DE3438467A1 - Hydraulischer stossdaempfer mit einstellbarer daempfung - Google Patents
Hydraulischer stossdaempfer mit einstellbarer daempfungInfo
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PATENTANWÄLTE DIPL.-ING. W. EITLE · DR. RER. NAT. K. HOFFMANN · DIPL.-ING. W. LEHN
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DIPL.-ING. K. KOHLMANN · RECHTSANWALT A. NETTE
Tokico Ltd. 41 009
Kawasaki-shi, Kanagawa-ken
Japan
Hydraulischer Stoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfung
Die Erfindung bezieht sich auf einen hydraulischen Stoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfung zur Verwendung
in einem Fahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
und betrifft insbesondere einen derartigen Stoßdämpfer zur Verwendung in einem Kraffahrzeug.
Es wurden verschiedene hydraulische Stoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfung vorgeschlagen und in einem Fahrzeug,
z. B. einem Kraftahrzeug, verwendet, um die Dämpfungseigenschaften
entsprechend den Fahrbedingungen des Fahrzeugs, wenn das Fahrzeug beispielsweise mit
hoher Geschwindigkeit auf einer Autobahn, auf einer gepflasterten Straße und auf einer holprigen Straße
oder einer Schotterstraße fährt, einzustellen, um dadurch den Fahrkomfort und die Lenkstabilität zu verbessern.
ARABELLASTRASSE 4 . D-SOOO MÜNCHEN 81 · TELEFON CO 89} 9110 87 · TELEX 5-29619 CPATHEJ · TELEKOPIERER 9183
Ein typischer hydraulischer Stoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfung umfaßt einen Zylinder, einen in dem
Zylinder arbeitenden Kolben, der das Innere des Zylinders in eine erste und eine zweite Kammer unterteilt, eine
hohle Kolbenstange, die mit dem Kolben verbunden ist und sich durch die erste Flüssigkeitskammernach außen
durch ein Ende des Zylinders erstreckt, ein die Dämpfung erzeugendes Tellerventil, das an dem Kolben befestigt
ist, einen By-pass-Kanal, der das Innere der hohlen Kolbenstange einschließt und das die Dämpfung erzeugende
Tellerventil umgeht, und einen Hechanismus zur Einstellung der Dämpfung, indem der wirksame Durchflußquerschnitt
des By-pass-Kanals eingestellt wird. Der Mechanismus zur Einstellung der Dämpfung umfaßt eine
sich durch die Kolbenstange erstreckende Steuerstange, ein Betätigungsglied, z. B. einen Solenoid, einen
Elektromotor und ähnliches, das mit dem äußeren Ende der Steuerstange verbunden ist, einen mit dem inneren
Ende der Steuerstange verbundenen Verschluß, der bei der Betätigung des Betätigungsteils drehbar ist, und
eine oder mehrere öffnungen, die wahlweise in Abhängigkeit von der Drehung des Verschlusses geöffnet oder geschlossen
werden.
Ein derartig bekannter hydraulischer Stoßdämpfer weist gewöhnlich einen handbedienten Schalter auf, so daß der
Fahrer des Fahrzeugs die Dämpfung des Fahrzeugs je nach Wunsch bestimmen kann. Wenn jedoch eine schnelle Bremsung
erfolgen muß, oder das Lenkrad schnell gedreht werden muß, ist es von Vorteil, den Stoßdämpfer auf einen
hohen Dämpfungszustand einzustellen. Entsprechend wurde
ebenfalls ein automatischer Schalter vorgeschlagen, um den Stoßdämpfer auf den hohen Dämpfungszustand einzustellen.
Der automatische Schalter wurde von einem elektrischen, von einem Fühler erzeugten Signal betätigt,
wcbei der Fühler den hydraulischen Druck in einem
hyraulischen Bremssystem, den Einschlagwinkel des Lenkrades oder ähnliches erfaßt, und das Betätigungsteil
bedient, um den Verschluß zum hohen Dämpfungszustand zu drehen, wodurch die Sicherheit des Fahrzeuges
verbessert wird.
