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Beschreibung
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Verfahren zum Verdrängen von Öl in einer ölhaltigen unterirdischen
Lagerstätte Die Erfindung betrifft ein DampfschaunVerfahren zur Förderung von Öl
aus oder Verdrängung in unterirdischen Lagerstätten.
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In gewisser Beziehung ist die Erfindung eine Verbesserung des in der
US-PS 4 086 964 beschriebenen Dampf-Kanal-expandierenden Dampfschaun-Verfahrens.
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Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders geeignet bei einem Olforderverfahren
von der in der erwähnten US-PS beschriebenen Art. Bei diesem Verfahren wird Dampf
eingeleitet in und Flüssigkeit gefördert aus horizontal im Abstand voneinander angeordneten
Stellen innerhalb eines Teils einer Öllagerstätte, wobei die Verteilung der Wege
für den Dampfstrom bestimmt wird durch die Schwerkraft und/oder Ö1-verteilung. Nachdem
ein Kanal für den Dampf gebildet worden ist, wird die Zusammensetzung der injizierten
Flüssigkeit von Dampf nach einem Dampf schaum bildenden Gemisch hin verändert. Die
Zusammensetzung des Gemisches steht im Zusammenhang mit den Eigenschaften des Gesteins
und der Flüssigkeiten in der Lagerstätte, so daß der Druck, der erforderlich ist,
um das Gemisch zu injizieren und es durch den Dampfkanal zu leiten größer ist als
der für Dampf allein erforderliche Druck, aber kleiner als der die Lagerstätte
brechende
Druck. Die Zusammensetzung und Einspritzgeschwindigkeit des Gemisches wird anschließend
soweit eingestellt, daß ein Strom des Dampf schaums innerhalb des Kanals mit einem
verhältnismäßig hohen Druckgradienten aufrecht erhalten wird, an dem die ölverdrängenden
und kanalerweiternden Wirkungen deutlich größer sind als diejenigen, die mit Dampf
allein erzielt werden. Das Öl wird aus der aus der Lagerstätte geförderten Flüssigkeit
gewonnen.
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Die Erfindung betrifft auch eine Verbesserung eines Ölförderverfahrens,
bei dem Dampf zylinderförmig eingeleitet wird in und Flüssigkeit zurückfließt aus
einer Schweröl-Lagerstätte, bei der die Schwerkraft überwiegen *) kann, was dazu
führt, daß eine Ölschicht einer gas- oder dampfhaltigen im wesentlichen nicht mehr
mit Öl gesättigten Zone benachbart wird, wobei eine unerwünschte Aufnahme und Rückhaltung
der eingespritzten Flüssigkeit bzw. des fließfähigen Mediums innerhalb der nicht
mehr mit Öl gesättigten Zone auftritt. Bei einem solchen Verfahren wird der einzuspritzende
Dampf vorher mit oberflächenaktiven Bestandteilen vermischt zur Bildung eines Dampfschaums
innerhalb der Lagerstätte, der solche physikalischen und chemischen Eigenschaften
besitzt, daß er a) in die Lagerstätte injiziert werden kann, ohne daß irgendein
Teil der Lagerstätte verstopft wird bei einem Druck, der über denjenigen hinausgeht,
der zum Einspritzen von Dampf erforderlich ist, aber der geringer ist als der die
Lagerstätte aufbrechende Druck und b) durch Berührung mit dem Öl der Lagerstätte
chemisch abgeschwächt wird, so daß er leichter in demdas Öl enthaltenden Sand beweglich
ist als in Sand, der im wesentlichen frei ist von Ö1. Der grenzflächenaktives Mittel
enthaltende Dampf wird in die Lagerstätte injiziert mit einer Geschwindigkeit, die
gering genug ist, um eher zueiner Verdrängung einer Front des Dampfschaums entlang
dem ölhaltigen Randteil der nicht mehr an *) (susceptible to a gravity override)
Öl
gesättigten Zone zu verschieben als entlang eines zentralen Teils dieser Zone. Und
Flüssigkeit fließt zu einem Zeitpunkt aus der Lagerstätte zurück, zu dem ein Teil
oder der gesamte Dampf innerhalb des Dampf schaums in der Lagerstätte kondensiert
ist.
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Die folgenden Ausdrücke haben imRahmen der vorliegenden Beschreibung
die folgenden Bedeutungen: "Dampfschaum" bezeichnet einen Schaum, d.h. eine Gas-Flüssigkeits-Dispersion,
die a) imstande ist, sowohl die tatsächliche Beweglichkeit oder die Leichtigkeit,
mit der ein solcher Schaum oder eine Dispersion innerhalb eines durchlässigen porösen
Mediums fließt zu verringern und b) in ihrer Gasphase Dampf enthält.
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Beweglichkeit" oder "Durchlässigkeit" bezeichnet die tatsächliche
Beweglichkeit oder Leichtigkeit der Strömung eines Schaums innerhalb eines durchlässigen
porösen Mediums.
