DE3505612A1 - Verfahren und vorrichtung zur beschickung von stranggiessanlagen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur beschickung von stranggiessanlagenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur
- Beschickung von Stranggiessanlagen.
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beschickung von Stranggiessanlagen, insbesondere für Stahlstränge, mit Hilfe von Giesspfannen, die zur ununterbrochenen Auf= rechterhaltung des Stranggiessvorgangs abwechselnd über das Zwischen- bzw. Verteilergefäss eingestellt werden.
- Mit den bisher bekannten Beschickungsverfahren dieser Art wird nach der Entleerung einer die Metallschmelze in das Zwischen- bzw. Verteilergefäss ausgiessenden Giesspfanne zunächst die leere Giesspfanne aus dem Giesstand entfernt und dann in den Giesstand über das Zwischen- bzw. Ver= teilergefäss eingeführt eine neue volle Giesspfanne eingeführt, die das weitere Eingiessen der Schmelze über= nimmt. Die Beschickung des Zwischen- bzw. Verteilergefässes wird also für die Zeitspanne unterbrochen, die für die Entfernung der leeren Giesspfanne und die Einführung der neuen Giesspfanne z.B. bis zum Offnen des Bodenausgusses dieser Giesspfanne erforderlich ist. Die zur Entfernung der leeren Giesspfanne und die Einführung der neuen, vollen Giesspfanne zur Verfügung stehende Arbeitszeit ist ausserdem beschränkt und hängt u.a. vom Fassungsvermögen des Zwischen- bzw. Verteilergefässes ab. Eine kleine, z.B.
- durch zufällige Verzögerungen im Austausch der Giess= pfannen verursachte tiberschreitung dieser Arbeitszeit kann bereits ein unzulässiges Absinken des Schmelzspiegels im Zwischen- bzw. Verteilergefäss und sogar die Entleerung dieses Gefässes bewirken und in beiden Fällen eine un= erwünschte Unterbrechung des Stranggiessvorgangs herbei= führen.
- Aufgabe der Erfindung ist es, diese Schwierigkeiten der bisher bekannten Beschickungsverfahren zu beheben und die Gefahr einer unerwünschten Einstellung des Stranggiess= vorgangs wegen einer unzulässig langen Unterbrechung der Beschickung des Zwischen- bzw. Verteilergefässes beim Giesspfannenwechsel mit Sicherheit zu beseitigen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, dass die jeweils neue, volle Giesspfanne über das Zwischen- bzw.
- Verteilergefäss gebracht wird, noch während die vorgehende, sich entleerende Giesspfanne ihre Schmelze in das Zwischen-bzw. Verteilergefäss ausgiesst.
- In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird -nach der Einstellung der jeweils neuen, vollen Giesspfanne über das Zwischen- bzw. Verteilergefäss neben die vor= gehende, sich entleerende Giesspfanne - der Ausguss der Schmelze aus der neuen, vollen Giesspfanne in beschränktem Mass bereits während des Ausgusses der Schmelze aus der vorgehenden Giesspfanne, insbesondere kurz vor deren Entleerung begonnen und dadurch eine Ubergangsphase ein= geleitet, in der das Zwischen- bzw. Verteilergefäss bis zur vollständigen Entleerung der vorgehenden Giesspfanne von beiden Giesspfannen gleichzeitig beschickt wird, worauf der regelmässige Ausguss aus der neuen, vollen Giesspfanne aufgenommen wird und diese allein die Be= schickung des Zwischen- bzw. Verteilergefässes übernimmt, während die vorgehende, nunmehr leere Giesspfanne entfernt und durch eine neue, volle Giesspfanne ersetzt wird.
- Zur Durchführung des Verfahrens sieht die Erfindung eine Vorrichtung vor, die dadurch gekennzeichnet ist, dass über dem Zwischen- bzw. Verteilergefäss Mittel zum unab= hängigen Transport und zur gleichzeitigen Einstellung von zwei Giesspfannen in zwei nebeneinander liegenden Be= schickungsbereichen angeordnet sind.
- Weitere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus nachstehender Beschreibung eines bevorzugten, in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver= fahrens. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf die erfindungsgemässe Vor= richtung zur Beschickung einer Stranggiessanlage.
- Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung.
- Fig. 3 eine Vorderansicht der Vorrichtung.
- Fig. 4 bis 6 die aufeinanderfolgenden erfindungsgemässen Verfahrensschritte beim Wechsel der Giesspfannen in der Beschickungsvorrichtung nach Fig. 1 bis 3, in schematischem vertikalem Schnitt.
