DE3333262A1 - Foerder- bzw. raeumkettenanordnung fuer gleisbaumaschinen - Google Patents
Foerder- bzw. raeumkettenanordnung fuer gleisbaumaschinenInfo
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Description
RAU & SCHNECK
PATENTANWÄLTE
Nürnberg, 14.o9.1983
Franz Plasser Bahnbaumaschinen-Industriegesel !schaft m.b.H.,
Johanihesgasse 3, Wien I/Österreich
Förder- bzw. Räumkettenanordnung für Gleisbaumaschinen
Die Erfindung betrifft eine Förder- bzw. Räumkettenanordnung für
eine Gleisbaumaschine, insbesondere eine Schotterbett-Reinigungsmaschine, zur Aufnahme und zum Transport von Schüttgut, mit einer
am Fahrgestellrahmen der Gleisbaumaschine höhenverstellbar angeordneten
Förder- bzw. Räumkette, die in zwei durch einen Antrieb begrenzten und unter Bildung einer Abwurfstelle miteinander verbundenen
Kettenführungs-Längsbahnen und einer diese am gegenüberliegenden
-Ende miteinander verbindenden Kettenführungs-Querbahn
endlos geführt ist, wobei die Kettenführungs-Längsbahnen zumindest
vom Übergangsbereich zur Kettenführungs-Querbahn jeweils in eine zur Gleisebene etwa parallele Richtung abgebogen ausgebildet sind.
Es ist bereits - gemäß DE-OS 2b 23974 - eine auf einer Schotterbett-Reinigungsmaschine
angeordnete Förder- bzw. Räumkettenanordnung zur Aufnahme und zum Transport von Schotter mit einer am
Fahrgestellrahmen der Maschine höhenverstellbar angeordneten Förderbzw.
Räumkette bekannt. Diese aus einzelnen, gelenkig miteinander verbundenen Kettengliedern zusammengesetzte Förder- bzw. Räumkette
ist in zwei durch einen Antrieb begrenzten und unter Bildung einer Abwurfstelle miteinander verbundenen Kettenführungs-Längsbahnen
und einer diese am gegenüberliegenden Ende miteinander verbindenden,
unter das Gleis hindurchgeführten Kettenführungs-Querbahn endlos geführt. Zur Reinigung von Weichenabschnitten ist die Kettenführungs-Querbahn
durch Ein- bzw. Ausbau von Kettenführungs-Querbahngliedern
und entsprechend langen Kettengliedern längenveränderbar.
Diese bekannte Schotterbett-Reinigungsmaschine hat sich insbesondere zur Reinigung unterschiedlicher Schotterbettbreiten im praktischen
Einsatz sehr bewährt.
Es ist weiters - gemäß 1Iv-(B 27 54 8] 1 - eine auf einem brückenartigen
Längsträger eines Gleisumbauzuges angeordnete Räumkettenanordnung zum Aufnehmen und gleichzeitigen Planieren des Schotters der
vom Gleis freigelegten Gleisbettung bekannt. Die höhenverstellbar
Räumkette der Kettenanordnung ist in einem aus zwei annähernd parallel zueinander verlaufenden Kettenführungs-Längsbahnen und einer
oberen und einer unteren Kettenführungs-Querbahn bestehenden Viereck
endlos geführt und durch zwei Antriebe im oberen Endbereich der Kettenführungs-Längsbahnen antreibbar. Im Bereich der oberen
Kettenführungs-Querbahn sind als Abwurfstellen zwei Schotterauslässe
sowie zwei daran anschließende Verteil schurren zum Wiedereinbringen
des mit der Räumkettenanordnung aufgenommenen Bettungsschotters zwischen die neu verlegten Schwellen vorgesehen. Eine
derartige Räumkettenanordnung hat sich für den Einsatz in Umbauzügen zum Planieren der Schotterbettung bewährt.