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Eine"Verringerung der Durchlässigkeit" oder "Beweglichkeitsverringerung"
bezieht sich auf eine Verringerung der Leichtigkeit, mit der ein solcher Schaum
aufgrund einer Zunahme der effektiven Viskosität der Flüssigkeit und/oder einer
Abnahme der effektiven Durchlässigkeit des porösen Materials strömt. Eine Verringerung
der Beweglichkeit oder Durchlässigkeit kann nachgewiesen und/oder bestimmt werden
durch Messung der Unterschiede der inneren Drücke innerhalb einer Säule aus durchlässigem
porösem Material während eines stationären -Flüssigkeitsstroms durch eine Säule
aus einem solchen Material. Der Ausdruck "Dampfqualität", wie er hier verwendet
wird in Bezug auf irgendeine dampfhaltige Flüssigkeit, bezieht sich auf den Gehalt
an Wasser in der Flüssigkeit, das in der Dampfphase der Flüssigkeit bei Siedepunkt
des Wassers beim Druck der Flüssigkeit vorliegt, in Gew.-%.
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Zum Beispiel ist in einer Einkomponenten-Flüssigkeit, die Dampf enthält
und die vollständig aus Wasser besteht und eine Dampfqualität von 50 % hat eine
Hälfte des Gewichts an
Wasser in der Dampfphase,und bei einer Mehrkomponenten-Flüssigkeit,
die Dampf enthält und die Stickstoff in der Dampfphase enthält und gelöstes oder
dispergiertes grenzflächenaktives Mittel und Elektrolyt in der flüssigen Phase und
die eine Dampfqualität von 50 % besitzt, eine Hälfte des Gewichts des Wassers in
der Mehrkomponenten-Flüssigkeit, die Dampf enthält in der Dampfphase. So kann die
Dampfqualität einer dampfhaltigen Flüssigkeit berechnet werden als beispielsweise
das 100-Fache der Masse (oder der Massenströmungsrate des Wasserdampfs in dieser
Flüssigkeit dividiert durch die Summe der Masse (oder der Massenströmungsrate von
sowohl Wasserdampf als auch flüssigem Wasser in der Flüssigkeit. "Dampfschaum-bildendes
Gemisch" (oder Masse) bezeichnet ein Gemisch aus Dampf und wäßriger flüssiger Lösung
(oder Dispersion) des grenzflächenaktiven Mittels, wobei ein Teil oder der gesamte
Dampf in der Gasphase eines Dampf schaums vorliegt. Die Gasphase kann nicht kondensierbares
Gas (Gase) wie Stickstoff enthalten.
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Es ist Aufgabe der Erfindung ein verbessertes Verfahren zu entwickeln,
um Öl innerhalb einer ölhaltigen unterirdischen Lagerstätte zu verdrängen durch
Hindurchströmen einer dampfhaltigen Flüssigkeit zusammen mit einer grenzflächenaktiven
Komponente durch eine für Dampf verhältnismäßig durchlässige Zone innerhalb der
Lagerstätte.
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Erfindungsgemäß umfaßt die grenzflächenaktive Komponente in einem
wesentlichen Teil zumindest ein Sulfonat der Formel RS03X, in der R eine Alkylarylgruppe
einschließlich Benzyl, Toluyl oder Xylyl bedeutet an die eine lineare Alkylgruppe
mit 18 (bis 30) Kohlenstoffatanen in derAlkylkette gebunden ist und X Natrium, Kalium,
Lithium oder Ammonium bedeutet.
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Das Alkylarylsulfonat-haltige Dampfschaum-bildende Gemisch umfaßt
günstigerweise eine wäßrige Lösung von Elektrolyt und vorzugsweise ferner ein im
wesentlichen nicht kondensierbares Gas, wobei das oberflächenaktive Mittel, der
Elektrolyt und die Gaskomponenten jeweils in solchen Mengen vorliegen, daß sie in
Gegenwart des Lagerstättenöls Dampfschaum bilden. Die Erfindung betrifft auch Alkylarylsulfonat-haltige
Dampfschaum-bildende Gemische wie sie hier beschrieben sind.
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Das erfindungsgemäße Verfahren ist günstig, wenn es gewünscht wird,
Öl aus einer unterirdischen Lagerstätte zu entfernen oder darin zu verdrängen. Zum
Beispiel kann das erfindungsgemäße Verfahren angewandt werden, um Öl oder eine Emulsion
aus Öl und Wasser von einem Bohrloch wegzudrängen bei einem Bohr-Spülvorgang und/oder
Öl zu einer Förderstelle hinzudrängen bei einem Ölfördervorgang.
