Die Erfindung betrifft eine Glasplatten-Schleifmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Demnach betrifft die Erfindung eine Glasplatten-Schleifmaschine
mit numerischem Steuerungssystem zum Schleifen der Umfangs
ränder von Glasplatten während der Bewegung von Schleifschei
ben entlang den Umfangsrändern dieser Glasplatten. Die
Schleifscheiben sind dabei numerisch gesteuert.
Bekannte numerisch gesteuerte Glasplatten-Schleifmaschinen
zum Schleifen der Umfangsränder von Glasplatten arbeiten
deswegen nicht zufriedenstellend, weil eine übermäßige
Schnittiefe auftritt, wenn die Vorschubgeschwindigkeit der
Schleifplatte abnimmt, beispielsweise an Ecken, an denen der
Krümmungsradius äußerst klein ist. Außerdem ist eine
Positionsnachstellung der Schleifscheibe bei abgeschliffener
Schleifscheibe sehr schwierig, da die Schleifscheibe übli
cherweise starr montiert ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine numerisch gesteuerte
Glasplatten-Schleifmaschine dahingehend zu verbessern, daß
eine übermäßige Schnittiefe verhindert wird, wenn sich die
Vorschubgeschwindigkeit der Schleifscheibe reduziert,
beispielsweise an einer Ecke, an der der Krümmungsradius
äußerst klein ist und bei der die Schleifscheibe bei abge
schliffener Scheibe leicht nachgestellt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merk
male des Patentanspruchs 1.
Mithin wird die Aufgabe durch die Schaffung einer
Glasplatten-Schleifmaschine mit numerischer Steuerung gelöst,
welche folgende Bauteile aufweist: Eine Anzahl von Ständern;
an den Ständern angebrachte Schleifköpfe; Mittel zur Bewir
kung einer Linearbewegung der Schleifköpfe gegenüber den
Ständern in zwei Richtungen senkrecht zueinander; und
Steuermittel zur numerischen Steuerung der Linearbewegung in
der Weise, daß die Schleifscheiben der Schleifköpfe entlang
den Umfangsrändern der Glasplatten bewegt werden, die an den
Ständern gehalten sind und wobei die Umfangsränder der
Glasplatten von den Schleifscheiben geschliffen werden,
wobei jeder der Schleifköpfe an den Mitteln zur Bewirkung
der Linearbewegung derart gehalten ist, daß sich jeder
Schleifkopf um eine Achse drehen kann, die durch einen
Schleifpunkt an der Schleifscheibe des Schleifkopfs zu der
Glasplatte verläuft und die so an den Mitteln zur Bewirkung
der Linearbewegung aufgehängt sind, daß sich der Schleifkopf
in Richtung parallel zu einer geraden Linie bewegen kann,
die den Schleifpunkt mit dem Drehzentrum für die Schleif
scheibe des Schleifkopfs verbindet; und ferner durch Mittel
zum Drehen des Schleifkopfes um die Achse und durch Mittel
zur Bewegung des Schleifkopfes individuell und unabhängig in
Richtung parallel zu der geraden Linie; und wobei die
Steuerungsmittel so gestaltet sind, daß sie eine numerische
Steuerung auf die Mittel zum Drehen derart ausüben, daß die
Normale auf den Schleifpunkt mit der geraden Linie fluchtet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbei
spiels näher erläutert; es zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Schleifmaschine;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schleifmaschine;
Fig. 3 eine Seitenansicht der Schleifmaschine;
Fig. 4 eine vergrößerte Seitenansicht eines Teils der
Schleifmaschine;
Fig. 5 eine vergrößerte Vorderansicht eines Teils der
Schleifmaschine;
Fig. 6 eine vergrößerte Draufsicht auf einen Teil der
Schleifmaschine; und
Fig. 7 ein elektrisches und pneumatisches Schaltbild
eines Fluidbetätigers.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung in Form eines Schleifmaschinen-Hauptkörpers 1
zum Schleifen der Umfangsränder von Glasplatten bei nume
risch gesteuerter Bewegung der Schleifscheiben 7 dargestellt
und es ist ferner eine Zuführvorrichtung 2 zum Zuführen der
Glasplatten zu dem Schleifmaschinen-Hauptkörper 1 und eine
Ausgabevorrichtung 3 zum Ausgeben der geschliffenen Glas
platten gezeigt, die jeweils auf einem Maschinenbett 4
montiert sind.