Ein derartiger hydraulischer Stoßdämpfer hat jedoch den Nachteil, daß/wenn das Betätigungsteil vom handbedienten
Schalter bedient wird, um den Verschluß in Richtung des niedrigen Dämpfungszustandes zu drehen,und der automatische
Schalter durch den Sensor betätigt wird, um den Verschluß in den hohen Dämpfungszustand zu drehen,
die Arbeitsweise des Betätigungsteils Undefiniert wird, wodurch in einigen Fällen der Verschluß sich in Richtung
des niedrigen Dämpfungszustandes dreht und darauf zum hohen Dämpfungszustand dreht, ein Zustand, der die Erfordernisse
des automatischen Umschalters nicht befriedigt.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen 0 hydraulischen Stoßdämpfer der eingangs genannten Art zu
schaffen, mit dem ein definierter Dämpfungszustand erzielt
wird.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 gekennzeichnete
Erfindung gelöst, d. h., mit einem hydraulischen Stoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfung zur Verwendung in
einem Fahrzeug, der einen hydraulischen Dämpfer, dessen Dämpfung zwischen mindestens zweien, einem niedrigen und
einem hohen Dämpfungszustand,einstellbar ist, einen Wählschaltkreis,
der von einem Fahrer des Fahrzeugs bedienbar ist, um wahlweise die Dämpfung des Dämpfers zu bestimmen,
mindestens eine Fühlereinrichtung, um die Fahrbedingungen des Fahrzeugs, wie z. B. die Geschwindigkeit, die Beschleunigung,
die Verzögerung u. ä. zu erfassen, und eine mit der Fühlereinrichtung verbundene Steuereinrichtung,
um die Dämpfung des Dämpfers bis zum hohen Dämpfungszu-
stand zu bestimmen und die über den Wählschaltkreis vorherrschend ist, umfaßt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher boschrieben.
Es zeigen:
10
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Fig. 1 eine längsgeschnittene Teilansicht des hydraulischen Stoßdämpfers mit einstellbarer Dämpfung;
Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie H-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Verschlusses;
Fig. 4
0 und 5 Ansichten zur Darstellung der entsprechenden
Betriebsbedingungen des in dem Dämpfer von Fig. 1 vorgesehenen Dämpfungseinstellmechanismus;
und
Fig. 6 ein Faltbild des Wählschaltkreises.
Der in Fig. 1 dargestellte hydraulische Dämpfer mit einstellbarer Dämpfung umfaßt einen Grundkörper 1, bestehend
aus einem inneren Rohr 1A und einem dazu koaxialen äußeren
Rohr 1B. Das innere Rohr 1A wirkt als Zylinder, in dem
gleitend ein Kolben 5 aufgenommen ist, der das Innere des inneren Rohres 1A in eine erste und zweite Flüssigkeitskammer B bzw. A unterteilt. Eine Kolbenstange 2 ist an
dem Kolben 5 befestigt und erstreckt sich durch die erste Flüssigkeitskammer B nach außen. Ein Gewindeabschnitt 2A
mit vermindertem Durchmesser ist auf dem äußeren End-
abschnitt der Kolbenstange 2 ausgebildet und durch eine Öffnung in einem Chassis 3 des Fahrzeugs, z. B. eines
Kraftfahrzeugs geführt und daran mit einer Mutter 4 befestigt.
Eine die Dämpfung erzeugendes Tellerventil 6 und eine die Dämpfung erzeugendes Tellerventil 7 sind
an gegenüberliegenden Seitenflächen des Kolbens 5 vorgesehen, um die Dämpfungskräfte in dem Extensionshub
(Aufwärtsbewegung der Kolbenstange 2) und dem Kontraktionshub (Abwärtsbewegung der Kolbenstange 2) des
Stoßdämpfers zu erzeugen.
Ein rohrförmiges Teil 8 ist am inneren Ende der Kolbenstange
2 befestigt, das als Mutter zur Befestigung des Kolbens 5 und der Tellerventile 6 und 7 an der Kolbenstange
2 dient und darin eine Kammer 9 zur Aufnahme eines einstellbaren, die Dämpfkraft erzeugenden Mechanismus
ausbildet. An dem rohrförmigen Teil 8 ist eine Verschlußplatte 10 befestigt, um die Kammer 9 von der zweiten
Flüssigkeitskammer A abzuschließen. Eine Führung 13, bestehend aus einem kanalbildenden Abschnitt 11 und einem
ventilbildenden Abschnitt 12, ist an der inneren Umfangswand der Kammer 9 mittels eines Preßsitzes o.a. eingepaßt
und befestigt. Ein Verschluß 14 ist in die Führung 13 eingepaßt und kann sich relativ zu ihr gleitend
drehen. Eine Steuerstange 15 ist an dem Verschluß 14 befestigt
und erstreckt sich durch eine koaxiale Bohrung in der Kolbenstange 2 nach außen. Das äußere Ende der
Steuerstange 15 ist mit einem drehbaren Betätigungsteil, ζ. B. einem Solenoid, einem Schrittmotor u. ä. 33 ver-0
bunden, das weiter unten beschrieben wird.