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Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Ölförderung
aus einer unterirdischen Lagerstätte, umfassend Einspritzen von Dampf und Förderflüssigkeit
in horizontale im Abstand voneinander angeordnete Stellen innerhalb eines Teils
einer Öllagerstätte, wobei die Verteilung der Dampfströmungswege bestimmt wird durch
die Wirkung der Schwerkraft und/oder der Ölverteilung und weniger begrenzt wird
innerhalb mindestens einer durchlässigen Schicht des Lagergeteins, vorteilhafter
Weise Aufrechterhalten von Einspritzgeraten des Dampfes und der Förderflüssigekeit,
so daß ein Dampfkanal sich von der Einspritzstelle aus erstreckt -Verånderung der
Zusammensetzung der eingespritzten Flüssigkeit von Dampf zu einem Dampfschaum-bildenden
Gemisch, umfassend Dampf und eine wäßrige elektrolythaltige Lö-
sung
oder Dispersion eines Alkylarylsulfonat-haltigen grenzflächenaktiven Mittels, während
weiterhin Flüssigkeit aus der Lagerstätte gefördert wird, Abstimmen der Zusammensetzung
des Dampfschaumbildenden Gemisches auf die Eigenschaften des Gesteins und der Flüssigkeiten
in der Lagerstätte, so daß der Druck, der erforderlich ist zum Einspritzen des Gemisches
und des daraus entstehenden oder darin enthaltenen Schaums in und durch den Dampfkanal,größer
ist als der Druck, der für Dampf allein erforderlich wäre aber kleiner als der die
Lagerstätte sprengende Druck und Einstellung der Zusammensetzung der in den Dampfkanal
eingespritzten Flüssigkeit in einem solchen Maße wie es erforderlich ist, die Strömung
sowohl von Dampf als auch Schaum innerhalb des Kanals aufrecht zu erhalten, als
Reaktion auf einen verhältnismäßig hohen Druckgradienten, bei dem die ölverdrängende
und kanalerweiternde Wirkung deutlich größer ist als diejenige, die von Dampf allein
erzeugt wird, ohne daß der Kanal verstopft.
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Die Erfindung betrifft ein Ölförderverfahren, bei dem Dampf zylinderförmig
in eine unterirdische Schweröllagerstätte injiziert und Flüssigkeit daraus zurückgeführt
wird, bei der die Schwerkraft überwiegen kann und leicht unerwünscht große Mengen
der injizierten Flüssigkeit aufnimmt und festhält. Dieses Verfahren umfaßt 1) Einspritzen
von Dampf vermischt mit einer linearen C18-C30 -Alkylaryl-sulfonatenthaltenden Dampfschaum-bildenden
Masse vermischt ist zur Bildung eines Dampfschaums, der a) durch die Poren der Lagerstätte
verdrängt werden (sich bewegen) kann, ohne daß irgendein Teil der Lagerstätte verstopft
wird, als Reaktion auf einen Druck, der größer ist als derjenige der erforderlich
ist, um Dampf durch die Lagerstätte zu pressen, aber kleiner als der Druck, bei
dem die Lagerstätte aufbricht
und b) abgeschwächt werden kann durch
Berührung mit dem Lagerstättenöl in einem solchen Ausmaß, daß der abgeschwächte
Schaum deutlich besser beweglich ist in den das Lagerstättenöl enthaltenden Poren
eines porösen Mediums als in öl freien Poren dieses Mediums, 2) Einspritzen des
Dampfschaum-bildenden Gemisches mit einer Geschwindigkeit, die langsam genug ist,
daß der durch das Gemisch gebildete Schaum sich schneller durch die Poren eines
Lagerstättenol-haltigen durchlässigen Mediums bewegt als durch die Poren eines im
wesentlichen ölfreien durchlässigen Mediums und 3) Zurückführen von Flüssigkeit
aus der Lagerstätte nach einer Dampfeinwirkungszeit, die ausreicht, um einen Teil
oder den gesamten Dampf in dem eingespritzten Dampfschaum-bildenden Gemisch zu kondensieren.
Das Dampfschaum-bildende Gemisch umfaßt vorzugsweise Dampf, ein nicht kondensierbares
Gas, ein lineares C18-C30-Alkylaryl-sulfonat als grenzflächenaktives Mittel und
einen Elektrolyten.
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Die Erfindung führt zu unvorhersehbaren deutlichen Vorteilen bei Ölförder-
bzw. Ölverdrängungsverfahren durch Anwendung des Alkylaryl-sulfonat-grenzflächenaktiven
Mittels bei Dampfschaum-bildenden Gemischen. Wenn z.B. ein Dampfschaumbildendes
Gemisch ein solches grenzflächenaktives Mittel und einen Elektrolyten in Anteilen
nahe der optimalen Menge zur Schaumbildung enthält, ergeben die erfindungsgemäß
verwendeten grenzflächenaktiven Bestandteile außerordentlich feste Dampf schäume
mit Beweglichkeiten, die um ein vielfaches kleiner sind als diejenigen von Dampfschäumen
unter Verwendung anderer grenzflächenaktiver Mittel. Außerdem werden deutliche Verringerungen
in den Beweglichkeiten der Dampfschäume erreicht bei Konzentrationen, die wesentlich
geringer sind als diejenigen, die für gleiche Beweglichkeits-Verringerungen erforderlich
sind bei Verwendung von grenz-
flächenaktiven Mitteln, die bisher
als die besten für derartige Zwecke angesehen wurden. Die Verwendung von Alkylaryl-sulfonat-grenzflächenaktiven
Bestandteilen nach der Erfindung führt zu keinen Problemen bezüglich der thermischen
und hydrolytischen Stabilität. Keine chemische oder physikalische Schädigung konnte
bei den Alkylaryl-solfonatgrenzflächenaktiven Mitteln beobachtet werden, die zusammen
mit den geförderten Flüssigkeiten bei der Förderung von Erdöl aus unterirdischen
Lagerstätten zurückgewonnen wurden.