Es ist aber auch - gemäß DE-OS 23 22 518 - eine Schotterbett-Reinigungsmaschine
mit einer Förder- bzw. Räumkettenanordnung der eingangs beschriebenen Art zur Aufnahme und zum Transport von Schotter
mit einer am Fahrgestellrahmen höhenverstellbar angeordneten
Förder- bzw. Räumkette bekannt. Diese ist in zwei durch einen Antrieb begrenzten und unter Bildung einer Abwurfstelle miteinander verbundenen
Kettenführungs-Längsbahnen und einer diese am gegenüberliegenden
Ende miteinander verbindenden Kettenführungs-Querbahn endlos geführt. Die Kettenführungs-Längsbahnen sind im Übergangsbereich zur Kettenführungs-Querbahn
jeweils in eine zur Schienenebene etwa parallele Richtung abgebogen ausgebildet. Diese vor allem zur Reinigung von
Weichen- und Kreuzungsabschnitten vorgeschlagene Reinigungsmaschine
wurde aber bisher durch technische Schwierigkeiten nicht ausgeführt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Förder-
bzw. Räumkettenanordnung für eine Gleisbaumaschine der eingangs beschriebenen Art zur Aufnahme und zum Transport von Schüttgut
zu schaffen, mit welcher eine höhere Aufnahmeleistung erreichbar ist.
Die Erfindung besteht nun darin, daß die miteinander verbundenen Kettenglieder der Förder- bzw. Räumkette um ihr Verbindungsgelenk
in wenigstens zwei verschiedenen und sich einander kreuzenden Ebenen zueinander verstell- bzw. verschwenk- oder verdrehbar ausgebildet
sind, und daß die Förder- bzw. Räumkette im abgebogenen Endbereich der Kettenführungs-Längsbahnen um wenigstens eine Umlenkrolle umgelenkt
ist, deren Achse etwa senkrecht zur Gleisebene verläuft.
Mit einer derartig ausgebildeten Förder- bzw. Rä'umkettenanordnung
ist unter Vermeidung erhöhter Reibungs- bzw. Umlenkwiderstände
eine problemlose, den robusten Einwirkungen von der Schotterlockerung bis zum leistungsfähigen Schotterabtransport standhaltende,
dauerhafte Führung und Umlenkung der Förder- bzw. Räumkette, insbesondere im abgebogenen Endbereich der Kettenführungs-Längsbahnen,
gewährleistet. Durch die Umlenkung um wenigstens eine drehbar gelagerte
Umlenkrolle im zur Gleisebene parallelen Kettenbereich
ist die Förder- bzw. Räumkette gerade in diesem durch die Vorschubbewegung der Kettenanordnung einem hohen Anpreßdruck ausgesetzten
Bereich mit besonders geringer Reibung und Verschleiß führbar. Mit der Umlenkung der Förder- bzw. Räumkette in eine zur Gleisebene
parallele Ebene ist auch eine erhöhte Abbau- und Förderleistung der Kratzerschaufeln erzielbar, da diese nunmehr mit ihrer Kratzerfinger
aufweisenden Vorderkante etwa senkrecht zur Gleisebene führbar sind, so daß die gesamte Schaufelhöhe identisch mit der tatsächlichen
Räumtiefe ist. Mit der zur Gleisebene etwa parallelen Kettenführung bzw. Bearbeitung ist auch eine besonders gute Planierwirkung
erziel bar, wobei eine im Niveau schon sehr genaue Schotterbettoberfläche als Resultat erreicht wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Kettenglieder
um zwei senkrecht zueinander verlaufende Achsen verschwenk- bzw. verdrehbar miteinander verbunden, wobei im Bereich der Kettenführungs-Querbahn
die eine Achse senkrecht zur Gleisebene und die andere Achse parallel zur Gleisebene sowie senkrecht zur Kettenlängsrichtung
verläuft. Diese Ausbildung der Kettenanordnung zeichnet
sich durch besondere bauliche Einfachheit und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
der Verbindungsgelenke der Kettenglieder aus.
In vorteilhafter Weise sind nach einer weiteren erfindungsgemäßen Ausbildung die Kettenglieder der Förder- bzw. Räumkette durch ein
Kreuzgelenk miteinander verbunden, wobei an den Enden eines vertikalen Kreuzgelenk-Bolzens von den Kettengliedern abstehende, als Führungsorgane
dienende Bolzenköpfe vorgesehen sind. Eine derartige gelenkige Verbindung der Kettenglieder ist bei praktisch n-icht vorhandenen
Verschleißerscheinungen hoch belastbar und weist außerdem eine hohe
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Bewegungsfreiheit auf. Durch die abstehenden Bolzenköpfe ist gleichzeitig
eine präzise höhen- und seitenmäßige Führung der Fdrder- bzw. Räumkette bei minimaler Reibung gesichert.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind zwischen
den Bolzenköpfen vertikal abstehende Führungsstege zur horizontalen Führung der Förder- bzw. Räumkette angeordnet. Gemeinsam mit den
Führungsstegen und den Bolzen köpfen liegt somit - selbst bei längerer
Ausbildung der Kettenglieder und damit größerem Bolzenabstand eine
ununterbrochene Führungsauflage zur präzisen horizontalen Führung der Förder- bzw. Räumkette vor.
