DE3519467C2 - - Google Patents
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Abbau der Restspannungen in einem Rohrleitungssystem, wie sie
bzw. in Industrie- und Kernkraftwerksanlagen während des Aufbaus
oder während des Betriebes auftreten, und insbesondere zum
Abbau der Restspannungen in Schweißverbindungen zwischen
Haupt- und Abzweigrohren und in der Nachbarschaft der Schweiß
verbindungen.
Seit kurzem wird eine solche Behandlung zum Abbau der
Restspannungen bei Rohrleitungen von Kernkraftwerksan
lagen während ihres Aufbaus oder während ihres Betriebes
in großem Umfang durchgeführt, um verbleibende Zugspannungen
zu beseitigen, die an der Innenfläche der Rohre durch thermische
Spannungen der zusammengeschweißten Rohre verursacht werden,
oder um derartige Restspannungen in Druckspannungen umzuwandeln.
Nach der Herstellung der Schweißverbindung zwischen den
Rohren einer Rohrleitung wird in der Nachbarschaft der Schweiß
verbindung an den Korngrenzen Karbid ausgefällt, so daß die
Mikrostruktur sensibilisiert wird. Dadurch werden an der Innen
fläche der Rohre in der Nachbarschaft der Schweißverbindung
Restspannungen verursacht. Wenn unter diesen Bedingungen
der Betrieb der Anlage aufgenommen wird, bei dem z. B. eine
Flüssigkeit mit hoher Temperatur und hohem Druck durch die
Rohrleitung strömt, wirken korrosive Komponenten der Flüssigkeit
mit der sensibilisierten Struktur und den Restspannungen
derart zusammen, daß in der Nachbarschaft der Schweißver
bindung intergranulare Korrosionsrisse entstehen. Die
Behandlung zum Abbau von Restspannungen wird also durch
geführt, um solche intergranulare Korrosionsrisse zu vermeiden.
Die Behandlung zum Abbau von Restspannungen, die auf
die Beseitigung der an der Innenfläche der Rohre verursach
ten restlichen Zugspannungen oder auf eine Änderung der
selben in Druckspannungen gerichtet ist, wird in bekannter
Weise wie folgt ausgeführt:
Zuerst wird durch die Rohrleitung eine Flüssigkeit hin
durchgeleitet, um die Innenfläche der Rohre zu kühlen. Gleich
zeitig wird eine geeignete äußere Erwärmungsvorrichtung zur
lokalen Erwärmung der Schweißverbindung und eines Abschnittes
in der Nachbarschaft der Schweißverbindung angewandt, so
daß sich zwischen der Außen- und der Innenfläche der Rohre
eine vorbestimmte Temperaturdifferenz ergibt. Auf diese Weise
wird im erwärmten Abschnitt der Rohre eine thermische Spannung
verursacht, die über der Fließgrenze liegt. Anschließend wird
der erwärmte Abschnitt auf Raumtemperatur abgekühlt, so daß
zwischen der Außen- und Innenfläche der Rohre keine Temperatur
differenz besteht. Wenn eine solche Behandlung zum Abbau von
Restspannungen in einer Kraftwerksanlage durchgeführt wird,
treten folgende Probleme auf:
Die Temperatur der erwärmten Abschnitte darf eine kritische
Temperatur nicht überschreiten und die Temperaturdifferenz
zwischen der Außen- und Innenfläche der die Schweißverbin
dung enthaltenden Abschnitte muß so groß sein, daß die Rest
spannungen abgebaut werden können. Dieser Abschnitt weist
in Längsrichtung der miteinander verbundenen Rohre eine Länge
auf, die durch die Formel 3 √ gegeben ist, wobei R den
Radius und t die Wanddicke der Rohre bedeutet. Die Gestalt
der Schweißverbindung und eines vorbestimmten Abschnittes in
der Nachbarschaft derselben muß also sehr genau bestimmt
werden. Anschließend muß zuerst die Konfiguration eines
Induktors festgelegt werden, mit dem eine günstige Temperatur
verteilung erreicht werden kann, bevor der am besten geeignete
Induktor zur Durchführung der Behandlung zum Abbau der
Restspannungen für diese spezielle Schweißverbindung her
gestellt wird.
