DE3426500A1 - Dosier- und sicherheitseinrichtung fuer fluidgespeiste heizgeraete - Google Patents
Dosier- und sicherheitseinrichtung fuer fluidgespeiste heizgeraeteInfo
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Description
Dosier- und Sicherheitseinrichtung für fluidgespeiste
Heizgeräte
Die Erfiridung betrifft eine Dosier- und Sicherheitseinrichtung
für fluidgespeiste Heizgeräte, mit einem in die Fluid-Zuführleitung eingesetzten, drehbaren Dosierhahn
und einem diesem vorgeschalteten Magnetventil, das in die Schließlage federbelastet, manuell in die Offenlage bringbar
und durch den Thermostrom eines im Flammenbereich angeordnetem Thermoelements in der Offenlage fixierbar ist.
Derartige Dosier- und Sicherheitseinrichtung^/rsind - in
verschiedenen konstruktiven Ausbildungen - seit vielen Jahren bei Gasheizgeräten üblich. Dabei wird zum Anschalten
des Heizgeräts der Dosierhahn auf eine bestimmte Dosierstufe gedreht, dann zum manuellen Öffnen des Gasdurchlasses
eingedrückt, daraufhin das ausströmende Gas manuell oder selbsttätig (piezoelektrisch) gezündet und der Dosierhahn
solange in der eingedrückten Stellung gehalten, bis das Magnetventil durch den vom erwärmten Thermoelement gelieferten
Thermostrom in der Offenlage festgehalten wird, worauf der Dosierhahn losgelassen werden kann. Bei einer anderen Art
von fluidgespeisten Heizgeräten, nämlich mit flüssigen Brennstoffen, insbesondere Heizöl gespeisten Heizgeräten
mit topfartigem Verdampfungsbrenner hat man dagegen einen anderen technischen Weg beschritten und verwendet, ebenfalls
seit Jahrzehnten, zur Dosierung der Brennstoffzuführung
sogenannte Schwimmerregler. Dabei sind in einem gegenüber der Atmosphäre offenen Gehäuse ein oder zwei
Schwimmer und ein Dosierstab untergebracht, mit deren Hilfe der Flüssigkeitsdurchlauf dosiert und darüberhinaus sichergestellt
wird, daß beim Auftreten einer übermenge an flüssigem
-Γ-
Brennstoff im Brennertopf der Zulauf unterbrochen wird. Dafür, daß für gasgespeiste und flüssiggespeiste Heizgeräte
derart unterschiedliche Wege bezüglich der Dosiereinrichtung beschritten worden sind, gibt es mehrere Gründe: Der
Hauptgrund ist wohl der unterschiedliche Verbrennungsvorgang, der zwangsläufig zu unterschiedlichen Gegebenheiten führt.
So kann beim Gasheizgerät sofort nach dem öffnen der Gaszuführung das austretende Gas entzündet werden, und die Gasflamme
ist in kürzerster Zeit in der Lage, über ein Thermoelement einen Thermostrom zu liefern.Beim flüssiggespeisten
Heizgerät mit Verdampfungsbrenner dagegen muß zunächst eine bestimmte Brennstoffmenge in den Brennertopf eingelassen werden,
worauf die Brennstoffzufuhr wieder unterbrochen und der Brennstoff entzündet wird. Erst dann, wenn die im Brennertopf
befindliche Brennstoffmenge zu einem wesentlichen Teil verbrannt ist und sich der gewünschte Runcforand zeigt, darf die
Brennstoffzufuhr wieder geöffnet werden. Im Gegensatz zum
Gasheizgerät,bei dem ein längeres Ausströmen von nicht gezündetem
äußerst gefährlich wäre, muß also beim ölheizgerät in der
Startphase für eine längere Zeitspanne Brennstoff dem Brennertopf zufließen, ohne daß der Brennstoff entzündet wird. Andererseits
muß beim ölverdampfungsbrenner dafür Sorge getragen werden, daß bei einem zu hohen Ölniveau im Brennertopf die
Brennstoffzufuhr abgeschaltet wird, was, wie erwähnt, bei den
bekannten Geräten über Schwimmer besorgt wird.
