DE3616008C2 - Hochkorrosionsbeständige, glasartige Legierung - Google Patents
Hochkorrosionsbeständige, glasartige LegierungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine hochkorrosionsbeständige,
glasartige Legierung, welche eine stark korrodierende
Umgebung, wie kochende, konzentrierte Salzsäure,
aushält bzw. dieser widersteht.
Aus der DE 25 34 379 A1 sind amorphe, phosphorhaltige
Nickel-Tantal-Legierungen bekannt, wobei der Phosphorgehalt
15-25 Atom-% beträgt. Ferner beschäftigt sich diese Druckschrift
mit der Kristallisationstemperatur und Härte von
glasartigen Metallegierungen.
Die EP-A1-0 105 137 offenbart glasartige, magnetische Metallegierungen,
die Tantal und Nickel, jedoch kein Phosphor,
enthalte, deren Oberfläche mit einer Oxidschicht versehen
ist, um die Verschleißfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit
zu verbessern. Dabei zeigten die oxidbeschichteten im Vergleich
zu den nicht beschichteten Metallegierungen eine hundertfach
höhere Korrosionsbeständigkeit.
EP-A1-0 036 892 beschreibt amorphe Legierungen, die Tantal,
Nickel, Zirkonium und Phosphor enthalten, die eine Korrosionsbeständigkeit
gegen wäßrige Lösungen von 1n-H₂SO₄,
1n-HCl und 1n-NaCl aufweisen.
Aus der DE 31 46 031 sind des weiteren amorphe Nioblegierungen,
die Tantal enthalten können, bekannt, wobei der Tantalgehalt
auf weniger als 5 Atom-% begrenzt ist. Diese glasartigen
Legierungen zeigen eine hohe Abriebfestigkeit und
Korrosionsfestigkeit sowie eine hohe Sättigungsmagnetflußdichte
und weichmagnetische Eigenschaften.
Ferner sind aus der DE 25 00 846 glasartige Eisenchromlegierungen
bekannt, die Ta, Nb, Ni und B enthalten, wobei jedoch
der Gehalt an Ta und/oder Nb auf weniger als 10 Atom-% begrenzt
wird. Die beschriebenen Eisenchromlegierungen weisen
ausgezeichnete mechanische Eigenschaften, hohe Hitzebeständigkeit
und Korrosionsbeständigkeit gegen verdünnte Säuren,
wie 1n H₂SO₄ und 0,5n HCl auf.
Bisher ist Tantal das einzige metallische Material, das
bei kochender, konzentrierter Salzsäure verwendet werden
kann. In solch einer stark korrodierenden Umgebung
korrodiert auch Tantal unvermeidbar mit einer Rate von
etwa 50 µm/Jahr und erfährt eine Wasserstoffversprödungsrißbildung.
Es besteht deshalb ein starkes Bedürfnis nach einem
neuen metallischen Material, welches in sehr aggressiven
Umgebungen verwendet werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine hochkorrosionsbeständige,
glasartige Legierung zur Verfügung zu
stellen, welche einer stark korrodierenden Umgebung, wie
kochende, konzentrierte Salzsäure, welche nichtoxidierend
ist und ein Metall praktisch nicht passivieren
kann, dennoch aber hochkorrosiv ist, widersteht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine glasartige Legierung
mit einer speziellen Zusammensetzung, welche Ta und Ni
als Hauptbestandteile enthält, wie in Anspruch 1 angegeben.
Es ist allgemein bekannt, daß eine Legierung eine kristalline
Struktur in festem Zustand besitzt. Eine Legierung
mit einer speziellen Zusammensetzung wird jedoch
glasartig durch Verhinderung der Bildung einer ferngeordneten Struktur
während des Erstarrens bzw. Abkühlens,
beispielsweise durch schnelles Erstarren aus dem
flüssigem Zustand, Zerstäubungsabscheidung, Besputtern
oder Plattierung unter speziellen Bedingungen; oder
durch Zerstörung der Fernordnungsstruktur der
festen Legierung durch Ionenimplantation, welche ebenfalls
eine Übersättigung mit notwendigen Elementen bewirkt.
