DE3445565A1 - Vorrichtung zur ueberwachung einer hydraulischen bremsanlage fuer fahrzeuge - Google Patents
Vorrichtung zur ueberwachung einer hydraulischen bremsanlage fuer fahrzeugeInfo
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Description
Frankfurt am Main ^ 10 1984
J. Burgdorf - 118
P 5648
P 5648
Vorrichtung zur Überwachung einer hydraulischen Bremsanlage für Fahrzeuge
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung einer hydraulischen Bremsanlage für Fahrzeuge, insbesondere einer
Bremsanlage mit Blockierregelung, bei der zur Erzeugung eines Betätigungsdrucks ein Hauptbremszylinder und ein an eine
Druckmittelquelle und an einen Behälter anschließbares über einen Wegsimulator betätigbares Bremsventil vorgesehen sind.
Bei derartigen hydraulischen Bremsanlagen wird die Betätigung der Bremsen über das mit Fremdenergie gespeiste Bremsventil
gesteuert. Eine direkte mechanische Betätigung des Hauptbremszylinders
erfolgt nur, wenn die Versorgung mit Fremdenergie ausgefallen ist, um einen Totalausfall der Bremsanlage zu
vermeiden. Bremsanlagen dieser Art bieten einen hohen Bedienungskomfort und eignen sich besonders für eine· Blockierregelung,
da Fremdenergie zur Durchführung der Regelvorgänge zur Verfugung steht. Bei diesen Bremsanlagen besteht jedoch das
Problem, daß Fehler, wie zu großes oder · zu kleines Bremsluftspiel
oder eine Undichtigkeit der Anlage vom Fahrer aufgrund des zurückgelegten Wegs des Betätigungselements nicht
erkannt werden können, so daß es ohne Vorwarnung zu einem Ausfall der Bremsanlage kommen kann.
COPY
ALFRED TEVES GMBH P 5^44 45565
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Überwachungseinrichtung
für Bremsanlagen der eingangs genannten Art zu schaffen, durch die Störungen und Fehler in der Bremsanlage
erkannt und angezeigt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Volumenaufnahme der Bremsanlage beim Betätigen der Bremse bis
zu einem vorgegebenen Betätigungsdruck gemessen und mit einem unteren und oberen Sollwert verglichen wird, wobei ein Unterschreiten
des unteren Sollwertes und ein Überschreiten des oberen Sollwertes als Störung erfaßt und angezeigt wird.
Hierdurch wird eine Vorrichtung zur Überwachung einer mit Fremdenergie betätigbaren Bremsanlage geschaffen, die zuverlässig
eine Leckage im Bremskreis, einen schlechten Entlüftungszustand, Bremsenfading und Dampfblasenbildung und ein
fehlerhaftes Lüftspiel anzeigt. Weiterhin können Undichtigkeiten an den Ventilen einer Blockierregelung erkannt werden.
Zur Überwachung einer Bremsanlage, bei der der Hauptzylinderkolben
des Hauptbremszylinders von dem Betätigungsdruck des Bremsventils zum Betätigen der Bremse beaufschlagbar ist, ist
gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Betätigungswege des das Bremsventil steuernden Betätigungselements und des Hauptzylinderkolbens bei Bremsbetätigung
gemessen und miteinander verglichen werden und das Über- und Unterschreiten eines vorgegebenen Wegverhältnisses erfaßt und
angezeigt wird. Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung
wird eine besonders' einfache Ausbildung der Überwachungseinrichtung
ermöglicht, da der Betätigungsdruck über den Weg des Betätigungselements und die Volumenaufnahme über den Weg des
Hauptzylinderkolbens gemessen werden.
ALFRED TEVES GMBH
ρ S&445565
In Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens wird der Betätigungsweg
des , Hauptzylinderkolbens bei Erreichen eines fest vorgegebenen Betätigungsweges des Betätigungselements gemessen.
Hierdurch wird eine Vereinfachung der Meßvorrichtung
erzielt.
