DE3532119A1 - Elektrisch beheizbare autoglasscheibe - Google Patents
Elektrisch beheizbare autoglasscheibeInfo
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Classifications
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- Surface Treatment Of Glass (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine elektrisch beheizbare Autoglasscheibe
mit auf einer Oberfläche angeordneten, aufgedruckten und einge
brannten schmalen Heizleitern, die mit entlang des Randes der
Glasscheibe angeordneten gleichzeitig mit den Heizleitern aufge
druckten und eingebrannten Sammelleitern in Verbindung stehen,
wobei auf den aufgedruckten und eingebrannten Sammelleitern Me
tallbänder angeordnet und mit diesen elektrisch leitend verbunden
sind.
Elektrisch beheizbare Autoglasscheiben werden insbesondere als
Heckscheiben in Kraftfahrzeugen eingesetzt. Wenn die Sammelleiter,
die der Stromzuführung zu den Heizleitern dienen, lediglich aus
der aufgedruckten und eingebrannten Leitmasse bestehen, aus der
die Heizleiter bestehen, müssen sie verhältnismäßig breit augebil
det sein, damit ihr elektrischer Widerstand nicht zu hoch wird, da
sie sich sonst zu stark erwärmen. Doch auch bei verhältnismäßig
breiter Ausführung ist ihr elektrischer Widerstand immer noch ver
hältnismäßig hoch, weil ihr Querschnitt wegen der außerordentlich
geringen Dicke der aufgedruckten und eingebrannten Schicht ver
hältnismäßig gering ist. Auch bei verhältnismäßig breiter Ausfüh
rung läßt es sich in der Regel nicht vermeiden, daß ein Teil der
elektrischen Energie durch die an sich unerwünschte Erwärmung der
Sammelschienen verlorengeht.
Es ist bekannt, zur Vermeidung dieses Nachteils den elektrischen
Widerstand der aufgedruckten und eingebrannten Sammelschienen
durch die Anordnung eines metallischen Leiters, beispielsweise
eines Streifens aus Kupferblech oder einer Flachlitze aus Kupfer,
zu verringern (US-PS 34 67 818). Der Metallstreifen wird dabei
beispielsweise in Abständen mit dem eingebrannten Sammelleiter
verlötet. Um zu vermeiden, daß durch die unterschiedliche Wärme
ausdehnung des Metallstreifens und der Glasscheibe schädliche me
chanische Spannungen entstehen, die zu einem Abriß der Lötstellen
führen können, ist der Metallstreifen in den Bereichen zwischen
den Lötstellen brückenartig aufgewölbt. Die aufgedruckten und ein
gebrannten Sammelleiter können bei dieser bekannten Heizscheibe
verhältnismäßig schmal ausgeführt werden.
Heizscheiben mit solchen auf den Sammelleitern aufgelöteten Ver
stärkungsbändern haben wiederum andere Nachteile. Zum einen stel
len die auf der Oberfläche vorstehenden Metallstreifen beim Hand
haben, beim Verpacken und beim Versand der Glasscheiben Hindernis
se dar, und es kann leicht vorkommen, daß bei Stößen gegen die
aufgelöteten Metallstreifen diese sich verbiegen oder daß die Löt
stellen sich lösen. Zum anderen sind solche durch Metallbänder
verstärkte Sammelschienen dann besonders nachteilig, wenn die Sam
melschienen nicht am äußersten Rand der Glasscheibe, sondern im
Abstand von der Scheibeneinfassung innerhalb des Sichtfeldes an
geordnet sind, wie das zwangsläufig der Fall ist, wenn die Heiz
leiter gleichzeitig als Antennenleiter benutzt werden. In diesem
Fall müssen nämlich die Sammelleiter im Abstand von einigen Zen
timetern vom Rahmen der Karosserie angeordnet werden, weil sonst
die Kapazität der Antennenleiter unzulässig hohe Werte annimmt.
