DE3536008A1 - Backofen mit einer heizgas- oder heissluft-umwaelzheizung - Google Patents
Backofen mit einer heizgas- oder heissluft-umwaelzheizungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Backofen mit Heizgas- oder
Heißluft-Umwälzheizung gemäß dem Oberbegriff des Anspru
ches 1.
Um mit derartigen Backöfen Backwaren gleichmäßiger Quali
tät herstellen zu können, muß die gesamte Backfläche mög
lichst gleichmäßig erwärmt werden. Aus diesem Grund werden
die einzelnen Heizkanäle je nach Lage der Vor- bzw. Rück
laufkanäle in einzelnen nebeneinanderliegenden Kammern in
Längs- und/oder Querrichtung unterteilt. Die einzelnen
Kammern sind entweder an der Eintritts- oder an der Aus
trittsseite mit Klappen oder Schiebern versehen. Mittels
dieser Klappen oder Schieber ist es möglich, durch Verän
derung des Ein- bzw. Austrittsquerschnittes die Heizgas-
bzw. Heißluftmenge der einzelnen Kammern der Heizgaska
näle bzw. der einzelnen Herde zu verändern und somit die
Wärmeverteilung über die gesamte Fläche der Heizgaskanäle bzw.
Herde zu beeinflussen. Selbstverständlich ist es auch mög
lich, durch gleichzeitiges Verstellen mehrerer Klappen die
Temperatur einzelner Herde im Gesamten anzuheben oder ab
zusenken. Die Einstellung der Klappen kann jedoch nur von
ausgebildeten Fachleuten durchgeführt werden, da eine
gleichmäßige Verteilung der Heizgase sehr viel Fingerspitzen
gefühl und Erfahrung erfordert. Um ein Verstellen der Klap
pen während des Betriebes des Backofens zu verhindern, werden
diese in der Regel mit Schrauben fixiert. Da das Ergebnis
der Klappeneinstellung üblicherweise über die Backergebnisse
kontrolliert wird, ist die genaue Einregulierung eines Back
ofens oft zeitaufwendig und teuer. Durch die Drosselung der
Heizgasmenge vergrößert sich die Temperaturdifferenz in den
einzelnen Kammern der Heizkanäle zwischen Heizgasein- und
Heizgasaustritt wesentlich, so daß zusätzliche Maßnahmen,
beispielsweise das Auftragen von Isolierfarbe an zu heißen
Stellen der Heizflächen, notwendig sind.
Außerdem hat es sich gezeigt, daß Backöfen der beschrie
benen Art bereits auf geringe Veränderungen des Brennver
haltens des Brenners und auch auf Veränderungen des Kamin
zuges reagieren, so daß immer wieder teure Nachregulierung
en notwendig sind. Ein weiterer Nachteil bekannter Backöfen
mit Umwälzheizung ist, daß alle Herde bzw. die gesamte Back
kammer mit der gleichen Temperatur gefahren werden müssen.
Es sind zwar Backöfen mit Umwälzheizung bekannt, bei denen
ein Herd bzw. eine Herdgruppe in der Temperatur reduziert
oder abgeschaltet werden kann. Eine Beeinflussung der Ober-
bzw. Unterhitze ist jedoch bei diesen Backöfen nicht vorge
sehen. Da sich durch das teilweise Reduzieren bzw. Abschal
ten der Umwälzung auch die Strömungsverhältnisse ändern,
verändert sich auch die gleichmäßige Verteilung der Wärme
innerhalb der Herde.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Backofen der eingangs be
schriebenen Art zu schaffen, bei welchem die vorgenannten
Mängel ausgeschaltet sind.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1-6 gekennzeich
neten Maßnahmen gelöst.
Zur gleichmäßigen Verteilung der Heizgase in den Heizgaskanä
len bzw. der Heißluft in den Herden oder in der Backkammer,
werden in den einzelnen Kammern der Heizgaskanäle bzw. in
den einzelnen Herden, unter Umständen auch direkt in den
Backwaren, oder über die Höhe des Backraumes, an verschie
denen Stellen, z. B. im rechten, mittleren und linken Drittel,
oder im unteren, mittleren und oberen Drittel, Fühler ange
ordnet, welche die jeweilige IST-Temperatur messen und die
se an einen Rechner weitergeben.