Eine weitere Vereinfachung der Meßvorrichtung wird dadurch
ermöglicht, daß der Betätigungsweg des Hauptzylinderkolbens in drei durch eine Meßvorrichtung erfaßbare Überwachungsabschnitte
unterteilt ist, wobei der mittlere Uberwachungsabschnitt
dem normalen Volumenbedarf der über den Hauptzylinderkolben gespeisten Bremsanlage bei einem vorgegebenen Betätigungsweg
des Betätigungselements entspricht.
Die Meßvorrichtung kann bei einer derartigen Ausgestaltung vorteilhaft durch elektrische Schalter gebildet sein, die an
einen Überwachungsstromkreis angeschlossen sind und bei Erreichen vorgegebener Betätigungswege geschaltet werden. Vorzugsweise
sind gehäusefest angeordnete Schalter vorgesehen, die durch Schaltnocken am Betätigungselement und am Hauptzylinderkolben
betätigbar sind.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist der Hauptzylinderkolben zwei Schaltnocken auf, durch die ein Doppelschalter aus einer Grundstellung in zwei Schaltstellungen
bewegbar ist, wobei der Abstand der Schaltnocken dem mittleren Überwachungsabschnitt des Betätigungsweges entspricht
.
Gemäß einer noch anderen Ausgestaltung des Erfindungsgedankens
weist der Hauptzylinderkolben einen Schaltnocken zum Betätigen
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ALFRED TEVES GMBH
ρ 53^5565
eines Schalters auf, dessen axiale Länge dem mittleren Überwachungsabschnitt
des Betätigungsweges entspricht.
Die Überwachungseinrichtung kann erfindungsgemäß zur Erfassung
der Volumenaufnahme auch zwei Schalter aufweisen, die nacheinander von einem Schaltnocken am Hauptzylinderkolben betätigbar
sind, wobei ein Schalter bei Erreichen und der andere Schalter bei Überschreiten des mittleren Überwachungsabschnitts des
Betätigungswegs geschaltet wird.
Wird eine Bremsanlage direkt über den vom Bremsventil gesteuerten Druck betätigt, so ist erfindungsgemäß am Ausgang
des Bremsventils ein Volumenmeßgerät angeordnet, dessen Meßergebnis
bei einem vorgegebenen Betätigungsweg des Betätigungselements mit den Sollwerten verglichen wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert, die' in der Zeichnung dargestellt sind.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer mit Fremdenergie betriebenen Bremsbetätigungsvorrichtung mit einer
erfindungsgemäßen Überwachungsvorrichtung,
Fig. 2 ein Diagramm des Volumenbedarfs und der Betätigungswege der Bremsbetätigungsvorrichtung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine tabellarische Übersicht der Schaltsignale der Überwachungsvorrichtung gemäß Fig. 1,
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ALFRED TEVES GMBH
5 5 6 O
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Bremsbetätigungsvorrichtung
mit einer Überwachungsvorrichtung mit Doppelschalter bei gelöster Bremse,
Fig. 5 Bremsbetätigungsvorrichtung und überwachungsvorrichtung
gemäß Fig. 4 in Prüfposition betätigt,
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer Bremsbetätigungsvorrichtung
mit einer Überwachungsvorrichtung mit Einfachschalter und
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer Bremsbetätigungsvorrichtung
mit einer Überwachungsvorrichtung mit Volumenmeßgerät.
Die in Fig. 1 dargestellte Bremsbetätigungsvorrichtung besteht aus einem Hauptbremszylinder 1 mit einem Hauptzylinderkolben 2
und einem Bremskraftverstärker 3 mit einem Betätigungselement
4,das in einen sich an den Hauptbremszylinder 1 anschließenden Verstärkerraum 5 hineinragt . Der Druck im Verstärkerraum 5
wird von einem Bremsventil 6 gesteuert, das an einen Druckspeicher 7 und einen drucklosen Behälter 8 angeschlossen ist.
Der' Druckspeicher 7 wird von einer Pumpe 9 geladen. Zur Betätigung des Bremsventils 6 weist das Betätigungselement 4
einen Arm 10 auf, der über eine Simulatorfeder 11 auf ein als
Reaktionskolben ausgebildetes Steuerelement 12 des Bremsventils 6 einwirkt.