Der Schleifmaschinen-Hauptkörper 1 ist zum Schleifen der
Umfangsränder von Glasplatten 8 geeignet, indem jeder
Schleifkopf 5 in Richtung einer Achse X in Fig. 2 von links
nach rechts und umgekehrt und in dem ein Tisch 6 in Richtung
einer Achse Y vor- und zurückbewegt werden kann, wobei
gleichzeitig jede der Schleifscheiben 7 entlang dem Umfangs
rand der Glasplatte 8 bewegt wird, während jede Schleif
scheibe 7 um eine Achse gedreht wird, die senkrecht zur
Ebene der Glasplatte 8 angeordnet ist und durch den
Schleifpunkt A der Schleifscheibe 7 verläuft.
Der auf dem Maschinenbett 4 montierte Tisch 6 kann sich in
Richtung Y bewegen und trägt Ständer 9, von denen fünf in
einer Reihe angeordnet sind, um die zu schleifenden Glas
platten 8 zu halten. Diese Ständer 9 können die Glasplatten
8 durch eine Vakuum-Spannvorrichtung halten. Zu diesem Zweck
ist jeder der Ständer 9 über Rohre und Ventile an eine nicht
dargestellte Vakuumpumpe angeschlossen. Der Tisch 6 weist
Gleitelemente 10 in der Mitte und an seinen beiden Enden
auf, die zueinander parallel in Richtung Y verlaufen und
liegt auf Gleitschienen 11, in die die Gleitelemente 10
eingreifen. Da diese Gleitschienen 11 in Richtung Y auf dem
Maschinenbett 4 parallel zueinander angeordnet sind, kann
der Tisch 6 in Richtung Y auf dem Maschinenbett 4 bewegt
werden.
Ein Servomechanismus für die Bewegung in Richtung Y weist
drei Gruppen von Stellschrauben 12, die entlang den Gleit
elementen 10 angeordnet sind, Getriebe 13 und eine mit den
Stellschrauben 12 verbundene Welle 14 sowie einen Y -Achsen
Servomotor 16 auf, der die Welle 14 über einen Riemen 15
antreibt. Jede der Stellschrauben 12 weist Kugelgewindegänge
17 und eine Mutter 18 auf, und jedes Kugelgewinde 17 ist
über ein Lager 19 am Maschinenbett 4 befestigt, während die
Mutter 18 unter dem Tisch 6 befestigt ist. Die Kugelgewinde
17 sind mit den Getrieben 13 am Maschinenbett 4 verbunden
und die Getriebe 13 sind wiederum untereinander durch die
Welle 14 verbunden. Die Welle 14 ist an verschiedenen
Stellen des Maschinenbettes 4 durch Lager 20 gelagert. Die
Riementriebe 15 umfassen zweckmäßigerweise einen Keilriemen
und Riemenscheiben.
Ein Traggerüst 22 wird von Stützen 21 über dem Tisch 6
gehalten, die an beiden Seiten des Maschinenbetts 4 angeord
net sind. Zwei Gruppen von Gleitschienen 23 sind parallel
zur Achse X an der Vorderseite des Traggerüsts 22 angeord
net. Die Gleitschienen 23 weisen einen Schienenkörper 24,
der auf dem Traggerüst 22 liegt, sowie eine Anzahl von
Gleitelementen 25 auf, die sich auf dem Schienenkörper 24
bewegen und ferner ist ein Triebwerksblock 26 an den
Gleitelementen 25 befestigt. Demgemäß kann der Triebwerks
block 26 durch die Gleitschienen 23 in Richtung X bewegt
werden.
