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Kennwort: "Hochdruck-D ehn er
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Klemmverbinder Die Erfindung betrifft einen Klemmverbinder zum nachgiebigen
Verbinden zweier Rohrenden einer unterirdisch verlegten Druckrohrleitung, der in
der Wirkstellung ein gegenseitiges axiales Verschieben und ein Verstellen des Winkels
der beiden Rohrenden zuläßt bestehend aus einem an dem einen Rohrende vorgesehenen
Anschlußkörper, in dem das zweite Rohrende mit einem Einschubteil eingreift, wobei
am freien Ende des Anschluß körpers eine mit Vorspannung gegen die äußere Mantelfläche
des Einschubteiles anliegende Dichtung vorgesehen und die Dichtung mit einem in
axialer Richtung zur Druckrohrleitung verschiebbaren Preßring belastet ist.
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Diese bekannten Klemmverbinder für unterirdisch verlegte Druckrohrleitungen
werden insbesondere in Bergbaugebieten verwandt, in denen Erdbewegungen durch Bergschäden
od.dgl. auftreten. Durch diese Erdbewe gungen treten Rohrverlagerungen ein, die
eine Längenänderung der verlegten Druckrohrleitung und/oder ein Winkligstellen der
miteinander verbundenen Rohrenden bewirken. Die bekannten Klemmverbinder weisen
in der Regel einen unter Preßdruck stehenden Dichtungsring
auf,
mit dem der Einschubteil des einen Rohrendes im Anschlußkörper des zweiten Rohrendes
abgedichtet gehalten ist. Bei auftretenden Längenänderungen im Bereich des Klemmverbinders
kann sich der an dem einen Rohrende vorgesehene Einschubteil innerhalb des am anderen
Rohrende vorgesehenen Anschlußkörpers in Längsrichtung verschieben, wobei der Einschubteil
sich in dem unter Preßdruck stehenden Dichtungsring verschiebt.
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Die durch Bergschäden bewirkten Erdbewegungen verursachen in der Regel
jedoch nicht nur eine Längenänderung, sondern die Druckrohrleitung wird gleichzeitig
auch auf Biegung beansprucht, so daß die mit dem Klemmverbinder miteinander verbundenen
Rohrenden sich winkelig zueinander stellen. Bei den bekannten Klemmverbindern ist
ein solches Winkligstellen der miteinander verbundenen Rohrenden nur in einem sehr
beschränkten Maße möglich, da-die unter Druck stehenden Dichtungsringe verhältnismäßig
breit sind und durch das Winkligstellen auch noch undicht werden können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Klemmverbinder der
eingangs erläuterten Art zu schaffen, bei dem solche Nachteile vermieden sind und
die miteinander verbundenen Rohrenden sich winklig zueinander stellen können, ohne
die Verschiebbarkeit des Einschubteiles des einen Rohrendes in dem Anschlußkörper
des zweiten Rohrteiles zu beeinträchtigen und wobei auch bei einem Winkligstellen
der beiden Rohrenden die Dichtheit nicht beeinträchtigt wird.
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Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß die Dichtung aus zwei in axialer
Richtung der Druckrohrleitung hintereinanderliegenden, parallel zueinander angeordneten
Dichtungsringen aus weichelastischem Material, wie
Gummi, Kunststoff
od.dgl., besteht und zwischen den beiden Dichtungsringen ein Druckring lose eingelegt
ist, der durch Winkligstellen der beiden Rohrenden bedingte Druckerhöhungen in Teilen
des einen Dichtringes auf den benachbarten Dichtungsring weitergibt.