Von der Druckkammer 13 des Hauptbremszylinders 1 führt über
ein Hauptventil 14 eine Leitung 15 zu den (nicht dargestellten) Bremsen einer Fahrzeugbremsanlage. Durch das elektromagnetisch
betätigbare Hauptventil 14 kann die Leitung 15 von der
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Druckkammer 13 getrennt und über eine Leitung 16 unmittelbar
an den gesteuerten Ausgang des Bremsventils 6 angeschlossen werden. Das Hauptventil 14 gehört zu einer Blockierregelanlage,
deren übrige Baukomponenten ebenfalls nicht dargestellt sind und durch die zur Verhinderung des Blockierens der Fahrzeugräder
der Druck an den Radbremsen unter den über das Bremsventil gesteuerten Betätigungsdruck bis auf Null abgesenkt
werden kann. Tritt die Blockierregelung in Tätigkeit, so wird das Hauptventil 14 geschaltet, damit ohne Inanspruchnahme
des Hauptbremszylinders 1 nach jeder Druckabsenkung der Betätigungsdruck an den Radbremsen unmittelbar über das Bremsventil
6 wieder eingesteuert werden kann.
Um Störungen in der Bremsanlage, wie fehlerhaftes Luftspiel,
ungenügende Belüftung, Undichtigkeiten usw. erkennen zu können, ist eine überwachungsvorrichtung vorgesehen, die aus
einem durch einen Schaltnocken 1 7 des Betätigungselements 4 betätigbaren Schalter 18 und aus durch einen Schaltnocken 19
am Hauptzylinderkolben 2 betätigbaren Schaltern 20, 21 besteht. Die Überwachung der Bremsanlage erfolgt durch Auswertung
der Schaltreihenfolge der Schalter 18, 20, 21 beim Betätigen der Bremse durch eine elektronische Auswerteschaltung
22, die bei einer Störung eine Warnlampe 23 einschaltet.
Das Schließen des Schalters 1 7 erfolgt nach einem Weg s. des
Betätigungselements 4. Das Schließen des Schalters 20 erfolgt nach einem Weg s-. und das Schließen des Schalters 21 erfolgt
nach einem Weg S22 des Hauptzylinderkolbens 2.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Überwachungsvorrichtung wird auf das Diagramm gemäß Fig. 2 Bezug genommen. Die obere
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Hälfte des Diagramms zeigt die minimale und maximale Volumenaufnahme
V der an den Hauptbremszylinder 1 angeschlossenen Bremsanlage bezogen auf den eingesteuerten Betätigungsdruck
des Bremskraftverstärkers 3. Diese zulässigen Grenzwerte für die Volumenaufnahme ergeben sich aus den Abmessungen der
Bremsanlage und lassen sich klar definieren. Die untere Hälfte des Diagramms zeigt den Betätigungsweg sß des Betätigungselements
4 bezogen auf den eingesteuerten Betätigungsdruck p, sowie die Betätigungswege s„ . und s„ des Hauptzylin-
H min H max
derkolbens 2 bei minimaler und maximaler Volumenaufnahme der
Bremsanlage. Eine schraffierte Fläche unterhalb der Linie
su . und oberhalb der Linie s„ stellt einen Sicherheits-H
mm H max
abstand zum Ausgleich von Meßungenauigkeiten dar.
Zur Überwachung der Bremsanlage wird der Betätigungsweg s„ des
Betätigungselements 4 mit dem Betätigungsweg s„ des Hauptzylinderkolbens
2 an einem Kontrollpunkt A, der bei den meisten Bremsbetätigungen erreicht wird, miteinander verglichen.
