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DE3403810A1 - Verfahren zur entseuchung von raeumen, gegenstaenden und personen und zur durchfuehrung des verfahrens geeignete praeparate - Google Patents

Verfahren zur entseuchung von raeumen, gegenstaenden und personen und zur durchfuehrung des verfahrens geeignete praeparate

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Publication number
DE3403810A1
DE3403810A1 DE19843403810 DE3403810A DE3403810A1 DE 3403810 A1 DE3403810 A1 DE 3403810A1 DE 19843403810 DE19843403810 DE 19843403810 DE 3403810 A DE3403810 A DE 3403810A DE 3403810 A1 DE3403810 A1 DE 3403810A1
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DE
Germany
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polyvinylpyrrolidone
solution
contaminated
alcohol
people
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DE19843403810
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English (en)
Inventor
Wilhelm O H Grunert
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GRUNERT WILHELM OH
Original Assignee
GRUNERT WILHELM OH
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Publication date
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Description

ELISABETH JUNG dr. phu , dipichem. sooo MÖNCHEN 40,
JÜRGEN SCHIRDEWAHN dr. rer. nat., dipl.-phys. clemBenss-?rasse 30
CLAUS GERNHARDT dipl.-ing. ^ telefon: (089) 345067
Q „ TELEGRAMM/CABLE: INVENT MÜNCHEN
PATENTANWÄLTE * TELEX: 5-29 686
EUROPEAN PATENT ATTORNEYS TELECOPIERER (FAX): (089) 39 92 39 (GR. UHIi)
3. Februar 1984
S 610 C
(J/su)
Wilhelm O.H.Grünert
Krailling bei München
Verfahren zur Entseuchung von Räumen/ Gegenständen und Personen und zur Durchführung des Verfahrens geeignete Präparate.
Es gibt eine ganze Anzahl von flüssigen und gasförmigen Stoffen, welch vor allem beim Menschen allergieähnliche Irritations zustände im Augen-, Nasen- und/oder Rachenbereich und/oder auf der Haut auslösen, was z.B. zu Reizhusten, Augenentzündungen und übermäßigem Tränenfluß führen Kann.
Beispiele hierfür sind in modernen Anstrichmitteln und Latexfarben eingesetze Leim- und Lackhilfsmittel auf der Basis von halogemierten Kohlenwasserstoffen, wie Äthylenchlorid, und ferner Abbeizpräparate, welche solche Kohlenwasserstoffe enthalten. Personen, welche solche Mittel handhaben, sind dieser Reizwirkung verstärkt ausgesetzt, z.B. bei der Ausführung von AnstricKarbeiten in Innenräumen oder auch bei der Hobbymalerei, wobei sich öfters auch eine direkte Verseuchung von Kleidung und Körperteilen nicht vermeiden läßt.
Andererseits greifen Ordnungs- und Ruhestörer, wie Hausbesetzer und Terroristen bzw. Bankräubern in vermehrtem Umfang zu Reizstoffen, wie Chloracetophenon und 2-Chlorbenzylidenmalonitril, um durch deren Emission Räume zu verseuchen und Menschen zeitweise zu inaktivieren bzw. Gegenstände unbenutzbar zu machen. Auch Ordnungskräfte, welche gegen solche Personen zum Schutz des Bürgers vorgehen müssen, sind in manchen Situationen gezwungen, sich solcher Reizstoffe zu bedienen und erleiden bei der Handhabung der Stoffe und der entsprechenden Emissionsgeräte öfters erhebliche Verseuchungen der eigenen Person.Ferner sind Ärzte und Sanitätspersonal, welche be.i Störaktionen zum Einsatz kommen derartigen Verseuchungen ausgesetzt.
