder hinteren Achse eines Fahrzeugs verwendet
werden, die nicht über einen Steg verbunden sind. Der
Träger 2 ist an seinem vorderen Bereich um eine
Querachse 4 schwenkbar mit einem Rahmen der Karosserie 5
des Fahrzeugs verbunden. Dies kann beispielsweise wie
bei dem Ausführungsbeispiel über ein elastisches Lager 6
erfolgen, das in einem beschränkten Umfang beispiels
weise bei Stoßbelastungen nachgiebig ist. Der hintere
Endbereich des Trägers 2 ist über eine Verstelleinheit 7
mit der Karosserie 5 höhenverstellbar verbunden. An dem
Träger 2 sind alle Radführungselemente 8, 8′ mit
Ausnahme von einer Spurstange 9 befestigt, die mit einem
Lenkgetriebe verbunden ist und in bekannter Weise ein
Lenken des nicht dargestellten Rades ermöglicht. Jeweils
das äußere Ende der Radführungselemente 8, 8′ und der
Spurstange 9 sind mit enem Radträger 10 verbunden, der
ein Fahrzeugrad um die Radachse drehbar aufnimmt. Zur
Abfederung und Dämpfung des Fahrzeugrades im wesentli
chen in vertikaler Richtung ist eine Schraubenfeder 11
und ein Dämpfer 12 vorgesehen, die sich bei dem Ausfüh
rungsbeispiel unten an dem durch das Radführungselement
8 gebildeten unteren Querlenker und oben an einem
Dachlager 13 des Trägers 2 winkeleinstellbar
abstützen. Um beim Verschwenken des Trägers 2 den
auf der anderen Fahrzeugseite angeordneten Träger
nicht zu verlagern, ist der Steg 3 entgegen der Dar
stellung möglichst nahe an der Querachse 6 anzuordnen
und/oder entsprechend biegeweich auszubilden. Bei dem
Ausführungsbeispiel bilden die Radführungselement 8, 8′
eine an sich bekannte Doppelquerlenkeraufhängung. Ebenso
könnten die Radführungselemente und die Spurstange auch
eine an sich bekannte andere Radaufhängung eines lenk
baren oder nicht lenkbaren Fahrzeugrades bilden. Bei
einem nicht gelenkten Fahrzeugrad ist ein die Spurstange
ersetzendes Radführungsteil ebenso wie die Radführungs
elemente 8, 8′ an dem Träger 2 befestigt.
Gemäß Fig. 2 ist die Verstelleinheit 7 bei dem Ausfüh
rungsbeispiel ein fluidgefülltes, hydraulisch verstell
bares Gummilager. Derartige Gummilager sind an sich
bekannt und werden beispielsweise zur Schwingungsiso
lierung von Fahrzeugmotoren verwendet. Die Verstellein
heit könnte aber auch ein Gewindetrieb, ein
Hydraulikzylinder oder ein anderer, an sich bekannter
Verstellmechanismus sein. Die Verstelleinheit 7 weist
bei dem Ausführungsbeispiel ein einseitig offenes, mit
dem Träger 2 verbundenes Gehäuse 14 und einen in der
Gehäuseöffnung angeordneten Stützkörper 15 auf, der an
der Karosserie des Fahrzeugs über eine Schraubverbindung
befestigt ist. An dem konzentrisch zum Gehäuse 14
angeordneten Stützkörper 15 und an der Gehäuseinnenseite
im Bereich der Gehäuseöffnung ist ein Gummiring 16
anvulkanisiert, der zusammen mit dem Gehäuse 14 einen
Hohlraum einschließt, der im Ausführungsbeispiel mit
Hydrauliköl gefüllt ist. In dem Hohlraum ist ein mit dem
Stützkörper 15 verbundener Trennkörper 17 in Gehäuse
achsrichtung verschiebbar angeordnet, der den Hohlraum
in zwei Kammern 18, 18′ unterteilt. Die Kammern 18, 18′
sind über Drosselöffnungen 19, 19′ im Trennkörper 17
verbunden. An der an den Boden des Gehäuses 14 angren
zenden Kammer 18 ist ein Druckanschluß 20 vorgesehen,
über den der Hohlraum zum Anheben oder Absenken des
Trägers 2 mit Hydrauliköl gefüllt oder entleert wird.
