DE3327585C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Instrument für
die epidurale und spinale Anästhesie.
Die spinale Anästhesie betrifft die Zuführung kleiner
Mengen eines anästhetischen Mittels in die Dura oder
subarachnoid. Es handelt sich hierbei um ein relativ ein
faches Verfahren, das den weiteren Vorteil hat rasch
wirkend zu sein und eine gute Muskelentspannung ergibt.
Die Nachteile des Verfahrens bestehen jedoch darin, daß
die Wirkung nur über eine kurze Zeitdauer anhält und daß
das Anstechen der Dura zu schweren Kopfschmerzen beim
Patienten führen kann.
Es ist allgemeine Praxis, die spinale Anästhesie in Ver
bindung mit einer epiduralen Anästhesie anzuwenden, wobei
die Wirkung sich langsamer einstellt und eine geringere
Muskelentspannung bewirkt wird. Hierbei ist jedoch der
Vorteil zu verzeichnen, daß die anästhetische Wirkung
verlängert werden kann durch wiederholte oder kontinuier
liche Zufuhr eines anästhetischen Mittels über einen
epiduralen Katheder. Hierbei wird zuerst eine spinale
Anästhesie ausgeführt, an welche sich eine kontinuierliche
epidurale Anästhesie über die gewünschte Zeitdauer hinweg
anschließt.
Es ist üblich, die spinale und epidurale Insertion an
verschiedenen Stellen auszuführen, jedoch hat es sich
als vorteilhaft erwiesen, beide Prozeduren an der gleichen
Stelle auszuführen, da hierdurch die Belästigung des
Patienten vermindert wird und auch die Zeit verkürzt wird,
welche für die Anästhesie erforderlich ist. Es ist bekannt,
eine Tuohy-Nadel in üblicher Weise in den epiduralen Raum
einzuführen. Über diese Tuohy-Nadel wird sodann eine
spinale Nadel eingeführt, welche über die Spitze der
Tuohy-Nadel austritt und in die Dura eindringt.
Das Anästhetikum wird sodann über die spinale Nadel ein
geführt. Die spinale Nadel wird sodann herausgezogen
und über die verbleibende Tuohy-Nadel sodann in üblicher
Weise ein epiduraler Katheder eingeführt.
Um die Unbequemlichkeit für den Patienten während der
epiduralen und spinalen Anästhesie zu vermindern, ist
es wichtig, daß die scharfen angeschrägten Spitzen sowohl der
Tuohy-Nadel als auch der spinalen Nadel mit den Fasern
des Gewebes fluchten, durch welche diese Nadeln ge
stochen werden, um ein Durchschneiden des Gewebes weit
gehend zu vermeiden.
Die DE 32 18 242 C2 beschreibt eine Doppelkanüle für die Periduralanästhesie, welche
aus einer äußeren Stichkanüle mit scharfer, offener Spitze und aus einer Innenkanüle,
die in der Stichkanüle geführt ist, besteht. Dabei ist die Spitze der Innenkanüle geschlossen,
die Öffnung der Innenkanüle befindet sich seitlich hinter der Spitze. Das
durch diese Öffnung eingespritzte Anästhetikum gelangt also unmittelbar in den
beim Einstich der Stichkanüle verletzten Bereich der Dura. Dies führt zu einer
zusätzlichen Reizung des beim Einstich bereits verletzten Gewebes, vor allem jedoch
wird die Dura gefährlich hohen Dosen des durch die Innenkanüle zugeführten
Anästhetikums ausgesetzt.
Die DE-OS 24 03 730 beschreibt eine Injektionsnadel für intravenöse Injektionen, bei
der die Hohlnadel sich in einem Teil ihres Verlaufs abbiegt und dann unter einem
bestimmten Winkel zu ihrer ursprünglichen Richtung weiterverläuft. Eine derartige
Injektionsnadel eignet sich jedoch nicht für die Epiduralanästhesie, da durch sie
weder ein Katheter eingeführt noch in ihr fixiert werden kann.
Die CH 5 02 095 beschreibt eine Injektionsnadel, welche zwei rohrförmige Teilstücke
besitzt, die als Elektroden dienen. Dieses Instrument dient dazu, eine unter der
Haut liegende Nervenfaser zu lokalisieren, durch Anwendung elektrischer Reize zu
identifizieren und anschließend durch Injizieren eines Medikaments zu behandeln.