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Bei allen derartigen Sulfonat-grenzflächenaktiven Mitteln sind die
Schwefelatome der Sulfonatgruppe direkt an Kohlenstoffatome gebunden. Die grenzflächenaktiven
Mittel, die während der Öl förderung zurückgewonnen und untersucht wurden, waren
bei Dampftemperaturen beträchtliche Zeiten und Wege durch die Lagerstätten hindurch
gegangen.
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Es hat sich gezeigt, daß die erfindungsgemäßen C18-C30-Alkylaryl-sulfonat-haltigen
Dampf schäume zu einer wesentlichen Verbesserung der Verringerung der Beweglichkeit
führen gegenüber Schäumen auf der Basis von C12-C15-Alkylaryl-sulfonaten, z.B. Dodecylbenzol-sulfonaten.
Die erfindungsgemäß verwendeten Schäume führen auch zu einer wesentlichen Verbesserung
gegenüber den C1 6-C1 8-a-Olefinsulfonat-haltigen Schäumen.
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Die Erfindung betrifft auch Massen, die zumindest ein C18-C30-Alkylaryl-sulfonat
und Dampf, gegebenenfalls Elektrolyt und gegebenenfalls nicht kondensierbares Gas
enthalten und die geeignet sind zur Verwendung bei Ölverdrängungs-und/oder Förderverfahren.
Von besonderem Interesse in diesem Zusammenhang sind Dampfschaum-bildende Massen,
bestehend im wesentlichen aus a) Wasser, das in der Masse bei einer Temperatur,
die im wesentlichen ihrer Siedetemperatur bei dem Druck der Masse entspricht in
flüssiger Phase
und in Dampfphase vorliegt, b) eine grenzflächenaktive
Komponente, die in der flüssigen Phase der Masse in einer Menge zwischen 0,01 und
10 Gew.-%, berechnet auf das Gewicht der flüssigen Phaselvorhanden ist, wobei die
oberflächenaktive Komponente im wesentlichen zumindest ein C18-C30-Alkylaryl-sulfonat
umfaßt, c) einem Elektrolyt, der in der flüssigen Phase der Masse in einer Menge
zwischen 0,001 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der flüssigen Phase) und einer solchen
Menge vorhanden ist, die leicht dazu führt, das grenzflächenaktive Mittel in eine
getrennte flüssige Phase zubringen und d) ein nicht kondensierbares Gas, das in
der Dampfphase in einer Menge zwischen etwa 0,0001 und 0,3Mol % berechnet auf die
Gesamtmol in der Dampfphase, vorhanden ist.
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Beispiele für Alkylarysetrenzflächenaktive Mittel, die günstigerweise
bei einem Dampfschaumverfahren mit verbesserter Wirksamkeit nach der Erfindung angewandt
werden können, sind die Alkylaryl-sulfonate, die erhalten worden sind durch Umsetzung
eines linearen C18-C30-Alkylbenzols, eines linearen C18 -C30-Alkyltoluols und/oder
C18-C 30-Alkylxylols mit Schwefeltrioxid und anschließende Neutralisierung der Sulfonsäure.
Besonders günstig für die erfindungsgemäßen Zwecke ist ein Sulfonat, das abgeleitet
ist von einem im wesentlichen linearen C18 -C30-Alkyltoluol.
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Unterschiedliche Lagerstättenmaterialien besitzen unterschiedliche
Abschwächwirkungen auf die Festigkeit eines Dampf schaums. Es sollen daher Versuche
durchgeführt werden, um diejenigen Sulfonate oder sulfonathaltigen Dampfschaumbildenden
Massen herauszufinden, die bei einer bestimmten Lagerstätte zu den optimalen Ergebnissen
führen. Das wird vorzugsweise getan, indem der Einfluß spezieller Sulfonate auf
die Beweglichkeit einer dampfhaltigen Flüssigkeit mit
der zur Anwendung
in der Lagerstätte in Gegenwart des Lagerstättenmaterials ausgewählten Dampfqualität
untersucht wird.
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Derartige Versuche werden vorzugsweise durchgeführt, indem dampfhaltige
Flüssigkeiten durch eine Sand-Packung fließen.
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Die Durchlässigkeit der Sand-Packung und die Eigenschaft des Öls in
der Sand-Packung, die Schaumfestigkeit abzuschwächen, sollten zumindest im wesentlichen
gleich sein denjenigen in der zu behandelnden Lagerstätte. Es werden Vergleiche
der Beweglichkeit der dampfhaltigen Flüssigkeit mit und ohne grenzflächenaktive
Komponente durchgeführt. Die Beweglichkeit wird gezeigt durch den im wesentlichen
gleichmäßigen Druckabfall zwischen einem Punktpaar, das sich zwischen dem Einlaß-und
Auslaßbereich der Sand-Packung in Stellungen befindet, die im wesentlichen keine
Endwirkungen auf den Druck ausüben.
