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DE3531370A1 - Lacksystem fuer eine korrosions- und schlagfeste lackierung - Google Patents

Lacksystem fuer eine korrosions- und schlagfeste lackierung

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Publication number
DE3531370A1
DE3531370A1 DE19853531370 DE3531370A DE3531370A1 DE 3531370 A1 DE3531370 A1 DE 3531370A1 DE 19853531370 DE19853531370 DE 19853531370 DE 3531370 A DE3531370 A DE 3531370A DE 3531370 A1 DE3531370 A1 DE 3531370A1
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DE
Germany
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weight
parts
primer
paint
polyisocyanate
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Withdrawn
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DE19853531370
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English (en)
Inventor
Herbert Baumann
Alexander Dipl Ing Raethel
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IRIS LACKE BAUMANN GmbH
Original Assignee
IRIS LACKE BAUMANN GmbH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/003Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with epoxy compounds having no active hydrogen
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D7/00Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials
    • B05D7/50Multilayers
    • B05D7/52Two layers
    • B05D7/54No clear coat specified
    • B05D7/544No clear coat specified the first layer is let to dry at least partially before applying the second layer

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft ein Lacksystem zur Bildung einer korrosions- und steinschlagfesten Lackierung auf Stahl- und Eisenoberflächen, bestehend aus einem Grundierlack und einem Decklack. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Verwendung dieses Lacksystems für die korrosions- und steinschlagfeste Lackierung von Stahl- und Eisenoberflächen.
Zur korrosions- und steinschlagfesten Lackierung von Stahloberflächen im Unterbodenbereich von Kraftfahrzeugen werden diese Flächen im allgemeinen phosphatiert und dann durch kathodische Tauchlackierung (KTL) grundiert. Auf die Grundierung wird meistens ein Decklack aufgebracht, z. B. ein 2K-Acryl-Lack. Die Vorbereitung für eine anschließende KTL-Beschichtung erfordert mehrere Arbeitsgänge für die Entfettung, Spülung, Phosphatierung und diverse Nachspülungen. Oft durchläuft das Werkstück zur Durchführung dieser Arbeitsgänge eine Gesamtanlage, die in 7 oder mehr Zonen eingeteilt ist. Eine derartige Vorbehandlung ist relativ energieaufwendig. Auch die KTL selbst erfordert mehrere Arbeitsgänge, wie z. B. Tauchung, Nachspülung und Einbrennen. Häufig betragen die Energiekosten für die Phosphatierung und KTL schon etwa das 3-fache der Materialkosten. Darüber hinaus sind die Investitionskosten für die Phosphatierung und KTL so beträchtlich, daß die Wirtschaftlichkeit für Lackverarbeiter mit begrenzten Stückzahlen, insbesondere im Bereich der Zulieferer der Automobilindustrie, nicht gegeben ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Lacksystem und ein Verfahren zur Verwendung dieses Lacksystems zu schaffen, das eine hohe Korrosions- und Steinschlagfestigkeit auf Stahloberflächen ergibt, so daß es anstelle der Phosphatierung-KTL z. B. für KFZ-Teile im Unterbodenbereich eingesetzt werden kann. Insbesondere sollen im Vergleich zur Phosphatierung/KTL die Betriebskosten wesentlich verringert werden. Darüber hinaus sollen die Investitionskosten für eine Phosphatierungs- und KTL-Anlage vermieden werden, so daß eine korrosions- und steinschlagfeste Lackierung auch bei begrenzten Stückzahlen in wirtschaftlicher Weise aufgebracht werden kann. Schließlich soll das erfindungsgemäße Lacksystem einer Phosphatierung/KTL/ Decklackierung in den technischen Eigenschaften der ausgehärteten Lackschicht überlegen sein.