Diese Injektionsnadel ist für die Epiduralanästhesie ungeeignet, da sich kein Katheter
über ihre Spitze hinaus in den Epiduralraum einführen läßt. Das koaxial
zum äußeren rohrförmigen Teilstück laufende innere Rohr dient nur zur Applikation
elektrischer Reize und ist für die Injektion des Medikaments ohne Bedeutung. Die
Vorrichtung kann nicht zum Legen eines Epiduralkatheters verwendet werden.
Die US 43 08 875 beschreibt eine Amniozentesekanüle, welche der Fruchtwasserentnahme
aus dem Uterus dient. Sie besteht aus einer äußeren Hohlnadel, in welcher
eine innere, nicht hohle Nadel läuft. Die scharfe Spitze der inneren Nadel dient zum
Durchstechen der Haut, Faszie und des Uterus. Sie wird daraufhin entfernt und die
Flüssigkeitsprobe wird durch die äußere Hohlnadel entnommen. Die Kanüle eignet
sich nicht für die Epiduralanästhesie, da die innere Nadel nicht hohl und das Legen
eines Katheters durch die äußere Hohlnadel nicht vorgesehen ist. Weiterhin weist die
Nadel keinen Knick auf, es besteht also das Risiko, daß der eventuell eingeschobene
Katheter in den durch die Nadelspitze verursachten Schnitt der Dura geschoben
würde. Dies würde eine zusätzliche Reizung des verletzten Gewebes bedeuten und
würde die Dura gefährlich hohen Dosen des zugeführten Anästhetikums aussetzen.
Es besteht die Aufgabe, das Instrument so auszubilden, daß der Auslaß des nach
der spinalen Anästhesie gelegten Epiduralkatheters nicht in der Nähe des durch die
Nadelspitze verursachten Schnitts der Dura zu liegen kommt.
Gelöst wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merk
malen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
den Unteransprüchen entnehmbar.
Das vordere Ende der äußeren Nadel ist zur Nadelachse be
vorzugt unter einem Winkel von im wesentlichen 20° gebogen.
Die Spitze dieser Nadel ist so angeschrägt, daß diese
Schräge mit der Achse der Nadel im wesentlichen einen
Winkel von 10° bildet. Die Spitze der inneren Nadel ist
ebenfalls angeschrägt und zwar derart, daß diese Schräge
etwa einen Winkel von 30° mit der Nadelachse bildet.
Hierbei ist die Anordnung so getroffen daß die schrägen
Flächen an den Spitzen der Nadeln in etwa rechtwinklig
zueinander verlaufenden Ebenen angeordnet sind.
Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Instrument;
Fig. 2 eine Ansicht des Instruments in Richtung des
Pfeiles II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1;
Fig. 4 ein im Zusammenhang mit dem Instrument ver
wendetes Bauteil und
Fig. 5 bis 11 verschiedene Phasen beim Einstechen des
Instruments in den Körper.
Entsprechend den Fig. 1 bis 3 weist das Instrument eine
äußere und eine innere Nadelbaueinheit 1 und 2 auf, welche
koaxial zueinander verlaufen. Die äußere Nadelbaueinheit
1 weist eine Tuohy-Standardmetallnadel 10 auf, die an
ihrem rückwärtigen Ende verbunden ist mit einem Ansatz
11 aus Kunststoffmaterial. Die äußere Nadel 10 ist hohl und
erstreckt sich etwa 80 mm vom Ansatz 11 ab. Das vordere
Ende der Nadel 10 ist etwa auf eine Länge von 5 mm nach
unten abgebogen unter einem Winkel α von etwa 20°. Die
Nadelspitze 12 ist angeschliffen und der Anschliff bildet
einen Winkel R von etwa 10° zur Achse des geraden Teils
der Nadel. Dieses abgeschrägte Ende 12 der Nadel bildet
einen scharfen Einstechpunkt, welcher leicht die Haut
durchdringt.
Die Nadel 10 weist drei markierte Abschnitte 13 auf,
welche in gleichen Abständen zueinander angeordnet
sind. Dies ermöglicht, dem Benutzer zu bestimmen,
wie weit die Nadelspitze eingedrungen ist.
