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DE3438005A1 - Pharmazeutisches mittel zur lokalen therapie der psoriasis - Google Patents

Pharmazeutisches mittel zur lokalen therapie der psoriasis

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DE3438005A1
DE3438005A1 DE19843438005 DE3438005A DE3438005A1 DE 3438005 A1 DE3438005 A1 DE 3438005A1 DE 19843438005 DE19843438005 DE 19843438005 DE 3438005 A DE3438005 A DE 3438005A DE 3438005 A1 DE3438005 A1 DE 3438005A1
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Germany
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glucocorticoid
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free
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acid
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DE19843438005
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English (en)
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Josef Dipl.-Chem. Dr. 6145 Lindenfels Müller
Hans-Ulrich 6100 Darmstadt Petereit
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Roehm GmbH Darmstadt
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Roehm GmbH Darmstadt
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Publication date
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    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/70Web, sheet or filament bases ; Films; Fibres of the matrix type containing drug
    • A61K9/7023Transdermal patches and similar drug-containing composite devices, e.g. cataplasms
    • A61K9/703Transdermal patches and similar drug-containing composite devices, e.g. cataplasms characterised by shape or structure; Details concerning release liner or backing; Refillable patches; User-activated patches
    • A61K9/7038Transdermal patches of the drug-in-adhesive type, i.e. comprising drug in the skin-adhesive layer
    • A61K9/7046Transdermal patches of the drug-in-adhesive type, i.e. comprising drug in the skin-adhesive layer the adhesive comprising macromolecular compounds
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Description

Pharmazeutisches Mittel zur lokalen Therapie der Psoriasis
Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel zur lokalen Therapie der Psoriasis, das einen an sich bekannten antipsoriatischen Wirkstoff und gegebenenfalls fein verteilten Harnstoff, Salicylsäure und/oder therapeutisch zulässige Reduktionsmittel und/oder physiologisch unbedenkliche Komplexbildner enthält.
Stand der Technik
Die Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) eine erythematosquamöse Dermatose,. stellt wahrscheinlich ein multifakterielles Erbleiden dar, das aber von Umweltfaktoren maßgeblich beeinflußt wird. Besonders häufig wird diese Dermatose an den Ellbogen, den Streckseiten der Knie.·, dem behaarten Kopf und den Nägeln, also durchaus exponierten Körperpartien manifest und gibt bereits aus diesem Grund schwerwiegende - nicht zuletzt auch psychische - Probleme auf.
Übliche Arzneistoffe zur lokalen Therapie der Schuppenflechte sind z.B. halogenierte oder nicht halogenierte Glucocorticoide in topischer Anwendung. Angesichts der Vielzahl möglicher Indikationen für Glucocorticoide gibt es jedoch auch Stimmen, die den Einsatz dieser Verbindungsklasse auf andere Krankheitsfelder beschränkt sehen möchten. Andere gegen Psoriasis angewandte therapeutische Prinzipien umfassen z.B. das Allantoin, die Funarsäure und deren Salze, die Undecylensäure, die Vitamin-
Α-säure und das Chrysaroben (1.S-Dihydroxy-S-methylanthron). In letzter Zeit wird der Wirkstoff Dithranol (1.8.9-Anthracentriol) tjei der Behandlung der Psoriasis mit relativem Erfolg angewendet. Die verwendeten Arzneiformen beschränkten sich hauptsächlich auf konventionelle Zubereitungen wie z.B. Lösungen. Cremes. Salben o.a.
Die bei der Therapie gemäß dem Stand der Technik auftretenden Probleme seien anhand der Anwendung des Wirkstoffs Dithranol in der Psoriasistherapie näher erläutert.
Häufig kommen pastenförmige Zubereitungen des Wirkstoffs in Vaseline zur Anwendung. Diese genannten Anwendungen brachten für die Patienten in der Regel einen beträchtlichen Zeitaufwand und erhebliche Unbequemlichkeiten mit sich. Die großflächigen Anwendungen einer Vaselinpaste auf ausgedehnten Körperpartien konnten nicht im häuslichen Bereich des Patienten, sondern nur stationär durchgeführt werden. Damit verbunden war auch ein hoher Grad an Verschmutzung der Kleidung. Ein Versuch, die Therapie abzukürzen, bestand z.B. darin, höher konzentrierte Dithranol-Cremes aufzutragen, da es sich gezeigt hat. daß die Aufnahme des Dithranols in tiefere Hautschichten bei psoriasis-geschädigter Haut sehr schnell vonstatten geht. Nachteilig ist dabei, daß gesunde Hautareale besonders stark gereizt werden, so daß häufig die Therapie abgebrochen wird.