Bei einem solchen gleichzeitig als Antenne und Heizwiderstand die
nenden Leiternetz hat man einereits Interesse, die vollständig im
Sichtfeld befindlichen Sammelleiter so schmal wie möglich auszu
führen, was sich insbesondere durch eine Verstärkung mit einem
zusätzlichen Metallband erreichen läßt. Andererseits ist die An
ordnung des zusätzlichen Metallbandes störend, weil das Metallband
nicht nur beispielsweise beim Reinigen der Glasscheibe hinderlich
ist, sondern weil vor allem die Gefahr besteht, daß das zusätzli
che Metallband beim Reinigen der Glasscheibe oder bei anderen Ge
legenheiten so stark beansprucht wird, daß die Verbindungsstellen
mit der eingebrannten Schicht des Sammelleiters sich lösen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Heizscheibe der
beschriebenen Art so auszubilden, daß die Gefahr einer Verletzung
der zusätzlichen Metallbänder und eine Zerstörung der Verbindungs
stellen zwischen den Metallbändern und den eingebrannten Sammel
leitern sicher vermieden wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die einge
brannten Sammelleiter und die hiermit elektrisch leitend verbunde
nen Metallbänder mit einer diese gemeinsam überdeckenden und mit
diesen und mit der Glasoberfläche verklebten Kunststoffüberzug
versehen sind.
Das metallische Verstärkungsband eines zusammengesetzten Sammel
leiters ist also gemäß der Erfindung vollständig in eine Kunst
stoffmasse eingebettet, die ihrerseits auf der eingebrannten
Schicht des Sammelleiters und auf der Glasoberfläche unmittelbar
neben der eingebrannten Leiterschicht fest und dauerhaft haftet.
Daraus ergeben sich einige wesentliche Vorteile: Zum einen wird
das Metallband gegen mechanische Belastungen sicher geschützt, so
daß die Gefahr eines Abrisses an den Verbindungsstellen zu der
eingebrannten Sammelleiterschicht vollständig beseitigt ist.
Gleichzeitig wird durch die Einbettung in der Kunststoffmasse die
Gefahr, daß sich beispielsweise beim Reinigen der Glasscheibe an
eventuellen scharfen Kanten des Metallbandes die Hände verletzen,
vollständig ausgeschaltet. Außerdem ist der optische Eindruck der
zusammengesetzten Sammelschiene durch den Überzug, der in der
Regel aus undurchsichtigem Kunststoff besteht, wesentlich verbes
sert. Zum anderen erfolgt durch den haftenden Überzug eine zusätz
liche mechanische Befestigung des Metallbandes auf der eingebrann
ten Sammelleiterschicht. Infolgedessen kann die elektrisch leiten
de Verbindung mit der Sammelleiterschicht auf eine Weise durchge
führt werden, die lediglich für eine gute elektrisch leitende Ver
bindung sorgt, ohne gleichzeitig eine große mechanische Festigkeit
aufweisen zu müssen. Dadurch können nunmehr auch solche elektrisch
leitenden Verbindungen zum Einsatz kommen, die als solche eine
unzureichende mechanische Festigkeit aufweisen, weil die Verbin
dungsstellen durch die Ummantelung der Sammelleiter mit dem aus
härtenden Kunststoff eine erhebliche mechanische Stabilisierung
und Verfestigung erfahren. Man kann also bei einer erfindungsge
mäßen Heizscheibe auf wirtschaftliche Kontaktierungsmethoden zu
rückgreifen, ohne auf die mechanische Festigkeit der elektrisch
leitenden Verbindung Rücksicht nehmen zu müssen. Auch brauchen die
Verbindungsstellen keine besondere Beständigkeit gegen einen che
mischen Angriff durch z.B. Feuchtigkeit aufzuweisen, daß sie durch
die vollständige Umhüllung gegen solche Einflüsse optimal ge
schützt sind.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Un
teransprüche. Sie ergeben sich außerdem einschließlich der hiermit
