DE3431465A1 - Verfahren zur herstellung eines waessrigen, foerderbaren brennschlamms aus kohlenstoffhaltigem material - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines waessrigen, foerderbaren brennschlamms aus kohlenstoffhaltigem materialInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines wässrigen, förderbaren Brennschlamms aus kohlenstoffhaltigem Material
Die folgende Erfindung bezieht sich allgemein auf kohlen·
stoffhaltige Materialien, die eine deutliche Menge Feuchtigkeit enthalten. Sie beinhaltet einen Autoklavenprozess,
bei dem ein festes veredeltes Reaktionsprodukt entsteht, das einen deutlich geringeren Feuchtigkeitsgrad
aufweist. Dieses Reaktionsprodukt wird, falls nötig, auf eine gewünschte Partikelgröße zerkleinert
und mit einer definierten Menge der beim Autoklavenprozess gewonnenen Feuchtigkeit und
wenigstens einem Teil der zurückgewonnenen flüchtigen organischen Bestandteile so vermischt, daß ein
wässriger Brennschlamm mit erhöhtem Heizwert entsteht.
Die Verknappung und Preiserhöhung der konventionellen Energiequellen, wie z.B. Erdöl und Erdgas, hat eine
stürmische Entwicklung bei der Suche nach neuen Energiequellen, wie z.B. Torf, Braunkohle, Lignit, bituminöse
Kohle, Celluloseabfallmaterial einschließlich Sägemehl, Rinde, Holzabfällen, Astmaterial und Spänen aus der
holzverarbeitenden Industrie, sowie den verschiedenen landwirtschaftlichen Abfallmaterialien, wie z.B.
Baumwollpflanzenbestandteilen, Nußschalen, Maishüllen u.a., hervorgerufen. Diese kohlenstoffhaltigen Materialien'
sind für den direkten Gebrauch als Hochleistungsfeuerungsmaterialien
aus verschiedenen Gründen, u.a. auch wegen der relativ hohen Feuchtigkeit und des Sauerstoffgehaltes
und ihrer physikalischen Erscheinungsform nicht direkt einsetzbar. Es ist eine Vielzahl von Ver-
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fahren vorgeschlagen worden, bei denen solch ein kohlenstoffhaltiges Material in eine Form umgewandelt
wird, durch die sein Heizwert bezogen auf den feuchtigkeitsfreien Zustand deutlich erhöht und
durch die das Material lagerfähig und unempfindlich gegen Verwitterung bei Transport und Lagerung wird und
durch die die aufgearbeiteten Brennstoffe leichter in herkömmlichen Feuerungsanlagen eingesetzt werden können.
Ein Verfahren der oben genannten ^ Art ist in der
US-PS 4 052 168 beschrieben. Hierbei wird eine lignitische Kohle ' durch eine gesteuerte
thermische Behandlung chemisch umstrukturiert. Im Vergleich zu der lignitischen Kohle ist
das aufgearbeitete kohlenstoffhaltige Reaktionsprodukt lagerfähig und beständig gegen Verwitterung und
zeigt einen verbesserten Heizwert.
In der US-PS 4 127 391 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem feine bituminöse Abfallpartikel, die...von üblichen
Kohlewaschanlagen und Reinigungsschritten herrühren, so behandelt werden, daß feste koksähnliche Agglomerate
entstehen, die direkt als fester Brennstoff verwendet werden können.
In der US-PS 4 129 420 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem natürlich vorkommendes Cellulosematerial und
Torf sowie Celluloseabfallmaterial durch einen gesteuerten thermischen Umstrukturierungsprozess so umgewandelt
werden, daß ein festes kohlenstoffhaltigesoder koksähnliches
Produkt resultiert. Dieses Reaktionsprodukt kann entweder als fester Brennstoff direkt eingesetzt
oder in Mischung mit üblichem Heizöl verwendet werden.
In der schwebenden amerikanischen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 449 421 wird sowohl ein Verfahren
als auch eine Einrichtung zur thermischen Vorbehandlung und Behandlung von kohlenstoffhaltigem
Material, wie z.B. Torf, beschrieben. Hiernach erhält man einen aufgearbeiteten festen Brennstoff.
Eine verbesserte Einrichtung und ein Verfahren, um ein derartiges veredeltes kohlenstoffhaltiges
Material herzustellen, ist ferner in der US-PS 4 126 beschrieben, welche auf die Anmelderin zurückgeht.
