DE3687940T2 - Schneidevorrichtung mit scheide. - Google Patents
Schneidevorrichtung mit scheide.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich generell auf chirurgische Instrumente, und insbesondere auf diejenigen Instrumente, die in der arthroskopischen Chirurgie und bei gleichartigen, chirurgischen Verfahren, bei denen der Zugang zum Operationsfeld begrenzt und/oder schwierig ist, zur Anwendung kommen.
- Der chirurgische Hintergrund der Erfindung setzt gewöhnlich die Durchführung chirurgischer Operationen durch kleine Schnitte voraus, durch welche die Instrumente eingeführt und anschließend gehandhabt werden. Bei Anwendung von chirurgischen Schneidinstrumenten, wie z. B. von Schneideklingen, ist das Einführen wie auch das Zurückziehen der Schneideklinge sorgfältig durchzuführen.
- Wie ausführlich in der Patentschrift Aikins 4,491,132 vom 1. Januar 1985 beschrieben, wird zur atraumatischen Einführung des Schneidinstrumentes eine Schutzscheide angewendet. In der Scheide, einem geradlinigen Hohlglied, wird die Klinge ganz auf genommen und umfaßt. Die Klinge bleibt in der Scheide so lange bis das distale oder vordere Ende der Scheide in der Nähe des Anwendungsfeldes angebracht wird. Die Klinge wird dann mechanisch aus der Scheide ausgestreckt, entweder durch tatsächliche Ausstreckung der Klinge aus der Scheide hinaus oder durch ein entsprechendes Zurückziehen der Scheide gegenüber der Klinge. Die Aikins Patentschrift betont den Bedarf an solchen Instrumenten und beschreibt verschiedene Ausführungen davon.
- Die Patentschrift Oretorp US-A-4,444,184 beschreibt ein chirurgisches Instrument bestehend aus einem verlängerten, hohlen Griff mit einem daran befestigten und herausragenden, länglichen Rohr zum Einführen in ein Körpergelenk. Eine Stange ist über einen per Finger betätigbaren Knopf im Körper und im Rohr axial verschiebbar. Das Ende der Stange weist ein flaches Schneidwerkzeug auf, das in einer ersten Stellung innerhalb des Rohres eingezogen wird und in einer zweiten Stellung zum Schneiden von Körpergewebe oder ähnlichem geradlinig aus dem Rohr herausgeschoben wird.
- Die Notwendigkeit chirurgische Eingriffe auf begrenzt zugänglichen Operationsfeldern durchzuführen, führte ebenfalls zu der Entwicklung von Instrumenten, die Mittel zum Führen der Schneideklinge oder dergleichen bei der Anwendung derselben am Operationsfeld aufweisen. Diese bekannten Mittel enthalten gegenüberliegende Schienen oder Bahnen an denen entlang die Klinge während des Schneidevorgangs geführt wird.
- In diesem Zusammenhang wird auf folgende Dokumente hingewiesen:
- Roberts et al US 3,835,859 1. September 1974
- Le Noir US 4,067,340 10. Januar 1978
- Das Instrument gemäß Roberts et al ist in seiner Anwendbarkeit begrenzt, da die Art und Weise, mit der die Klinge geführt wird, nur eine Anwendung der Klinge zum Entfernen oder Schneiden von Material aus einer Fläche erlaubt. Sie kann allerdings nicht dafür verwendet werden, einen senkrechten Schnitt zu machen. Ferner ist das Instrument selbst ziemlich klobig und erfordert zwei Griffe zur Einstellung von Form und Stellung des Fadens, wobei dann die Klinge in einer separaten Bewegung fortbewegt werden muß.
- Das Instrument gemäß Le Noir wurde zu einem spezifischen Zweck entwickelt und läßt sich nicht einfach an allgemeine Schneidevorgänge anpassen, weder bei der arthroskopischen Chirurgie noch auf einem anderen Gebiet der Chirurgie. Ferner ist das Werkzeug selbst ziemlich klobig und macht zwei Schnitte erforderlich, damit die beiden gegenüberliegenden Führungsrinnen so angeordnet und gerichtet werden können, um dazwischen die flexible Klinge zu tragen.
- Das chirurgische Instrument der vorliegenden Erfindung wird gemäß Anspruch 1 definiert, der in einer zweiteiligen Form ausgehend von der obengenannten US-A-4 444 189 als nächstliegendem Stand der Technik abgefaßt wird. Das chirurgische Instrument der vorliegenden Erfindung ist einzigartig, dadurch daß es eine von einer Scheide geschützte Klinge vorsieht, wobei die Scheide, zusätzlich zu ihrer Schutzfunktion, an ihrem distalen Endbereich so ausgebildet ist, daß sie eine Klinge aufnimmt und an einer vorbestimmten, seitlich ausgerichteten Schneideleitbahn entlangführt.
- Zusammen mit der spezifischen Ausbildung der Scheide selbst als Leitmittel für die Klinge, ist auch bedeutend, daß die geführte, vordere Spitze und das Endstück der Klinge sich aus der Leitstruktur der Scheide herausstrecken und steuern lassen, wobei die vorbestimmte Leitbahn durch den distalen Endbereich der Scheide nach wie vor definiert wird. Das Endstück der Klinge wird somit vollständig zur freien Verwendung seiner Spitze und/oder Kante, je nach dem wie es das spezifische Verfahren erfordert, freigelegt. Das vollständige Freilegen des Endstückes der Klinge sorgt einerseits für eine positive Führung derselben z. B. an einer bogenförmigen Bahn entlang und andererseits nicht nur für eine genaue Positionierung der Klinge, sondern auch, wie gewünscht, für eine geführte Schneidbewegung, wenn die Klinge aus der Scheide herausgeschoben und an der Leitbahn entlanggeführt wird.
- Das Schneidinstrument mit Scheide gemäß der vorliegenden Erfindung weist einen wiederverwendbaren Griff und einen Betätigungsmechanismus mit lösbaren Einwegschneidklingen mit Scheide auf. Die Klingen mit Scheide können leicht ausgewechselt werden und aus geeigneten, kombinierten Klinge-und-Scheide Einheiten bestehen, welche auf dem Griffmodul auswechselbar angebracht sind.
