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DE3446733A1 - Verfahren und vorrichtung zum verformen von duennen platten oder streifen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum verformen von duennen platten oder streifen

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Publication number
DE3446733A1
DE3446733A1 DE19843446733 DE3446733A DE3446733A1 DE 3446733 A1 DE3446733 A1 DE 3446733A1 DE 19843446733 DE19843446733 DE 19843446733 DE 3446733 A DE3446733 A DE 3446733A DE 3446733 A1 DE3446733 A1 DE 3446733A1
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DE
Germany
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deformation
deformed
cross
section
tool
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19843446733
Other languages
English (en)
Inventor
Konrad 7000 Stuttgart Elsäßer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19843446733 priority Critical patent/DE3446733A1/de
Publication of DE3446733A1 publication Critical patent/DE3446733A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C53/00Shaping by bending, folding, twisting, straightening or flattening; Apparatus therefor
    • B29C53/34Rim rolling
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C53/00Shaping by bending, folding, twisting, straightening or flattening; Apparatus therefor
    • B29C53/02Bending or folding
    • B29C53/04Bending or folding of plates or sheets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)

Description

  • V( ren und Vorrichtung zum Verformen von diinnen P].ttterl oder
  • Streifen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verformen von dünnen Platten oder Streifen, insbesondere zur Herstellung von Schiebedeckeln aus thermoplastischen Kunststoffolien für Verpackungen.
  • Verpackungsschachteln aus durchsichtigem Kunststoff, wie sie z.B. zum Verpacken und Anbieten von Kleineisenwaren bekannt sind, bestehen in der Regel aus einer tiefgezogenen, schachtelförmigen Verpackungseinheit mit an mindestens zwei Seiten abstehenden Rändern und einem Schiebedeckel, der auf die Verpackungseinheit geschoben und dort verrastet werden kann und hierbei deren abstehende Ränder umgreift. Zwei Randzonen des Deckels müssen daher ab- oder umgebogen sein, um die Ränder der Verpackungseinheit umfassen zu können.
  • Das Ab- oder Umbiegen der Deckelrandzonen wurde bisher in der Weise durchgeführt, daß der Deckel erwärmt wurde und, sobald er die notwendige Temperatur erreicht hatte, durch ein Werkzeug gebogen wurde, beispielsweise im Gesenk oder in einer Verformungseinrichtung mit Rollen, wie sie auch für das Bördeln von Blechen bekannt ist. Diese Verfahren sind jedoch sowohl vom Zeit- und Personalaufwand her, als auch aus der Sicht der Werkzeugkosten zu aufwendig, insbesondere da in manchen Ausführungen auch noch die Ränder der Verpackungseinheit selbst abgewinkelt werden müssen.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Verfahren anzugeben, mit dem das Verformen von Platten oder Streifen, vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff, einfacher wird.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der zu verformende Teil relativ zu und -in mindestens einem sich in Bewegungsrichtung in seinem Querschnitt kontinuierlich verändernden Verformungskanal verschoben wird, dessen Eintrittsquerschnitt dem Querschnitt des zu verformenden Teiles angepaßt ist und dessen Austrittsquerschnitt dem Querschnitt des Fertigteils entspricht.
  • Der Verformungskanal ist also, wenn beispielsweise eine ebene Kunststoffplatte verformt werden soll, auf der Eintrittsseite schlitzförmig und verändert sich in Vorschubrichtung in der Weise, wie das Teil verformt werden soll. Beim Abbiegen von Rändern geht der Schlitz daher allmählich und kontinuierlich in den gewünschten Randquerschnitt über. Im Prinzip läßt sich jedes beliebige gewünschte Profil erzielen, beispielsweise auch ein Mehreck oder ein im Querschnitt etwa kreisförmiges oder spiralförmiges Profil.
  • Bei diesem Verfahren muß der zu verformende Teil lediglich durch den Verformungskanal gezogen werden, wobei er allmählich die. gewünschte Form annimmt. Die Herstellung vereinfacht und verbilligt sich hierdurch erheblich; insbesondere ist es auch ohne weiteres möglich, selbst bei kleineren Stückzahlen auf eine automatische Fertigung überzugehen. Die Herstellung kann auch weniger zeit- und personalaufwendig erfolgen.