Ein Ringraum 17 ist zwischen dem rohrförmigen Teil 8 und dem kanalbildenden Abschnitt 11 der Führung 13 ausgebildet,
wobei der Ringraum 17 dauernd mit der Flüssigkeitskammer
A durch mehrere der Öffnungen 18 in Verbindung steht. Wie in Fig. 2 sind vier Blendenkanäle 19, 20,
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21 und 22 mit entsprechenden unterschiedlichen Durchflußquerschnitten
in dem kanalbildenden Abschnitt 11 ausgebildet, wobei sich die einen Enden der Blendenkanäle
19, 20, 21 und 22 zum Raum 17 öffnen, während sich die anderen Enden zu der Gleitfläche zwischen
dem Verschluß 14 öffnen. Wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, ist in der Umfangswand des Verschlusses 14 ein Schlitz
oder eine Nut 23 zum wahlweisen öffnen der Blendenkanäle 19 und 2 0 in Abhängigkeit der Drehung des Ver-Schlusses
14 vorgesehen, um die Flüssigkeitskammer A mit einem Flüssigkeitsraum 24 zu verbinden, der im
Inneren des Verschlusses 14 ausgebildet ist. Eine Vielzahl von Öffnungen 25, 25 sind in einem vorspringenden
Abschnitt des Verschlusses 14 ausgebildet, um den Flüssigkeitsraum 24 mit mehreren axialen Öffnungen 26,
26 zu verbinden, die in dem ventilbildenden Abschnitt
12 der Führung 13 ausgebildet sind. Ein Rückschlagventil 28 ist vorgesehen, um mit den öffnungen 26 im ventilbildenden
Abschnitt 12 zusammenzuarbeiten, damit die 0 Flüssigkeitsströmung nur von dem Flüssigkeitsraum 24
zu einer Flüssigkeitskammer 27 strömt, die zwischen dem ventilbildenden Abschnitt 12 und dem rohrförmigen Teil
8 ausgebildet ist. Das Rückschlagventil 2 8 ist normalerweise in Richtung des geschlossenen Zustandes mittels
einer Schraubenfeder 29 vorgespannt. Die Flüssigkeitskammer 27 ist dauernd mit der Flüssigkeitskammer B
durch die axiale Bohrung 16 und eine radiale öffnung 3
in der Kolbenstange 2 verbunden.
Eine axiale Nut 31 ist in der äußeren Umfangsflache des
Verschlusses 14 ausgebildet, wie dies in Fig. 2 und 3 dargestellt ist, und ist wahlweise mit den Blendenkanälen
21 und 22 in dem kanalbildenden Abschnitt 11 der Führung
13 in Abhängigkeit von der Drehung des Verschlusses verbunden. Eine sich axial erstreckende Nut 32 ist in
der äußeren Umfangsfläche des ventilbildenden Abschnitts
12 ausgebildet, wobei ihr unteres Ende dauernd mit der axialen Nut 31 unabhängig von der Drehung des Verschlusses
14 verbunden ist, und ihr oberes Ende dauernd mit der Kammer 27 verbunden ist.
