DE3535281C2 - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B21/00—Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
- C06B21/0033—Shaping the mixture
- C06B21/0075—Shaping the mixture by extrusion
-
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- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B11/00—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
- B30B11/22—Extrusion presses; Dies therefor
- B30B11/24—Extrusion presses; Dies therefor using screws or worms
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung kunst
stoffgebundener Treibladungspulver und Sprengstoffe mittels
eines Extruders, bestehend aus einem Gehäuse mit wenigstens
einer Einzugsöffnung, ggfls. einer Lösungsmittel-Zugabe
öffnung und wenigstens einer Extruderwelle mit Knet- und
Fördersegmenten, wobei das Gehäuse
wenigstens einen für UV/VIS- oder X-Strahlen durchlässigen
Abschnitt aufweist und ein unter diesen Strahlen polymeri
sierbarer Kunststoffbinder über die Einzugsöffnung solange
zugegeben wird, bis die Segmente der Extruderwelle ohne
Wandreibung im Kunststoffbinder "schwimmen" und anschließend
die Komponenten des Treibladungspulvers bzw. der Explosiv
stoff in kristalliner Form zugegeben werden.
Es ist bekannt (DE-PS 30 44 577, DE-OS 32 42 301), einbasige,
zweibasige, wie auch dreibasige Treibladungspulver, die sämt
lich auf Nitrozellulose-Basis aufbauen, durch Extrudieren in
eine Strangform zu bringen, aus der sich dann Treibsätze oder
Treibladungspulver durch Schneiden herstellen lassen. Es sind ferner Treib
ladungspulver und Sprengstoffe bekannt, die in einer Kunst
stoffmatrix gebunden sind. Hierfür kommen kristalline
Explosivstoffe und darunter in erster Linie Hexogen, Oktogen
oder Gemische derselben (HMX-RDX) und/oder Nitroguanidin
in Frage. Dabei können das Anzündverhalten verbessernde
Zusätze, wie Nitrozellulose, in kleiner Menge oder andere
hochenergetische Polymere zugegeben werden. Solche kunst
stoffgebundenen Treibladungspulver und Sprengstoffe ließen
sich bisher nur chargenweise herstellen, wobei der Binder
anteil relativ hoch bei ca. 15% und mehr liegt.
Mit dem eingangs genannten Verfahren
(DE-PS 34 12 410) gelingt es, auch die vorgenannten Treib
ladungspulver bzw. Sprengstoffe mit kristallinem Korn in
einer Kunststoffmatrix durch Extrudieren herzustellen.
Dabei wird auf den Extruder zunächst der Kunststoffbinder
in fester, gelöster und suspendierter Form über die Einzugs
öffnung solange zugegeben, bis die Schnecken ohne gegen
seitige Reibung und Wandreibung im Kunststoffbinder "schwimmen"
und werden anschließend die Komponenten des Treibladungs
pulvers bzw. der Explosivstoff in kristalliner Form mit
stetig zunehmendem Anteil bei gleichzeitiger Annahme des
Kunststoffbinderanteils zugegeben und schließlich das
Mischungsverhältnis konstant gehalten. Sofern die Zugabe
in gelöster oder suspendierter Form erfolgt, sind Vor
kehrungen zum Abzug des Lösungsmittels bzw. der Suspen
sionsflüssigkeit vorgesehen, während bei Zugabe fester
Kunststoffbinder innerhalb des Extruders ein Schmelz
prozeß bei Temperaturen bis maximal 130°C durchgeführt
wird. Auf diese Weise lassen sich Treibladungspulver
in Strangform mit Kanälen oder auch Sprengstoffe in
Strangform herstellen. Bei dieser Verarbeitung hoch
energetischer Stoffe ist besonderes Augenmerk auf die
Vermeidung jeder metallischen Reibung sowie auf eine
hinsichtlich Temperatur, Druck und Polymerisationsge
schwindigkeit einwandfreie Prozeßführung zu achten. Der
erstgenannten Gefahr wird dadurch begegnet, daß die
Extrudersegmente zunächst mit dem Kunststoffbinder "ge
füttert" werden, wodurch die Reibung zwischen den Segmenten
und die Wandreibung ausgeschlossen wird, indem sich die
Schnecke oder die Schnecken innerhalb des Extruders selbst
zentrieren. Die weiterhin einzuhaltende Prozeßführung hin
gegen bereitet gewisse Schwierigkeiten, wenn die Polymeri
sationsvorgänge ausschließlich bei erhöhter Temperatur
und/oder im Mehrkomponentensystem und/oder im Beisein von
Katalysatoren erfolgt. Es ist deshalb
bereits vorgeschlagen worden (DE-PS 34 12 410), Kunststoffbinder
einzusetzen, deren Polymerisation auf phototechnischem Wege
oder unter Röntgenstrahlen erfolgt. Dabei sind für eine
UV- oder VIS-Bestrahlung insbesondere Polymere mit Nitro
gruppen, die ihrerseits als hochenergetische Binder ange
sehen werden können, geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das vorgenannte Verfahren
dahingehend weiterzuentwickeln,
daß insbesondere unter UV/VIS- oder X-Bestrahlung polymeri
sierende Kunststoffbinder im Extruder verarbeitet werden
können.