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Einige Laborversuche um die Beweglichkeit von Dampf zu zeigen werden
jetzt in Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschrieben.
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Figur 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung mit gepacktem Sand, die
aus allgemein verfügbaren Bestandteilen zusammengesetzt ist. Die Vorrichtung besteht
aus einem zylindrischen Rohr 1 mit einer Länge von 400 mm und einem Querschnitt
von 8 cm2. Ein solches Rohr wird vorzugsweise für einen horizontalen Durchstrom
der Flüssigkeit von einer Einlaßseite 2 zu einer Auslaßseite 3 angeordnet. Das Rohr
besitzt vorzugsweise 5 Druckmeßstellen, 4, 5, 6, 7 und 8. Die Lage der ersten Druckmeßstelle
4 befindet sich in einem Abstand von 150 mm von dem Einlaß 2. Die Stellen der anderen
Meßstellen werden so gewählt, daß der Teil des Rohres 1 hinter der Meßstelle 4 in
gleiche Teile von 50 mm aufgeteilt-wird. Das
Rohr 1 enthält eine
durchlässige und poröse Säule aus geeignetem Material wie gepacktem Sand, das imstande
ist, ein adäquates realistisches Labormodell für eine unterirdische Lagerstätte
zu bilden.
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Am Einlaßende 2 ist der gepackte Sand oder eine entsprechende Säule
aus einem durchlässigen Material so angeordnet, daß sie getrennte Ströme von Dampf,
nicht kondensierbarem Gas wie Stickstoff und einer oder mehreren wäßrigen flüssigen
Lösungen oder Dispersionen enthaltend ein zu untersuchendes grenzflächenaktives
Mittel und/oder einen gelösten oder dispergierten Elektrolyten, aufnehmen kann.
Einige oder alle dieser Komponenten werden mit konstanten Fließraten injiziert,
die so abgestimmt sind, daß Dampf einer vorgewählten Qualität oder eine vorgewählte
dampfhaltige Flüssigkeit oder Masse oder ein Dampfschaum-bildendes Gemisch einer
vorgewählten Dampfqualität injiziert werden kann und im wesentlichen homogen, im
wesentlichen beim Eintritt in den gepackten Sand gebildet wird.
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Bei diesen Versuchen werden Dampfschaum-bildende Gemische mit und
ohne grenzflächenaktive Komponenten,die zugesetzt sind miteinander verglichen durch
Messung der Druckgradienten, die innerhalb des gepackten Sandes während des Durchströmens
durch den Sand entstehen bei der gleichen im wesentlichen konstanten Durchflußrate.
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Es wurde eine Anzahl von Versuchen an unterschiedlichen Dampfschaum-bildenden
Gemischen durchgeführt unter Verwendung von gepacktem Sand bzw. Sandpackungen aus
einem Lagerstättensand mit hoher Durchlässigkeit wie 10 darcy . Die Drücke wurden
mit (nicht gezeigten) Druckdetektoren (wie piezoelektrischen Vorrichtungen) gemessen,
die an dem Ein-
tritt 2 und den Meßstellen 4, 5, 6, .7 und 8 des
Rohrs 1 angeordnet waren. Die Ergebnisse solcher Versuche haben gezeigt, daß sie
allgemein vergleichbar sind mit den auf dem Bohrfeld erhaltenen Ergebnissen.
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Bei den Laborversuchen wurden die den Dampfschaum-bildenden Komponenten
mit konstanter Rate injiziert bis sich im wesentlichen ein stationärer Druck am
Einlaß und an den Meßstellen eingestellt hatte. Das Verhältnis der stationären Drücke
an den Meßstellen während des Durchflusses von Dampf im Gemisch mit Dampfschaum-bildenden
grenzflächenaktiven Komponenten und dem stationären Druck an den Meßstellen beim
Durchfluß von reinem Dampf sind ein Zeichen für die Beweglichkeitsverringerung.
Je höher dieses Verhältnis ist, umso fester ist der Dampfschaum und umso höher die
Beweglichkeitsveringerung, die durch das Dampfschaum-bildende Gemisch hervorgerufen
wird.
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Figur 2 zeigt die Ergebnisse von Vergleichsversuchen mit Dampf und
verschiedenen Dampfschaum-bildenden Gemischen in gepacktem Sand, enthaltend Sand
von der Oude Pekela Lagerstätte mit einer Durchlässigkeit von 8 darcy . Der Rückdruck
betrug 21 bar, entsprechend einer Temperatur von 2150C. Die Dampfeinspritzgeschwindigkeit
betrug 600 ml/min.
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Die Figur zeigt die Veränderung des Druckes in bar (Y-Achse) mit dem
Abstand in cm (X-Achse) vom Einlaß 2 aus. Der Druck wurde am Einlaß 2 an den Meßstellen
4, 5, 6, 7 und 8 und am Auslaß 3 des Rohres 1 der Figur 1 gemessen. Die Kurve A
bezieht sich auf die Verdrängung, wobei ein Gemisch mit einer Dampfqualität von
90 % als Verdrängungsmittel verwendet wurde.