In Übereinstimmung mit den Verfahren, die in den oben erwähnten Patentschriften und der genannten
Patentanmeldung beschrieben sind, wird ein feuchtes kohlenstoffhaltiges Beschickungsmaterial einer Autoklavenbehandlung
mit einer gesteuerten, erhöhten Temperatur und einem gesteuerten Druck über eine bestimmte
Zeitdauer ausgesetzt, um einen wesentlichen Teil der Feuchtigkeit zu verdampfen und um wenigstens einen Teil
der leicht flüchtigen organischen Bestandteile in eine Gasphase zu bringen und somit eine gesteuerte thermische
Umwandlung der chemischen Struktur und der Zusammensetzung des kohlenstoffhaltigen Materials zu erreichen. Das resultierende
Reaktionsprodukt ist beständig und zeigt im Vergleich zur bituminösen Kohle einen verbesserten
Heizwert. Ein dauerndes Problem bei der Verwendung solcher alternativen Energiequellen, wie z.B. natürlich
vorkommender bituminöser Kohle und veredelten Reaktionsprodukten, wie sie in den oben erwähnten Patentschriften
beschrieben sind, besteht darin, daß die geographische Lage der Fundstätten dieser Materialien im allgemeinen
sehr weit entfernt ist von der Stelle des Endverbrauchs. Hieraus resultieren ernsthafte Probleme des Transportes,
der Handhabung und der Lagerung. Eine bevorzugte Lösung dieses Problems besteht darin, einen wässrigen Schlamm
der bituminösen Kohle in einer bestimmten Form herzustellen, der einen Transport durch Rohrleitungen zu
einem Ort des Gebrauches gestattet. Die Herstellung eines solchen wässrigen Schlammes, der üblicherweise
zwischen 50% und 70% Festsubstanz enthält, erfordert wesentliche Mengen des örtlichen Wassers, das in einigen
Regionen knapp ist, und stellt eine beträchtliche Belastung für den örtlichen Oberflächen- und Grundwasservorrat
dar.. Ein weiteres Problem besteht darin, daß der wesentliche Teil des Wassers des wässrigen Schlammes
am Bestimmungsort wieder entfernt werden muß. Hierfür werden teure Zentrifugen benötigt, deren Wartung und
deren Betreibung weitere Kosten verursachen. Die Entfernung des überwiegenden Wasseranteils hat sich für
die Herstellung eines reinen Brennstoffproduktes mit einem hohen Heizwert als notwendig erwiesen, da
andernfalls für die Verdampfung des Wassers während des Verbrennungsprozesses ein Teil der Energie verloren
ginge. Häufig enthält das extrahierte Wasser Verschmutzungen, die während der Förderung in der Rohrleitung
ausgelaugt werden, so daß aufwendige Einrichtungen erforderlich sind, um das abgetrennte Wasser umweltakzeptabel
wieder abzugeben. Diese aufgeführten Faktoren und Überlegungen bilden ernsthafte Hindernisse für die
weitere Verbreitung der Ausnutzung dieser alternativen
Energiequellen, wie z.B. bituminöse .. Kohle, infolge der damit verbundenen ökonomischen und ökologischen
Aspekte.
Das erfindungsgemäße Verfahren überwindet viele der aufgeführten Probleme und Hindernisse dadurch, daß
ein veredelter wässriger Brennschlamm verwendet wird, 35
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der im wesentlichen aus dem Originalbrennmaterial hergestellt wird, wie dieses gewonnen wird. Dieser
veredelte Brennschlamm besitzt eine relativ hohe Heizenergie und kann direkt als Schlamm in einer
konventionellen Brennereinrichtung verbrannt werden. Er stellt ein Ökonomisches Brennmaterial dar, welches
durch Rohrleitungen förderbar ist und nicht die oben erwähnten Umweltnachteile aufweist.
Die Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch ein Verfahren erreicht, bei dem ein feuchtes
kohlenstoffhaltiges Beschickungsmaterial einer Autoklavenbehandlung bei einer erhöhten Temperatur und
einem erhöhten Druck über eine gesteuerte Zeitdauer unterzogen wird, um den nahezu gesamten Teil der hierin
enthaltenen Feuchtigkeit zu verdampfen und eine Verdampfung mindestens eines Teils der leicht flüchtigen
organischen Bestandteile zu bewirken, während gleichzeitig eine gesteuerte thermische Umstrukturierung
der chemischen Struktur des Ausgangsmaterials und eine Veränderung der chemischen Zusammensetzung bewirkt wird.
Das resultierende Reaktionsprodukt von veredelter Struktur und verbessertem Heizwert wird, falls notwendig,
auf eine gewünschte feine Partikelgröße zerkleinert und mit abgedampfter Feuchtigkeit, die die kondensierbaren
organischen Komponenten enthält, so vermischt, daß ein durch Rohrleitungen pumpbarer Schlamm geschaffen wird.