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Der erfindungsgemäße Klemmverbinder weist somit zwei in axialer Richtung
der Druckrohrleitung hintereinanderliegende, parallel zueinander angeordnete Dichtungsringe
aus weichelastischem Material, wie Gummi, Kunststoff od.dgl., auf, die unter Preßdruck
stehen und somit die Druckrohrleitung zuverlässig abdichten, auch wenn die miteinander
verbundenen Rohrenden sich winklig zueinander stellen, da zwischen den beiden Dichtungsringen
ein Druckring lose eingelegt ist. Sobald die miteinander verbundenen Rohrenden sich
winklig zueinander stellen, tritt in einem Bereich des einen Dichtungsringes und
in dem gegenüberliegenden Bereich des anderen Dichtungsringes eine Druckerhöhung
ein, da die beiden Dichtungsringe in diesem Bereich zusammengedrückt werden. Diese
Druckerhöhungen werden über den lose eingelegten Druckring auf die daneben liegenden
Bereiche des benachbarten Dichtungsringes weitergegeben, da in diesem Bereich des
benachbarten Dichtungsringes jeweils eine Druckminderung stattgefunden hat durch
eine entsprechende Volumenvergrößerung des Dichtungsringes in diesem Bereich, da
der Einschubteil in diesem Bereich sich etwas vom Dichtungsring entfernt hat. Durch
die vom benachbarten Dichtungsring übergebene Druckerhöhung bleibt jedoch der Dichtungsring
auch in diesem Bereich in Anlage gegen das Einschubrohr, so daß auch bei einer verhältnismäßig
großen Biegung der Druckrohrleitung eine zuverlässige Abdichtung erhalten bleibt.
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Die beiden Dichtungsringe können einen etwa rechteckigen Querschnitt
aufweisen, wobei jeweils die dem Einschubteil zugekehrte schmale, die innere Mantelfläche
des Dichtungsringes bildende Stirnseite abgerundet ist.
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Die Dichtungsringe liegen somit in vorteilhafter Weise jeweils mit
ihrer abgerundeten inner#en Mantelfläche gegen den Einschubteil an.
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Der zwischen den beiden Dichtungsringen angeordnete Druckring kann
einen etwa rechteckigen Querschnitt aufweisen, wobei die dem Einschubteil zugekehrte
schmale, die innere Mantelfläche des Druckringes bildende Stirnseite abgerundet
ist. Dadurch kann der Druckring sich in einfacher Weise auf dem eingeschobenen Einschubteil
schräg stellen.
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Zwischen der inneren, abgerundeten Mantelfläche.des Druckringes und
der äußeren Mantelfläche des Einschubteiles und zwischen der äußeren Mantelfläche
des Druckringes in der inneren Mantelfläche einer am Anschlußkörper vorgesehenen
Dichtungsaufnahme kann jeweils ein Abstandsspalt vorgesehen sein, die ein Schrägstellen
des Druckringes zulassen. Das gegebenenfalls erforderliche Schrägstellen des Druckringes
ist somit in einfacher und vorteilhafter Weise gewährleistet. Die Dichtungsaufnahme
kann am freien Ende des Anschlußkörpers eine zylindrische innere Mantelfläche und
als innere Endbegrenzung eine Ringschulter aufweisen, gegen die der innere Dichtungsring
anliegt, wobei der innere Rand der Ringschulter bis nahe an die äußere Mantelfläche
des Einschubteiles heranragt und abgerundet mit einem kegelstumpfförmigen, nach.
außen laufenden inneren Mantelflächenbereich in die mit einem Abstand zur äußeren
Mantelfläche des Einschub-
teiles verlaufende, zylindrische innere
Mantelfläche des Anschlußkörpers übergeht. Der Einschubteil des einen Rohrendes
kann sich somit im weiten Maße winklig in dem Anschlußkörper des zweiten Rohrendes
anordnen, wobei die Kippachse etwa im Bereich der Dichtung liegt.
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Da die als Anlagefläche für den inneren Dichtungsring dienende Ringschulter
mit ihrem inneren Rand bis nahe an die äußere Mantelfläche des Einschubteiles heranragt,
wird der Dichtungsring in diesem Bereich zuverlässig umschlossen, so daß der gewünschte
Preßdruck im Dichtungsring aufgebaut werden kann. Durch den anschließenden kegelstumpfförmig
nach außen laufenden inneren Mantelflächenbereich wird das Kippen des Einschubteiles
im Anschlußkörper ermöglicht.