erzielten Vorteile aus der nachfolgenden Beschreibung verschiede
ner Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
Von den Zeichnungen zeigt, jeweils in Form einer perspektivischen
Darstellung eines Teils der Heizscheibe,
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Heizscheibe mit unmittelbar am Rand der Glasscheibe
angeordnetem Sammelleiter;
Fig. 2 eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Heizscheibe mit Sammelleitern, die mit Abstand vom
Scheibenrand innerhalb des Sichtfeldes der Glasscheibe
verlaufen, und
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Heizscheibe, bei der sich das Leiternetz insbesondere
auch als Antennenleiternetz benutzen läßt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Heizscheibe handelt es sich um
eine heizbare Heckscheibe für ein Kraftfahrzeug, die als solche
nach dem Verfahren der Direktverklebung mit dem Befestigungs
flansch der Karosserie verbunden wird. Die Silikatglasscheibe 1
ist entlang ihrem Scheibenumfang mit einer in der Regel einigeZen
timeter breiten rahmenförmigen Schicht 2 aus einem undurchsichti
gen Belag insbesondere aus einer keramischen Einbrennfarbe verse
hen. Auf dieser eingebrannten Farbschicht 2 sind Sammelleiter 3
angeordnet, von denen aus sich die Heizleiter 4 über den Sichtbe
reich der Glasscheibe erstrecken. Die Sammelschienen 3 und die
Heizleiter 4 bestehen aus einer elektrisch leitenden Einbrennfarbe
und werden nach üblichen Verfahren in ein und demselben Arbeits
gang mit Hilfe des Siebdruckverfahrens auf die Glasoberfläche bzw.
auf die zuvor aufgebrachte Schicht 2 aufgebracht und im Zuge der
für das Biege- und/oder Vorspannverfahren der Glasscheibe erfor
derlichen Erwärmung eingebrannt.
Die Sammelleiter 3 sind verhältnimäßig schmal ausgebildet. Auf dem
Sammelleiter 3 ist, vorzugsweise auf der gesamten Länge des Sam
melleiters 3, ein Metallband 6 angeordnet. Das Metallband 6 kann
beispielsweise ein Streifen aus Kupferblech sein. Stattdessen kann
das Metallband auch aus einer Flachdrahtlitze aus Kupfer oder aus
verzinntem Kupfer bestehen. Bei dem dargestellten Ausführungsbei
spiel ist das Metallband 6 in leicht gewellter Form aufgebracht.
In Abständen berührt das Metallband 6 den eingebrannten Sammellei
ter 3. An diesen Berührungsstellen ist das Metallband mit Hilfe
eines geigneten Verbindungsmittels 7 mit dem eingebrannten Sammel
leiter 3 verbunden. Das Verbindungsmittel kann beispielsweise, wie
bisher üblich, ein Lot sein. Zweckmäßiger ist es jedoch, wenn die
Verbindung statt durch Verlöten durch eine wirtschaftlichere Me
thode erfolgt. Geeignet hierfür ist beispielsweise das an sich
bekannte Bonding-Verfahren, bei dem die elektrisch leitende Ver
bindung durch punktförmige Ultraschall-Anwendung als Schweißver
bindung hergestellt wird. Ebenso ist es möglich, als Verbindungs
mittel thermoplastische oder aushärtende elektrisch leitende
Kunststoffkleber zu verwenden.
Auf der rahmenartigen Schicht 2 wird anschließend umlaufend eine
Schicht 8 aus einem aushärtenden und sich mit der Schicht 2, dem
Sammelleiter 3 und dem Metallband 6 fest und dicht verbindenden
Kunststoff aufgebracht. Das Aufbringen dieser Kunststoffschicht 8
erfolgt zweckmäßigerweise mit Hilfe einer entsprechend kalibrier
ten Extruderdüse, die mittels einer geeigneten Vorrichtung automa
tisch an der Glasscheibe entlang geführt wird. Dabei legt sich die
Klebermasse auf die Schicht 2, die Sammelschiene 3 und das Metall
band 6 auf, umschließt das Metallband 6 und weist nach ihrem Aus
härten eine feste und dauerhafte Haftung an der Schicht 2, dem
Sammelleiter 3 und dem Metallband 6 auf.
