DE3522260A1 - Elektrische installationsanlage zur speisung von verbrauchern aus einem netz - Google Patents
Elektrische installationsanlage zur speisung von verbrauchern aus einem netzInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/008—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for protective arrangements according to this subclass
-
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- H01T—SPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
- H01T1/00—Details of spark gaps
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Description
Siemens Aktiengesellschaft Unser Zeichen
Berlin und München VPA WP 33H DE
Elektrische Installationsanlage zur Speisung von Verbrauchern aus einem Netz
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Installationsanlage
zur Speisung von Verbrauchern, insbesondere mit elektronischen Bauteilen, aus einem Netz, im einzelnen
nach Oberbegriff von Patentanspruch 1. Es ist wünschenswert, Verbraucher und Bedienungspersonen durch Fehlerstromschutzschalter
zu schützen und die Verbrauchergeräte andererseits auch durch Überspannungsableiter
gegen Schaden zu sichern.
Oberspannungen, hervorgerufen durch Gewitter oder Schaltvorgänge,
können elektrische Niederspannungsanlagen schädigen, indem sie Isolationen zerstören, gegebenenfalls
' vorhandene Fehlerstromschutzschalter zum unerwünschten Auslösen bringen oder indem sie elektronische Bauteile
in Verbrauchergeräten schädigen. Oberspannungsschutz wird bisher in der Regel hauptsächlich durch Einsatz
von Überspannungsableitern im Netz des Energieversorgungsunternehmens
zu lösen versucht. Verbraucher mit elektronischen Bauteilen können so jedoch nicht ausreichend
geschützt werden.
Um einen Oberspannungsschutz näher dem Verbraucher zuzuordnen,
ist nach einer bekannten Geräteanordnung zum Netzanschluß (DE-PS 30 29 453) vorgesehen, daß einem
Fehlerstromschutzschalter, der im Hauptzweig zwischen Netz, und Verbraucher angeordnet ist, im Nebenzweig Überspannungsableiter
zugeordnet sind, die Überspannungen
No 2 Rat / 13.05.1985
-2- VPA 84 P 3 3 H de
gegen Erde ableiten. Der Fehlerstromschutzschalter ist von der Netzseite her gesehen, den Überspannungsableitern vorgeschaltet.
Bei defekten Überspannungsableitern, die die Installationsanlage und Bedienende gleichfalls gefährden
könnte, soll dann der Fehlerstromschutzschalter auslösen und den Hauptzweig abschalten.
Bei der bekannten Geräteanordnung sind Fehlerstromschutzschalter und Überspannungsableiter baulich in einem Gerät
vereinigt und der Fehlerstromschutzschalter ist elektrisch auf die Überspannungsableiter so abgestimmt, daß er bei
50 Hz Nennfrequenz und mindestens 5 kA bezogen· ■ auf eine
Impulsform 8/20 ps ohne Schaden zu nehmen und ohne auszulösen
zu den Überspannungsableitern durchläßt. Bestimmungsgemäß soll diese Geräteanordnung bei schadhaft gewordenen
Überspannungsableitern, die mehr oder weniger einen Kurzschluß darstellen, durch den vorgeordneten
Fehlerstromschutzschalter abschalten und damit auch die Verbraucher spannungslos setzen. Das stellt jedoch auch
eine Störung dar, die auch zu Schäden führen kann, beispielsweise durch verdorbene Waren in Gefriergeräten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einerseits die
Installationsanlage und die Verbraucher durch Überspannungsableiter zu schützen, hierbei auch den Einsatz von
Fehlerstromschutzschaltern in gewohnter Weise zu ermöglichen, aber die Überspannungsableiter ihrerseits bei
Defekten so abzusichern, daß die Funktion Überspannungsschutz und Fehlerstromschutzschalter klar voneinander
getrennt werden.
Die Lösung der geschilderten Aufgabe besteht nach der Erfindung darin, daß jedem Überspannungsableiter ein Schutzorgan
mit thermischem und/oder magnetischem Auslöser im Nebenzweig vorgeschaltet ist.