Die kondensierte flüssige Phase, die die kondensierten organischen Bestandteile enthält, wird üblicherweise
für die Herstellung eines Schlammes gebraucht, der zwischen 50% und 70% Festsubstanz enthält. Die Menge
des flüssigen Kondensates hängt von dem speziellen Typ des eingesetzten feuchten Kohlenstoffbeschickungsmaterials
ab. In Fällen, in denen die flüssige Phase in bezug auf die Herstellung des gewünschten wässrigen Brennschlamms
im Übermaß vorhanden ist, kann ein Konzentrat des flüssigen Kondensates, das alle wesentlichen organischen
Bestandteile enthält, z.B. durch Verdampfen, unter Verwendung der als Nebenprodukt anfallenden Wärme
des Prozessreaktors hergestellt werden, wobei nahezu sämtliche organischen Bestandteile in der konzentrierten
Flüssigkeitsrestmenge zurückgehalten werden. In den Fällen, in denen das Beschickungsmaterial einen relativ
geringen Feuchtigkeitsgehalt besitzt, wird lediglich eine minimale Menge des örtlichen Frischwassers benötigt,
um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen und den gewünschten Schlamm zu produzieren. Ebenfalls ist es
möglich, andere mit Wasser mischbare Flüssigkeiten, wie z.B. Alkohol, einzusetzen, um einen Schlamm mit
den gewünschten Strömungseigenschaften herzustellen.
Falls dies gewünscht, kann 'der Schlamm am Bestimmungsort, um optimale,
Verbrennungseigenschaften zu erzielen, durch Entfernung eines Teiles des Wassers weiter konzentriert werden. Aus diesem
können später, z.B. durch Lösungsmittelextraktion, die organischen Verbindungen entfernt werden, die danach
mit dem Schlamm wieder vereint werden. Die Anwesenheit der organischen Verbindungen in der wässrigen Phase
liefert einen wesentlichen Beitrag zum Heizwert des Schlammes und gleicht somit die Energie, die beim
Verbrennungsprozess für das Verdampfen des Wassers notwendig ist, aus.
Aus dem Vorhergehenden ist zu entnehmen, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein wässriger Brennschlamm,
der einen hohen Heizwert aufweist, nahezu vollständig aus dem ursprünglich geförderten feuchten Beschickungsmaterial hergestellt wird, wobei für diese Herstellung
ein beträchtlicher Bedarf an örtlichem Frischwasser nicht erforderlich ist. Der Schlamm ist in einem Zu-
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stand, der ihn für den Transport in Rohrleitungen höchst geeignet macht. Er kann weiter konzentriert
werden, falls dies gewünscht wird, durch Entfernung eines kleinen Anteils des enthaltenen Wassers unter
Anwendung wirtschaftlicher Extraktionstechniken. Die organischen Bestandteile in der wässrigen Phase des
Schlamms leisten darüberhinaus noch einen Beitrag zum Heizwert. Gleichzeitig werden Abwasserbehandlungseinrichtungen
überflüssig.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen
erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein schematisches Flußdiagramm der an
einem Beschickungsmaterial zur Herstellung einer wässrigen Aufschlämmung, die für die
Rohrförderung geeignet ist, durchgeführten Verfahrensschritte; und
Figur 2 ein schematisches Flußdiagramm einer Abfolge von Verfahrensschritten, denen das
Beschickungsmaterial zur Herstellung einer für die Verbrennung geeigneten Aufschlämmung
unterzogen wird.
Die typischen Arbeitsschritte zur Herstellung eines Rohrleitungsschlammes aus einem feuchten kohlenstoffhaltigen
Beschickungsmaterial sind in dem Flußdiagramm der Figur 1 schematisch dargestellt. Wie gezeigt,
wird das Beschickungsmaterial, z.B. Kohle, aus einem Sammler 10 über ein Rohr 12 in einen Reaktionsbereich
14 geführt, in dem es eine bestimmte Zeit auf eine erhöhte Temperatur unter gesteuertem Druck gebracht
wird, um die gewünschte Verdampfung der Feuchtigkeit
und der organischen flüchtigen Verbindungen um gewünschte Größenordnung der thermischen Umstrukturierung
der chemischen Zusammensetzung des Ausgangsmaterials herbeizuführen. Die im Reaktionsbereich entstehenden
nichtkondensierbaren Gase werden durch ein Rohr 16 abgeführt und können später, falls gewünscht, weiter
verarbeitet oder können als Energiequelle für die Heizung des Reaktionsbereiches herangezogen werden. Die kondensierbaren
Gase, die sowohl mitgerissenes als auch chemisch gebundenes Wasser im Beschickungsmaterial, das
während der Reaktion freigesetzt wurde, sowie verdampfbare organische Bestandteile enthalten, und solche, die
während des thermischen Crackens und/oder beim Abbau des kohlenstoffhaltigen Materials entstanden sind, werden
geeigneterweise durch ein Rohr 18 zu einem Kondensator 20 transportiert,und das rückgewonnene flüssige Kondensat
wird durch ein Rohr 22 zu einem Mischer 24 geleitet, um den Rohrleitungsschlamm herzustellen. Das im Reaktionsbereich
hergestellte feste Reaktionsprodukt, das eine geringe Restfeuchte aufweist, wird durch ein Rohr
26 in eine Zerkleinerungseinrichtung 28, in der es auf eine gewünschte Partikelgröße zermahlen wird, transportiert,
und im Anschluß daran wird es durch ein Rohr 30 in einen Mischer 24 überführt. Unter gewissen Umständen
kann es wirtschaftlicher sein, die Zerkleinerung des Reaktionsproduktes im nassen Zustand vorzunehmen. Hierbei
wird die Zerkleinerung dann durchgeführt, nachdem das flüssige Kondensat und das feste Reaktionsprodukt
im Mischer 24 miteinander vereint worden sind.