Die so gebildete glasartige Legierung ist eine
äußerst homogene feste Lösung, welche ausreichende
Mengen verschiedener Legierungselemente enthält, die zur
Verfügungstellung spezieller Eigenschaften vorteilhaft
sind.
Es wurden umfangreiche Untersuchungen bezüglich der
Eigenschaften von glasartigen Legierungen durchgeführt. Als
Ergebnis wurde gefunden, daß es möglich ist, eine hochkorrosionsbeständige,
glasartige Legierung herzustellen,
welche heißer konzentrierter Salpetersäure, die auch
Oxidationsmittel enthalten kann, widerstehen kann. Auf
der Grundlage dieser Untersuchungen wurde die japanische
Patentanmeldung 51036/1985 eingereicht. Die in dieser japanischen
Patentanmeldung offenbarten glasartigen Legierungen sind
die folgenden:
- (1) Eine hochkorrosionsbeständige, glasartige Legierung, welche 15 bis 80 Atom-% Ta umfaßt, wobei der Rest im wesentlichen Ni ist.
- (2) Eine hochkorrosionsbeständige, glasartige Legierung, welche ein oder mehrere Elemente aus der Gruppe Ti, Zr, Nb und W umfaßt, wobei der Gehalt an Ta 10 Atom-% oder mehr und der Gesamtgehalt an Ta und einem oder mehreren der vorstehend genannten Elemente 15 bis 80 Atom-% ist.
- (3) Eine hochkorrosionsbeständige, glasartige Legierung, welche Ta und Fe und/oder Co umfaßt, wobei der Rest im wesentlichen Ni ist und wobei der Gehalt an Ta 15 bis 80 Atom-%, der Gehalt an Fe und/oder Co 75 Atom-% oder weniger und der Gehalt an Ni 7 Atom-% oder mehr ist.
- (4) Eine hochkorrosionsbeständige, glasartige Legierung, welche Ta, ein oder mehrere Elemente aus der Gruppe Ti, Zr, Nb und W, sowie Fe und/oder Co umfaßt, wobei der Rest im wesentlichen Ni ist, worin der Gehalt an Ta 10 Atom-% oder mehr, der Gesamtgehalt an Ta und einem oder mehreren der vorstehend genannten Elemente 15 bis 80 Atom-%, der Gehalt an Fe und/oder Co 75 Atom-% oder weniger und der Gehalt an Ni 7 Atom-% oder mehr beträgt.
Aufgrund des hohen Oxidationsvermögens heißer konzentrierter
Stickstoffsäuren, unabhängig von der Gegenwart
oder Abwesenheit von Oxidationsmitteln, werden die vorstehenden
glasartigen Legierungen spontan passiviert, bilden
einen passiven Schutzfilm und zeigen hohe Korrosionsbeständigkeit.
Demgegenüber besitzen konzentrierte
Chlorwasserstoffsäuren ein schwaches Oxidationsvermögen, und deshalb
tritt eine spontane Passivierung kaum auf, wenn
nicht die Legierung ein sehr hohes Passivierungsvermögen
besitzt. Es wurde nun gefunden, daß die Legierungen
unter denjenigen, die in der vorstehenden japanischen
Patentanmeldung 51036/1985 offenbart sind, die ein
hohes Passivierungsvermögen besitzen, oder andere Legierungen,
die weiterhin Legierungselemente enthalten, die
das Passivierungsvermögen verstärken, einen passiven
Film bilden, auch in sehr aggressiver konzentrierter
Salzsäure, auch ohne Oxidationsvermögen. Diese Untersuchungen
führten zur vorliegenden Erfindung, welche die
Legierung gemäß dem
Anspruch 1 umfaßt.
Die erfindungsgemäß glasartige Legierung wird durch
übliche Verfahren zur Herstellung von glasartigen Legierungen,
wie schnelle Erstarrung aus flüssigem Zustand, durch
Zerstäubungsabscheidung oder Besputtern
hergestellt. Sie sind Einphasenlegierungen,
worin die Legierungselemente im Zustand einer gleichmäßigen
festen Lösung vorliegen. Demgemäß bilden sie
einen äußerst gleichförmigen und hochkorrosionsbeständigen
passiven Schutzfilm unter den Passivierungsbedingungen.
