DE3437560A1 - Anlage zum pneumatischen foerdern von schuettguetern - Google Patents
Anlage zum pneumatischen foerdern von schuettgueternInfo
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Description
34^7560
"Anlage zum pneumatischen Fördern von Schüttgütern"
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum pneumatischen Fördern von Schüttgütern, mit einer Förderleitung und einer
Reingas führenden Nebenleitung, die durch in Abständen angeordnete, auf eine Druckdifferenz zwischen der Nebenleitung
und der Förderleitung ansprechende Absperrventile in Abschnitt unterteilt ist, von denen jeder mehrfach mittels
Überströmventilen mit der Förderleitung verbunden ist.
Eine derartige Anlage ist aus der DE-PS 25 50 164 bekannt. Bei ihr wird die beim Auftreten einer Schüttgutverdichtung
oder Verstopfung der Förderleitung sich einstellende Druckdifferenz von der Nebenleitung zur Förderleitung
dazu ausgenutzt, den Reingasstrom von der Nebenleitung in die Förderleitung im Bereich der sich bildenden Schüttgutverdichtung
umzuleiten und so die letztere gezielt aufzulösen .
Wenngleich auf diese Weise auch schwierig zu handhabende Schüttgüter problemlos pneumatisch gefördert werden können,
ist die bekannte Anlage dann überfordert, wenn es sich um haftende, insbesondere um fettige Schüttgüter handelt,
die dazu neigen, sich an der Innenwand der Förderleitung anzusetzen, so daß diese allmählich zuwächst oder
die entstandenen Wandansätze von Zeit zu Zeit abplatzen. Hierdurch können Verstopfungen entstehen. Zumindest kommt
es bei einem Produktwechsel zu unerwünschten Produktvermi schungen.
Aus der US-PS 2 478 326 ist zwar bereits eine Förderleitung für zum Anhaften an deren Innenwand neigende Schüttgüter
bekannt, die aus aneinandergeflanschten Förderleitungsabschnitten besteht, von denen jeder aus einem starren
Außenrohr und einem elastischen Innenrohr besteht, wobei die auf diese Weise je Förderleitungsabschnitt gebildeten
Zwischenräume zwischen dem Außenrohr und dem Innenrohr über entsprechende Leitungen mit der Druckseite und der
Saugseite eines Kompressors verbunden sind, über Magnetven·
tile in diesen Leitungen wird entweder in den Zwischenräumen ein höherer Druck als er in der Förderleitung
herrscht, aufrechterhalten oder das elastische Innenrohr wird mit periodischen Druckstößen beaufschlagt. Eine derartige
Anlage ist - zumal bei großer Förderleitungslänge äußerst aufwendig, ohne daß dadurch die Gefahr einer
Stopfenbildung, die gerade durch abplatzende Wandansätze gefördert wird,ausgeschaltet werden könnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage der einleitend angegebenen Gattung zu schaffen, die hinsichtlich
ihrer Funktionssicherheit so verbessert ist, daß sie den pneumatischen Transport auch von sehr schwierig zu
handhabenden Schüttgütern über längere Strecken ermöglicht.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegeben.
Diese Lösung nutzt den Vorteil der Anlage der einleitend angegebenen Gattung zur selbsttätigen Erkennung und Auflösung
sich bildender Stopfen im Zusammenwirken mit anlagentechnisch einfachen Maßnahmen zur Verhinderung dauerhafter
Wandansätze und in Verbindung mit der Möglichkeit, frühzeitig etwaige Undichtigkeiten des elastischen Innenrohrs
zu erkennen, die sich erfahrungsgemäß nie vollständig ausschließen lassen und dann, wenn sie nicht erkannt
werden,zu einer schwer zu beseitigenden, vollständigen Verstopfung der Förderleitung führen.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Anlage nach der Erfindung angegeben
.
In der Zeichnung ist eine Anlage nach der Erfindung in schematisch vereinfachter Form dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Teil eines Forderleitungsabschnittes,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie A-B in Fig. 2 und Fig. 4 eine Darstellung der Einzelheit "Z"
in Fig. 2.
Die Anlage nach Fig. 1 besteht aus einer Aufgabestation 1, aus der das zu fördernde Schüttgut in eine Förderleitung
eingespeist wird. Die Einspeisung oder Aufgabe erfolgt in bekannter Weise, z.B. aus einem Druckbehälter (wie schematisch
angedeutet) oder mittels einer Zellenradschleuse. Parallel zu der aus einzelnen Forderleitungsabschnitten 2a, 2b,...
