DE3412769C2 - Spannelement für durch eine Fraktur getrennte Knochenteile - Google Patents
Spannelement für durch eine Fraktur getrennte KnochenteileInfo
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Abstract
Um mit einem Spannelement für durch eine Fraktur getrennte Knochenteile, insbesondere des Kieferknochens, mit Öffnungen, durch welche in die Knochenteile einschraubbare Knochenschrauben hindurchsteckbar sind, eine besonders zuverlässige Spannung der Knochenteile gegeneinander zu erreichen, wird vorgeschlagen, daß zwei gegeneinander bewegbare, jeweils mindestens eine Öffnung für Knochenschrauben aufnehmende Befestigungskörper über zwei Biegefedern miteinander verbunden sind und daß die Biegefedern zwischen einer Anlegeposition, in der sie gegeneinander gedrückt sind, und einer Spannposition, in der sie unter Entspannung voneinander entfernt sind, verschiebbar sind, so daß die über die Biegefedern miteinander verbundenen Befestigungskörper in der Anlegeposition einen größeren Abstand voneinander haben als in der Spannposition.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Spannelement für durch eine Fraktur getrennte Knochenteile, insbesondere des Kieferknochens, mit den im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmalen.
- Die Erfindung betrifft weiterhin ein zangenförmiges Instrument zum Anlegen solcher Spannelemente.
- Derartige plattenförmige Spannelemente sind bekannt, bei denen die die beiden Knochenteile gegeneinander spannenden Kräfte dadurch aufgebracht werden, daß die Knochenschrauben in schräg verlaufenden Langlöchern des Spannelementes eingeschraubt sind. Durch den schrägen Verlauf der Langlöcher werden Kräfte auf die Knochenteile übertragen, die diese gegeneinanderspannen (CH 566 767, DE-PS 23 40 880). Derartige Spannelemente werden insbesondere bei Frakturen im Kiefer- und Gesichtsbereich eingesetzt. Dabei ist es notwendig, daß diese Spannelemente wegen der dünnen Weichteilschicht sowie wegen des relativ dichten Netzes von Nerven und Blutgefäßen in diesen Bereichen möglichst wenig auftragen. Außerdem soll die Zahl der Knochenschrauben auf ein Minimum reduziert werden. Bei herkömmlichen Spannelementen hat es sich als schwierig herausgestellt, die Knochenteile mit der notwendigen Kraft in der gewünschten Position gegeneinanderzuspannen.
- Es sind auch bereits Spannelemente für Knochenteile bekannt, bei welchen zwei gegeneinander verschiebliche Befestigungskörper durch eine elastische Feder gegeneinander gespannt werden, so daß die beiden jeweils mit dem Befestigungskörper verbundenen Knochenfragmente elastisch gegeneinander gezogen werden (CH 335 797). Als Feder werden dabei normale Schraubenfedern verwendet, die in einen von beiden Befestigungskörpern umschlossenen Hohlraum eingebettet sind. Dieser Aufbau bedingt eine größere Bauhöhe des Spannelementes, da ein Hohlraum zur Aufnahme der Schraubenfedern vorgesehen sein muß. Wenn ein solches Spannelement für sehr kleine Körperteile verwendet werden soll, beispielsweise im Kieferbereich, ergeben sich bei den bekannten Spannelementen Schwierigkeiten, da dann aufgrund der geringen möglichen Bauhöhe eines solchen Spannelementes nur Schraubenfedern mit ganz geringem Durchmesser verwendet werden können, d. h. diese Federn werden dann nicht die notwendige Federkraft aufbringen.
- Dem Anmeldegegenstand liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spannelement der gattungsgemäßen Art derart zu verbessern, daß seine Bauhöhe verringert werden kann, wobei das Anlegen des Spannelementes gegenüber bekannten Elementen erleichtert werden soll.
- Diese Aufgabe wird bei einem Spannelement der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
- Die Verwendung von Biegefedern ermöglicht die Ausbildung eines Spannelementes mit sehr geringer Bauhöhe, da die Biegefedern in derselben Ebene liegen können wie die beiden Befestigungskörper. Weiterhin ermöglicht diese Ausbildung ein besonders vorteilhaftes Anlegen, da das gesamte Spannelement an den Biegefedern gefaßt werden kann, wobei man das Spannelement in einfacher Weise durch Zusammendrücken der gegenüberliegenden Biegefedern in die Anlageposition drücken kann.
- Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, ein zangenförmiges Instrument derart auszubilden, daß mit ihm die beschriebenen Spannelemente in besonders einfacher Form angelegt werden können.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein zangenförmiges Instrument gelöst, das gekennzeichnet ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 17.
- Bei dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Befestigungskörper von einer Wicklung der Biegefeder gebildet werden, die die Öffnung für das Hindurchstecken der Knochenschraube definiert. Es ergibt sich dabei eine besonders einfache Konstruktion, da das gesamte Spannelement im Prinzip nur aus einer zweiarmigen Biegefeder mit zwei Wicklungen besteht.
- Es kann dabei vorgesehen sein, daß zwei V-förmige Biegefedern, die in dem Bereich, in dem die zwei Schenkel einer Biegefeder zusammentreffen, eine Wicklung ausbilden, an den freien Enden ihrer Schenkel gelenkig miteinander verbunden sind. Diese gelenkig miteinander verbundenen freien Schenkel bilden dann eine Biegefeder, die beim Anlegen gegen die andere gedrückt werden kann, so daß sich die Wicklungen voneinander entfernen.
- Vorteilhaft ist es dabei, wenn die freien Enden der Schenkel aneinanderliegende Abflachungen tragen, durch die ein zwei Schenkel gelenkig miteinander verbindender Lagerstift hindurchgesteckt ist. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Biegefedern im Bereich der Wicklungen einen geringeren Durchmesser haben als im Überbrückungsbereich zwischen den beiden Wicklungen. Dadurch ergibt sich insgesamt eine etwa gleichmäßige Stärke des Spannelementes über seine gesamte Ausstreckung, da im Bereich der Wicklung mindestens zwei Biegefederlagen übereinander angeordnet sind.
- Der Öffnungswinkel der entspannten V-förmigen Biegefedern liegt vorzugsweise zwischen 30° und 90°.
- Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß eine Biegefeder zwei Wicklungen bildet, die über zwei im entspannten Zustand bogenförmig geformte Biegefederabschnitte miteinander verbunden sind. Eine solche Biegefeder ist also aus einem einzigen Stück hergestellt, das unter Ausbildung der beiden gebogenen Abschnitte und der beiden Wicklungen gebogen ist.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Biegefedern mittels eines die Wicklungen durchsetzenden Stiftes mit einer mindestens eine Knochenschraubenöffnung aufweisenden Befestigungsplatte verbunden sind. Bei dieser Ausgestaltung bildet die Befestigungsplatte den eigentlichen Befestigungskörper, nicht hingegen die Biegefederwicklung. Bei einer vorteilhaften Weiterbildung kann hingegen vorgesehen sein, daß der Stift zur Aufnahme einer zweiten Knochenschraube eine durchgehende Aufnahmeöffnung aufweist. Bei dieser Ausgestaltung wird somit die Befestigungsplatte jeweils durch zwei Knochenschrauben mit dem Kiefer verbunden, so daß der Befestigungskörper gegenüber dem Knochen unverdrehbar fixiert ist.
- Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel sind die befestigungskörper gelenkig mit jeweils zwei Biegefedern verbunden, beispielsweise dadurch, daß die Biegefedern mit ihren Enden mittels Stiften am Befestigungskörper gelagert sind.
- Zur Erhöhung der Biegefähigkeit der Biegefedern können diese zwischen ihren Anlenkpunkten an den Befestigungskörpern Wicklungen bilden.
- Auch hier ist es vorteilhaft, wenn beide Befestigungskörper mindestens zwei Öffnungen für Knochenschrauben aufweisen, damit die Befestigungskörper unverdrehbar an den Knochenfragmenten befestigt werden können.
- Günstig ist es, wenn die Befestigungskörper Platten sind, da sie dann in der befestigten Lage sehr wenig auftragen.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird jeweils eine Knochenschraubenöffnung jedes Befestigungskörpers innerhalb der Anlenkpunkte der Biegefedern am Befestigungskörper angeordnet, so daß die Länge des Spannelementes relativ klein gehalten werden kann.
- Es ist vorteilhaft, wenn die Befestigungskörper im Bereich der Anlenkpunkte der Biegefeder zurückgesetzt sind, so daß die Außenkonturen der Biegefedern und der Befestigungskörper fluchten. Auch dies trägt dazu bei, daß die Spannelemente im angelegten Zustand wenig auftragen.