Der in Richtung X wirkende Servomechanismus weist Stell
schrauben 27, die zwischen den zwei Gruppen von Gleitschie
nen 23 angeordnet sind, und einen X-Achsen Servomotor 28
auf, der üblicherweise durch einen Riemen o. ä. mit den
Stellschrauben 28 gekoppelt ist. Die Stellschraube 27 weist
ein Kugelgewinde 29 und eine Mutter 30 auf, wobei das
Kugelgewinde 29 durch ein Lager 78 am Traggerüst 22 und die
Mutter 30 am Triebwerksblock 26 befestigt ist.
Der in Fig. 4 dargestellte Triebwerksblock 26 ist mit fünf
Schleifköpfen 31 derart bestückt, daß diese über den jeweili
gen Ständern 9 auf dem Tisch 6 angeordnet sind und daß jeder
der Schleifköpfe 31 eine Halterungseinrichtung 32, einen an
der Halterungseinrichtung 32 hängenden Schleifkopf 5 und
einen mit der Halterungseinrichtung 32 verbundenen Drehan
trieb 33 aufweist. Jeder der Schleifköpfe 31 ist über die
Halterungseinrichtung an dem Triebwerksblock 26 befestigt.
Gemäß den Fig. 4 bis 6 weist der Schleifkopf 5 einen
Spindelmotor 34 und eine Verschiebungseinstellvorrichtung
mit einer Schneidrichtungs-Einstellführung 42, eine Querfüh
rung 43 und eine Vertikalführung 79 auf, um die Aufstell
position des Spindelmotors 34 in senkrechter Richtung und in
zwei in der Horizontalebene zueinander senkrechte Richtungen
einzustellen. Die Schleifscheibe 7 ist an der Welle des
Spindelmotors 34 angebracht. Die Halterungseinrichtung 32
weist eine sich drehende Welle 36, eine Anzahl von nicht
dargestellten Lagern zum Lagern der Welle 36 und ein Gehäuse
37 zum Halten der Lager auf. Die Halterungseinrichtung 32
ist durch das Gehäuse 37 an dem Triebwerksblock 26 ange
bracht. Der gesamte Schleifkopf 5 ist aufgehängt, um die
Verschiebungseinstellvorrichtung am unteren Teil der sich
drehenden Welle 36 zu halten und ein Kegelrad 38 ist am
oberen Teil der sich drehenden Welle 36 angeordnet, um den
Drehantrieb 33 zu bilden. Der Schleifkopf 5 ist um die sich
drehende Welle 36 der Halterungseinrichtung 32 als Drehachse
drehbar.
In den Fig. 1 und 2 weist der Servomechanismus zur
Übertragung der Drehbewegung den Drehantrieb 33 bestehend
aus dem Kegelrad 38 am oberen Ende der sich drehenden Welle
36 der Halterungseinrichtung 32, eine den Drehantrieb 33 mit
der jeweiligen Schleifkopfeinrichtung verbindende Antriebs
welle 39 und einen mit der Antriebswelle 39 verbundenen
Servomotor 40 zum Drehen auf. Die Antriebswelle 39 wird von
dem drehenden Servomotor 40 angetrieben, wodurch der
Schleifkopf 5 und damit die Schleifscheibe in jeder Schleif
kopfeinrichtung 31 gleichzeitig durch den jeweiligen Dreh
antrieb gedreht werden.
Wenn das Drehzentrum für die Schleifscheibe 7 so eingestellt
ist, daß es sich gemäß Fig. 4 mit dem Schleifpunkt A der
Schleifscheibe 7 in bezug auf die Glasplatte 8 deckt, und
zwar durch die Verschiebungseinstellvorrichtung von jedem
Schleifkopf 5, dann führt die Schleifscheibe 7 aufgrund
einer numerischen Steuerung eine Drehbewegung durch und
bewegt sich entlang des Umfangsrandes der Glasplatte 8, die
an jedem der Ständer 9 festgehalten wird, und zwar gemäß der
numerisch gesteuerten Bewegung des Tisches 6 und des
Triebwerkblocks 26 und schleift dabei so, daß der Schleif
punkt A immer an einer konstanten Position gehalten wird.