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Endsprechend dem oben beschriebenen Aufbau wird ein die Dämpfungskraft erzeugender Mechanismus geschaffen,
der einen das Ventil durchlaufenden Kanal umfaßt, bestehend aus Öffnungen 18 in dem rohrförmigen Teil 8,
dem Ringraum 17, den Blendenkanälen 19 oder 20, dem Schlitz oder der Nut 23 in dem Verschluss 14, dem
Flüssigkeitsraum 24, den Öffnungen 25 in dem Verschluß 14, den Öffnungen 26 in dem ventilbildenden Abschnitt
12 der Führung 13, dem Rückschlagventil 28,der Flüssigkeitskammer
27 , der axialen Bohrung 16 und der radialen Öffnung 30 in der Kolbenstange 2; und einem By-pass-Kanal,
bestehend aus den Öffnungen 18, dem Ringraum 17, den Blendenkanälen 21 oder 22, den axialen Nuten 31 und
32 im Verschluß 14 und dem ventilbildenden Abschnitt 12, der Flüssigkeitskammer 27, der axialen Bohrung 16 und
der radialen Öffnung 30. Die wirksame Durchflußfläche
des durch das Ventil verlaufenden Kanals wird mittels der Blendenkanäle 19 oder 20 bestimmt, und die effektive
Durchflußfläche des By-pass-Kanals wird durch die
Blendenkanäle 21 oder 22 bestimmt. Die Blendenkanäle und 21 sind entsprechend größer als die Blendenkanäle
und 22, und die Blendenkanäle 19 und 20 sind an entsprechenden, winklig von den Blendenkanälen 21 und 22
um 180° beabstandeten Stellen angeordnet. Die Nuten 23 und 31 in dem Verschluß 14 sind also winklig um 180°
beabstandet. Wenn der Verschluß 14 wie in Fig. 2 angeordnet ist, wobei die radiale Linie ,die die Nut 31 mit der
Nut 23 verbindet, mit der Linie b (die Stelle b) zusammenfällt, ist der durch das Ventil verlaufende Kanal
geöffnet, wobei die Durchflußfläche durch den Blendenkanal
20 bestimmt wird, und der By-pass-Kanal ist zum
Blendenkanal 22 geöffnet, so daß der Dämpfungskrafteinstellmechanismus
eine Stellung mit einer kleinen Durchflußfläche einnimmt. Wenn der Verschluß im Uhrzeigersinn
um 60° von Fig. 2 zu Position c gedreht wird, werden die Blendenkanäle 2 0 und 22 geschlossen,
und die Blendenkanäle 19 und 21 geöffnet. Der Mechanismus
nimmt die Stellung des großen Durchflußquerschnitts ein, wodurch die Dämpfungseigenschaft weich
wird. Wenn der Verschluß 14 im Gegenuhrzeigersinn um
60° von der Position b gedreht wird, werden die Blendenkanäle 19, 20, 21 und 22 geschlossen. Der Mechanismus
nimmt die Position a oder eine vollständig geschlossene Position ein, wodurch die Dämpfungseigenschaft hart
wird.
Das drehbare Betätigungsteil 33 dient zur Schaltung des Mechanismus zur Einstellung der Dämpfung zwischen den
Stellen a, b und c, d. h., hart, normal und weich. Das drehbare Betätigungsteil 33 umfaßt ein Betätigungsteil
33A wie z. B. einen drehbaren Solenoid, einen Schrittmotor o. ä., eine drehbare Stange 33B,die mit einem
Ende mit dem Betätigungsteil 33A und mit dem anderen Ende mit dem äußeren Ende der Steuerstange 15 verbunden
ist. Das drehbare Betätigungsteil 33 ist an einem Lager 34 befestigt, das gewindemäßig mit dem äußeren Ende der
Kolbenstange 2 verbunden ist. Weiter ist eine Kontermutter 35 in Fig. 1 dargestellt.
In Fig. 6 ist ein automatischer Umschaltschaltkreis 0 dargestellt, der parallel geschaltete lichtemittierende
Dioden 37 und 38, mit den Dioden 37 und 38 in Serie geschaltete Widerstände 39 und 40, eine Gleichstromquelle
41,die mit einem Ende mit den Dioden 37 und 38 in Reihe geschaltet und mit dem anderen Ende geerdet
ist, einen Wählschalter 42, der mit einem Ende geerdet und mit dem anderen Ende wahlweise mit einem mit dem
Widerstand 39 verbundenen Kontakt 4 2A und mit einem mit dem Widerstand 40 verbundenen Kontakt 42B verbunden
ist, einen zwischen dem Widerstand 39 und dem . Kontakt 42A verbundenen Ausgangsschaltkreis 43, der
ein Signal "1" erzeugt, wenn der Schalter 42 geöffnet und die elektrische Spannung angelegt ist, und
ein Signal "0" erzeugt, wenn der Schalter 42 geschlossen ist, und einen zwischen dem Widerstand 4 0
und dem Kontakt 42B verbundenen Ausgangsschaltkreis 44, der ein Signal in "1" erzeugt, wenn der Schalter
42 geöffnet ist und eine Signal "0" erzeugt, wenn der Schalter 42 geschlossen ist, umfaßt. Der Wählschalter
4 2 arbeitet in Abhängigkeit von der Handbedienung des Fahrers des Fahrzeugs, um die Dämpfungseigenschaften
zwischen dem niedrigen Dämpfungszustand (weich) und dem mittleren Dämpfungszustand (normal) entsprechend
den Kontakten 42A und 42B einzustellen.
