DE3545027A1 - Elastische wellenkupplung - Google Patents
Elastische wellenkupplungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elastische Wellenkupplung der
im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Art.
Elastische Wellenkupplungen dieser Art, die auch
Steckkupplungen genannt werden, sind vor allem für
Anwendungsfälle vorgesehen, bei denen der für den Einbau
zur Verfügung stehende Raum von der Seite her nicht
zugänglich ist. Bei den bekannten elastischen
Wellenkupplungen dieser Art besteht das Zwischenglied aus
einem einheitlichen ringförmigen Gummikörper. Die
Drehmomentübertragung einer solchen Kupplung ist begrenzt,
weil bei einer bestimmten Belastung sich die aus Gummi
bestehende Verzahnung aus der Innenverzahnung des äußeren
starren Kupplungsteils herauszieht. Während des Betriebes
einer solchen Wellenkupplung entsteht zwar durch die
Fliehkraft ein Einfluß, der dem Herausziehen der
Gummiverzahnung teilweise entgegenwirkt, weil aufgrund der
Fliehkraft die verformbaren Gummizähne nach außen in die
Innenverzahnung eingedrückt und somit die normalerweise
vorhandenen Spiele überbrückt werden.
Um ein möglichst hohes übertragbares Drehmoment bei einer
solchen Wellenkupplung zu erreichen, hat man in der
Vergangenheit das elastische Zwischenglied aus einem
relativ harten Gummi gefertigt. Wird aber eine möglichst
hohe Drehelastizität verlangt, ist der vorgenannte Weg
nicht gangbar. Eine Vergrößerung der radialen elastischen
Länge des Zwischengliedes scheitert an den damit
gleichzeitig wachsenden äußeren Abmessungen der
Wellenkupplung. Versucht man bei einer vorgegebenen
Leistung und vorgegebenen Abmessungen dennoch eine hohe
Drehelastizität durch Verwendung eines entsprechend
weichen Gummis zu verwirklichen, so wächst die Gefahr der
Unsicherheit im Betrieb, weil der Abstand zwischen dem
maximal übertragbaren Drehmoment und dem mittleren
Antriebsmoment nicht mehr groß genug ist.
Um eine Verstärkung im Bereich der Verzahnung des
elastischen Zwischengliedes zu erreichen, ist man dazu
übergegangen, einen glatten oder profilierten Metallring
nahe der Verzahnung etwa auf ihrer gesamten axialen Länge
im Gummikörper einzubetten. Damit ist zwar bei Verwendung
eines glatten Ringes eine Verstärkung der Verzahnung in
radialer Richtung erreichbar, aber zugleich wird die
begünstigende Wirkung der Fliehkraft während des Betriebes
der Wellenkupplung aufgehoben. Der Einsatz eines
entsprechend der Verzahnung profilierten Ringes führt
dagegen zu einer nahezu starren Verzahnung, da es sich in
diesem Fall im wesentlichen um Metallzähne mit dünner
Gummiauflage handelt. Darüber hinaus kann die Verwendung
derartiger Metallringe, die sich nahezu über die gesamte
axiale Länge des Gummikörpers erstrecken, aufgrund ihrer
relativ großen Masse in schwingungsgefährdeten Antrieben
zu Zusatzbeanspruchungen in der Kupplung führen. Überdies
sind breite Ringe verhältnismäßig teuer.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demnach darin, eine
elastische Wellenkupplung dieser Art weiterzuentwickeln
und zu verbessern, um den vorgenannten Nachteilen
abzuhelfen, d.h. es soll eine elastische Wellenkupplung
geschaffen werden, die eine relativ hohe Drehelastizität
aufweist und dennoch für eine sichere Übertragung höherer
Drehmomente geeignet ist, als dies mit bekannten, etwa
gleich großen derartigen Wellenkupplungen möglich ist.
Ausgehend von einer elastischen Wellenkupplung der eingangs
genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß in der äußeren Zone nahe an ihrer radial
inneren Grenzfläche und nahe an den axialen Außenflächen
wenigstens je ein geschlossener metallischer Ring,
vorzugsweise mit kreisrundem Querschnitt, konzentrisch zur
Drehachse im Gummi eingebettet ist.