Ausgehend von dem eingangs genannten Verfahren wird diese
Aufgabe dadurch gelöst, daß die Polymerisation innerhalb des
Extruders mittels um ihn angeordneter UV/VIS- oder X-Strahlen
quellen eingeleitet und die Strahlungsintensität und/oder
die Wellenlänge der Strahlung in Abhängigkeit von der im
endständigen Verdichtungsbereich des Extruders über eine
definierte Wegstrecke vorhandene Druckdifferenz Δ p (Druck
aufbau) gesteuert werden derart, daß der Treibstoff- bzw.
Sprengstoffstrang (oder -stränge) den Extruder formstabil und
schneidfähig verläßt. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen,
daß unter dem Begriff UV/VIS-Strahlen auch Laser verstanden werden.
Die Intensität der Strahlenquellen läßt sich leicht durch
Zu- oder Abschalten einzelner Quellen, durch Zwischen
schalten von Absorbern oder dergleichen und die Wellen
länge durch Zwischenschalten von Filtern einstellen.
Dadurch ist eine sehr genaue Einstellung der Viskosität
bzw. der Schubspannung der viskosen Mischung möglich. Über
die Aufnahme der Druckdifferenz im Verdichtungsbereich des
Extruders vor den Austrittsdüsen läßt sich ein Maß für die
dort vorhandene Viskosität bzw. Schubspannung erhalten,
das als Führungsgröße zum Regeln der Intensität und/oder
der Wellenlänge herangezogen wird. Intensität und/oder
Wellenlänge werden so eingestellt, daß im Bereich der
Austrittsdüsen ein Polymerisationsgrad erreicht wird,
der zu einem formstabilen und schneidfähigen Strang am
Austritt des Extruders führt. Gegebenenfalls kann der
Verlauf der Schubspannung für einen bestimmten Binder
typ bzw. für eine bestimmte Mischung aus Binder und
kristallinen Komponenten in Modellversuchen aufge
nommen und als Sollwert eingespeichert werden. Die Inten
sität und/oder die Wellenlänge wird dann über die gemes
senen Istwerte der Druckdifferenz Δ p an den Sollwert
herangeregelt.
Die Polymerisation wird bei dem erfindungsgemäßen Ver
fahren im Extruder lediglich eingeleitet, um einen form
stabilen und schneidfähigen Strang zu erhalten. Sie kann
dann außerhalb des Extruders, ggfls. unter weiterer Be
strahlung, vollendet werden. Die Einleitung der Poly
merisation geschieht vorzugsweise in einer drucklosen
Zone des Extruders.
Für das Extrudieren sind die Drehzahl der Extruderwelle,
der Durchsatz und die Verweilzeit weitere Einflußparameter.
Diese lassen sich über die Drehmomentaufnahme des Extruder
antriebs als Kontrollgröße erfassen.
Zur Durchführung des Verfahrens geht die Erfindung von
einer Vorrichtung mit einem Extruder aus (DE-PS 34 12 410), der
aus einem Gehäuse mit wenigstens einer Einzugs
öffnung, gegebenenfalls einer Lösungsmittel-Zugabeöffnung
und einem für UV/VIS- oder X-Strahlen durchlässigen Gehäuse
abschnitt und wenigstens einer Extruderwelle mit Knet-
und Fördersegmenten besteht, und mit einem der Einzugs
öffnung zugeordneten Vorratsbehälter mit Dosiervorrichtung
für den Kunststoffbinder und einem Vorratsbehälter mit
Dosiervorrichtung für die Komponenten des Treibladungs
pulvers bzw. der Explosivstoffe in kristalliner Form,
der entweder der Einzugsöffnung oder einer stromabwärts
von dieser liegenden Zugabeöffnung zugeordnet ist. Eine
solche Vorrichtung zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch
aus, daß im Bereich des strahlendurchlässigen Gehäuseab
schnittes UV/VIS- oder X-Strahlungsquellen angeordnet
sind, eine Einrichtung zum Regeln der Intensität und/oder
der Wellenlänge vorgesehen ist und am endständigen Gehäuseab
schnitt mit der Verdichtungszone mindestens zwei Druckaufnehmer in
Förderrichtung hintereinander angeordnet sind, deren Druck
differenz zur Regelung der Intensität und/oder der Wellen
länge der Strahlung dient.