Die Einzelkomponenten, die eine Rohrleitung bilden und die
miteinander in einem Schweißvorgang verbunden werden müssen,
enthalten jedoch nicht nur geradlinige Rohre, sondern auch
Bögen, T-Stücke, Kreuzungen, Ventile, Pumpen, Düsen, Kappen
od. dgl. Die tatsächlichen Formen und Größen dieser Einzel
komponenten können aus Zeichnungen nicht entnommen werden,
weil sie mit den tatsächlichen Größen nicht übereinstimmen
müssen. Daraus folgt, daß bei der Herstellung eines Induktors
die Formen, Größen und andere erforderliche Daten dieser
Komponenten vor Ort gemessen werden müssen, und daß an
schließend der für eine spezielle Einzelkomponente geeig
nete Induktor auf der Basis der gemessenen Daten herge
stellt werden muß. Das bedingt einen großen Zeit- und
Herstellungsaufwand.
Insbesondere im Fall einer im Betrieb befindlichen Kern
kraftwerksanlage können die Formen und Größen der Einzel
komponenten nur während einer Ausschaltperiode (einige Monate),
während welcher Brennelemente ausgewechselt werden, gemessen
werden. Solche Ausschaltperioden wiederholen sich im
allgemeinen in Abständen von einem Jahr oder von eineinhalb
Jahren. Außerdem werden zur Bestimmung der oben beschriebenen
Daten sowie zum Entwurf und zur Herstellung eines Induktors
ca. 4 Monate benötigt. Deshalb ist es unmöglich, die Behand
lung zum Abbau von Restspannungen während einer Abschaltperiode
durchzuführen. Vielmehr ist es in der Praxis erforderlich, daß
die Behandlung zum Abbau von Restspannungen während einer
nachfolgenden Abschaltperiode durchgeführt wird.
Wenn die Gefahr besteht, daß bis zur nächsten Abschalt
periode intergranulare Korrosionsrisse entstehen könnten,
muß die vorhergehende bzw. erste Abschaltperiode um ca.
2 Monate verlängert werden, um eine vollständige Behandlung
zum Abbau von Restspannungen durchführen zu können. Eine
derartige Verlängerung der Abschaltperiode resultiert üblicher
weise in einem sogenannten Brennstoffdifferenzverlust
(= Differenz der Kosten zwischen Kernbrennstoff und Schweröl
oder Kohle) in der Größenordnung einiger Millionen DM.
Das bedeutet also einen sehr großen ökonomischen Verlust.
Außerdem muß im Falle einer Behandlung zum Abbau von Rest
spannungen eines zwischen einem Hauptrohr und einem Abzweig
rohr eingefügten Rohrstutzens nicht nur der Rohrstutzen
sondern auch ein bestimmter Abschnitt des Hauptrohres in der
Nachbarschaft der Schweißverbindung zwischen dem Hauptrohr
und dem Rohrstutzen und ein vorbestimmter Abschnitt des
Abzweigrohres in der Nachbarschaft der Schweißverbindung
zwischen dem Abzweigrohr und dem Rohrstutzen auf eine be
stimmte Temperatur erwärmt werden. Selbst wenn in diesem
Fall die tatsächlichen Formen und Größen des Hauptrohres,
des Rohrstutzens und des Abzweigrohres verfügbar sind, kann
die Gesamtanordnung aus Hauptrohr, Rohrstutzen und Abzweig
rohr in ihrer Gestalt kompliziert sein. Demzufolge ist es
praktisch unmöglich, eine derartige Anordnung gleichmäßig
zu erwärmen. In der Praxis muß aus diesem Grunde ein Modell
der Anordnung in natürlicher Größe hergestellt werden, das
auf den gemessenen Daten basiert. Die Form und die Größe des
Induktors werden auf der Basis dieses Modelles so modifiziert,
daß ein Induktor entworfen und hergestellt werden kann, der
zur gleichmäßigen Erwärmung der Gesamtanordnung geeignet ist.