Im allgemeinen lösen sich metallische Materialien
aktiv in heißen konzentrierten Salzsäurelösungen
mit schlechtem Oxidationsvermögen. Deshalb sollten
metallische Materialien, die in einer solchen Umgebung
verwendet werden, ein starkes Vermögen zur spontanen
Bildung eines stabilen passiven Schutzfilms in nicht-oxidierenden
Umgebungen besitzen. Dieses Ziel wird durch
eine Legierung erreicht, die so viele wirksame Elemente
wie notwendig besitzt. Es ist jedoch nicht wünschenswert
die verschiedensten Legierungselemente in großen Mengen
einem kristallinen Metall zuzufügen, weil die erhaltene
Legierung eine Mehrphasenmischung ist, wobei jede Phase
verschiedene chemische Eigenschaften besitzt, was bezüglich
der Korrosionsbeständigkeit nicht zufriedenstellend
ist.
Mit anderen Worten sollten metallische Materialien, um
heißen konzentrierten Salzsäurelösungen mit schlechtem
Oxidationsvermögen zu widerstehen, ein sehr hohes Passivierungsvermögen
zur spontanen Bildung eines gleichmäßigen,
stabilen, passiven Films in solchen Umgebungen besitzen.
Legierungen mit glasartiger Struktur ermöglichen
es, daß eine Vielzahl von Legierungselementen in Form
einer festen Einphasenlösung vorliegen. Demgemäß bildet
die erfindungsgemäße glasartige Legierung einen gleichmäßigen
passiven Film in sehr aggressiven heißen konzentrierten
Salzsäuren.
Die Komponenten und Zusammensetzungen der erfindungsgemäßen
Legierung werden wie vorstehend aus den folgenden
Gründen ausgewählt:
Die erfindungsgemäße Legierung
wird im wesentlichen durch die Gegenwart von Ni
(Fe und Co) und einem oder mehreren Ventilmetallen
(valve metals), wie Ta, Nb, Ti und Zr, glasartig. Die
Legierung ist hauptsächlich dadurch in Glas
verwandelbar, daß sie ausreichende Mengen an Metalloiden
bzw. Halbmetallen, wie P, B, Si und C, enthält.
In der Legierung ist Ni ein
Grundmetall, welches eine glasartige Struktur bildet, wenn
es mit einem oder mehreren Ventilmetallen (valve metal), wie Ta, Nb,
Ti und Zr, zusammen vorliegt. Deshalb sollte die Legierung
mindestens 2 und höchstens 80 at% Nickel
enthalten, so daß eine glasartige Struktur gebildet wird.
Ta ist ein Legierungselement, das einen stabilen
Passivfilm in einer heißen, starken Säure bildet.
Zusätzlich bildet es die glasartige Struktur, wenn es mit
Ni oder mit Ni und dieses teilweise substituierendes Fe und/oder Co
zusammen vorliegt.
Ist in der Legierung
P enthalten, welches die Passivierung verstärkt,
kann der minimale Gehalt an Ta niedriger sein,
und deshalb sollte der Gehalt an Ta mindestens 7 und weniger als 80 at%
betragen. Weil die glasartige Struktur nicht gebildet wird,
wenn der Gesamtgehalt der Elemente der Gruppe VIIIa (Ni,
Fe und Co) weniger als 20 Atom-% in Ni (Fe und Co)-Ventilmetallegierungen
beträgt, sollte der Ta-Gehalt
weniger als 80 Atom-% in der Legierung
betragen.
Nb kommt Ta in seinem Passivierungsvermögen sehr nahe
und ist ein Element, das eine glasartige Struktur bildet,
wenn es zusammen mit Ni vorliegt. Die vorteilhafte Wirkung
von Nb zur Verstärkung der Korrosionsbeständigkeit
ist jedoch nicht so groß wie die von Ta; deshalb kann Ta
nicht vollkommen durch Nb ersetzt werden.
In der Legierung , in der P
die Bildung der Passivfilme durch Ta und Nb unterstützt,
sollte der Gehalt an Ta 7 Atom-% oder mehr und
der Gesamtgehalt an Ta und Nb 20 Atom-% oder mehr betragen.
Wenn der Gesamtgehalt an Ni, Fe und Co weniger als 20
Atom-% beträgt, bilden sie keine glasartige Struktur, auch
wenn sie zusammen mit Ta und Nb vorliegen.
