DE3329039A1 - Reibungskupplung in gedrueckter bauweise ohne anlagewechsel der membranfeder - Google Patents
Reibungskupplung in gedrueckter bauweise ohne anlagewechsel der membranfederInfo
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- F16D13/00—Friction clutches
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- F16D13/38—Friction clutches with axially-movable clutching members with flat clutching surfaces, e.g. discs
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- F16D13/70—Pressure members, e.g. pressure plates, for clutch-plates or lamellae; Guiding arrangements for pressure members
- F16D13/71—Pressure members, e.g. pressure plates, for clutch-plates or lamellae; Guiding arrangements for pressure members in which the clutching pressure is produced by springs only
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Description
FICHTEL ä SACHS AG, SCHWEINFURT
PATENT- UND GEBRAUCHSMUSTER-HILFSÄNMELDUNG
ANR 1 oo1 485
REG-NR 12 236
REIBUNGSKUPPLUNG
I N
GEDRÜCKTER BAUWEISE OHNE ANLAGEWECHSEL
DER
MSMBRANFSDER
MSMBRANFSDER
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reibungskupplung, insbesondere
für Kraftfahrzeuge, bestehend u. a. aus einer an dem Kurbelwellenende befestigten Trägerplatte, die eine erste Reibfläche
trägt, einer axial verschiebbaren, aber drehfest mit der Trägerplatte
verbundenen Anpreßplatte mit einer zweiten Reibfläche, die
/tf
von einer Membranfeder beaufschlagbar ist, einer Kupplungsscheibe zwischen beiden 'Reibflächen, die über eine Verzahnung auf der in
Flucht mit der Kurbelwelle angeordneten Getriebewelle sitzt, einer axial festen Abstützung·der Membranfeder an ihrem äußeren Umfang
und einer Abstützung in ihrem mittleren Bereich über das Bauteil mit der zweiten Reibfläche, sowie einem ein Ausrücklager aufweisendes
Ausrücksystem, das auf die Federzungen der Membranfeder einwirkt.
Eine Reibungskupplung dieser Bauart ist beispielsweise durch die deutsche Patentschrift 1 555 4o8 bekannt. Diese bekannte Membranfeder-Kupplung
ist eine, sogenannte "gezogene" Kupplung, bei der sich die Membranfeder mit ihrem äußeren Umfang am Gehäuse und mit einem
mittleren Umfang an der Anpreßplatte anlegt. Zum Lüften der Kupplung müssen die Federzungen der Membranfeder von der Kupplung wegbewegt
werden, wodurch die Anpreßplatte vom Druck der Membranfeder befreit wird und die zwischen Anpreßplatte und Trägerplatte
eingespannte Kupplungsscheibe gelöst wird. Diese Kupplungs-Bauart weist den Vorteil auf, daß die beiden Anlagestellen zwischen
Membranfeder und Gehäuse bzw. zwischen Membranfeder und Anpreßplatte eindeutig vorbestimmt sind und auch während des Aus- bzw.
Einrückvorganges immer eine eindeutige Anlage der Membranfeder, vor allem am Gehäuse, gewährleistet ist. Nachteilig bei diesem
System ist anzusehen, daß das Ausrücksystem in irgendeiner Weise die nach innen weisenden Federzungen hintergreifen muß, wodurch
Montage und Demontage von Motor und Getriebe gewisse Schwierigkeiten mit sich bringenο
Das zweite bekannte Aufbausystem für eine Reibungskupplung kann prinzipiell der deutschen Offenlegungsschrift 2647 7o3 entnommen
werden. Hierbei ist die Membranfeder mit ihrem äußeren Umfang durch ihre Vorspannung an der Anpreßplatte abgestützt und mit
ihrem mittleren Bereich am Kupplungsgehäuse. Das Ausrücksystem wirkt von außen her auf die Federzungen der Membranfeder und lüftet
die Kupplung durch Bewegung auf die Kupplung zu. Während dieses Ausrückvorganges findet an der Gehäuseabstutzung der Membran-
feder ein Auflagewechsel statt, der mit zunehmendem Lebensalter der Kupplung und' dem an dieser Stelle auftretenden Verschleiß
einen immer größer werdenden zusätzlichen Ausrückweg erfordert. Diesem Nachteil steht der Vorteil gegenüber, daß diese Kupplungsbauart leicht zu montieren und leicht zu demontieren ist, da das
Ausrücksystem die Membr^nfederzungen nicht hintergreifen muß.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, unter Beibehaltung des
prinzipiellen Aufbaus einer Membranfeder-Kupplung die Vorteile der beiden oben geschilderten Systeme in einer Kupplungskonstruktion
zu vereinigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Kennzeichen des Hauptanspruches
gelöst. Einerseits ergibt sich durch die vorgeschlagene Lösung eine Membranfeder-Kupplung, die den einfachen Aufbau und
die einfache Montageweise einer gedrückten Membranfeder-Kupplung aufweist und bei welcher andererseits die Membranfeder den Abhubverlust
der gängigen gedrückten Reibungskupplung vermeidet. Die vorgeschlagene Konstruktion weist im Prinzip zwei getrennte Anpreßplatten
auf, von denen eine fest angeordnet ist und die andere axial verschiebbar. Die Membranfeder stützt sich an ihrem
äußeren Umfang an der fest angeordneten Anpreßplatte ab und wirkt über ihren mittleren Bereich über ein Stützgehäuse auf die gegenüberliegende
Seite oder auf die dort angeordnete zweite Anpreßplatte, über das Ausrücksystem kann diese Reibungskupplung durch
Drücken ausgerückt werden, wodurch eine Trennung zwischen Motor und Getriebe problemlos durchzuführen ist. Infolge ihres Aufbaus
kann diese Reibungskupplung gegen jedes gedrückte System ausgewechselt werden, ohne dessen Nachteile mit zu übernehmen. Es entfällt
der Abhubverlust bei Verschleiß und der normale gedrückte Ausrücker ist weiter verwendbar.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen dieser
Reibungskupplung wiedergegeben.