In vorteilhafter Weise sind nach einem weiteren Erfindungsmerkmal
die Kettenglieder der Förder- bzw. Räumkette durch ein Kugelgelenk
miteinander verbunden. Die Ausbildung als Kugelgelenk gewährleistet bei lediglich geringem konstruktivem Aufwand eine hohe Bewegungsfreiheit
der einzelnen Kettenglieder für eine problemlose Umlenkung
in verschiedenen Ebenen.
Eine weitere Ausbildung nach der Erfindung besteht darin, daß an der Außenseite jedes Kettengliedes eine gegebenenfalls mit einer
Kratzerschaufel verbundene Schutzplatte lösbar befestigt ist, wobei die Schutzplatten einander benachbarter Kettenglieder in deren
Verbindungsbereich unter Bildung eines kreisbogenförmig gekrümmten Endbereiches einander überlappend ausgebildet sind. Mit dieser vorteilhaften
Ausbildung ist ein wirksamer und dauerhafter Schutz der Kettengelenke vor Abrieb durch die scharfkantigen Schottersteine
und vor Staubeinwirkung für eine längere Lebensdauer der Förderbzw. Räumkette gesichert. Trotz dieses umfassenden Schutzes ist
jedoch durch die kreisbogenförmige Überlappung der Schutzplatten im Gelenkbereich eine Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit der
Kettenglieder zuverlässig ausgeschlossen.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist jeweils im
Übergangsbereich von der gebogenen Kettenführungs-Längsbahn zur Kettenführungs-Querbahn und in etwa deren Mitte ein Gelenk vorgesehen,
wobei die beiden äußeren Gelenke durch einen hydraulischen
Verstel!antrieb miteinander verbunden sind. Diese gelenkige Ausbildung
der Kettenführungs-Querbahn ermöglicht insbesondere im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Ausbildung der Förder- bzw. Räumkette eine noch größere Leistungssteigerung, indem durch ferngesteuerte
Betätigung des Verstellantriebes eine stufenlose, sofort
wirksame Anpassung an unterschiedliche Bettungsbreiten durchführbar
ist. Dabei bleibt in vorteilhafter Weise die Kettenlänge unverändert, so daß weder eine arbeitsintensive Verlängerung der
Kette, noch komplizierte Längen-Ausgleichsvorrichtungen erforderlich
sind. Andererseits wird aber bei geringer Bettungsbreite und
pflugförmiger Stellung der Kettenführungs-Querbahn auch der Vorteil
einer größeren Berührungsfläche der Kette mit dem verkrusteten Schotter erzielt, wodurch ein rascheres Herausreißen des Schotters
möglich ist.
Nach einer weiteren erfindungsgemäßen Ausbildung ist die mit der Kettenführungs-Längsbahn im abgebogenen Bereich gelenkig verbundene
Kettenführungs-Querbahn geteilt ausgebildet und zur Längenverstellung
mit einem hydraulischen Spreizantrieb verbunden. Mit einer
derartigen teleskopartig längenveränderbaren Kettenführungs-Querbahn
ist bei lediglich geringem konstruktivem Mehraufwand - unter entsprechender Kettenverlängerung - eine Anpassung an unterschiedliche
Bettungsbreiten durchführbar. Außerdem ermöglicht der Spreizantrieb ein Nachspannen der Kette bei fortgeschrittener Abnutzung
derselben.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist die den aufsteigenden
Förderteil der Förder- bzw. Räumkette aufnehmende Kettenführungs-Längsbahn im Übergangsbereich zur Kettenführungs-Querbahn
ein kurzes, schräg zur Querbahn hin verlaufendes Zwischenstück auf. Durch ein derartiges Zwischenstück mit einer zweimaligen Umlenkung
der Förder- bzw. Räumkette wird unter Vermeidung eines zu großen Umlenkwinkels erst eine allmähliche überführung des aufgenommenen
Schotters in die Kettenführungs-Längsbahn erzielt. Damit kann ein durch zu starke Umlenkung bedingtes Herausschleudern von Schotter
aus den Kettenschaufeln größtenteils vermieden v/erden.
