DE3605640A1 - Vorrichtung zur reinigung von behaeltern, insbesondere von flaschen - Google Patents
Vorrichtung zur reinigung von behaeltern, insbesondere von flaschenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung von Behältern,
insbesondere von Flaschen, durch Ausblasen oder Ausspritzen, mit
einer umlaufenden Kette, deren Kettenglieder je eine Greifeinrichtung
zur Erfassung der Behälter beinhalten, die um eine parallel
zur Förderrichtung der Kette liegende Schwenkachse in den Wirkungsbereich
einer Düse schwenkbar sind.
Derartige Vorrichtungen zur Reinigung von Behältern sind in einigen
Ausführungen auf dem Markt. Sie beruhen im wesentlichen darauf,
daß die über Kopf geschwenkten Flaschen in den Wirkungsbereich
von synchron laufenden Düsenanordnungen geschwenkt werden, worauf
dann jede Düse in den Flaschenhals hydraulisch oder pneumatisch
eingefahren wird und das Ausspritzen oder Ausblasen beginnt. Für
die Steuerung dieses Ein- und Ausfahrens der Spritzdüsen ist ein
beträchtlicher apparativer Aufwand erforderlich.
Außerdem können bekannte Vorrichtungen nicht erkennen, ob tatsächlich
in der Greifeinrichtung ein Behälter eingespannt ist oder
nicht, so daß der Spritz- bzw. Ausblasvorgang in jedem Falle erfolgt.
Dies hat zur Folge, daß derartige Maschinen im Ausspritzbereich
mit aufwendigen Abdeckungen versehen sein müssen, um das
Naßspritzen der Maschinen und/oder der Umgebung zu verhindern.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine derartige Vorrichtung so weiterzubilden,
daß eine wesentliche apparative Vereinfachung im Ausspritzbereich
erzielt wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Düse
stationär am zugehörigen Kettenglied angebracht ist, dort über
einen separaten Wasser- oder Druckluftanschluß verfügt, und von
der zugeordneten Greifeinrichtung betätigt wird.
Im Unterschied zu den vorbekannten Systemen beruht der Grundgedanke
der Erfindung also auf einem "Mitfahren" der Ausspritzdüse mit
dem Kettenglied und der Greifeinrichtung und damit mit der eingespannten
Flasche. Damit sind Synchronisiervorgänge zwischen Flasche
einerseits und Düse andererseits überflüssig, durch eine entsprechende
Wahl des Hebelarms in Anpassung auf die Flaschenhalsweite
kann der Flaschenhals einfach über die stationär angeordnete
Düse gestülpt werden, ohne daß die Düse in den Flaschenhals ein-
und wieder ausgefahren werden muß.
Da die Düse über ein Ventil von der Greifeinrichtung betätigt
wird und die Greifeinrichtung nur über das Ventil geklappt werden
kann, wenn darin eine Flasche eingeschlossen ist (was durch eine
entsprechende Steuerkurve ohne weiteres möglich ist), bedeutet
dies auch, daß ohne Flasche auch die Düse nicht aktiviert werden
kann, so daß auf Abdeckungen des Ausspritzbereichs derartiger
Maschinen verzichtet werden kann.
Weitere Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind
den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand von Zeichnungen
näher erläutert, es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Kettengliedes mit hochgeschwenkter
Greifeinrichtung,
Fig. 2 eine Aufsicht auf das Kettenglied gemäß Fig. 1.
Eine Maschine mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist etwa wie
folgt aufgebaut:
In einem Maschinenrahmen läuft eine Kette um, zu deren Führung
Kettenräder 11 und 12 dienen. In einem kurzen Bereich (Einlaufbereich
der Flaschen) läuft die Kette parallel zu einem Einlaufband,
auf dem die Flaschen mittels einer Förderschnecke in Pfeilrichtung
bewegt werden. Die Förderschnecke ist mit einem Getriebe gekoppelt,
das seinerseits mit dem Antrieb der Kettenräder derart in Verbindung
steht, daß eine synchrone Bewegung der Kette mit den einlaufenden
Flaschen erzielt wird. Die Übergabe der Flasche kann auch durch
Ein- und Auslaufstern erfolgen, welche synchron mit der Kette laufen.
Im Überlappungsbereich zwischen Kette und Einlaufband greifen die
Kettenglieder nacheinander die Flaschen und verschwenken sie, gesteuert
von einer Kurvenbahn, um 180° derart, daß die Flaschenöffnung
nach unten zeigt. In dieser Position werden die Flaschen
auf einer vorbestimmten Länge mit Druckluft oder mit Flüssigkeit
ausgeblasen oder ausgesprüht, wobei diese nach dem Sprühen austropfen
können und gelangen um das Kettenrad herum in den Ausgangsbereich,
wo sie wieder in ihre normale Position zurückverschwenkt
werden und auf einem Auslaufband abgesetzt werden.
Die Steuerung der Kettenglieder und des Ausblas- oder Ausspritzvorganges
erfolgt in an sich bekannter Weise über Steuerkurven,
die an spezifischen Teilen der Kettenglieder angreifen und eine
kleine weitere Verschwenkbewegung zum Öffnen der Ventile für den
Ausblas- oder Ausspritzvorgang betätigen.