Die Erfindung wird anschließend anhand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Die Darstellung zeigt den Längsschnitt durch . die obere Hälfte einer Reibungskupplung. Die Kurbelwelle 1 der
Brennkraftmaschine ist in üblicher Weise mit einer Trägerplatte • 2 verbunden, welche an ihrem Außenumfang den Anlasserzahnkranz 3
•; trägt. Im Abstand von deif Trägerplatte 2rin Richtung auf das nicht
dargestellte Getriebe zu/ ist die erste Anpreßplatte 5 fest angeordnet.
Sie ist über mehrere am Umfang verteilte Stege 17 mit der Trägerplatte 2 verbunden. Zwischen der ersten Anpreßplatte 5 und
der Trägerplatte 2 ist die zweite Anpreßplatte 4 angeordnet, die am Außenumfang Durchbrechungen 15 aufweist, in welchen die Stege
17 verlaufen. Die zweite Anpreßplatte 4 ist mit einem Stützgehäuse 1o verbunden, welches mit Stegen 16 die Durchbrechungen 14 der
ersten Anpreßplatte 5 durchdringt und welches sich auf der der Anpreßplatte 4 abgewandten Seite der Anpreßplatte 5 befindet. Zwischen
dem Stützgehäuse 1o und der ersten Anpreßplatte 5 ist die
Membranfeder 11 angeordnet, deren Membranfederzungen 12 nach radial
innen reichen. Die Membranfeder 11 stützt sich dabei mit ihrem Außenumfang auf der ersten Anpreßplatte 5 ab und mit ihrem
mittleren Bereich am Stützgehäuse 1o. Zwischen den beiden Reibflächen 6 bzw. 7 der zweiten Anpreßplatte 4 bzw. der ersten Anpreßplatte
5 sind die Reibbeläge der Kupplungsscheibe 8 angeordnet, welche drehfest, aber axial verschiebbar, auf der Verzahnung
der Getriebe-Eingangswelle 9 gelagert ist«. Im Bereich radial außerhalb der Reibflächen 6 und 7 befinden sich einmal die Stege
16 und 17 in Umfangsrichtung versetzt, welche die Durchbrechungen
14 und 15 durchdringen, sowie Lüftfedern 13, welche im ausgekuppelten
Zustand der Reibungskupplung die Reibflächen 6 und 7 auf Abstand halten«,
Die Funktionsweise der dargestellten Reibungskupplung ist folgende:
In der Zeichnung ist der eingekuppelte Zustand wiedergegeben. Zum Auskuppeln der Kupplung wird das nicht näher dargestellte Ausrücksystem
an den Membranfederzungen 12 zur Anlage gebracht und es übt eine Kraft in Richtung des Pfeiles "B" auf diese aus. über-
windet diese Kraft die Vorspannkraft der Membranfeder 11, so
schwenkt diese um ihre Auflage an der ersten Anpreßplatte '5 in Richtung auf die Trägerplatte 2 zu, wodurch das Stützgehäuse
1o entlastet wird. Da das Stützgehäuse 1o über die Stege 16
fest mit der Anpreßplatte 4 verbunden ist, wird auch diese entlastet und die Kupplungsscheibe 8 kann sich zwischen der axial
fest an der Trägerplatte 2 angeordneten ersten Anpreßplatte 5 und der zweiten Anpreßpiatte 4 in Umfangsrichtung frei bewegen»
Der Einrückvorgang der Kupplung geht in die entgegengesetzte Richtung vor sich.