Ti und Zr sind Legierungselemente, die anstelle von Ta
und Nb die glasartige Struktur zusammen mit Ni bilden. Ti,
Zr und Cr können einen Passivfilm in heißen starken
Säuren bilden. Die vorteilhaften Wirkungen von Ti, Zr
und Cr zur Verstärkung der Korrosionsbeständigkeit sind
nicht so groß wie die von Ta und Nb; deshalb können Ta
und Nb nicht vollständig durch Ti, Zr und Cr ersetzt
werden, wenn die Korrosionsbeständigkeit gewährleistet
werden soll. Wenn der Gehalt an Ta jedoch 25 Atom-% oder
mehr beträgt,
wird eine ausreichende Korrosionsbeständigkeit
gewährleistet, solange der Gesamtgehalt an Ta und einem
oder mehreren der Elemente Ti, Zr und Cr 30 Atom-% oder mehr
beträgt. Wenn sowohl Ta als auch Nb enthalten sind
ist die Korrosionsbeständigkeit
gewährleistet, solange die Legierungen
12 Atom-% oder mehr Ta, 25 Atom-% oder mehr Gesamtgehalt
an Ta und Nb und 30 Atom-% oder mehr Gesamtgehalt
an Ta, Nb und einem oder mehreren der Elemente Ti, Zr und Cr
enthalten.
Bei den Legierungen, die P enthalten, welches die Passivierung
unterstützt, kann der minimale Gehalt an Ti, Zr
und Cr niedriger sein.
Beträgt der Gehalt an Ta 15 Atom-% oder mehr
ist die Korrosionsbeständigkeit gewährleistet,
solange der Gesamtgehalt an Ta und einem oder mehreren der
Elemente Ti, Zr und Cr 20 Atom-% oder mehr beträgt. Bei den
Legierungen, die Ta, Nb und P enthalten,
ist die Korrosionsbeständigkeit
gewährleistet, solange die Legierungen
7 Atom-% oder mehr Ta, 16 Atom-% oder mehr Gesamtgehalt
an Ta und Nb und 20 Atom-% oder mehr Gesamtgehalt an Ta,
Nb und einem oder mehreren der Elemente Ti, Zr und Cr enthalten.
Wenn der Gesamtgehalt an Ni, Fe und Co weniger als
20 Atom-% beträgt, bilden sie keine glasartige Struktur,
auch wenn sie zusammen mit Ta, Nb, Ti, Zr und Cr vorliegen;
deshalb sollte in den Legierungen
der Gesamtgehalt an Ta und einem oder mehreren der Elemente
Ti, Zr und Cr 80 Atom-% oder weniger betragen.
P bildet keinen Passivfilm, beschleunigt jedoch in
sehr starkem Maße die Bildung eines Passivfilms von
Ta, Nb, Ti, Zr und Cr. Die vorteilhafte Wirkung von P
ist auch bei der Zugabe einer sehr geringen Menge bemerkenswert.
In der erfindungsgemäßen glasartigen Ni (Fe
und Co)-Ventilmetallegierung sollte der Gehalt an P
7 Atom-% oder weniger betragen, da ein größerer Betrag
an P bei der Zugabe zu den Ni (Fe und Co)-Ventilmetallegierungen
die Bildung einer glasartigen Struktur verhindert.
Fe und Co sind Legierungselemente, die anstelle von Ni
eine glasartige Struktur zusammen mit Ta, Nb, Ti
und Zr bilden. Wenn Ni durch Fe und/oder Co in solch einem
Ausmaß ersetzt wird, daß der Gehalt an Ni weniger als
2 Atom-% beträgt, wird die Bildung der glasartigen Struktur
schwierig. Wenn der Gesamtgehalt an Ni 2 Atom-% oder mehr und
Fe und/oder Co weniger als 20 Atom-% beträgt, wird die
Bildung der glasartigen Struktur schwierig. Deshalb sollte
in der Legierung
der Gesamtgehalt
an Ni 2 Atom-% oder mehr und Fe und/oder Co 20
Atom-% oder mehr betragen.
Die glasartige Legierung kann
3 Atom-% oder weniger V und Mo und 20 Atom-% oder
weniger Hf ohne nachteilige Wirkung auf die Eigenschaften
enthalten. Andererseits sind Metalloide, wie B,
Si und C, als Elemente bekannt, die die Entstehung einer glasartigen Struktur bewirken.