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Kurve B bezieht sich auf die Verwendung einer dampfhaltigen Flüssigkeit
mit einer Dampfqualität von 90 z und einer Wasserphase,
die 0,25
Gew.-% grenzflächenaktives Mittel enthält. Bei dem der Kurve B entsprechenden Versuch
war das grenzflächenaktive Mittel ein verzweigtes C15-C18-Alkyltoluol-natriumsulfonat
(von Sun Refinding Company unter dem Namen SUNTECH IV-1015).
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Die Kurve C bezieht sich auf die Verwendung des bei Kurve B verwendeten
Gemisches mit der Ausnahme, daß das grenzflächenaktive Mittel ein lineares C20-C24-Alkyltoluol-natriumsulfonat
war.
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Die stark verbesserte Verringerung der Dampfdurchlässigkeit mit Hilfe
des beschriebenen C20-C24-Alkylaryl-sulfonathaltigen grenzflächenaktiven Mittels
geht klar aus einem Vergleich der Kurve C mit den Kurven A und B in Figur 2 hervor.
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Figur 3 zeigt die Ergebnisse von Vergleichsversuchen mit Dampf und
verschiedenen Dampfschaum-bildenden Gemischen in gepacktem Sand, enthaltend Sand
von einer venezuelanischen Lagerstätte mit einer Durchlässigkeit von 10 darcy .
Der Rückdruck betrug 21 bar, entsprechend einer Temperatur von 2150C. Die Einspritzgeschwindigkeit
betrug 900 ml/min. Die Figur zeigt die Veränderung des Druckes in bar (Y-Achse)
mit dem Abstand in cm (X-Achse) von dem Einlaß 2. Der Druck wurde am Einlaß 2 an
den Meßstellen 4, 5, 6, 7 und 8 und am Auslaß 3 des Rohres 1 der Figur 1 gemessen.
Die Kurve A bezieht sich auf die Verdrängung, bei der ein Gemisch mit einer Dampfqualität
von 90 z als Verdrängungsmittel verwendet wurde.
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Die Kurve B bezieht sich auf die Verwendung einer dampfhaltigen Flüssigkeit
mit einer Dampfqualität von 90 % und
einer Wasserphase, enthaltend
1 Gew.-% Natriumchlorid und 0,25 Gew.-% eines grenzflächenaktiven Mittels. Bei dem
Vesuch der Kurve B war das grenzflächenaktive Mittel ein verzweigtes C15-C18-Alkyltoluol-natriumsulfonat
(erhältlich von Sun Refinding Company unter dem Namen SUNTECH IV-1015).
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Die Kurve C bezieht sich auf die Verwendung des bei der Kurve B angewandten
Gemisches mit der Ausnahme, daß das grenzflächenaktive Mittel ein lineares Octadecylbenzolnatriumsulfonat
war.
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In den in der Kurve D angegebenen Versuchen war die Zusammensetzung,
die gleiche wie bei den durch die Kurven B und C angegebenen Versuchen, mit der
Ausnahme, daß die Sulfonatkomponente ein geradkettiges Octadecyltoluol-sulfonat
war.
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Die stark verbesserte Verringerung der Dampfdurchlässigkeit mit Hilfe
der C18-Alkylaryl-sulfonathaltigen grenzflächenaktiven Komponente geht klar aus
einem Vergleich der Kurven C und D mit den Kurven A und B der Figur 3 hervor.
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Mittel und Arbeitsweisen, die für das erfindungsgemäße Verfahren geeignet
sind.
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Für die erfindungsgemäßen Zwecke besteht die grenzflächenaktive Komponente
des dampfschaum-bildenden Gemisches notwendigerweise zu einem wesentlichen Teil
aus linearem C18-C30 Alkylaryl-sulfonat. Substanzen' dieser Art, aber mit einer
wesentlich kürzeren Alkylkette haben bisher kommerziell Verwendung gefunden, z.B.
in Waschmittelzubereitungen, für industriellelHaushalts- und Hygienezwecke.
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Eine Gruppe von Alkylaryl-sulfonaten, die für das erfindungsgemäße
Verfahren sehr geeignet sind, ist diejenige die
abgeleitet ist
von einer speziellen Gruppe von Olefinen, die definiert werden können durch die
Konfiguration und Anzahl der Kohlenstoffatome in der Molekularstruktur. Diese Olefine
weisen eine Kohlenstoffzahl von 18 (bis 30) auf.
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Bezüglich der Molekularstruktur sind diese Olefine aliphatisch und
linear. Sowohl a-Olefine als auch innere Olefine (mit einer im Inneren der Kette
liegenden Doppelbindung) werden für die Alkylierung als geeignet angesehen, die
durchgeführt wird, um die erfindungsgemäß verwendeten Produkte herzustellen. Um
die Alkylaryl-sulfonate, die für das erfindungsgemäße Verfahren verwendet werden,
herzustellen, werden günstigerweise Olefine angewandt, bei denen zumindest 90 %
der Moleküle a-Olefine sind.
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Besonders günstig sind Sulfonate, die abgeleitet sind von den Neoden
a-Olefinen (Handelsname der Shell Chemical Company), zum Teil autgrund ihrer linearen
Struktur und ihres hohen a-Olefingehalts, der in jedem Falle größer als 95 % ist.