AO.
Ein weiterer. Erfindungsmerkmal besteht darin, daß im Bereich der Kettenführungs-Längsbahnen um quer zu deren Längsrichtung verlaufende
horizontale Achsen drehbar gelagerte Führungsrollen zur Auflagerung
der Förder- bzw. Räumkette vorgesehen sind. Eine derartige Kettenlagerung ermöglicht unter Einsparung von Antriebsenergie
eine wesentliche Reduzierung sowohl der Gleitreibung als auch des Kettenverschleißes, so daß die Kette für eine weitere Leistungssteigerung
in der Schüttgutförderung stärker belastbar ist.
Schließlich sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung im gebogenen
Übergangsbereich der Kettenführungs-Längsbahn an die Oberseite der umgelenkten Förder- bzw. Räumkette anlegbare Führungsrollen
vorgesehen, die um eine quer zur Längsrichtung der Längsbahn verlaufende Achse drehbar gelagert sind. Durch diese die Förderbzw.
Räumkette zur Umlenkung zwingenden Führungsrollen ist eine
für die Lebensdauer der Kette wesentliche exakte und gleichmäßige Umlenkung bei geringstem Reibungswiderstand durchführbar.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von vier in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig.l eine schematische Seitenansicht einer Schotterbett-Reinigungsmaschine
mit einer Förder- bzw. Räumkettenanordnung nach der Erfindung,
Fig.2 eine schematische Draufsicht der Maschine nach Fig.l,
Fig.3 bis 5 jeweils einen Schnitt durch die Förder- bzw. Räumkettenanordnung
nach Fig.l,
Fig.6 einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform einer
Förder- bzw. Räumkette nach der Erfindung,
Fig.7 bis Io eine schematische Seitenansicht bzw. Draufsicht
auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Förderbzw.
Räumkettenanordnung in zwei verschiedenen Stellungen und
Fig.11 eine schematische Draufsicht auf eine andere Ausführungs-
/lfi.
form einer Förder- bzw. Räumkettenanordnung nach der Erfindung.
Die in Fig.l und 2 dargestellte Schotterbett-Reinigungsmaschine 1
weist einen mittels Schienenfahrwerken auf einem aus Schienen und
Schwellen bestehenden Gleis 2 verfahrbaren Fahrgestellrahmen 3 auf. Dieser besteht aus zwei durch ein Gelenk und einen darüber angeordneten
Spreizantrieb 4 miteinander verbundenen Rahmenteilen. Die Arbeitsrichtung der Schotterbett-Reinigungsmaschine 1 ist durch
einen Pfeil 5 dargestellt. Eine Antriebs- und Energieversorgungseinrichtung 6 ist zur Energieversorgung und eine Steuereinrichtung
7 zur Steuerung der Antriebe vorgesehen. Am Fahrgestellrahmen
3 ist eine Förder- bzw. Räumkettenanordnung 8 gelenkig befestigt und über hydraulische Verstell antriebe 9 höhenverstellbar ausgebildet.
Die Förder- bzw. Räumkettenanordnung 8 setzt sich aus zwei Kettenführungs-Längsbahnen lo,ll, einer unter das Gleis 2 hindurchführbaren
Kettenführungs-Querbahn 12 sowie einer zwischen zwei Antrieben
13 befindlichen Abwurfstelle 14 zusammen. In diesen Führungsbahnen
1o,11,12 und der Abwurfstelle 14 ist eine seitlich abstehende
Kratzerschaufeln 15 aufweisende, endlose Förder- bzw.
Räumkette 16 durch die Antriebe 13 in Bewegung versetz- und um Umlenkrollen
17 umlenkbar. Die Kettenführungs-Längsbahnen Io,11 sind
im Übergangsbereich zur Kettenführungs-Querbahn 12 in eine zur Gleisebene etwa parallele Richtung abgebogen ausgebildet.