Die Modellversuche benötigen jedoch einen großen Zeit- und
Herstellungsaufwand, so daß es praktisch unmöglich ist,
während einer Abschaltperiode die Form und Größe der
Einzelkomponenten zu messen, die der Behandlung zum Ab
bau von Restspannungen unterzogen werden sollen, an
schließend die Modellversuche in der oben beschriebenen
Art durchzuführen, sowie einen optimalen Induktor zu ent
werfen und herzustellen. Außerdem sind bei einem herkömm
lichen Induktor zum Abbau von Restspannungen, der nach Modell
versuchen auf der Basis der tatsächlichen Meßdaten der
Einzelkomponenten entworfen und hergestellt wird, die
Steigungen zwischen den Windungen des Induktors und
die Zwischenräume zwischen den Windungen und der Ober
fläche der Einzelkomponenten festgelegt, so daß eine
Änderung der Steigungen und Zwischenräume auch dann nicht
möglich ist, wenn eine gewünschte Oberflächentemperatur
verteilung bei der Behandlung zum Abbau von Restspannungen
nicht erreicht wird. Wenn ein Abschnitt der Außenfläche
eines Rohres durch Induktionserwärmung gleichmäßig erwärmt
wird, während Wasser durch das Rohr hindurchbewegt wird,
ist es allgemein bekannt, daß die Temperatur dieses Ab
schnittes zur Wanddicke des Rohres proportional ist. Des
halb wird im Falle eines bekannten Induktors, wie er bei der
Behandlung zum Abbau von Restspannungen verwendet wird, der
Zwischenraum zwischen einem bestimmten Abschnitt des Rohres
und einer Induktionswindung und/oder die Steigung der
Induktionswindungen vergrößert, wenn zu erwarten ist,
daß die Temperatur dieses bestimmten Abschnittes infolge
einer großen Wanddicke dieses Abschnittes über eine be
stimmte Grenze ansteigt. Wenn festgestellt worden ist, daß
die Zwischenräume und Steigungen zum Erreichen einer ge
wünschten Temperaturverteilung nicht ausreichen, ist es
nicht möglich, diese zu ändern.
Aus der US-PS 45 05 763 ist ein Verfahren zum Abbau der
Restspannungen in einer Schweißverbindung einer Rohrleitung
durch Erwärmung bekannt, bei dem eine Vielzahl der Form
der zu erwärmenden Schweißverbindung entsprechende Induktions
windungen um die Schweißverbindung herum und in benach
barten Abschnitten der Schweißverbindung angeordnet und
miteinander mechanisch und elektrisch verbunden werden.
Da bei diesem bekannten Verfahren die Induktionswärmewindungen
miteinander einteilig verbunden sind und eine bauliche Ein
heit bilden, die an die Abmessungen der Schweißverbindung
und der zu der Schweißverbindung benachbarten Abschnitte
der Rohrleitung angepaßt wird, sind zur Auswahl der geeigneten
Windungsdurchmesser und der Steigungen benachbarter Windungen
Modellversuche erforderlich, die - wie bereits ausgeführt
wurde - einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand dar
stellen.
Deshalb liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu
grunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur gleichmäßigen
Erwärmung einer Schweißverbindung und benachbarter Ab
schnitte einer Rohrleitung insbesondere einer im
Bau oder im Betrieb befindlichen Kernkraftwerksanlage
ohne die Notwendigkeit der Messung der tatsächlichen Formen
und Größen der Einzelkomponenten und den Entwurf und Bau
eines Induktors nach Modellversuchen der oben beschriebenen
Art zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1
und eine Vorrichtung gemäß Anspruch 2 gelöst. Eine
Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist im Anspruch 3 enthalten.
Durch die Befestigung der beiden Windungsteile einer Induk
tionswärmewindung an Abstandshalterungen ist es möglich, die
für eine jede beliebige Schweißverbindung bzw. für eine
jede beliebige Rohrleitung passenden Windungsteile auszu
wählen, wobei die Windungsteile entsprechend dem Durch
messer der Rohrleitung oder entsprechend einem Übergangs
bereich zwischen zwei Rohren ausgewählt werden, um die
ausgewählten Windungsteile mit ihren Enden an den Abstands
halterungen zu befestigen. Diese Auswahl und Befestigung
kann direkt vor Ort an der zu erwärmenden Rohrleitung
durchgeführt werden, so daß aufwendige Modellversuche ent
fallen können. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens besteht darin, daß nicht nur der Durchmesser
einer jeden Induktionswindung dem zu erwärmenden Abschnitt
der Rohrleitung entsprechend ausgewählt und an den Ab
standshalterungen befestigt werden kann, sondern daß in Ab
hängigkeit von der erforderlichen Temperatur zum Abbau
der in der Rohrleitung infolge der Schweißverbindung vor
handenen Restspannungen auch die Steigung der einzelnen
Induktionswindungen in einfacher Weise wunschgemäß einge
stellt werden kann.