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Es wäre daher in allen diesen Fällen sehr erwünscht, die Wirkung solcher Reizstoffe durch eine Entseuchungsbehandlung zu beheben und damit die betroffenen Personen möglichst schnell und wirkungsvoll von ihren Irritationszuständen zu befreien, bzw. Räume wieder begehbar und Gebrauchsgegenstände wieder benutzbar zu machen.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß dieses technische und menschliche Problem durch die Behandlung der verseuchten Räume/ Personen bzw. Gegenstände mit einer verdünnten Lösung eines eiweißartigen Wirkstoffes gelöst werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Entseuchung von Räumen, Gegenständen und Personen, welche durch die Einwirkung flüssiger oder gasförmiger Stoffe verseucht worden sind, die Irritationszustände im Augen-, Nasen- und/oder Rachenbereich und/oder auf der Haut aus .lösen ist demgemäß dadurch gekennzeichnet ,daß man die verseuchten Räume Personen oder Gegenstände mit einer verdünnten Lösung eines wasser- und alkohollöslichen Polyvinylpyrrolidons behandelt.
Der hier verwendete Ausdruck "alkohollöslich" bezieht sich auf die Löslichkeit in niedrigen aliphatischen Alkoholen mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen im Molekül.
Vorzugsweise wird im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens eine wäßrige Lösung zu einem Nebel versprüht, insbesondere wenn abgeschlossene Räume entseucht werden müssen. Hierfür eignen sich z.B.mit und ohne Treibmittelzusatz arbeitende Sprühdosen, ferner Handsprühgeräte und sogenannte Nebelkeulen. Die Lösung kann aber auch mit Bürsten, Lappen oder anderen Geräten als solche auf verseuchte Gegenstände oder Personen aufgebracht werden, wodurch ein weiteres Vergasen der häufig in Flüssigform vorliegenden, die Irritationszustände verursachenden Stoffe verhindert wird und gleichzeitig eine Entseuchung erfolgt.
Für dieses Entseuchungsverfahren verwendbare Polyvinylpyrrolidone weisen günstigerweise ein mittleres Molekulargewicht im Bereich von 5000 bis 2 000 000 auf. Solche Polyvinylpyrrolidone sind für andere Zwecke im Handel erhältlich.
Die Erfindung bezieht sich auch auf Präparate, welche sich zur
Durchführung dieses neuen Verfahrens eignen.
Diese Präparate enthalten das Polyvinylpyrrolidon in Form einer Lösung, gegebenenfalls im Kombination mit Konservierungsmitteln sowie anderen Hilfs- und Trägerstoffen. Besonders zweckmäßig sind Präparate/ welche Wasser als Lösungsmittel enthalten, gegebenenfalls unter Mitverwendung von Dimethylather und/oder Alkohol.
Als Lösungsmittel für solche erfindungsgemäßen Präparate eignen sich außer Wasser auch einwertige bzw. mehrwertige Alkohole mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen. Zusammen mit Wasser können gewünschtenfalls bis zu 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise bis zu 3 0 Gewichtsprozent und insbesondere bis zu 10 Gewichtsprozent 1- bis 6-wertige Alkohole mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen im Molekül verwendet werden. Beispiele für solche Alkohole sind Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, sek.-Butanol, Amylalkohol, 2-Äthyl-1-hexanol, Cyclohexanol, Äthylenglykol, Propylenglykol, 1,3-Butandiol, 1,4-Butandiol und Glycerin. Auch Ketonalkohole, wie z.B. Diacetonalalkohol, können als Lösungsmittel eingesetzt werden.
Ferner eignen sich als Lösungsmittel aliphatische Carbonsäuren, wie z.B. Ameisensäure, Essigsäure und Propionsäure. Auch Ätheralkohole, wie Glykoläther, Diäthylenglykol, Triäthylenglykol, Hexamethylenglykol, Polymethylenglykol 4 00 und 2,2'-Thiodiäthanol sind geeignet. Weitere geeignete Lösungssmittel sind Laktone, wie Butyrolakton/ Ester;wie Äthyllaktat,· Ketone, wie Methylcyclohexanon? chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie z.B. Methylendichlorid, Chloroform, Äthylendichlorid? ferner Laktame, wie 2-Pyrrolidon, N-Methyl-2-pyrrolidon und N-Vinyl-2-pyrrolidon,· sowie Amine, z.B. Butylamin, Cyclohexylamin, Anilin, Äthylendiamin, Pyridin, Morpholin, 2-Aminoäthanol, Diäthanolamin, Tr iäthanolamin, Aminoäthyläthanolamin, 2-Hydroxyäthylmorpholin, 2-Amino-2-methy1-1-propanol, und Nitroparaffine, wie z.B.Nitromethan und Nitroäthan.