  • Das neue Verfahren ist im Prinzip zur Verformung dünner plattenförmiger Körper aus jedem verformbaren Material geeignet.
  • Bevorzugt findet das Verfahren Verwendung zur Verformung von Kunststoffplatten oder -streifen, sowie zum Ab- und Umbiegen der Ränder von Kunststoff-Verpackungseinheiten und Kunststoffdeckeln. Auch zur Herstellung von Profilen ist das neue Verfahren geeignet. Es ist nicht nur auf die Verformung von Kunststoffteilen beschränkt; auch Blech, beispielsweise Karosserieblech, kann verformt werden, wobei ebenfalls Profile oder abgebogene Kanten hergestellt werden können.
  • Zur Durchführung des Verformungsvorgangs muß das zu verformende Teil relativ zu dem Verformungskanal bewegt werden. Aus arbeitstechnischen Gründen sowie zur Vereinfachung des Werkzeugs ist es hierbei zweckmäßig, wenn der Verformungskanal ortsfest ist und der zu verformende Teil bewegt wird, obwohl dieses Prinzip auch umkehrbar ist, d. h. der zu verformende Teil kann ortsfest sein und der Verformungskanal bewegt werden. Bei einem beweglichem Teil kann dieses während des Verformungsvorgangs an einem entlang von Führungsschienen bewegbaren Schlitten o.dgl.
  • festgelegt sein, was im Gegensatz zur Durchführung des Vorschubes von Hand den Vorteil hat, daß die Bearbeitung schneller und genauer durchgeführt werden kann. Eine andere günstige Möglichkeit zur Führung des zu verformenden Körpers besteht darin, daß wenigstens zwei gegenüberliegende Verformungskanäle vorgesehen sind, entlang derer der Körper während des Verformungsvorgangs selbstführend bewegt wird. Die Verformungskanäle wirken hierbei auch als Führungsschienen, so daß diese Führungsmöglichkeit besonders einfach zu verwirklichen ist. Vor dem Verformen findet zweckmäßig ein Erhitzen der zu verformenden Teile - wenn diese aus thermoplastischem Kunststoff bestehen - auf ihrem Erweichungspunkt statt. Nach der Verformung muß entsprechend auf Ausgangstemperatur abgekühlt werden.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des oben geschilderten Verfahrens umfaßt mindestens ein Verformungswerkzeug, das wenigstens einen sich in Vorschubrichtung des Körpers in seinem Querschnitt kontinuierlich verändernden Verformungskanal, dessen Eintrittsquerschnitt dem Querschnitt des unbearbeiteten, zu verformenden Körpers angepaßt ist und dessen Austrittsquerschnitt dem Querschnitt des Fertigteils entspricht, aufweist. Dieses Verformungswerkzeug enthält den Verformungskanal. Es kann ein- oder mehrteilig hergestellt sein, wobei in der Regel aufgrund des in ihm verlaufenden und geometrisch komplexen Verformungskanals eine mehrteilige Herstellung zweckmäßig sein wird. Der Gradient des Verformungskanals in Längsrichtung, d. h. der Grad der Verformung pro Längeneinheit, hängt von dem zu verformenden Material ab.
  • Vorzugsweise ist das Verformungswerkzeug ortsfest angeordnet, beispielsweise an einer Auflage befestigt, und das Teil wird in Längsrichtung des Verformungswerkzeugs bewegt, wozu eine Vorschubeinrichtung vorgesehen ist. Das zu verformende Teil wird in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung durch einen entlang von parallel zu dem Verformungswerkzeug verlaufenden Führungsschienen bewegbaren Schlitten o.dgl., an dem der Körper während des Verformungsvorgangs festgelegt ist, bewegt. Eine andere Ausführungsform sieht zwei gegenüberliegende, mit Verformungskanälen versehene Verformungswerkzeuge vor, die den Körper während des Verformungsvorgangs selbstführend halten. In diesem Fall ist es günstig, wenn weiterhin eine Spannvorrichtung, vorzugsweise ein pneumatischer Zylinder, vorgesehen ist, die den Körper während des Verformungsvorgangs gegen ein mit der Vorschubbewegung mitgehendes Anlageteil preßt. Hierdurch wird eine sichere Führung erreicht und ein Verkanten ausgeschlossen.