Für photochemisch polymerisierende Kunststoffbinder ist
der strahlungsdurchlässige Gehäuseabschnitt aus druck
stabilem Glas gebildet. Dabei kann es sich insbesondere
um Quarzglas oder amorphe, hochfeste Gläser handeln.
Die UV/VIS-Strahlungsquellen können entweder außerhalb
des transparenten Gehäuseabschnittes angeordnet oder
aber auch in dem Gehäuseabschnitt aus Glas bzw. Quarz
glas eingebettet und gegebenenfalls mit einer Kühlung
versehen sein.
In bevorzugter Ausführung ist für den Fall der photo
chemischen Polymerisation an dem Extruder eine druck
lose Zone im Bereich des strahlungsdurchlässigen Gehäuse
abschnittes ausgebildet. Dies ist ohne weiteres durch
entsprechende Konfiguration der Schneckengeometrie bzw.
durch entsprechend kontrollierte Segmente möglich. Damit
wird eine Überlastung des transparenten Extruderabschnit
tes vermieden.
Ferner empfiehlt es sich in diesem Fall, im Bereich des
aus Glas gebildeten Gehäuseabschnittes die Schneckensegmente
ganz oder teilweise aus Kunststoff auszubilden, um einen
Verschleiß an der Extruder-Innenseite, unter dem die Transpa
renz leiden könnte, zu vermeiden.
Für die Polymerisation unter Röntgenstrahlen ist gemäß
einer Ausführungsform vorgesehen, daß wenigstens zwei X-
Strahlungsquellen an gegenüberliegenden Seiten des strahlen
durchlässigen Gehäuseabschnittes angeordnet und von einer
Abschirmung umgeben sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist sowohl bei Einwellen-
als auch bei Doppelwellenextrudern sowie bei Gleich- und
Gegenläufern anwendbar. Praktische Versuche haben gezeigt,
daß beispielsweise bei einem Doppelwellen-Extruder, dessen
Schnecken beide einen Durchmesser von 58 mm aufweisen, je
nach Bindertyp einen Durchsatz von 25-70 kg/h erreicht
werden kann.
Nachstehend ist die Erfindung anhand von in der Zeich
nung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen beschrieben.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Längsansicht eines Extruders;
Fig. 2 einen schematischen Schnitt durch den Extruder
mit einer Ausführungsform eines strahlungs
durchlässigen Gehäuseabschnittes;
Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Schnitt einer
anderen Ausführungsform des strahlungsdurch
lässigen Gehäuseabschnittes und
Fig. 4 einen den Fig. 2 und 3 entsprechender
Schnitt einer weiteren Ausführungsform des
strahlendurchlässigen Gehäuseabschnittes.
Der in Fig. 1 wiedergegebene Extruder weist ein Gehäuse 1
aus mehreren baukastenartig zusammengesetzten Gehäuse
abschnitten 2 bis 7 auf. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen
Doppelwellen-Extruder, der von einem Motor 8 bzw. Hydraulikantrieb über
ein Getriebe 9 angetrieben wird. Einige der Gehäuseabschnitte
- beim gezeigten Ausführungsbeispiel die Gehäuseabschnitte 2,
3; 5, 6 und 7 - können von einem Wärmeträger entsprechend den
angedeuteten Richtungspfeilen 10, 11 durchflossen sein, um
den Extruder auf erhöhter Temperatur zu fahren oder im Be
darfsfall auch zu kühlen.
Der erste Gehäuseabschnitt 2 weist eine Einzugsöffnung 12
auf, über die die festen Komponenten (fester Binder,
kristalliner Explosivstoff bzw. kristalline Komponenten
des Treibladungspulvers) zudosiert werden können.