Diese Aufgabe wird bei einem Lacksystem aus Grundierung und Decklack erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Grundierung Zinkstaub, ein Bindemittel auf der Basis Epoxidharz/Polyisocyanat oder Epoxidharz/Polyamin oder eines feuchtigkeitshärtenden höhermolekularen Polyisocyanats und Lösungsmittel enthält und der Decklack ein Bindemittel auf der Basis Polyacrylatol + Polyesterpolyol/Polyisocyanat und Lösungsmittel enthält. Die Bindemittel des Grundierlacks sind bevorzugt 2K-Binder mit Epoxidharz als Lackkomponente und Polyisocyanat bzw. Amin als Härter. Das besonders bevorzugte Bindemittel ist Epoxidharz/Polyisocyanat. Bei der Vernetzung mit Polyisocyanat ist ein hydroxylgruppenhaltiges Epoxidharz einzusetzen. Bei der Vernetzung mit Amin kann das Epoxidharz frei von OH-Gruppen sein. Die als Härter eingesetzten Polyisocyanate sind bevorzugt höhermolekulare aliphatische Polyisocyanate. Die als Härter für das Epoxidharz eingesetzten Amine sind Polyamine, wie z. B. Äthylentriamin und Tri- äthylentetramin, sowie Polyaminaddukte. In Sonderfällen kann auch ein 1K-Binder, nämlich feuchtigkeitshärtendes Polyisocyanat, eingesetzt werden. Der Decklack enthält ebenfalls einen 2K-Binder, wobei die Lackkomponente ein Gemisch aus hydroxylgruppenhaltigem Acrylat und hydroxylgruppenhaltigem Polyester ist. Insbesondere wird ein schwach verzweigtes Polyesterpolyol eingesetzt. Das Gewichtsverhältnis Polyacrylatpolyol : Polyesterpolyol liegt im allgemeinen in dem Bereich von 20:1 bis 2:1, vorzugsweise in dem Bereich von 10:1 bis 4:1, insbesondere in dem Bereich von 6,6:1 bis 5:1. Der Polyester- Polyurethan-Anteil an dem Polyurethan der Deckschicht steigert die Elastizität der Schicht und fördert daher die Steinschlagfestigkeit der gesamten Lackierung.
Vorzugsweise enthält der Grundierlack Zinkstaub und Aluminiumstaub in einem Gewichtsverhältnis in dem Bereich von 2:1 bis 6:1, insbesondere in einem Verhältnis von etwa 4:1. Die Metalle sind im wesentlichen frei von ihren Oxiden. Die Verunreinigung durch andere Metalle liegt unter 1 Gew.-%. Vorzugsweise hat der Metallstaub eine Korngröße in dem Bereich von etwa 3 µm bis etwa 30 µm, insbesondere 6 µm bis 12 µm. Im besonders bevorzugten Fall liegt die Korngröße des Metallstaubs bei etwa 10 µm. Im besonders bevorzugten Fall enthält die Grundierlackschicht 1,5 bis 4,0 Gew.-Teile Zink- und ggfs. Aluminiumpulver auf 1 Gew.-Teil Bindemittel.
Nach der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lacksystems enthält der Decklack Zinkphosphat, das zu den günstigen Korrosions- und mechanischen Eigenschaften des aufgebrachten gehärteten Lacksystems beiträgt. In dem Decklack können ferner organische und/oder anorganische Pigmente und Füllstoffe enthalten sein. Geeignete Pigmente sind beispielsweise TiO2, Ruß, Eisenoxide, Chromoxide. Geeignete Füllstoffe sind z. B. BaSO4, Silikate, wie z. B. Erdalkalesilikate, sowie hochdisperse Kieselsäure (SiO2). Zweckmäßigerweise ist in dem Grundierlack und in dem Decklack ein Antiabsetzmittel enthalten. Dieses Mittel verhindert das Absetzen des Metallstaubs in der Grundierlackomponente. In der Decklackkomponente verhindert das Antiabsetzmittel die Sedimentation der suspendierten Pigmente und/oder Füllstoffe. Ein geeignetes Antiabsetzmittel ist z. B. Bentonit.
