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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gymnastikgerät, mit
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dem sich abwechselnde Streckbewegungen der linken und rechten Körperseite
durchführen lassen.
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Durch die heutige bewegungsarme Lebensweise, insbesondere durch das
viele Sitzen im Berufsleben und in der Freizeit, treten insbesondere im Schulter-Rückenbereich
tIuskelverspannungen auf, was Schmerzen im gesamten Wirbelsäulenbereich zur Folge
hat. Solche Zivilisationserscheinungen lassen sich zwar durch Heilgymnastik zumindest
teilweise beheben, der Nachteil ist jedoch, daß die betroffenen Personen aus Bequemlichkeit
oder aus anderen Gründen im allgemeinen wenig dazu neigen, die erforderlichen gymnastischen
Übungen durchzuführen.
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Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, Gymnastikgeräte zu entwickeln,
die das Üben gewisser Bewegungsabläufe erleichtern und durch diesen Übungseffekt
Muskelverspannungen entgegenwirken. Ein solches Gymnastikgerät ist beispielsweise
in der deutschen Gebrauchsmusterschrift 76 26 966.4 beschrieben. Es handelt sich
dabei um ein Heimtrainingsrad für Bein-und Armbetätigung, an dessen Pedalen an den
äußeren Enden kreisförmige Löcher angebracht sind, in welche Rundbolzen locker eingreifen,
die an den unteren Enden von Stäben angebracht sind, die für die Armbetätigung vorgesehen
sind. Die in den Pedalen zur Aufnahme der Armbetätigungsstäbe vorgesehenen Löcher
können jedoch ein Herausrutschen der Handbetätigungsstäbe nicht völlig vermeiden,
wodurch die trainierende Person ihr Augenmerk auf das Einrasten der Stangen richtet,
wodurch eine entspannende Iiuskelbetäçigung nur teilweise erreicht wird. Außerdem
hat dieses Trainingsrad den Nachteil,
daß es lin sitzen bedient
wird, wodurch eine ungünstige Gesamt° muskelbewegung erzielt wird, die eine gute
Lösung von Muskelverspannungen nicht bewirken kann.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es , ein Gymnastikgerät zu
entwickeln, das zu einer idealen Streckbewegung sowohl der linken als auch der rechten
Körperseite führt, wodurch Muskelverspannungen mm Schulter-Rückenbereich besser
als bisher beseitigt werden können.
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Gelost wird diese Aufgabe durch ein Gymnastikgerät, das an einem Grundrahmen
befestigte erhöhte Pfosten aufweist, in denen zwei mehrfach gekröpfte Wellen gelagert
sind, die zwei Trittbretter tragen, an denen jeweils Haltegriffe starr befestigt
sind.
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Ein solches Gymnastikgerät kann eine aufrechtstehende Bewegung der
gesamten Bein- und Armmuskulstur bewirken und führt dadurch zu einer abwechselnden
Streckbewegung der gesamten linken bzw. rechten Körperseite, da die auf den beweglichen,
rundlaufenden Fußpedalen fest angebrachten höherverstellbaren Haltegriffe zu einer
Gesamtstrecke des stehenden Körpers führen, die nicht durch zusätzliche Auflagerpunkte
beeinträchtigt wird, beispielsweise durch Auflagerpunkte in der Gesäßebenes Ein
solches Gerät ist besonders geeignet, Muskelverspannungen im Schulter-Rückenbereich
zu losen und dadurch Schmerzen im gesamten Wirbelsäulenbereich zu beseitigen. Es
bietet die Möglichkeit, vom Arzt oder vom Heilgymnastiker empfohlene Übungen auch
im häuslichen Bereich mit Unterstützung eines Gerätes durchzuführen. Die Haltegriffe
können verschiedene Biegungen
aufweisen, wodurch gezielte Rotationsbewegungen
der Schulter und Armgelenke erreicht werden.