Unterhalb der Abwurfstelle 14 ist ein kurzes Förderband 18 vorgesehen,
unter dessen Abwurfbereich der Aufnahmebereich eines weiteren Förderbandes 19 angeordnet ist. Unterhalb der beiden Förderbänder
18,19 sind zwei Siebanlagen 2o,21 mit Vibrationsantrieben
22,23 zur Schwingungserregung am Fahrgestellrahmen 3 gelagert. Mittig
unter beiden Siebanlagen 2o,21 ist ein Abraum-Förderband 24
vorgesehen, an das in Arbeitsrichtung vorne weitere Förderbänder zum Abraum-Transport anschließen. Seitlich unter der hinteren Siebanlage
21 sind kurze Transportbänder 25 zum Transport des gereinigten Schotters in Abwurfschurren 25 vorgesehen. Im Bereich der vorderen
Siebanlage 2o ist ein seitlich verschwenkbares Schotter-Abwurfband 27 und an dieses anschließend eine höhenverstellbare Pia-
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Al.
niereinrichtung am Fahrgestellrahmen 3 angelenkt. Das Gleis 2 wird
im Bereich der Förder- bzw. Räumkettenanordnung 8 insgesamt von drei Gleis-Hebeeinrichtungen angehoben, um eine günstige Schienenbiegelinie
zu erreichen. Die unter dem Spreizantrieb 4 befindliche, aus seitlich verschwenkbaren Heberollen gebildete Gleis-Hebeeinrichtung
28 ist mit dem Fahrwerk verbunden und durch den Spreizantrieb 4 höhenverstellbar. Eine Seitenverstellung des Fahrgestellrahmens
3 in Gleisbogen kann durch Seiten-Verstellantriebe 29 erzielt
werden. Im Bereich des vorderen Fahrwerkes sind zur Vermeidung zu hoher Achslasten im hochgespreizten Zustand des Fahrgestell
rahmens 3 mit vertikalem Druck beaufschlag- und höhenverstellbare Hilfsfahrwerke 3o angeordnet. In einem Gelenk 31 sind die beiden
Rahmenteile des Fahrgestellrahmens 3 um eine horizontale, quer
zur Maschinenlangsnchtung verlaufende Achse verschwenkbar verbunden. Unmittelbar vor den HiTfsfahrwerken 3o ist ein höhenverstellbares
Stopfaggregat 32 mit vibrier- und beistellbaren Stopfwerkzeugpaaren
sowie ein höhenverstellbares Gleis-Hebeaggregat vorgesehen, die zusammen an einem gegenüber dem Fahrgestellrahmen 3 längsverschiebbaren
Rahmen befestigt sind. In Fig.2 ist im Übergangsbereich von der Kettenführungs-Längsbahn Io zur Kettenführungs-Querbahn
12 ein kurzes, schräg angeordnetes Zwischenstück zur Vermeidung einer zu starken Umlenkung der Förder- bzw. Räumkette 16 ersichtlich.
Im vorderen Endbereich dieses Zwischenstückes 33 ist ein durch einen Längsverstellantrieb um eine vertikale Achse verschwenkbarer
Pflugschild 34 angeordnet.