Geeignete Lösungsmittel für das erfindungsgemäße Lacksystem sind u. a. Ester, Ätherester und Aromaten, wie Xylol, Toluol und höhere aromatische Kohlenwasserstoffe. Das bevorzugte Lösungsmittel ist Xylol. Bei Einsatz und Aminen als Härter der Grundierschicht können auch Alkohole als Lösungsmittel des Grundierlacks eingesetzt werden, z. B. Propanol und Butanol.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lacksystems enthält der Grundierlack 10 bis 25 Gew.-Teile Bindemittel, 35 bis 70 Gew.-Teile Zinkstaub und 5 bis 20 Gew.-Teile Lösungsmittel und der Decklack 20 bis 40 Gew.-Teile Bindemittel, 3 bis 10 Gew.-Teile Zinkphosphat und 5 bis 50 Gew.-Teile Lösungsmittel. Ferner können in dem Decklack 10 bis 60 Gew.-Teile Pigment und/oder Füllstoff enthalten sein. Das erfindungsgemäße Lacksystem zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Festkörpern aus. So beträgt der Festkörpergehalt des Grundierlacks vorzugsweise 65 bis 75 Gew.-%, insbesondere 70 Gew.-%, und der Festkörpergehalt des Decklacks vorzugsweise 50 bis 75 Gew.-%, insbesondere z. B. 60 Gew.-%.
Das Verfahren zur Verwendung des Lacksystems für die korrosions- und schlagfeste Lackierung von Stahl- und Eisenoberflächen ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß man die Stahl- oder Eisenoberfläche reinigt, auf die blanke, metallisch reine Oberfläche den Grundierlack aufbringt und trocknet, auf den getrockneten Grundierlack den Decklack aufbringt und bei einer Temperatur in dem Bereich von 20 bis 120°C härtet. Im Gegensatz zu dem für die Herstellung von korrosions- und steinschlagfesten Lackierungen bisher benutzten KTL-Verfahren mit vorgeschalteter Phosphatierung erfordert das erfindungsgemäße Verfahren eine geringere Anzahl von Arbeitsgängen, die zudem weniger aufwendig sind. Die Reinigung der Stahl- bzw. Eisenoberfläche erfolgt zweckmäßigerweise mechanisch, z. B. durch Sandstrahlen, bis die Oberfläche blank und metallisch rein vorliegt. Demgegenüber muß das Werkstück zur Vorbereitung der Phosphatierung eine Mehrzahl von Behandlungszonen zur alkalischen Entfettung und Spülung durchlaufen. Erfindungsgemäß können der Grundierlack und der Decklack in konventioneller Weise aufgebracht werden, z. B. durch Airless- Spritzen, Luftspritzen oder Streichen. Damit entfällt der Investitionsaufwand für die KTL-Anlage und die damit im Zusammenhang stehenden Hilfsanlagen, wie z. B. Abwasseraufbereitung und -entgiftung, Abluftverbrennung. Dieser Investitionsaufwand kann einschließlich Phosphatierung mit 5-10 Mio DM veranschlagt werden, verglichen mit 0,5 Mio DM für eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die Trocknung des Grundierlacks braucht nur soweit zu gehen, daß der Decklack aufgebracht werden kann. Diese Trocknungszeit liegt unter Normalbedingungen bei der Grundierschicht vorzugsweise in dem Bereich von 4 bis 12 Stunden, insbesondere 8 bis 10 Stunden. Die Trocknungszeit der Deckschicht unter Normalbedingungen beträgt vorzugsweise 16 bis 30 Stunden, insbesondere etwa 24 Stunden. Bei Einsatz von Öfen ist bei erhöhten Temperaturen eine forcierte Trocknung möglich. So kann die Grundierschicht bei 8°C in 10 Minuten getrocknet und die Deckschicht bei 80°C in 15 Minuten gehärtet werden.
