DE3610749A1 - Kraftantreibbarer schraubkopf - Google Patents
Kraftantreibbarer schraubkopfInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen
kraftantreibbaren Schraubkopf nach dem Oberbegriff des An
spruches 1.
Ein derartiger Schraubkopf ist durch
die DE-PS 28 43 684 (US-PS 42 87 923) bekannt. Bei diesem
bekannten Gerät ist nach dem Einschrauben der Schraube in
das Werkstück ein Herausziehen derselben selbst dann nicht
möglich, wenn die Drehrichtung des Antriebsmotors umgekehrt
wird. In der Praxis ist häufig das Bedürfnis zu verzeichnen,
die eingeschraubte Schraube beispielsweise dann wieder heraus
zuziehen, wenn eine Fehlschraubung durchgeführt wurde oder
aber wenn die miteinander verschraubten Teile wieder ausein
andergenommen werden sollen.
Hier setzt der Erfindungsgedanke ein. Der Erfin
dung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses bekannte Gerät so zu
verbessern, daß mit einfachen und betriebssicheren Mitteln ein
Lösen der eingeschraubten Schraube leicht möglich ist.
Diese Aufgabe wird bei einem kraftantreibbaren
Schraubkopf der fraglichen Art dadurch gelöst, daß der Aus
nehmungsabsatz kleineren Durchmessers in zwei in Längsrichtung
der Widerlagerhülse sich erstreckende Zonen aufgeteilt ist,
zwischen welchen der Ausnehmungsabsatz größeren Durchmessers
liegt.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme kann die ein
geschraubte Schraube wieder herausgedreht werden. Dies ist na
mentlich dann erforderlich, wenn eine Fehlschraubung durchge
führt wurde bzw. aus irgendeinem Grunde die miteinander ver
schraubten Teile voneinander wieder gelöst werden sollen.
Nach einem weiteren Merkmal des erfindungsgemäßen
Schraubkopfes mit einem Elektromotor als Kraftantrieb, ist
dieser in zwei Drehrichtungen schaltbar.
Vorzugsweise ist am antriebsseitigen Ende der
Widerlagerhülse ein Bund vorgesehen, in welchem eine von der
einen Zone des Ausnehmungsabsatzes kleineren Durchmessers
ausgehende und in der die Schraubenfeder abstützenden Stirn
fläche der Widerlagerhülse endende Längsnut vorgesehen ist,
wobei an dem einen Teil des Spannzapfens ein durch die Längs
nut hindurchführbarer Ansatz angebracht ist.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Schraubkopfes ist nachstehend anhand der Zeichnung noch näher
erläutert. In dieser zeigen in rein schematischer Weise:
Fig. 1 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, des
erfindungsgemäßen Schraubkopfes während
des Einschraubvorganges,
Fig. 2 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, des
erfindungsgemäßen Schraubkopfes nach dem
Schraubvorgang der Lösestellung,
Fig. 3 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, des
erfindungsgemäßen Schraubkopfes während
des Ausschraubvorganges.
Mit 1, 2 ist ein Spannzapfen bezeichnet, welcher
mit dem in der Zeichnung der Übersichtlichkeit halber nicht
weiter dargestellten Bohrfutter einer kraftantreibbaren Hand
bohrmaschine in geeigneter Weise verbunden wird, so daß die
Drehbewegung der Welle der Bohrmaschine auf den Spannzapfen
1, 2 übertragen wird. Zweckmäßig ist ein Elektromotor als
Kraftantrieb vorgesehen, der in zwei Drehrichtungen schalt
bar ist, so daß dessen Antriebswelle wahlweise Rechts- oder
Linksdrehungen vollführen kann.
Der Spannzapfen 1, 2 weist an seinem dem Werk
stück zugewandten Ende einen im Querschnitt kreisringförmigen
Aufnahmeteil 3 auf.
Der Schraubendreher 4 besteht aus dem Schaftteil
4 a und dem Klingenteil 4 b. Der Schaftteil 4 a hat die Form
eines Polygonzylinders, also eines Zylinders, dessen Quer
schnitt ein Vieleck ist. Bei der in der Zeichnung dargestell
ten Ausführungsform ist der Querschnitt ein regelmäßiges
Sechseck, wobei die Erfindung auf diese Ausführungsform kei
neswegs beschränkt ist. Der Durchmesser des Aufnahmeteiles 3
entspricht in diesem Falle dem Eckmaß des sechskantförmigen
Schaftteiles 4 a des Schraubendrehers 4.
