DE3625428A1 - Proportional-drosselventil - Google Patents
Proportional-drosselventilInfo
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Description
Das Hauptpatent betrifft ein proportionales Drossel
ventil mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1
angegebenen Merkmalen.
Damit ist das Ventilglied nicht nur hochdruckseitig
kompensiert, wenn der Einlaßdruck schwankt, sondern
ist auch gegenüber niederdruckseitigen Schwankungen
kompensiert. Es ist also vermieden, daß sich die
Einstellung des Ventilgliedes bei Druckschwankungen
in der Tankleitung ändert, also die Ventileinstellung
vom Tankdruck abhängig ist. Im Hauptpatent ist als
Pilotventil ein Druckbegrenzungsventil mit einem
Stromregler vorgesehen.
Die der Zusatzanmeldung zugrunde liegende Aufgabe
besteht darin, die erwähnte niederdruckseitige Kom
pensation des Ventilgliedes gegen Druckschwankungen
mit anderen Mitteln zu realisieren, die in den Patent
ansprüchen angeführt sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Proportional-
Drosselventil mit Druckwaage und einem
Druckreduzierventil als Pilotventil,
Fig. 2 einen Schnitt ähnlich Fig. 1 mit einem
vorgesteuerten Druckreduzierventil als
Pilotventil.
In einem gemeinsamen Gehäuse 10 ist jeweils von einer
Stirnseite her ein Drosselventil 11 und eine Druckwaage
12 eingebaut. Die Druckwaage 12 ist dem Drosselventil 11
vorgeschaltet und besteht aus einem Regelkolben 14 mit
Bohrungen 15, die über Öffnungen 16 in einer im Gehäuse
10 angeordneten Büchse 17 mit dem Einlaß 18 in Verbin
dung stehen. Der Regelkolben 14 ist von einer Feder 19,
die mittels einer Büchse 20 von außen her einstellbar
ist, gegen einen an der Büchse 17 vorgesehenen Anschlag
21 in die geöffnete Ausgangsstellung der Druckwaage ge
drückt. Im Federraum 22 wirkt auf die Rückseite des Re
gelkolbens 14 ferner der Druck im Auslaß 24 über eine
Leitung 25. Die gegenüberliegende, dem Raum 26 zugekehrte
Fläche des Regelkolbens 14 ist mit dem Ausgangsdruck der
Druckwaage beaufschlagt.
Das Drosselventil besteht aus einem Ventilglied 30, das
in einer im Gehäuse 10 einsitzenden Hülse 31 verschieb
bar gelagert ist. Die vordere Stirnseite 32 des Ventil
gliedes ist mit Blendenöffnungen 33 versehen, über die
das Strömungsmittel aus dem Raum 26 in den Auslaß 24
strömen kann, wenn das Ventilglied aus der dargestellten
Ausgangslage nach links in Öffnungsrichtung verschoben
wird. Der im Raum 26 herrschende Ausgangsdruck der
Druckwaage 12 wirkt in Öffnungsrichtung auf die durch
den Durchmesser D 2 bestimmte Stirnfläche des Ventil
gliedes 30.
Über eine Bohrung 35 wird auch der Federraum 36 des
Ventilgliedes mit dem Druck im Raum 26 beaufschlagt.
Die von diesem Druck beaufschlagte Fläche ist von dem
Innendurchmesser D 3 des Ventilgliedes bestimmt. Da die
Durchmesser D 2 und D 3 gleich sind, heben sich die im
Raum 26 und 36 wirkenden Kräfte auf.
Eine Feder 38 im Federraum 36 drückt das Ventilglied
in Schließrichtung. Die Feder 38 stützt sich an einer
in der Bohrung 39 des Ventilgliedes 30 verschiebbar
angeordneten Büchse 40 ab. Über eine mit dem Gehäuse
10 verschraubte Schraube 42 ist die Büchse 40 und
damit die Kraft der Feder 38 einstellbar, die in
Schließrichtung wirkt. Der Öffnungshub des Ventil
gliedes 30 wird durch eine weitere Einstellschraube
43 begrenzt.
Das Ventilglied 30 ist abgesetzt und weist eine ring
förmige Steuerfläche 45 auf. Der an die Steuerfläche
45 angrenzende Raum zwischen dem Ventilglied 30 und
der Hülse 31 ist über Öffnungen 47 in der Hülse mit
einer Steuerleitung 48 verbunden, die an den gesteuer
ten Auslaß eines Pilotventils 50 angeschlossen ist.
Die vom Steuerdruck beaufschlagte Steuerfläche 45
ist durch die Differenz des Außendurchmessers D 1 und
des die Stirnseite des Ventilgliedes bestimmenden
Durchmessers D 2 bestimmt. Der die Steuerfläche beauf
schlagende Steuerdruck wirkt in Öffnungsrichtung des
Ventilgliedes.