- Eine wichtige Aufgabe der Erfindung besteht auch darin, ein chirurgisches Instrument zu schaffen, das sich besonders zur Anwendung als Mehrzwecksonde, Messer, und Aspirator/Irrigator eignen kann.
- Der Aufbau des chirurgischen Instrumentes besteht aus zwei Modulen, dem wiederverwendbaren Griff und der Einwegkombination Klinge/Scheide.
- Der wiederverwendbare Griff ist ein kleines, rundes, längliches, zylinderförmiges Rohr, das sich leicht mit einer Hand greifen und handhaben läßt. Ein länglicher, zylindrischer und rohrförmiger Gleitkörper ist zur Hin- und Hergleitbewegung innerhalb des zylindrischen Hauptkörpers der Rohres angebracht. Der innere Gleitkörper ist mit einem äußeren Gleitknopf verbunden, der sich entweder mit dem Daumen oder mit dem Zeigefinger zur Hin- und Hergleitbewegung des inneren Gleitkörpers betätigen läßt. Falls das Instrument, entweder als Aspirator oder als Irrigator, einen Fluidstrom durchlassen muß, dann wird ein Rohranschluß mit Ventil im hinteren Bereich des Griffstückes angebracht. Die gewünschte Durchströmung erfolgt dann durch das rohrförmige Griffstück und den rohrförmigen inneren Gleitkörper. Geeignete Dichtungen sind selbstverständlich vorhanden. Griff oder Griffmodul weisen auch eine Halterkappe auf, die am entsprechenden Stirn- oder vorderen Endbereich angeordnet ist und zum lösbaren Umfassen der Einwegklinge mit Scheide dient. Die Einwegklinge mit Scheide ist zweiteilig und besteht aus der Klinge und der umfassenden Scheide. Der proximale oder hintere Endbereich der Scheide ist derart ausgelegt, daß er innerhalb des Stirn- oder vorderen Endbereiches des Griffs aufgenommen und mit der Halterkappe befestigt wird. Der distale oder vordere Endbereich der Scheide wird vorzugsweise, entweder eine flache oder eine rohrförmige Struktur haben, wobei er in jedem Fall eine seitlich ausgerichtete, bogenförmige Krümmung, entsprechend der für die Klinge gewünschten Leitbahn, aufweist. Die Struktur mit flachem Endbereich ermöglicht den Zugang zu kleineren Lagen, mit erhöhten Fluidgeschwindigkeiten. Ein zylindrischer oder nicht-flacher Endbereich ermöglicht höhere Durchflußgeschwindigkeiten des Fluids. Jeder Struktur kann jede Krümmung zugeteilt werden.
- Die längliche, biegsame Klinge wird gleitend in der Scheide aufgenommen und folgt, wenn sie ausgestreckt wird, der Krümmung der Scheide. Dadurch daß sie biegsam ist, kann sich die Klinge der Krümmung der Scheide anpassen und sie behält diese Krümmung bei, wenn die Spitze am Endstück der Klinge aus der Scheide herausgeschoben wird. Falls gewünscht, könnte die Klinge derart vorgeformt sein, daß sie sich eventuell an die besondere Krümmung der Scheide, mit der sie zusammenwirkt anpassen kann. Die Klinge weist an ihrem hinteren oder proximalen Endbereich eine seitlich ausgerichtete Nase auf, die lösbar im vorderen Ende des Gleitkörpers zur Handhabung der Klinge als Reaktion auf eine Gleitbewegung des Gleitkörpers aufgenommen wird. Der hintere oder proximale Endbereich der Scheide wird seinerseits an der Stirnseite des Griffes durch die Halterkappe festgehalten, wobei die Klinge relativ dazu beweglich ist. Zum Auswechseln der Einheit Klinge/Scheide braucht man nur die Halterkappe zu entfernen und die Klinge auszurasten. Eine neue Einheit wird dann angebracht und die Halterkappe wieder auf gesetzt. Das vordere Endstück oder die Spitze der Klinge kann jeder beliebigen, angemessenen chirurgischen Gestaltung sein. In ähnlicher Weise, können die Einheiten Klinge/Scheide jede benötigte Klingenbreite und jede gewünschte Schneidekrümmung aufweisen.
- Es zeigen:
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Schneidinstruments mit Scheide gemäß der vorliegenden Erfindung, mit eingezogener Klinge;
- Fig. 2 eine perspektivische Ansicht ähnlich Fig. 1, mit ausgestreckter Klinge;
- Fig. 3 eine perspektivische Teilansicht des vorderen Endbereiches des Instrumentes, wobei die Scheide einen zylindrischen, vorderen Führungsbereich aufweist;
- Fig. 4 einen Längsschnitt durch das Instrument in vergrößerter Darstellung, mit geschnittenem vorderen Endbereich der Scheide und Klinge;
- Fig. 5 eine im Querschnitt etwa durch eine Ebene entsprechend der Linie 5-5 auf Fig. 4 dargestellte Einzelheit;
- Fig. 6 eine im Querschnitt etwa durch eine Ebene entsprechend der Linie 6-6 auf Fig. 4 dargestellte Einzelheit;
- Fig. 7 eine im Querschnitt etwa durch eine Ebene entsprechend der Linie 7-7 auf Fig. 4 dargestellte Einzelheit;
- Fig. 8 eine im Querschnitt etwa durch eine Ebene entsprechend der Linie 8-8 auf Fig. 4 dargestellte Einzelheit;
- Fig. 9 einen Längsschnitt durch das um 90º gegenüber der Fig. 4 gedrehte Instrument, mit eingezogener Klinge;
- Fig. 10 eine Ansicht im gegenüber Fig. 9 gedrehten Längsschnitt, mit ausgestreckter Klinge, geöffnetem Ventil und eingerastetem Gleitknopf, wobei das Verbindungsstück des Knopfes zum besseren Verständnis, in Vorderansicht dargestellt wird;
- Fig. 11 eine perspektivische Explosionsansicht der Bestandteile des Instrumentes;
- Fig. 12 eine perspektivische Explosionsansicht einer Einzelheit des Moduls Scheide/Klinge und der Fassungsteile des Griffmoduls.