Zur weiteren Verdeutlichung dient die nachfolgende Be
schreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung, wie
sie in den Figuren dargestellt sind. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines
Induktors, wie er zum Abbau von Restspannungen in
der Schweißverbindung zwischen Rohren verwendet wird,
Fig. 2 eine Ansicht der in Fig. 1 dargestellten Ausführungs
form des Induktors von links,
Fig. 3 eine räumliche Darstellung einer Anordnung von
Windungen des Induktors gemäß Fig. 1,
Fig. 4 eine Seitenansicht einer Rohranordnung, die einer
Behandlung zum Abbau von Restspannungen unterzogen
wird,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Induktors, wie er zur Er
wärmung der Anordnung gemäß Fig. 4 verwendet wird,
Fig. 6 einen Längsschnitt durch eine andere Anordnung
von Einzelkomponenten, die einer Behandlung zum
Abbau von Restspannungen unterzogen wird, und
Fig. 7 einen Längsschnitt durch eine weitere Anordnung, die
einer Behandlung zum Abbau von Restspannungen unter
zogen wird.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen Induktor.
Die Bezugsziffer 1 A bezeichnet ein Rohr aus rostfreiem
Stahl, das einen Außendurchmesser von 710 mm
aufweist. Die Bezugsziffer 1 B bezeichnet ein Rohr aus
rostfreiem Stahl, dessen Außendurchmesser und Wanddicke
größer sind als die des Rohres 1 A. Die Rohre 1 A und 1 B sind
durch eine Schweißverbindung 1 miteinander verbunden,
wobei die Schweißverbindung 1 und ein bestimmter Abschnitt
in der Nachbarschaft derselben einer Behandlung zum Abbau
der Restspannungen unterzogen werden.
Eine Induktionswindungsanordnung 2 weist kreisförmige Kupfer
rohre mit einem Außendurchmesser von 25 mm auf, die in zwei
halbkreisförmige Abschnitte unterteilt sein können. Die
Induktionswindungsanordnung 2 besteht aus drei Induktionswin
dungsblöcken 2 A, 2 B und 2 C mit Induktionswindungen 21
kleinen Durchmessers, Induktionswindungen 22 und 23 mittleren
Durchmessers und einer Induktionswindung 24 großen Durch
messers.
Eine Verbindungszunge 3 aus einem elektrisch leitfähigen
Material, beispielsweise aus Kupfer, weist einen abgestuf
ten Abschnitt 3 a auf, so daß zwischen einem Paar Verbindungs
zungen 3 ein Spalt gebildet wird, wenn die Verbindungszungen
aneinander angelegt bzw. einander gegenüberliegend angeord
net werden. Die Enden der Induktionswindungen 21, 22, 23
oder 24 sind mit einer Außenfläche einer Verbindungszunge 3 kontaktiert.
Auf diese Weise sind zwei halbkreisförmige Induktionswindungs
abschnitte miteinander mittels Verbindungszungen 3 zu einer kreisförmigen
Induktionswindung 21 verbunden, wie aus Fig. 2 ersichtlich
ist. Die Länge der Verbindungszungen 3 ändert sich in Ab
hängigkeit vom Durchmesser der Induktionswindungen 21 bis 24,
wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, so daß die freien Enden der
Verbindungszungen 3, die mit den Induktionswindungsabschnit
ten verbunden sind, in horizontaler Richtung fluchten (siehe
Fig. 1).
Eine Abstandshalterung 41 oder 42 aus elektrisch isolieren
dem Material weist eine derartige Dicke auf, daß jede
Abstandshalterung 41 oder 42 in einen Spalt einpaßbar ist,
der durch ein Paar Verbindungszungen 3 (siehe Fig. 2)
festgelegt ist. Der Spalt weist eine derartige Höhe auf,
daß die Abstandshalterung 41 oder 42 sich über den Spalt hinaus
erstreckt. Der Spalt weist eine derartige Breite auf, daß die
Abstandshalterungen 41 oder 42 in zwei oder mehr Spalten
eingepaßt werden können, die durch Paare von Verbindungs
zungen 3 festgelegt sind, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, weist die Abstandshalterung
41 eine derartige Dicke auf, daß ein Paar sich gegenüberliegen
de Verbindungszungen 3 miteinander in unmittelbarem Kontakt
stehen und die Verbindungszungen 3 miteinander elektrisch
verbunden sind. Die Dicke der Abstandshalterung 42 ist der
art gewählt, daß ein Paar Verbindungszungen 3 voneinander
räumlich getrennt und voneinander elektrisch isoliert sind.