VPA 84 P 3344 DE 01
Eine solche Installationsanlage weist den Vorteil auf, daß die Überspannungsableiter und gegebenenfalls Fehlerstromschutzschalter
jeder für sich optimal für Verbraucher und Installationsanlage ausgebildet bzw. ausgewählt
werden können. So kann ein Fehlerstromschutzschalter in gewünschter Weise empfindlich sein und man
kann sein Ansprechverhalten günstig wählen, da er Überströme nicht zu den Überspannungsableitern durchzulassen
braucht. Die gegensätzlichen Anforderungen unter den Kriterien Stoßfestigkeit und Empfindlichkeit braucht man
so nicht unter Preisgabe von anderen Vorteilen untereinander verträglich zu machen.
Die Schutzorgane für die Ableiter können aufgrund der Erfahrungen mit Leitungsschutzschaltern wirtschaftlich und
technisch günstig ausgebildet werden. Sie brauchen lediglich so verzögert ausgebildet zu sein, daß sie zu erwartende
Überspannungen und Stoßströme durch die Überspannungsableiter abzuleiten gestatten und andererseits bei
defekten Überspannungsableitern abschalten.
Der Nebenzweig mit den Überspannungsableitern kann grundsätzlich vor oder nach einem Zähler der Hausinstallation
angeschlossen werden. Einem Fehlerstromschutzschalter können auch weitere Fehlerstromschutzschalter in einzelnen
Verbraucherzweigen nachgeordnet werden, wobei die üblichen Auswahlbedingungen unter dem Blickwinkel der
Selektivität berücksichtigt werden können. Die Verbraucher mann man auch zusätzlich durch Leitungsschutzschalter
oder Sicherungen in gewohnter Weise weiter schützen.
Bei der Installationsanlage nach der Erfindung eignen sich Überspannungsableiter, die im wesentlichen aus spannungsabhängigen
Widerständen bestehen. Sie können auch als Entladungsstreckeneinrichtung
ausgebildet sein. Bei Überspannungs-
VPA 84 P 3344 DE
ableitern, die als Entladungsstreckeneinrichtung ausgebildet sind, kann ein spannungsabhängiger Widerstand in Reihe
geschalter werden, um bei einem defekten Überspannungsableiter einen Spannungsfall aufzubauen, der den Strom begrenzt
und einen weiteren Schutz bietet.
Einer Entladungsstreckeneinrichtung kann auch ein spannungsabhängiger
Widerstand parallelgeschaltet werden, um eine Grob- und Feinabstimmung zu erzielen, indem der Überspannungsableiter
grobe Oberspannungen und Stromstöße ableitet und der parallel angeordnete spannungsabhängige Widerstand
bei länger anstehenden geringeren Störungen anspricht.
Die Erfindung soll anhand eines in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen Ausführungsbeispiels näher
erläutert werden:
Die elektrische Installationsanlage dient zur Speisung von Verbrauchern 1 aus einem Netz mit den Außenleitern
L1, L2 und L3 sowie dem Neutralleiter N. Die Verbraucher können durch Fehlerstromschutzschalter 3 geschützt sein
und sie sind durch Überspannungsableiter 2 "gegen Überspannung
gesichert. Die Überspannungsableiter 2 sind hinsichtlich Netz und Verbraucher in einem Nebenzweig
angeordnet und leiten Überspannungen nach Erdpotential ab. Die Überspannungsableiter 2 sind dabei selbst durch
eine Abschaltvorrichtung gesichert, die erfindungsgemäß darin besteht, daß jedem Überspannungsableiter 2 ein
Schutzorgan 4 mit thermischem und/oder magnetischem Auslöser im Nebenzweig vorgeschaltet sind. Dem Fehlerstromschutzschalter
3 können üblicherweise weitere Fehlerstromschutzschalter 5 und/oder Leitungsschutzschalter nachgeschaltet
sein.