Seit kurzem hat man auch die Verabreichung in Stiftform in Betracht gezogen. (Vgl. V. Watzig. Dermatol. Monatsschr. 169-(8). 533-34 (1983).
Weiter sind bereits Versuche unternommen worden, die Anwendung von Dithranol in der Psoriasis-Therapie durch Variation der Träger-Grundlage günstig zu beeinflussen. Daraus gehören z.B.
- z-
Präparate mit 0,1 % Dithranol in einer 17 %igen Harnstoffbase. [("Psoradrate"). Vgl. D.M. Williamson in Clin.Exp. Deraatol. _8, 287-290 (1983)]. Auch die Kombination mit Salicylsäure als Keratolytikum wird angewendet. Salicylsäure verstärkt allerdings den antipsoriatischen Effekt nicht.
Für besonders resistente Psoriasisherde, die einer einfachen Behandlung nur teilweise zugänglich sind, werden in der Dermatologie bevorzugt okklusive Bedingungen angewendet, d.h. eine erkrankte Hautregion wird mit Salbe bestrichen und mit einem feuchtigkeitsdichten Verband abgedeckt. Darunter entsteht ein dichter, feuchter Raum, der die Haut aufquellen läßt und die Penetration in tiefere Schichten fördert.
Medikamente enthaltende Pflaster sind an sich bekannt. Meist sind diese zur besseren Hautatmung perforiert und auf elastischen Stoff gestrichen. (Vgl. Ulimanns Ehcyklopädie der technischen Chemie, 3. Auflage, 4. Band, S. 24-26, Urban & Schwarzenberg, 1953).
Aufgabe und Lösung
20
Bei Psoriasiskranken machen sich neben dem eigentlichen Leiden die Begleitumstände der Behandlung stark belastend bemerkbar. Es bestand daher die Aufgabe, die therapeutischen Bedingungen der Psoriasisbehandlung zu verbessern und die Therapie selbst effektiver und wenn möglich angenehmer zu gestalten. Dabei war eine glucocorticoidfreie lokalisierte Therapie unter möglichst geringer Beanspruchung nicht befallener Körperareale anzustreben. Auf dem Gebiet einer topischen Therapie mit Glucocorticoiden waren selbsthaftende Trägerfolien angewendet worden, in deren Kleberschicht das halogenierte Corticoid Fluorandrenolon eingearbeitet ist.
Es wurde nun gefunden, daß glucocorticoidfreie pharmazeutische Mittel, bestehend aus einer selbsthaftenden, nicht permeablen Folie, deren Klebstoffschicht einen glucocorticoidfreien, antipsoriatischen Wirkstoff in gleichmäßig feiner Verteilung enthält, zur Lösung der Aufgabe besonders geeignet sind. Die erfindungsgemäßen Mittel eignen sich insbesondere zur Anwendung auf Antipsoriatika aus der Gruppe der hydroxylierten Anthrachinone, der antipsoriatischen Carbonsäuren und dem Allantoin sowie der Gruppe der antipsoriatisch verwendeten Teerprodukte.
Zu den letzteren gehören Steinkohlenteer (Pix lithanthracis). Liquor carbonis detergens (20 % Steinkohlenteer in Quillaja-Tinktur), Teere aus pflanzlichen Bestandteilen, wie Holzkohlenteer, sulfonierte Schieferöle wie z.B. Ammonium bitumino— sulfuricum (ICHTYOI@und TUMENOL®Ammonium).
Besonders genannt seien vor allem das Dithranol, die Undecylensäure [ündecen-(10)-säure-(1)J und die Fumarsäure sowie deren therapeutisch anwendbare Salze wie das Dinatriumsalz. die
letzt genannten Vitamin-A-säure und das genannte Allantoin. Die"!'Wirkstoffe liegen in der Regel in fester, Im allgemeinen kristalliner Form vor und können in an sich bekannter Weise auf den gewünschten Verteilungsgrad gebracht werden. z.B. durch Pulvern (F..Gstirner. 'Einführung in die Verfahrenstechnik der Arzneiforschung'7 5-Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft. Stuttgart. 1973)· Besonders günstig ist die gleichzeitige Anwesenheit von Harnstoff in fein verteilter Form in der Klebeschicht der Folie.