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Der die Dichtungsringe unter Druck setzende Preßring kann von einer
Flanschscheibe gebildet sein und einen abgesetzten Ansatz für den Eingriff in die
Dichtungsaufnahme des Anschlußkörpers aufweisen und mit der freien Stirnfläche des
abgesetzten Ansatzes gegen den äußeren Dichtungsring anliegen, wobei der innere
Rand der Stirnfläche bis nahe an die äußere Mantelfläche des Einschubteiles heranragt
und mit einer Abrundung in die sich konisch erweiternde innere Mantelfläche des
Preßringes übergehen. Mit diesem Preßring können in einfacher und vorteilhafter
Weise die beiden Dichtungsringe unter Preßdruck gesetzt werden, wobei in Verbindung
mit der Ringschulter der Dichtungsaufnahme die Dichtungsringe allseitig umschlossen
sind, so daß in zuverlässiger Weise der Anpreßdruck der Dichtungsringe gegen den
Einschubteil erzielt werden kann. Da der Preßring eine sich konisch erweiternde
innere Mantelfläche aufweist, wird durch den Preßring das erforderliche Verschwenken
des Einschubteiles in
dem Anschlußkörper ermöglicht.
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Die Flanschscheibe des Preßringes kann Durchbrüche für mit Muttern
versehene Spannschrauben aufweisen und die Spannschrauben können auch noch Durchbrüche
eines Flansches durchgreifen, der an der Außenseite des Anschlußkorpers vorgesehen
ist. Durch Anziehen der Spannschrauben wird somit der Preßring gegen die beiden
Dichtungsringe gedrückt und somit der erforderliche Preßdruck erzielt.
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An der freien Stirnfläche des Anschlußkörpers kann ein rippenförmiger
Vorsprung vorgesehen sein, der als Anschlag beim Anziehen der Spannschrauben gegen
die Flanschscheibe des Preßringes zur Anlage kommt. Durch das Anziehen der Flanschscheibe
des Preßringes gegen den rippenförmigen Vorsprung des Anschlußkörpers wird somit
in zuverlässiger Weise das Anziehen begrenzt und dem Monteur angezeigt, daß der
erforderliche Preßdruck in den Dichtungsringen erzielt ist.
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Der an dem einen Rohrende vorgesehene Anschlußkörper kann im Durchmesser
gegenüber dem Rohrende vergrößert sein und den am anderen Rohrende vorgesehenen
Einschubteil übergreifen. Der an dem einen Rohrende vorgesehene Anschlußkörper kann
somit in einfacher Weise mit dem erforderlichen Spiel für die Schwenkbewegungen
auf das Einschubteil aufgeschoben werden.
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Der an dem einen Rohrende vorgesehene Einschubteil kann im Durchmesser
gegenüber dem zugehörigen Rohrende verkleinert sein und in den am anderen Rohrende
vorgesehenen Anschlußkörper eingreifen. Dadurch kann in einfacher Weise der an dem
einen Rohrende vorgesehene
Einschubteil mit dem erforderlichen
Spiel in den am anderen Rohrende vorgesehenen Anschlußkörper eingesetzt werden.
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Die Länge des in den Anschlußkörper einzuschiebenden Einschubteiles
kann mindestens 500 mm betragen. Dadurch läßt der erfindungsgemäße Klemmverbinder
in einfacher Weise eine große Längenänderung zu.
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Der an dem einen Rohrende vorgesehene Anschlußkörper kann einen an
seiner inneren Mantelfläche durch Schweißen befestigten Anschlagring aufweisen,
gegen den die freie Stirnfläche des am anderen Rohrende vorgesehenen Einschubteiles
als Einschubbegrenzung anstößt. Bei einer Verkürzung der Druckrohrleitung stößt
somit der Einschubteil mit seiner freien Stirnfläche gegen einen Anschlagring an,
der an der inneren Mantelfläche des Anschlußkörpers -durch Schweißen befestigt ist.