Am rückseitigen Ende 14 verläuft die Nadel 10 durch
den Ansatz 11 hindurch, wo sie auch befestigt ist.
Die Befestigung kann durch Einbetten der Nadel im An
satz 11 erfolgen. Die Bohrung durch die Nadel 10 steht
in Verbindung mit einer koaxialen Bohrung 15 durch den
Ansatz 11, welche den gleichen Durchmesser aufweist
wie die Nadelbohrung. Das hintere Ende der Bohrung 15
verbreitert sich konisch und bildet dort eine Luer-Bohrung
16 zur Aufnahme der inneren Nadelbaueinheit 2. Am hinteren
Ende 17 des Ansatzteiles 11 ist ein axial verlaufender
Schlitz 18 an der äußeren Oberfläche des Ansatzteiles 11
vorgesehen. Dieser Schlitz befindet sich an derjenigen
Seite des Ansatzteiles 11, nach welcher das vordere Ende
12 der Nadel 10 geneigt oder gebogen ist.
Die innere Nadelbaueinheit 2 weist eine hohle Metall
nadel 20 auf, die an ihrem rückseitigen Ende mit einem
Ansatzteil 21 aus Kunststoffmaterial verbunden ist.
Die Nadel 20 weist einen geringeren Durchmesser auf
als die äußere Nadel 10 und ist in ihrem Ausgangszustand
über ihre gesamte Länge gerade ausgebildet. Das vordere
Ende 22 der inneren Nadel 20 ist unter einem Winkel
von etwa 30° angeschrägt, wodurch sich eine scharfe
Spitze ergibt. Die innere Nadel 20 ist länger als die
äußere Nadel 10 so daß , wenn die beiden Baueinheiten
1 und 2 miteinander verbunden sind, die innere Nadel etwa
10 mm über das vordere Ende 12 der äußeren Nadel übersteht.
Am hinteren Ende 23 erstreckt sich die innere Nadel 10 über
eine kurze Länge in das Ansatzteil 21 hinein, wo sie auch
befestigt ist. Das Ansatzteil 21 besteht aus einem
transparenten Kunststoffmaterial, dessen Bedeutung
später noch erläutert wird.
Die Bohrung der inneren Nadel 20 erstreckt sich rück
seitig am Ende 23 in eine Bohrung 24 von etwa gleichem
Durchmesser, wobei diese Bohrung 24 axial durch das Ansatz
teil 21 verläuft. Am rückseitigen Ende des Ansatzteiles
21 verbreitert sich die Bohrung 24 konisch und bildet dort
eine Luer-Steckbohrung 25. Die äußere Oberfläche des
Ansatzteiles 21 weist eine im wesentlichen zylindrische
Form auf. Das vordere Ende 26 ist als Luer-Steckteil aus
gebildet, das so dimensioniert ist, daß es in die Luer-
Steckbohrung 16 des anderen Ansatzteiles 11 hinein
paßt. Ein kurzer schlüsselartiger Vorsprung 27 von
rechteckigem Querschnitt verläuft längs der unteren Seite
des Ansatzteiles 21, wie dies der Fig. 1 entnehmbar ist.
Dieser schlüsselartige Vorsprung 27 verläuft axial zum An
satzteil 21 und ist im Abstand zum leicht konischen Steck
teil 26 angeordnet und erstreckt sich über einen kurzen Ab
stand vom rückseitigen Ende dieses Steckteiles. Dieser
Vorsprung 27 fluchtet mit dem Ansatzteil 21 und der Nadel
20 derart, daß wenn der Vorsprung 27 in den Schlitz 18
eingreift, die Ebene der angeschrägten Spitze 22 der inneren
Nadel etwa rechtwinklig zur Ebene der angeschrägten Spitze
12 der äußeren Nadel 10 verläuft.
Am hinteren Ende weist das Ansatzteil 21 einen kurzen
Schlitz 28 an seiner äußeren Oberfläche auf. Dieser
Schlitz verläuft bis zum rückseitigen Ende des Ansatz
teiles 21 und dessen Zweck wird nachstehend noch ver
deutlicht.