Als Material für die Kunststoffschicht 8 eignen sich z.B. Kleber
massen, wie sie für die Verklebung der Glasscheibe mit der Autoka
rosserie üblich sind. Eine gebräuchliche Kleberzusammensetzung,
die sich auch für den vorliegnden Zweck eignet, ist beispielswei
se ein feuchtigkeitshärtender Einkomponenten-Polyurethankleber,
wie er in der US-PS 37 79 794 beschrieben ist. Gegebenenfalls
sind die Oberflächen, auf die der Kleber aufgetragen wird, in be
kannter Weise mit geeigneten Reinigungsmitteln und/oder mit geeig
neten Primerzusammensetzungen vorzubehandeln.
Das Aufbringen der Kunststoffschicht 8 auf den Randbereich der
Glasscheibe erfolgt zweckmäßigerweise im Herstellwerk der Heiz
scheibe. Auf diese Weise lassen sich die Vorteile, die die Erfin
dung bietet, voll nutzen. Sobald die Kunststoffschicht 8 ausgehär
tet ist, ist die Heizscheibe fertig für die Verpackung und den
Versand zum Automobilwerk.
Zum Zweck des Einbaus der Glasscheibe in den Fensterrahmen der
Karosserie wird der für die Verklebung erforderliche Kleberstrang
10 aus einem mit der Kunststoffschicht 8 kompatiblem Kleber mit
Hilfe einer Extruderdüse auf der Kunststoffschicht 8 abgelegt und
die Glasscheibe in die Fensteröffnung eingesetzt. Der Kleber
strang 10 kann selbstverständlich statt auf der Glasscheibe au
chauf den Befestigungsflansch im Fensterrahmen der Karosserie
aufgebracht werden. Gegebenenfalls ist eine Aktivierung der Ober
fläche der ausgehärteten Kunststoffschicht zweckmäßig, bevor die
Schicht 8 mit dem Kleberstrang 10 in Berührung gebracht wird.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform zeigt eine heizbare
Autoglasscheibe ohne einen umlaufenden rahmenartigen Belag, die
für den Einbau mit Hilfe eines Einfaßrahmens aus Gummi vorgesehen
ist. Die Glasscheibe 11 ist wiederum auf einer Oberfläche mit auf
gedruckten und eingebrannten Sammelleitern 13 und Heizleitern 14
versehen. Die Sammelleiter 13 sind im Abstand von mehreren Zenti
metern parallel zu der Scheibenkante angeordnet, so daß sie im
eingebauten Zustand der Glasscheibe einen Abstand von wenigstens
2 bis 3 Zentimetern von den Metallteilen des Fensterrahmens auf
weisen. Eine solche Entfernung der Sammelleiter von dem metalli
schen Rahmen ist notwendig, wenn die elektrischen Leiter 13,14
nicht nur zum Beheizen der Glasscheibe, sondern auch als Antennen
leiter benutzt werden sollen, weil andernfalls die Kapazität der
Antennenleiter einen zu hohen Wert annimmt.
Auf den aufgedruckten und eingebrannten Sammelleitern 13 ist ein
schmales Metallband 16 beispielsweise aus Kupferblech angeordnet.
Dieses Metallband 16 erstreckt sich über die gesamte Länge des
Sammelleiters 13 und ist an Verbindungsstellen 17 punktweise mit
dem eingebrannten Sammelleiter 13 verbunden. Die Verbindungspunkte
17 können zweckmäßigerweise unmittelbar gegenüber den einzelnen
Heizleitern 14 angeordnet werden. Auf diese Weise haben die einge
brannten Sammelleiter 13 im wesentlichen die Funktion, das Metall
band 13 nach außen hin abzudecken. Die Sammelleiter 13 können auf
diese Weise extrem schmal ausgebildet werden.