Stromabwärts können sich noch ein oder mehr Öffnungen
(nicht dargestellt) zum Einspritzen von Lösungsmittel be
finden. Ferner sind im Bereich der Gehäuseabschnitte 4
und 6 Entgasungsöffnungen 13 vorgesehen, die gegebenen
falls verschließbar sind.
Der Extruder weist an seinem Ende einen Verdichtungskonus 14
und daran anschließend eine Matritze 15 auf, die für die
gewünschte Formgebung sorgt, beispielsweise im Falle von
Treibladungspulvern einen oder mehrere Stränge mit Kanälen erzeugt.
Im Bereich der Verdichtungszone 14 sind wenigstens zwei - beim
gezeigten Ausführungsbeispiel drei - Druckaufnehmer 16 ange
ordnet, mittels der ein Wert für die dort herrschende Druck
differenz (Druckaufbau) gewonnen wird, die ein Maß für die
Viskosität und damit für den Polymerisationsgrad unmittel
bar vor Austritt des Strangs gibt.
Einer der Gehäuseabschnitte, beispielsweise der Gehäuse
abschnitt 6, der vorzugsweise eine drucklose Zone bildet,
ist je nach Bindertyp für UV/VIS-Strahlen oder für X-
Strahlen durchlässig. In den Fig. 2 bis 4 sind Aus
führungsformen dieses Gehäuseabschnittes 6 mit einem
Flansch 17 zum Verschrauben mit benachbarten Gehäuse
abschnitten gezeigt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 2 besteht das Gehäuse 18 aus Glas, vorzugsweise aus
Quarzglas oder einem amorphen, hochfesten Glas. Als UV/-
VIS-Strahlungsquellen sind einige Lampen 19 angedeutet,
die um den Gehäuseabschnitt 6 herum vorzugsweise symme
trisch angeordnet sind. Statt einfacher Lampen können
auch solche mit Kühhlung eingesetzt werden, wie dies bei
20 angedeutet ist.
Um mit größtmöglicher Intensität bestrahlen zu können,
ist es ferner möglich, wie Fig. 3 zeigt, in das Gehäuse 18
aus Quarzglas oder amorphem Glas die UV- oder VIS-Strahlungs
quellen 21 unmittelbar einzubetten. Dabei kann weiterhin
auch hier die Strahlungsquelle 21 von einer eingebetteten
Kühlung umgeben sein. In das Glasgehäuse 18 sind die
Extruderräume 22 , die in Form einer Acht ineinander über
gehen, eingeformt. In den Extruderräumen 22 laufen die
beiden Wellen mit den Schnecken- bzw. Knetsegmenten 23
um. Im Bereich des Gehäuseabschnittes 6 können diese
Segmente 23 gegebenenfalls aus Kunststoff bestehen.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform für Bindertypen gezeigt,
die unter Röntgenstrahlen polymerisieren. Hier besteht
das eigentliche Gehäuse 18 aus einem ausreichend stabilen,
für Röntgenstrahlen gut durchlässigen Werkstoff. Außer
halb des Gehäuseabschnittes 6 sind an wenigstens zwei
gegenüberliegenden Seiten X-Strahlungsquellen 24 ange
ordnet, die ihrerseits von einer Abschirmung 25 umgeben
sind. Gegebenenfalls kann diese Abschirmung auch den
gesamten Gehäuseabschnitt 6 umfassen.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung kunststoffgebundener Treib
ladungspulver und Sprengstoffe mittels eines Extruders,
bestehend aus einem Gehäuse mit wenigstens einer Ein
zugsöffnung, gegebenenfalls einer Lösungsmittel-Zugabe
öffnung und wenigstens einer Extruderwelle mit Knet-
und Fördersegmenten, wobei das
Gehäuse wenigstens einen für UV/VIS- oder X-Strahlen
durchlässigen Abschnitt aufweist und ein unter diesen
Strahlen polymerisierbarer Kunststoffbinder über die
Einzugsöffnung solange zugegeben wird, bis die Segmente
der Extruderwelle ohne Wandreibung im Kunststoffbinder
"schwimmen" und anschließend die Komponenten des Treib
ladungspulvers bzw. der Explosivstoff in kristalliner
Form zugegeben werden,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Polymerisation innerhalb des Extruders mittels um
ihn angeordneter UV/VIS- oder X-Strahlungsquellen einge
leitet und die Strahlungsintensität und/oder die
Wellenlänge der Strahlung in Abhängigkeit von der
im endständigen Verdichtungsbereich des Extruders
über eine definierte Wegstrecke vorhandenen Druck
differenz Δ p (Druckaufbau) gesteuert werden, derart,
daß der Treibstoff- bzw. Sprengstoffstrang (oder -stränge)
den Extruder formstabil und schneidfähig verläßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Polymerisation in einer drucklosen Zone
des Extruders eingeleitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckdifferenz im endständigen Verdichtungsbe