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Am freien Ende des in dem Anschlußkörper eingeschobenen Einschubteiles
kann mit einem Halter ein begrenzt beweglicher Anschlagring gehaltert sein, dessen
Außendurchmesser größer ist als der Außendurchmesser des Einschubteiles und der
als Auszugsbegrenzung mit dem kegelstumpfförmigen inneren Mantelflächenbereich des
Anschlußkörpers zusammenwirkt. Dadurch wird in einfacher Weise eine Auszugsbegrenzung
für den Klemmverbinder geschaffen, bei der sich der begrenzt bewegliche Anschlagring
gegen den kegelstumpfförmigen inneren Mantelflächenbereich des Anschlußkörpers ringsum
anlegt, ohne Querkräfte auf den Einschubteil auszuüben, auch wenn der Einschubteil
etwas winklig zum Anschlußkörper ausgerichtet ist.
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Der Anschlagring kann eine entsprechend dem kegelstumpfförmigen inneren
Mantelflächenbereich des Anschlußkörpers verlaufende konische äußere Mantelfläche
aufweisen. Dadurch wird eine großflächige Anlage des Anschlagringes gegen den kegelstumpfförmigen
inneren Mantelflächenbereich des Anschlußkörpers gewährleistet.
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Der Halter des Anschlagringes kann aus einem an der freien Stirnfläche
des Einschubteiles befestigten Ring bestehen, der eine umlaufende, den Anschlagring
mit großem Spiel aufnehmende Nut aufweist. Der Anschlagring ist somit in einfacher
Weise an dem freien Ende des Einschubteiles befestigt und nimmt den Anschlagring
in seiner umlaufenden Nut auf, wobei der Anschlagring sich innerhalb der Nut verstellen
kann.
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Der Einschubteil kann an seiner äußeren Mantelfläche mit einer dünnen,
aufgesinterten Auflage aus einem Graphit aufweisenden Material versehen sein. Dieses
Graphit aufweisende Material besitzt sehr gute Gleiteigenschaften, so daß der an
dem einen Rohrende vorgesehene Einschubteil in leichter Weise innerhalb der Dichtungsringe
verschoben werden kann.
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Der Einschubteil kann an seiner äußeren Mantelfläche auch mit einer
dünnen, aufgesinterten Auflage aus einem Molybdändisulfit aufweisenden Material
versehen sein.
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Dieses Molybdändisulfit aufweisende Material weist in gleicher Weise
sehr gute Gleiteigenschaften auf, damit der an dem einen Rohrende vorgesehene Einschubteil
in einfacher Weise innerhalb der Dichtungsringe verschiebbar ist.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungs-
beispielen
dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 den erfindungsgemäßen Klemmverbinder in Seitenansicht,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 eine zweite Ausführungsform
des Klemmverbinders im Längsschnitt.
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Der auf der Zeichnung dargestellte Klemmverbinder dient zum nachgiebigen
Verbinden zweier Rohrenden 10, 11 einer unterirdisch verlegten Druckrohrleitung
und erlaubt ein gegenseitiges axiales Verschieben und ein Verstellen des Winkels
der beiden Rohrenden 10 und 11.
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Der Klemmverbinder besteht aus einem an dem einem Rohrende 10 vorgesehenen
Anschlußkörper 12, in dem das zweite Rohrende 11 mit einem Einschubteil 13 eingreift.
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Am freien Ende des Anschlußkörpers ist eine mit Vorspannung gegen
die äußere Mantelfläche 14 des Einschubteiles anliegende Dichtung 15, 16 vorgesehen,
wobei die Dichtung 15, 16 mit einem in axialer Richtung zur Druckrohrleitung verschiebbaren
Preßring 17 belastet ist. Die Dichtung besteht aus zwei in axialer Richtung der
Druckrohrleitung hintereinanderliegenden, parallel zueinander angeordneten Dichtungsringen
15 und 16 aus weichelastischem Material, wie Gummi, Kunststoff od.dgl.
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Zwischen den beiden Dichtungsringen 15, 16 ist ein Druckring 18 lose
eingelegt, der aus Metall oder formbeständigem Kunststoff bestehen kann.