Im folgenden wird eine Erläuterung für das Prinzip gegeben,
nach dem die Schleifscheibe 7 das Schleifen durchführt,
während eine Drehbewegung gemäß numerischer Steuerung er
folgt, und es werden die dabei erzielten Vorteile anhand der
Fig. 4 bis 6 erläutert.
Die Schleifscheibe 7 wird bei der Bewegung entlang dem
Umfangsrand der Glasplatte 8 derart gehalten, daß der
Schleifkopf 5 eine Drehbewegung um eine Achse durchführt,
die durch den Schleifpunkt A der Schleifscheibe 7 und
senkrecht zur Ebene der Glasplatte 8 erfolgt. Dabei unter
liegt der Drehwinkel der Schleifscheibe 7 derart der
numerischen Steuerung, daß die normale Linie am Profil des
Umfangsrandes der Glasplatte 8 mit einer geraden Linie
fluchtet, die den Schleifpunkt A mit dem Drehzentrum 41 der
Schleifscheibe 7 verbindet. Bei einem solchen Aufbau kann
bei aufgrund von Abrieb erfolgter Durchmesser-Reduktion der
Schleifscheibe 7 die Halteposition für die Schleifscheibe 7
dadurch eingestellt werden, daß die Schleifscheibe 7 ledig
lich in einer Richtung bewegt wird, und zwar durch die
Schneidrichtungs-Einstellführung 42 derart, daß der Schleif
punkt A mit der Drehachse 36 der Schleifscheibe 7 fluchtet.
Dies bedeutet einen wesentlichen Vorteil für die Glasplat
ten-Schleifmaschine, wenn eine Anzahl von Glasplatten 8
gleichzeitig durch eine Anzahl von Schleifscheiben 7
geschliffen wird. Da sich nämlich der Abrieb der Schleif
scheiben 7 vorher bestimmen läßt, kann der Schleifpunkt A
für die Schleifscheibe 7 leicht gegenüber dem Drehzentrum 36
der Schleifscheibe 7 durch einfaches Bewegen der Schneid
richtungs-Einstellführungen 42 um das jeweils gewünschte Maß
ausgerichtet werden. Die Bewegung jeder Schneidrichtungs-Ein
stellführung 42 wird zweckmäßigerweise durch einen Verschie
bungsservomotor 44 gemäß der numerischen Steuerung von Fig.
6 gesteuert.
Im folgenden wird der Steuerungsmechanismus für die
Schleifandruckkraft anhand der Fig. 4 bis 6 erläutert.
In den Fig. 4 bis 6 tragen gleiche Teile wie in den
Fig. 1 bis 3 gleiche Bezugszeichen.
In diesen Figuren weist die Verschiebungseinstellvorrichtung
35 eine Schneidrichtungs-Einstellführung 42, eine Querfüh
rung 43 und eine Vertikalführung 79 auf. Eine Verschie
bungssteuervorrichtung 45, die mit einem Spindelmotor 34 und
einem Fluidbetätiger 46 verbunden ist, ist an der
Schneidrichtungs-Einstellführung 42 angebracht. Die
Verschiebungssteuervorrichtung 45 ist derart angebracht, daß
ihre Bewegungsrichtung parallel zur Bewegungsrichtung der
Schneidrichtungs-Einstellführung 42 verläuft. Der Fluidbetä
tiger 46 kann den Spindelmotor 34 und damit die Schleif
scheibe 7 in Bewegungsrichtung der Verschiebungssteuervor
richtung 45 hin- und herbewegen und damit die Anpreßkraft
der Schleifscheife 7 an die Glasplatte 8 verändern. Ein
Kugel-Führungslager wird zweckmäßigerweise für die Verschie
bungssteuervorrichtung 45 so eingesetzt, daß der Fluidbetä
tiger 46 mit geringer Betätigungskraft bewegt werden kann.