- Unter besonderer Bezugnahme auf die Zeichnungen, wird mit dem Bezugzeichen 20 das chirurgische Instrument gemäß der vorliegenden Erfindung im Allgemeinen gezeigt. Das Instrument, hauptsächlich ein Messer mit einer Klinge in einer Scheide, besteht aus zwei Basismodulen, einem wiederverwendbaren Griff 22 und einer Einwegklinge mit Scheide oder kombinierter Einheit Scheide und Klinge 24. Die Klinge mit Scheide 24, wie noch im Folgenden genau beschrieben wird, läßt sich an den Griff zwecks ihrer Handhabung durch denselben anschließen. Nach Gebrauch wird die Klinge abgenommen und weggeworfen, wobei der Griff zur Wiederverwendung aufgehoben wird. Der Griff 22 besteht aus einem länglichen, zylindrischen Hauptkörper 26, der hintere und vordere, rohrförmige Endstücke 28 bzw. 30 aufweist, die in Längsrichtung fluchtend, in einer Preßsitz-Verbindung in die jeweiligen hinteren und vorderen Endbereiche des Hauptkörpers teleskopartig aufgenommen werden. Die Preßsitz-Verbindung gewährt eine Fluidabdichtung, die dann von besonderer Bedeutung ist, wenn das Instrument als Aspirator/Irrigator funktionieren soll. In dem Fall, und wie aus den Figuren ersichtlich, wird am hinteren Endstück 28 ein koaxialer, nach hinten ausgerichteter Nippel zum Anschluß durch geeignete Schläuche mit einer Fluidquelle, Unterdruckraum oder dergleichen angebracht. Sollte ein Fluiddurchfluß stattfinden, ist eine Kontrolle desselben unmittelbar durch das Griffstück wünschenswert.
- Zu diesem Zweck kann ein geeignetes Ventil, wie das Kegelventil 34, quer zum Fluidkanal 36 durch das hintere Endstück 28 hindurch angebracht werden. Wie aus den Figuren ersichtlich, ist das Ventil durch einen mit Gewinde versehenen Haltering 38 drehbar gehalten, der auf dem Ventilschaft aufgenommen wird, und in einer Gewindebohrung des Hauptkörpers 26, durch die das Ventil eingesetzt wird, eingeschraubt wird. Der Ventilschaft ragt aus dem Körper heraus und nimmt einen geeigneten Ventilbetätigungsknopf 40 auf, der so gestaltet ist, daß er sich leicht mit den Fingern eines Anwenders greifen läßt, zur Rotation des Ventils in jeder Drehrichtung, zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Stellung.
- Es wird ferner darauf hingewiesen, daß die Greifgestaltung des Knopfes 40 eine längliche, vorspringende Rippe definiert, die auf dem Ventilschaft derart orientiert werden kann, daß sie eine Sichtanzeige der geöffneten und der geschlossenen Stellung des Ventils darstellt. Die richtige Stellung des hinteren Endstücks 28 innerhalb des Hauptkörpers 26 wird dadurch gegeben, daß ringförmige, beim hinteren Endstück 28 nach außen gerichtete und bei der inneren Wandung des hohlen Körpers 26 nach innen gerichtete Absätze, wie aus Bezugszeichen 42 und 44 ersichtlich, miteinander in Anschlag kommen oder aufeinandersitzen.
- Das vordere oder stirnseitige Endstück 30 weist auch eine rohrförmige, offene Gestaltung auf, deren hohler, mit 46 bezeichneter innerer Bereich einen Fluidkanal definieren kann.
- Ein einstückig ausgebildeter, ringförmiger Bund 48 umfaßt, etwa in seiner Mitte, das stirnseitige Endstück 30. Der proximale Endbereich 50, hinter dem Bund 48, wird durch einen Preßsitz innerhalb des vorderen Endbereichs des Hauptkörpers 26 festgehalten, wobei der hintere Bereich des Bundes 48 in einem ringförmigen Absatz am vorderen Endbereich des Körpers 26 sitzt. Die Verbindung des vorderen Endstücks innerhalb des vorderen Endbereichs des Hauptkörpers schafft, wie bereits erwähnt, vorzugsweise eine Fluidabdichtung dar.
- Der Bund 48 weist vor dem vorderen Endbereich des Hauptkörpers 26 eine ringförmige O-Ring-Dichtung 52 auf, die in geeigneter Weise in einer ringförmigen Nut aufgenommen wird. Unmittelbar vor dem Bund 48 hat das vordere Endstück 30 einen Bereich mit Außengewinde 54. Das vordere Endstück 30 hat vor dem Bereich mit Außengewinde 54 eine glatte, rohrförmige, einstückige Verlängerung 56, die in einer Endwand mit einer zentralen Bohrung 58 endet, deren Durchmesser etwas kleiner ist als der Durchmesser der inneren Längsbohrung 46 ist, die sich aus einer bundartigen, einstückigen, nach innen gerichteten Verdickung 60 am vorderen Endbereich des vorderen Endstücks 30 ergibt.
- Um das Modul 24 der Klinge mit Scheide in passender Ausrichtung aufzunehmen, wie noch im Folgenden genau ausgeführt wird, weist die rohrförmige, vordere Verlängerung 56 des vorderen Endstücks 30 einen Schlitz 62 auf, der sich axial darin vom vorderen, äußeren Ende her erstreckt und mit einem quergerichteten oder seitlich ausgerichteten, inneren Endbereich des Außengewindes 54 endet, und somit einen über seine gesamte Länge in die innere Längsbohrung 46 des vorderen Endstücks 30 sich öffnenden L-förmigen Schlitz bildet. Wie insbesondere aus Fig. 4 zu entnehmen, erstreckt sich der Schlitz durch die innere Verdickung oder durch den Bund 60, in der oder in dem die vordere Bohrung 58 angeordnet ist.
- Der Griff 22 schließt ein längliches, rohrförmiges, inneres Gleitelement 64 ein, das vorzugsweise eine hohle, offene, sich auf die ganze Länge erstreckende Längsbohrung 66, zur Fluiddurchströmung falls das Instrument einer derartigen Durchströmung bedarf, aufweist. Diese Längsbohrung 66 schließt sich den Kanälen oder Bohrungen 36 und 46 des hinteren bzw. vorderen Endstücks 28 bzw. 30 zu einem durchgehenden Kanal an.