Ein Paar Verbindungszungen 3 und die dazwischen eingefügte
Abstandshalterung 41 sind mittels elektrisch leitender
Schrauben 5 miteinander verschraubt (siehe Fig. 2). Ein Paar
Verbindungszungen 3 und die Abstandshalterung 42 sind mit
einer Schraube 6 derart miteinander verschraubt, daß dieses
Paar Verbindungszungen 3 voneinander elektrisch isoliert
ist. Die Schraube 6 ist mit einem Verbindungsteil 6 a ver
bunden, das zwischen einer Verbindungszunge 3 und einer
Verbindungszunge eines benachbarten Paares Verbindungszungen
3 eine elektrische Verbindung herstellt (siehe Fig. 1 und 3).
Außerdem sind ein Paar Verbindungszungen 3 und die Abstands
halterungen 41 oder 42 miteinander mittels Schrauben 7 fest
verschraubt. Durch die Verbindungszungen 3, die Abstandshal
terungen 41 und 42 und die Schrauben 5, 6 und 7 werden die
halbkreisförmigen Induktionswindungsabschnitte mechanisch
verbunden und elektrisch in Reihe zu einer Induktionswin
dungsanordnung 2 zusammengeschaltet.
Kühlwasser strömt durch einen Einlaß 8 a in jeden halbkreis
förmigen Induktionswindungsabschnitt und durch einen Aus
laß 8 b hinaus, so daß eine Überhitzung der Induktions
windungsabschnitte verhindert wird.
Drei Induktionswindungsblöcke 2 A, 2 B und 2 C, von denen
jeder drei kreisförmige Induktionswindungen aufweist,
sind in der Nachbarschaft der Schweißverbindung 1 zwischen
den Rohren 1 A und 1 B (siehe Fig. 1) angeordnet. Die drei
Induktionswindungsblöcke 2 A bis 2 C sind an den Abstands
halterungen 41 und 42 durch Verbinder 9 mechanisch verbunden.
Das Verbindungsteil 6 a der Schraube 6 einer
Abstandshalterung 42 eines Induktionswindungsblockes ist
in der Nachbarschaft des angrenzenden Abstandshalters 42
mit der benachbarten Schraube 6 elektrisch derart
leitend verbunden, daß die Induktionswindungsblöcke 2 A bis
2 C elektrisch in Serie geschaltet sind und die Induktions
windungsanordnung 2 bilden (siehe Fig. 3).
Die Abstände zwischen den Induktionswindungen 21 bis 24
und die Steigungen der Induktionswindungen 21 bis 24 werden
in Abhängigkeit von der Außenform, der Wanddicke und des
Materials der Rohre 1 A und 1 B ausgewählt, so daß der gesamte
erwärmte Abschnitt eine gleichmäßige Temperaturverteilung
aufweist. Aus diesem Grunde haben die Induktionswindungen
21 bis 24, wie weiter oben beschrieben wurde, unterschied
liche Durchmesser. Außerdem sind die Abstandshalter 41 und
42 mit Schraubenlöchern ausgebildet, die voneinander einen
kleinen Abstand aufweisen, so daß die Steigung zwischen den
Induktionswindungen 21 bis 24 verändert werden kann. Die
Schraubenlöcher können in horizontaler Richtung länglich
ausgebildet sein. Die Induktionswindungen 21 bis 24 unter
schiedlichen Durchmessers können miteinander mittels der
Abstandshalterungen 41 und 42 zueinander parallel angeordnet
sein, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Nachfolgend wird die Wirkungsweise der Induktionswindungs
anordnung 2 erläutert. Der Abschnitt der Rohre 1 A und 1 B,
der die Schweißverbindung 1 zwischen den Rohren enthält,
wird der Behandlung zum Abbau von Restspannungen unter
zogen. Er wird nachfolgend als "zu behandelnder Abschnitt"
bezeichnet. Anschließend wird in Abhängigkeit von der axialen
Länge des zu behandelnden Abschnittes eine geeignete Anzahl
Abstandshalterungen 41 und 42 und eine geeignete Anzahl Ver
binder 9 ausgewählt. Außerdem werden zur gleichmäßigen Erwärmung
des zu behandelnden Abschnittes Induktionswindungen 21 bis
24 mit einem passenden Durchmesser, sowie eine Anzahl
Schrauben 5, 6 und 7 ausgewählt. Anschließend werden die
ausgewählten Einzelkomponenten um die Rohre 1 A und 1 B
herum in einer Induktionswindungsanordnung 2 der oben be
schriebenen Art angeordnet.