Hiernach ist anders als bei den bekannten Bauarten eine
Verstärkung der äußeren Zone des Zwischengliedes nur in
den besonders gefährdeten axial endseitigen Ringbereichen
vorgesehen. Dabei wird an jeder Seite mit wenigstens einem
geschlossenen metallischen Ring relativ geringer Masse
eine radiale Abstützung der gegenüber der axial
eingeschnürten inneren Zone überstehenden Abschnitte der
äußeren Zone bewirkt und mithin ein Zurückbiegen dieser
überstehenden Abschnitte bei der Übertragung größerer
Drehmomente verhindert. Da andererseits der mittlere
Bereich freibleibt, d.h. von den Wirkungen der metallischen
Ringe nicht erfaßt wird, kann der axial innere Grundkörper
des Zwischengliedes sich während des Betriebs der
Wellenkupplung unter der Einwirkung der Fliehkraft
ungehindert radial ausdehnen und damit die aus Gummi
bestehenden Zähne nach Überwindung des üblichen Spiels
fester in die Nuten der Verzahnung des äußeren starren
Kupplungsteils einpressen.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
das elastische Zwischenglied als Zweikomponenten-Körper
ausgebildet, d.h. in der äußeren Zone wird Gummi mit einer
größeren Härte als in den inneren Zonen eingesetzt. Damit
erhält die äußere Zone mit der Außenverzahnung einen
höheren Biegewiderstand, der eine wesentliche Steigerung
des übertragbaren Drehmoments mit sich bringt, ohne daß
eine nennenswerte Verschlechterung der Drehelastizität
in Kauf genommen werden muß, da diese praktisch durch die
innere Zone bestimmt wird, in der das Gummi weicher ist als
in der äußeren Zone. Auch bei dieser Ausführung ist in den
axial überstehenden Ringbereichen der äußeren Zone
wenigstens je ein geschlossener metallischer Ring im Gummi
eingebettet, der in gleicher Weise wie bei der Ausführung
des Zwischengliedes als homogener Gummikörper der radialen
Abstützung an diesen besonders gefährdeten Stellen dient.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die
metallischen Ringe aus Drahtlitzen in der Art eines
Drahtseils ausgebildet, wobei die Stoßstellen der
einzelnen Litzen über den Umfang gesehen mit etwa gleichem
Abstand voneinander verteilt sind. Solche Drahtseile
lassen sich auf herkömmliche Weise maschinell einfach und
preiswert herstellen. Dank der Vielzahl von Einzeldrähten
ist bei solchen Ringen nicht die Gefahr des Ausfalls durch
Bruch, wie bei einem massiven Ring, gegeben. Als weiterer
Vorteil kommt hinzu, daß ein aus Drahtlitzen gebildeter
Ring gegenüber einem massiven Ring mit glatter Oberfläche
eine wesentlich größere Oberfläche hat und damit dem Gummi
beim Vulkanisieren, der auch in die feinen Zwischenräume
zwischen den einzelnen Litzen eindringen kann, eine
entsprechend größere Angriffs- und Haftfläche bietet.
Insgesamt bieten metallische Ringe mit einem kreisrunden
Querschnitt den Vorteil einer äußerst geringen Masse, so
daß auch bei hoher Schwingungsbeaufschlagung des Antriebs
unerwünscht große Beschleunigungskräfte, mit der die
Gefahr des Losschlagens eines metallischen Rings im Gummi
verbunden ist, nicht entstehen können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt einer elastischen
Wellenkupplung gemäß der Erfindung in der Ebene
der Linien I-I der Fig. 2 und
Fig. 2 eine Teilansicht der Wellenkupplung in axialer
Richtung.
Bei der in der Zeichnung dargestellten elastischen
Wellenkupplung ist der innere starre Kupplungsteil
gebildet aus einer Nabe (1), die an einer Stirnseite eine
Eindrehung enthält, durch die eine quer zur Drehachse
verlaufende Ringfläche (2) gebildet ist, an der ein
Flanschring (3) mittels Schraubenbolzen (4) lösbar
befestigt ist. Am Flanschring (3) ist ein in axialer
Richtung sich erstreckender Tragring (5) angeformt, der
die Nabe (1) unter Einhaltung eines Ringspaltes (6) umgibt.
Achsparallele Verbindungsbohrungen (7) im Flanschring (3)
verbinden den Ringspalt (6) mit der anderen Seite des
Flanschringes (3) und ermöglichen so die Bildung eines
Kühlluftstromes.
An der äußeren Mantelfläche des Tragringes (5) ist ein
Zwischenglied (8) in Form eines einteiligen Ringkörpers
aus Gummi durch Vulkanisieren befestigt. Dieser Ringkörper
ist im Bereich einer radial inneren Zone (9) als Körper
gleicher Drehfestigkeit ausgebildet. An diese innere Zone
(9) schließt sich eine radial kurze Übergangszone (9 a) an,
die in eine äußere Zone (10) mit einer axialen Stärke
übergeht, die etwa der axialen Stärke im Fußbereich der
inneren Zone (9) entspricht. Die Übergangszone ist von
konkav geformten Wandflächen (11) begrenzt, die an den
inneren Kanten (12) der Außenflächen (13) der äußeren Zone
(10) enden. Am Umfang der äußeren Zone (10) ist diese in
der Art eines Stirnzahnrades geformt, d.h. hier enthält
die äußere Zone eine Verzahnung mit untereinander gleichen
Zähnen (14).
Die aus Gummi bestehenden Zähne (14) greifen in Nuten (15)
einer angepaßten Innenverzahnung eines Außenringes (16)
ein, der den äußeren starren Kupplungsteil bildet. Innerer
Kupplungsteil und Zwischenglied (8) sind durch eine
einfache Axialbewegung mit dem Außenring (16)
formschlüssig verbindbar und in umgekehrter Richtung auch
wieder lösbar.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, enthält der Außenring (16) in
der Umfangsrichtung mit gleichem Abstand
aufeinanderfolgende, zur Drehachse (D) parallele
Durchgangsbohrungen (17) für die Aufnahme von
Schraubenbolzen (18), die mit ihrem Gewindeende in
Gewindebohrungen eines Motorschwungrades (19)
eingeschraubt sind und der lösbaren Befestigung des
Außenringes (16) am Schwungrad (19) dienen.