Der Klingenteil 4 b kann eine Kreuzklinge oder aber
eine meißelförmige Klinge sein, je nachdem, ob er zum Ein
drehen von Kreuzschlitzschrauben oder Geradschlitzschrauben
geeignet und bestimmt sein soll. Selbstverständlich kann es
sich auch um einen Mehrkant zum Einschrauben von Innenmehr
kantschrauben handeln. Bei der dargestellten Ausführungsform
ist der Klingenteil 4 b eine Kreuzklinge.
In dem Aufnahmeteil 3 sind radiale Durchbrüche 5
vorgesehen, in welchen Kuppelglieder 6 bewegbar angeordnet
sind. Die Anzahl dieser Kuppelglieder 6 kann der Anzahl der
ebenen Flächen des Schaftteiles 4 a entsprechen; sie kann aber
auch kleiner sein als die Anzahl dieser ebenen Flächen.
Der Aufnahmeteil 3 wird von einer Widerlagerhülse 7
umschlossen, welche unter der Einwirkung einer Schraubenfeder
8 steht. Durch die federbelastete Widerlagerhülse 7 sind die
Kupplungsglieder 6 in die Sperrstellung bzw. Lösestellung
überführbar, in welchen sie mit den ebenen Flächen des Schaft
teiles 4 a des Schraubendrehers 4 in bzw. außer Kraftanschluß
stehen.
Die Widerlagerhülse 7 ist in ihrer Länge auf die
Versenktiefe der Schraube abgestimmt.
Die Widerlagerhülse 7 weist einen Ausnehmungsab
satz mit dem Durchmesser d auf, welcher in zwei in Längsrich
tung der Widerlagerhülse 7 sich erstreckende Zonen 7′ bzw. 7′′
aufgeteilt ist. Zwischen diesen beiden Zonen 7′ bzw. 7′′ liegt
ein Ausnehmungsabsatz größeren Durchmessers D, in welchen die
Kupplungsglieder 6 in der Lösestellung eintauchen.
Die Schraubenfeder 8 stützt sich einerends gegen die
eine Stirnfläche der Widerlagerhülse 7 und anderenends gegen
ein topfförmiges Widerlager 9 ab, welches die Widerlagerhülse
7 umgibt. Dieses Widerlager 9 ist in der einen Richtung gegen
axiale Bewegung längs des Spannzapfens 1, 2 gesichert. Dies
erfolgt bei der dargestellten Ausführungsform mittels eines
Sprengringes 10, welcher sich gegen einen Bund 1 a des Spann
zapfens 1, 2 und gegen die Bodenfläche des topfförmigen Wi
derlagers 9 anlegt. Durch die besondere Form des Widerlagers
9 wird die Gefahr von Verletzungen bzw. Verschmutzungen be
seitigt.
In dem Aufnahmeteil 3 ist ein Spurlager angeordnet,
gegen welches sich der schaftförmige Teil 4 a des Schrauben
drehers 4 anlegt. In der Zeichnung ist als Spurlager eine
Kugel 11 vorgesehen. Diese Kugel 11 baut die beim Schraub
und Auskuppelvorgang auftretenden Reibungskräfte auf ein er
trägliches Maß ab.
Der Schraubendreher 4 ist in dem Aufnahmeteil 3
mittels einer Ringfeder 12 gegen Herausfallen gesichert.
Damit die Kupplungsglieder 6 beim Auswechseln des Schrauben
drehers 4 nicht verlorengehen können, sind sie durch in der
Zeichnung der Übersichtlichkeit halber nicht weiter darge
stellte Anschläge gesichert. Diese Anschläge können zweckmäßi
gerweise so ausgebildet sein, daß die radialen Durchbrüche 5
sich an dem dem Schaftteil 4 a des Schraubendrehers 4 zuge
wandten Ende verjüngen.
Die Widerlagerhülse 7 ist in ihrer Länge veränderbar,
so daß unterschiedliche Versenktiefen der Schraubenköpfe der
Schrauben eingestellt werden können. Diese Verlängerung ist
in der Zeichnung nicht weiter dargestellt. Eine Verlängerung
wird zweckmäßig dadurch erreicht, daß mit der Widerlagerhülse
7 eine Vorsatzhülse in geeigneter Weise lösbar verbunden wird.