Ferner wird zweckmäßigerweise ein Luftzylinder als Fluidbe
tätiger 46 verwendet.
Für die Steuerung der Betätigungskraft für den Fluidbetä
tiger 46 wird ein primärer Luftdruck einem elektropneuma
tischen Wandler 47 zugeführt und ein von dem elektropneuma
tischen Wandler 47 gesteuerter sekundärer Luftdruck wird zum
Fluidbetätiger 46 übertragen, um die Andrückkraft für den
Fluidbetätiger gemäß Fig. 7 zu steuern. Der elektropneuma
tische Wandler 47 ist so konstruiert, daß der abgegebene
pneumatische Druck im Verhältnis zu dem eingespeisten
elektrischen Strom verändert wird.
Andererseits wird das dem elektropneumatischen Wandler 47
eingegebene Stromsignal von einem Stromwandler 48 erzeugt.
Der Stromwandler 48 ist mit einem Hilfsfunktionsteil einer
numerischen Steuerungseinrichtung 49 gekoppelt, die den
Schleifmaschinen-Hauptkörper 1 steuert und die so gestaltet
ist, daß sie eine Anzahl von Stromimpulsen erzeugt, während
sie eine Anzahl von Hilfsfunktionssignalen von der nume
rischen Steuerungseinrichtung 49 aufnimmt. Der Stromwandler
48 ist üblicherweise als veränderlicher Widerstand oder als
Digital/Analog-Wandlersystem gebaut. Ferner kann der elek
tropneumatische Wandler 47 an eine getrennte Steuerungsein
richtung, an ein Einstellinstrument oder an einen Funktions
verstärker angeschlossen sein, so daß er nicht über eine
Schnittstelle mit der numerischen Steuerungseinrichtung 49
verbunden betrieben werden muß.
Während ein Luftzylinder üblicherweise als Fluidbetätiger 46
verwendet wird, kann der von dem elektropneumatischen
Wandler 47 erzeugte sekundäre Luftdruck an einen hydrau
lischen Druckwandler angeschlossen und in einen Fluiddruck
umgewandelt werden, der dem sekundären Luftdruck entspricht,
und der Hydraulikdruck kann dem Fluidbetätiger 46 zugeleitet
werden.
Auf diese Weise verändert der elektropneumatische Wandler 47
den zum Fluidbetätiger 46 durch das Signal von der nume
rischen Steuerungseinrichtung 49 zugeführten sekundären
Luftdruck derart, daß die Schleifscheibe 7 hinsichtlich
ihrer Anpreßkraft an die Glasplatte 8 in gesteuerter Weise
schleift. Die Anpreßkraft wird zweckmäßigerweise so gesteu
ert, daß die Schleifscheibe 7 stärker an den Umfang der
Glasplatte 8 im geraden Teil der Glasplatte andrückt und
weniger stark an den Ecken. An einer Ecke, an der der
Krümmungsradius extrem klein ist, ist die Vorschubgeschwin
digkeit der Schleifscheibe 7 gegenüber der Glasplatte 8
üblicherweise verringert und gleichzeitig wird der oben
erwähnte sekundäre Luftdruck reduziert. Der Schliff kann
also gleichmäßig werden, da die Andruckkraft an Stellen
reduziert werden kann, an denen die Schleifscheibe 7 an der
Glasplatte 8 zu viel Material abschleift.
Die Änderung des sekundären Luftdruckes reicht von 0,3 bar
bis 1,5 bar bei einem Fluidbetätiger 46 mit 40 mm Durchmes
ser.