Mit dem Bezugszeichen 45 ist ein Erfassungsabschnitt bezeichnet, der in der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform einem Bremsdruckfühler 46 zur Erfassung des
hydraulischen Drucks in einem hydraulischen Bremssystem oder des hydraulischen Drucks in einem Radbremszylinder,
einen Ausgangsschaltkreis 47 zur Erzeugung eines Signals "1", wenn der Bremsdruck ein vorbestimmtes
Niveau überschreitet, einen Fühler 48 zur Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit, einen Ausgangsschaltkreis
49 zur Erzeugung eines Signals "1", wenn die Geschwindigkeit' einen vorbestimmten Wert überschreitet,
einen Fühler 50 zur Erfassung des Einschlagwinkels des Lenkrades des Fahrzeugs und einen Ausgangsschaltkreis
51 zur Erzeugung eines Signals "1", wenn der Einschlagswinkel des Lenkrades einen bestimmten Winkel überschreitet,
umfaßt. Weiter ist ein weiterer Fühler 46' gezeigt, der beispielsweise ein Fühler zur Erfassung
der auf das Fahrzeug in Längsrichtung wirkenden Be-
schleunigung oder Verzögerung, zur Erfassung der auf das Fahrzeug in Querrichtung wirkenden Beschleunigung,
zur Erfassung der Verstellung des Drosselklappenhebels oder des Gaspedals zur Steuerung der Verbrennungskraftmaschine
des Fahrzeugs, zur Erfassung der Beladung oder der Verstellung der Fahrzeugaufhängung o. ä. sein kann,
und ein Ausgangsschaltkreis 47'zur Erzeugung des Signals
"1" in Abhängigkeit von dem Fühler 46'.
Weiter ist ein Steuerschaltkreis 52 gezeigt, der ein mit den Ausgangsschaltkreisen 49 und 51 verbundenes
UND-Glied 53 zur Erzeugung eines Signals "1", wenn beide Schaltkreise 49 und 51 ein Signal "1" erzeugen, ein
mit den Ausgangsschaltkreisen 47 und 47' verbundenes
ODER-Glied 53' zur Erzeugung eines Signals "1", wenn mindestens einer der Schaltkreise 47 und 47' ein
Signal "1" erzeugt, ein mit den Schaltkreisen 53 und 53' verbundenes ODER-Glied 5 4 zur Erzeugung eines Signals
"1", wenn das Signal "1" von mindestens einem der Schaltkreise 53 und 53' zugeführt wird, ein mit dem Schaltkreis
54 und dem Schaltkreis 43 des Umschaltschaltkreises 36 verbundenes ODER-Glied 55 zur Erzeugung eines Signals
"1", wenn ein Signal "1" von mindestens einem der Schaltkreise 54 und 43 zugeführt wird, ein mit dem Schaltkreis
54 und dem Schaltkreis 44 des Umschaltschaltkreises 36 verbundenes ODER-Glied 56 zur Erzeugung eines Signals
"1" wenn ein Siganl "1" von mindestens einem der Schaltkreise 5 4 und 44 zugeführt wird, und einen mit den
Schaltkreisen 55 und 56 verbundenen Steuerabschnitt 57 umfaßt. Der Steuerabschnitt 57 hat vier Ausgangsleitungen
57A, 57B, 57C und 57D, die mit entsprechenden drehbaren
Betätigungsgliedern (nicht gezeigt) für vier am Fahrzeug vorgesehene hydraulische Stoßdämpfer verbunden sind,
um wahlweise die Dämpfungseigenschaft jedes hydraulischen Stoßdämpfers zwischen hart, normal und weich zu bestimmen.