In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel liegt der Kontrollpunkt A bei einem Betätigungsdruck des Bremskraftverstärkers
von 30 bar. Dieser Kontrollpunkt A wird über den Schalter 18 der Überwachungseinrichtung erfaßt, indem der
Schaltweg S1 gleich dem Betätigungsweg sD des Betätigungselei
a
ments 4 bei diesem Druck gesetzt wird. Der Schaltweg S1 beträgt
somit 10 mm. Die Schaltwege s21und s«? des Hauptzylinderkolbens
2 im Kontrollpunkt A ergeben sich aus den Betätigungswegen su . und s„ im Kontrollpunkt A unter Berück-H
min H max
sichtigung der Sicherheitsabstände. s?1 beträgt danach 15 mm
und s_„ beträgt 22/5 mm. Liegt der Betätigungsweg des Hauptzylinderkolbens
2 beim Schließen des Schalters 18 zwischen
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diesen beiden Werten, d.h. wird der Schalter 20 vor und der Schalter 21 nach dem Schalter 18 geschlossen, so ist die
Volumenaufnahme der Bremsanlage normal und es liegt keine Störung vor. Die Schaltreihenfolge wird von der Auswerteschaltung
22 erkannt und die Warnlampe 23 bleibt ausgeschaltet.
Mit der Überwachungsvorrichtung können je nach Schaltreihenfolge der Schalter 18, 20, 21 drei unterschiedliche Betriebszustände
erfasst werden, die in Fig. 3 tabellarisch aufgeführt sind. Die Schaltreihenfolge ist dabei durch die Ziffernfolge
1, 2, 3, bezeichnet. In der ersten Zeile ist die Schaltreihenfolge für normale Volumenaufnahme angegeben. Die Schaltreihenfolge
in der zweiten Zeile, zeigt, daß die Volumenaufnahme zu
groß ist, und die Schaltreihenfolge der dritten Zeile zeigt,
daß die Volumenaufnahme zu klein ist. Zu große und zu kleine Volumenaufnahme deuten auf Störungen in der Bremsanlage hin.
Ursache für eine zu große Volumenaufnahme kann eine Leckage, ein schlechter Entlüftungszustand, ein zu großes Luftspiel
oder Fading mit Dampfblasenbildung im Bereich der an den Hauptbremszylinder 1 angeschlossenen Bremsanlage sein. Eine zu
kleine Volumenaufnahme kann eintreten, wenn das Hauptventil 14 undicht ist und Druckmittel aus der Leitung 16 in die Bremsanlage
gelangt. Auch eine Undichtigkeit bei geschaltetem Hauptventil 14 während einer Blockierregelung, durch die
Druckmittel aus der Bremsanlage in die abgetrennte Druckkammer 13 des Hauptzylinders 1 gelangt, kann erkannt werden, wenn
durch den über dem Hauptzylinderdruck liegenden Verstärkerdruck der Hauptzylinderkolben zurückläuft und der Schalter 20
zurückgeschaltet wird. Auch ein zu kleines Lüftspiel und die damit verbundene Gefahr einer festgehenden Bremse kann Ursache
für eine zu geringe Volumenaufnahme sein.
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Die Bremsbetätigungsvorrichtung des in den Fig. 4 und 5 dargestellten
Ausführungsbeispiels entspricht in ihrem grundsätzlichen
Aufbau der Bremsbetätigungsvorrichtung gemäß Fig. 1. Einander entsprechende Bauteile sind daher mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist der Hauptzylinderkolben 2 zwei Schaltnocken 24, 25 auf, durch die
ein Doppelschalter 26 aus seiner Grundstellung, in der er geschlossen ist, in eine Öffnungsstellung und in eine zweite
Schließstellung schaltbar ist. Der Schaltnocken 24 befindet sich im Abstand s?1 und der Schaltnocken 25 befindet sich im
Abstand s_- vor dem Betätigungsstößel des Schalters 26. Der
Schalter 26 ist mit dem Schalter 18 und einer Warnlampe 23 in Reihe an eine Spannungsguelle angeschlossen.