Das Pilotventil 50 ist ein elektrisch ansteuerbares
proportionales Druckreduzierventil, dessen eingangs
seitiger Anschluß unmittelbar über eine Leitung 60
mit dem Einlaß 18 und dessen abflußseitiger Anschluß
über ein Pilotventil 52 mit der Tankleitung 53
verbunden ist. Der Steuerdruck in der Steuerleitung
48 wirkt auf den Steuerkolben des Druckreduzierventils
gegensinnig zu der vom Proportionalmagnet ausgeübten
Kraft. Ferner ist der abflußseitige Anschluß des
Druckreduzierventils und damit die Tankleitung über
eine Leitung 61 an den Steuerkolben des Druckreduzier
ventils geführt. Die zum Tank T führende Leitung 53
ist über eine Leitung 56 an den Raum 55 auf der Rück
seite des Drosselventils angeschlossen.
Im folgenden ist die Wirkungsweise des Drosselventils
erläutert. Das Drosselventil 11 verändert abhängig
vom Steuerdruck, der mit dem elektrisch verstellbaren
Pilotventil 50 einstellbar ist, den Drosselquerschnitt
zwischen dem Raum 26 und dem Auslaß 24 und bestimmt
somit die Durchflußmenge. Das Druckreduzierventil 50
erzeugt proportional zu dem von ihm angelegten elek
trischen Sollwert den Steuerdruck, der über die
Steuerleitung 48 auf die Steuerfläche 45 des Ventil
gliedes wirkt.
Der Steuerdruck verschiebt das Ventilglied in Öffnungs
richtung so weit, bis die Kraft der Druckfeder 30
gleich der hydraulischen Öffnungskraft des Steuerdrucks
ist. Da die Kraftänderung der Druckfeder 38 über den
Federhub linear ist, wird der Durchflußquerschnitt des
Drosselventils stufenlos proportional dem angelegten
Sollwert am Pilotventil 50 eingestellt. In der durch
die Höhe des Steuerdrucks vorgegebenen Lage bleibt
das Ventilglied stehen. Da über die gleichen Durch
messer D 2 und D 3 das Ventilglied selbst druckausge
glichen ist, kann die Position des Ventilgliedes durch
Druckschwankungen sowohl im Einlaß 18 als auch am
Auslaß 24 nicht verändert werden. Solche Druckschwan
kungen können sehr erheblich sein, insbesondere dann,
wenn es sich um große Querschnitte und lange Leitungen
handelt, also um große Durchflußmengen und Volumen,
die zu niederfrequenten resonanten Schwingungen neigen
und damit erhebliche Druckschwankungen hervorrufen
können.
Die vom Steuerdruck beaufschlagte Ringfläche 45 des
Ventilgliedes 30 weist die gleiche Fläche auf wie die
dem Raum 55 zugekehrte endseitige Stirnfläche 58 des
Ventilgliedes. Treten in der zum Tank T führenden
Leitung 53 Druckschwankungen auf, so werden diese
ebenfalls ausgeglichen, da sich bei Druckerhöhung
oder Druckerniedrigung in der Leitung 53 diese
Druckänderung gleichzeitig auf die endseitige Ring
fläche 58 des Ventilgliedes 30 und über das Druck
begrenzungsventil 52, das auf den niedrigstmöglichen
Druck eingestellt ist, also geöffnet ist, und über
die Leitung 61 auf den Steuerkolben des Druckredu
zierventils 50 wirkt, wodurch der Steuerdruck in
der Leitung 48 und damit auch auf die Steuerfläche
45 um die gleiche Druckdifferenz wie der Druck auf
die Ringfläche 58 verändert wird. Somit entstehen
durch die Druckänderung gleich große hydraulische
Kräfte auf die Ringflächen 45 und 58, so daß die Lage
des Ventilgliedes 30 nicht verändert wird. Solche
Druckschwankungen können insbesondere bei langen,
zum Tank T führenden Leitungen 53 auftreten, in denen
oft auch am Ende ein Filter 59 vorgesehen ist, so daß
sich ensprechende Staudruckänderungen einstellen können.
Bei einem Versagen des Pilotventils 50 kann der
Steuerdruck notfalls auch mit dem Pilotventil 52 ein
gestellt werden.
Mit der dem Drosselventil 11 vorgeschalteten Druck
waage 12 wird in bekannter Weise trotz unterschied
licher Belastungen von Seiten des an den Auslaß 24
angeschlossenen Verbrauchers und des Druckmittelzu
flusses im Einlaß 18 die Durchflußmenge durch das
Drosselventil und damit die Arbeitsgeschwindigkeit
des Verbrauchers konstant gehalten. Der Regelkolben
14 der Druckwaage wird von der Kraft der Feder 19
und dem am Auslaß 24 herrschenden Druck (Verbraucher
druck) in Öffnungsrichtung und vom Ausgangsdruck im
Raum 26, der gleich dem Eingangsdruck des Drossel
ventils ist, in Schließrichtung beaufschlagt. Erhöht
sich der Auslaßdruck, so wird der Regelkolben 14 in
Öffnungsrichtung verstellt, so daß sich auch der
Druck im Raum 26 erhöht und damit das Druckgefälle über
den Drosselquerschnitt konstant bleibt. Umgekehrt
bleibt das Druckgefälle und damit der Durchfluß auch
konstant, wenn sich der Druck im Auslaß 24 verringert,
wodurch der Regelkolben in Schließrichtung verstellt
wird, den Zufluß über die Öffnungen 14, 15 drosselt
und damit den Druck im Raum 26 verkleinert, bis am
Drosselventil wieder das gleiche Druckgefälle herrscht.