Die Beziehung zwischen den Signalen der Schalt-
kreise 55 und 56 und dem Ausgangssignal des Steuerabschnitts ist in Tabelle 1 dargestellt.
| Ausgangssignal 55 | Ausgangssignal 5 6 | Ausgangssignal 57 |
| 1 | 1 | Hart Hohe Dämpfung |
| 1 | 0 | Normal Mittlere Dämpfung |
| 0 | 1 | Weich Niedrige Dämpfung |
Im folgenden soll die Arbeitsweise des hydraulischen Stoßdämpers beschrieben werden.
Wenn der Wählschalter 42 mit dem Kontakt 42B für den normalen Zustand und die Fühler 46, 46', 48 und 50
keine entsprechenden Schwellwertzustände zur Erzeugung der Signale erfassen,erzeugen die Schaltkreise 44, 47',
47, 49 und 5 0 entsprechende Signale "0",und entsprechend erzeugt der Schaltkreis 43 das Signal "1", der Schaltkreis
55 das Signal "1" und der Schaltkreis 56 das Signal "0". Der Steuerabschnitt 57 betätigt das drehbare
Betätigungsteil 33, um die mittlere Dämpfung, wie in Tabelle 1 dargestellt, zu bestimmen, wobei der Verschluß
14 die Stellung b einnimmt, wie in Fig. 2 gezeigt. Beim Extensionhub des Dämpfers verschieben sich der Kolben 5
und die Kolbenstange 2 in Richtung des Pfeils X in Fig. 1. Der Druck in der Flüssigkeitskammer B steigt,
und die Flüssigkeit in der Kammer B fließt durch die Öffnung 30 und die Bohrung 16 in die Flüssigkeitskammer
27. Das Rückschlagventil 28 wird im geschlossenen Zustand gehalten, so daß kein Durchgang durch den Ventilkanal
ausgebildet wird, und die Flüssigkeit in der Kammer 27 fließt längs der Leitung F1 (Fig. 4), die
durch die Nut 32, die Nut 31, den Blendenkanal 22, den Ringraum 17 und die öffnungen 18 verläuft, die den
By-pass-Kanal darstellen, zur Flüssigkeitskammer A. Der Blendenkanal 22 dient zur Erzeugung einer vorbestimmten
Dämpfungskraft. Es ist verständlich, daß, wenn die Geschwindigkeit der Kolbenstange 2 steigt
und der Druck in der Kammer B einen vorbestimmten Druck überschreitet, das Tellerventil 6, das einen wesentlichen
Teil der Dämpfung erzeugt, öffnet.
Während des Kontraktionshubs des Dämpfers verschieben sich der Kolben und die Kolbenstange 2 in Richtung des
Pfeils Y in Fig. 1, wobei der Druck in der Flüssigkeitskammer A verglichen zur Flüssigkeitskammer B steigt. Die
Flüssigkeit in der Kammer A fließt durch die öffnungen 18 und Ringraum 17 und, wie mit der Pfeillinie F„ in
Fig. 5 dargestellt, durch den By-pass-Kanal, bestehend aus der Nut 31, der Nut 32, der Kammer 27, der Bohrung
16 und der öffnung 3 0 in die Flüssigkeitskammer B. Weiter
fließt die Flüssigkeit in der Kammer A durch den Durchgang durch den Ventilkanal, bestehend aus, wie mittels
Pfeillinie F3 in Fig. 5 dargestellt, den öffnungen 18,
dem Raum 17, dem Blendenkanal 20, dem Schlitz 23 in dem Verschluß 14, dem Raum 24, den Öffnungen 25, den öffnungen
26, dem Raum zwischen dem Ventilsitz und dem geöffneten Rückschlagventil 28, der Kammer 27, der Bohrung 16 und
der öffnung 30 in der Kolbenstange 2 zur Flüssigkeitskammer B. Die Blendenkanäle 20 und 22 bestimmen die
Dämpfung. Wenn die Geschwindigkeit der Kolbenstange 2 ausreichend steigt, um das Tellerventil 7 zu öffnen,
wird die Dämpfkraft hauptsächlich durch das Tellerventil bestimmt.