Hervorzuheben ist der Befund, daß die Kombination der glucocorticoidf reien Wirkstoffe (wie z.B. Dithranol) mit Harnstoff in relativ hoher Konzentration bei ausreichender chemischer Stabilisierung in die Klebstoffschicht einer Trägerfolie eingearbeitet werden kann, ohne den haftenden Effekt der Beschichtung und damit die okklusiven Bedingungen aufzuheben.
Hn allgemeinen liegt der Gehalt an dem antipsoriatischen Wirkstoff in der Klebstoffschicht bei 1 bis 1 000 ug pro cm2 Schichtfläche, vorzugsweise bei 1 bis 250 ug, besonders bevorzugt bei 2 bis 150 \x% pro cm2 Fläche.
^ Der Gehalt des Harnstoffs beträgt vorzugsweise das 100 bis 300-fache des Gewichts am antipsoriatischen Wirkstoff. Zweckmäßig kommt Harnstoff (in der therapeutisch zulässigen Qualität) in mikronisierter Form, in der Regel mit einer Teilchengröße der Harnstoffpartikel im Bereich 1 - $ μ zur Anwendung. Die Größe der Wirkstoffpartikel liegt zweckmäßig in der gleichen Größenordnung. Auch der Zusatz von Salicylsäure in fein verteilter Form in die Klebstoffschicht. ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgesehen. Dabei soll der Gehalt der Salicylsäure das 100 bis 200-fache des Gewichts des antipsoriatischen Wirkstoffs ausmachen.
Das Träger-Folienmaterial soll, wie für therapeutische Zwecke üblich, zweckmäßig reißfest, wasser(dampf)- und luftundurchlässig, d.h. allgemein impermeabel, geschmeidig, gut hautverträglich sowie unempfindlich gegen äußere Einwirkungen sein und 2-® fest und sicher halten. (Vgl. Ulimanns Encyklopädie der Techn. Chemie, 4. Auflage, Band 18, pp. 164, 165, Verlag Chemie. 1979).
Anwendung finden z.B. physiologisch indifferente Folien, vorzugsweise aus Polyethylen, Polypropylen, Polyurethan,
Polyvinylchlorid oder Mischungen derselben. Im Sinne der intendierten Therapie sind hautfarbene Ausführungen der Folien bevorzugt.
Vorzugsweise werden die - an sich üblichen - Acrylat-Kleber verwendet. Um die gewünschte Kleberwirkung zu besitzen, weisen die Polymerisate in der Regel eine dynamische Einfriertemperatur (nach DIN 53 445 bzw. 7724)von <20°C, bevorzugt <10°C,
AO
auf. Es empfiehlt sich auch, die Klebstoffschicht bis zur Anwendung mit einem Trennpapier abzudecken, das erst vor Anwendung abgezogen wird.
Geeignete Acrylatkleber sind beispielsweise aus der Herstellung von Wundverbänden bekannt.
Dabei handelt es sich vorzugsweise um Polymere auf Basis von ÄWylacrylaten, insbesondere mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen im Alkoholrest, z.B. von Copolymerisaten mehrerer Alkylacrylate, beispielsweise auch mit Acrylsäure und/oder anderen Vinylverbindungen wie Vinylacetat, wobei der Acrylesteranteil in der Regel bei mindestens 25 Gew.-% liegt. Genannt seien z.B. (Co)polymerisate aus den Monomeren Butylacrylat. Ethylacrylat. Isooctylacrylat sowie gegebenenfalls mit hydroxygruppensubsti-5 tuierten Estern der Acrylsäure.
Die Einarbeitung des Wirkstoffs und der weiteren gegebenenfalls zuzusetzenden Adjuvantien in die Klebstoffmasse geschieht durch Dispergierung oder Lösung).
Vorteilhafterweise wird der Wirkstoff und werden gegebenenfalls weitere Zusätze wie Harnstoff. Salicylsäure und gegebenenfalls Stabilisatoren dem für die Klebstoffschicht vorgesehenen Material vor der Beschichtung der Folie zugesetzt. Besonders bewährt hat sich die Verwendung wäßriger Kunststoffdispersionen zur Herstellung der Klebstoffschicht. Vorteilhafterweise liegt der pH-Wert dieser Dispersionen im sauren bis höchstens neutralen Bereich, beispielsweise 's. unterhalb -pH - 7. Die Einstellung des sauren pH-Werts kann durch Pufferung mit geeigneten Puffern erfolgen.
Genannt seien z.B. Acrylharzdispersionen, vorzugsweise auf
* und/oder Methacrylate
Basis 2-Ethylhexylacrylat, Ethylacrylat und 2-Hydroxypropylacrylat beispielsweise im Gewichtsverhältnis 64 : 30 : 6.