- Vorzugsweise erstrecken sich Biegefedern und Befestigungskörper in einer gemeinsamen Ebene.
- Es ist dabei vorteilhaft, wenn die U-förmigen Halter seitliche Ausnehmungen zur Aufnahme von zwei Biegefedern eines Spannelementes drehbar verbindenden Lagerstiften aufweisen. Durch diese Ausnehmungen wird gewährleistet, daß die U-förmigen Halter in Längsrichtung der Biegefedern festgelegt sind.
- Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigt
- Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines ersten Ausführungsbeispieles eines Spannelementes;
- Fig. 2 eine Draufsicht auf das Spannelement der Fig. 1 im entspannten Zustand;
- Fig. 3 eine Draufsicht auf das Spannelement der Fig. 1 im gespannten Zustand ( Anlegeposition);
- Fig. 4 ein an einem Kieferknochen befestigtes Spannelement;
- Fig. 5 eine Ansicht eines zangenförmigen Anlegeinstrumentes für das Spannelement;
- Fig. 6 eine Ansicht des zangenförmigen Anlegeinstrumentes der Fig. 5 in Richtung des Pfeiles A;
- Fig. 7 eine vergrößerte Teilansicht der freien Enden der Branchen des Anlegewerkzeuges mit U-förmigen Haltern, die ein Spannelement halten;
- Fig. 8 eine Ansicht des Anlegeinstrumentes in Richtung des Pfeiles B in Fig. 7;
- Fig. 9 eine Draufsicht auf ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Spannelementes;
- Fig. 10 eine Schnittansicht Linie 10 - 10 in Fig. 9;
- Fig. 11 eine Draufsicht auf ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Spannelementes;
- Fig. 12 eine Schnittansicht längs Linie 12 - 12 in Fig. 11;
- Fig. 13 eine Draufsicht auf ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Spannelementes;
- Fig. 14 eine Schnittansicht längs Linie 14 - 14 in Fig. 13;
- Fig. 15 eine Draufsicht auf ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Spannelementes und
- Fig. 16 eine Schnittansicht längs Linie 16 - 16 in Fig. 15.
- Das in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Spannelement umfaßt zwei V-förmige Biegefedern 1 mit einem rechteckigen Querschnitt. Jede Biegefeder 1 ist in dem Bereich, in dem die Schenkel 2 und 3 zusammenlaufen, in Form einer Wicklung 4 gebogen, die eine Öffnung 5 bildet. Die freien Enden 6 bzw. 7 jeder Biegefeder weisen einen verstärkten Querschnitt auf und enden mit einer zurückgesetzten Abflachung 8 bzw. 9, wobei ein Schenkel die Abflachung auf der Oberseite und der andere die Abflachung auf der Unterseite aufweist.
- Zwei gleich geformte Biegefedern 1 sind an ihren freien Enden gelenkig miteinander verbunden, indem die komplementären Abflachungen aneinanderliegen und Lagerstifte 10 die freien Enden der Schenkel in diesem Bereich senkrecht zur Ebene der Ausdehnung der Biegefedern durchsetzen.
- Die Biegefedern bestehen aus einem elastisch verformbaren Material, beispielsweise können die Biegefedern als Stahlfedern ausgebildet sein.
- Im entspannten Zustand (Fig. 2) schließen die Schenkel einer Biegefedern Winkel zwischen 30° und 90° miteinander ein, d. h., das Spannelement hat die Form eines Parallelogramms, bei dem zwei Ecken durch die Wicklungen 4 und zwei Ecken durch die gelenkige Verbindung zwischen den Schenkeln der beiden Biegefedern gebildet werden. Bei entspanntem Spannelement ergibt sich zwischen den Öffnungen 5 der beiden Wicklungen 4 ein Abstand 1 (Fig. 2).
- Drückt man die Schenkel der Biegefedern im Bereich der gelenkigen Verbindungen gegeneinander, bis sie im Extremfall aneinanderliegen, werden die Wicklungen 4 und damit die Öffnungen 5 voneinander entfernt, so daß sich zwischen den Öffnungen 5 ein Abstand L ergibt, der größer ist als der Abstand l bei entspanntem Spannelement (Fig. 3).