- Das innere Gleitelement 64 besteht aus einem länglichen mittleren Bereich 68, der passend in der inneren Bohrung des Hauptkörpers 26 zum Hin- und Hergleiten darin auf genommen wird. Dieser mittlere Gleitbereich 68 wird entsprechend gegen die innere Wandung der Bohrung durch eine O-Ring-Dichtung abgedichtet, wobei diese Dichtung in einer am Außenumfang des mittleren Bereichs 68 angebrachten, ringförmigen Nut gehalten wird.
- Das innere Gleitelement 64 weist einen vorderen und einen hinteren länglichen, koaxialen Endbereich 72 bzw. 74 auf, wobei diese Endbereiche einstückig mit dem Element ausgebildet sind und einen kleineren Durchmesser haben. Jeder dieser Bereiche 72 und 74 bildet an seinem dem Gleitelement 68 zugewandten Ende einen entsprechenden Ansatz 76 bzw. 78.
- Der hintere Endbereich 72 des inneren Gleitelements 64 wird teleskopartig innerhalb des vorderen Endbereichs des sich durch das hintere Endstück 28 erstreckenden Fluidkanals oder durch die Bohrung 36 aufgenommen und kann darin frei hin- und hergleiten, wobei die Rückwärtsbewegung des Gleitelements nur vom Anschlag des Ansatzes 76 gegen das vordere Ende des hinteren Endstücks 28 begrenzt ist. Dieser Anschlag ist aus Fig. 4 und aus Fig. 9 ersichtlich, und bildet die innerste Endstellung des inneren Gleitelementes 64.
- Der innerhalb des vorderen Endbereichs der Bohrung 36 angeordnete, hintere Endbereich 72 des inneren Gleitelements 64 wird von einer gewickelten Verdrehungsfeder 82 ummantelt, deren hinteres Ende 84 radial ausgerichtet ist und in einer Halterung in der inneren Wandung der Bohrung 36, zur Positionnierung und Befestigung der Feder 82 steckt. Das zweite Ende 86 der Feder 82 ist radial nach innen gerichtet und steckt so in einem länglichen Schlitz oder einer Nut 88 im hinteren Endbereich 72, daß es, obwohl sich das innere Gleitelement axial gegenüber der Feder 82 frei bewegen kann, in Drehrichtung gegenüber dem mittleren Bereich des Griffs vorgespannt wird, und zwar von hinten im Uhrzeigersinn gesehen. Die Bedeutung dieser Eigenschaft wird später noch beschrieben.
- Der vordere Endbereich 74 des inneren Gleitelements 64 kann teleskopartig innerhalb der inneren Bohrung 46 des vorderen Endstücks 30 aufgenommen werden, wobei die vorwärts Gleitbewegung des inneren Gleitelements 64 durch den Anschlag des vorderen, ringförmigen Ansatzes 78 gegen das ringförmige, innere Ende oder hintere End 90 des vorderen Endstücks 30 begrenzt ist. Dieser Anschlag ist aus Fig. 10 ersichtlich.
- Eine geeignete O-Ring-Dichtung 92 ist in einer Ringnut um den vorderen Endbereich 74, zwischen dem vorderen Endbereich 74 und der inneren Wandung der Bohrung 46 des vorderen Endstücks angeordnet. Diese abgedichtete Verbindung wird durch die gesamte axiale Bewegung des inneren Gleitelements 64 aufrechterhalten.
- Das vordere Ende des vorderen Endbereichs 74 des inneren Gleitelements 64 weist einen Schlitz 94 auf. Dieser Schlitz 94, der mit dem hohlen Innenraum oder der inneren Bohrung 66 innerhalb des Gleitelements 64 in Verbindung stehen kann, erstreckt sich von der Spitze des vorderen Endbereichs 74 nach hinten axial und endet mit einer radial ausgerichteten Ausbuchtung oder Länge 96, die am besten auf Fig. 10 und Fig. 12 zu sehen ist. Nach Wunsch kann sich die radial ausgerichtete Ausbuchtung 96 des Schlitzes 94 zu einer Seite des axialen Hauptteils des Schlitzes oder beidseitig davon ausstrecken.
- Wird das Gleitelement 64 in seiner ausgestreckten Stellung angebracht, in der der ringförmige Ansatz 78 gegen das Anschlagsende 90 des vorderen Endstücks 30 in Anschlag kommt, liegt der Schlitz 94 fluchtend mit dem im vorderen Endstück 30 angeordneten Schlitz 62, lateral nach innen gegenüber davon. Diese Gegenüberstellung wird auf Fig. 10 abgebildet. Die Bewegung des Gleitelements 64 wird durch eine einfache Daumen- oder Fingersteuerung über einen Außenschieber oder Gleitknopf 98 erreicht, der sich der äußeren Form des Hauptgriffkörpers 26 anpaßt und diese umfaßt. Um einen sicheren Griff des Fingers auf den Schieber 98 zu gewährleisten, wird vorzugsweise eine entsprechende einstückige Querrippe 100 dazu angeordnet.