Der Reaktionsbereich 14 kann ferner eine Vorbehandlungssektion aufweisen, in der das Beschickungsmaterial vor
der Hochtemperaturautoklavenbehandlung eine teilweise Entwässerung erfährt, wobei das wiedergewonnene flüssige
Wasser durch ein Rohr 32 zu dem Mischer transportiert
wird, um dort den Schlamm zu formen. Abhängig von der
speziellen Feuchtigkeit des eingesetzten Beschickungsmaterials und den jeweiligen Bedingungen, unter denen
die Autoklavenreaktion durchgeführt wird, ist auch vorgesehen, daß irgendein Überschuß an Wasser, der mehr
anfällt, als für die Herstellung des Schlammes notwendig ist, durch einen Verdampfer 32 entfernt werden kann,
und das hieraus gewonnene Abwasserkonzentrat, das organische Bestandteile enthält, wird dann zum Mischer transportiert.
Der Mischer 24 ist mit einer hohe, Scherkräfte erzeugenden Einrichtung versehen, um eine im wesentlichen
einheitliche Dispersion aus dem feinzerkleinerten veredelten Reaktionsprodukt in der aus dem Reaktionsbereich
wiedergewonnenen flüssigen Phase zu erzeugen. Im allgemeinen enthält der so hergestellte Schlamm von etwa
40 Gew.-SS bis etwa 70 Gew.-% Festsubstanz, vorzugsweise
von etwa 50 Gew.-% bis etwa 55 Gew.-% Festsubstanz. Der Schlamm wird durch ein Rohr 34 zu einem Vorratstank
36 transportiert, der mit Rührwerken ausgestattet ist, oder sofort in eine Transportrohrleitung.
Bei der Verarbeitung von Beschickungsmaterial mit einer relativ geringen Anfangsfeuchte kann das gewonnene
weitgehend trockene Reaktionsprodukt auch in zwei separate Fraktionen aufgeteilt werden,wovon eine Fraktion mit
dem wiedergewonnenen flüssigen Kondensat zu einem pumpbaren Schlamm mit gewünschten Eigenschaften vermischt
wird. Die andere feste Fraktion kann als separater, fester Brennstoff eingesetzt werden. Ferner kann in
solchen Fällen, in denen eine zu geringe Menge an flüssigem Kondensat zur Herstellung eines pumpbaren
Schlammes aus dem. vollständigen festen Reaktionsprodukt verfügbar ist, zusätzliche Flüssigkeit zugesetzt
werden, um die gewünschte Strömungscharakteristik des Schlammes zu erreichen. Hierfür kann jede Flüssigkeit,
die mit Wasser mischbar ist, eingesetzt werden, ein-
schließlich überflüssigen Kondensats von anderen Reaktoren oder andere organische Flüssigkeiten, wie z.B.
Alkoh-ohl.
Der durch Rohrleitungen förderbare . Schlamm kann sofort als Brennschlamm am Ort seiner Bestimmung eingesetzt
werden, wird bevorzugt jedoch unter Entfernung eines Teiles des Wassers konzentriert, um den Heizwert
und die Verbrennungseigenschaften zu verbessern.
Allgemein ist die Wassermenge, die notwendig ist, um
einen Schlamm zu produzieren, der für den Rohrleitungs-, noher als die für einen Brennschlamm
von optimaler Qualität erforderliche Menge. Allgemein gesagt enthalten als Brennstoff geeignete
Schlämme, die in herkömmlich ausgebildeten Brenneranlagen verbrannt werden können, welche nur geringfügige
Veränderungen zur Aufnahme des wäßrigen Schlamms benötigen, Wasser in Mengen bis etwa 30 Gew.-%, wobei
Mengen von etwa 20 Gew.-SS bis etwa 30 Gew.-SS typisch sind, je nach der speziellen, verwendeten Brenneranlage.
Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Flußschemas einer typischen Schrittfolge zur Aufkonzentrierung
des Pipelineschlamms, um so einen qualitativ hochwertigen Brennschlamm zu produzieren. Wie
dargestellt, gelangt von einem Sammler 38 der Brennschlamm
durch ein Rohr 40 in eine Einrichtung zur Flüssigkeitsentfernung, wie z.B. einer Zentrifuge 42,
in der die gewünschte Menge der Flüssigkeit über eine Leitung 44 extrahiert wird, wobei ein konzentrierter
Schlamm gebildet wird, der durch eine Leitung 46 abgezogen wird. Die extrahierte Flüssigkeit enthält
einen Teil der wertvollen organischen Bestandteile und wird bevorzugt einem Extraktionsvorgang, wie z.B.
einem Lösungsmittelextraktor 48 ausgesetzt, um alle wesentlichen organischen Bestandteile hieraus zu entfernen.