Der Rechner vergleicht die erhaltenen IST-Temperaturen mit
den jeweilig vorgegebenen SOLL-Temperaturen und gibt ent
sprechende Befehle an Stellmotoren oder andere Stellglie
der, welche die z. B. den einzelnen Kammern zugeordneten
Klappen oder Schieber so lange öffnen oder schließen, bis
die gewünschten SOLL-Temperaturen erreicht sind. Selbstver
ständlich ist es auch möglich, durch zusätzliche Sollwert
geber, z. B. in den einzelnen Herden, die Temperatur im Gan
zen anzuheben oder abzusenken, oder das Verhältnis zwischen
Unter- und Oberhitze zu verändern.
Bei Verwendung einer konsequenten Auf-Zu-Steuerung der
Klappen oder Schieber verändert sich die Temperaturdifferenz
in den einzelnen Kammern der Heizgaskanäle zwischen Heizgas
ein- und Heizgasaustritt nicht, so daß auch die bisher zu
sätzlich notwendigen Maßnahmen nicht mehr anfallen.
Es hat sich im übrigen als zweckmäßig erwiesen, das rückge
führte Heizgas, bzw. die rückgeführte Heißluft, mit dem
neu erzeugten Heizgas bzw. mit der wieder erwärmten Heiß
luft zu vermischen und zu kontrollieren. Zu diesem Zweck
werden zwischen dem Brenner bzw. Warmlufterzeuger und den
Herden eine oder mehrere Mischklappen angeordnet. Zwischen
den Mischklappen und den Herden sind an entsprechender Stel
le Fühler vorgesehen, welche die jeweilige IST-Temperaturen
messen und an einen Rechner weitergeben. Der Rechner ermit
telt die vorhandenen Temepraturabweichungen und gleicht die
se über Stellglieder, in Verbindung mit den Mischklappen,
aus.
Da sich aufgrund der vielen Temperaturmöglichkeiten und da
mit verbundenen vielfältigen Klappenstellungen laufend wech
selnde Vor- und Rücklauftemperaturen ergeben, ist es zweck
mäßig, den Fühler zum Ein- bzw. Ausschalten des Brenners im
Abgas, z. B. Abgasrohr, bzw. an einer anderen entsprechenden
Stelle anzuordnen. Die Abgastemperatur gibt Auskunft über die
jeweilige Restwärme im Heizgas.
Um die Heizleistung des Brenners der jeweiligen in Betrieb
befindlichen Heiz- oder Backfläche anzupassen, wird sowohl
im Rücklauf des Heizgases bzw. der Heißluft, also vor der
Erwärmung, als auch im Vorlauf des Heizgases bzw. der Heiß
luft, also nach der Erwärmung, ein Fühler angeordnet, welcher
die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf mißt, über
einen Rechner vergleicht und die Heizleistung und/oder die
Ventilatorleistung entsprechend ändert. Zweckmäßigerweise
wird zum Beheizen des Backofens ein mehrstufiger oder modu
lierender Brenner, oder ein entsprechendes elektrisches Heiz
register verwendet.
Ebenfalls ist es zweckmäßig, an geeigneter Stelle einen Druck
fühler anzuordnen, welcher die sich ständig ändernden Druck
verhältnisse im Umwälzsystem mißt, diese einem Rechner zu
führt, welcher die Drehzahl des Umwälzventilators so ändert,
bzw. anpaßt, daß in den einzelnen offenen Kammern der Heiz
kanäle bzw. in den offenen Herden eine konstante Heizgas- bzw.
Heißluftgeschwindigkeit vorhanden ist.
Weitere Merkmale und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben
sich aus der Beschreibung von zwei Ausführungsbeispielen und
anhand der Figuren. Von den Figuren zeigen:
Fig. 1 Einen vertikalen Längsschnitt durch einen erfindungs
gemäßen Backofen mit Heizgas-Umwälzheizung mit zwei
Herden.
Fig. 2 Einen horizontalen Querschnitt durch einen Heizgaska
nal, längs der Linie A-A in Fig. 1
Fig. 3 Einen horizontalen Querschnitt durch die Backkammer,
längs der Linie B-B in Fig. 1.
Fig. 4 Einen vertikalen Querschnitt durch den Vor- und
Rücklaufkanal, längs der Linie C-C aus Rich
tung X, in Fig. 1.