Die Neoden a-Olefine werden hergestellt durch Ethylen-Oligomerisierung. Produkte
mit einem hohen Gehalt an inneren C18-C30-Olefinen werden ebenfalls kommerziell
hergestellt, z.B. durch Chlorierung-Dehydrochlorierung von Paraffinen oder durch
Paraffin-Dehydrogenierung und sie können auch hergestellt werden durch Isomerisierung
von a-Olefinen. Produkte, die reich sind an inneren Olefinen werden hergestellt
und vertrieben z.B. von Shellchemical Company.
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Zur Herstellung von Alkylaryl-sulfonaten werden die oben beschriebenen
Olefine mit Benzol,Toluol oder Xylol umgesetzt.
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Die Reaktionsbedingungen und Katalysatorarten werden so ausgewählt,
daß vorzugsweise p-Alkyltoluol-Verbindungen gebildet werden. Die Alkylbenzol-, Alkylxylol-
oder Alkyl-
toluolisomere werden mit Schwefeltrioxid umgesetzt.
Der Ausdruck "SchwefeltrioxidX', wie er hier verwendet wird, umfaßt irgendwelche
Verbindungen oder Komplexe, die SO3 für die Sulfonierungsreaktion enthalten oder
bilden sowie SO3 selbst. Diese Reaktion kann nach bekannten chemischen Verfahren
durchgeführt werden, typischerweise durch Zusammenbringen eines Stroms von verdünntem
SO3-Dampf mit einem dünnen Film von flüssigem Alkylat bei einer Temperatur im Bereich
von etwa 5 bis 500C. Die Reaktion zwischen dem SO3 und dem Alkylat ergibt eine Sulfonsäure,
die durch Umsetzung mit einer Base vorzugsweise einem Alkalihydroxid,-oxid oder
karbonat neutralisiert wird.
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Die spezielle Zusammensetzung der wie oben beschrieben hergestellten
Alkylaryl-sulfonate (und auch z.B. die zur Sulfonierung, Hydrolyse und Neutralisation
der speziellen Olefine angewandten Verfahren) haben sich nicht als kritischer Faktor
für die Wirksamkeit des grenzflächenaktiven Mittels bei dem erfindungsgemäßen Dampfschaumverfahren
erwiesen. In diesem Zusammenhang wurde beobachtet, daß Faktoren, die üblicherweise
die Auswahl der Sulfonierungsbedingungen bestimmt haben, z.B. die Produktfarbe,
Klarhe-it, Geruch usw. nicht die gleiche Bedeutung haben bei der Herstellung von
Alkylaryl-sulfonaten für die erfindungsgemäßen Zwecke, die sie bei der Detergensherstellung
haben. Folglich können Reaktionsbedingungen angewandt werden, die außerhalb derjenigen
liegen, die bisher für wünschenswert für die Alkylatsulfonierung angesehen wurden.
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Für Zwecke, die mit der Aufrechterhaltung der Produktstabilität zusammenhängen
ergibt die übliche Herstellung typischerweise eine verdünnte Lösung oder Dispersion
der Alkylaryl-sulfonate z.B. Produkte mit einem Gehalt von 15 bis 30 Gew.-E Wirkstoff
in Wasser. Solche Produkte können direkt
zur Herstellung der Dampfschaum-bildenden
Gemische für die erfindungsgemäßen Zwecke angewandt werden.
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Geeignete Alkylaffi-sulfonate, die allgemein durch die oben beschriebenen
Verfahren hergestellt worden sind, sind selbst Handelsprodukte.
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Die Festigkeit des Schaumslder aus den Dampfschaum-bildenden Mitteln
enthaltend Alkylaryl-sulfonate gebildet worden ist, neigt dazu zuzunehmen mit einer
Zunahme des Anteils an grenzflächenaktivem Mittel und/oder Elektrolytkomponenten
in der Masse. Es gibt auch ein optimales Verhältnis von grenzflächenaktiver Substanz
zu Elektrolyt, bei dem die Grenzflächenaktivität des Mittels maximiert wird.
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Die erfindungsgemäße Dampfschaum-bildende Masse kann einen Dampfschaum
erzeugen, der imstande ist, die tatsächliche Mobilität des Dampfes auf weniger als
1/10 und sogar auf 1/50 bis ein 1/110 der Beweglichkeit zu verringern, diesie in
einem durchlässigen porösen Medium in Abwesenheit des grenzflächenaktiven Mittels
hätte.