Weiterhin können die folgenden halogenierten Kohlenwasserstoffe auch im Kombination mit niedrigen aliphatischen Alkoholen mit 1
bis 4 und vorzugsweise 2 bis 3 Kohlenstoffatomen im Molekül eingesetzt werden: Trichlorfluormethan/ Dichlordifluormethan, 1,1,2-Trichlor-i,2,2-trifluoräthan, 1,2-Dichlor-1, 1,2,2-tetrafluoräthan, 1-Chlor-1,1-difluoräthan. Das Mischungsverhältnis von Kohlenwasserstoff zu Alkohol liegt im allgemeinen im Bereich von 90 : 10 bis 60 : 40 Gewichtsteilen/ vorzugsweise im Bereich von 80 : 20 bis 70 : 30 Gewichtsteilen.
Die für das erfindungsgemäße Verfahren einsetzbaren Präparate enthalten das Polyvinylpyrrolidon üblicherweise in einer Menge von mindestens 0/1 Gewichtsprozent. Vorzugsweise beträgt die Polyvinylpyrrolidon-Konzentration 0,2 bis 10 Gewichtsprozent und insbesondere 0,3 bis 3 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösung.
In Sprühpräparaten liegt das Polyvinylpyrrolidon im allgemeinen in Mengen von 0,3 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise in Mengen von 0,5 bis 3 Gewichtsprozent und insbesondere in Mengen von etwa 1 bis 2 Gewichtsprozent vor, bezogen auf das Gesamtgewicht des Sprühpräparates abzüglich des Treibmittels.
Hilfsstoffe, welche den erfindungsgemäßen Präparaten zugesetzt werden können, sind z.B.Tenside und Konservierungsmittel, wie Kaliumsorbat.
Für bestimmte Anwendungszwecke können die Präparate der Erfindung auch Desinfektionsmittel enthalten.
Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform wird die Behandlungslösung in Schaumform auf den zu entseuchenden Gegenstand bzw. die zu entseuchende Person aufgebracht, da die Entseuchungswirkung, z.B. auf den mit Tränengas verseuchten Körperteilen, dann langer andauernd und damit intensiver ist.
Ein hierfür geeignetes Sprühpräparat enthält zweckmäßig eine Polyvinylpyrrolidonlosung in Mischung mit einem Treibmittel und in Kombination mit einem schaumbildenden Hilfsstoff. Der Schaumbildner wird zweckmäßig in Konzentrationen bis 15 Gewichtsprozent mitverwendet, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösung.
Die erfindungsgemäßen Präparate eignen sich für den Großeinsatz bei der Feuerwehr, bei den technischen Hilfs- bzw. Notdiensten und bei der Polizei, da sie an Ort und Stelle aus Konzentraten herstellbar sind und sich als völlig unschädlich für Mensch und Tier erwiesen haben. Infolge des Fehlens jeglichen Eigengeruchs beim Polyvinylpyrrolidon haftet den behandelten Personen und Gegenständen auch kein störender Geruch an, so daß der Einsatz der Präparate unbedenklich erfolgen kann.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Ein Spray-Präparat der nachstehenden Zusammensetzung
2,5 Gewichtsprozent Polyvinylpyrrolidon 1,0 Gewichtsprozent Äthanol 1 Teil pro Million Benzalkoniumchlorid 32 Gewichtsprozent Dimethyläther Rest entmineralisiertes Wasser
wird unter Nebelbildung in einen durch Tränengas verseuchten Raum versprüht. Nach wenigen Minuten ist es möglich, diesen Raum zu betreten, ohne daß Reizungserscheinungen bei den betreffenden Personen auftreten.
Beispiel 2
Eine Sprühflasche wird mit einer Behandlungslösung der nachstehenden Zusammensetzung gefüllt.