Die üblichen Schwimmerregler für flüssiggespeiste Heizgeräte
mit Verdampfungsbrenner weisen jedoch eine Reihe von Nachteilen auf. So ergibt sich durch die Verwendung von Schwimmern
eine vergleichsweise komplizierte und störungsanfällige Konstruktion. Die Dosierung ist außerdem wenig exakt und setzt
sowohl das Einhalten einer bestimmten Höhe zwischen Regeleinrichtung und Brennertopf als auch eine von der Horizontalen
möglichst wenig abweichende Aufstellfläche für das Heizgerät
voraus. Schließlich kann beim Kippen des Heizgeräts und/oder beim Transport in der Regeleinrichtung befindliches Öl aus
dieser auslaufen, weil die Schwimmerreglung ein gegenüber der Atmosphäre offenes Reglergehäuse vorraussetzt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine Dosier-und Sicherheitseinrichtung für flüssiggespeiste
Heizgeräte mit topfartigem Verdampfungsbrenner zu schaffen, die einfach zu bedienen ist, ein hohes Maß an Exaktheit der
Dosierung gewährleistet, wenig störanfällig ist, eine große Sicherheit bietet, gegenüber Niveauabweichungen des
Aufstellungsorts unempfindlich ist und ein Auslaufen von Brennstoff beim Kippen bzw. beim Transport vermeidet. Die
Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Kennzeichen des Patentanspruchs 1.
Ausgedehnte Versuche haben nämlich ergeben, daß es - entgegen der bisherigen Ansicht - möglich ist, bei flüssiggespeisten
Heizgeräten mit Verdampfungsbrenner Dosier- und Sicherheitseinrichtung?*zu verwenden, wie sie - vom Grundaufbau
her - bisher bei Gasheizgeräten bereits üblich sind, wobei jedoch Voraussetzung ist, daß zum einen das Einrichtungsgehäuse flüssigkeitsdicht ausgebildet und zum anderen das
Thermoelement in einer Höhe über/TJrennertopfboden angeordnet
wird, die einerseits sicherstellt, daß das Thermoelement bei allen Belastungsstufen sich im Flammenbereich befindet,
andererseits aber so tief liegt, daß es bei übermäßiger Brennstoffmenge im Brennertopf in den noch flüssigen Brennstoff
eintaucht. Wenn also sich im Brennertopf zuviel Brennstoff befindet, dann bleibt das Thermoelement kalt und
liefert keinen Thermostrom zum Magnetventil, welches dann nicht in der Lage ist, in seiner Offenstellung zu verbleiben.
Für den Start bedeutet dies, daß erst dann der Durchgang geöffnet werden kann und offenbleibt, wenn die Brennstoff-Startmenge
bereits weitgehend abgebrannt und der erwünschte Rundbrand erreicht ist.
Eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich aus dem Kennzeichen des Patentanspruchs 2. Durch die
Verwendung eines zweiten Magnetventils mit zugeordnetem zweiten Thermoelement wird erreicht, daß dann, wenn bei höherer Belastungsstufe
(höherer öldurchgang) und Eintritt eines verminderten Abbrands, etwa durch Verschlechterung der Zugbedingungen,
die Brennstoffmenge im Brennertopf ansteigt, die Dosier- und Sicherheitseinrichtung selbsttätig auf einen geringen
Durchlaß zurückschaltet und bei Beendigung der Störung und kurzes Eindrücken des Stellglieds wieder auf die gewünschte
höhere Laststufe hinaufschaltet, das Gerät also bei Eintritt der Störung nicht abschaltet und neu gezündet werden muß.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
folgenden Unteransprüchen.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung auf ein Ölheizgerät
mit topfartigem Verdampfungsbrenner dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch die Dosier- und Sicherheitseinrichtung, und zwar in Ruhestellung,
Fig. 2 eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit zusätzlicher Schemaskizze des zugeordneten Brennertopfs,
Fig. 3-5 Ansichten gemäß Fig. 2 mit verschiedenen Betriebs stufen der Dosier- und Sicherheitseinrichtung.