Nach der bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens bringt man den Grundierlack in einer Schichtdicke von 60 bis 120 µm, vorzugsweise in einer Schichtdicke von ≦λτ100 µm auf. Der Decklack wird bei der bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens in einer Schichtdicke von 30 bis 100 µm, vorzugsweise einer Dicke ≦λτ80 µm aufgebracht. Wenn neben der Korrosionsbeständigkeit auch eine hohe Multisteinschlagfestigkeit erreicht werden soll, müssen die Dicken beider Lackschichten in den oberen Bereichen liegen, d. h. ≦λτ100 µm für den Grundierlack und ≦λτ80 µm für den Decklack. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können in einem Duchlauf relativ dicke Schichten aufgebracht werden, z. B. Schichten von 150 µm und mehr.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Beispielen näher beschrieben. Dabei werden die Eigenschaften des erfindungsgemäßen Lacks mit denen eines nach Phosphatierung und KTL-Grundierung aufgebrachten Lacks verglichen.
Beispiel 1
Es wird ein Grundierlack aus Lackkomponente und Härter im Gew.-Verhältnis 3,5 : 1 hergestellt. Die beiden Bestandteile haben die folgenden Zusammensetzung.
Lackkomponente:
22,5 Ge.-Teile Epoxid (Epoxy äquivalet = ca. 400; Epikote 1001 fest, Herst. Shell)
48 Gew.-Teile Zinkstaub (10 µm)
10 Gew.-Teile Aluminiumstaub (10 µm)
1,2 Gew.-Teile Bentonit
17,5 Gew.-Teile Xylol
Härter:
37,5 Gew.-Teile aliphatisches Polyisocyanat (Desmodur N 100%, Herst. Bayer AG)
62,5 Gew.-Teile Xylol
Ferner wird ein Decklack aus Lackkomponente und Härter im Gewichtsverhältnis 4 : 1 hergestellt. Die Komponenten haben die folgende Zusammensetzung.
Lackkomponente:
21,3 -Gew.-Teile Acrylharz (Desmophen A160 fest; Herst. Bayer AG)
4,26 Gew.-Teile Polyesterpolyol (schwach verzweigt) (Desmophen 670 fest)
7,0 Gew.-Teile Zinkphosphat
30,0 Gew.-Teile TiO2
0,17 Gew.-Teile Bentonit
0,17 Gew.-Teile feinteilige Kieselsäure
27,1 Gew.-Teile Xylol
10,0 Gew.-Teile Butylacetat
Härter: Es wurde der gleiche Härter wie im Grundierlack eingesetzt.
Auf ein nach DIN vorbehandeltes Prüfblech wurde der vorbereitete Grundierlack in einer Dicke von 100 µm aufgespritzt und 10 Minuten bei 80°C getrocknet. Dann wurde auf diese Grundierung der vorbereitete Decklack in einer Dicke von 80 bis 100 µm aufgespritzt und 15 Minuten bei 90°C getrocknet. Zur Durchführung der Prüfungen wurde die Lackierung 2 Stunden bei 100°C gealtert. Dann wurde der Lack mehreren praktischen Prüfungen hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit und mechanischer Beständigkeit unterzogen.
Beispiel 2
Es wird ein Grundierlack aus Lackkomponente und Härter im Gew.-Verhältnis 3,5:1 hergestellt. Die beiden Bestandteile haben die folgende Zusammensetzung
Lackkomponente:
22,5 Gew.-Teile Epoxid (Epikote 1001 fest)
58,0 Gew.-Teile Zinkstaub (10 µm)
1,2 Gew.-Teile Bentonit
17,5 Gew.-Teile Xylol
Härter:
60 Gew.-Teile Polyamin (Härter DF 323; Herst. Rüttgerswerke AG)
32 Gew.-Teile Xylol
8 Gew.-Teile n-Butanol
Die Lackkomponente und der Härter des Decklacks waren die gleichen wie in Beispiel 1, wobei jedoch die 30 Gew.-Teile TiO2 durch 12 Gew.-Teile Eisenoxidrot (BM 130) und 18 Gew.-Teile BaSO4 ersetzt wurden. Dieses Lacksystem wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 beschrieben auf ein Prüfblech aufgebracht und den gleichen Prüfungen unterzogen.