Der Rest der extrahierten Flüssigkeit,der im
-IH-
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wesentlichen Wasser umfaßt, wird durch eine Leitung 50 entfernt. Das durch die Leitung 50 abgeführte, extrahierte
Wasser kann unter Umständen noch geringeRückstände organischer Verbindungen enthalten, die durch
eine Behandlung, beispielsweise mit Aktivkohle, entfernt werden können, und das gereinigte Wasser kann leicht
nachbehandelt werden, z.B. in konventionellen Belüftungsanlagen oder in Weihern, um es anschließend ohne Gefahr
ableiten zu können.
Die organischen Bestandteile, die im Extraktor 48 gewonnen wurden, werden durch eine Leitung 52 zu einem Mischer
54 transportiert, in dem der konzentrierte Schlamm und die wiedergewonnene organische Phase wieder vermischt
werden, um einen hochwertigen Brennschlamm herzustellen, der eineFlüssigkeitskonzentration aufweist,
die geringer ist als die des Rohrleitungsschlamms. Der hochwertige Brennschlamm kann in einen Vorratstank 56,
der mit einem Rührwerk ausgerüstet ist, für die anschließende Verbrennung in einer Brennervorrichtung
überführt werden. Es kann auch vorteilhaft sein, organische Flüssigkeiten, wie z.B. Alkohol, zur Verbesserung
der Brenneigenschaften des Brennschlamms hinzuzufügen. Solche zusätzlichen Flüssigkeiten können bequem in den
Mischer 54 in Figur 2 eingeleitet werden. Eine genaue Beschreibung der Fließschemen aus Figur 1 und 2 erfolgt
anhand der nachfolgenden Beispiele, die Material- und Energiebilanzen für die Verarbeitung einer bituminösen
Kohle enthalten.
Als kohlenstoffhaltiges Beschickungsmaterial können aus der nachfolgenden Gruppe ausgewählte Materialien bzw.
Mischungen davon eingesetzt werden: holzige Kohlearten, Cellulosematerialien, wie z.B. Torf, Abfallcellulose
einschließlich Sägestaub, Rinde, Holzstücke, Astmaterial und Späne aus der Holzverarbeitung und aus Sägewerken,
verschiedene landwirtschaftliche Abfall, produkte, wie z.B.. Baumwollpflanzenbestandteile, Nußschalen,
Maishüllen o.a. und ebenso bituminöse Kohlearten. Die vorgenannten Beschickungsmaterialien schwanken in
ihrer Anfangsfeuchte, einschließlich der mitgebrachten Feuchte sowie der Menge an chemisch gebundenem Wasser.
Hieraus folgt, daß die besonderen Bedingungen, denen das Beschickungsmaterial in dem Reaktionsbereich unterworfen
wird, sehr von den spezifischen Daten des Beschickungsmaterials und der Anfangsfeuchte abhängen,
um einen optimalen Wirkungsgrad zu erreichen und einen hochwertigen Brennschlamm mit den gewünschten Eigenschäften
zu schaffen.
Wenn holzige Kohlearten als Beschickungsmaterial eingesetzt werden, werden bevorzugt solche Prozeßdaten
eingehalten, wie sie in der US-PS 4 052 168 beschrieben sind, um ein veredeltes, beständiges und witterungsfestes
Reaktionsprodukt herzustellen. Ähnlich verhält es sich, wenn Cellulosematerial als Beschickungsmaterial
eingesetzt wirdj hier werden die Bedingungen, die in der US-PS 4 129 420 beschrieben sind, bevorzugt
eingehalten. Wird Cellulosematerial, wie z.B. Torf, das eine relativ hohen Feuchtigkeitsgehalt bis zu 92%
enthält, als Beschickungsmaterial eingesetzt, wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das Verfahren und die
Einrichtung gemäß der Beschreibung aus der schwebenden US-Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 449 421 angewendet,
um das Beschickungsmaterial einer Vorbehandlung und einer partiellen Entwässerung in'dem Reaktionsbereich
zu unterwerfen, bevor es dann im Reaktionsbereich eine nasse Pyrolysebehandlung erfährt. Die Entwässerungsvorbehandlung
kann ein Vorerhitzen des eingebrachten
Materials auf eine Temperatur bis auf etwa 260 0C und
das Aussetzen des vorerhitzten Beschickungsmaterials einem Druck umfassen, wobei die Feuchtigkeit verflüssigt
und über eine Leitung, wie sie in Figur 1 die Leitung 32 darstellt, abgeführt wird. Im Falle von Torf mit
einer Eingangsfeuchte von etwa 50% bis etwa 70 Gew.-% oder mehr kann eine Entwässerung durchgeführt werden,
um eine Restfeuchte von etwa 15% bis 30 Gew.-% , vorzugsweise
weniger als etwa 15 Gew.-%,zu erreichen. Im Falle aller solcher kohlenstoffhaltigen Beschickungsmaterialien ist es wünschenswert, eine kleine Menge
Feuchtigkeit .in dem Füllmaterial, das in die folgende Reaktionskammer eingebracht wird, zu belassen, um die
thermische Pyrolysereaktion zu steigern, wobei Feuchtigkeitskonzentrationen von etwa 5% bis etwa 15 Gew.-%
bevorzugt werden. Auch wird allgemein bevorzugt, das Beschickungsmaterial auf eine solche Größe zu zerkleinern
oder zu zerreißen, daß der Transport und die Wärmeübertragung während der verschiedenen Reaktionsschritte
erleichtert wird.