3,0 Gewichtsprozent PVP 2,5 / Gewichtsprozent Isopropylalkohol 0,3 Gewichtsprozent Lauryldimethylbenzylammonium-ehlorid
Rest entmineralisiertes Wasser
Mittels dieserSprühflasche wird in einem durch Tränengas verseuchten Raum ein Nebel der Behandlungslösung erzeugt, der aus feinen Flüssigkeitströpfchen besteht. Nach kurzer Zeit ist der
Raum wieder begehbar, ohne daß Reizerscheinungen bei den betreffenden Personen auftreten.
Beispiel 3
Eine zur Entseuchung von Personen und Gegenständen geeignete Behandlungslösung weist folgende Zusammensetzung auf:
2,5 Gewichtsprozent Polyvinylpyrrolidon 1,25 Gewichtsprozent Äthanol
0,15 Gewichtsprozent Cetylpyridininiumchlorid 0/20 Gewichtsprozent Ammoniumbicarbonat Rest entmineralisiertes Wasser
Mit dieser Lösung werden Gegenstände und Personen behandelt, die bei einem Banküberfall verseucht worden sind, der unter Einsatz von Tränengas durchgeführt wurde. Die Gegenstände, wie der Arbeitsplatz des Kassierers, werden mit einem mit der Lösung getränktem Tuch sorgfältig abgewischt und in nicht leicht zugängliche Ecken wird die Lösung eingesprüht.
Die Personen werden zweckmäßig von oben bis unten mit der Lösung abgesprüht.
Beispiel 4
Eine Tatortflasche für Polizeibeamte wird mit einer Flüssigkeit der nachstehenden Zusammensetzung gefüllt:
5,00 Gewichtsprozent PVP 2,50 Gewichtsprozent Äthanol 0,25 Gewichtsprozent Lauryldimethylbenzylammoniumchlorid
1,00 Gewichtsprozent Kaliumsorbat Rest entmineralisiertes Wasser
Die Tatortflasche ermöglicht die Durchführung notwendiger Entseuchungsmaßnahmen beim Schnelleinsatz an Ort und Stelle.
Beispiel 5
Eine schäumbare Lösung der nachstehenden Zusammensetzung
3 Gewichtsprozent PVP 15 " Ricinolpropylamidpropyl-
amido-dimethylcarboxymethylammoniumbe-
tain
1 ,5Gewichtsprozent Äthanol Rest entmineralisiertes Wasser
wird mittels Handsprühgeräten zur Behandlung von Personen eingesetzt, die schwere, durch direkte Berührung mit Tränengas verursachte Hautreizungen auf den Armen und an den Beinen sowie der unteren Gesichtshälfte zeigten. Die aufgebrachte Schaumschicht führte sofort zu einer wesentlichen Minderung der brennenden Schmerzen sowie zu einem Rückgang desBlutdruckanstieges. Nach wenigen Minuten Einwirkung waren die Beschwerden soweit abgeklungen, daß die Personen als entseucht betrachtet werden konnten.

Claims (27)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Entseuchung von Räumen, Gegenständen und Personen, welche durch die Einwirkung flüssiger oder gasförmiger Stoffe verseucht worden sind, die Irritationszustände im Augen-, Nasen-und/oder Pachenbereich und/oder auf der Haut auslösen, dadurch* geke.nnzeich.net / daß man die verseuchten Räume, Gegenstände und/oder Personen mit einer verdünnten Lösung eines wasser- und alkohollöslichen PoIyvinylpyrrolidons behandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Polyvinylpyrrolidon in Form einer wäßrigen oder alkoholischen Lösung anwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige lösung verwendet, die zusätzlich Konservierungsmittel enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Lösung verwendet, die weitere Hilfs- und/oder Trägerstoffe enthält.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Lösung verwendet, die einen Alkohol enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung von Polyvinylpyrrolidon in Isopropylalkohol
verwendet.
7.Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlungslösung auf die verseuchten Personen oder Gegenstände aufsprüht bzw. in dem verseuchten Raum versprüht.
8.Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man die verseuchte Atmosphäre mittels der Polyvinylpyrrolidonlösung in Nebelform behandelt.