Im folgenden wird der konstruktive Aufbau der Kettenglieder beschrieben:
Jedes Kettenglied 20 besteht aus einem Kunststoffkörper 24, mit
seitlich wegragenden Flanschen die höhenversetzt sind, so daß
mittels Bohrungen in diesen Flanschen die Kettenverbindung hergestellt
werden kann. Dieser Kunststoffkörper 24 bildet den eigentlichen
Grundkörper der Kette, an ihm sind die spezifischen Bauteile
angeordnet, die zum Erfassen, Festhalten, Verschwenken und Ausspritzen
der zu reinigenden Flaschen dienen:
Der Kunststoffkörper 24 weist in seinem oberen Bereich zwei gegenüberliegende
Schenkel 24 a, 24 b auf, die von je einer Bohrung durchgriffen
ist, die mit einer Bohrung im Kantenbereich eines flachen
Kunststoffblockes 25 fluchtet, so daß durch diese Bohrungen eine
Schwenkachse 22 in Form eines Bolzens geführt werden kann, wodurch
dann der Kunststoffblock 25 in einer Ebene senkrecht zur Förderrichtung
der Kette um 180° verschwenkbar ist. Sein der Bohrung
für die Schwenkachse 22 gegenüberliegendes Ende springt vor und
bildet einen feststehenden Greifbacken 27. Im Kunststoffblock
25 sind weiterhin zwei Führungskanäle 26 a, 26 b für je einen kreisbogenförmigen
Verschlußriegel 26 A, 26 B eingelassen, wobei das vordere
Ende des Verschlußriegels 26 A, 26 B den stationären Greifbacken
27 anschließt. Die Führungsbahn 26 a, b für den Verschlußriegel
26 A, B ist im Kunststoffblock 25 dabei derart positioniert, daß
bei einer Verschiebung des Verschlußriegels 26 A, B in der Führungsbahn
26 a, b die zwischen dem stationären Greifbacken 27 und den
Verschlußriegeln 26 A, B gebildete kreisförmige Öffnung 28 in ihrem
Durchmesser variierbar ist. Der Verschlußriegel 26 A, B kann also
zwei Endposition einnehmen, eine Endposition gibt die Öffnung
28 frei, die andere Endposition (die vorgeschobene Position) erzeugt
eine Öffnung 28 mit minimalem Durchmesser. Durch Verschiebung
der Verschlußriegel 26 A, B in ihrer Führungsbahn 26 a, b ist es also
möglich, einen Flaschenhals sicher zu erfassen und festzuhalten.
Um die Zugriff- und Lösbewegung der Verschlußriegel 26 A, B zu
steuern, ist in dessen Bewegungsbahn ein Sperrglied 32 A, B eingelassen,
das beispielsweise als Bolzen ausgebildet sein kann und
die beiden Endpositionen der Verschlußriegel 26 A, B definiert.
Durch externe Steuerungsmittel wie beispielsweise eine Steuerkurve,
kann auf diese Bolzen 32 A, B eingewirkt werden und somit der Zugriff
der Greifeinrichtung gesteuert werden.
Auf der Schwenkachse 22 gegenüberliegenden Frontalseite des Kunststoffkörpers
24 des Kettenglieds ist ineinem Aufsatz eine Düse
23 eingelassen, deren Öffnung zusammen mit dem Mittelpunkt der
Öffnung 28 in einer gemeinsamen, senkrecht zur Förderrichtung
liegenden Ebene liegt, so daß der Kunststoffblock 25 mit seinem
Greiferende über das Ende der Düse 23 geschwenkt werden kann.
Die Düse 23 ist über ein Ventil 23 a mit einer Zulauf- und einer
Ablauföffnung 31 verbunden. Dort sind Schläuche zur Wasser- oder
Luftversorgung der Düse 23 angeschlossen. Der Ventilkörper ragt
aus der Oberfläche des Kunststoffkörpers 24 hinaus und ist derart
positioniert, daß eine Betätigung durch die Greifeinrichtung
in dem Sinne erfolgen kann, daß das Ventil den Zulauf zur Düse
23 freigibt, wenn die Greifeinrichtung in horizontaler Lage das
Ende der Düse 23 umschließt. Entsprechend sperrt das Ventil 23,
wenn die Greifeinrichtung 21 zurückschwenkt. Die Steuerung der
Greifeinrichtung über eine Steuerschiene 32 bewirkt damit automatisch
auch eine Steuerung des Ventils 23, wodurch die Spritz-
oder Ausblaszeit je nach Verschmutzungsgrad der Flaschen einfach
durch Steuerung der Greifeinrichtung 21 gewählt und variiert werden
kann.
Zu diesem Zweck weist das Ventil 23 a einen Betätigungskranz 23 b
auf, auf den zwei Bolzen 24 c, 24 d in der Greifeinrichtung einwirken.