Eine glasartige Legierung, die große
Mengen an B, Si und C enthält, bildet jedoch keinen
stabilen Passivfilm in heißen starken Säuren. Deshalb
sind sie in der vorliegenden Erfindung nicht notwendigerweise
wirksam. Nichtsdestotrotz beeinflussen
diese Metalloide, die einen Teil des P ersetzen, die
Korrosionsbeständigkeit nicht nachteilig.
Die glasartige Legierung kann
10 Atom-% oder weniger V und Mo und 20 Atom-% oder
weniger Hf ohne nachteilige Wirkung auf die Eigenschaften
enthalten.
Die erfindungsgemäße glasartige Legierung bildet einen
stabilen Passivfilm und widersteht der Korrosion in
stark korrodierenden Umgebungen, wie kochenden, konzentrierten
Salzsäuren mit einem schwachen Oxidationsvermögen.
Die erfindungsgemäß glasartige Legierung kann unter
Verwendung bekannter Verfahren zur Herstellung von
amorphen Legierungen
mit bekannten Vorrichtungen hergestellt
werden und ist deshalb von großer praktischer Bedeutung.
Ein geeignetes Herstellungsverfahren für die erfindungsgemäße
glasartige Legierung ist das folgende:
Die glasartige, erfindungsgemäße Legierung mit den vorstehend genannten
Zusammensetzungen kann durch schnelles Abschrecken aus
flüssigem Zustand bei einer Abkühlgeschwindigkeit von
mehr als 10 000°C/s hergestellt werden. Wenn sie weniger
als 10 000°C/s beträgt,
ist es schwierig, vollständig glasartige Legierungen
zu bilden.
Eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Herstellung
der erfindungsgemäßen glasartigen Legierung ist in Fig. 1
gezeigt. Die Vorrichtung wird in eine Vakuumkammer
gegeben, welche durch ein punktiertes Rechteck dargestellt
ist. Ein Quarzrohr 2 hat
an seinem unteren Ende in vertikaler Richtung eine
Düse 3.
Die Ausgangsmaterialien 4 und ein inertes Gas
werden durch den Einlaß 1 eingespeist. Eine Heizeinrichtung
5 um das Quarzrohr 2 dient zur Erwärmung der Ausgangsmaterialien
4. Ein
Rad 7 wird unter der Düse 3 angebracht und dreht sich durch
einen Motor 6 angetrieben,
mit hoher Umdrehungsgeschwindigkeit.
Die Vorrichtung wird vorher bis auf etwa 10-5 Torr evakuiert
und dann einer inerten Gasatmosphäre, wie Argon
oder Stickstoff, ausgesetzt. Die Ausgangsmaterialien 4
mit den speziellen benötigten Zusammensetzungen werden
durch die Heizvorrichtung 5 in dem Quarzrohr in inerter
Gasatmosphäre geschmolzen. Die geschmolzenen Legierungen
prallen unter dem Druck des inerten Gases von 0,4 bis
2 kg/cm² auf die Außenoberfläche des Rads 7, welches mit
einer Geschwindigkeit von 1000 bis 10 000 UpM rotiert,
auf, wodurch die glasartige Legierung als lange dünne
Platte gebildet wird, die beispielsweise Dicken von
0,01 bis 0,1 mm, Breiten von 1 bis 10 mm und Längen von
mehreren Metern besitzt.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Eine Vielzahl von Legierungsblöcken wurde durch Schmelzen
von handelsüblichen Metallen und selbst hergestelltem
Nickelphosphid im Argonbogen gegossen. Die gegossenen
Legierungen wurden in einer Argonatmosphäre wieder
geschmolzen, und die geschmolzenen Legierungen wurden
schnell verfestigt durch das Schmelzspinnverfahren mit einer Vorrichtung
gemäß Fig. 1, um bandförmige, glasartige Legierungen einer Dicke von
0,01 bis 0,05 mm, einer Breite von 1 bis 3 mm und einer
Länge von 3 bis 20 m zu bilden. Die Nennzusammensetzungen
der Legierungen sind in der Tabelle 1 angegeben.