Um zu verhindern, daß Körpergewebe während des Einstechens
in die Bohrungen der Nadeln 10 und 20 eindringt, werden
Blockierdrähte in die Bohrungen der Nadel eingesetzt, um
deren vordere Enden 12 und 22 zu verschließen. Ein derartiger
Blockierdraht 40 für die äußere Nadelbaueinheit 1 ist in
Fig. 4 gezeigt. Der Blockierdraht 40 besteht aus einem
massiven Kunststoffschaft 41, der am hinteren Ende ver
bunden ist mit einem Befestigungsteil 42 aus Kunststoff,
über welchen der Blockierdraht erfaßt wird. Die Länge
des Schaftes 41 ist derart, daß wenn die Baueinheit 40
in die äußere Nadel 10 eingesetzt wird, die Spitze des
Schaftes 41 bündig verläuft mit dem angeschrägten vorderen
Ende 12 der äußeren Nadel. Zu diesem Zweck ist das vordere
Ende des Schaftes 41 genauso angeschrägt wie das
jenige der Nadel 10. Das Befestigungsteil 42 weist einen
axial verlaufenden Vorsprung 43 auf, welcher in den Schlitz
18 des Ansatzteiles 11 der äußeren Nadelbaueinheit 1 ein
setzbar ist, wodurch sichergestellt wird, daß die ange
schrägten Enden der Nadel 10 und des Blockierdrahtes 40 gleich
zueinander verlaufen. Der andere Blockierdraht 50 für
die innere Nadelbaueinheit 2 ist entsprechend aufge
baut mit Ausnahme der Abmessungen. Der innere Blockier
draht 50 weist an seinem rückseitigen Befestigungsteil
einen axial verlaufenden Vorsprung auf, welcher in den
Schlitz 28 des Ansatzteiles 21 der inneren Nadelbaueinheit
einpaßt.
Der Gebrauch des Instruments wird nachfolgend anhand der
Fig. 5 bis 11 beschrieben. Als erstes wird, gem.
Fig. 5, die äußere Nadeleinheit mit dem eingesetzten Blockier
draht 40 rechtwinklig durch die Haut 80 des Patienten
in das darunterliegende Gewebe gestoßen. Die Spitze 12 der
Nadel 10 wandert sodann in die spinalen Bänder 51, welche
fest und knorpelig sind, und welche für den Chirurgen be
merkbar werden durch den erhöhten Widerstand beim Ein
stechen. Die Nadeleinheit 1 wird sodann weiter eingedrückt,
wobei die Spitze 12 der Nadel von den spinalen Bändern
51 in den epiduralen Raum 52 gelangt. Die Anwesenheit
des epiduralen Raumes 52 kann auf unterschiedliche
Weise erfaßt werden, beispielsweise wie in der
GB-OS 20 83 364 beschrieben. Das Eindringen bis in den
epiduralen Raum kann auch durch einfaches Beobachten der
Eindringtiefe erfaßt werden. Befindet sich die Nadel
spitze im epiduralen Raum entsprechend Fig. 6, dann wird
der Blockierdraht 40 entfernt und die innere spinale
Nadeleinheit 2 wird zusammen mit ihrem Blockierdraht 50
durch die äußere Nadeleinheit 1 eingesetzt.
Die innere Nadel 20 ist ausreichend biegsam, um durch
die Biegung an der Spitze 12 der äußeren Nadel 10 hin
durchzugehen. Sie tritt dort unter einem Winkel von etwa
20° zur Horizontalen aus. Der in den Schlitz 18 ein
greifende Vorsprung 27 stellt sicher, daß die gebogene
Spitze 22 der spinalen inneren Nadel 20 im wesentlichen
in einer vertikalen Ebene liegt. Da die Fasern der Dura
53 im wesentlichen vertikal verlaufen, wird die Dura
beim weiteren Einführen der inneren Nadel 20 von der
Schneidkante 22 der Nadel im wesentlichen parallel zu
den Durafasern durchdrungen (siehe Fig. 7). Auf diese
Weise wird eine Beschädigung der Dura vermindert und
die Unbequemlichkeit für den Patienten auf ein Minimum
gebracht.