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Durch Änderung der Tiefe der Kröpfung der Wellen wird der gesamte
Durchmesser der Achsrotation verändert, wodurch die Hubhöhe der Trittbretter entsprechend
dem gewUnschten Effekt reduziert oder erhöht werden kann. Die Hubhöhe der Trittbretter
kann auch verändert werden, indem auf den aufwärts und abwärts gekröpften Wellen
Bohrungen in verschiedenem radialen Abstand vom Tretkurbellager angebracht sind,
in die die Trittbrettlagerung eingesteckt und befestigt wird. Weiterhin kann eine
Bremse vorgesehen sein, so daß der Kraftaufwand zur Betätigung der Trittbretter
regulierbar wird. Die Haltegriffe sind starr an den Trittbrettern bzw. an Bauteilen,
die mit den Trittbrettern fest verbunden sind, befestigt. Sie sind vorzugsweise
höhenverstellbar, wobei die Höhe so verstellt werden kann, daß die Bedienungsperson
am oberen Ende der Haltegriffe angebrachte abgewinkelte Handgriffe nur bei ausgestreckten
Armen mit den Händen ergreifen kann. Dadurch wird erreicht, daß der Körper zur Erreichung
der Handgriffe völlig gestreckt wird, was bei der Auf- und Abwärtsbewegung der mit
den Trittbrettern verbundenen Haltegriffe zu der erwünschten abwechselnden Streckbewegung
führt.
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Demzufolge sollte der Abstand der oberen abgewinkelten Handgriffe
bzw. der Abstand der Handgriffachse zu den Trittbrettern, an denen die Haltegriffe
befestigt sind, für ensachsene Personen normaler Größe etwa 1,70 bis 2,20 m betragen.
Im f:tremfalle, beispielsweise wenn das Gerät zur Bedienung durch kleinere Personen
oder Kinder gedacht ist, kann dieser Abstand auf eine untere Grenze von ca. 1,0
bis 1,2 in gesenkt werden. Für Überdurchschnittlich große Personen kann der hbstand
in der oberen Größenordnung von etwa bis 2,5 m
liegen Der Abstand
zwischen der Bodenfläche der Trittbretter und dem abgewinkelten Handgriff bzw. der
Horizontalachse dieser Handgriffe liegt demnach zwischen etwa 1 und 2,5 m, bevorzugt
zwischen etwa 1,7 und 2 2 mc Zwischen diesen oberen und unteren Grenzen sind die
Haitegriffe vorzugsweise verstellbar, wodurch zum Festlegen der verstellbaren Teile
Klemmglieder oder Bolzenglieder vorgesehen sein können.
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Die gekröpften Wellen müssen so beschaffen sein, daß die Fußpedalen
einen guten Rundlauf aufweisen0 Dazu werden die Wellen mehrfach gekröpft, und auf
erhöhten Pfosten, die auf dem Grundrahmen angebracht sind, drehbar gelagert. Die
Wellen werden so gekröpft, daß auf einer Welle jeweils ein nach unten und ein nach
oben gekröpfter Abschnitt vorhanden ist.
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Diese beiden Abschnitte können unmittelbar aneinander anschließen,
sie können aber auch über ein Mittelstück, das mit den äußeren Enden der Achse fluchtet,
verbunden sein.
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Bn diesem Fall kann dieses fluchtende Mittelstück ebenfalls dazu benutzt
werden die Achse auf einem erhöhten Pfosten zu lagern Vorzugsweise wird jeweils
ein Trittbrett auf zwei Achsen gelagert, wodurch die Trittbretter eine bessere Führung
erhalten0 Der Rundlauf der Trittbretter läßt sich dadurch verbessern, daß auf beiden
Achsen Zahnräder starr angebracht sind, die über eine Kette verbunden werden0 Die
beiden Achsen lassen sich auch durch andere Verbindungsmittel, wie Keilriemen bzw.
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Stangen, miteinander verbinden0 Der undlauf kann auch durch eine
oder mehrere Schwungscheiben erzielt werden, die an geeigneten Stellen an den gekröpften
Wellen angebracht sind, beispielsweise in der Wellenmitte. Dadurch wird ein völlig
gleichmäßger Rundlauf der Trittbretter erreicht, was zu einer gleichmäßigen rundlaufenden
Bewegung der Trittbretter und der damit verbundenen Haltegriffe führt. Dadurch wird
ein harmonischer
Bewegungsablauf und eine ideale abwechselnde Streckbewegung
der rechten und linken Muskulatur erreicht.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von Figuren beispielhaft näher
beschrieben, wobei alle angegebenen Merkmale erfindungswesentlich sind.