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Wenn der Wählschalter 42 zum Kontakt 42A für den weichen Zustand geschaltet wird, erzeugt der Schaltkreis 43
des Wählschalters 36 das Singnal "0" und der Schaltkreis 44 erzeugt das Signal "1". Nimmt man an, daß
die Fühler 47', 47, 48 und 50 kein Signal "1" erzeugen, erzeugt der Schaltkreis 5 4 das Signal "0" und der
Schaltkreis 55 das Signal "1". Somit betätigt der Steuerabschnitt 57 das Betätigungsteil 33 zur Drehung des
Verschlusses 14 in die Stellung für die weiche Dämpfung oder die Stellung c in Fig. 2. Der By-pass-Kanal, der
sowohl in den Extensions- und den Kontraktionshub mündet, hat die durch den Blendenkanal 21 bestimmte Durchflußfläche,
und der durch das Ventil verlaufende Kanal, der nur beim Extensionshub öffnet, hat die durch den
0 Blendenkanal 19 bestimmte wirksame Durchflußfläche. Die
Blendenkanäle 21 und 19 sind entsprechend größer als die Blendenkanäle 2 0 und 22 in dem normalen Zustand,
so daß die Dämpfungseigenschaften beim Extensions- und
Konstraktionshub steiler sind als im normalen Zustand, wobei dieser Zustand als weiche Dämpfung definiert wird.
Weiter öffnet das Tellerventil 6 oder 7, wenn die Geschwindigkeit
des Kolbens zunimmt und die Druckdifferenz zwischen den Kammern A und B einen vorbestimmten Druck
überschreitet, wobei die Dämpfung bei diesem Zustand 0 kleiner als beim normalen Zustand ist, da die durch den
Mechanismus zur Einstellung der Dämpfung fließende Flüssigkeit während des weichen Zustands größer als
beim normalen Zustand ist.
Wie oben beschrieben, ist es möglich, manuell den Wählschalter 42 zwischen dem normalen und dem weichen Zu-
stand oder der mittleren und der niedrigen Dämpfung zu betätigen, jedoch sind erfindungsgemäß Fühler zur
Erfassung der Fahrbedingungen des Fahrzeugs vorgesehen, die den Zustand des Dämpfers oder die Stellung
des Verschlusses vor dem Wählschalter 42 vorherrschend steuern.
Es wird angenommen, daß der Wählschalter 42 von dem Kontakt 42B zum Kontakt 42A geschaltet ist, und das
Betätigungsteil 33 sich in Richtung der Stellung c in Fig. 2 dreht. Bei diesem Zustand wird eine Notbremsung
durchgeführt,und der hydraulische Druck im Bremssystem überschreitet einen vorbestimmten Wert, der
mittels der Fühlers 46 erfaßt wird, worauf der Ausgangsschaltkreis 47 das Signal "1" erzeugt. Der Schaltkreis
54 erzeugt das Signal "1",und beide Schaltkreise 55 und 56 erzeugen das Signal "1" wodurch der Steuerabschnitt
51, unabhängig von der Stellung des Wählschalters 42,das Betätigungsteil 33 in den Zustand
hoher Dämpfung betätigt bzw. der Verschluß 14 die Position
a einnimmt. Der durch das Ventil verlaufende Kanal und der By-pass-Kanal in dem Mechanismus zur Einstellung
der Dämpfung werden sowohl bei dem Extensions- als auch beim Kontraktionshub geschlossen gehalten, und die
Dämpfungseigenschaften sind die größten. Somit ist es möglich, das sogenannte Nicken zu vermeiden, wobei die
Stoßdämpfer der Vorderräder infolge der Notbremsung zu sehr gestaucht werden. Obwohl bei der beschriebenen
Ausführungsform alle vier Stoßdämpfer zum harten
0 Dämpfungszustand verändert werden, ist es möglich, in
einem derartigen Fall die Stoßdämpfer der Vorderräder zu steuern.
In der gezeigten Ausführungsform ist der Fühler 48 zur
Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit und der Fühler 4 9 zur Erfassung des Einschlagwinkels über das UND-Glied
53 verbunden, so daß der Schaltkreis 53 nur das Signal "1" erzeugt, wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeugs
einen bestimmten Wert überschreitet und der Einschlagswinkel einen bestimmten Winkel überschreitet. Bei
diesem Zustand wird die Dämpfung des Dämpfers automatisch auf hart geschaltet, so daß das sogenannte
Schleudern relativ verhindert werden kann und die Lenkeigenschaften und die Fahrsicherheit zuverlässig
verbessert werden kann.