9.Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlungslösung mittels Bürsten, Lappen oder anderen Geräten auf die Oberfläche von verseuchten Gegenständen oder Personen aufbringt.
10.Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlungslösung auf die verseuchten Personen oder Gegenstände in Form einer Schaumschicht aufbringt.
11.Präparat zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 in Form einer Lösung von wasser- und alkohollöslichem Polyvinylpyrrolidon .
12.Präparat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung mindestens 0,1 Prozent Polyvinylpyrrolidon enthält.
13.Präparat nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyvinylpyrrolidonkonzentration im Bereich von etwa 0,2 bis 10% liegt.
14.Präparat nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyvinylpyrrolidonkonzentration im Bereich von etwa 0 , 3 bis 3% liegt.
15.Präparat nach Anspruch 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyvinylpyrrolidon ein Molekulargewicht im Bereich von 5000 bis etwa 2 000 000 aufweist.
16.Präparat nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet , daß das
Polyvinylpyrrolidon ein Molekulargewicht im Bereich von 10 000 bis etwa 1 000 000 aufweist.
17.Präparat nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyvinylpyrrolidon ein Molekulargewicht im Bereich von etwa 13000 bis etwa 45000 aufweist.
18.Präparat nach Anspruch 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel Wasser und/oder ein einwertiger oder mehrwertiger Alkohol mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen im Molekül oder ein Gemisch aus Wasser mit einwertigen oder mehrwertigen Alkoholen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen im Molekül ist.
19.Präparat nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, sek.-Butanol, Amylalkohol, 2-Äthyl-1-hexanol, Cyclohexanol, Phenol (5O0C) ,Äthylenglykol, Propylenglykol, 1,3-Butandiol, 1,4-Butandiol und/oder Glycerin ist oder einen der vorgenannten Stoffe enthält.
20.Präparat nach Anspruch 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel ein Ketonalkohol, eine aliphatische Carbonsäure, ein Glykolather, ein Lakton, ein Ester, ein chlorierter Kohlenwasserstoff, ein Laktam, ein Amin oder ein Nitroparaffin ist oder einen der vorgenannten Stoffe enthält.
2I.Präparat nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel Diacetonalkohol, Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Diäthylenglykol, Triäthylenglykol, Hexamethylenglykol, Polyäthylenglykol 400, 2,2'-Thiodiäthanol, Butyrolakton, Methy!cyclohexanon, Methylendichlorid, Chloroform, Äthylendichlorid, 2-Pyrrolidon, N-Methyl-2-pyrrolidon,N-Vinyl-2-pyrrolidon, Butylamin, Cyclohexylamin, Anilin, ÄthylendiaminPyridin, Morpholin, 2-Aminoäthanol, Diäthanolamin, Triäthanolamin , Aminoäthyläthanolamin, 2-Hydroxyäthylmorpholin, 2-Amino-2-methyl-1-propanol, Nitromethan und/oder Nitroäthan ist oder einen der vorgenannten Stoffe enthält.
22.Sprühpräparat, enthaltend ein Präparat nach Anspruch 11 bis 21 in Mischung mit einem Treibmittel.
23.Sprühpräparat, enthaltend ein Präparat nach Anspruch 11 bis 22 in Mischung mit Dimethylather.
24.Sprühpräparat, enthaltend ein Präparat nach Anspruch 11 bis 23 im Kombination mit einem schaumbildenden Hilfsstoff.
25. Sprühpräparat nach Anspruch 24, enthaltend bis zu 15 Gewichtsprozent eines schaumbildenden Hilfsstoffes.
26.Sprühpräparat nach Anspruch 24 und 25, dadurch gekennzeichnet, daß der schaumbildende Hilfsstoff ein amphoteres Tensid ist.
27.Sprühpräparat nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß es als schaumbildenden Hilfsstoff die Verbindung Ricinolpropylamidipropylamidodimethylcarboxymethylammoniumbetain enthält.
DE19843403810 1981-09-22 1984-02-03 Verfahren zur entseuchung von raeumen, gegenstaenden und personen und zur durchfuehrung des verfahrens geeignete praeparate Withdrawn DE3403810A1 (de)

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