Fig. 4 zeigt die Bremsbetätigungsvorrichtung in Ruhestellung bei gelöster Bremse. Der Schalter 18 ist geöffnet und der
Stromkreis unterbrochen. In Fig. 5 ist die Bremsbetätigungsvorrichtung in einer betätigten Stellung gezeigt, in der das
Betätigungselement 4 die Prüfposition erreicht hat und der eingesteuerte Druck dem Kontrolldruck entspricht. Der Schalter
18 ist durch den Schaltnocken 19 geschlossen. Die Volumenaufnahme
in der an den Hauptbremszylinder 1 angeschlossenen Bremsanlage ist normal, so daß der Doppelschalter 26 bereits
vor dem Schließen des Schalters 18 geöffnet wurde und sich noch in seiner Öffnungsstellung befindet. Der Stromkreis ist
nach wie vor unterbrochen und die Warnlampe 23 leuchtet nicht auf. Bei zu geringer Volumenaufnahme hätte in der - in Fig. 5
gezeigten Betätigungsstellung der Schaltnocken 24 den Doppelschalter 26 noch nicht geöffnet und die Warnlampe 23 wäre
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eingeschaltet worden. Ebenso wäre bei zu großer Volumenaufnahme der Doppelschalter 26 durch den Schaltnocken 25 bereits
wieder geschlossen und die Warnlampe eingeschaltet worden. Um bei der beschriebenen Ausgestaltung der Überwachungsvorrichtung
zu vermeiden, daß die Warnlampe 23 nur kurzzeitig eingeschaltet wird, kann zusätzlich ein Halterelais vorgesehen
sein, durch das der eingeschaltete Zustand der Warnlampe 23 aufrecht erhalten wird. Die Überwachungsvorrichtung gemäß den
Fig. 4 und 5 hat den Vorteil, daß die Schaltsignale der Überwachungsvorrichtung zu einem Signal zusammengefaßt werden, so
daß es keiner besonderen Auswerteschaltung bedarf.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel, das in seinem grundsätzlichen Aufbau ebenfalls den zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispielen entspricht, ist zur Erfassung des Betätigungswegs des Hauptzylinderkolbens 2 ein einziger Schalter
27 vorgesehen, der von einem Schaltnocken 28 geschaltet wird, dessen axiale Breite der Differenz der Schaltwege s?1und
Sjy, also dem mittleren Bereich zwischen den beiden Schaltpunkten
im Kontrollpunkt A entspricht. Bei normaler Volumenaufnahme wird durch den Schaltnocken 28 der Schalter 27 offen
gehalten, wenn der Schaltnocken 19 am Betätigungselement 4 den
Schalter 18 betätigt. Über- oder unterschreitet die Volumenaufnahme
bei Betätigung der' Bremse den normalen Bereich, so wird der Betätigungsstößel des Schalters 27 beim Schließen des
Schalters 18 von dem Schaltnocken 28 übersprungen oder noch nicht erreicht, so daß der Schalter 27 ebenfalls "geschlossen
ist und die Warnlampe 23 eingeschaltet wird. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel kann ein selbsthaltendes Relais zur Aufrechterhaltung
des Einschaltzustandes der Warnlampe 23 verwendet werden.
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Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt aus einer Bremsanlage, bei der die Radbremsen 30 unmittelbar durch den von einem Bremsventil
6 mit einer Simulatorfeder 11 und einem Reaktionskolben 12
gesteuerten Druck einer (nicht dargestellten) Druckmittelquelle betätigt werden. Lediglich zur Notbetätigung bei Ausfall
der Energieversorgung durch die Druckmittelquelle ist ein Hauptbremszylinder 31 vorgesehen, der über ein Magnetventil 32
an die Radbremsen 30 angeschlossen ist. Das Bremsventil 6 und der Hauptbremszylinder 31 werden von einem gemeinsamen Betätigungselement
33 betätigt. Die Überwachungsvorrichtung weist bei diesem Ausführungsbeispiel einen Schalter 34 auf, der von
einem Schaltnocken 35 an dem auf die Simulatorfeder 11 einwirkenden
Ende des Betätigungselements 33 nach Überwinden eines Schaltweges S1 geschlossen wird. Weiterhin ist zur
Kontrolle der Volumenaufnahme der Bremsanlage ein Volumenmeßgerät 36 vorgesehen, das von dem durch das Bremsventil 6
zugeführten Druckmittel durchflossen wird.