Das Beschickungsmaterial läßt man in einer im Reaktionsbereich vorgesehenen Kammer reagieren, indem man das
Material auf eine Temperatur in einem Bereich von etwa 205 0C bis etwa 650 0C, vorzugsweise von etwa 260 0C
bis etwa 535 0C,unter einem Druck von etwa 21 bar bis
etwa 210 bar, vorzugsweise von etwa 42 bar bis etwa 105 bar, erhitzt. Die speziellen Temperaturen und Drücke,
die gewählt werden, hängen vom speziellen Typ des Beschickungsmaterials
und den gewünschten Daten der hergestellen Reaktionsproduktes ab. Die Reaktion kann kontinuierlich,
wie sie in den vorgenannten US-Patentschriften und der US Patentanmeldung beschrieben ist,
oder diskontinuierlich in einem Autoklaven durchgeführt werden. Die für die geeignete thermische Umwandlung
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und Veredlung des Beschickungsmaterials notwendige Zeit hängt von den ausgewählten Temperatur- und Druckbedingungen
und den Merkmalen des gewünschten Produktes ab. Ein Teil der Verweilzeit des Materials im Reaktor wird
für das Verdampfen des restlichen Feuchtigkeitsgehalts und der organischen Bestandteile verbraucht, wonach
ein weiteres Heizen des Beschickungsmaterials eine schonende nasse Pyrolysebehandlung bewirkt. Um einen optimalen
Wirkungsgrad zu erreichen, werden die verschiedenen entstehenden gasförmigen Produkte im Gegenstrom
zu dem Materialfluß des Beschickungsmaterials geführt, wie dies ausführlich in den oben erwähnten US Patentschriften
und der US-Patentanmeldung beschrieben ist.
Bei der Beendigung der Reaktion wird das heiße Reaktionsprodukt unter einer Schutzatmosphäre transportiert und
auf eine Temperatur herabgekühlt, bei der es ohne Nachteile der Atmosphäre ausgesetzt werden kann. Allgemein
kann die Kühlung durch Einspritzen von Wasser auf das Reaktionsprodukt derartig bewirkt werden, daß als Nebenprodukt
Dampf anfällt, der nützlicherweise zum Aufheizen des neu hinzukommenden Beschickungsmaterials verwendet
werden kann. Das abgekühlte Produkt wird aus dem Reaktor über eine geeignete Druckabbauvorrichtung, wie
z.b. einen Extruder, abgegeben.
Das veredelte, feste Brennstoffprodukt kann einem Zermahlungs-
oder Pulverisierungsschritt unterzogen werden, um eine Partikelgröße des festen Brennstoffs in einem
Bereich zu erhalten, der mit der üblichen Praxis zur Herstellung eines pumpfähigen Schlammes übereinstimmt,
wobei die Dichte der Partikel und der Prozentsatz der Feststoffe im Schlamm Berücksichtigung findet. Die gewünschte
Partikelgröße hängt ebenfalls davon ab, ob ein weiteresZermahlen der Kohle an der Abgabestelle vor der
Verbrennung durchgeführt werden soll, um den Schlamm an eine Brenneranlage besser anzupassen. In solchen Fällen,
in denen an der Abgabestelle kein zusätzliches Zermahlen mehr vorgenommen wird, wird bevorzugt die Kohle auf eine
Partikelgröße pulverisiert, die eine optimale Verbrennung in Brennereinrichtungen gewährleistet. Partikelgröße
und Partikelgrößenverteilung hängen ebenfalls von der Überlegung ab, ob irgendwelches Wasser aus dem Schlamm
an der Abgabestelle vor der Verbrennung entfernt werden soll. Für die·meisten Anwendungsgebiete ist typisch, das
Zerkleinern oder Pulverisieren so durchzuführen, daß Partikelgrößenbereiche von etwa 400 bis etwa 16 mesh resultieren,
wobei überlicherweise diese zwischen 325 und 16 mesh liegen.Die Partikel erhalten einen solchen Größenbereich,
daß eine optimale Größenverteilung für jeden speziellen Anwendungsfall erreicht wird, wobei diese Verteilung unter
Berücksichtigung eines minimalen Hohlraumvolumens des Partikelgemisches sowie der Viskosität und Stömungsparameter
in Übereinstimmung mit bekannten Techniken variierbar ist.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung dienen die folgenden Beispiele.