Die in den Fig.3 bis 5 detailliert dargestellte Förder- bzw. Räumkette
16 der Förder- bzw. Räumkettehanordnung 8 ist aus einer Vielzahl
von einzelnen, gleich ausgebildeten Kettengliedern 35 zusammengesetzt,
die jeweils durch ein Kreuzgelenk 36 miteinander verbunden sind. Dieses besteht im wesentlichen aus zwei senkrecht zueinander
angeordneten Kreuzgelenk-Bolzen 37,38 mit einem Zwischenstück
39. An den Enden des vertikalen, eine Achse 4o aufweisenden Bolzens 37 sind Bolzenköpfe 41 angeordnet, an denen jeweils ein
Zahnrad des Antriebes 13 zur Kraftübertragung angreift. Die Kettenglieder 35 sind sowohl um die Achse 4o als auch um eine Achse 42
des Bolzens 38 in verschiedenen sich einander kreuzenden Ebenen
zueinander verschwenkbar ausgebildet. In Fig.3 ist der übergang
von der Kettenführungs-Querbahn 12 zum gebogenen Übergangsbereich der Kettenführungs-Längsbahn Io ersichtlich, in dem die Kettenglieder
35 im wesentlichen um die horizontale Achse 42 beim Arbeiten
verschwenkt werden. Die Umlenkung um die in Fig.4 ersichtliche
Umlenkrone 17, deren Achse etwa senkrecht zur Gleisebene verläuft, erfolgt hingegen um die vertikale Achse 4o. Innerhalb dieser
Bereiche erfolgt gleichzeitig eine Umlenkung um beide Achsen 4o,42 in diesen verschiedenen tbenen. Zwischen den einzelnen Bolzenköpfen
41 sind vertikal abstehende Führungsstege 43 zur Führung
der Förder- bzw. Räumkette 16 auf Führungsroi 1 en 44 angeordnet. Die unteren Führungsrollen 44 sind lediglich in den Kettenführungs-Längsbahnen
lo,ll und die oberen Führungsrollen 44 lediglich im gebogenen
Übergangsbereich 45 vorgesehen. Die Führung in der Kettenführungs-Querbahn 12 erfolgt über eine Gleitreibung auf einer Führung
46. Die seitliche Führung der Förder- bzw. Räumkette 16 erfolgt
durch vertikale Führungsleisten 47. Seitlich an den Kettengliedern
35 sind Schutzplatten 48 lösbar befestigt, die unter Bildung
eines kreisbogenförmigen Endes jeweils im Bereich eines Kreuzgelenkes 36 einander überlappen. Jede dritte Schutzplatte 48 ist
mit einer Kratzerschaufel 49 verbunden. Wie in Fig.3 ersichtlich, ist die Kettenführungs-Längsbahn Io aus einem rechteckigen Kasten
gebildet, an dessen Innenseite verschleißfeste Platten 5o angeordnet
sind.
In Fig.6 sind einzelne, eine ähnliche Förder- bzw. Räumkette 51
bildende Kettenglieder 52 durch ein Kugelgelenk 53 miteinander verbunden. Die Kettenglieder 5? sind um die Achse eines Bolzens 54
verschwenkbar und um einen Kugel teil in verschiedenen Ebenen verdrehbar.
Die in Fig.7 bis Io ersichtliche Fonicr- bzw. Räumkettenanordnung
55 mit einer durch in wenigstens zwei verschiedenen und sich
einander kreuzenden Ebenen zueinander verstellbaren Kettenglieder
gebildeten Förder- bzw. Räumkette 56 weist am Ende einer Kettenführungs-Längsbahn
57 einen gebogenen Übergangsbereich 58 auf. Eine durch die jeweiligen Kettenglieder gebildete Kettenführungs-
Querbahn 59 ist aus zwei durch ein Gelenk 60 miteinander verbundenen
Teilen gebildet, deren andere Enden jeweils über ein Gelenk 61 mit der durch die jeweiligen Kettenglieder gebildetaiKettenführungs-La'ngsbahn
57 verbunden ist. Diese beiden äußeren Gelenke 61 sind durch einen hydraulischen Vers teil antrieb 62 miteinander verbunden,
so daß die Bearbeitungsbreite in Abhängigkeit von verschieden breiten Gleisen - wie in Fig.Io ersichtlicn - entsprechend veränderbar
ist. Die Förder- bzw. Räumkette 56 wird um Umlenkrollen 63 umgelenkt,
deren Achse etwa senkrecht zur Gleisebene verläuft. An der Kettenführungs-Längsbahn 57 ist ein seitlich verschwenkbarer PfIugschild
64 angeordnet. Zwischen Kettenführungs-Längsbahn 57 und -Querbahn 59 ist ein kurzes,, schräg zu diesen verlaufendes Zwischenstück
65 vorgesehen.
Die in Fig.11 ersichtliche Förder- bzw. Räumkettenanordnung 66 ist
an einem Fahrgestellrahmen 67 eines Gleisumbauzuges zur Planierung
und tei!weisen Hochförderung des freigelegten Schotterbettes höhenverstellbar
angelenkt. Eine durch in wenigstens zwei verschiedenen und sich einander kreuzenden Ebenen zueinander verstellbaren Kettenglieder
gebildete endlose Förder- bzw. Räumkette 68 ist über Umlenkrollen 69 umlenk- und durch einen Antrieb 7o antreibbar. Die
Förder- bzw. Räumkettenanordnung 66 ist aus jeweils zwei gebogenen
Kettenführungs-Längsbahnen 71 und einer jeweils gelenkig daran befestigten
Kettenführungs-Querbahn 72 gebildet. Die beiden Teile der Querbahn 72 sind durch einen Spreizantrieb 73 zur stufenlosen Veränderung
der Bearbeitungsbreite teleskopartig längsverschiebbar.