Als sehr zweckmäßig hat sich der Zusatz gewisser Stabilisatoren wie z.B. therapeutisch zulässiger Reduktionsmittel zur Klebmittelschicht in gleichmäßiger Verteilung erwiesen. Als solches Mittel sei beispielsweise Ascorbinsäure. Natrium-oder Kaliumdithionit, Cystein sowie dessen physiologisch akzeptablen Säureadditionssalze wie z.B. das Hydrochlorid genannt. Der Zusatz liegt im allgemeinen in der Größenordnung van 10 bis zum 1000-fachen des Gewichts des Wirkstoffes, vorzugsweise bis zum 200-fachen.
Ferner können die erfindungsgemäßen therapeutischen Mittel zweckmäßigerweise noch in gleichmäßiger Verteilung physiologisch unbedenkliche Komplexbildner wie Ethylendiamintetraessigsäure, Weinsäure, Milchsäure, Citronensäure oder deren physiologisch akzeptable: Salze wie die Alkali- bzw. Erdalkalisalze in Mengen vom 10 bis 250-fachen, bezogen auf das Gewicht
des Wirkstoffs, enthalten.
20
Die Dicke der Folienschicht liegt in der Regel im Bereich 20 bis 400 um, die Dicke der Klebstoffschicht im allgemeinen im Bereich 1 bis 100 um. Für die geometrische Form der Folien als pharmazeutisches Mittel gibt es keine unmittelbaren Limitierungen (außer den durch die Anwendung der Maschinen'bedingten), jedoch sollten die beschichteten Folien groß genug sein, um daraus Partien ausschneiden zu können, welche die psoriatisch erkrankten Körperpartien voll abzudecken vermögen.
Vorteilhafte Wirkungen
Durch Ausschneiden eines angepaßten Folienstücks ist die gezielte Behandlung erkrankter Hautpartien möglich, wobei gleichzeitig ein mechanischer Schutz erreicht wird. Das erfindungsgemäße therapeutische Mittel ermöglicht allgemein eine einfache Anwendung der Wirkstoffe und erreicht durch optimale Therapiebedingungen einen über Tiefenwirkung verstärkten therapeutischen Effekt ohne zusätzliche Hautreizung. Gegenüber der konventionellen Therapie sind die Wirkstoffe gleichmäßiger dosiert und Nebenwirkungen reduziert bei verbesserter Stabilität. Der dichte Abschluß der Wirkstoffe nach außen schafft die therapeutisch günstigen Okklusivbedingungen. Darüber hinaus kann z.B. die durch Dithranol verursachte Verfärbung der Wäsche 5 vermieden werden. Psoriasisherde auf freien Hautregionen werden durch die hautfarbene Folie kosmetisch ansprechend verdeckt und damit die Akzeptanz der Patienten gegenüber der oft lang andauernden Therapie erhöht.
Praktische Durchführung
Bei der praktischen Durchführung kann z.B. so vorgegangen werden, daß man die Zusatzstoffe wie Harnstoff, Salicylsäure, die Reduktionsmittel u.a. in gereinigtem Wasser löst und darin den Wirkstoff mit Hilfe eines Dispergators fein dispergiert
(z.B. mit einem ULTRA-TURRAX^Gerät. (Janke & Kunkel, Freiburg, Bundesrepublik). Bei der Verwendung von Dithranol liegen die verwendeten Mengen vorzugsweise bei 2,0 bis 20 ug pro cm2 Schichtflache. bei Verwendung von Fumarsäure und deren Salzen bei 50 - 500 ug/cm2, bei Verwendung von Undecylensäure bei
20 - 150 ug/cm2 bei Vitamin-A-säure bei 0,5 bis 5 ug/cm2, bei Verwendung von Allantoin bei 20 - 200 ug/cm2, bei Verwendung von Teerpräparaten bei 10 - 100 ug/cm2.
Man gibt diesen Ansatz zu der Dispersion des Klebers, mischt mit einem Rührer gleichmäßig und trägt diese Mischung mit einem Rakel auf der Pflasterfolie gleichmäßig auf und trocknet. Der Schutz der wirkstoffhaltigen Kleberschicht erfolgt z.B. durch Abdeckung mit silikonisiertem Papier, das vor der Applikation entfernt wird.
10
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung.