- Der Außenschieber 98 wird mit dem inneren Gleitelement 64 über ein längliches Verbindungsstück oder einen Verbindungsstift 102 starr verbunden, wobei der Verbindungsstift 102 mit Außengewinde versehen ist und in einer Gewindebohrung in der Wand des inneren Gleitelements, gewöhnlich unmittelbar hinter der ringförmigen Schulter 78, eingeschraubt wird. Das Verbindungsstück 102 erstreckt sich unmittelbar außerhalb des inneren Gleitelements durch einen länglichen Schlitz 104 im Hauptkörper 26 des Griffs 22. Das Verbindungsstück 102 wird im Schlitz 104 von einer Laufbüchse 106 ummantelt, die die freie Gleitbewegung des Verbindungsstücks am Schlitz 104 entlang erleichtert. Das obere oder äußere Ende des Verbindungsstücks 102 weist eine ringförmige Nut oder Unterschneidung 108, zur Aufnahme des inneren Endes einer entsprechenden Befestigungs- oder Stellschraube 110 auf, die durch den Betätigungsschieber 98 einrastet und den Schieber 98 mit dem Verbindungsstücks 102 verriegelt. Wenn sie zusammengebaut sind, lassen sich das innere Gleitelement und der äußere Betätigungsschieber 98 über die Betätigung des Schiebers 98 wie eine Einheit bewegen. Mit Rücksicht insbesondere auf Fig. 11, weist das vordere Ende des das Verbindungsstück auf nehmenden Schlitzes 104 eine seitlich ausgerichtete Ausbuchtung oder Länge 112 auf, wobei wenn der Schieber 98 und hiermit das innere Gleitelement ganz nach vorn geschoben sind, über eine seitliche oder Drehbewegung des Schiebers 98 das Einrasten des von einer Laufbüchse 106 ummantelten Verbindungsstücks 102 in die seitliche Ausbuchtung 112 erfolgt und das innere Gleitelement in seiner vordersten Stellung verriegelt wird. Eine solche Anordnung wird grundsätzlich auf Fig. 10 abgebildet, wobei das Verbindungsstück und die Laufbüchse zum besseren Verständnis in perspektivischer Ansicht gezeigt werden.
- Die vorher erwähnte Torsionsfeder 82 bewirkt insbesondere die seitliche Belastung des inneren Gleitelementes 64, damit das Verbindungsstück 102 in die seitliche Ausbuchtung 112 des Schlitzes gedrückt wird und um somit eine automatische Verriegelung des inneren Gleitelements 64 in seiner vorderen oder ausgestreckten Stellung zu bewirken. Es sollte berücksichtigt werden, daß sich diese Belastung leicht per Fingerdruck auf den Außenschieber 98 nach Wunsch beseitigen läßt, entweder während der Handhabung des Instruments oder immer dann, wenn die Klinge zurückgezogen werden muß.
- Der letzte Bestandteil des Griffmoduls 22 ist die Halterkappe 114, welche den vorderen Abschnitt des vorderen Endstücks 30 umfaßt. Die Halterkappe besteht aus einem mittleren, inneren Abschnitt 116 mit innerem Gewinde zur Schraubverbindung mit dem Außengewinde 54. Unmittelbar hinter dem mit einem inneren Gewinde versehenen Abschnitt 116 weist die Halterkappe 114 eine Schürze auf, die die O-Ring-Dichtung zur inneren Abdichtung der Halterkappe umfaßt.
- Das vordere oder äußere Ende 118 der Halterkappe 114 hat eine zentrale Bohrung 120 hierdurch, zur Aufnahme des Klingenmoduls 24 mit Scheide.
- In Bezug auf Fig. 9, ist ein Positionierungsstift 122 am verdickten, vorderen Ende des vorderen Endstücks eingesetzt und ragt nach innen in die Endbohrung 58, wo dieser mit dem Schlitz 94 des Gleitelements so zusammenwirkt, daß das Klingenmodul 24 mit Scheide richtig positioniert wird.
- Das Klingenmodul 24 mit Scheide ist eine zweiteilige Einheit, bestehend aus einer länglichen Klinge 124 und einer rohrförmigen Scheide 126.
- Die Klinge 124 kann an ihrem distalen oder vorderen Endbereich eine beliebige, geeignete, chirurgische Gestaltung aufweisen, z. B. die eines Messer, gemäß Fig. 2 und Fig. 11, oder die einer Querschneidespitze gemäß Figur 12.
- Der proximale oder hintere Endbereich 130 der Klinge 124 weist eine Greifnase 132 auf, die durch einen seitlichen Haken oder Bogen des proximalen Endes begrenzt wird. Dieser Endbereich 130 ist besonders zum Einsetzen durch den winkligen Schlitz 62 im vorderen Abschnitt des Griffs, und zur weiteren Aufnahme im fluchtend angeordneten, winkligen Schlitz oder in der Nut 94 im vorderen Abschnitt 74 des Gleitelements 64 ausgebildet. Wie vorher schon erwähnt, ist für die Positionierung des proximalen Endbereichs 130 der Klinge in den Schlitz 94 am Gleitelement ein Vorrücken des inneren Gleitelements in seine vorderste Stellung, vor seiner Verriegelung durch Drehung in die Ausbuchtung 112 des Schlitzes 104 im Hauptkörper 26, notwendig.
- Die rohrförmige Scheide 126 hat normalerweise eine zylindrische Gestaltung mit einem proximalen Endbereich 134, einschließlich eines Fassungsendes 136 und unmittelbar davor ein einstückig dazu ausgebildeter Anschlags- oder Einstellbund 138. Das Fassungsende 136, das eine hintere, einstückig dazu ausgebildete Verlängerung der Scheide bildet, hat einen oder mehrere Einstellschlitze 140, die sich darin axial erstrecken und in die hintere Stirnseite der Scheide 126 öffnen. Der vordere oder distale Endbereich 142 der Scheide ist seitlich entlang einer vorbestimmten Krümmung gebogen, welche die Leitbahn definiert, der die Klinge zu folgen hat, wenn sie ausgestreckt wird. Dieser gekrümmte, vordere Endbereich 142 der Scheide 126 kann, gemäß Fig. 1 und 2, abgeflacht oder gemäß Fig. 3 durchgehend, zylindrisch sein. In jedem Fall, wird der besondere Oberflächenquerschnitt des vorderen Endbereichs 142 der Scheide 126 vom entsprechenden Sachverhalt und den Verfahrensweisen bestimmt. Jede Struktur bringt besondere Vorteile mit sich und wird dementsprechend ausgewählt. Die abgeflachte, längliche Struktur, wie am deutlichsten aus den Fig. 11 und 12 ersichtlich, wirkt am effektivsten einer Rotation der Klinge entgegen, ermöglicht den Zugang zu kleineren Flächen und, falls es ein Fluiddurchfluß durch das Instrument vorhanden sein sollte, sorgt für die höchsten Fluidgeschwindigkeiten. Der rohrförmige oder nicht-abgeflachte, zylindrische Endbereich, gemäß Fig. 3, wird höhere Durchflüsse des Fluids ermöglichen.