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Figur 1 zeigt eine perspektivische klsicht des Gymnastikgeräts mit
Bedienungsperson, die mit ausgestreckten Armen die Heltegriffe ergreift.
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Figur 2 zeigt eine Seitenansicht des Geräts mit teilweise weggebrochenen
Haltegriffen, wobei zur Vereinfachung der Darstellung Zahnräder und Kette weggelassen
sind.
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Figur 3 zeigt eine Draufsicht des Geräts.
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Figur 4 zeigt eine Vorderansicht des Geräts mit teilweise weggebrochenen
bzw. verkürzten Haltegriffen.
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Figur 5 zeigt eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Geräts in einer
anderen Ausführungsform.
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Figur 6 zeigt eine Vorderansicht des Geräts nach Fig. 5.
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Das Gerät besteht aus einem Grundrahmen 1 von etwa rechteclcigem Grundriß
wobei dieser Grundrahmen so dimensioniert ist, daß er eine ausreichende Stabilität
des gesamten Gymnastikgeräts gewährleistet Dazu ist es erforderlich, daß die Abmessungen
des Grundrahmens größer sind al9 die Abmessungen der beiden Trittbretter0 Der rechteckige
Grundrahmen 1 ist durch eine Mittelstrebe 1' verstärkt, die die beiden Schmalseiten
des Grundrahmens miteinander verbindet. Auf den Seitenholmen des Grundrahmens 1
und auch auf der Mittelstrebe 1' sind insgesamt sechs Pfosten 2 angebracht, von
denen jeweils drei Pfosten für die Lagerung einer Achse vorgesehen sind0 Davon befinden
sich zwei Pfosten auf dem äußeren Grundrahmen und ein Pfosten auf der Mittelstrebe
1 5 , Die Pfosten fluchten so miteinander, daß die Welle 4 in ihnen reibungsfrei
gelagert werden kann, Die Welle 4, die zwei Kröpfungen aufweist, jeweils eine Kröpfung
nach oben und eine Kröpfung nach untere ist so gestaltet, daß die beiden gekröpften
Abschnitte durch einen Mittelabschnitt miteinander verbunden sind, der mit den Anßenteilen
der Welle 4 axial verläuft. Dadurch erhält die gesamte Welle 4 eine Gestalt9 die
in etwa sich einer doppel-U-förmigen Gestalt nähert. Auf jeder der Wellen 4 ist
ein Zahnrad 9 fest angebracht9 in der beispielhaften Ausführung nach der Figur 3
und 4 befinden sich die Zahnräder in der Mitte der Achsen Die beiden Zahnräder,
die miteinander fluchten, sind über eine Kette 10 miteinander verbundene
Auf
den nach oben bzw. nach unten gekröpften Abschnitten der beiden Achsen 4 sind, in
der Vorderansicht gesehen, jeweils rechts und links, zwei Trittbretter angebracht,
wobei das eine Trittbrett die beiden abwärts gekröpften Achsenabsclinitte und das
andere Trittbrett die beiden aufwärts gekröpften Achsenabschnitte miteinander verbindet.
Die Trittbretter weisen eine Größe auf, die die Abstände der beiden Achsen in Längsrichtung
um einen gewissen Betrag überschreitet, so daß eine hinreichend stabile Befestigung
der Trittbretter auf den Achsen möglich ist. Die Befestigung der Trittbretter auf
den Achsen geschieht ebenfalls über entsprechende Lager, die eine freie Drehbarkeit
der Achsen in der Lagerung der Trittbretter zulassen.