- In den Figuren ist 1 das Zwischen- bzw. Verteilergefäss einer Stranggiessanlage, insbesondere für Stahlstränge.
- Das Zwischen- bzw. Verteilergefäss 1 ist mit mehreren Ausflussöffnungen 2 versehen, die je einer darunterlie= genden Stranggiesskokille 3 zugeordnet sind.
- Uber dem Zwischen- bzw. Verteilergefäss 1 ist ein Traggerüst 4 mit zwei waagerechten, zueinander parallelen, nebeneinander angeordneten Laufschienpaaren 5-5, 6-6 vorgesehen. Auf jedem Laufschienpaar 5-5 bzw. 6-6 ist ein entsprechender, zweiteiliger Pfannenwagen 51-51 bzw. 61-61 verfahrbar. Die Laufschienen 5 bzw. 6 jedes Laufschienen= paars 5-5 bzw. 6-6 haben einen solchen Abstand voneinander, dass sie einen anreichend grossen Zwischenbereich für den Ausguss der Schmelze in das darunterliegende Zwischen-bzw. Verteilergefäss 1 freilassen.
- Jeder Pfannenwagen 51-51 und 61-61 kann eine Giesspfanne S und S1 mit Bodenausguss F bzw. F1 tragen. Dabei können die Pfannenwagen 51-51 und 61-61 zusammen mit den betreffenden Giesspfannen S und S1 nebeneinander auf den Laufschienen= paaren 5-5 und 6-6 über dem Zwischen- bzw. Verteilergefäss 1 liegen wie insbesondere in Fig. 1 und 3 dargestellt ist.
- Die beiden Pfannenwagenteile 51 und 61 jedes zweiteiligen Pfannenwagens 51-51 und 61-61 sind an einem ihrer Enden durch eine Traverse 52 bzw. 62 miteinander verbunden, an die ein Antrieb, z.B. ein hydraulischer oder pneumatischer Arbeitszylinder 7 angreift. Mit Hilfe dieses Antriebs kann der entsprechende Pfannenwagen 51-51 bzw. 61-61 zusammen mit der Giesspfanne S bzw. S1 auf dem betreffenden Lauf= schienpaar 5-5 bzw. 6-6 verfahren werden.
- Zur Beschickung der Stranggiessanlage mit der Stahlschmelze wird folgendermassen vorgegangen. Es sei angenommen, dass die Beschickung des Zwischen- bzw. Verteilergefässes 1 mit der Stahlschmelze mit Hilfe der Giesspfanne S erfolgt, die sich infolgedessen auf dem betreffenden Laufschienpaar 51-51 in Giesstellung über dem Zwischen- bzw. Verteiler= gefäss 1 befindet und die Stahlschmelze durch ihren Bodenausguss F in das Zwischen- bzw. Verteilergefäss aus= giesst. Wenn sich die Schmelzcharge dieser Giesspfanne S ihrem Ende nähert, wird die andere, mit Stahlschmelze gefüllte Giesspfanne S1 auf dem betreffenden Laufschienen= paar 6-6 in Giesstellung über dem Zwischen- bzw. Ver= teilergefäss 1 eingefahren, wie in Fig. 4 dargestellt ist.
- Anschliessend, insbesondere wenn sich die Durchflussmenge der Stahlschmelze durch den Bodenausguss F der Giesspfanne S in an sich bekannter Weise verringert, d.h. kurz vor der vollständigen Entleerung der Giesspfanne S wird auch der Bodenausguss F1 der neuen vollen Giesspfanne S1 zunächst nur teilweise geöffnet und die Stahlschmelze beginnt, auch aus dieser Giesspfanne S1 auszufliessen, wie in Fig. 5 dargestellt ist. In dieser Ubergangsphase wird also das Zwischen- bzw. Verteilergefäss 1 gleichzeitig von beiden, nebeneinander in Giesstellung über dem Zwischen- bzw.
- Verteilergefäss 1 liegenden Giesspfannen S und S1 beschickt. Nach der vollständigen Entleerung der vor= gehenden Giesspfanne S wird der Bodenausguss F1 der neuen vollen Giesspfanne S1 ganz bzw. vorschriftsmässig geöffnet und das Zwischen- bzw. Verteilergefäss 1 wird nur mit der aus dieser Giesspfanne S1 ausfliessenden Stahlschmelze beschickt, wie in Fig. 6 dargestellt ist. Die leere Giess= pfanne S wird unterdessen auf dem entsprechenden Lauf= schienenpaar 5-5 aus dem Giesstand ausgefahren und wird anschliessend vom betreffenden Pfannenwagen 51-51 abge= nommen.