- Das Zusammendrücken der Schenkel der Biegefedern läßt sich mit Hilfe eines speziellen Anlegewerkzeuges erreichen, das im folgenden anhand der Fig. 7 bis 8 erläutert wird. Dieses Anlegewerkzeug ist zangenähnlich ausgebildet und weist zwei Branchen 11 und 12 auf, die gelenkig miteinander verbunden sind und an ihrem einen Ende Grifföffnungen 13 bzw. 14 aufweisen. An den gegenüberliegenden Enden der Branchen tragen diese einander gegenüberliegende Halter 15 bzw. 16, die im wesentlichen die Form eines Quaders haben, in die auf den einander zugewandten Seiten durchgehende parallele Längsnuten 17 bzw. 18 eingearbeitet sind. Dadurch haben die Halter 15 und 16 einen U-förmigen Querschnitt.
- Wie sich aus den Fig. 7 und 8 ergibt, sind die Nutenböden konkav ausgebildet, und in einer Seitenwand ist eine senkrecht zur Nut verlaufende Ausnehmung 19 bzw. 20 angeordnet, die sich vom innenliegenden Rand des Halters bis zum Boden der jeweiligen Längsnut erstreckt.
- Bei geöffnetem Werkzeug können beide Halter 15 und 16 im Bereich der gelenkigen Verbindungen von außen her an die Schenkel 2 und 3 der miteinander verbundenen Biegefedern angelegt werden, wobei die Biegefedern in die Längsnuten eintauchen, d. h. die Halter umgreifen die Biegefedern von drei Seiten her. Die Lagerstifte 10 tauchen dabei in die senkrecht zu den Längsnuten verlaufenden Ausnehmungen 19 bzw. 20 ein, so daß die Halter gegenüber dem Spannelement auch in Längsrichtung der Biegefedern gesichert sind. Durch ein Zusammendrücken der Grifföffnungen 13 und 14 lassen sich die Branchen gegeneinander verschwenken, wobei die Halter 15 und 16 aufeinander zu bewegt werden; dabei wird das Spannelement in die in Fig. 3 dargestellte Anlegeposition verschwenkt. In Fig. 3 sind die vorderen Enden der Branchen und die Halter strichpunktiert wiedergegeben. In dieser Anlegeposition werden die Spannelemente mit den gegeneinanderzuspannenden Knochenfragmenten dadurch verbunden, daß Knochenschrauben durch die Öffnungen 5 hindurchgesteckt und in die Knochenfragmente eingeschraubt werden. Läßt man das Spannelement danach los, verschwenken die Schenkel der Biegefedern aufgrund der Elastizität nach außen, so daß die Wicklungen 4 und die Öffnungen 5 aufeinander zu bewegt werden. Dies bewirkt ein Gegeneinanderspannen der Knochenfragmente, wie dies aus Fig. 4 deutlich wird.
- Das Anlegen wird erleichtert, wenn die Branchen 11 und 12 in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise am Ende gegenüber der Ebene des zangenförmigen Werkzeuges abgebogen sind, wobei die Halter gegenüber der Längsrichtung der Branchenenden nahezu senkrecht verlaufen.
- Die Biegefedern des Spannelementes sind in einer Ebene angeordnet, ebenso die von den Biegefedern ausgebildeten Wicklungen. Dadurch trägt das Spannelement senkrecht zu dieser Ebene nur wenig auf und kann somit auch an Stellen plaziert werden, an denen nur ein geringer Platz vorhanden ist.
- Das in den Fig. 9 und 10 dargestellte Spannelement umfaßt zwei Befestigungsplatten 21 und 22, von denen jede zwei Öffnungen 23 und 24 aufweist, durch die Knochenschrauben hindurchgesteckt werden können. An den innenliegenden Längsrändern der beiden Befestigungsplatten sind in einer Vertiefung 25 mittels senkrechter Lagerstifte 26 die freien Enden von zwei V-förmig gebogenen Biegefedern 27 und 28 drehbar gelagert. Die Biegefedern sind in ihrem mittleren Bereich in Form einer kreisförmigen Wicklung gebogen und weisen in diesem Bereich einen geringeren Querschnitt auf als an ihren freien Enden. Im entspannten Zustand (Fig. 9) sind die Verbindungsbereiche der Biegefederschenkel voneinander entfernt. Wie im oben erläuterten Ausführungsbeispiel können die Biegefedern mit Hilfe eines geeigneten Anlegewerkzeuges gegeneinander gepreßt werden, wobei der Abstand der Befestigungsplatten voneinander sich vergrößert. In dieser Anlegeposition können die Befestigungsplatten mittels Knochenschrauben an zu verspannende Knochenfragmenten befestigt werden. Nach dem Freigeben des Spannelementes biegen sich die Biegefedern 27 und 28 aufgrund ihrer Elastizität wieder nach außen, wobei die Befestigungsplatten 21 gegeneinandergespannt werden. Durch die Verwendung von separaten Befestigungsplatten mit zwei Öffnungen 23 und 24 können die Befestigungsplatten verdrehsicher an den Knochenfragmenten befestigt werden, so daß sich eine noch zuverlässigere Relativfixierung der zu verspannenden Knochenfragmente ergibt.