Befindet sich die spinale innere Nadeleinheit 2 an Ort
und Stelle, bei welcher sie in die Dura 53 eingedrungen ist,
dann wird der Blockierdraht 50 entfernt. Ist das Instru
ment korrekt eingeführt, dann fließt cerebro-spinale
Flüssigkeit in die Bohrung der Nadel 20 in das Ansatz
teil 21. Die Transparenz des Ansatzteiles 21 ermöglicht
das Eindringen der cerebro-spinalen Flüssigkeit zu be
obachten, bevor beträchtliche Mengen dieser Flüssigkeit
dort austreten. Die Spitze einer Spritze 60 wird sodann
in die Luer-Steckbohrung 25 eingesetzt (siehe Fig. 8) und
die gewünschte Menge eines Anästhetikums wird über die
innere Nadelbaueinheit 2 in die Dura 53 injiziert.
Die innere Nadeleinheit 2 wird sodann herausgezogen und
die äußere Nadeleinheit 1 wird um 180° gedreht (siehe
Fig. 9), so daß deren Spitze 12 nicht mehr an die Stelle
der Dura 53 weist, zu welcher die innere Nadel 20 ge
führt wurde. Ein epiduraler Katheder 70 (Fig. 10) wird
anschließend in die Nadel 10 eingesetzt bis dieser sich
im epiduralen Raum 52 mit seinem vorderen Ende befindet.
Die äußere Nadeleinheit 1 wird sodann entfernt, jedoch
der Katheder 70 an Ort und Stelle belassen. Über den
Katheder 70 (siehe Fig. 11) kann sodann ein epidurales
Anästhetikum injiziert werden.
Claims (11)
1. Chirurgisches Instrument für die epidurale und spinale Anästhesie, bestehend
aus einer äußeren hohlen Nadelbaueinheit und einer inneren hohlen Nadelbaueinheit,
wobei die innere Nadelbaueinheit koaxial innerhalb der äußeren
Nadelbaueinheit verschiebbar ist, die hinteren Enden der inneren und äußeren
Nadelbaueinheiten mit ineinandergreifenden Teilen versehen sind, welche eine
bestimmte relative Winkelstellung zwischen den Baueinheiten definieren und
das vordere Ende der inneren Nadelbaueinheit über das vordere Ende der
äußeren Nadelbaueinheit übersteht, wenn die ineinandergreifenden Teile miteinander
in Eingriff sind, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Ende
der äußeren Nadelbaueinheit (1) im Winkel α zu dessen Längsachse verläuft.
2. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Winkel α im wesentlichen den Wert 20° hat.
3. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spitze (22) der inneren Nadelbaueinheit (2) oder die
Spitze (12) der äußeren Nadelbaueinheit (1) oder die Spitzen (12, 22) beider
Nadelbaueinheiten (1, 2) abgeschrägt sind.
4. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
ineinander greifenden Teile einerseits aus einem Vor
sprung (27) und andererseits aus einem Schlitz (18)
bestehen.
5. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die
ineinander greifenden Teile (18, 27) an der Außenfläche
der inneren und der äußeren Nadelbaueinheiten (1, 2)
angeordnet sind.
6. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die ange
schrägte Fläche der Spitze (12) der äußeren Nadelbau
einheit (1) unter einem Winkel von im wesentlichen
10° zur Längsachse verläuft.
7. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 3
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
angeschrägte Fläche (22) der inneren Nadelbaueinheit
(2) unter einem Winkel γ von etwa 30° zur Längsachse
verläuft.
8. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 3 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die ange
schrägte Fläche der Spitze (12) der äußeren Nadelbau
einheit (1) in einer Ebene liegt, welche im wesentlichen
rechtwinklig zur angeschrägten Fläche der Spitze (22)
der inneren Nadelbaueinheit (2) verläuft.
9. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß die innere
Nadelbaueinheit (2) an ihrem rückwärtigen Ende ein An
satzteil (21) aufweist, das aus einem transparenten,
durchsichtigen Material besteht.
10. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß die innere
und die äußere Nadelbaueinheiten (1, 2) über eine Luer-
artige Steckverbindung ineinander steckbar sind.
11. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die äußere Nadelbau
einheit (1) eine Steckbohrung (16) und die innere Nadel
baueinheit (2) einen darin einpaßbaren Steckteil (26)
aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
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