  • Der Vorschub des zu verformenden Körpers oder des Schlittens oder Wagens, der diesen Körper trägt, kann von Hand erfolgen.
  • Zweckmäßig ist es allerdings, einen Zylinder vorzusehen, dessen Kolbenstange an dem Körper direkt oder indirekt angreift. Der gesamte Arbeitsvorgang der Verformung kann damit automatisch erfolgen, wobei zugleich eine stets gleichbleibende Vorschubgeschwindigkeit gewährleistet ist. Der Vorschub kann entweder durch Schieben von hinten oder durch Ziehen an der Vorderkante des zu verformenden Teiles, beispielsweise durch ein angetriebenes Klemmrollenpaar erfolgen.
  • Wenn eine zweite Vorschubeinrichtung, die die zu verformenden Teile aus einem Magazin, das mehrere dieser Teile enthält, sequentiell der Verformungseinrichtung #zuführt, vorgesehen ist, so kann auch die Zufuhr automatisiert werden, so daß die gesamte Vorrichtung vollautomatisch arbeitet. Es versteht sich von selbst, daß hierdurch der zur Bedienung notwendige Aufwand bis auf ein Minimum reduziert werden kann.
  • In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist in Vorschubrichtung vor dem Verformungswerkzeug eine Aufnahmezone, insbesondere eine Platinenaufnahme angeordnet, und/oder hinter dem Verformungswerkzeug eine Auslaufzone, insbesondere ein Verweilkanal. Die zu verformenden Körper, insbesondere Kunststoffplatinen, werden in die Aufnahmezone eingelegt und können nach dem Verformungsvorgang der Auslaufzone entnommen werden. Im Fall der Verformung von Kunststoffkörpern kann die Aufnahmezone überdies als Heizzone ausgebildet sein, in der der Kunststoff auf seine für die Verformung notwendige Temperatur gebracht wird, während die Auslaufzone zum Abkühlen der Kunststoffkörper nach der Verformung dient. Mit der neuen Vorrichtung können auch Streifen von einer Rolle kommend kontinuierlich verformt und erst danach in gewünschter Länge abgeschnitten werden Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zur Zeichnung, in der insbesondere am Beispiel der Verformung von Kunststoffdeckeln einer Kunststoff-Verpackungseinheit bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt sind. Es zeigen: Fig. 1 die prinzipielle Anordnung eines Verformungswerkzeugs, Fig. 2a Ansichten und Schnitte des in der Fig. 1 gebis 2k zeigten Verformungswerkzeugs, Fig. 3 einen weiteren möglichen Querschnitt durch ein Verformungswerkzeug auf der Ausgangsseite desselben, Fig. 4 die Seitenansicht einer vollständigen Verformungsvorrichtung, Fig. 5 die Stirnansicht dieser Vorrichtung in Richtung des Bezugspfeils V der Fig. 4, Fig. 6 die Seitenansicht einer weiteren Verformungsvorrichtung, Fig. 7 die Ansicht dieser Vorrichtung von oben in Richtung des Bezugspfeils VII der Fig. 6 und Fig. 8a verschiedene Kanten und Profile.
  • bis 8r Die Fig. 1 zeigt die schematische Draufsicht auf ein Verformungswerkzeug 1, die Fig. 2a die Stirnansicht dieses Verformungswerkzeugs gemäß dem Bezugspfeil A der Fig. 1 und die Fig.
  • 2b bis 2k Schnitte durch das Verformungswerkzeug der Fig. 1 entlang den Bezugs linien B-B bis K-K. Aus den verschiedenen Querschnitten gemäß Fig. 2 ergibt sich der Verlauf des Verformungskanals. In diesen Verformungskanal wird ein Stück einer Kunststoffolie 2, die zunächst ebene Gestalt hat, eingeführt.