Herstellung der Kleberdispersion
In einem Polymerisationsgefäß. ausgestattet mit Rührer, Rückflußkühler und Thermometer, werden 0.064 g des Na-Salzes eines Triisobutylphenolpolyoxyethylensulfats mit 7 Oxyethylen-Einheiten und 0.60 g iknmoniumperoxodisulfat gelöst in 865 g vollentsalztem Wasser bei 850C vorgelegt- In diese Lösung wurde bei 850C eine Emulsion aus
12.8 g des oben genannten önulgators 10.2 g Ammoniumperoxodisulfat
1.8 g 2-Ethylhexylthioglycolat 2458 g 2-Ethylhexylacrylat 1152 g Ethylacrylat
230 g 2-Hydroxypropylacrylat und 1620 g Wasser
im Laufe von 5 Stunden zugetropft. Danach wurde die Dispersion für weitere 2 Stunden bei 850C gehalten, anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt und durch ein feinmaschiges Siebgewebe aus rostfreiem Stahl filtriert.
Es wurde eine koagulatfreie Dispersion mit einem Trockengehalt von 60.3 % und einem mittleren Teilchendurchmesser, bestimmt durch Photonenkorrelationsspektroskopie, von 580 nm erhalten. Der pH-Wert betrug 2,0, die aktuelle Viskosität 1450 mPa-s (Brookfield-Viskosimeter, I, 6), 25
Αζ
Beispiel 1
"' 210,6 mg Harnstoff, 88,5 mg Ascorbinsäure. 63.5 mg Natriumeitrat.
10,5 mg Natriumdithionit werden in 15 g gereinigtem Wasser gelöst und darin 1,2 mg Dithranol fein dispergiert. Dieser Ansatz wird zu 15 g Kleberdispersion (60 % Trockengehalt) gegeben, gleichmäßig gemischt und mittels einer Rakel auf einer Fläche von 250 cm2 einer Polyethylenfolie (Dicke 130 um) gleichmäßig aufgetragen und getrocknet. Der Schutz der wirkstoffhaltigen Kleberschicht erfolgt durch Abdeckung mit silikonisiertem Papier, das vor der Applikation entfernt wird. Als Kleberschicht wird vorzugsweise eine basierend auf dem Copolymerisat aus 2-Ethylhexylacrylat, Ethylacrylat und 2-Hydroxypropylacrylat im Gewichtsverhältnis 64 : 30 : 6 verwendet.
Beispiel 2
18O mg Salicylsäure, 100,5 mg Ascorbinsäure, 105 mg Natriumeitrat, 60 g Weinsäure und 13 mg Natriumdithionit werden in einer Mischung aus 5 g gereinigtem Wasser und 15 g Kleberdispersion gelöst und darin 2.4 mg Dithranol fein dispergiert. Der Ansatz wird entsprechend Beispiel 1 aufgearbeitet.
Beispiel 3 (Verwendung von Teerprodukten)
12,5 mg Pix Juniperi, 62,5 mg Salicylsäure, 97,0 mg Weinsäure,
® 1) 25,0 mg Ethylendiamintetraessigsäure, 1,0 g Tween 80. 250 mg
®n 2)
Span 80, werden mittels einem schnellen Rührwerk in 15 g gereinigtem Wasser gelöst oder fein dispergiert. Zu diesem Ansatz werden 25 g Kleberdispersion gegeben und gleichmäßig gemischt. Die Aufarbeitung entspricht Beispiel 1; Trocknung erfolgt bei 350C unter Zwangsluftführung.
Polyoxyethylen-(20)-sorbitan-monooleat; Produkt der Atlas
2)
Sorbitan-monooleat - " -
Beispiel 4 (Verwendung von Fumarsäure und deren Salze)
15,0 mg Fumarsäure, 50,0 mg Salicylsäure, 45,0 mg Weinsäure, 22,5 mg Cystein, 300 mg Glycerin werden unter Rühren bei Raumtemperatur in einer Mischung aus 20,0 mg Wasser und 15,0 g Kleberdispersion gelöst und entsprechend Beispiel 1 aufgearbeitet.
Beispiel 5 (Verwendung von Allantoin)
25,0 mg Allantoin, 25,0 mg Salicylsäure, 10,5 mg Natriumdithionit, 88,5 mg Ascorbinsäure, 63,5 mg Natriumeitrat werden unter intensivem Rühren in 10 g. gereinigtem Wasser fein dispergiert oder gelöst. Zu diesem Ansatz fügt man 15 g Kleberdispersion und 300 mg Tween 80, mischt gut und arbeitet nach Beispiel 1 auf.