-r
Die in Fig; 1 dargestellte Dosier- und Sicherheitseinrichtung weist ein zylindrisches Gehäuse 10 auf, das durch
eine horizontale Wand 11 und eine vertikale Wand 12 jeweils mittig unterteilt ist. Weiterhin ist eine zylindrische Trennwand
13 vorhanden, die koaxial zum Zylindergehäuse 10 ist.
Die drei Trennwände 11, 12 und 13 unterteilen das Innere des Gehäuses 10 in sechs Kammern, nämlich eine untere Ringkammer
14, eine obere Ringkammer 15, eine untere Durchlaßkammer 16, eine obere Durchlaßkammer 17, eine untere Durchlaßkammer 18
und eine obere Durchlaßkammer 19.
Die untere Ringkammer 14 ist über Bohrungen 20 und 21 mit der unteren Durchlaßkammer 16 bzw. der unteren Durchlaßkammer 19
verbunden. Die obere Ringkammer 15 ist über eine - vergleichsweise - kleine Bohrung 22 mit der oberen Durchlaßkammer 17 und
über eine Bohrung 23 mit der oberen Durchlaßkammer 19 verbunden. Weiterhin steht die untere Durchlaßkammer 16 mit der
oberen Durchlaßkammer 17 über eine Öffnung 24, die untere Durchlaßkammer 18 mit der oberen Durchlaßkammer 19 über eine Öffnung
25 in Verbindung. In der unteren Durchlaßkammer sitzt ein Magnetventil 26, dessen Ventilkörper 26a bei nicht-erregtem
Magnetventil die Öffnung 24 verschließt, wobei er von einer Schraubenfeder 26b belastet ist. Ein weiteres Magnetventil
27 sitzt in der zweiten unteren Durchlaßkammer 18 und verschließt mit seinem durch eine Schraubenfeder 27b belasteten
Ventilkörper 27a bei nicht-erregtem Magnetventil die Öffnung 25. Die obere Durchlaßkammer 17 wird zentral von einem vertikalen
Stößel durchsetzt, der verschiebbar durch die obere Deckwand des Gehäuses 10 nach außen hindurchgeführt ist, dessen
unteres Ende nahe benachbart dem Ventilkörper 26a des Magnetventils 26 endet und der von einer ihn umgebenden Schraubenfeder
28a in Richtung nach oben belastet ist. In ähnlicher Weise wird die obere Durchlaßkammer 19 von einem Stößel 29
durchsetzt, der ebenfalls verschiebbar und zusätzlich verdrehbar
durch die Deckwand des Gehäuses 10 hindurchgeführt ist, unmittelbar
über dem Ventilkörper 27a des Magnetventils 27 endet und von einer Feder 29a in Richtung nach oben belastet ist. Auf
dem Stößel 29 sitzt ein Dosierkegel 30, auf dessen Kegelfläche sich mehrere Dosierbohrungen 30a (Fig. 3, 4 und 5) befinden,
die bei bestimmten Drehstellungen des Stößels 29 und damit des Dosierkegels 30 mit der öffnung 23 fluchten.
Das Gehäuse 10 weist einen Einlaß 31, der mit einer Brennstoffzulauf
leitung verbindbar ist und in die untere Ringkammer 14 mündet, sowie einen Auslaß 32 auf, der mit einer zum Brenner
führenden Brennstoffleitung verbindbar ist und mit der oberen Ringkammer 15 in Verbindung steht.
Gemäß Fig. 2, welche die Einrichtung in etwas kleinerem Maßstab zeigt, sitzt am oberen Ende des Stößels 29 verdrehfest ein
Stellglied 33, bestehend aus einem Stellknopf 34 und einer kreisscheibenförmigen Platte 35 mit nach unten umgebogenem
Rand 35a. Das obere Ende des Stößels 29 liegt an der Unterseite der Platte 35 an, ohne mit dieser verbunden zu sein.