Dann wird die zusammengebaute Induktionswindungsanordnung
2 mit Energie gespeist, um zu prüfen, ob der zu behandelnde
Abschnitt derartig erwärmt werden kann, daß er eine gleich
mäßige Temperaturverteilung aufweist. Wenn eine gewünschte
Temperaturverteilung nicht erreicht werden kann, müssen
einige der Induktionswindungen 21 bis 24 ausgetauscht
werden. Danach wird die Induktionswindungsanordnung 2
wieder mit Energie versorgt, um festzustellen, ob die ge
wünschte Temperaturverteilung erreichbar ist. Auf diese
Weise wird die Anordnung der Induktionswindungen 21 bis 24
in einem Näherungsverfahren solange verändert, bis eine
Induktionswindungsanordnung 2 geschaffen ist, die zur
Erreichung einer gewünschten Temperaturverteilung entlang
des zu behandelnden Abschnittes geeignet ist.
Jede Induktionswindung 21, 22, 23 oder 24 kann mittels der
Schrauben 5, 6 und 7 ausgetauscht werden, so daß in einfacher
Weise rund um die Rohre 1 A und 1 B eine optimale Induktions
windungsanordnung 2 angeordnet werden kann, die zur Erzielung
einer gleichmäßigen Temperaturverteilung entlang des be
handelnden Abschnittes geeignet ist.
Die Anzahl der Induktionswindungsblöcke 2 A bis 2 C kann in
Abhängigkeit von der axialen Länge des zu behandelnden
Abschnittes vergrößert oder verkleinert werden. Es ist
auch möglich, die Anzahl der Induktionswindungen 21 bis 24
in jedem Induktionswindungsblock 2 A, 2 B oder 2 C zu ändern.
Außerdem ist es möglich, den Durchmesser und die Steigung
zwischen den Induktionswindungen 21 bis 24 zu ändern.
Unter Bezugnahme auf Fig. 4 wird die Behandlung zum
Abbau von Restspannungen in einer Schweißverbindung 11
zwischen einem Abzweigrohr 1 D und einem Rohrstutzen 1 C
und in einer Schweißverbindung 12 zwischen dem Rohrstutzen
1 C und einem Hauptrohr 1 A, sowie in Abschnitten in der
Nachbarschaft der Schweißverbindungen 11 und 12 beschrieben.
Das Hauptrohr 1 A weist einen Außendurchmesser von 710 mm
und das Abzweigrohr 1 D einen Außendurchmesser von 100 mm
auf.
Um die Restspannung, die in der Oberfläche der Abschnitte
in der Nachbarschaft der Schweißverbindung 11 des Abzweig
rohres 1 D und des Rohrstutzens 1 C vorhanden ist, in eine
Druckspannung zu ändern, muß ein durch eine strichpunktierte
Linie X umgrenzter Abschnitt gleichmäßig erwärmt werden,
so daß zwischen der Außen- und Innenfläche des Abzweig
rohres 1 D und des Rohrstutzens 1 C eine im wesentlichen
gleichmäßige Temperaturdifferenz erzeugt wird. Das Kühl
wasser strömt durch das Abzweigrohr 1 D und den Rohrstutzen
1 C, so daß deren Innenfläche gekühlt wird. Um im Abschnitt
des Abzweigrohres 1 D in der Nachbarschaft der Schweißverbin
dung 11 eine gleichmäßige Temperaturverteilung auszubilden,
wird die Behandlung zum Abbau der Restspannungen mit einer
Vorrichtung durchgeführt, wie sie in Fig. 5 dargestellt ist
und nachfolgend beschrieben wird. Dabei wird mit einem
Induktionswindungsblock 2 D ein wesentlicher Teil des zu
behandelnden Abschnittes X mit Ausnahme der Schweißver
bindung 11 und eines benachbarten Abschnittes umgeben.