Beispiel 6 (Verwendung von Undecylensäure [Undecen-(10)-säure (1)
6,3 mg Undecylensäure, 105 mg Citronensäure, 800 mg Tween 20,0 mg Salicylsäure und 1,5 g Sorbitlösung, 70 %ig werden bei 3O0C unter intensivem Rühren in 15 g Wasser dispergiert bzw. gelöst, mit 15 g Kleber gemischt und nach Beispiel 1 aufgearbeitet.
Beispiel 7 (Verwendung von Vitamin-A-säure)
1,0 mg Tretinoin, 50 mg Salicylsäure, 100,0 mg Tween 80® 7,5 mg Natriumdithionit, 75,0 mg Ascorbinsäure und 58 mg Na-Citrat werden in 10,0 g gereinigtem Wasser dispergiert oder gelöst und anschließend mit 15,0 g Kleberdispersion gemischt. Aufarbeitung erfolgt gemäß Beispiel 1.

Claims (18)

34380G5 Pharmazeutisches Mittel zur lokalen Therapie der Psoriasis Patentansprüche
1. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel zur lokalen Therapie der Psoriasis enthaltend an sich bekannte antipsoriatische Wirkstoffe,
dadurch gekennzeichnet,
daß das pharmazeutische Mittel aus einer selbsthaftenden nichtpermeablen Folie besteht, deren Klebstoffschicht den glucocorticoidfreien antipsoriatischen Wirkstoff in gleichmäßiger feiner Verteilung enthält.
2. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebstoffschicht einen Gehalt an dem antipsoriatischen Wirkstoff von 0,1 bis 1 000 ug pro cm2 Schichtfläche aufweist.
3. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebstoffschicht· einen Gehalt an dem antipsori_;atischen Wirkstoff von 1 bis 250 ug pro cm2 Schichtfläche aufweist.
U. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebstoffschicht außer dem antipsoriatischen Wirkstoff noch Harnstoff in gleichmäßig feiner Verteilung enthält.
5. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Harnstoff das 100 bis 300-fache des Gewichts des antipsoriatischen Wirkstoffs ausmacht.
6. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebstoffschicht außer dem antipsoriatischen Wirkstoff noch Salicylsäure enthält.
7. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Salicylsäure das 100 bis 250-fache des Gewichts des antipsoriatischen Wirkstoffs ausmacht.
8. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 7. dadurch gekennzeichnet, daß die Klebstoffschicht durch Beschichten der Folie mit einem in Dispersion befindlichen Polymerisat erzeugt wird, wobei
unterhalb der pH-Wert der Dispersion ■ 7 lag.
9. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichent. daß es noch zusätzlich therapeutisch zulässige Reduktionsmittel enthält.
10. Glucocorticoidfreies pharmazeutisches Mittel gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es therapeutisch zulässige Reduktionsmittel in Megen von 10 bis zu 1000 Gew.-%, bezogen auf den antipsoriatischen Wirkstoff, enthält.
ιi 59Q7E
11. Glucocorticoidfreies therapeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß das therapeutisch zulässige Reduktionsmittel ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Ascorbinsäure, Natrium-oder Kaliumdithionit, Cystein und dessen physiologisch vertretbare Säureadditionssalze.
.12. Glucocorticoidfreies therapeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich noch physiologisch unbedenkliche Komplexbildner enthalten.
13. Glucocorticoidfreies therapeutisches Mittel gemäß Anspruch dadurch gekennzeichnet, daß die physiologisch unbedenklichen Komplexbildner ausgewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus Ethylendiamintetraessigsäure, Milchsäure., Weinsäure.
14. Glucocorticoidfreies therapeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß es Dithranol als Wirkstoff enthält.
15. Glucocorticoidfreies therapeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß es Allantoin als Wirkstoff enthält.
16. Glucocorticoidfreies therapeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß es Fumarsäure und/oder physiologisch unbedenkliche Salze derselben als Wirkstoff enthält.
17. Glucocorticoidfreies therapeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß es Uhdecylensäure als Wirkstoff enthält.
18. Glucocorticoidfreies therapeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß es Vitamin-A-Säure als Wirkstoff enthält.
19- Glucocorticoidfreies therapeutisches Mittel gemäß den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß es antipsoriatisch angewendete Teerprodukte als Wirkstoffe enthält.
DE19843438005 1984-10-17 1984-10-17 Pharmazeutisches mittel zur lokalen therapie der psoriasis Withdrawn DE3438005A1 (de)

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