Steigt der Druck im Einlaß 18 und als Folge auch der
Druck im Raum 26, dann verstellt sich der Regelkolben
14 in Schließrichtung, wodurch der Zufluß über die
Öffnungen 14 und 15 stärker gedrosselt wird. Der Druck
im Raum 26 und damit auf das Druckgefälle über das
Drosselventil bleiben konstant. Fällt der Druck im
Einlaß 18, dann sinkt auch der Druck im Raum 26. Der
Regelkolben 14 verschiebt sich in Öffnungsrichtung,
so daß der Zufluß über die Öffnungen 14 und 15 schwä
cher gedrosselt wird. Der Druck im Raum 26 und als
Folge das Druckgefälle über das Drosselventil bleiben
gleich.
Der Druck der Feder 19 ist über eine Gewindebüchse 20
verstellbar, die auf der den Einstellschrauben 42 und
43 gegenüberliegenden Stirnseite des Ventilgehäuses 10
angeordnet ist. Das in der Zeichnung dargestellte
Bauprinzip von Druckwaage und Drosselventil in einer
Achse ermöglicht eine günstige Bauform, bei der an
den äußeren Stirnseiten die Verstellmöglichkeit zur
Justierung des maximalen Hubes und dem Blendenöff
nungsbeginn des Drosselventils sowie des Druckgefälles
der Druckwaage angeordnet werden können.
In Fig. 2 ist das elektrisch angesteuerte proportio
nale Druckreduzierventil 50 vorgesteuert. Als Vor
steuerventil dient das Pilotventil 52. Die Tankleitung
53 ist somit unmittelbar mit dem abflußseitigen
Anschluß des Pilotventils 50 verbunden. Der am
Pilotventil 52 eingestellte Vorsteuerdruck wird
über eine Leitung 62 auf das Druckreduzierventil 50
geführt. Somit kann sich der Tankdruck zum Steuer
druck addieren. Auch hier wird also bei Druckschwan
kungen in der Tankleitung der Steuerdruck so verändert,
daß die Lage des Ventilgliedes 30 konstant bleibt und
somit unabhängig vom Tankdruck ist.
Claims (5)
1. Proportional-Drosselventil mit einem Einlaß, einem
Auslaß, einem den Drosselquerschnitt zwischen
Einlaß und Auslaß regelnden Ventilglied, dessen
dem Einlaß zugekehrte Stirnseite vom Einlaßdruck
in Öffnungsrichtung beaufschlagt ist, mit einer
in einem Federraum des Ventilgliedes angeordneten
Feder, die das Ventilglied in Schließrichtung
beaufschlagt, mit einer von einer Ringfläche
des Ventilgliedes gebildeten Steuerfläche und
mit einem Pilotventil, mit dem ein Steuerdruck
einstellbar ist, der die Steuerfläche des Ventil
gliedes in Öffnungsrichtung beaufschlagt, wobei
zusätzlich zur Kraft der Feder der Einlaßdruck
eine der einlaßseitigen Stirnseite abgekehrte
gleich große Fläche des Ventilgliedes in Schließ
richtung beaufschlagt, wobei an dem Ventilglied
eine der ringförmigen Steuerfläche abgekehrte
gleich große Ringfläche ausgebildet ist und der
der Ringfläche des Ventilgliedes zugekehrte Raum
und der abflußseitige Anschluß des Pilotventils
mit einer zu einem Tank führenden Leitung ver
bunden sind, nach P 35 28 781.0-14, dadurch
gekennzeichnet, daß das Pilotventil (50) ein
elektrisch ansteuerbares proportionales Druck
reduzierventil ist, dessen abflußseitiger Anschluß
mit der Tankleitung (53) und dem der Ringfläche
(58) des Ventilgliedes (30) zugekehrten Raum (55)
verbunden ist.
2. Drosselventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der in der Tankleitung (53) herrschende Druck
gleichsinnig mit der vom Proportionalmagneten aus
geübten Kraft und gegensinnig zum Steuerdruck auf
den Steuerkolben des Druckreduzierventils (50)
geführt ist.
3. Drosselventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der abflußseitige Anschluß
des Druckreduzierventils (50) über ein federbeauf
schlagtes Pilotventil (52) mit der Tankleitung (53)
verbunden ist.
4. Drosselventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Druckreduzierventil
vorgesteuert ist.
5. Drosselventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß als Vorsteuerventil das Pilotventil (52) vorge
sehen ist, wobei die Tankleitung (53) and die
abflußseitigen Anschlüsse beider Pilotventile (50,
52) angeschlossen ist.
Priority Applications (2)
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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