In den Fig. 1 bis 3 ist die Zuführvorrichtung 2 in
jeweilige Blöcke 50 A bis 50 E entsprechend dem jeweiligen
Ständer 9 des Schleifmaschinen-Hauptkörpers 1 unterteilt und
jeder der Blöcke 50 A-50 E ist mit einer Zuführeinrichtung
51 zum Zuführen der Glasplatten 8 und mit einem Positions
detektor 52 versehen, um die von der Zuführeinrichtung 51
zugeführte Glasplatte an der Stelle anzuhalten, die jeweils
einem Ständer 9 entspricht. Ferner weist die Zuführeinrich
tung 2 eine Hubeinrichtung 53 zum Anheben der Zuführeinrich
tung 51 an jedem der Blöcke 50 A-50 E auf.
Die Zuführeinrichtung 51 weist einen Rollenförderer 54 zum
Schieben der Glasplatten 8 und einen Bandförderer 55 zum
Bewegen der Glasplatten 8 auf. Der Rollenförderer 54 weist
ein Rahmenteil 56 und jede der Rollengruppen 57 auf, die an
dem Rahmenteil 56 angeordnet sind, bei dem das Rahmenteil 56
über eine Welle 58 am Maschinenbett 4 gehalten ist. Der
Rollenförderer 54 ist um die Welle 58 als Mittellinie
senkrecht nach oben zur Stütze 9 schwenkbar. Ferner ist der
Bandförderer 55 am Rahmenteil 56 angebracht und weist eine
Platte 59, eine Riemenscheibe 60, einen Riemen 61 und einen
Antrieb 62 auf. Das Rahmenteil 56 ist gemäß Fig. 3 gekippt,
wenn die Zuführeinrichtung 51 die Glasplatte 8 zuführt,
wobei letztere auf dem Rollenförderer 54 aufgrund der
Reibungskraft gemeinsam mit der Bewegung eines Bandes 61
gleitet, wobei die Reibungskraft durch das Anliegen der
Umfangskante der Glasplatte 8 an dem Band 61 verursacht ist.
Unter jeder Zuführeinrichtung 51 ist die zugehörige Hubein
richtung 53 als erste Hubeinrichtung angeordnet, welche
jedes Rahmenteil 56 der Zuführeinrichtung 51 in eine
angehobene Position steuert, in der der Rahmen gegenüber der
Horizontalebene geneigt ist, und zwar zweckmäßigerweise im
Winkel von 38° beim Zuführen der Glasplatte 8, und steuert
auch jedes Rahmenteil 56 der Zuführeinrichtung 51 in eine
abgesenkte Position, in der der Rahmen beim Übertragen der
Glasplatte 8 von der Zuführeinrichtung 51 zum Ständer 9 im
wesentlichen horizontal abgesenkt ist.
Auf diese Weise werden die Glasplatten 8 , die in einer
Vorstufe zur Schleifarbeit auf eine gewünschte Form geschnit
ten sind, nacheinander von einem Aufnahmeförderer 81 zur
Zuführeinrichtung 51 der Zuführvorrichtung 2 zugeführt. In
diesem Fall wird der Bandförderer 55 für jeden der Blöcke 50
A-50 E von jeweils einer Antriebseinrichtung 61 betrieben
und die erste Glasplatte 8 wird zu dem äußersten Endblock 50
A gefördert. Wenn dann der richtige Positionsdetektor 52,
der an dem Rahmenteil 56 des Blocks 50 A angebracht ist, die
Ankunft der Glasplatte 8 am Block 50 A feststellt, dann wird
der Bandförderer 55 des Blocks 50 A angehalten und das
Rahmenteil 56 wird veranlaßt, in der angehobenen Position zu
warten. In der gleichen Weise werden jeweils Glasplatten 8
von den Blöcken 50 B bis 50 E zugeführt und nacheinander
angehalten. In diesem Fall wartet der in Richtung Y zur
Zuführeinrichtung 51 bewegte Tisch unter jeder der Zuführ
einrichtungen 51. Die jeweiligen Zuführeinrichtungen 51, die
in der angehobenen Position gehalten werden, werden gleich
zeitig von den Hubeinrichtungen 53 abgesenkt, wodurch die
jeweiligen Glasplatten 8 gleichzeitig an die jeweiligen
Ständer 9 gelegt und daran durch Unterdruck festgehalten
werden. Hierauf wird der die Glasplatte 8 aufnehmende Tisch
6 zum Zwecke des Schleifens gegen den Schleifmaschinen-Hauptkör
per 1 bewegt.