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Die beiden Dichtungsringe 15, 16 weisen einen etwa rechteckigen Querschnitt
auf, wobei jeweils die dem Einschubteil 13 zugekehrte schmale, die innere Mantelfläche
des Dichtungsringes 15 bzw. 16 bildende Stirnseite 19, 20 abgerundet ist. Mit diesen
balligen Stirnseiten 19, 20 sind die Dichtungsringe 15, 16 zuverlässig gegen die
äußere Mantelfläche 14 des Einschubteiles 13 anpreßbar.
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Der zwischen den beiden Dichtungsringen 15, 16 angeordnete Druckring
18 weist ebenfalls einen etwa rechteckigen Querschnitt auf, wobei die dem Einschubteil
13 zugekehrte schmale, die innere Mantelfläche des Druckringes 18 bildende Stirnseite
21 abgerundet ist.
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Zwischen der inneren, abgerundeten Mantelfläche 21 des Druckringes
18 und der äußeren Mantelfläche 14 des Einschubteiles 13 und zwischen der äußeren
Mantelfläche 22 des Druckringes 18 und der inneren Mantelfläche 23 einer am Anächlußkörper
vorgesehenen Dichtungsaufnahme 24 ist jeweils ein Abstandsspalt 25, 26 vorgesehen,
die in Verbindung mit der inneren abgerundeten Mantelfläche 21 des Druckringes 18
ein Schrägstellen des Druckringes 18 in der Dichtungsaufnahme 24 und auf dem eingeschobenen
Einschubteil 13 zulassen.
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Die Dichtungsaufnahme 24 ist in einem verdickten Teil am freien Ende
des Anschlußkörpers 12 vorgesehen und weist eine zylindrische innere Mantelfläche
24 auf.
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Als innere Endbegrenzung ist eine Ringschulter 27 vorgesehen, gegen
die der innere Dichtungsring 15 anliegt.
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Der innere Rand der Ringschulter 27 ragt bis nahe an die äußere Mantelfläche
14 des Einschubteiles 13 heran und geht abgerundet mit einem kegelstumpfförmigen
nach
außen laufenden inneren Mantelflächenbereich 27 in die mit einem Abstand zur äußeren
Mantelfläche 14 des Einschubteiles 13 verlaufende, zylindrische innere Mantelfläche
28 des Anschlußkörpers 12 über. Da der innere Rand der Ringschulter 27 bis nahe
an die äußere Mantelfläche 14 des Einschubteiles 13 heranragt, wird in einfacher
Weise eine zuverlässige Umfassung der Dichtungsringe 15, 16 erzielt. Der Einschubteil
13 kann sich dabei in dem Anschlußkörper begrenzt winklig stellen, da durch den
kegelstumpfförmig nach außen laufenden inneren-Mantelflächenbereich 27 ein ausreichend
großer, Freiraum geschaffen wird.
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Der die Dichtungsringe 15, 16 unter Druck setzende Preßring 17 ist
von einer Flanschscheibe 29 gebildet und weist einen abgesetzten Ansatz 30 für den
Eingriff in die Dichtungsaufnahme 24 des Anschlußkörpers 12 auf. Der abgesetzte
Ansatz 30 des Preßringes 17 liegt mit seiner freien Stirnfläche gegen den äußeren
Dichtungsring 16 an. Der innere Rand der Stirnfläche des abgesetzten Ansatzes 30
ragt bis nahe an die äußere Mantelfläche 14 des Einschubteiles 13 heran und geht
mit einer Abrundung in die sich konisch erweiternde innere Mantelfläche 31 des Preßringes
17 über. Mit dem abgesetzten Ansatz 30 können somit in einfacher Weise die Dichtungsringe
15, 16 unter Druck gesetzt werden, wobei die freie Stirnfläche des abgesetzten Ansatzes
30 bis nahe an die äußere Mantelfläche 14 des Einschubteiles 13 heranragt und somit
zu der vollständigen Umschließung der Dichtungsringe 15, 16 beiträgt. Da die innere
Mantelfläche 31 des Preßringes konisch verläuft, ist auch hier ein Freiraum geschaffen,
damit der Einschubteil 30 sich im Anschlußkorper 12 winklig stellen kann.