In Fig. 7 sind die einzelnen Komponenten der Bremsanlage in Bremslösestellung dargestellt. Die Radbremsen 30 sind über das
Magnetventil 32 an den Hauptbremszylinder 31 angeschlossen und werden in üblicher Weise über das offene Ausgleichsventil des
Hauptbremszylinders 31 mit einem drucklosen Ausgleichsbehälter 40 verbunden. Wird das Betätigungselement 33 betätigt, so wird
zunächst der Hauptzylinderkolben 37 bewegt, bis das Ausgleichsventil geschlossen und ein geringerer Druck aufgebaut
ist. Danach wird durch einen druck- oder wegabhängigen Schalter, beispielsweise den Bremslichtschalter, das Magnetventil
32 geschaltet, wodurch der Hauptbremszylinder 31 von den Radbremsen 30 getrennt und die Radbremsen 30 mit dem Bremsventil
6 verbunden werden. Da der Hauptzylinderkolben 37 sich
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nicht mehr weiter verschieben kann, bewirkt die weitere Betätigung
des Betätigungselements 33 eine Erhöhung des vom Bremsventil 6 angesteuerten Drucks, wobei die Simulatorfeder
11 mehr und mehr zusammengedrückt wird. Das hierbei über das Bremsventil 6 in die Bremsanlage eingefüllte Druckmittelvolumen
wird von dem Volumenmeßgerät 36 gemessen und bei Schließen des Schalters 34 durch den Schaltnocken 35 von einer
Auswerteschaltung 38 mit einem oberen und einem unteren Sollwert verglichen. Liegt die gemessene Volumenaufnahme zwischen
den Sollwerten, so ist die Bremsanlage ohne Störung.
Fällt die Energieversorgung aus, so wird das Magnetventil 32
in die dargestellte Position zurückgeschaltet und die Betätigung der Bremse kann ausschließlich mit Hilfe des Hauptbremszylinders
31 erfolgen.
Da eine Leckage am Hauptzylindereingang des Magnetventils 32 durch die Überwachung der Volumenaufnahme nicht erfaßt werden
kann, ist im Hauptbremszylinder 31 ein zusätzlicher Warnschalter 39 vorgesehen, der vom Hauptzylinderkolben 37 betätigt
wird, wenn sich dieser zu weit in die Hauptzylinderbohrung hineinbewegt.
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ALFRED TEVES GMBH P 554
Bezugszeichenliste:
- 16 -
| 1 | Hauptbremszylinder |
| 2 | Hauptzylinderkolben |
| 3 | Bremskraftverstärker |
| 4 | Betätigungselement |
| 5 | Verstärkerraum |
| 6 | Bremsventil |
| 7 | Druckspeicher |
| 8 | Behälter |
| 9 | Pumpe |
| 10 | Arm |
| 1 1 | Simulatorfeder |
| 12 | Steuerelement |
| 13 | Druckkammer |
| 14 | Hauptventil |
| 15 | Leitung |
| 16 | Leitung |
| 17 | Schaltnocken |
| 18 | Schalter |
| 19 | Schaltnocken |
| 20 | Schalter |
| 21 | Schalter |
| 22 | elektron. Auswerteschaltung |
| 23 | Warnlampe |
| 24 | Schaltnocke |
| 25 | Schaltnocke |
| 26 | Doppelschalter |
| 27 | Schalter |
| 28 | Schaltnocke |
| 29 | - |
| 30 | Radbremse |
ALFRED TEVES GMBH P 5^φ4 5 5 6
31 Hauptbremszylinder
32 Magnetventil
33 Betätigungselement
34 Schalter
35 Schaltnocken
36 Volumenmeßgeräf
37 Hauptzylinderkolben
38 Auswerteschaltung
39 Warnschalter
40 Ausgleichsbehälter
S. Weg von 4
Sp1 Weg von 2
ε-- Weg von 2
V Volumenaufnahme
S0 Betätigungsweg
Claims (10)
- ALFRED TEVES GMBHFrankfurt am Main 13.12.1984P 5648J. Burgdorf - 118Vorrichtung zur überwachung einer hydraulischen Bremsanlage für FahrzeugePatentansprüche:1 .. Vorrichtung zur Überwachung einer hydraulischen Bremsanlage für Fahrzeuge, insbesondere einer Bremsanlage mit Blockierregelung, bei der " zur Erzeugung eines Betätigungsdrucks ein Hauptbremszylinder und ein an eine Druckmittelquelle und an einen Behälter anschließbares, über einen Wegsimulator betätigbares Bremsventil vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Volumenaufnahme der Bremsanlage (30) beim Betätigen der Bremse bis zu einem vorgegebenen Betätigungsdruck (p) gemessen und mit einem unteren und einem oberen Sollwert verglichen