Die elektrisch leitenden Verbindungen 17 können wiederum mit Hilfe
geeigneter Verfahren hergestellt werden, beispielsweise durch Lö
ten, Kleben oder nach dem bekannten Bonding-Verfahren mit Hilfe
von Ultraschallenergie. Das Metallband 16 ist an einem Ende abge
kröpft und zu einem Flachstecker 19 geformt, mit dem im eingebau
ten Zustand der Heizscheibe das Stromzufuhrkabel über einen ent
sprechenden Kupplungstecker verbunden wird.
Der eingebrannte Sammelleiter 13 und das damit elektrisch leitend
verbundene Metallband 16 sind wiederum durch eine streifenförmig
aufgebrachte Kunststoffschicht 18 abgedeckt. Diese Kunststoff
schicht 18 besteht wie im vorhergehenden Ausführungsbeispiel aus
einer extrudierfähigen, sich mit der Glasoberfläche, dem Sammel
leiter 13 und dem Metallband 16 fest und dauerhaft verbindenden
Klebermasse. Sie wird mit Hilfe geeigneter Verfahren, beispiels
weise mit Hilfe einer entsprechend kalibrierten Extruderdüse und
mittels einer automatisch arbeitenden Vorrichtung zur Führung der
Extruderdüse, auf die Sammelleiter aufgebracht. Nach dem Aushärten
der Klebermasse stellt die Schicht 18 einen idealen Schutz für die
Sammelleiter dar.
Die in Fig. 3 dargestellte elektrisch beheizbare Glasscheibe hat
bezüglich der auf der Glasscheibe 11 aufgedruckten und eingebrann
ten Sammelleiter 13 und Heizleiter 14, sowie der die Sammelleiter
13 verstärkenden Metallbänder 16, der Verbindungspunkte 17, der
die Sammelleiter abdeckenden Kunststoffschicht 18 und der Flach
stecker 19 den gleichen Aufbau und die gleiche Ausgestaltung wie
die in Fig. 2 dargestellte beheizbare Glasscheibe. Sie ist jedoch
in diesem Fall für die Direktverklebung mit dem Karosserierahmen
vorbereitet. Zu diesem Zweck ist auf dem Randbereich wiederum der
in solchen Fällen übliche undurchsichtige rahmenartige Belag 20
angeordnet. Bei diesem rahmenartigen Belag 20 kann es sich um ir
gendeinen für diesen Zweck geeigneten Lack oder auch um eine Ein
brennfarbe handeln. Auf diesem Belag 20 ist eine ausgehärtete,
flachprofilierte Kleberschicht 21 umlaufend angeordnet. Diese aus
gehärtete Kleberschicht 21 ist ebenfalls mit einer entsprechend
kalibrierten Extruderdüse, die entlang dem Scheibenrand geführt
wird, aufgetragen worden. Die profilierte Kleberschicht ist auf
der zur Sichtfläche der Glasscheibe hin gerichteten Seite mit ei
ner im Querschnitt etwa keilförmigen Lippe 22 versehen. Diese Lip
pe 22 wirkt bei Einbau der Glasscheibe in den Fensterrahmen als
Begrenzungssteg für die Klebermasse, die in Form eines extrudier
ten Stranges 23 auf die ausgehärtete Kleberschicht 21 oder auf
den Befestigungsflansch des Fensterrahmens der Karosserie aufge
tragen wird. Beim Einsetzen der Glasscheibe verhindert die Lippe
22, daß die weiche Klebermasse in Richtung auf die Sichtfläche der
Glasscheibe herausgedrückt wird. Diese Maßnahme hat nicht nur eine
ästhetische Funktion, sondern ist auch aus technischen Gründen
wichtig, wenn die elektrischen Leiter als Antennenleiter benutzt
werden sollen. Da die üblichen Klebermassen nämlich eine gewisse
elektrische Leitfähigkeit besitzen, kann ein Austreten der Kleber
masse des Kleberstranges 23 nämlich unter Umständen zu einem Kurz
schluß zwischen der Karosserie und den Antennenleitern führen,
insbesondere dann, wenn auch die Kunststoffschicht 18 eine gewisse
elektrische Leitfähigkeit besitzt. Bei einem solchen Kurzschluß
würden die elektrischen Leiter auf der Glasscheibe ihre Funktion
als Antenne nicht mehr erfüllen.