10
10
Zu den oben beschriebenen Fühlern können zusätzliche Fühler zur Erfassung folgender Werte vorgesehen sein:
(a) Verschiebung des Bremspedals, Erregung des Bremslichtschaltkreises
oder Verzögerung in Vorwärtsrichtung zur Erfassung einer Notbremsung oder der Verzögerung des Fahrzeuges,
(b) der Beschleunigung in Querrichtung zur Erfassung der Drehung des Fahrzeuges alternativ zu der oben
0 genannten Kombination des Fühlers 48 zur Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit und des Fühler 50 zur
Erfassung des Einschlagwinkels, um die Drehung des Fahrzeugs zu erfassen,
(c) die Beschleunigung in Vorwärtsrichtung oder die
Kombination der Fühler zur Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit und zur Erfassung der Verschiebung
des Drosselklappenhebels oder des Gaspedals, zur Erfassung der Beschleunigung in Vorwärtsrichtung,
(d) die vertikale Verschiebung des Aufhängesystems zur
0 Erfassung der Beladung,
(e) die Kombination der Fühler zur Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit
und des Fühlers gemäß Punkt (d) zur Einstellung der Dämpfung, um den Straßenzustand
zu berücksichtigen.
Wenn die Fühler gemäß Punkt (a) verwendet werden, um
das oben beschriebene Nicken zu verhindern, werden die Fühler von Punkt (b) verwendet, um das Rollen in
Querrichtung zu verhindern,und die Fühler gemäß Punkt
(c) sind wirksam, um das Absenken des Fahrzeughinterteils bzw. das Stauchen der Stoßdämpfer der Hinterräder
bei einem plötzlichen Beschleunigen des Fahrzeugs zu verhindern. Weiter ist es möglich, den Fühler
zur Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit so zu verwenden, daß er das Signal "1" erzeugt, wenn die mittels
des Fühlers erfaßte Geschwindigkeit niedriger als eine vorbestimmte Geschwindigkeit zur Bestimmung der Dämpfeigenschaft
zur hohen Dämpfung ist, wodurch die Beschleunigung des Fahrzeugs weich durchgeführt
werden kann.
Wie oben beschrieben, kann erfindungsgemäß die Dämpfung des hydraulischen Stoßdämpfers automatisch auf den
harten Dämpfungszustand in Abhängigkeit von verschiedenen
Fühlern eingestellt werden, die die Fahrbedingungen des Fahrzeugs erfassen und die über den von Hand eingestellten
Schaltkreis vorherrschend sind, so daß die Sicherheit und die Manövrierfähigkeit des Fahrzeugs verbessert
werden kann.
Claims (4)
1. Hydraulischer Stoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfung
zur Verwendung in einem Fahrzeug, gekennzeichnet durch einen hyraulischen Dämpfer,
dessen Dämpfung zwischen mindestens zweien, einem niedrigen und einem hohen Dämpfungszustand,einstellbar
ist, einen Wählschaltkreis (36), der von einem Fahrer des Fahrzeugs bedienbar ist, um wahlweise die
Dämpfung des Dämpfers zu bestimmen, mindestens einer Fühlereinrichtung (45), um die Fahrbedingungen des
Fahrzeugs, wie z. B. die Geschwindigkeit, die Beschleunigung, die Verzögerung und ähnliches zu erfassen,
und durch eine mit der Fühlereinrichtung (45) verbundene Steuereinrichtung (52) , um die Dämpfung
des Dämpfers bis zum hohen Dämpfungszustand zu bestimmen, und die über den Wählschaltkreis (36·) vorherrschend
ist.
ARABELLASTRASSE 4 ■ D-BOOO MÜNCHEN 81 · TELEFON CO 89} 9110 87 ■ TELEX 5-29619 CF1ATHEJ · TELEKOPIERER 91Θ3 SG
2. Hydraulischer Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennz eichnet, daß die Fühlereinrichtung
(45) einen Druckfühler (46) zur Erfassung des Bremsdrucks in einem Bremszylinder und einen Fühler (48)
zur Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit umfaßt.
3. Hydraulischer Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fühlereinrichtung
(45) einen Fühler (48) zur Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit und einen Sensor (50) zur Erfassung des
Einschlagwinkels eines Lenkgetriebes oder eines Lenkrades umfaßt.
4. Hydraulischer Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fühlereinrichtung (45) einen Fühler (46') zur Erfassung der Stellung
eines Gaspedals oder eines Drosselklappenhebels umfaßt.
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