Vergleichsbeispiel
Ein nach DIN vorbehandeltes Prüfblech wurde einer Niedrigzinkphosphatierung unterzogen (Bonder 132). Das phosphatierte Blech wurde dann mit einer 20 µm starken KTL-Grundierung versehen. Schließlich wurde eine etwa 150 µm starke Acrylharz-Decklackierung aufgebracht. Dieses Blech wurde den gleichen Prüfungen unterzogen wie die mit den Lacken der Beispiele beschichteten Bleche. Die Ergebnisse aller Prüfungen sowie zwei Merkmale der Verfahren sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
Aus der Gegenüberstellung ist ersichtlich, daß das erfindungsgemäße Lacksystem gegenüber dem System nach dem Stand der Technik neben verfahrensmäßigen Vorteilen gleichwertige oder, wie beim Steinschlag-Salzsprühnebeltest, überlegene Eigenschaften zeigt.

Claims (12)

1. Lacksystem zur Bildung einer korrosions- und schlagfesten Lackierung auf Eisen- und Stahloberflächen, bestehend aus einem Grundierlack und einem Decklack, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundierlack ein Bindemittel auf der Basis Epoxidharz/Polyisocyanat, Epoxidharz/Polyamin oder eines feuchtigkeitshärtenden höhermolekularen Polyisocyanats, Zinkstaub und Lösungsmittel enthält und der Decklack ein Bindemittel auf der Basis Acrylatpolyol + Polyesterpolyol/ Polyisocyanat und Lösungsmittel enthält.
2. Lacksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundierlack Zinkstaub und Aluminiumstaub in einem Gewichtsverhältnis in dem Bereich von 2:1 bis 6:1 enthält.
3. Lacksystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallstaub eine Korngröße in dem Bereich von etwa 3 bis 30 µm hat.
4. Lacksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundierlack 1,5 bis 4,0 Gew.-Teile Zink- und ggfs. Aluminiumpulver auf 1 Gew.-Teil Epoxidharz/Polyisocyanat enthält.
5. Lacksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Decklack Zinkphosphat enthält.
6. Lacksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Decklack ferner organische oder anorganische Pigmente und Füllstoffe enthält.
7. Lacksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundierlack und der Decklack als Lösungsmittel Ester und/oder Aromaten enthalten.
8. Lacksystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundierlack 10 bis 25 Gew.-Teile Bindemittel, 35 bis 70 Gew.-Teile Zink- und ggfs. Aluminiumstaub und 5 bis 20 Gew.- Teile Lösungsmittel und der Decklack 20 bis 40 Gew.-Teile Bindemittel, 3 bis 10 Gew.-Teile Zinkphosphat und 5 bis 50 Gew.-Teile Lösungsmittel enthält.
9. Lacksystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Decklack 10 bis 60 Gew.-Teile Pigment und/oder Füllstoff enthält.
10. Verfahren zur Verwendung des Lacksystems nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zur korrosions- und schlagfesten Lackierung von Stahl- und Eisenoberflächen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stahl- oder Eisenoberfläche reinigt, auf die blanke, metallisch reine Oberfläche den Grundierlack aufbringt und trocknet, auf die Grundierlackschicht den Decklack aufbringt und dann bei einer Temperatur in dem Bereich von 20 bis 120°C härtet.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stahl- oder Eisenoberfläche durch Sandstrahlen reinigt.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß man den Grundierlack in einer Schichtdicke in dem Bereich von 60 bis 120 µm und den Decklack in einer Schichtdicke in dem Bereich von 30 bis 100 µm aufbringt.
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