Die Ausgabevorrichtung 3 weist einen Bandförderer 63 als
sich bewegende Einrichtung zur Aufnahme der Glasplatte 8 von
jedem Ständer 9 auf und bewegt die Platte in Richtung
der Achse Y und sie weist ferner eine Hubeinrichtung 64 als
zweite Hubeinrichtung zum Hochfahren des Bandförderers 63,
einen Rollenförderer 65 als Übergabevorrichtung zum Über
geben der Glasplatte und eine Antriebseinrichtung 66 zum
Antreiben des Rollenförderers 65 auf.
Der Gurt des Bandförderers 63 ist um Riemenscheibe 69 und 70
geführt, die an einem Stützrahmen 68 der Hubeinrichtung 64
angeordnet sind, wobei die Riemenscheibe 70 mit einer
Antriebseinrichtung 71 verbunden und von dieser über eine
geeignete Übertragungseinrichtung angetrieben ist. Der
Stützrahmen 68 der Hubeinrichtung 64 wird von einer Welle 72
am Maschinenbett 4 getragen und schwenkt vertikal in bezug
auf die Ständer 9 um die Welle 72 als Zentrum, und zwar
durch eine Antriebseinrichtung 73. Der Rollenförderer 65
weist ein Rahmenteil 74 und eine Gruppe von Rollen 75 auf,
die an dem Rahmenteil 74 angeordnet sind und jede der Rollen
ist über einen Kettenantrieb mit der Antriebseinrichtung 66
verbunden und von dieser angetrieben.
Auf diese Weise wird der Tisch 6, der darauf die vom
Schleifmaschinen-Hauptkörper 1 fertig geschliffene Glasplat
te 8 trägt, in Richtung Y zur Ausgabevorrichtung 3 bewegt
und wartet an der Übertragungsposition B gemäß Fig. 3. Zu
dem Zeitpunkt befindet sich der Stützrahmen 8 der Hubein
richtung 64 in einer im wesentlichen horizontalen, abgesenk
ten Position. Zum gleichen Zeitpunkt, zu dem jeder der
Ständer 9 das Ansaugen der Glasplatten 8 unterbricht, hebt
sich der Stützrahmen 68 der Hubeinrichtung 64 und die
Glasplatte 8 wird zum Bandförderer 63 übertragen. Ferner
wird der Bandförderer 63, der auf sich die Glasplatte 8
trägt, von der Antriebseinrichtung 71 in Richtung Y bewegt
und wenn die Glasplatte 8 an der Ausgabeposition C gemäß
Fig. 3 ankommt, ist der Stützrahmen 68 der Hubeinrichtung
64 abgesenkt, um die Glasplatte 8 zum Rollenförderer 65 zu
übertragen. Hierauf wird die Glasplatte 8 durch den Rollen
förderer 65 zu einem Ausgabeförderer 67 übertragen. Der
Tisch 6, der die Glasplatte 8 zur Ausgabevorrichtung 3
übertragen hat, wird sofort umgesteuert und in Richtung auf
die Zuführvorrichtung 2 gefahren und wiederholt die oben
beschriebene Arbeitsfolge.
Bei der numerisch gesteuerten Schleifmaschine, die zuvor
beschrieben wurde, kann eine übermäßige Schnitt-Tiefe beim
Schleifen der Glasplatte verhindert werden, und zwar selbst
dann, wenn die Zuführgeschwindigkeit der Schleifscheibe an
einer Ecke o. ä. abnimmt, an der der Krümmungsradius extrem
klein ist, und die Position der Schleifscheibe läßt sich
leicht nachstellen, wenn die Schleifscheibe abgeschliffen
ist.