Bezugnehmend auf die Zeichnung Figur 1 wurde ein wäßriger Schlamm hergestellt, der für den Rohrleitungstransport
geeignet ist, ausgehend von einer von Ft. Union Coal Mine of Gilette, WY geförderten, bituminösen Kohle. Die unmittelbare
Analyse der Beschickungskohle ergab folgende Werte: Feuchtigkeit 31%, Verdampfbares 31,51%, gebundener
Kohlenstoff 32,17%, Asche 5,31%. Der Heizwert (higher heating value) des Beschickungsmaterials betrug 18087 kJ/kg.
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Das bituminöse Beschickungsmaterial wurde einer nassen Pyrolyse unterworfen in einem diskontinuierlichen Autoklaven
bei einem minimalen Druck von 55 bar und einer maximalen Temperatur von 399 0C. Eine Zeitdauer von
90 Minuten war erforderlich, um das Beschickungsmaterial in dem Autoklaven von Raumtemperatur (ca.21 0C)
auf 399 0C zu erhitzen. Der Reaktionskessel wurde daraufhin
gekühlt,und das Reaktionsprodukt wurde ausgestoßen und zu einer Zerkleinerungseinrichtung transportiert,
wie sie in Figur 1 mit 28 bezeichnet ist, in der es zerkleinert wurde zu einem Partikelgrößenbereich
von 20 Gew.-SS kleiner als 325 mesh, 70 Gew.-%
kleiner als 100 mesh und 100 Gew.-% kleiner als 16 mesh, und hieran anschließend wurde das zerkleinerte Reaktionsprodukt
zu einem Mischer transportiert, in dem die kondensierbare Gasphase hinzugefügt wurde, um einen
Rohrleitungsschlamm mit normalerweise über 55 Gew.-% Festsubstanz herzustellen.
In Übereinstimmung mit dem vorhergehend beschriebenen Verfahren wurde eine Materialbilanz des eingegebenen
Beschickungsmaterials und des erhaltenen Rohrschlammes, basierend auf 453 g der geförderten, bituminösen Kohle,
ermittelt. Das im Autoklaven ausgestoßene Reaktionsprodukt umfaßte 223 g veredelten, festen Brennstoff.
Die nichtkondensierbare Gasphase umfaßte 48 g, während 181 g kondensierbare Flüssigkeit gewonnen wurden,einschließlich
Wasser und verdampfbare organische Bestandteile.
Das feste Reaktionsprodukt hatte nach der Analyse einen Heizwert (higher heating value) von 6675 kJ, gleichbedeutend
mit 29851 kJ/kg. Die nichtkondensierbare Gasphase hatte nach Analyse einen Heizwert (higher heating
value) von 550 kJ, gleichbedeutend mit 17809 kJ/m .
.20. 3*31485
Der restliche Heizwert der zurückgewonnenen flüssigen Phase wurde aus der Differenz errechnet und betrug
979 kJ, gleichbedeutend mit 5384,7 kJ/kg.
Der aus der Vereinigung der rückgewonnenen kondensierbaren flüssigen Phase mit dem zerkleinerten festen Reaktionsprodukt gewonnene Schlamm umfasste eine Mischung von
405 g und wies einen Heizwert (higher heating value) von 7654,4 kJ auf, der einem Wert von 18875,6 kJ/kg entspricht.
Das vorliegende Beispiel zeigt, deutlich die Vorteile
des erfindungsgemäßen Verfahrens dadurch, daß man in den Stand· versetzt wird, eine feuchte bituminöse Kohle, die
in Wyoming gefördert wurde, so zu veredeln, daß ein veredelter Schlamm, der geeignet für den Transport durch
Rohrleitungen ist, ohne Verwendung von Örtlichen Oberflächen- oder Frischwasser für die Herstellung des
Schlammes, entsteht.
In Übereinstimmung mit Figur 2 der Zeichnung wurde ein Rohrleitungsschlamm , wie er in Übereinstimmung mit
Beispiel 1 hergestellt worden war, in einen hochwertigen Brennschlamm, der geeignet ist für die Verbrennung in
Brennereinrichtungen,umgewandelt. In Übereinstimmung mit
den Einrichtungen, wie sie Figur 2 darstellt, wurde ein Rohrleitungsschlamm, wie er z.B. aus Beispiel 1 erhalten
wurde, einem Zentrifugationsvorgang" oder einer anderen Flüssigkeitsextraktion unterworfen, um nur einen Teil
der flüssigen Phase aus dem Schlamm zu entfernen. Es soll hervorgehoben werden, daß es sehr einfach und wirtschaft-
lieh ist, durch Behandlung eines solchen Schlammes mit
einer Zentrifugeneinrichtung nur einen Teil der Flüssigkeit zu entfernen, während es sehr schwer und teuer ist,
die gesamte Flüssigkeit zu entfernen. Die gewonnene flüssige Phase wurde einer Lösungsmittelextraktion unterworfen,
um alle organischen Bestandteile hieraus zu extrahieren, und die organische Fraktion wurde mit dem konzentrierten
Schlamm im Mischer 54 wiedervereinigt, wie dieser in Figur 2 dargestellt ist, um einen qualitativ
hochwertigen Brennschlamm zu produzieren.