2n bestehenden Förderleistung verläuft eine Reingas führende Nebenleitung 3, die durch mit der Förderleitung 2
verbundene und auf die Druckdifferenz zwischen der Nebenleitung und der Förderleitung ansprechende Absperrventile
4 in Abschnitte unterteilt ist, von denen jeder mehrfach mittels Überströmventilen 5 mit der Förderleitung verbunden
ist. Die Förderleitung 2 endet in einem Empfängerbehälter 6, z.B. in einem Abscheider oder einem Silo.
Wie Fig. 2 zeigt, besteht jeder Förderleitungsabschnitt aus einem starren Außenrohr, z.B. einem Metallrohr 10 und
einem elastischen Innenrohr, z.B. einem Gummischlauch 11. Der Gummischlauch 11 hat im drucklosen Zustand einen Aussendurchmesser,
der kleiner als der Innendurchmesser des Metallrohres 10 ist. Der Schlauch ist an seinen beiden
Enden mit dem Mantel des Metallrohres 10 druckdicht verbunden. Die auf diese Weise zwischen dem Metallrohr 10
und dem Schlauch 11 vorhandene Kammer 12 ist mit der entsprechenden Kammer des nächsten Forderleitungsabschnitts
über eine Bohrung in dem Mantel des Metallrohres 10 und einem durchsichtigen Kunststoffschlauch 14 verbunden. Dies
gilt jedoch nicht für die Kammern des ersten und des letzten Forderleitungsabschnittes, die gemäß Fig. 1 mit
der Atmosphäre über ein Staubfilter 15 kommunizieren.
3 A 367 5 6 O
Figur 2 zeigt weiterhin die Verbindung eines Absperrventils 4 und eines Überströmventils 5 der Nebenleitung
mit dem Inneren des betreffenden Förderleitungsabschnittes. Hierzu sind in den vorgesehenen Abständen in den
Förderleitungsabschnitt Klemmnippel 16 eingeschraubt, die von innen in fluchtende Löcher in dem Gummischlauch
11 und dem Metallrohr 10 eingesetzt sind und innenseitig einen an die Rohrkontur angepaßten Klemmflansch 16a
haben. Zwischenscheiben 16b und 16c aus elastischem
Material ergeben die notwendige Abdichtung nach dem Anziehen der Mutter 16d, vergleiche auch den in Fig.
dargestellten Schnitt. Um auch im Bereich der Klemmnippel 16 Ansätze von Schüttgut zu vermeiden, kann gemäß
Fig. 4 ein Ring 16e aus elastischem Kunststoff in den
Klemmnippel eingelegt sein, der einen glattflächigen Übergang zwischen der lichten Öffnung des Klemmnippels
und dem eingeschraubten Absperr- oder Überströmventil schafft. Auch der Klemmflansch 16a des Klemmnippels
kann mit einem elastischen Kunststoff überzogen sein
(nicht dargestellt).
Zur druckdichten Verbindung einerseits des Gummischlauches 11 mit dem Mantel des Metallrohres 10 und andererseits
des betreffenden Förderleitungsabschnittes mit
dem nächstfolgenden Abschnitt sind die betreffenden Flanschverbindungen gemäß Fig. 2 folgendermaßen ausgebildet:
Auf die Stirnfläche des Metallrohres 10 ist ein Ring 17 aufgeschweißt. Um diesen Ring 17 ist der
Gummischlauch 11 nach außen umgeschlagen. Die Stirn-
fläche des angrenzenden Metallrohres des nächsten Förderleitungsabschnittes endet in einem gleichartigen Ring
17a, über den der betreffende Gummischlauch ebenfalls nach außen umgeschlagen ist. Zwischen den zwei Ringen
und 17a liegt ein Zentrierring 18, der beidseits konkave Stirnflächen hat, um eine gleichmäßigere Flächenpressung
und eine größere Dichtfläche zu erzielen. Jeder der Ringe 17, 17a wird von einem Spannring 19, 19a
hintergriffen. Die zwei Spannringe werden ihrerseits von Flanschringen 20, 20a hintergriffen, die über nicht
dargestellte Bolzen miteinander verschraubt sind.