Claims (13)
1. Elektrisch beheizbare Autoglasscheibe mit auf einer Oberfläche
angeordneten, aufgedruckten und eingebrannten schmalen Heiz
leitern, die mit entlang des Randes der Glasscheibe angeordne
ten, gleichzeitig mit den Heizleitern aufgedruckten und einge
brannten Sammelleitern in Verbindung stehen, wobei auf den
aufgedruckten und eingebrannten Sammelleitern Metallbänder
angeordnet und mit diesen elektrisch leitend verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die einge
brannten Sammelleiter (3; 13) und die hiermit elektrisch lei
tend verbundenen Metallbänder (6; 16) mit einer diese gemein
sam überdeckenden und mit diesen und der Glasoberfläche ver
klebten Kunststoffüberzug (8;18) versehen sind.
2. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kunststoffüberzug (8; 18) durch Auf
tragen einer den eingebrannten Sammelleiter (3; 13) und das
Metallband (8; 18) umhüllenden aushärtenden Klebermasse aufge
bracht ist.
3. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach Anspruch 1 und 2, da
durch gekennzeichnet, daß das mit dem eingebrannten Sammellei
ter (3; 13) verbundene Metallband (6; 16) ein Streifen aus
einem Metallblech ist.
4. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach Anspruch 1 und 2, da
durch gekennzeichnet, daß das mit dem eingebrannten Sammellei
ter (3; 13) verbundene Metallband (6; 16) eine Flachdrahtlitze
ist.
5. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach Anspruch 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Metallband (6; 16) mit dem ein
gebrannten Sammelleiter (3; 13) punktweise durch Lötverbindun
gen verbunden ist.
6. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach Anspruch 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Metallband (6; 16) mit dem ein
gebrannten Sammelleiter (3; 13) punktweise nach einem
Ultraschall-Schweißverfahren verbunden ist.
7. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach Anspruch 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Metallband (6; 16) mit dem ein
gebrannten Sammelleiter (3; 13) durch eine Klebeverbindung mit
einem elektrisch leitenden Kleber verbunden ist.
8. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils mit
einem Metallband (6) versehenen Sammelleiter (3) in unmittel
barer Nähe des Scheibenrandes auf einem undurchsichtigen rah
menartigen Belag (2) angeordnet sind, und daß der die einge
brannten Sammelleiter (3) und die Metallbänder (6) abdeckende
Kunststoffüberzug (8) umlaufend entlang dem Scheibenumfang
angeordnet ist und die Haftfläche bildet, auf der beim Einset
zen der Glasscheibe in den Fensterrahmen der Kleberstrang
(10) haftet.
9. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils mit
einem Metallband (16) verbundenen und zusammen mit diesem mit
dem Kunststoffüberzug (18) versehenen Sammelleiter (13) im
Abstand vom Scheibenrand innerhalb der Sichtfläche der Glas
scheibe (11) angeordnet sind.
10. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Randbereich der Glasscheibe (11) mit
einem rahmenartigen undurchsichtigen Belag (20) versehen ist,
auf dem eine flach profilierte ausgehärtete Kleberschicht (21)
angordnet ist.
11. Elektrisch beheizbare Glasscheibe nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die flach profilierte ausgehärtete Kleber
schicht (21) auf der zur Sichtfläche der Glasscheibe hin ge
richteten Seite mit einer als Begrenzungssteg für die Kleber
masse (23) beim Einsetzen der Glasscheibe in den Fensterrahmen
dienenden Lippe (22) versehen ist.
12. Elektrisch beheizbare Autoglasscheibe nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Kunststoffschicht (8; 18) bildende Klebermasse ein feuchtig
keitshärtender Einkomponenten-Polyurethankleber ist.
13. Elektrisch beheizbare Autoglasscheibe nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Kunststoffschicht (8; 18) bildende Klebemasse ein
Zweikomponenten-Reaktionskleber ist.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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