In Übereinstimmung mit der Materialbilanz des vorgenannten Verfahrens wurden 453 g des Pipelineschlamms
aus Beispiel 1 mit einem Heizwert von 18875,6 kJ/kg zentrifugiert, um 127 g der flüssigen Phase zu entfernen.
Die flüssige Phase wurde einer Lösungsmittelextraktion unterworfen unter Gewinnung von 59 g Wasser, das
verworfen wurde,und 48 g einer organischen Flüssigkeit, die in die Mischeinrichtung eingebracht wurde. Der konzentrierte
Schlamm und die organische Flüssigkeit wurden wieder zu einem hochwertigen Brennschlamm vermischt, der
70 Gew.-% Feststoff aufwies und von dem 356 g, entstanden aus 453 g des ursprünglich erhaltenen Rohrleitungsschlamms,
einen Heizwert (higher heating value) von 8422 kJ besaßen, der gleichwertig ist mit 23 623 kJ/kg.
Es ist offenbar, daß die gelösten organischen Bestandteile in der flüssigen Phase wesentlich· zum Energiegehalt
des wässrigen, qualitativ hochwertigen Brennschlamms beitragen.
- Leerseite
Claims (10)
1. Verfahren zur Umwandlung feuchter kohlenstoffhaltiger
Materialien in geeignete wässrige Brennschlämme, gekennzeichnet durch die nachfolgenden Schritte:
Einführung eines feuchten kohlenstoffhaltigen Beschickungsmaterials
in einen Autoklaven, Erhitzung des Beschickungsmaterials auf eine erhöhte Temperatur
und unter einem überatmosphärischen Druck über einen solchen Zeitraum, der genügt, um wenigstens
einen Teil der Feuchtigkeit und der darin enthaltenen organischen Bestandteile in die Gasphase zu überführen,
eine teilweise thermische Umstrukturierung der chemischen Struktur zu bewirken und eine Änderung
in der chemischen Zusammensetzung des Beschickungsmaterials herbeizuführen, um ein festes Reaktionsprodukt zu erzeugen, Zerkleinerung des Reaktionsproduktes auf eine gewünschte Partikelgröße, Zurückgewinnung
wenigstens eines Teils der gasförmigen Phase in Form eines flüssigen Kondensates und Vermischung
des flüssigen Kondensates mit dem zerkleinerten festen Reaktionsprodukt, um einen wässrigen
Brennschlamm zu produzieren, der das partikelförmige feste Reaktionsprodukt fein verteilt in einer
wässrigen Lösung umfaßt, welche darin gelöste und fein verteilte brennbare organische Bestandteile
enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem weiteren Schritt der wässrige Brennschlamm
durch eine Rohrleitung zu einem vom Verfahrensort entfernten Ort gefördert wird.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem weiteren Schritt
der wässrige Brennschlamm in eine Brennereinrichtung eingeführt wird und dort eine Verbrennung bewirkt.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem weiteren
Schritt eine Steuerung der Menge von festem Reaktionsprodukt und flüssigem Kondensat stattfindet, um einen
wässrigen Schlamm zu schaffen, der etwa 40 Gew.-% bis etwa 70 Gew.-% Festsubstanz enthält.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem weiteren
Schritt die Menge des festen Reaktionsproduktes und des flüssigen Kondensates getrennt wird, um einen
wässrigen Schlamm zu schaffen, der etwa 50% bis etwa 60% Festsubstanz enthält.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem weiteren Schritt
zusätzliches Frischwasser zu dem flüssigen Kondensat hinzugefügt wird, um einen wässrigen Schlamm
zu schaffen, der die gewünschte Konzentration Festsubstanz enthält.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß als weiterer Schritt zusätzliche Flüssigkeit zu dem flüssigen Kondensat
gemischt wird, um einen wässrigen Schlamm zu schafffen, der die gewünschte Konzentration an Festsubstanz
aufweist.
343H6B
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Flüssigkeit Alkohol umfaßt.
9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als weiterer Schritt
eine Extraktion eines Teiles der flüssigen Phase aus dem wässrigen Schlamm stattfindet und hierdurch
ein Schlammkonzentrat gebildet wird, daß im wesentlichen alle organischen Bestandteile
aus der extrahierten flüssigen Phase extrahiert werden und
daß danach ein Vermischen des Schlammkonzentrates mit den extrahierten flüssigen organischen Bestandteilen
stattfindet, um einen Schlamm von Brennstoffqualität zu erzeugen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als weiterer Schritt ein Vermischen einer zusätzlichen
Flüssigkeit, die ein organisches Material enthält, mit dem Schlammkonzentrat und den extrahierten
flüssigen organischen Bestandteilen erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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