Das Magnetventil 26 ist über eine Leitung 3 6 mit einem Thermoelement
37 und das Magnetventil 27 über eine Leitung 38 mit einem Thermoelement 39 verbunden. Dabei ist in die zum Thermoelement
37 führende Leitung 36 eine Thermostrom-Weiehe 40 eingesetzt,
die von einem Schalter 41 derart betätigbar ist, daß sie den Thermostrom kurzschließen kann. Der Schalter 41 seinerseits
wird von einem Schaltnocken 42 betätigt, der sich am Umfangsrand 35a der Scheibenplatte 35 befindet.
Bei 43 ist in Fig. 2 ein üblicher Ölverdampfungs-Brennertopf angedeutet,
in dessen vertikale Wandung die beiden Thermoelemente 37 und 39 eingesetzt sind. Dabei befindet sich das Thermoelement
39 nahe benachbart dem Boden des Brennertopfs 43, das Thermoelement 37 an einer Wandstelle oberhalb des Thermoelements 39.
Die Brennstoffleitung vom Auslaß 32 der Dosier- und Sicherheitseinrichtung
zum Einlaß des Brennertopfs 43 ist nicht dargestellt, ebenso nicht die Brennstoff-Zuführleitung von einem nicht gezeichneten
Brennstoff-Vorratsbehälter zum Einlaß 31.
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen.
Zunächst befindet sich die Einrichtung in dem in Fig. 2 gezeigten Ruhezustand. Das bedeutet/ daß die Ventilkörper 26a und 27a
der beiden Magnetventile 26/ 27 die öffnungen 24 und 25 verschließen, der Dosierkegel 30 sich in einer solchen Drehstellung
befindet, daß keine seiner Dosieröffnungen 30a mit der öffnung 23 fluchtet und der Nocken 42 den Schalter 41 kurzschließt, öl kann
somit vom Zulauf 31 zwar in die Ringkammer 14 und von dort über die Bohrungen 20 und 21 in die unteren Durchlaßkammern 16 und
18 eindringen, nicht jedoch zu den oberen Durchlaßkammern 17,
19 und weiter über die obere Ringkammer 15 zum Auslaß 32 gelangen.
Soll nun der ölofen gestartet werden, so wird der Stellknopf
- ohne Veränderung seiner Drehstellung - nach unten gedrückt und für eine bestimmte Zeit, der sogenannten Einlaufzeit, in der
eingedrückten Lage gehalten. Dieser Zustand ist in Fig. 3 dargestellt. Das Eindrücken des Knopfes 34 bewirkt dabei, daß die
beiden Stößel 28 und 29 die Ventilkörper 26a und 27a gegen die Kraft ihrer Federn 26b und 27b nach unten stoßen und somit
die Durchlaßöffnungen 24 und 25 freigeben, öl kann somit aus
den unteren Durchlaßkammern 16 und 18 invooeren Durchlaßkammern
17 und 19 gelangen und von diesen sowohl durch die Bohrung 22 als auch durch die Bohrung 23 -der Dosierkegel 30 hat sich
mit dem Stößel 29 nach unten bewegt —in die Ringkammer 15 und von dort zum Auslauf 32. Es fließt somit öl in den Brennertopf
43 ein. Dadurch, daß die Ringkammer 15 über beide öffnungen
22 und 23 mit öl gespeist wird, wobei der abgehobene Dosierkegel 30 die gesamte öffnung 23 freigibt, wird sich die für den
Anzündvorgang erforderliche ölmenge schnell im Brennertopf 43 ansammeln; der EinlaufVorgang ist somit vergleichsweise kurz.
-Μ
Sobald sich die gewünschte ölmenge im Brennertopf 43 angesammelt
hat, wird der Knopf 34 wieder losgelassen, womit die Einrichtung in den in Fig. 2 dargestellten Ruhezustand
zurückkehrt. Nunmehr kann die im Brennertopf befindliche ölmenge angezündet werden.