Die beschriebene Anlage arbeitet wie folgt: Da der Gummischlauch 11 im drucklosen Zustand einen kleineren
Durchmesser als das Metallrohr 10 hat (zweckmäßig ist ein Durchmesserunterschied von 10 bis 20 %) weitet sich
der Gummischlauch bei Beginn der pneumatischen Förderung infolge des Innendruckes auf, bis er an dem Metallrohr
10 anliegt. Die hierbei aus den Kammern 12 verdrängte Luft entweicht am Anfang und am Ende der Förderleitung
über die Filter 15. Am Verschmutzungsgrad dieser Filter läßt sich sehr leicht erkennen, ob der Gummischlauch
11 auf seiner gesamten Länge dicht ist. Die durchsichtigen Verbindungsleitungen 14 ermöglichen dann,
den Ort des Lecks verhältnismäßig genau einzugrenzen. Je nach Leitungslänge kann es hierbei zweckmäßig sein,
in den Verbindungsleitungen 14 weitere Filter oder Abscheider einzubauen, die den Übertritt von etwa durch
ein Leck ausgetretenem Schüttgut aus dem betreffenden Förderleitungsabschnitt in den nächsten Förderleitungsabschnitt
verhindern.
Lagert sich während der Förderung Schüttgut an die Innenwand des Gummischlauches 11 an, so platzen diese
Wandansätze bei Unterbrechung der Förderung selbsttätig ab, da sich der Gummischlauch 11 dann wieder auf seinen
Innendurchmesser im drucklosen Zustand kontrahiert. Die zur Auffüllung der Kammern 12 notwendige Luft strömt
über die Filter 15, die den Eintritt von Regenwasser und Schmutzpartikeln verhindern, sowie die Verbindungsleitungen
14 zu. Der Fördervorgang wird periodisch nach Erfahrungswerten unterbrochen/so daß die Wandansätze abplatzen
und bei Wiederaufnahme der Förderung in den Empfängsbehälter gefördert werden können.
Claims (4)
1. Anlage zum pneumatischen Fördern von Schüttgütern, mit einer Förderleitung und einer Reingas führenden
Nebenleitung, die durch in Abständen angeordnete, auf eine Druckdifferenz zwischen der Nebenleitung und der
Förderleitung ansprechende Absperrventile in Abschnitte unterteilt ist, von denen jeder mehrfach
mittels Überströmventilen mit der Förderleitung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung
(2) aus aneinandergeflanschten Förderleitungsabschnitten (2a, 2b, ... 2n) besteht, von denen jeder
aus einem starren Außenrohr (10) und einem elastischen Innenrohr (11) von im drucklosen Zustand
kleinerem Außendurchmesser als der Innendurchmesser des Außenrohres (10) besteht, daß das Innenrohr (11)
an seinen beiden Enden mit dem Mantel des Außenrohres
(10) druckdicht verbunden ist, daß die zwischen dem Außenrohr (10) und dem Innenrohr (11) gebildeten
Kammern (12) aneinandergrenzender Förderleitungsabschnitte über zumindest teilweise durchsichtige
Verbindungsleitungen (14) verbunden sind und daß die Kammern (12) zumindest des ersten und des letzten
Förderleitungsabschnitte mit der Atmosphäre (bei 15) kommunizieren.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitungen (14) aus durchsichtigen
Kunststoffschläuchen bestehen.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (12) des ersten und des letzten
Förderleitungsabschnittes mit der Atmosphäre über ein Staubfilter (15) kommunizieren.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Flanschverbindung zwischen
zwei Förderleitungsabschnitten folgende Teile umfaßt:
- je einen mit der Stirnfläche des betreffenden
Außenrohres (10) verschweißten Ring (17), um den das zugehörige elastische Innenrohr (11)
umgeschlagen ist,
- einen zwischen den zwei Ringen (17, 17a) angeordneten Zentrierring (18) mit zwei konkaven
Stirnflächen,
- je einen den zugehörigen Ring (17, 17a)
hintergreifenden Spannring (19, 19a)
und zwei die betreffenden Spannringe (19, 19a) hintergreifenden, mittels Bolzen verschraubte
Flanschringe (20, 20a).
Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperr- und Überströmventile
(4, 5) in Klemmnippel (16) eingeschraubt sind, die von innen in zwei fluchtende Löcher in
dem Innenrohr (11) und dem Außenrohr (10) eingesetzt sind und innenseitig einen an die Rohrkontur angepaßten
Klemmflansch (16a) haben.
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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Free format text: SPALTE 1, ZEILE 8 "ABSCHNITT" AENDERN IN "ABSCHNITTE" SPALTE 2, ZEILEN 16/17 "FOERDERLEISTUNG" AENDERN IN "FOERDERLEITUNG" SPALTE 3, ZEILE 53 NACH "NEBENLEITUNG" EIN "KOMMA" SETZEN |
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Owner name: WAESCHLE MASCHINENFABRIK GMBH, 88250 WEINGARTEN, D |
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