  • Dieses Stück der Kunststoffolie soll später als Deckel einer Kunststoff-Verpackungseinheit mit abstehenden Rändern dienen, wozu es erforderlich ist, die Ränder umzubiegen, damit sie den Rand der eigentlichen Verpackungseinheit umfassen können, wobei der Deckel direkt auf die Verpackungseinheit geschoben werden kann. Wie aus Fig. 2a erkennbar, kann die Kunststoffolie 2 ohne Verbiegung oder Kraftaufwand in das Verformungswerkzeug eingeführt werden. Der Querschnitt des in dem Verformungswerkzeug 1 vorgesehenen Verformungskanals verändert sich nun jedoch kontinuierlich in Längsrichtung des Verformungswerkzeugs, d. h. in Vorschubrichtung der Kunststoffolie. Obwohl in den Fig. 2a bis 2k nur diskrete Querschnitte dargestellt werden können,versteht es sich, daß zwischen diesen Querschnitten jeweils ein kontinuierlicher Ubergang liegt. Gemäß Fig. 2b ist der untere Teil 2a der Kunststoffolie bereits um 300 abgebogen, gemäß Fig. 2c um 600 und gemäß Fig. 2d um 900, d. h. er bildet mit dem Hauptteil der Folie einen rechten Winkel. Der äußerste Teil 2b des unteren Teils 2a wird dann gemäß den Fig. 2e bis 2g aufgerichtet, so daß mit dem Hauptteil der Folie Winkel von zunächst 1200 (Fig. 2e), dann 1500 (Fig. 2f) und schließlich 1800 (Fig. 2g) eingeschlossen werden. Gemäß den Fig. 2h bis 2k wird der Teil 2b dann bis zur Austrittsseite des Verformungswerkzeugs 1 weiter umgebogen, wobei er mit dem Hauptteil der Folie nacheinander 2100 (Fig. 2h), 2400 (Fig. 2i) und 2700 (Fig. 2k) einschließt. Der Rand der aus dem Verformungswerkzeug 1 austretenden Kunststoffolie ist damit sowohl ab- als auch umgebogen und für eine Kunststoff-Verpackungseinheit bestimmt, die auf mindestens zwei Seiten mit überstehenden und senkrecht nach unten abgebogenen Rändern versehen ist.
  • Mit dem geschilderten Verfahren können im Prinzip alle dünnen und plastisch verformbaren Körper verformt werden, beispielsweise auch Blech. Bevorzugt wird es zur Verformung von thermoplastischen Kunststoffteilen verwendet, beispielsweise für aus PVC, Polystyrol oder anderen Thermoplasten bestehende Kunststoffdeckel einer Verpackungseinheit oder auch für die Verpackungseinheit selbst, wenn deren Ränder ab- oder umgewinkelt werden sollen. Es ist auch möglich, von einer Rolle abgezogenes Material durch den Verformungskanal zu bewegen und erst hinterher zuzuschneiden.
  • Es versteht sich, daß bei entsprechender Gestaltung des Verformungswerkzeugs auch andere Verformungen zu erreichen sind. Beispielhaft zeigt die Fig. 3 einen Querschnitt durch ein Verformungswerkzeug 3 im Bereich von dessen Austrittsseite, mit dem ein "Einrollen" des Randes einer Kunststoffplatte 4 zu erreichen ist.
  • In den Fig. 4 und 5 ist die Seiten- bzw. Stirnansicht einer kompletten Vorrichtung zur Verformung der Ränder von Kunststoffplatten gezeigt. Auf einem Tisch 5 ist eine Befestigungsplatte 6 festgeschraubt, die eine Führungsleiste oder Führungsschiene 7 trägt. Auf dieser Führungsschiene ist ein Rollwagen 8 mit Rädern 9a bis 9d beweglich gelagert. Dieser ist über einen Handgriff 10 in Richtung des Doppelpfeils 11 in Längsrichtung verschiebbar und trägt eine dünne Kunststoffplatte 12. Unterhalb der Führungsschiene 7 ist eine beheizte Plattenaufnahme 13 angeordnet, in der die Kunststoffplatte auf die zur Verformung notwendige Temperatur, also etwa 1000 C, gebracht wird. An die Plattenaufnahme schließt sich der Verformungskanal 14 an, der im Prinzip wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ausgebildet ist.
  • Mit 15a und 15b sind Verweilkanäle bezeichnet, in denen die Kunststoffplatte nach der Verformung abkühlen kann. Ein Abdeckblech 16, das mit der Befestigungsplatte 6 in Verbindung steht, schützt den auf der Führungsschiene 7 abrollenden Rollwagen 8.