- Die Klinge/Scheide-Einheit 24 ist ein Einwegmodul, wobei die Klinge 124 normalerweise zunächst von hinten in die Scheide 126 eingeführt wurde. Die Klinge 124 ist, zum selektiven kompletten Einziehen des vorderen Einsatzbereichs der Klinge und Ausstrecken desselben hin- und herverschiebbar durch die Scheide. Der gebogene, vordere Endbereich 142 der Scheide 126 ist wegen seines besonderen Einsatzes so ausgebildet, daß er die ausgestreckte Klinge genau positioniert und die Klinge führt, wenn sie aus der Scheide herausgeschoben wird. Die Führung der Klinge während sie ausstreckt ist, sorgt für eine Bewegung der Klinge aus der Scheide heraus entlang einer vorbestimmten Leitbahn, wobei die Klinge gleichzeitig zum Einschneiden, Beschneiden usw. in einer kontrollierter Art und Weise, durch Finger-Betätigung der Klinge und Handhabung des Griffs freigelegt wird.
- Die Klinge/Scheide-Einheit ist in ihrer Gesamtheit als Einweggegenstand gedacht und ist jederzeit beliebig auswechselbar. Die Klinge/Scheide-Einheiten sollen in verschiedenen Breiten, Krümmungen und Gestaltungen der Klingenspitze vorgesehen werden, um, dadurch, daß die Klinge mit Scheide auswechselbar ist, nach Bedarf gemäß dem durchzuführenden Eingriff eine rasche Anpassung des Instrumentes zu ermöglichen. Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, werden die hinteren oder proximalen Fassungsendbereiche der Klinge und Scheide für alle Klingen- und Scheidengrößen standardisiert, um ihre Aufnahme in wiederverwendbaren Griffen mit einer einzigen Größe zu ermöglichen. Es wird darauf hingewiesen, daß der Fassungsendbereich der abgebildeten Scheide einen etwas größeren Querschnitt als der Querschnitt des restlichen Scheideabschnittes aufweist. In ähnlicher Weise hat der Fassungsendbereich der abgebildeten Klinge eine etwas kleinere Höhe.
- Ferner sollen die Klingen aus einem flexiblen, chirurgischen Metall bestehen, das der Krümmung des vorderen Endbereichs 142 der Scheide folgen und diese gekrümmte Richtung aufrechterhalten kann, wenn das vordere Endstück der Klinge aus der Scheide heraus in die Eingriffstellung ausgestreckt wird. Die biegsame Natur der Klinge 124 ermöglicht das vollständige Einziehen der Klinge in die Scheide und eine vollständige Schutzumhüllung derselben, zum Schutz der Klinge wie auch des Körpergewebes, beim Einführen und beim Herausziehen des Instruments. Soll die lösbare Klinge/Scheide-Einheit 24 auf dem Griff 22 angebracht werden, wird das innere Gleitelement 64 in seine vorderste Stellung geschoben, wobei der Schlitz oder die Nut 94 am vorderen Endbereich unterhalb des Schlitzes 62 und mit ihm fluchtend angebracht, und in dieser Stellung festgehalten wird. In dieser Stellung läßt sich die seitliche Nase 132 am hinteren Abschnitt der Klinge 124 auf die Ausbuchtung 96 des Schlitzes 94 setzen. Die Breite des mit dieser Nase versehenen, hinteren Abschnitts der Klinge ermöglicht es, den Schlitz 62 ganz zu durchdringen und innerhalb des Schlitzes 94 am vorderen Endbereich des inneren Gleitelements 64 einzupassen. In dieser Stellung wirkt die Klinge mit dem Gleitelement derart zusammen, daß sie als Folge einer Betätigung des Gleitelements, mit dem Gleitelement in der axialen Richtung hin- und herverschiebbar und auch drehbar ist. Der im Schlitz 94 ausgebildete, eingekerbte Sitz verhindert jede relative Bewegung zwischen der Klinge 124 und dem inneren Gleitelement 64, mit Ausnahme von einer vollständigen Entriegelung der Klinge und Entfernung derselben nach ihrer Positionierung unterhalb des äußeren Schlitzes 62. Nachdem der innere Abschnitt der Klinge innerhalb der Einkerbung im Schlitz 94 sitzt, wird das Fassungsende 136 der Scheide 126 nach hinten durch die Bohrung 58 im vorderen Endstück 30 geschoben, wobei einer der Einstellschlitze 140 im Fassungsende 136 den Positionierungsstift 122 aufnimmt. Die Drehstellung der Scheide 126 wird somit festgelegt. Die Verschiebung des Fassungsendes 136 wird nach innen begrenzt, wenn der Einstellbund 138 gegen die Endwand des vorderen Endstücks 30 zur Anlage kommt. Die Halterkappe 114, die entweder schon auf der Scheide angeordnet war, oder die erst zu diesem Zeitpunkt auf deren gekrümmten, vorderen Endbereich 142 aufgesetzt wird, wird nach hinten geschoben und auf das vordere Endstück 30 aufgeschraubt, wobei die vordere Wand oder Endwand 118 der Haltekappe auf den Einstellbund 138 der Scheide anliegt und den Einstellbund 138 und somit die Scheide selbst in einer festen Stellung auf dem vorderen Endbereich des Griffmoduls 22 festklemmt. Es darf bemerkt werden, daß die zentrale Bohrung 120 durch die Endwand der Halterkappe 114 deren freie Verschiebung der Scheide entlang ermöglicht und gleichzeitig klein genug ist, um gegen den Einstellbund 138 zum festklemmen desselben in Anlage zu kommen.
- In montiertem Zustand läßt sich die Klinge 124 leicht mit dem Daumen oder dem Zeigefinger eines Anwenders betätigen, wobei das Instrument mit einer Hand zu halten ist.