Fig. 5 Einen vertikalen Querschnitt durch einen erfindungs
gemäßen Backofen mit Heißluft-Umwälzheizung mit ei
ner Backkammer.
Fig. 6 Einen horizontalen Querschnitt durch die Backkammer,
längs der Linie D-D in Fig. 5.
In den Fig. 1-4 sind verschiedene Schnitte einer erfindungs
gemäßen Ausführungsform eines Backofens, eines sogenannten Eta
genofens mit Heizgas-Umwälzheizung, dargestellt. Wie Fig. 1 zeigt,
handelt es sich um einen Backofen mit zwei übereinandergelegenen
Herden 1 und 2. Diese Herde können durch die Herdtüren 3, welche
sich an der Vorderseite des Backofens befinden, mit Backwaren be
schickt werden. Die beiden Herde werden mittels von Heizgas
durchströmten Heizgaskanälen 4, welche ober- und unterhalb der
Herde angeordnet sind, erwärmt. Die Erwärmung des Heizgases er
folgt über den Brenner 5, wobei den Transport der Heizgase der
Umwälzventilator 6 übernimmt. Durch das Abgasrohr 7 verläßt
immer soviel Abgas das Umwälzsystem, wie Frischluft zur Ver
brennung des Brennstoffes notwendig ist.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, wie die einzelnen Heizgaskanäle 4
in mehrere Kammern 7 unterteilt sind. Die zum Messen der jewei
ligen IST-Temperaturen notwendige Fühler 8, sind im Ausfüh
rungsbeispiel in der Nähe der Heizgasaustritte 9 angeordnet,
während die zur Steuerung des Heizgases notwendigen Klappen 10
an den Heizgaseintritten 11 vorgesehen sind. Die zum Betätigen
der Klappen 10 notwendigen Stellglieder 12 können an beliebi
ger Stelle, z. B. rechts, links, über oder hinter dem Backofen,
angeordnet werden. Ebenso kann der Rechner 13 innerhalb oder
außerhalb des Backofens an beliebiger Stelle montiert werden.
In den Fig. 3 und 4 sind verschiedene Ausführungsformen
und Anordnungen der Mischklappen 14, sowie der Fühler 15
und Stellglieder 16, gezeigt. Der Einbau derfolgt in der
Regel im Vorlaufkanal 17, zwischen Brenner 5 und Heizgas
kanaleintritten 11.
In den Fig. 5 und 6 sind Schnitte einer weiteren erfindungs
gemäßen Ausführungsform eines Backofens, eines sogenannten
Backschrankes, mit Heißluft-Umwälzheizung, dargestellt. Wie
Fig. 5 zeigt, handelt es sich um einen Backofen mit nur einer
Backkammer 21. Diese Backkammer kann durch die Backraumtür 3,
welche sich an der Vorderseite des Backofens befindet, mittels
eines Backwagens 22, mit Backwaren beschickt werden. Der Back
raum wird durch Heißluft, welche direkt durch den Backraum
strömt, erwärmt. Die Erwärmung der Heißluft erfolgt über
einen Warmlufterzeuger 25, in Verbindung mit einem nicht ge
zeigten Brenner. Selbstverständlich kann anstelle des Warm
lufterzeugers 25 auch ein elektrisches Heizregister verwen
det werden. Den Transport der erwärmten Heißluft übernimmt
ein Umwälzventilator 26, bei dem gezeigten Ausführungsbei
spiel ein sogenanntes Querstromgebläse. Die vom Brenner er
zeugten Abgase verlassen den Warmlufterzeuger durch das Ab
gasrohr 27.
Sowohl aus Fig. 5 als auch aus Fig. 6 ist ersichtlich, wie
die linke Backkammerwand 29 in verschiedene Abschnitte unter
teilt ist. Die zum Messen der jeweiligen IST-Temperatur not
wendigen Fühler 28 sind an entsprechender Stelle in den ein
zelnen Abschnitten angeordnet. Die zur Steuerung der Heißluft
notwendigen Schieber oder Klappen 31 sind in den entsprechen
den Abschnitten der rechten Backkammerwand 30 vorgesehen. Die
Betätigung der Schieber 31 erfolgt ebenfalls über Stellglie
der 32, welche an beliebiger Stelle des Backofens angeordnet
werden können. Dasselbe gilt für den Rechner 33.