Das Abzweigrohr 1 D, der Rohrstutzen 1 C und ein Abschnitt
in der Nachbarschaft der Schweißverbindung 11 werden mit
einem Induktionswindungsblock 2 E umgeben. Die Induktions
windungsblöcke 2 D und 2 E sind elektrisch in einer Induktions
windungsanordnung in Serie zusammengeschaltet.
Das Hauptrohr 1 A hat eine genormte Größe und eine genormte
Gestalt, so daß es zur Erwärmung des Hauptrohres 1 A nicht
erforderlich sein muß, eine erfindungsgemäße
Vorrichtung zu verwenden. Der Induktionswindungsblock 2 E
zur Erwärmung des Abzweigrohres 1 D ist in einer Art ausge
bildet, wie sie oben unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 3
beschrieben ist. Die Induktionswindungen 25 bis 29 unter
schiedlicher Form und Größe werden an Abstands
halterungen 41 und 42 angeordnet, bis in einem "Näherungs
verfahren" eine gewünschte Temperaturverteilung erreicht
wird. Der gesamte Induktionswindungsblock 2 E wird derart
ausgebildet, daß er von dem auf dem Hauptrohr 1 A angeordneten
Induktionswindungsblock 2 D getrennt werden kann. Der
Raum Y des Induktionswindungsblockes 2 D um die Schweiß
verbindung 11 zwischen dem Hauptrohr 1 A und dem Rohrstutzen
1 C ist derart gewählt, daß der Induktionswindungsblock 2 E
für das Abzweigrohr 1 D, das einen Durchmesser von ca. 300 mm
aufweist, und der Rohrstutzen 1 C mit dem Induktionswindungs
block 2 D verbunden werden kann.
Wie oben beschrieben wurde, werden vorgefertigte Induktions
windungen mit unterschiedlichen Größen und Formen passend
ausgewählt und mit Abstandshaltern mechanisch zusammenge
baut und elektrisch verbunden, so daß selbst die Abschnitte,
die wegen lokaler Änderungen ihrer Form und Wanddicke in
bekannter Weise nur schwer gleichmäßig erwärmt werden
können, nunmehr gleichmäßig erwärmt werden können. Außerdem
können in Abhängigkeit von einem vergrößerten oder ver
kleinerten zu erwärmenden Abschnitt geeignete Induktions
windungen hinzugefügt oder entfernt werden. Desgleichen
können die Abstände zwischen der Außenoberfläche des Haupt
rohres 1 A, des Rohrstutzens 1 C und des Abzweigrohres 1 D einer
seits und den Induktionswindungen andererseits, und die Stei
gungen der Induktionswindungen derart ausgewählt werden,
daß die Erwärmung zum Abbau der Restspannungen verbessert
und rationalisiert werden kann.
Die Induktionswindungsanordnung gemäß Fig. 5 kann auch
zum Abbau von Restspannungen in einer Anordnung verwendet
werden, in welcher ein Hauptrohr 1 A mit einem Abzweig
rohr 1 D durch ein Übergangsstück 1 E verbunden ist, wie
es in Fig. 6 dargestellt ist, bzw. zum Abbau von Rest
spannungen in einer Anordnung an einem Hauptrohr 1 A und
einem Abzweigrohr 1 D verwendet werden, das direkt an das
Hauptrohr 1 A angeschweißt ist (siehe Fig. 7). Auch in
den Fig. 6 und 7 bezeichnen die Bezugsziffern 11, 12 und
13 Schweißverbindungen.
Claims (3)
1. Verfahren zum Abbau der Restspannungen in einer Schweiß
verbindung einer Rohrleitung durch Erwärmung, bei
dem eine Vielzahl der Form der zu erwärmenden Schweiß
verbindung entsprechende Induktionswindungen um die
Schweißverbindung herum und in benachbarten Abschnitten
der Schweißverbindung angeordnet und miteinander mechanisch
und elektrisch verbunden werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweils zwei Windungsteile aufweisenden
Induktionswindungen mit ihren Enden an Abstandshalte
rungen befestigt werden, wobei sowohl der Abstand zwischen
der Außenoberfläche der Schweißverbindung und benach
barter Abschnitte der Schweißverbindung und den Induktions
windungen eingestellt wird, als auch die Steigung zwischen
benachbarten Induktionswindungen.