Sobald im Brennertopf 43 der erforderliche Rundbrand erreicht ist, wird der Stellknopf 34 aus seiner bisherigen Null-Stellung
in eine Stellung 1 (kleinste Brennerstellung)vwas ru^Folge
hat, daß sich der Nocken 42 vom Schalter 41 löst, die Weiche 40 somit den Thermostrom nicht mehr kurzschließt« Der Dosierkegel 30
weist jedoch auch in seiner Drehstellung 1 keine mit der Bohrung 23 fluchtende Dosierbohrung auf. Nunmehr wird der
Stellknopf 34 kurz nach unten gedrückt, mit der Folge, daß die Ventilkörper 26a und 27a von den Stößeln 28 und 29
nach unten gedrückt werden. Die durch den Anzündvorgang erhitzten Thermoelemente 37 und 39 liefern jetzt aber eineh,
Thermostrom zu den Magnetventilen 26 und 27, sodaß deren Ventilkörper 26a und 27a in ihrer unteren Stellung festgehalten
werden, der Knopf 34 also nach dem erwähnten Niederdrücken sofort wieder losgelassen werden kann; Die Öffnungen
24 und 25 aber trotzdem geöffnet bleiben. Dieser Zustand ist in Fig. 4 dargestellt. Dabei kann also das Öl aus den unteren
Durchlaßkammern 16 und 18 frei in die oberen Kammern 17 und
19 fließen, jedoch nur von dereinen oberen Durchlaßkammer 17 über die Bohrung 22 in die obere Ringkammer 15 und von
dieser über den Auslauf 32 zum Brennertopf 43. Dies entspricht der kleinsten Leistungsstufe.
Wird mehr Leistung gefordert, dann wird der Stellknopf 34 auf eine höhere Stellung 2, 3, 4 usw. gedreht, wobei jeder
dieser Stellungen eine jeweils immer größere Durchbohrung 30a des Dosierkegel 30 zugeordnet ist und jeweils mit der
Bohrung 23 in Fluchtung kommt. Öl fließt also dann nicht
mehr lediglich aus der Kammer 17 über die Bohrung 22 in die obere Ringkammer 15,sondern auch durch die jeweilige
Bohrung 30a des Kegels 30 und die Bohrung 23 aus der oberen Durchlaßkammer 19 in die Ringkammer 15.
Zum Abschalten ist es lediglich erforderlich, den Stellknopf 34 wieder in die Null-Drehstellung zurückzudrehen.
Damit wird der Dosierkegel 30 wiederum in eine Lage gebracht, in welcher keine seiner Bohrungen 30a mit der
Bohrung 23 fluchtet, selbst dann also kein öl aus der oberen Durchlaßkammer 19 in die Ringkammer 15 fließen kann, wenn
die Restwärme im Brennertopf 43 noch genügt, über das Thermoelement 39 das Magnetventil 27 bzw. dessen VentilköVper 27a
in der Offenlage festzuhalten; das Ventil 27 fällt also dann zurück, wenn die Flamme erloschen ist. Durch das Zurückdrehen
des Knopfes 34 in dLe Null-Drehstellung kommt aber der Nocken 42 mit dem Schalter 41 wieder in Berührung, mit der Folge,
daß die Weiche 40 den Stromfluß vom Thermoelement 37 zum Magnetventil 26 kurzschließt, der Ventilkörper 26a somit durch seine
Feder 26b in die Schließstellung zurückgebracht wird. Somit kann sofort nach Zurückdrehen des Knopfes 34 in die Null-Stellung
kein öl mehr in die Ringkammer 15 gelangen, und zwar weder von der einen noch von der anderen oberen Durchlaßkammer
17, 19 her.
Wenn während des Betriebs die Flamme im Brennertopf 43 aus irgendeinem Grund erlischt ■, dann kühlen beide Thermoelemente
37 und 39 ab, mit der Folge, daß die Magnetventile 26 und 27 stromlos werden und ihre Ventilkörper 26a, 27a
in die Schließlage zurückkehren; der ölzufluß zum Brennertopf
ist damit vollständig unterbrochen. Die Wiederinbetriebnahme erfordert einen neuen Anzündvorgang gemäß obiger Beschreibung.