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Der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und/oder in den erfindungsgemäßen
Mitteln verwendete Dampf kann erzeugt und zugeführt werden in Form von Sattdampf,
Maßdampf, überhitztem oder Kondensat-haltigen Dampf und/oder Dampf enthaltende flüssige
Komponenten, die mit den schaumbildenden Eigenschaften der schaumbildenden Komponenten
des Dampfschaum-bildenden Gemisches nach der Erfindung verträglich sind und dieses
nicht hemmen. Die Qualität des Dampfes wie er erzeugt wird und/oder die Menge an
wäßriger Flüssigkeit mit der er vermischt ist, sind so, daß die Dampfqualität des
erhaltenen Gemisches vorzugsweise 10 bis 90 % beträgt.Der erwünschte Dampf-
schaum
wird vorzugsweise hergestellt durch Vermischen des Dampfes mit einer wäßrigen Lösung
oder wäßrigen Lösungen der grenzflächenaktiven Komponente und gegebenenfalls einem
Elektrolyt. Der Wassergehalt dieser wäßrigen Lösungen muß natürlich bei der Bestimmung
der Dampfqualität des entstehenden Gemisches mit berücksichtigt werden. Günstigerweise
kann das nicht kondensierbare Gas, das vorteilhafter Weise in dem Dampfschaum-bildenden
Gemisch nach der Erfindung verwendet wird, im wesentlichen irgendein Gas enthalten,
das a) bei den Temperaturen (100 bis 3500C) und Drücken (1 bis 100 bar) wenig oder
nicht kondensiert, bei denen das Dampfschaum-bildende Gemisch vorzugsweise in die
zu behandelnde Lagerstätte injiziert oder in ihr bewegt wird und b) im wesentlichen
inert ist gegenüber und verträglich mit den schaumbildenden grenzflächenaktiven
Mitteln und den anderen Bestandteilen des Gemisches. Ein solches Gas ist vorzugsweise
Stickstoff, kann jedoch auch andere im wesentlichen inerte Gase enthalten wie Luft,
Ethan, Methan, Rauchgas, Treibgas oder ähnliches. Geeignete Konzentrationen an nicht
kondensierbarem Gas in dem Dampfschaumgemisch liegen im Bereich von 0,0001 bis 0,3
Mol-% wie bei 0,001 bis 0,2 Mol-% oder zwischen 0,003 und 0,1 Mol-% der Gasphase
des Gemisches.
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Günstigerweise sollte der angewandte Elektrolyt eine Zusammensetzung
besitzen, die ähnlich ist wie und er sollte in Mengen verwendet werden, die ähnlich
sind wie diejenigen, die oben als geeignete Alkalisalzelektrolyte in der US-PS 4
086 964 beschrieben sind. Es kann eine wäßrige Lösung angewandt werden, die eine
Menge Elektrolyt enthält, die bezüglich ihrer Aussalzwirkung für die wäßrige Phase
des Dampfes einer Natriumchloridkonzentration von 0,001 bis 10 % entsprich (aber
geringer ist als daß sie zu einem deutlichen Aussalzen führt). Ein Teil oder der
gesamte Elektrolyt kann ein anorganisches Salz wie ein Alkalimetallsalz, ein Alkalihalogenid,
z.B. Natriumchlorid sein. Andere anorganische
Salze, z.B. Halogenide,
Sulfonate, Carbonate, Nitrate, Phosphate in Form von Erdalkalisalz können ebenfalls
verwendet werden.
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Allgemein gesagt, kann eine Elektrolytkonzentration verwendet werden,
die nahezu die gleiche Wirkung auf die Beweglichkeitsverringerung des Schaums ausübt
wie eine Natriumchloridkonzentration zwischen 0,001 und 5 Gew.-% (aber weniger als
die Menge, die zum Aussalzen führt) der flüssigen Phase des Dampfschaum-bildenden
Gemisches. Die Elektrolytkonzentration kann zwischen 0,001 und 10 % liegen, berechnet
auf der gleichen Basis.
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Bei der Herstellung eines Dampfschaum-bildenden Gemisches oder einer
Masse nach der Erfindung kann der Dampf mit Hilfe im wesentlichen jeder handelsüblichen
Vorrichtung und jedes Verfahrens zur Dampfentwicklung erzeugt werden.
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Ein Dampfstrom, der in eine Lagerstätte injiziert wird, wird vorzugsweise
erzeugt una vermiscnt im wesentiicnen an irgendeiner Oberfläche oder Bohrstelle
mit vorbestimmten Mengen an im wesentlichen nicht kondensierbarem Gas, wäßriger
Elektrolytlösung und schaumbildender obertlachenaktiver Komponente. In einem solchen
Gemisch wird z.B. die Qualität des entwickelten Dampfes und die Konzentration an
Elektrolyt und grenzflächenaktives Mittel enthaltends wäßriger Flüssigkeit1 mit
der er vermischt wird, so eingestellt, daß 1) der Anteil an wäßriger Flüssigkeit,
die mit dem Sattdampf vermischt wird, die in die Lagerstätte inijiziert wird ausreicht
um eine dampfhaltige Flüssigkeit zu ergeben mit einer Dampfqualität von 10 bis 90
% (vorzugsweise 30 bis 80 %), 2) der Gewichtsanteil an grenzflächenaktivem Mittel,
das in der wäßrigen Flüssigkeit gelöst oder dispergiert ist 0,01 bis 10 (vorzugsweise
1,0 bis 4,0) beträgt und 3) die Menge an nicht kondensierbarem
Gas
0,0003 bis 0,3 Mol, bezogen auf die Gasphase des Gemischeslbeträgt.
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