Zweckmäßig ist dabei eine Schraubverbindung, wobei selbstver
ständlich auch andere Verbindungsarten von Fall zu Fall gewählt
werden können.
Die Widerlagerhülse 7, die in dem Aufnahmeteil 3 ge
lagerten Kupplungsglieder 6 und der Schaftteil 4 a des Schrau
bendrehers 4 bilden zusammen eine lösbare Kupplung, welche
bei Erreichen einer vorbestimmten Versenktiefe der Schraube
die Drehmomentübertragung von dem Spannzapfen 1, 2 auf die
Schraube selbsttätig unterbindet. Wesentlich ist dabei, daß
der Schaftteil 4 a des Schraubendrehers 4 selbst Teil dieser
Kupplung ist, so daß durch Austausch des abgenutzten Schrau
bendrehers 4 gleichzeitig ein wesentlicher Kupplungsteil mit
erneuert wird, was sich verschleißmindernd auf die gesamte
Kupplung auswirkt. Da die übrigen Teile dieser Kupplung kaum
einem Verschleiß unterworfen sind, erhält man beim Auswechseln
des Schraubendrehers 4 praktisch eine neue Kupplung.
Wie die Zeichnung deutlich zeigt, ist an dem an
triebsseitigen Ende der Widerlagerhülse 7 ein Bund 13 vor
gesehen, in welchem zumindest eine von der einen Zone 7′
des Ausnehmungsabsatzes kleineren Durchmessers d ausgehende
und in der die Schraubenfeder 8 abstützenden Stirnfläche der
Widerlagerhülse 7 endende Längsnut 14 vorgesehen ist, durch
welche ein Ansatz 15 hindurchführbar ist, der an den Teil 2
des Spannzapfens 1, 2 angebracht ist.
Die Arbeitsweise des kraftantreibbaren Schraub
kopfes gemäß der Erfindung ist die folgende:
Soll beispielsweise eine Kreuzschlitzschraube in
eine Gipskartonplatte eingeschraubt werden, dann wird der
Klingenteil 4 b des Schraubendrehers 4 in den Kreuzschlitz
dieser Schraube eingeführt. Anschließend daran wird die Bohr
maschine in Betrieb gesetzt und die Widerlagerhülse 7 mit
ihrer vorderen Stirnfläche gegen die Gipskartonplatte gedrückt,
so daß die Schraube in diese Platte eindringt. Durch den auf
die Bohrmaschine ausgeübten Druck bewegt sich die Widerlager
hülse 7 entgegen der Kraft der Schraubenfeder 8 nach oben, also
in das Widerlager 9 hinein. Die Kupplungsglieder 6 befinden
sich dabei in der Sperrstellung, so daß eine kraftschlüssige
Verbindung zwischen dem Aufnahmeteil 3 und dem Schaftteil 4 a
des Schraubendrehers 4 über die Kupplungsglieder 6 besteht.
Hat die Schraube die gewünschte Versenktiefe er
reicht, dann haben die Kupplungsglieder 6 als Folge der End
stellung der Widerlagerhülse 7 (oberste Totpunktstellung in
dem topfförmigen Widerlager 9) die Möglichkeit, in den im Innen
durchmesser D erweiterten Ausnehmungsabsatz der Widerlager
hülse 7 zu treten mit der Folge, daß die kraftschlüssige Ver
bindung zwischen den Kupplungsgliedern 6 und dem Schaftteil
4 a des Schraubendrehers 4 unterbrochen wird. Damit ist die
Übertragung der Drehbewegung von dem Spannzapfen 1, 2 auf die
Schraube unterbrochen, so daß trotz weiterer Drehung des Auf
nahmeteiles 3 kein weiteres Einschrauben erfolgen kann (Fig. 2).
Wird die Bohrmaschine entfernt, so daß zwischen der
vorderen Stirnfläche der Widerlagerhülse 7 und der Platte kein
Kontakt mehr besteht, so führt die Schraubenfeder 8 die Wider
lagerhülse 7 wieder in die in der Zeichnung dargestellte Sperr
stellung zurück, in welcher die kraftschlüssige Verbindung zwi
schen den Kupplungsgliedern 6 einerseits und dem Schaftteil 4 a
des Schraubendrehers 4 andererseits wiederhergestellt ist.