Die Überspannungsableiter 2, die in einer gemeinsamen Überspannungsableiter-Einrichtung angeordnet sein können,
VPA 84 P 3344 DE 01
sind beispielsweise spannungsabhängige Widerstände, insbesondere Varistoren. Bei solchen Elementen ist nicht auszuschließen,
daß sie im Laufe der Zeit defekt werden und beispielsweise 5 bis 10 A Leckstrom gegen Erde abführen.
Bei stärkeren Defekten sind Kurzschlüsse in einer höheren Größenordnung, beispielsweise von einigen 100 A ohne weiteres
möglich. Die vorgeschalteten Schutzorgane 4 sind dann darauf einzurichten, daß sie bei den zu erwartenden
Überspannungen ohne anzusprechen oder Schaden zu nehmen durchlässig sind und bei zu erwartenden Leckströmen bei
defekten Oberspannungsableitern auslösen.
Wenn jedem Überspannunhsableiter ein eigenes Schutzorgan
4 vorgeschaltet ist, ist auch dann Sicherheit gegeben, wenn mehrere Überspannungsableiter defekt sein sollten.
Bei niedrigen Leckströmen ist ein thermischer Auslöser im Schutzorgan 4 besonders günstig. Gegen hohe Ableitströme
bei kurzschlußartigem Verhalten eines defekten Überspannungsabieiters wird die Installationsanlage durch
einen magnetischen Auslöser im Schutzorgan 4 besonders gut geschützt. Die Schutzorgane können prinzipiell auch
Schmelzsicherungen sein, die in ihrem Abschaltverhalten einem thermischen und/oder magnetischen Auslöser nachgebildet
sind.
Wenn die Überspannungsableiter 2 im wesentlichen als Entladungsstreckeneinrichtung
ausgebildet sind, kann man einen spannungsabhängigen Widerstand hierzu in Reihe schalten, um einen Schutz gegen Ausfall zu erzielen, oder
parallel anordnen, um gleichzeitig eine Grob- und Feinabstimmung zu erreichen.
5 Patentansprüche
1 Figur
1 Figur
Claims (5)
1. Elektrische Installationsanlage zur Speisung von Verbrauchern
(1), insbesondere mit elektronischen Bauteilen, aus einem Netz, die gegebenenfalls durch Fehlerstromschutzschalter
(3) geschützt sind und die durch Überspannungsableiter (2) zu Erdpotential in einem Nebenzweig
hinsichtlich der Verbraucher (1) gegen Überspannung gesichert sind, wobei die Überspannungsableiter (2) selbst
durch eine Abschaltvorrichtung gesichert sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Überspannungsableiter
(2) ein Schutzorgan (4) mit thermischem und/oder magnetischem Auslös-er im Nebenzweig vorgeschaltet
ist.
2. Installationsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennze ich net, daß die Überspannungsableiter
(2) im wesentlichen aus spannungsabhängigen Widerständen bestehen.
3. Installationsanlage nach Anspruch 1, dadurch
gekennze ichnet, daß die Überspannungsableiter im wesentlichen aus einer Entladungsstreckeneinrichtung
bestehen.
4. Installationsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Entladungsstreckeneinrichtung
ein spannungsabhängiger Widerstand in Reihe geschaltet ist.
5. Installationsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Entladungsstreckeneinrichtung
ein spannungsabhängiger Widerstand parallelgeschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853522260 DE3522260A1 (de) | 1984-08-27 | 1985-06-21 | Elektrische installationsanlage zur speisung von verbrauchern aus einem netz |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DE3431464 | 1984-08-27 | ||
| DE19853522260 DE3522260A1 (de) | 1984-08-27 | 1985-06-21 | Elektrische installationsanlage zur speisung von verbrauchern aus einem netz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3522260A1 true DE3522260A1 (de) | 1986-02-27 |
Family
ID=25824210
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853522260 Withdrawn DE3522260A1 (de) | 1984-08-27 | 1985-06-21 | Elektrische installationsanlage zur speisung von verbrauchern aus einem netz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3522260A1 (de) |
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- 1985-06-21 DE DE19853522260 patent/DE3522260A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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