Die Bildung der glasartigen Struktur wurde durch Röntgenbeugung
bestätigt. Typische Proben dieser Legierungen
wurden mit Siliciumcarbidpapier bis zu Nr. 1000 in
Cyclohexan geglättet. Die Legierungsproben wurden auf
vorgeschriebene Längen von über 10 cm geschnitten. Die
Proben wurden in kochende 6-n HCl über 7 bis 10 Tage
eingetaucht. Das Gewicht der Proben vor und nach dem
Eintauchen wurde mit einer Mikrowaage
gemessen. Der Gewichtsverlust durch das Eintauchen wurde in
die Korrosionsrate umgerechnet. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 2 gezeigt.
Die meisten der in diesem Beispiel hergestellten amorphen
Legierungen zeigten keine nachweisbaren Korrosionsgewichtsverluste.
Nach dem Eintauchtest ergab eine
Röntgenphotoelektronenspektroskopie der eingetauchten
Legierungsproben die Bildung eines passiven Tantaloxyhydroxids
[TaO₂(OH)]-Films oder eines passiven gemischten
Oxyhydroxidfilms, bestehend aus TaO₂(OH) und
NbO₂(OH) auf den Oberflächen der Legierungen, und die
Bildung dieser Passivfilme ist für die hohe Korrosionsbeständigkeit
der erfindungsgemäßen Legierungen verantwortlich.
Eine Vielzahl von Legierungsblöcken wurde durch Schmelzen
von handelsüblichen Metallen und selbst hergestelltem
Nickelphosphid im Argonbogen gegossen. Die gegossenen
Legierungen wurden in einer Argonatmosphäre wieder
geschmolzen, und die geschmolzenen Legierungen wurden
schnell verfestigt durch das Schmelzspinnverfahren mit einer Vorrichtung
gemäß Fig. 1, um bandförmige, glasartige Legierungen einer Dicke von
0,01 bis 0,05 mm, einer Breite von 1 bis 3 mm und einer
Länge von 3 bis 20 m zu bilden. Die Nennzusammensetzungen
der Legierungen sind in Tabelle 3 angegeben. Die
Bildung der glasartigen Struktur wurde durch Röntgenbeugung
bestätigt. Typische Proben dieser Legierungsproben
wurden mit Siliciumcarbidpapier bis zu Nummer 1000 in
Cyclohexan geglättet. Die Legierungsproben wurden auf
die vorgeschriebene Länge von mehr als 10 cm geschnitten.
Dann wurden die Proben in kochende 6-n HCL über 7
bis 10 Tage getaucht. Das Gewicht der Proben vor und
nach dem Eintauchen wurde mit einer Mikrowaage
gemessen. Der Gewichtsverlust durch das Eintauchen
wurde in die Korrosionsrate umgerechnet. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 4 gezeigt.
Die meisten der in diesem Beispiel hergestellten
glasartigen Legierungen zeigten keine nachweisbaren Korrosionsgewichtsverluste.
Nach dem Eintauchtest zeigt eine
röntgenphotoelektronenspektroskopische Studie der eingetauchten
Legierungsproben die Bildung eines passiven
Tantaloxyhydroxid[TaO₂(OH)]-Films oder eines passiven
gemischten Oxyhydroxidfilms, bestehend aus TaO₂(OH)
und NbO₂(OH), auf den Oberflächen der Legierungen.
Die Bildung dieser Passivfilme ist für die hohe
Korrosionsbeständigkeit der erfindungsgemäßen Legierungen
verantwortlich.
Claims (1)
- Glasartige, phosphorhaltige Tantal-Nickel-Legierung der Zusammensetzung NiaTadPiMzNbeHfmXnmit herstellungsbedingten Verunreinigungen, worin
M Fe und/oder Co und
X V und/oder Mo
bedeuten und worin a, d, i, z, e, m, n durch folgende Bedingungen gekennzeichnet sind:a + d + i + z + e + m + n = 100 Atom-%,2 a < 80 Atom-%,
7 d < 80 Atom-%
0 < i < 7 Atom-%,
0 z 78 Atom-%,
0 e 73 Atom-%,
0 < m < 20 Atom-%,
0 < n < 3 Atom-%,
a + z < 20 Atom-%,
d + e 20 Atom-%.
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