Soll die eingeschraubte Schraube - aus welchen
Gründen auch immer - wieder ausgeschraubt werden, dann braucht
nur die Widerlagerhülse aus der in Fig. 2 dargestellten Stel
lung in axialer Richtung nach oben, also in Richtung des An
triebes, geschoben zu werden. Die Kupplungsglieder 6 befinden
sich dabei in der Sperrstellung, da sie in die Zone 7′′ des
Ausnehmungsabsatzes kleineren Durchmessers d eingreifen. Wäh
rend der Verschiebung der Widerlagerhülse 7 nach oben bewegt
sich die Längsnut 14 an dem Ansatz 15 ungehindert vorbei.
Sobald der Ansatz 15 in Höhe der unteren Ringfläche des Bun
des 13 zu liegen kommt, wird die Widerlagerhülse 7 so ver
dreht, daß der Ansatz 15 sich gegen diese Ringfläche anlegen
kann, wie dies die Fig. 3 der Zeichnung zeigt. Längsnut 14
und Ansatz 15 wirken nach Art eines "Bajonettverschlusses".
In der in Fig. 3 dargestellten Stellung kann die eingeschraubte
Schraube wieder herausgezogen werden, sofern der Antriebs
motor in seiner Drehrichtung geändert, also auf "Linksdrehen"
eingestellt wird.
Claims (3)
1. Kraftantreibbarer Schraubkopf mit einer Einrichtung zum
selbsttätigen Auskuppeln des Schraubendrehers beim Er
reichen einer bestimmten Einschraubtiefe, bestehend aus
einem Spannzapfen (1, 2) und einem mit diesem kuppelbaren
Schraubendreher (4), einer Schraubenfeder (8), die an ei
ner Schulter des Spannzapfens (1) abgestützt ist und auf
einer am werkstückseitigen Ende des Spannzapfens (1, 2)
längsverschiebbar geführten Widerlagerhülse (7) einwirkt,
sowie Kupplungsgliedern, die zwischen dem Schraubendreher
(4) und der Widerlagerhülse (7) angeordnet sind, einer
Tiefenanschlaghülse mit einem dem Werkstück abgewandten
Federwiderlager für eine Kupplungsfeder, wobei die Wider
lagerhülse (7) als eine auf der Werkstückoberfläche ab
stützbare Tiefenanschlaghülse ausgebildet ist und der
Spannzapfen (1, 2) an seinem dem Werkstück zugewandten Ende
einen im Querschnitt kreisringförmigen Aufnahmeteil (3) auf
weist, der mit radialen Durchbrüchen (5) zum querverschieb
baren Lagern der Kupplungsglieder (6) versehen ist und die
Kupplungsglieder (6) in einer Sperrstellung den Schrauben
dreher (4) formschlüssig zwischen Wandteilen eines Ausneh
mungsabsatzes kleineren Durchmessers (d) der Widerlager
hülse (7) und des Schraubendrehers (4) drehfest festlegen
und die Kupplungsglieder (6) in einer Lösestellung den
Schraubendreher (4) freigeben, in der die Kupplungsglieder
(6) in einen zum Werkstück hin versetzt angeordneten Aus
nehmungsabsatz größeren Durchmessers (D) der Widerlager
hülse (7) eintauchen, dadurch gekennzeich
net, daß der Ausnehmungsabsatz kleineren Durchmessers
(d) in zwei in Längsrichtung der Widerlagerhülse (7) sich
erstreckende Zonen (7′ bzw. 7′′) aufgeteilt ist, zwischen
welchen der Ausnehmungsabsatz größeren Durchmessers (D)
liegt.
2. Schraubkopf mit einem Elektromotor als Kraftantrieb nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektromotor in zwei Drehrichtungen schaltbar ist.
3. Schraubkopf, wobei am antriebsseitigen Ende der Widerlager
hülse ein Bund vorgesehen ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß in dem Bund (13) zumindest eine von
der einen Zone (7′) des Ausnehmungsabsatzes kleineren
Durchmessers (d) ausgehende und in der die Schraubenfeder
(B) abstützenden Stirnfläche der Widerlagerhülse (7) enden
de Längsnut (14) vorgesehen ist und daß an dem Teil (2)
des Spannzapfens (1, 2) ein durch die Längsnut (14) hin
durchführbarer Ansatz (15) angebracht ist.
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Also Published As
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