- Es ist bei dieser Ausgestaltung vorteilhaft, daß die freien Enden der Biegefedern in einer Vertiefung der Befestigungsplatte gelagert sind, so daß sich insgesamt eine etwa gleichmäßige Stärke des Spannelementes sowohl im Bereich der Befestigungsplatten als auch im Bereich der Biegefedern ergibt, wie dies aus Fig. 10 ersichtlich ist.
- Das in den Fig. 11 und 12 dargestellte Spannelement gleicht weitgehend dem der Fig. 9 und 10, einander entsprechende Teile tragen daher die gleichen Bezugszeichen. Das Spannelement der Fig. 11 und 12 unterscheidet sich von dem der Fig. 9 und 10 im wesentlichen dadurch, daß die Biegefedern nicht an der Längsseite der rechteckförmigen Befestigungsplatte gelagert sind, sondern an der Schmalseite. Im übrigen weist aber auch diese Befestigungsplatte zwei Öffnungen 23 und 24 für Knochenschrauben auf.
- In ähnlicher Weise ist bei dem Spannelement der Fig. 13 und 14 eine Lagerung der Biegefedern im mittleren Bereich der Befestigungsplatten vorgesehen, während die Befestigungsplatte einmal zwischen den Lagerpunkten und einmal außerhalb der Lagerpunkte der Biegefedern je eine Öffnung 23 bzw. 24 für eine Knochenschraube aufweist. Bei dieser Konstruktion können die Befestigungsplatten ebenfalls verdrehsicher befestigt werden, wobei die Gesamtabmessungen des Spannelementes besonders gering sind.
- In den Fig. 15 und 16 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Spannelementes dargestellt, bei dem wieder zwei Befestigungsplatten 21 und 22 mit jeweils zwei Öffnungen 23 und 24 vorgesehen sind. Eine einstückige Biegefeder 29 weist abwechselnd bogenförmige Bereiche 30 und Wicklungen 31 auf, wobei gegenüberliegende bogenförmige Bereiche nach entgegengesetzten Richtungen ausgewölbt sind (Fig. 15). Durch die Wicklungen 31 ist ein hohler Lagerstift 32 hindurchgesteckt, der auch durch die eine Öffnung 23 der Befestigungsplatten 21 bzw. 22 hindurchtritt und somit die Befestigungsplatten mit der Biegefeder verbindet. Durch den hohlen Lagerstift und durch die zweite Öffnung der Befestigungsplatte können in derselben Weise wie oben beschrieben, Knochenschrauben hindurchgesteckt und mit dem Knochenfragment verschraubt werden. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel hat die Biegefeder im Bereich der Wicklungen einen geringeren Querschnitt als in dem bogenförmigen Bereich dazwischen, und auch dieses Spannelement wird durch Zusammenbiegen der bogenförmigen Bereiche der Biegefeder in die Anlageposition gebracht, in der die beiden Befestigungsplatten einen größeren Abstand voneinander haben als im entspannten Zustand.
Claims (19)
1. Spannelement für durch eine Fraktur getrennte Knochenteile, insbesondere des Kieferknochens, mit zwei gegeneinander bewegbaren, jeweils mindestens eine Öffnung für Knochenschrauben aufnehmenden Befestigungskörpern, die durch elastische, an beiden Befestigungskörpern angreifende Federn gegeneinander gespannt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Federn aus zwei Biegefedern (1; 27, 28; 29) bestehen, die zwischen einer Anlegeposition, in der sie gegeneinander gedrückt sind, und einer Spannposition, in der sie unter Entspannung voneinander entfernt sind, verschiebbar sind, so daß die über die Biegefeder (1; 27, 28; 29) miteinander verbundenen Befestigungskörper 21, 22) in der Anlegeposition einen größeren Abstand (L) voneinander haben als in der Spannposition.
2. Spannelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungskörper von einer Wicklung (4) der Biegefeder (1) gebildet werden, die die Öffnung (5) für das Hindurchstecken der Knochenschraube definiert.
3. Spannelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei V-förmige Biegefedern (1), die in dem Bereich, in dem die zwei Schenkel (2, 3) einer Biegefeder (1) zusammentreffen, eine Wicklung (4) ausbilden, an den freien Enden (6, 7) ihrer Schenkel (2, 3) gelenkig miteinander verbunden sind.
4. Spannelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden (6, 7) der Schenkel ( 2, 3) aneinanderliegende Abflachungen (8, 9) tragen, durch die ein zwei Schenkel gelenkig miteinander verbindender Lagerstift (10) hindurchgesteckt ist.
5. Spannelement nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegefedern (1) im Bereich der Wicklungen (4) einen geringeren Durchmesser haben als im Überbrückungsbereich zwischen den beiden Wicklungen (4).
6. Spannelement nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Öffnungswinkel der entspannten V-förmigen Biegefeder (1) zwischen 30° und 90° liegt.
7. Spannelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Biegefeder (29) zwei Wicklungen bildet, die über zwei im entspannten Zustand bogenförmig geformte Biegefederabschnitte (30) miteinander verbunden sind.
8. Spannelement nach einem voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegefeder (29) mittels eines die Wicklungen durchsetzenden Stiftes (32) mit einer mindestens eine Knochenschraubenöffnung (23) aufweisenden Befestigungsplatte (21, 22) verbunden sind.
9. Spannelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (32) zur Aufnahme einer zweiten Knochenschraube eine durchgehende Aufnahmeöffnung aufweist.
10. Spannelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungskörper (21, 22) gelenkig mit jeweils zwei Biegefedern (27, 28) verbunden sind.
11. Spannelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegefedern (29, 30) zwischen ihren Anlenkpunkten an den Befestigungskörpern (21, 22) Wicklungen bilden.
12. Spannelement nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß beide Befestigungskörper (21, 22) mindestens zwei Öffnungen (23, 24) für Knochenschrauben aufweisen.
13. Spannelement nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungskörper (21, 22) Platten sind.
14. Spannelement nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Knochenschraubenöffnung (23) jedes Befestigungskörpers (21, 22) innerhalb der Anlenkpunkte der Biegefedern (27, 28) amBefestigungskörper (21, 22) angeordnet ist.
15. Spannelement nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungskörper (21, 22) im Bereich der Anlenkpunkte der Biegefeder (27, 28) zurückgesetzt sind, so daß die Außenkonturen der Biegefedern und der Befestigungskörper fluchten.
16. Spannelement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich biegefedern und Befestigungskörper in einer gemeinsamen Ebene erstrecken.
17. Zangenförmiges Instrument zum Anlegen des Spannelementes nach einem der Ansprüche 1 bis 16 mit zwei Branchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Branchen (11, 12) U-förmige Anlagekörper (15, 16) tragen, die die Biegefedern von drei Seiten her umfassen.
18. Instrument nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die U-förmigen Anlagekörper (15, 16) seitliche Ausnehmungen (19, 20) zur Aufnahme von zwei Biegefedern (1) eines Spannelements drehbar verbindenden Lagerstiften (10) aufweisen.
19. Instrument nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Branchen (11, 12) gegenüber der Ebene des Instrumentes abgewinkelt sind.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CH335797A (de) * | 1955-06-03 | 1959-01-31 | Ulrich & Co | Für die Heilung von Knochenbrüchen bestimmte Hilfsvorrichtung in Form einer Knochenplatte |
| CH566767A5 (en) * | 1973-06-05 | 1975-09-30 | Synthes Ag | Jawbone fracture compression plate - screw holes elongated in directions at right angles to each other |
-
1984
- 1984-04-05 DE DE19843412769 patent/DE3412769C2/de not_active Expired
Also Published As
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| DE3412769A1 (de) | 1985-10-31 |
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