2. Vorrichtung zum Abbau der Restspannungen in einer
Schweißverbindung einer Rohrleitung durch Erwärmung,
die eine Vielzahl von Induktionswindungen für die Erwärmung
der Schweißverbindung und eines zur Schweißverbindung
benachbarten Abschnittes auf eine im wesentlichen
gleichmäßige Temperatur aufweist, wobei die Induktions
windungen kreisförmig ausgebildet sind, unterschiedliche
Durchmesser aufweisen und aus einem elektrisch leit
fähigen Material bestehen,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Induktionswindung (21 bis 29) zwei halbkreisförmige
Induktionsabschnitte aufweist, deren Enden mit Verbindungs
zungen (3) aus elektrisch leitfähigem Material verbunden
sind, wobei die Induktionswindungen ( 21 bis 29) an Abstands
halterungen (41, 42) aus elektrisch isolierendem Material
lösbar angeordnet und miteinander mechanisch und elektrisch
leitend verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstandshalterungen (41, 42) in Abhängigkeit von
der Konfiguration des zu erwärmenden, die Schweißverbindung
(1, 11 bis 13) einschließenden Rohrabschnittes
wahlweise miteinander verbindbar bzw. voneinander trennbar
sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP5341084A JPS60197823A (ja) | 1984-03-22 | 1984-03-22 | 配管の溶接継手部における残留応力改善のための加熱方法及び加熱装置 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3519467A1 DE3519467A1 (de) | 1986-12-04 |
| DE3519467C2 true DE3519467C2 (de) | 1987-08-06 |
Family
ID=12942052
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853519467 Granted DE3519467A1 (de) | 1984-03-22 | 1985-05-31 | Verfahren und vorrichtung zum abbau der restspannungen in schweissverbindungen einer rohrleitung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS60197823A (de) |
| DE (1) | DE3519467A1 (de) |
| SE (1) | SE454183B (de) |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS60255930A (ja) * | 1984-05-31 | 1985-12-17 | Dai Ichi High Frequency Co Ltd | 枝付管の溶接部における残留応力改善のための加熱方法及び加熱装置 |
| JPH0826413B2 (ja) * | 1986-10-15 | 1996-03-13 | 株式会社日立製作所 | 高周波誘導加熱方法とその装置 |
| FR2678195A1 (fr) * | 1991-06-26 | 1992-12-31 | Siderurgie Fse Inst Rech | Procede de traitement inductif de pieces metalliques notamment en acier, fissurees ou susceptibles de l'etre. |
| RU2309993C2 (ru) * | 2005-10-11 | 2007-11-10 | Открытое акционерное общество "Ракетно-космическая корпорация "Энергия" им. С.П. Королева" | Устройство для местной термообработки |
| CA2703755C (en) * | 2007-10-27 | 2015-10-06 | Radyne Corporation | Electric induction brazing in an inert atmosphere |
| DE102011013094A1 (de) * | 2011-03-04 | 2012-09-06 | Rwe Technology Gmbh | Verfahren zur Wärmebehandlung von Schweißnähten an Kraftwerks- und Anlagenbauteilen |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS589786A (ja) * | 1981-07-08 | 1983-01-20 | Hitachi Ltd | 配管系の溶接部の熱処理方法 |
-
1984
- 1984-03-22 JP JP5341084A patent/JPS60197823A/ja active Granted
-
1985
- 1985-05-29 SE SE8502646A patent/SE454183B/sv not_active IP Right Cessation
- 1985-05-31 DE DE19853519467 patent/DE3519467A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE8502646D0 (sv) | 1985-05-29 |
| SE8502646L (sv) | 1986-11-30 |
| SE454183B (sv) | 1988-04-11 |
| JPS60197823A (ja) | 1985-10-07 |
| DE3519467A1 (de) | 1986-12-04 |
| JPH046770B2 (de) | 1992-02-06 |
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