- Ein durch eine rückwärtige Betätigung des Außenschiebers 98 bewirktes Einziehen des inneren Gleitelements 64, schiebt die Klinge vollständig in die Scheide 126, in eine geschützte Stellung zurück. In ähnlicher Weise, bewirkt eine Bewegung des Außenschiebers 98 nach vorn, eine entsprechende Bewegung des inneren Gleitelements 64 und das Ausstrecken der zu schützenden Klinge aus dem vorderen Ende der Scheide heraus und entlang einer Leitbahn, die durch die Krümmung des vorderen Endbereich der Scheide bestimmt wird. Die Scheide schützt nicht nur die Klinge, sondern sie führt und leitet sie auch, wobei das Austrecken der Klinge aus der Scheide eine Schneidebewegung der geführten Klinge bewirken kann und nicht nur bloß das Freilegen der Klinge zur nachträglichen Handhabung derselben. Im Grunde wird der Anwender, nach Selektion der passenden Klinge/Scheide-Einheit mit der gewünschten Krümmung, von der führenden Eigenschaft der Scheide Gebrauch machen, die montierte Scheide passend orientieren und dann die Klinge ausstrecken, wobei die Klinge dabei auf ihrer Leitbahn aus der Scheide heraus Gewebe oder in Scheiben schneidet. Ferner kommt hinzu, daß die Klinge vollständig freigelegt wird, was ermöglicht sie in ihrer Gesamtheit inklusive ihrer Spitze und/oder Kanten nach Bedarf zu benutzen, ohne daß dabei die durch die Scheide einwärts von der Klinge gebildete Führungsstruktur stören kann.
- Wie vorher schon erwähnt, eignet sich das Instrument besonders gut zur Anwendung als Mehrzwecksonde, Messer, und Aspirator/Irrigator. In der Anwendung mit einem Fluiddurchfluß, bewirkt die Anpressverbindung des Einstellbundes 138 der Scheide 126 mit der Halterkappe eine Fluidabdichtung gegenüber der Scheide 126 und schafft einen inneren Strömungsweg, der in die fluchtenden Strömungswege durch das Griffmodul selbst mündet und mit denen unmittelbar in Verbindung steht.
Claims (22)
1. Ein chirurgisches Instrument, einschließlich einer
Schneidevorrichtung mit Scheide, bestehend aus einer
verlängerten Scheide (126) mit distalen (142) und
proximalen (134) Endbereichen und einer verlängerten,
chirurgischen Klinge (124), die der Länge nach in
dieser Scheide zur Hin- und Herbewegung darin steckt,
wobei der distale Endbereich in einer
Austrittsöffnung zum Durchdringen der Klinge endet, und diese
Klinge ein nach vorne gerichtetes chirurgisches
Endstück (128) hat, welches selektiv durch, und über
die Austrittsöffnung zum Durchdringen der Klinge
hinaus, projizierbar ist, und einem außerhalb der
Scheide angeordneten, in die Klinge einrastenden
Einstellelement (22), zur selektiven Hin- und
Herbetätigung der Klinge relativ zur Scheide und zum
selektiven Ausstrecken und Einziehen des Endstückes
der Klinge relativ zur Austrittsöffnung zum
Durchdringen der Klinge; dadurch gekennzeichnet, daß die
Scheide, mit Ausnahme vom distalen Endbereich,
generell geradlinig ist, wobei der distale Endbereich
seitlich, bezüglich des Restbereiches der Scheide,
ausgerichtet ist und eine vorbestimmte Struktur hat,
welche eine vorbestimmte Leitbahn definiert, an der
die Klinge entlangläuft, wobei das Endstück der
Klinge vollständig in die Scheide zurückziehbar ist,
und das Endstück der Klinge vollständig freigelegt
wird, wenn es über die Austrittsöffnung zum
Durchdringen der Klinge hinausragt.
2. Das chirurgische Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Scheide, mit Ausnahme vom
distalen Endbereich, eine zylindrische, röhrenförmige
Struktur aufweist, wobei der distale Endbereich eine
flache, röhrenförmige Struktur hat, die generell
einen länglichen Querschnittes definiert.
3. Das chirurgische Instrument gemäß Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das außerhalb der Scheide
angeordnete, in die Klinge zur selektiven Hin- und
Herbetätigung derselben einrastende Einstellelement aus
einem verlängerten, die Scheide umfassenden Griff
(22) besteht, wobei dieser Griff einen in die Klinge
einrastenden Betätigungsmechanismus enthält, und
dieser Betätigungsmechanismus mit dem Finger zur
Bewegung der Klinge relativ zur Scheide betätigt wird.
4. Das chirurgische Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Einstellelement aus einem
verlängerten Griff mit einem nach vorne gerichteten
Endbereich besteht, wobei dieser Griff eine Fassung
(30, 114) zum Aufnehmen und lösbarem Umfassen des
proximalen Endbereiches der Scheide enthält, die
Scheide sich der Länge nach außerhalb des vorderen
Endbereiches des Griff s ausstreckt, die Klinge einen
proximalen Endbereich hat, der innerhalb des vorderen
Endbereiches des Griffs aufgenommen wird, und der
Griff ein in die Klinge einrastendes Element zur
selektiven Hin- und Herbewegung derselben enthält.
5. Das Instrument gemäß Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das in die Klinge einrastende Element zur
Hin- und Herbewegung derselben, aus einem
Gleitelement (64) mit einem nach vorn gerichteten Ende
besteht, welches in den proximalen Endbereich der
Klinge lösbar einrastet, und einem von außen
zugänglichen per Finger betätigbarem Element (98),
welches in das Gleitelement zu dessen Bewegung
einrastet.
6. Das Instrument gemäß Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der verlängerte Griff ein röhrenartiges
Gehäuse (26) enthält, das Gleitelement der Länge nach
innerhalb dieses Gehäuses angebracht ist, das vordere
Ende des Gleitelementes einen Halter (94) des
Klingenendes definiert, der proximale Endbereich (130)
der Klinge so ausgelegt ist, daß er innerhalb des
Halters lösbar einrastet.
7. Das Instrument gemäß Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Halter des Klingenendes aus einer die
Klinge auf nehmenden Öffnung (94), mit einem seitlich
gedrehten, inneren Ende besteht, der proximale
Endbereich der Klinge ein seitlich gedrehtes Ende
(132) aufweist, dieser proximale Endbereich der
Klinge innerhalb der die Klinge fassenden Öffnung
aufgenommen und festgehalten wird, wobei das seitlich
gedrehte Klingenende innerhalb des seitlich
gedrehten, inneren Endes der die Klinge aufnehmenden
Öffnung befestigt ist.