Die Wirkungsweise der mit der Förder- bzw. Räumkettenanordnung erfindungsgemäß
ausgebildeten, in den Fig.! und.2 dargestellten Schotterbett-Reinigungsmaschine ist folgende:
Nach Einschwenken der Gleis-Hebeeinrichtungen unter den Schienenkopf
wird der Spreizantrieb 4 betätigt und damit das Gleis 2 gleichzeitig mit Anhebung der Fahrgestell rahmenteile angehoben.
Die Hilfsfahrwerke 3o werden abgesenkt und zur Entlastung des Fahrwerkes
mit Druck beaufschlagt. Die Kettenführungs-Querbahn 12 wird durch eine vorbereitete öffnung der Schotterbettung unter das
Gleis 2 hindurchgeführt. Danach wird die Maschine 1 durch Inbetriebnahme
des Antriebes 6, der beiden Antriebe 13 für die Förder- bzw. Räumkette 16 und der Vibrationsantriebe 22,23 in Bewegung
versetzt. Dabei wird die entgegen dem Uhrzeigersinn rotierende - und mit durch ein Kreuzgelenk miteinander verbundene Kettenglieder
ausgebildete r Förder- bzw. Räumkette 16 kontinuierlich von einer durch die beiden Längsbahnen Ιο,Π gebildeten Schrägebene in eine zur Gleisebene parallele Ebene umgelenkt. Der von
der Bettung losgerissene Schotter wird über die Kettenführungs-Längsbahn Io zur Abwurfstelle 14 hochgefördert, wobei durch eine
entsprechende Stellung des Pflugschildes 34 ein seitliches Abrollen
von Schotter zuverlässig ausgeschlossen wird. Das Förderband 18 wirft den Schotter teilweise auf die vordere Siebanlage 2o und
teilweise auf das hintere Förderband 19, von wo der Schotter in die hintere Siebanlage 21 fällt. Während der gereinigte Schotter
der vorderen Siebanlage 2o über das Schotter-Abwurfband 27 auf
das freigelegte Planum abgeworfen wird, gelangt der gereinigte Schotter der hinteren Siebanlage 21 über die Abwurfschurren 26
in die Schwellenzwischenfacher. Durch eine entsprechende Längsverschiebung
des hinteren Förderbandes 19 kann der Schotteranteil für die hintere Siebanlage 21 wahlweise verändert werden.
Da insbesondere bei geringer Schotterbetthöhe das Gleis 2 zur Durchführung der Förder- bzw. Räumkette 16 unter den Schwellen
höher angehoben werden muß, wird das Gleis 2 durch das Stopfaggregat 32 unter Anhebung durch die Gleis-Hebeeinrichtung provisorisch
unterstopft. Damit bleibt die durch die weiteren Gleis-Hebeeinrichtungen verursachte Biegelinie des Gleises 2 innerhalb des zulässigen
Bereiches. Durch die, die Schotterbettung bestreichenden und miteinander jeweils durch ein Kreuzgelenk verbundenen
Kettenglieder erfolgt eine genauere Bearbeitung der Bettung, wobei
eine im wesentlichen bereits genau zur Gleisebene verlaufende Bearbeitungsfläche entsteht, auf welcher die mit den Schienen verbundenen
Schwellen besser, satter und genauer zur Auflage kommen. Darüberhinaus wird durch die Beaufschlagung der Schotterbettung
mit dem abgebogenen Teil der Förder- und Räumkette die Leistung
beträchtlich gesteigert.