Die Arbeitsweise des Kettengliedes ist wie folgt:
Im Einlaufbereich der Flaschen nähert sich das Kettenglied vom
Kettenrad so einer der Flaschen 50, daß deren Flaschenhals in
die Öffnung 28 einläuft. Bevor die betreffende Flasche 50 das
Ende des Einlaufbandes erreicht hat, wird ihr Flaschenhals von
den Verschlußriegeln 26 A, 26 B so weit umfangen, bis die Flasche
von der Greifeinrichtung festgehalten ist. Danach schwenkt der
Kunststoffblock 25 mit der Flasche 50 um 180°, so daß die Flaschenöffnung
das Endstück der Düse 23 übergreift (Fig. 1). Wenn diese
Endposition erreicht ist, beaufschlagen die Bolzen 24 c, d das Ventil
23 a und beim weiteren Niederdrücken des Kunststoffblockes 25 öffnen
diese damit die Luft- oder Wasserzufuhr vom Anschluß 31 zum Ventil
23. Während des weiteren Weges des Kettengliedes um das Kettenrad
herum und wieder zurück wird die Flasche so lange ausgeblasen
bzw. ausgespritzt, als die Greifeinrichtung in dieser Position
bleibt. Je nach dem Verlauf der Steuerkurve wird die Greifeinrichtung
rechtzeitig vor Erreichen des Auslaufbandes wieder in
die ursprüngliche Lage zurückgeschwenkt, wobei automatisch die
Wasser- oder Luftzufuhr zur Düse 23 wieder unterbrochen wird.
Wenn sich die Flasche 50 über dem Auslaufband befindet, werden
die Verschlußriegel 26 A, 26 B durch geeignete Steuermittel wieder
in ihre Freigabeposition gegen die Wirkung einer Feder 33 zurückgefahren,
so daß der Flaschenhals von der Greifeinrichtung freigegeben
wird und das Kettenglied am Umfangsbereich des Kettenrades
sich vom Flaschenhals der gereinigten Flasche entfernt.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Reinigung von Behältern, insbesondere von
Flaschen, durch Ausblasen oder Ausspritzen, mit einer umlaufenden
Kette, deren Kettenglieder je eine Greifeinrichtung zur Erfassung
der Behälter beinhalten, die um eine parallel zur
Förderrichtung der Kette liegende Schwenkachse in den Wirkungsbereich
einer Düse schwenkbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (23) stationär am zugehörigen
Kettenglied (20) angebracht ist, dort über einen separaten
Wasser- oder Druckluftanschluß verfügt, und von der zugeordneten
Greifeinrichtung (25) betätigt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zufuhr von Luft oder Wasser zur Düse (23) von einem Ventil
(23 a) gesteuert wird, das seinerseits von der Greifeinrichtung
(25) betätigt wird, wenn diese so positioniert ist, daß der
eingespannte Behälter (50) die Düse (23) übergreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Greifeinrichtung aus einem im wesentlichen quaderförmigen
Kunststoffblock (25) besteht, der in einem Kantenbereich
von der Schwenkachse (22) durchsetzt ist, und in dem mindestens
ein bogenförmiger Verschlußriegel (26 A, 26 B) arretierbar geführt
ist, dessen Griffbereich (e) mit einem stationären Greifbacken
(27) des Kunststoffblocks (25) zusammenwirken.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der/
die Verschlußriegel (26 A, 26 B) und der stationäre Greifbacken
(27) eine etwa kreisförmige Öffnung (28) einschließen, deren
Durchmesser durch Verschiebung des/der Verschlußriegel (26 A,
26 B) variierbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der/die Verschlußriegel (26 A, 26 B) je in einem bogenförmigen
Kanal (26 a, 26 b) des Kunststoffblocks (25) geführt ist (sind).
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der/die
Verschlußriegel (26 A, 26 B) unter einer Federvorspannung steht,
und daß in den Verschiebeweg der Verschlußriegel (26 A, 26 B)
je ein Sperrglied (32 A, 32 B) lösbar eingreift, das der Federvorspannung
entgegenwirkt und die Verschlußriegel arretiert.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Federvorspannung von einer Feder (29) erzeugt wird, die sich
an der Endseite des Führungskanals (26 a, 26 b) einerseits und
der gegenüberliegenden Endseite der Verschlußriegel (26 A, 26 B)
andererseits abstützt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sperrglied (32 A, 32 B) von einer parallel zum Förderweg
verlaufenden Kurvenbahn gesteuert wird, die ihrerseits so verläuft,
daß im Einlaufbereich der Behälter (50) die Greifeinrichtung
geöffnet ist und sich danach um den Behälter (50) schließt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwenkbewegung der Greifeinrichtung von einer Kurvenbahn gesteuert
wird, die an den Flaschenbauch angreift, so daß die
Greifeinrichtung nur bei erfaßter Flasche (50) über die zugeordnete
Düse (23) geschwenkt wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ventil (23 a) einen Betätigungskranz (23 b) aufweist, der von
zwei Bolzen (24 c, 24 d) in der Greifeinrichtung beaufschlagt
wird.
Priority Applications (1)
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| DE19863605640 DE3605640A1 (de) | 1986-02-21 | 1986-02-21 | Vorrichtung zur reinigung von behaeltern, insbesondere von flaschen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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