8. Das Instrument gemäß Anspruch 7, einschließlich eines
vorderen Abschnitts auf diesem röhrenartigen Gehäuse,
das von einer vorderen Endwand begrenzt wird, wobei
die Fassung zum Umfassen des proximalen Endbereiches
der Scheide, eine durch diese vordere Endwand
definierte Öffnung aufweist, und einer den proximalen
Endbereich der Scheide umfassenden Halterkappe (114),
welche abnehmbar auf den vorderen Abschnitt des
Gehäuses montiert ist, wobei der proximale Endbereich
der Scheide zwischen der Kappe und der vorderen
Endwand einrastet.
9. Das Instrument gemäß Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fassung zum Umfassen des
proximalen Endbereiches der Scheide eine
Ausrichtvorrichtung (122) in der Öffnung enthält, der
proximale Endbereich der Scheide einen nach außen
herausragenden Einstellvorsprung (138) enthält, der
gegen die vordere Endwand in Anlage kommt, die
proximalen Endbereiche der Scheide ferner ein
Fassungsende (136) hinter dem Einstellvorsprung
enthalten und der Länge nach innerhalb der Öffnung
einrastbar sind, das Fassungsende so angeordnet ist, daß es
sich der Ausrichtvorrichtung anpaßt, um eine
Rotationsbewegung des Fassungsendes innerhalb der Öffnung
auszuschließen, wobei die Halterkappe gegen den
Einstellvorsprung zum Festklemmen desselben gegen die
vordere Endwand einrastbar ist.
10. Das Instrument gemäß Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausrichtvorrichtung aus einem Stift
(122) besteht, der radial nach innen in die Öffnung
gerichtet ist, wobei das Fassungsende der Scheide
einen Längsschlitz zur Aufnahme des Stiftes enthält.
11. Das Instrument gemäß Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das mit dem Finger manipulierbare
Element aus einem Gleitknopf besteht, der gleitbar auf
dem Gehäuse zur längenmäßigen Hin- und Herbewegung
angebracht ist, einem Verbindungsstück (102) zur
Befestigung des Knopfes auf dem Gleitelement zur
Längsbewegung des Gleitelementes als Folge einer Bewegung
des Knopfes, und einem längsverlängerten Schlitz
(104) im Gehäuse, zur Aufnahme des Verbindungsstückes
zur Anpassung an die längenmäßige Gleitbewegung.
12. Das Instrument gemäß Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der längsverlängerte Schlitz ein
seitlich gedrehtes vorderes Ende hat, zur einrastenden
Aufnahme des Verbindungsstückes nach Rotation des
Knopfes und mit ihm, des Gleitelementes zum lösbaren
Einrasten des Gleitelementes und Knopfes in einer
nach vorne ausgestreckten Stellung, wobei diese nach
vorne ausgestreckte Stellung der Stellung der Klinge
entspricht, in der das Endstück der Klinge freigelegt
ist.
13. Das Instrument gemäß Anspruch 12, einschließlich
einer Torsionsfedervorrichtung (82), welche zwischen
dem Gehäuse und dem Element wirkt und das
Gleitelement rotationsmäßig in eine Richtung lenkt, wobei das
Verbindungsstück innerhalb des seitlich gedrehten,
vorderen Endes des längsverlängerten Schlitzes in das
Gehäuse einrastet.
14. Das Instrument gemäß Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Scheide, an der Rückseite des
distalen Endbereiches, eine generell zylindrische
Struktur aufweist, wobei der distale Endbereich der
Scheide einen flachen, verringerten
Oberflächenquerschnitt aufweist.
15. Das Instrument gemäß Anspruch 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der verlängerte Griff einen sich
hindurch erstreckenden Fluidkanal und Mittel (32, 34) zur
Betätigung und Kontrolle des Fluiddurchflusses durch
den Fluidkanal und dessen Fortsetzung in der Scheide
aufweist, wobei der Hohlkern der Scheide mit dem
Fluidkanal in Verbindung steht und eine Fortsetzung
desselben aufweist.
16. Das Instrument gemäß Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der verlängerte Griff einen sich hindurch
erstreckenden Fluidkanal und Mittel (32, 34) zur
Betätigung und Kontrolle des Fluiddurchflusses durch den
Fluidkanal und dessen Fortsetzung in der Scheide
aufweist, wobei der Hohlkern der Scheide mit dem
Fluidkanal in Verbindung steht und eine Fortsetzung
desselben aufweist.
17. Das Instrument gemäß Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Griff eine Zugangsöffnung (62) enthält,
welche selektiv mit der die Klinge auf nehmenden
Öffnung im Gleitelement ausfluchtend angebracht werden
kann, zur Einführung des proximalen Endbereiches der
Klinge in die die Klinge aufnehmende Öffnung des
Gleitelementes.
18. Das Instrument gemäß Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Scheide, an der Rückseite des distalen
Endbereiches, eine generell zylindrische Struktur
aufweist, wobei der distale Endbereich der Scheide
einen flachen, verringerten Oberflächenquerschnitt
aufweist.
19. Das chirurgische Instrument gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß Scheide und Klinge aus einem
Einwegmodul zur Anwendung mit einem
wiederverwendbaren Griffmodul bestehen.
20. Das Instrument gemäß Anspruch 19, dadurch
gekennzeichnet, daß der seitlich ausgerichtete, distale
Endbereich der Scheide verschieden ausfallen kann und
in Übereinstimmung mit dem beabsichtigten Gebrauch
der Klinge vorherbestimmt worden ist.
21. Das Instrument gemäß Anspruch 19, dadurch
gekennzeichnet, daß der seitlich ausgerichtete, distale
Endbereich eine bogenförmige Bahn für die Klinge
definiert.
22. Das Instrument gemäß Anspruch 21, dadurch
gekennzeichnet, daß der proximale Endbereich der Scheide
einen sich nach außen ausdehnenden Einstellvorsprung
einschließt, sowie ein Fassungsende an der Rückseite
des Einstellvorsprungs, wobei das Fassungsende einen
Ausrichteschlitz darin enthält.
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