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Claims (1)
- Patentansprüche1. Fdrder- bzw. Räumkettenanordnung für eine Gleisbaumaschine, insbesondere eine Schotterbett-Reinigungsmaschine, zur Aufnahme und zum Transport von Schüttgut, mit einer am Fahrgestellrahmen der Gleisbaumaschine höhenverstellbar angeordneten Förderbzw. Räumkette, die in zwei durch einen Antrieb begrenzten und unter Bildung einer Abwurfstelle miteinander verbundenen Kettenführungs-Längsbahnen und einer diese am gegenüberliegenden Ende miteinander verbindenden Kettenführungs-Querbahn endlos geführt ist, wobei die Kettenführungs-Längsbahnen zumindest vom Übergangsbereich zur Kettenführungs-Querbahn jeweils in eine zur Gleisebene etwa parallele Richtung abgebogen ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet , daß die miteinander verbundenen Kettenglieder (35,52) der Förder- bzw. Räumkette (16,51,56,68) um ihr Verbindungsgelenk in wenigstens zwei verschiedenen und sich einander kreuzenden Ebenen zueinander verstell- bzw. verschwenk- oder verdrehbar ausgebildet sind, und daß die Förder- bzw. Räumkette (16) im abgebogenen Endbereich der Kettenführungs-Längsbahnen (Ιο,Π ) um wenigstens eine Umlenkrolle (17) umgelenkt ist, deren Achse etwa senkrecht zur Gleisebene verläuft.2. Kettenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenglieder (35) um zwei senkrecht zueinander verlaufende Achsen (4o,42) verschwenk- bzw. verdrehbar miteinander verbunden sind, wobei im Bereich der Kettenführungs-Querbahn (12) die eine Achse (4o) senkrecht zur Gleisebene und die andere Achse (42) parallel zur Gleisebene sowie senkrecht zur Kettenlängsrichtung verläuft.3. Kettenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenglieder (35) der Förder- bzw. Räumkette (16) durch ein Kreuzgelenk (36) miteinander verbunden sind, wobei an den Enden eines vertikalen Kreuzgelenk-Bolzens (37) von den Kettengliedern abstehende, als Führungsorgane dienende Bolzenköpfe (41) vorgesehen sind.• ·■ j* V9 *«· · ■■ ■<I.4. Kettenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Bolzenköpfen (41) vertikal abstehende Führungsstege (43) zur horizontalen Führung der Förderbzw. Räumkette (16) angeordnet sind.5. Kettenanordnung nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenglieder (52) der Förder- bzw. Räumkette (51) durch ein Kugelgelenk (53) miteinander verbunden sind (Fig.6).6. Kettenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite jedes Kettengliedes (35) eine gegebenenfalls mit einer Kratzerschaufel (49) verbundene Schutzplatte (48) lösbar befestigt ist, wobei die Schutzplatten (48) einander benachbarter Kettenglieder in deren Verbindungsbereich unter Bildung eines kreisbocfenförmig gekrümmten Endbereiches einander überlappend ausgebildet sind.7. Kettenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils im Übergangsbereich von der gebogenen Kettenführungs-Längsbahn (57) zur Kettenführungs-Querbahn (59) und in etwa deren Mitte ein Gelenk (6o,61) vorgesehen ist, wobei die beiden äußeren Gelenke (61) durch einen hydraulischen Verstellantrieb (62) miteinander verbunden sind (Fig.7-lo).8. Kettenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Kettenführungs-Längsbahn (71) im abgebogenen Bereich gelenkig verbundene Kettenführungs-Querbahn (72) geteilt ausgebildet und zur Längenverstellung mit einem hydraulischen Spreizantrieb (73) verbunden ist (Fig.11).9. Kettenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die den aufsteigenden Förderteil der Förder- bzw. Räumkette (16,56) aufnehmende Kettenführungs-Längsbahn (lo,57) im Übergangsbereich zur Kettenführungs-Querbahn (12, 59) ein kurzes, schräg zur Querbahn hin verlaufendes Zwischenstück (33,65) aufweist.333326ι.Ιο. Kettenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Kettenführungs-Längsbahnen (lo.11) um quer zu deren Längsrichtung verlaufende horizontale Achsen drehbar gelagerte Führungsrollen (44) zur Auflagerung der Förder- bzw. Räumkette (16) vorgesehen sind.11. Kettenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis lo, dadurch gekennzeichnet, daß im gebogenen Übergangsbereich (45) der Kettenführungs-Längsbahn (lo) an die Oberseite der umgelenkten Förder- bzw. Räumkette (16) anlegbare Führungsrollen (44) vorgesehen .sind, die um eine quer zur Längsrichtung der Längsba-n (lo) verlaufende Achse drehbar gelagert sind.
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