Die Anordnung der Meinbranfeder 1o erfolgt im vorliegenden Fall
im Prinzip entsprechend einer herkömmlichen gezogenen Kupplung» Das bedeutet, daß sich die Meinbranfeder um ihren radial äußeren
Abstützpunkt während des Ein- und Ausrückens der Kupplung verschwenken läßt. In ihrem mittleren Bereich wirkt sie* auf eine
Anpreßplatte ein zum Freigeben oder zum Einspannen der Kupplungsscheibe 8. Durch dieses System wird vermieden, daß bei Verschleiß
zwischen der Membranfeder und ihren Auflagestellen der Ausrückweg
vergrößert wird. Gleichzeitig.kann die Kupplung in üblicher
Weise betätigt werden, d. h., durch Drücken des Ausrücksystems auf die Federzungenenden in Richtung auf die Kupplung zu.
Dies bringt den Vorteil mit sich, daß die Motor-Getriebe-Einheit eines solchen Fahrzeuges sehr leicht getrennt und auch wieder
zusammengebaut werden kann, da keine1 feste Verbindung zwischen
dem Ausrücksystem und den Federzungen vorgesehen sein muß- Änderungen
am Fahrzeug sind dann nicht nötig, wenn eine bisher gedrückte Kupplung durch dieses neue System ersetzt werden soll.
15oO7.1983
FRP-2 Ho/Sk-
FRP-2 Ho/Sk-
- Leerseite -
Claims (1)
- PATENTANSP RO CHE1. Reibungskupplung insbesondere für Kraftfahrzeuge, bestehend u. a. aus einer an,dem Kurbelwellenende befestigten Trägerplatte, die eine erste Reibfläche trägt, einer axial verschiebbar, aber_dr<$hfest mit der Trägerplatte verbundenen Anpreßplatte mit einer zweiten Reibfläche, die von einer Membranfeder beaufschlagbar ist, einer Kupplungsscheibe zwischen beiden Reibflächen, die über eine Verzahnung auf der in Flucht mit der Kurbelwelle angeordneten Getriebewelle sitzt/ einer axial festen Abstützung der Membranfeder an ihrem äußeren Umfang und einer Abstützung in ihrem mittleren Bereich über das Bauteil mit der zweiten Reibfläche, sowie einem ein Ausrücklager aufweisendes Ausrücksystem, das auf die Federzungen der Membranfeder einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daßa) eine erste Anpreßplatte (5) mit der ersten Reibfläche (7) vorgesehen ist, im Abstand von der Trägerplatte (2) und fest mit dieser verbunden ist und deren Reibfläche (7) auf dieP * Trägerplatte (2) zu gerichtet ist,b) eine zweite Anpreßplatte (4) mit der zweiten Reibfläche (6) vorgesehen ist, die zwischen erster Anpreßplatte (5) und Trägerplatte (2) axial verschiebbar, aber drehfest angeordnet ist und deren Reibfläche (6) von der Trägerplatte (2) wegweist,c) ferner die zweite Anpreßplatte (4) mit einem Stützgehäuse (1o) fest verbunden ist, daß auf der der ersten Anpreßplatte (5) abgewandtenSeite der zweiten Anpreßplatte (4) angeordnet ist undd) die Membranfeder (11) zwischen Stützgehäuse (1o) und erster Anpreßplatte (5) angeordnet ist und sich in '.ihrem Außen-Umfangsbereich an der ersten AnprejSplatte (5) und mit ihrem mittleren Bereich an dem Stützgehäuse (1o) abstützt unde) das Ausrücksystem zum Ausrücken der Reibungskupplung die Federzungen (12) der Membranfeder (11) auf die Anpreßplatten (4, 5) zu bewegt»2. Reibungskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Anpreßplatten (4, 5) im Bereich radial außerhalb der Reibflächen (6, 7) mit in Umfangsrichtung versetzten Durchbrechungen (14, 15) versehen sind, zur Durchführung der Verbindungselemente (16, 17) einerseits zwischen Trägerplatte (2) und erster Anpreßplatte (5) und andererseits zwischen zweiter Anpreßplatte (4) und Stützgehäuse (1o)«Reibungskupplung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen beiden Anpreßplatten (4, 5) Lüftfedern (13) vorgesehen sind.4. Reibungskupplung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung der zweiten Anpreßplatte (4) in Umfangsrichtung vorzugsweise durch die Stege (17) und die Durchbrechungen (15) erfolgt.15.o7.1983
FRP-2 Ho/Sk-
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