  • Soll eine Kunststoffplatte bearbeitet werden, so wird sie zunächst auf dem Rollwagen 8 eingespannt. Dieser ist hierfür mit einer entsprechenden Spanneinrichtung ausgestattet. Die Platte verbleibt in der Platinenaufnahme 13, bis sie ihre Verarbeitungstemperatur erreicht hat. Anschließend wird der Rollwagen 8 mittels des Handgriffs 10 vorgeschoben, d. h. in der Darstellung gemäß Fig. 4 nach links. Die Kunststoffplatte tritt hierbei in den Verformungskanal des Verformungswerkzeugs 14, wobei der ab- oder umzubiegende Rand derselben seine endgültige Form erhält. Anschließend verbleibt sie in einem der Verweilkanäle 15a oder 15b, bis sie ausreichend abgekühlt ist. Sie kann dann von dem Rollwagen 8 gelöst werden, der, wenn er wieder (nach rechts) in die Ausgangsstellung zurückgefahren ist, für den nächsten Bearbeitungsvorgang bereit ist. Sollen zwei gegenüberliegende Ränder einer Kunststoffplatte umgebogen werden, so ist für die zweite Verformung ein zweiter Arbeitsgang notwendig.
  • In den Fig. 6 und 7 ist eine weitere Verformungsvorrichtung gezeigt, bei der zwei gegenüberliegende Ränder einer Kunststoffplatte gleichzeitig umgebogen werden können und die überdies vollautomatisch arbeitet. In einem Magazin 17 lagert unter Druck (Pfeil 18) ein Vorrat an Kunststoffplatten. Die Kolbenstange 20 eines pneumatischen Zylinders 19 steht mit einem Schieber 21 in Verbindung, der jeweils die unterste Kunststoffplatte des in dem Magazin 17 enthaltenen Stapels in die Startposition schiebt. Diese Startposition ist eine Plattenführung 22, wo die Platte in zwei gegenüberliegenden Führungen gehalten und auf ihre Verarbeitungstemperatur gebracht wird. Sie liegt hierbei auf einem Anlageteil 23 und wird von einem Stempel 24, der mit der Kolbenstange 25 eines weiteren pneumatischen Zylinders 26 verbunden ist, gegen dieses Anlageteil gepreßt. In der Fig. 6 ist die gerade zwischen Anlageteil 23 und Stempel 24 befindliche Kunststoffplatte mit 27 bezeichnet.
  • Hat die Kunststoffplatte ihre Verarbeitungstemperatur erreicht, so wird ein dritter pneumatischer Zylinder 28 mit Druck beaufschlagt. Die Kolbenstange 29 dieses Zylinders greift an dem Anlageteil 23 an, so daß dieses Anlageteil zusammen mit der Platine 27 und dem pneumatischen Zylinder 26 in der Darstellung gemäß den Fig. 6 und 7 nach links bewegt wird. Die Kunststoffplatte wird hierbei auf gegenüberliegenden Seiten durch die Verformungswerkzeuge 30a und 30b gezogen, die diese Platte führen und gleichzeitig zwei Ränder derselben verformen. Anschließend gelangt die Platte zur Abkühlung in die Verweilkanäle 31a und 31b bzw. 32a und 32b. Die Plattenführungen, die Verformungswerkzeuge und die Verweilkanäle sind in Richtung der Doppelpfeile 33a und 33b verstellbar, so daß auch Platten unterschiedlicher Breite bearbeitet werden können. Durch entsprechende Steuerung der pneumatischen Zylinder 19, 26 und 28 kann der gesamte Verformungsvorgang vollständig automatisiert werden.
  • In den Fig. 8a bis 8r sind weitere Kanten und Profile dargestellt, die nach dem neuen Verfahren hergestellt sind. Die Fig.
  • 8a bis 8d zeigen Profile, die als Kantenschutz beispielsweise für Möbel dienen, während in den Fig. 8e bis 8h Verpackungseinheiten aus Kunststoff dargestellt sind. Auf diese Verpackungseinheiten können thermoplastische Schiebedeckel der in den Fig.