wird, wobei ein Unterschreiten des unteren Sollwertes und ein Überschreiten des oberen Sollwertes., als Störung erfaßt und angezeigt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Hauptzylinderkolben des Hauptbremszylxnders vom Betätigungsdruck des Bremsventils zum Betätigen der Bremsanlage beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungswege (S1, S21, s_2) des das Bremsventil (6) steuernden Betätigungselements (4) und des Hauptzylinderkolbens (2) bei Bremsbetätigung gemessen und miteinander verglichen werden und das Über- oder Unterschreiten eines vorgegebenen Wegverhältnisses erfaßt und angezeigt wird.ALFRED TEVES GMBH P 5#4ΐ4 O ü ü J
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsweg (soi > s??^ ^es Hauptzylinderkolbens (2) bei Erreichen eines fest vorgegebenen Betätigungsweges (S1) des Betätigungselements (4) gemessen wird.
- 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsweg (s?1 , s??) des Hauptzylinderkolbens (2) in drei durch eine Meßvorrichtung erfaßbare Überwachungsabschnitte unterteilt ist, wobei der mittlere Überwachungsabschnitt dem normalen Volumenbedarf der über den Hauptzylinderkolben (2) gespeisten Bremsanlage bei einem vorgegebenen Betätigungsweg (S1) des Betätigungselements (4) entspricht.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßvorrichtung durch elektrische Schalter (18, 20, 21, 26, 27) gebildet ist, die an einen Überwachungsstromkreis (22, 23) angeschlossen sind und bei Erreichen vorgegebener Betätigungswege (s-, S21, s^?) geschaltet werden.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die gehäusefest angeordneten Schalter (18, 20, 21, 26, 27, 34) durch Schaltnocken (19, 24, 25, 28, 35) am Betätigungselement (4) und am Hauptzylinderkolben (2) betätigbar sind.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptzylinderkolben (2) zwei Schaltnocken (24, 25) aufweist, durch die ein Doppelschalter (26) aus einer Grundstellung in zwei Schaltstellungen bewegbar ist und daß der Abstand der Schaltnocken dem mittleren Überwachungsabschnitt des Betätigungswegs entspricht.r
COPYALFRED TEVES GMBH - 8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptzylinderkolben (2) einen Schaltnocken (28) zum Betätigen eines Schalters (27) aufweist, dessen axiale Länge dem mittleren Überwachungsabschnitt des Betätigungsweges entspricht.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptzylinderkolben (2) einen Schaltnocken (19) zur Betätigung zweier im Abstand voneinander angeordneter Schalter (20, 21) aufweist, wobei ein Schalter (20) bei Erreichen und der andere Schalter (21) bei Überschreiten des mittleren Überwachungsabschnittes des Betätigungsweges geschaltet wird.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch I^ dadurch gekennzeichnet, daß die Volumenaufnahme einer unmittelbar vom Bremsventil (6) gespeisten Bremsanlage (30) mit einem am Ausgang des Bremsventils (6) angeordneten Volumenmeßgerät (36) gemessen wird, dessen Meßergebnis bei einem vorgegebenen Betätigungsweg (S1) des Betätigungselements (33) mit den Sollwerten verglichen wird.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3445565A DE3445565A1 (de) | 1984-12-14 | 1984-12-14 | Vorrichtung zur ueberwachung einer hydraulischen bremsanlage fuer fahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3445565A1 true DE3445565A1 (de) | 1986-06-19 |
Family
ID=6252728
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3445565A Withdrawn DE3445565A1 (de) | 1984-12-14 | 1984-12-14 | Vorrichtung zur ueberwachung einer hydraulischen bremsanlage fuer fahrzeuge |
Country Status (5)
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| DE (1) | DE3445565A1 (de) |
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