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An der Vorderseite der Trittbretter sind Jeweils Konsolen angebracht,
die von rechteckiger Form sind. Diese Konsolen 14 dienen zur starren Befestigung
des unteren Teils der Haltegriffe 7. Die Haltegriffe 7 bestehen aus einem unteren
Pußteil von etwa dreieckiger Gestalt, das auf die Konsolen aufgesetzt ist, und aus
einem unteren Haltegriffteil, das aus einem Hohlrohr besteht. In dieses untere Haltegriffteil
ist ein oberes Haltegriffteil einschiebbar, das an seinem oberen Ende jeweils einen
rechteckig abgewinkelten Handgriff 15 aultweist. Das obere und untere Teil des Haltegriffs
sind ineinander einschiebbar, was dadurch bewirlst wird, daß das obere Haltegriffteil
einen etwas geringeren Durchmesser aufweist
als das untere Haltegriffteil.
Das obere Haltegriffteil ist im unteren Haltegriff arretierbar durch entsprechende
Arretiervorrichtungen, in der beispielhaften Ausführung nach Fig. 1 beispielsweise
durch in Bohrungen durch die beiden Teile des Haltegriffs geführte Schraubbolzen.
Damit ist eine an die Körpergröße des Benutzers angepaßte Höhenverstellbar-\&eit
der Haltegriffe gewährleistet.
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Eine weitere Ausführungsform des Gymnastikgerätes ist in den Fig.
5 und 6 dargestellt. Es besteht aus einem Grundrahmen 1, der. einen einzigen zentralen
Pfosten 2 aufweist, der einen durchgehenden Träger für die Trittbrettlagerungen
darstellt.
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Er ist als zentraler Pfosten ausgebildet. Die Wellen 4, die zwei Kröpfungen
aufweisen, jeweils eine Kröpfung nach oben und eins Kröpfung nach unten, sind so
gestaltet, daß die beiden gekröpften Abschnitte durch eine Zentralachse 25 verhunden
sind, die mit den Außenteilen der Welle 4 axial verläuft und an dem die Tretkurbellager
29 zur Lagerung der Ach befestigt sind. Auf einer der Wellen 4, in Bedienungsrichtung
auf der vorderen Welle, ist eine Schwungscheibe 24 befestigt.
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Auf den nach oben bzw. nach unten gekröpften Abschnitten der beiden
Achsen 4 Ende in der Vorderansicht gesehen, jeweils rechts und links, zwei Trittbretter
6 angebracht, wobei das eine Trittbrett die beiden abwärts gekröpften Achsenabschnitte
1 und das andere Trittbrett die beiden aufwärts gekröpften Achsenabschnitte 17 miteinander
verbindet. Die Trittbretter 6 weisen eine Größe auf, die die Abstände der beiden
Achsen 4 in Längsrichtung um einen gewissen Betrag überschreitet, se daß eine hinreichend
stabile Befestigung der Trittbretter auf den Achsen 4 möglich ist. Die Befestigung
der Trittbretter
auf den Achsen geschieht über entsprechende Trittbrettlager
28, die eine freie Drehbarkeit der Achsen in der Lagerung der Trittbretter zulassen.
Die abwärts und aufwärts gekröpften Teilstücke der Wellen weisen verschiedene Bohrungen
a, b, c und d auf, durch die die Pedalachsen 26 der Trittbretter hindurchgeführt
werden können, um dort befestigt zu werden. Da die Bohrungen a, b, c und d einen
verschiedenen radialen Abstand von der Zentralachse 25 aufweisen, läßt sich durch
Einschieben der Pedalachse 26 in die verschiedenen Bohrungen die Hubhöhe der Trittbretter
6 verstellen.
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An der Schwungscheibe 24 ist eine verstellbare Feststellbremse angebracht,
mit der die Bremskräfte nach den Wünschen der Bedienungsperson verstellt werden
können, so daß der Kraftaufwand zur Betätigung der Trittbretter individuell regulierbar
wird.
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An der Vorderseite der Trittbretter sind Jeweils Konsolen 14 angebracht,
die zur starren Befestigung des unteren Teils der Haltegriffe 7 dienen. Die Haltegriffe
sind wie bei den AusfUhrungsformen nach den Fig. 1 bis 4 verstellbar.
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Da bei der Ausfuhrngsform nach den Fig 5 und 6 die Trittkurbellager
nur an dem Mittelpfosten 2 gelagert sind, ergibt sich durch diese Ausführungsforin
eine Gewichtsersparnis.
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- L e e r s e i t e -