- Der beschriebene Giesspfannenwechsel wiederholt sich dann kurz vor der Entleerung der Giesspfanne S1. Dadurch wird eine Unterbrechung ja sogar eine vorübergehende Herab= setzung der Beschickung des Zwischen- bzw. Verteiler= gefässes vermieden. Die sich jeweils entleerende Giess= pfanne kann ohne Eile bzw. ohne die Schwierigkeiten und Gefahren ausgewechselt werden, die sich bisher wegen der kurzen, zur Verfügung stehenden Arbeitszeit ergaben.
- - Leerseite -
Claims (5)
- Patentansprüche 1. Verfahren zur Beschickung von Stranggiess= anlagen, insbesondere für Stahlstränge, mit Hilfe von Giesspfannen (S,S1), die zur ununterbrochenen Aufrecht= erhaltung des Stranggiessvorgangs abwechselnd über das Zwischen- bzw. Verteilergefäss (1) eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils neue, volle Giesspfanne (S1) über das Zwischen- bzw. Verteilergefäss (1) gebracht wird, noch während die vorgehende, sich entleerende Giesspfanne (S) ihre Schmelze in das Zwischen-bzw. Verteilergefäss (1) ausgiesst.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn= zeichnet, dass nach der Einstellung der jeweils neuen, vollen Giesspfanne (S1) über das Zwischen- bzw. Verteiler= gefäss (1) neben die vorgehende, sich entleerende Giess= pfanne (S) der Ausguss der Schmelze aus der neuen, vollen Giesspfanne (S1) in beschränktem Mass bereits während des Ausgusses der Schmelze aus der vorgehenden Giesspfanne (S), insbesondere kurz vor deren Entleerung begonnen und dadurch eine Ubergangsphase eingeleitet wird, in der das Zwischen- bzw. Verteilergefäss bis zur vollständigen Entleerung der vorgehenden Giesspfanne (S) von beiden Giesspfannen (5,51) gleichzeitig beschickt wird, worauf der regelmässige Ausguss aus der neuen, vollen Giesspfanne (S1) aufgenommen wird und diese allein die Beschickung des Zwischen- bzw. Verteilergefässes (1) übernimmt, während die vorgehende, nunmehr leere Giesspfanne (S) entfernt wird.
- 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Zwischen- bzw. Verteilergefäss (1) Mittel zum unab= hängigen Transport und zur gleichzeitigen Einstellung von zwei Giesspfannen (S,S1) in zwei nebeneinander liegenden Beschickungsbereichen angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn= zeichnet, dass über dem Zwischen- bzw. Verteilergefäss (1) zwei je einem Beschickungsbereich zugeordnete Fahrbahnen (5-5, 6-6) für je einen Pfannenwagen (51-51, 61-61), sowie Antriebsmittel (7) zum unabhängigen Verfahren der Pfannen= wagen (51-51, 61-61) auf den betreffenden Fahrbahnen (5-5, 6-6) vorgesehen sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrbahnen (5-5, 6-6) für die Pfannenwagen (51-51, 61-61) parallel nebeneinander ange= ordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE3505612A1 true DE3505612A1 (de) | 1985-08-29 |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1990001383A1 (en) * | 1988-08-10 | 1990-02-22 | Rokop Corporation | Hot metal supply for continuous casting and the like |
| EP0861697A1 (de) * | 1997-02-20 | 1998-09-02 | Kvaerner Metals Continuous Casting Limited | Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen |
| CN107598145A (zh) * | 2017-09-18 | 2018-01-19 | 石家庄钢铁有限责任公司 | 一种能够保持中包液面稳态的浇铸设备及方法 |
| CN111570744A (zh) * | 2020-04-26 | 2020-08-25 | 中冶南方连铸技术工程有限责任公司 | 连铸机浇注装置及浇注方法 |
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1985
- 1985-02-19 DE DE19853505612 patent/DE3505612A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO1990001383A1 (en) * | 1988-08-10 | 1990-02-22 | Rokop Corporation | Hot metal supply for continuous casting and the like |
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| CN111570744A (zh) * | 2020-04-26 | 2020-08-25 | 中冶南方连铸技术工程有限责任公司 | 连铸机浇注装置及浇注方法 |
| CN111570744B (zh) * | 2020-04-26 | 2021-10-01 | 中冶南方连铸技术工程有限责任公司 | 连铸机浇注装置及浇注方法 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT1180436B (it) | 1987-09-23 |
| IT8412444A1 (it) | 1985-08-24 |
| IT8412444A0 (it) | 1984-02-24 |
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