Claims (6)
1. Backofen mit einem oder mehreren Herden, bei welchem die Er
wärmung der Teigstücke entweder indirekt durch Strahlung über
ober- oder unterhalb der Herde angeordneten Heizgaskanäle,
welche von Heizgas durchströmt werden, welches in einer Brenn
kammer mit einem Brenner erwärmt und mittels eines Umwalzven
tilators zu den den Herden zugeordneten Heizgaskanälen trans
portiert wird, oder direkt durch Konvektion mit Heißluft, wel
che in einem Warmlufterzeuger mit einem Brenner erzeugt und
mittels eines Umwälzventilator durch die Herde transportiert
wird, und daß den einzelnen Heizgaskanälen, bzw. den einzel
nen Herden Klappen oder Schieber zugeordnet sind, mittels denen
z. B. die Temperatur der einzelnen Herde sowohl über die Brei
te, als auch im Ganzen beeinflußt werden kann, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den einzelnen Kammern der Heizgaskanäle bzw.
in den einzelnen Abschnitten der Herde, bei Bedarf auch direkt
in den Backwaren, Fühler angeordnet sind, welche die jeweilige
IST-Temperaturen messen und die gemessenen Temperaturen an ei
nen Rechner weitergeben, und daß der Rechner diese Temperatu
ren mit den jeweiligen SOLL-Temperaturen vergleicht und ent
sprechende Befehle an Stellmotoren oder andere Stellglieder
gibt, welche die den einzelnen Kammern der Heizgaskanäle, bzw.
den Abschnitten der Herde zugeordneten Klappen oder Schieber,
so lange öffnen oder schließen, bis
die gewünschten SOLL-Temperaturen erreicht sind. Zur An
steuerung der Klappen bzw. Schieber kann sowohl eine reine
auf-zu als auch eine stetige Regelung verwendet werden.
2. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur
besseren Vermischung des neu erzeugten Heizgases bzw. Heiß
luft eine oder mehrere Mischklappen vorgesehen sind. Die
se Mischklappen sind zwischen dem Brenner bzw. dem Warm
lufterzeuger und den Heizgaskanälen, bzw. den Herden ange
ordnet. Die Steuerung der Mischklappen erfolgt über Stell
glieder, welche ihre Befehle von einem Rechner erhalten.
Der Rechner erhält seine Informationen von Fühlern, welche
zwischen den Mischklappen und den Heizgaskanälen, bzw. den
Herden, angeordnet sind. Für die Ansteuerung der Mischklap
pen wird vorteilhafterweise eine stetige Regelung verwendet.
3. Backofen nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß
der Fühler zum Ein- bzw. Ausschalten des Brenners im Abgas,
z. B. im Abgasrohr, oder einer anderen entsprechenden Stel
le sitzt.
4. Backofen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
sowohl im Rücklauf der Heizgase, bzw. Heißluft, also vor
der Erwärmung, als auch im Vorlauf der Heizgase bzw. der
Heißluft, also nach der Erwärmung, ein Fühler sitzt, wel
cher die Temperatur- und/oder Druckdifferenz zwischen Vor-
und Rücklauf mißt, über einen Rechner vergleicht, und daß
sowohl die Brennerleistung und/oder die Ventilatorleistung
der jeweiligen Temperatur-, bzw. Druckdifferenz angepaßt wird.
5. Backofen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Erwärmen der Heizgase, bzw. Heißluft, ein mehr
stufiger oder modulierender Brenner, oder ein entsprech
endes elektrisches Heizregister verwendet wird.
6. Backofen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Umwälzung der Heizgase bzw. Heißluft ein in
der Drehzahl mehrstufig oder stufenlos verstellbarer Ven
tilator verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19853536008 DE3536008A1 (de) | 1985-10-09 | 1985-10-09 | Backofen mit einer heizgas- oder heissluft-umwaelzheizung |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3536008A1 true DE3536008A1 (de) | 1987-04-09 |
Family
ID=6283151
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19853536008 Ceased DE3536008A1 (de) | 1985-10-09 | 1985-10-09 | Backofen mit einer heizgas- oder heissluft-umwaelzheizung |
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