Durch die Drosselöffnungen 19, 19′ kann das Hydrauliköl
von einer Kammer 18, 18′ in die andere Kammer 18′, 18
bis zum Druckausgleich gedrosselt hindurchströmen,
wodurch ein Dämpfungseffekt bewirkt wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel wird der Träger 2 zur
Höhenverstellung des betreffenden Fahrzeugrades von der
Verstelleinheit 7 um die Querachse 6 verschwenkt. Ebenso
könnte der Träger auch geradlinig höhenverstellbar
angeordnet sein. Hierzu kann beispielsweise eine zweite
Verstelleinheit anstelle des Lagers 6 verwendet werden.
Die vorne und eventuell hinten an den Fahrzeugrädern
vorgesehenen Einrichtungen zur Höhenverstellung der
betreffenden Räder werden über eine Regelungs- oder
Steuerungseinrichtung in Abhängigkeit von Fahrzeugpara
metern und/oder des Fahrbahnzustandes verstellt, um den
Aufbau des Fahrzeugs zu stabilisieren bzw. in einer
gewünschten Höhenlage zu halten.
Claims (8)
1. Einrichtung zur Höhenverstellung eines Fahrzeug
rades, das drehbar von einem an der Karosserie des
Fahrzeugs über eine Feder abgestützten Radträger
aufgenommen ist, der über Radführungselemente
höhenverlagerbar mit der Karosserie verbunden ist,
mit einem an der Karosserie von einer Verstell
einheit höhenverstellbaren Stützelement, an dem
sich die Feder karosserieseitig abstützt, dadurch
gekennzeichnet, daß das Stützelement (Dachlager 13)
und die der Karosserie (5) zugeordneten Endbereiche
der Radführungselemente (8, 8′) an einem Träger (2)
befestigt sind, der an der Karosserie (5) von der
Verstelleinheit (7) höhenverstellbar angeordnet
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Träger (2) um eine Querachse (4)
schwenkbar mit der Karosserie (5) des Fahrzeugs
verbunden ist und die Verstelleinheit (7) mit
Abstand von der Querachse (4) zwischen dem Träger
(2) und der Karosserie (5) des Fahrzeugs angeordnet
ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Querachse (4) im vorderen Bereich des
Trägers (2) vor der Verstelleinheit (7) ausgebildet
ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Träger (2) ein in Fahrzeuglängsrichtung
angeordneter Schenkel eines H-förmigen Fahrschemels
(1) ist, der die beiden gegenüberliegenden Räder
einer Achse des Fahrzeugs verbindet.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der quer verlaufende Steg (3) des Fahr
schemels (1) torsionsweich ausgebildet ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Steg (3) nahe an der Querachse
(4) angeordnet ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Verstelleinheit (7) ein Hydraulik
zylinder, ein Gewindetrieb oder ein fluidgefülltes,
hydraulisch verstellbares Gummilager ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß das Gummilager einen fluidgefüllten
Hohlraum aufweist, der von einem Trennkörper (17)
in zwei Kammern (18, 18′) unterteilt ist, die über
wenigstens eine Drosselöffnung (19, 19′) im Trenn
körper (17) in Verbindung stehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873742599 DE3742599A1 (de) | 1987-12-16 | 1987-12-16 | Einrichtung zur hoehenverstellung eines fahrzeugrades |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873742599 DE3742599A1 (de) | 1987-12-16 | 1987-12-16 | Einrichtung zur hoehenverstellung eines fahrzeugrades |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3742599A1 true DE3742599A1 (de) | 1989-07-06 |
Family
ID=6342716
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873742599 Withdrawn DE3742599A1 (de) | 1987-12-16 | 1987-12-16 | Einrichtung zur hoehenverstellung eines fahrzeugrades |
Country Status (1)
| Country | Link |
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