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Die Flanschscheibe 29 des Preßringes 17 weist Durchbrüche 34 für mit
Muttern 32 versehene Spannschrauben 33 auf. Die Spannschrauben 33 durchgreifen auch
noch Durchbrüche 35 eines Flansches 36, der an der Außenseite des Anschlußkörpers
12 vorgesehen ist. Mit diesen Muttern 32 aufweisenden Spannschrauben 33 kann somit
der Preßring 17 gegen die Stirnfläche des Anschlußkörpers 12 herangezogen werden,
so daß der abgesetzte Ansatz 30 in die Dichtungsaufnahme 24 eindringt und dadurch
die Dichtungsringe 15, 16 unter Preßdruck setzt.
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An der freien Stirnfläche des Anschlußkörpers 12 ist ein umlaufender,
rippenförmiger Vorsprung 37 vorgesehen, der als Anschlag beim Anziehen der Spannschrauben
33 gegen die Flanschscheibe 29 des Preßringes 17 zur Anlage kommt. Durch das Anschlagen
der Flanschscheibe 29 an dem rippenförmigen Vorsprung 37 des Anschlußkörpers 12
wird somit dem Monteur aufgezeigt, daß die Dichtungsringe 15, 16 mit dem erforderlichen
Preßdruck versehen worden sind.
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In der Fig. 2 ist dabei in der oberen Hälfte der Preßring 17 in der
Stellung dargestellt, die er vor dem Anziehen der Spannschrauben 33 einnimmt. In
der unteren Hälfte der Fig. 2 ist der Preßring 17 in der Stellung nach dem Anziehen
der Spannschrauben 33 dargestellt.
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Die Flanschscheibe 29 des Preßringes 17 liegt dabei gegen den umlaufenden
rippenförmigen Vorsprung 37 des Anschlußkörpers 12 an.
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Der an dem einen Rohrende 10 vorgesehene Anschlußkörper 12 ist im
Durchmesser gegenüber dem Rohrende 10 vergrößert und übergreift den am anderen Rohrende
11 vorgesehenen Einschubteil 13. In gleicher Weise kann
auch der
an dem einen Rohrende 11 vorgesehene Einschubteil 13 im Durchmesser gegenüber dem
Rohrende 11 verkleinert sein und in den am anderen Rohrende 10 vorgesehenen Anschlußkörper
12 eingreifen. Hierdurch ist es in einfacher Weise möglich, zwischen dem Einschubteil
13 und dem Anschlußkörper 12 einen genügend großen Freiraum zu schaffen, um ein
Kippen des Einschubteiles 13 im Anschlußkörper zu ermöglichen. Die Länge des in
den Anschlußkörper einzuschiebenden Einschubteiles 13 kann dabei mindestens 500
mm betragen. Mit dem erfindungsgemäßen Klemmverbinder wird somit ein großer Längenausgleich
möglich.
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Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der an dem
einen Rohrende 10 vorgesehene Anschlußkörper 12 einen an seiner inneren Mantelfläche
durch Schweißen befestigten Anschlagring 38 auf, gegen den die freie Stirnfläche
des am anderen Rohrende 11 vorgesehenen Einschubteiles 13 als Einschubbegrenzung
anstößt. Dadurch wird in einfacher Weise erreicht, daß der Einschubteil 13 nicht
zu weit in den Anschlußkörper 12 hineingeschoben werden kann.
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Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist am freien
Ende des in dem Anschlußkörper 12 eingeschobenen Einschubteiles 13 mit einem Halter
39 ein begrenzt beweglicher Anschlagring 40 gehaltert, dessen Außendurchmesser größer
ist als der Außendurchmesser des Einschubteiles 13 und der als Auszugsbegrenzung
mit dem kegelstumpfförmigen inneren Mantelflächenbereich 27 des Anschlußkörpers
12 zusammenwirkt. Bei dieser Ausführungsform kann somit der Einschubteil 13 nicht
vollständig aus dem Anschlußkörper 12 herausgezogen werden, da vorher der Anschlagring
40 gegen den
kegelstumpfförmigen inneren Mantelflächenbereich 27
des Anschlußkörpers 12 zur Anlage kommt. Der Anschlagring 40 weist dabei eine entsprechend
dem kegelstumpfförmigen inneren Mantelflächenbereich 27 des Anschlußkörpers 12 verlaufende
konische äußere Mantelfläche 41 auf. Der Halter 39 des Anschlagringes 40 besteht
aus einem an der freien Stirnfläche des Einschubteiles 13 befestigten Ring 42, der
eine umlaufende, den Anschlagring 42 mit großem Spiel aufnehmende Nut 43 aufweist.