Es kann während des Betriebs aber auch einmal vorkommen, daß
der Abbrand im Brennertopf nur mangelhaft ist, beispielsweise durch plötzliche Verschlechterung der Zugverhältnisse,
insbesondere bei sehr hoher Leistungseinstellung somit die
einfließende ölmenge nicht sofort abbrennt. Es kommt also im Brennertopf 43 zu einer zu großen ölmenge. Damit aber
taucht das sich in unmittelbarer Nähe des Brennerbodens befindliche Thermoelement 39 in das steigende ölniveau ein,
kühlt sich dadurch ab und vermag das zugehörige Magnetventil 27 nicht mehr ausreichend mit Erregerstrom zu versorgen. Der
Ventilkörper 27a des Magnetventils 27 schließt daraufhin die öffnung 25, und es gelangt kein öl mehr in die obere Durchlaßkammer
19. Trotz der"Großstellung" des Dosierkegels 30 kann somit öl nur noch über die obere Durchlaßkammer 17 und die kleine
Bohrung 22 in die obere Ringkammer 15 und von dort zum Brennertopf
43 gelangen. Der Brennertopf brennt somit in der kleinsten Brennerstellung weiter. Es läuft also nur noch die Grundlastmenge
zu. Ist die Störung beseitigt und keine Überschußmenge mehr im Brennertopf 43 vorhanden, kann durch kurzes Eindrücken
des Stellknopfes 34 der vorherige höhere Belastungszustand wieder hergestellt werden. Die Einrichtung arbeitet also schnell,
exakt und sicher und ist einfach zu handhaben. Darüberhinaus ist die Einrichtung gegenüber Abweichungen aus der Horizontalen
unempfindlich. Soll die - bereits benutzte - Einrichtung transportiert
werden, dann ist es lediglich erforderlich, Einlaß (31) und Auslaß (32) durch Stopfen zu verschließen, womit ein
Auslaufen von im Gehäuse befindlichem Restöl verhindert wird.
Selbstverständlich kann das dargestellte Ausführungsbeispiel zahlreiche Abwandlungw?erfahren. So kann beispielsweise das
Gehäuse 10 auch einen eliptischen oder mehreckigen Querschnitt
aufweisen. Weiterhin ist es möglich, an die Thermostromleitung 38 ein den Strom bzw. die Spannung anzeigendes Gerät anzuschließen,
welches dem Benutzer nach dem Anzünden anzeigt, ob und wann die Thermospannung zum Offenhalten der Magnetventile ausreicht und das
Einschalten der gewünschten Laststufe möglich ist. Schließlich ist noch zu erwähnen, daß die Erfindung insbesondere bei im
Freien aufzustellenden Heizgeräten, vorteilhaft ist,weil die
Erfindung,wie erwähnt, gegenüber Unebenheiten des Aufstellungsorts
völlig unempfindlich ist.
Schließlich kann der Startvorgang auch autmatisiert werden,
etwa derart, daß das zweite, nach Erreichen des Rundbrands erforderliche Eindrücken des Stellglieds mechanisch erfolgt,
und zwar über ein Rücklauf-Zeitwerk.
Claims (9)
1. Dosier- und Sicherheitseinrichtung für fluidgespeiste
Heizgeräte, mit einem -in die Fluid-Zuführleitung eingesetzten,
drehbaren Dosierhahn und einem diesem vorgeschalteten Magnetventil, das in die Schließlage federbelastet, manuell in die
Offenlage bringbar und durch den Thermostrom eines im Flammenbereich angeordneten Thermoelements in die Offenlage fixierbar
ist, gekennzeichnet durch die Verwendung bei einem Heizgerät für flüssige Brennstoffe mit topfartigem Verdampfungsbrenner
(43), wobei das Thermoelement (39) mit geringem Abstand oberhalb des Brennertopfbodens .an der Topfwandung angeordnet ist
und Dosierhahn (30) und Magnetventil (27) in einem gemeinsamen, flüssigkeitsdichten Gehäuse (10) untergebracht sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (10) ein zweites Magnetventil (26) untergebracht
ist, dem ein zweites, über dem ersten Thermoelement (39) im Brennertopf (43) angeordnetes Thermoelement (37) zugeordnet
ist, und das innerhalb des Gehäuses (10) in einem zweiten Strömungsweg sitzt, der den zusammen mit dem ersten Magnetventil
(27) im ersten Strömungsweg befindlichai Dosierhahn (30) umgeht.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei den Magnetventilen (27, 26) jeweils ein das manuelle
öffnen bewirkender Stößel (29, 28) zugeordnet ist, und daß außerhalb des Gehäuses (10) ein Stellglied (33) zum gemeinsamen
Verschieben beider Stößel (29, 28) in Längsrichtung derselben vorgesehen ist.