Bei einem in dieser Weise ausgebildeten elastischen
Zwischenglied (8) besteht bei der Übertragung größerer
Drehmomente die Gefahr, daß sich die axialen Endabschnitte
der äußeren Zone (10), die gegenüber der eingeschnürten
inneren Zone (9) überstehen, radial nach innen
zurückbiegen, was ein Herausspringen der Zähne (14) aus
den Nuten (15) der Innenverzahnung des Außenringes (16)
zur Folge hat. Um dies zu verhindern, ist in den
überstehenden Abschnitten der äußeren Zone (10) nahe an
ihrer radial inneren zylindrischen Grenzfläche (10 a) je
ein geschlossener metallischer Ring (20) mit kreisrundem
Querschnitt konzentrisch zur Drehachse (D) im Gummi
eingebettet bzw. einvulkanisisert. Vorteilhafterweise
bestehen die Ringe (20) aus Drahtlitzen in der Art eines
Drahtseils.
Die Ringe (20) bewirken eine radiale Abstützung der axial
überstehenden Ringabschnitte der äußeren Zone (10) und
verhindern somit ein Zurückbiegen dieser Abschnitte bei
stärkeren Drehmomentbelastungen der Wellenkupplung. Wie
die Schnittansicht in Fig. 1 zeigt, haben die Ringe (20)
einen genügend großen axialen Abstand voneinander, so daß
der Kernbereich des elastischen Zwischengliedes (8)
freibleibt und somit während des Betriebes der
Wellenkupplung das Gummimaterial sich unter der Einwirkung
der Fliehkraft ungehindert nach außen ausdehnen kann und
folglich eine entsprechende Anpressung der aus Gummi
bestehenden Zähne (14) in die Nuten (15) der
Innenverzahnung des Außenringes (16) stattfinden kann.
Eine weitere nennenswerte Erhöhung des übertragbaren
Drehmomentes läßt sich erreichen, wenn das elastische
Zwischenglied (8) in der äußeren Zone (10) aus einem
härteren Gummi als in der inneren Zone (9) und im
Übergangsbereich (9 a) gefertigt wird, d.h. als
Zweikomponenten-Körper ausgebildet wird. Besonders
vorteilhaft ist hierbei, daß die Drehelastizität der
Wellenkupplung in einem solchen Fall nicht nennenswert
beeinträchtigt wird, da diese im wesentlichen durch die
Eigenschaften des weicheren Gummis der inneren Zone (9)
des elastischen Zwischengliedes (8) bestimmt wird.
Für eine Wellenkupplung in einer bestimmten Größe kann
beispielsweise die Gummihärte der inneren Zone (9)
einschließlich der Übergangszone (9 a) etwa 45° Shore A
und für die äußere Zone (10) etwa 75° Shore A betragen.
Claims (4)
1. Elastische Wellenkupplung mit einem radial inneren
starren nabenförmigen Kupplungsteil, einem äußeren starren
Kupplungsteil und einem aus Gummi oder einem ähnlichen
Material bestehenden einteiligen ringförmigen Zwischenglied
zur Übertragung des Drehmoments zwischen den starren
Kupplungsteilen, welches am inneren Kupplungsteil befestigt
ist, z.B. durch Vulkanisieren, und am äußeren Umfang eine
Verzahnung nach Art eines Stirnzahnrades aufweist, die mit
einer entsprechenden Innenverzahnung am äußeren
Kupplungsteil axial bewegbar in Eingriff steht, und wobei
das elastische Zwischenglied sich aus einer radial gesehen
inneren Zone als Körper gleicher Drehfestigkeit, d.h. mit
radial nach außen abnehmender axialer Stärke, einer kurzen
Übergangszone und einer äußeren Zone zusammensetzt, die an
ihrem Umfang die Verzahnung aufweist und deren axiale
Stärke etwa der Stärke der inneren Zone an ihrem inneren
Umfang entspricht, dadurch gekennzeichnet,
daß in der äußeren Zone (10) nahe an ihrer radial inneren
Grenzfläche (10 a) und nahe an den axialen Außenflächen (13)
wenigstens je ein geschlossener metallischer Ring (20),
vorzugsweise mit kreisrundem Querschnitt, konzentrisch zur
Drehachse (D) im Gummi eingebettet ist.
2. Wellenkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Zone (10) aus Gummi mit größerer Härte als
die innenliegenden Zonen (9, 9 a) ausgebildet ist.
3. Wellenkupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die metallischen Ringe (20) aus Drahtlitzen
in der Art eines Drahtseils gebildet sind.
4. Wellenkupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahtseile aus einer Anzahl Drahtlitzen geflochten
sind, deren Stoßstellen über den Umfang mit etwa gleichem
Abstand voneinander verteilt sind.
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