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Der Anschlagring 42 ist somit begrenzt beweglich in der Nut 43 und
kann sich entsprechend einstellen, so daß die konische äußere Mantelfläche 41 immer
vollständig gegen den kegelstumpfförmigen inneren Mantelflächenbereich 27 des Anschlagkörpers
12 zur Anlage kommt, auch wenn der Einschubteil 13 etwas schräg in den Anschlußkörper
12 hineinragt.
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Durch ein Kippen des Einschubteiles 13 im Anschlußkörper 12 wird die
Dichtheit des Klemmverbinders nicht beeinträchtigt. Sobald der Einschubteil 13 sich
im Anschlußkörper 12 schräg stellt, treten in den Dichtungsringen 15 und 16 an gegenüberliegenden
Stellen Druckerhöhungen ein, die auf den zwischen den beiden Dichtungsringen 15,
16 angeordneten Druckring 18 einwirken. Der Druckring 18 stellt sich dadurch schräg
und wirkt auf die benachbarten Bereiche der Dichtungsringe 15, 16 ein, so daß diese
in diesen Bereichen in axialer Richtung zusammengepreßt werden und die innere Mantelfläche
in diesem Bereich nach innen gedrückt wird. Dadurch liegen auch in diesen Bereichen
die Dichtungsringe 15, 16 immer zuverlässig gegen das eingeschobene Einschubteil
13 an.
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Der Einschubteil 13 kann an seiner äußeren Mantel-
fläche
14 mit einer nicht näher dargestellten, dünnen, aufcesinterten Auflage aus einem
Graphit aufweisenden Material versehen sein. Das Graphit der Auflage dient dabei
als Gleitmittel, so daß der Einschubteil 13 sich -im Anschlußkörper bewegen kann.
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In gleicher Weise kann der Einschubteil 13 an seiner äußeren Mantelfläche
14 auch mit einer dünnen, auf gesinterten Auflage aus einem Molybdändisulfit aufweisenden
Material versehen sein. Das Molybdändisulfit wirkt dabei ebenfalls als Gleitmittel.
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Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Klemmverbinder sind die
Rohrenden 10 und 11 durch Schweißen verbunden.
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Bei dem in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Muffenverbindung
zu den Rohrenden 10 und 11 vorgesehen.
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Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausführungsbeispiele lediglich
beispielsweise Verwirklichungen der Erfindung und diese nicht darauf beschränkt.
Vielmehr sind noch mancherlei andere Ausführungen und Abänderungen möglich.
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Kennwort: Hochdruck-Dehner Bezugszeichenliste: 10 Rohrende 11 Rohrende
12 Anschlußkörper 13 Einschubteil 14 äußere Mantelfläche von 13 15 innere Dichtung
16 äußere Dichtung 17 Preßring 18 Druckring 19 Stirnseite von 15 20 Stirnseite von
16 21 Stirnseite von 18 22 äußere Mantelfläche von 18 23 innere Mantelfläche von
24 24 Dichtungsaufnahme 25 innerer Abstandsspalt 26 äußerer Abstandsspalt 27 Mantelflächenbereich
28 innere Mantelfläche von 12 29 Flanschscheibe von 17 30 abgesetzter Ansatz an
29 31 innere Mantelfläche von 17 32 Mutter
33 Spannschrauben 34
Durchbrüche in 29 35 Durchbrüche in 36 36 Flansch an 12 37 rippenförmiger Vorsprung
an 12 38 Anschlagring 39 Halter 40 Anschlagring 41 konische äußere Mantelfläche
von 40 42 Ring von 39 43 Nut in 42
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