•Ζ-
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (33) aus einem Stellknopf (34) und einer
kreisförmigen Druckscheibe (35) besteht, wobei der Stößel (29) des ersten Magnetventils (27) mit dem Stellknopf (34)
und der Druckscheibe (35) undrehbar verbunden ist, während der Stößel (28) des zweiten Magnetventils (26) an der Druckscheibe
(35) lediglich kraftschlüssig anliegt.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dosierhahn ein am Stößel 29 des ersten Magnetventils (27) drehfest angebrachter Dosierkegel (30) ist, der mehrere
Dosierbohrungen (30a) unterschiedlichen Durchmessers aufweist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) die Form eines Zylinders
hat und daß sein Innenraum durch eine mittige Horizontalwand (11), eine mittige Vertikalwand (12) und eine zum Zylindermantel
koaxiale Ringwand (13) in eine untere, an den Brennstoff zulauf (31) angeschlossene Ringkammer (14), an eine obere,
mit dem Brennstoff-Auslauf (32) verbundene Ringkammer (15) und in zwei übereinander angeordnete Durchlaßkammer-Paare (16,
17; 18, 19) unterteilt ist, wobei jedem der beiden Durchlaßkammer-Paare
(16, 17; 18, 19) eines der beiden Magnetventile (26, 27) zugeordnet ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden unteren Durchlaßkammern (16, 18) eine Verbindungsöffnung
(20, 21) mit der unteren Ringkammer (14), und jede der beiden oberen Durchlaßkammern (17, 19) eine Durchlaßöffnung
(22, 23) zur oberen Ringkammer (15) aufweist, und daß die untere und obere Durchlaßkammer (16, 17; 18, 19) jedes
Durchlaßkammer-Paares miteinander durch eine Durchlaßöffnung (24, 25) verbunden sind, wobei die Durchlaßöffnungen (24, 25)
. J-
zwischen unterai und oberen Durch laß kammern (16, 17; 18, 19)
durch die Magnetventile (26, 27), die Durchlaßöffnung (23) zwischen oberer Durchlaßkammer (19) und oberer Ringkammer
(15) durch den Dosierkegel (30) verschließbar ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3-7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Thermostromleitung zwischen zweitem
Thermoelement (37) und zweitem Magnetventil (26) eine Stromweiche (40) sitzt, die mit einem Kurzschlußschalter (41) verbunden
ist, der von einem an der Druckplatte (35) des Stellglieds (33) angebrachten Nocken (42) betätigbar ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet,
daß an die Thermostromleitung (38) vom ersten Thermoelement (39) zum ersten Magnetventil (27) ein Stromoder
Spannungsanzeiger angeschlossen ist.
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| DE19843426500 DE3426500A1 (de) | 1984-07-18 | 1984-07-18 | Dosier- und sicherheitseinrichtung fuer fluidgespeiste heizgeraete |
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| DE19843426500 DE3426500A1 (de) | 1984-07-18 | 1984-07-18 | Dosier- und sicherheitseinrichtung fuer fluidgespeiste heizgeraete |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| FR2927149A1 (fr) * | 2008-02-04 | 2009-08-07 | Brisach Soc Par Actions Simpli | Cheminee pour combustion d'un carburant liquide avec de l'air. |
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1984
- 1984-07-18 DE DE19843426500 patent/DE3426500A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2927149A1 (fr) * | 2008-02-04 | 2009-08-07 | Brisach Soc Par Actions Simpli | Cheminee pour combustion d'un carburant liquide avec de l'air. |
| WO2009098167A1 (fr) * | 2008-02-04 | 2009-08-13 | Brisach | Cheminee pour combustion d'un carburant liquide avec de l'air |
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