reich des Extruders als Führungsgröße zum Regeln der
Intensität und/oder der Wellenlänge der Strahlungs
quellen und als Kontrollgröße die Drehmomentaufnahme des
Extruderantriebs verwendet wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Extruder, der
aus einem Gehäuse mit wenigstens
einer Einzugsöffnung, gegebenenfalls einer Lösungsmittel-
Zugabeöffnung und einem für UV/VIS- oder X-Strahlen durch
lässigen Gehäuseabschnitt und wenigstens einer Extruder
welle mit Knet- und Fördersegmenten besteht, und mit
einem der Einzugsöffnung zugeordneten Vorratsbehälter
mit Dosiervorrichtung für den Kunststoffbinder und einem
Vorratsbehälter mit Dosiervorrichtung für die Komponenten
des Treibladungspulvers bzw. der Explosivstoffe in kristal
liner Form, der entweder der Einzugsöffnung oder einer
stromabwärts von dieser liegenden Zugabeöffnung zuge
ordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des
strahlendurchlässigen Gehäuseabschnittes (6) UV/VIS-
oder X-Strahlungsquellen (19, 20, 21, 24) angeordnet sind,
eine Einrichtung zum Regeln der Intensität und/oder
Wellenlänge vorgesehen ist und am endständigen Gehäuse
abschnitt (14) mit der Verdichtungszone wenigstens zwei
Druckaufnehmer (16) in Förderrichtung hintereinander
angeordnet sind, deren Druckdifferenz zur Regelung der
Intensität und/oder der Wellenlänge der Strahlung dient.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
für photochemisch-polymerisierende Kunststoffbinder der
strahlungsdurchlässige Gehäuseabschnitt (6) aus druck
stabilem Glas gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gehäuseabschnitt (6) aus Quarzglas oder amorphem
hochfestem Glas besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die UV/VIS-Strahlungsquellen (21)
in den Gehäuseabschnitt (6) aus Glas eingebettet und
gegebenenfalls mit einer Kühlung versehen sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Extruder (1) eine druck
lose Zone im Bereich des strahlendurchlässigen Gehäuse
abschnittes (6) ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schneckensegmente (23) im Bereich
des aus Glas gebildeten Gehäuseabschnittes (6) ganz oder
teilweise aus Kunststoff bestehen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens zwei X-Strahlungsquellen (24) an gegenüber
liegenden Seiten des strahlendurchlässigen Gehäuseab
schnittes (6) angeordnet und von einer Abschirmung (25)
umgeben sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853535281 DE3535281A1 (de) | 1984-04-03 | 1985-10-03 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung kunststoffgebundener treibladungspulver und sprengstoffe |
| US06/914,072 US4767577A (en) | 1985-10-03 | 1986-10-01 | Process and apparatus for producing plastic-bound propellant powders and explosives |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3412410A DE3412410C2 (de) | 1984-04-03 | 1984-04-03 | Verfahren zur Herstellung kunststoffgebundener Treibladungspulver und Sprengstoffe |
| DE19853535281 DE3535281A1 (de) | 1984-04-03 | 1985-10-03 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung kunststoffgebundener treibladungspulver und sprengstoffe |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3535281A1 DE3535281A1 (de) | 1987-04-09 |
| DE3535281C2 true DE3535281C2 (de) | 1988-05-11 |
Family
ID=25820017
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853535281 Granted DE3535281A1 (de) | 1984-04-03 | 1985-10-03 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung kunststoffgebundener treibladungspulver und sprengstoffe |
Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3448139C2 (en) * | 1984-04-03 | 1987-08-06 | Fraunhofer-Gesellschaft Zur Foerderung Der Angewandten Forschung Ev, 8000 Muenchen, De | Device for producing plastics-bound propellant powders and explosives |
| DE3412410C2 (de) * | 1984-04-03 | 1987-01-22 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 8000 München | Verfahren zur Herstellung kunststoffgebundener Treibladungspulver und Sprengstoffe |
-
1985
- 1985-10-03 DE DE19853535281 patent/DE3535281A1/de active Granted
Also Published As
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|---|---|
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