  • 8i und 8k gezeigten Art aufgeschoben werden (in der Fig. 8k ist der Schiebedeckel mit 34 bezeichnet und die lediglich angedeutete Verpackungseinheit mit 35). Die Fig. 81 zeigt ein Blechscharnier und die Fig. 8m eine ebenfalls aus Blech hergestellte Regalschiene, während in der Fig. 8n eine Bau-Dehnungsfuge und die Fig. 8O bis 8r verschiedene Bauprofile (ebenfalls aus Blech) aufweisen.
  • Aus den dargestellten Beispielen wird ersichtlich, daß mit dem neuen Verfahren nicht nur Kunststoffplatten, sondern auch Blech und andere verformbare Werkstoffe bearbeitet werden können. Eine Verformung kann über die gesamte Breite der Platte oder Streifen erzielt werden.
  • - L e e r s e i t e -

Claims (14)

  1. Patent- und Schutzansprüche 1. Verfahren zum Verformen von dünnen Platten oder Streifen, insbesondere zur Herstellung von Schiebedeckeln aus thermoplastischem Kunststoff für Verpackungen, dadurch gekennzeichnet, daß der zu verformende Teil relativ zu und in mindestens einem sich in Bewegungsrichtung in seinem Querschnitt kontinuierlich verändernden Verformungskanal verschoben wird, dessen Eintrittsquerschnitt dem Querschnitt des zu verformenden Teiles angepaßt ist und dessen Austrittsquerschnitt dem Querschnitt des Fertigteils entspricht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Verformen von Kunststoffolien, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Verformungskanal mindestens der zu verformende Bereich aufgeheizt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der verformte Bereich nach dem Verformungsvorgallg abgekühlt wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens ein Verformungswerkzeug (1; 14; 30a, 30b), das wenigstens einen sich in Vorschubrichtung des Körpers in seinem Querschnitt kontinuierlich verändernden Verformungskanal aufweist, dessen Eintrittsquerschnitt dem Querschnitt des unbearbeiteten, zu verformenden Teil des Körpers angepaßt ist und dessen Austrittsquerschnitt dem Querschnitt des Fertigteils entspricht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verformungswerkzeug (1; 14; 30a, 30b) ortsfest angeordnet ist und daß eine Vorschubeinrichtung (7, 8; 28, 29, 23) vorgesehen ist, mit der der zu verformende Teil in Längsrichtung des Verformungswerkzeugs (1; 14; 30a, 30b) bewegbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorschubeinrichtung ein entlang von parallel zu dem Verformungswerkzeug (14) verlaufenden Führungsschienen (7) bewegbarer Schlitten o.dgl. vorgesehen ist, an dem der zu Verformende Teil während des Verformungsvorgangs festgelegt ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch wenigstens zwei gegenüberliegende, mit Verformungskanälen versehene Verformungswerkzeuge (30a, 30b), die den zu verformenden Teil während des Verformungsvorgangs selbstführend halten.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Spannvorrichtung, die den zu verformenden Teil während des Verformungsvorgangs gegen ein sich mitbewegendes Anlageteil (23) preßt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannvorrichtung ein pneumatischer Zylinder (26) vorgesehen ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubeinrichtung ein pneumatischer Zylinder (28) ist, dessen Kolbenstange (29) mit dem zu verformenden Teil in Verbindung steht.
  11. 11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 10, gekennzeichnet durch eine zweite Vorschubeinrichtung (19, 20, 21), die die zu verformenden Teile der Reihe nach aus einem Magazin (17) der Verformungseinrichtung zuführt.
  12. 12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in Vorschubrichtung vor dem Verformungswerkzeug eine Aufnahmezone, insbesondere eine Platinenaufnahme (13), angeordnet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 12 zum Verformen von Kunststoffolie, dadurch gekennzeichnet, daß in Vorschubrichtung vor dem Verformungswerkzeug (14; 30a, 30b) eine beheizbare Plattenaufnahmeeinrichtung (13) angeordnet ist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in Vorschubrichtung hinter dem Verformungswerkzeug (14; 30a, 30b) eine Auslaufzone in der Form eines Verweilkanales (15a, 15b; 31a, 31b, 32a, 32b) angeordnet ist.
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