-
Verfahren und Vorrichtung zur
-
Herstellung von Kabelbäumen aus Einzelleitern Die Erfindung betrifft
ein Verfahren zur Herstellung von Kabelbäumen aus Einzelleitern nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens
nach dem Oberbegriff des Anspruches 6.
-
Beispielsweise in der Automobilindustrie werden Einzelleiter zu Kabelbäumen
zusammengefasst und im Kraftfahrzeug eingebaut. Hierzu wird von einer Kabelrolle
das jeweilige Kabel abgezogen und durch Ablängen die Einzelleiter hergestellt. Nach
dem Ablängen werden die Einzelleiter abisoliert und auf die abisolierten Enden Stecker
aufgeklemmt.
-
Die so vorgefertigten Einzelleiter werden dann als Schüttgut in Transportkisten
abgelegt. Die Einzelleiter werden hierbei nach der Farbe ihrer Isolierungen, Länge
und der verwendeten Steckerart in verschiedene Transportkisten abgelegt. Anschließend
müssen die Einzelleiter von Hand zum jeweiligen Kabelbaum zusammengefasst werden.
Dabei werden die Stecker der Einzelleiter in entsprechende Steckergehäuse gesteckt.
Dieses Verfahren zur Herstellung von Kabelbäumen ist aufwendig und kostenintensiv.
Da die Kabelbäume von Hand gefertigt werden und die Einzelleiter ungeordnet in den
Transportkisten abgelegt sind, kommt es immer wieder vor, daß versehentlich falsche
Einzelleiter zu Kabelbäumen zusammengefasst werden.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Verfahren
und die gattungsgemäße Vorrichtung so auszubilden, daß die vorgefertigten Einzelleiter
in wirtschaftlicher Weise und praktisch unter Ausschluß von Fehlerquoten zu den
Kabelbäumen zusammengefasst werden können.
-
Diese Aufgabe wird beim gattungsgemäßen Verfahren und bei der gattungsgemäßen
Vorrichtung erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 bzw.
des Anspruches 6 gelöst.
-
Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden die mit den Steckern versehenen
Einzelleiter nicht ungeordnet in Transportkisten oder dergleichen abgelegt, sondern
miteinander lösbar verbunden. Dadurch können die vorgefertigten Einzelleiter geordnet
magaziniert bzw. gespeichert werden.
-
Dadurch entfallen manuelle Ordnungsarbeiten, die das bisherige Verfahren
kostenaufwendig machten. Infolge der geordneten Speicherung der vorgefertigten Einzelleiter
treten beim Zusammenfassen mehrererEinzelleiter nahezu keine Fehlerguoten mehr auf,
so daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zuverlässig die gewünschten Kabelbäume
hergestellt werden können.
-
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Maschine zum Befestigen
der Stecker an den abisolierten Einzelleitern, die üblicherweise eine sogenannte
Crimpmaschine ist, die Verbindungseinheit nachgeordnet, in der die vorgefertigten
und mit den Steckern versehenen Einzelleiter lösbar miteinander verbunden werden.
Diese Arbeit kann somit maschinell und daher auch kostengünstig und mit geringem
Zeitaufwand durchgeführt werden.
-
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den
weiteren
Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
-
Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 in schematischer Darstellung ein bekanntes Verfahren
zur Herstellung von vorgefertigten Einzelleitern, aus denen ein Kabelbaum zusammengestellt
werden soll, Fig. 2 in schematischer Darstellung die lösbare Verbindung der vorgefertigten
Einzelleiter miteinander gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren, Fig. 3 in schematischer
Darstellung den Verfahrensablauf beim Herstellen der Kabelbäume aus den vorgefertigten,
lösbar miteinander verbundenen Einzel leitern nach dem erfindungsgemäßen Verfahren,
Fig. 4 ein Kupplungsstück der erfindungsgemäßen Vorrichtung in perspektivischer
Darstellung, Fig. 5 eine zweite Ausführungsform eines Kupplungsstückes der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in perspektivischer Darstellung mit eingesetzten, vorgefertigten Einzelleitern,
Fig. 6 teilweise im Radialschnitt und teilweise
in Ansicht eine
als Haspel ausgebildete Aufwickelvorrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 7 einen Axialschnitt durch die Aufwickelvorrichtung gemäß Fig. 6, Fig. 8 eine
Vorderansicht des auf die Aufwickelvorrichtung aufgewickelten Kupplungsstückes,
Fig. 9 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer als Haspel ausgebildeten
Aufwickelvorrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 10 einen Axialschnitt
durch die Aufwickelvorrichtung gemäß Fig. 9, Fig. 11 eine weitere Ausführungsform
einer Aufwickelvorrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 12 eine Ansicht
längs der Linie XII-XII in Fig. 11, Fig. 13 in schematischer Darstellung den Verfahrensablauf
beim Verbinden der vorgefertigten Einzelleiter mittels der Kupplungsstücke, Fig.
14 in schematischer Darstellung die Verbindung der vorgefertigten und lösbar miteinander
verbundenen Einzelleiter zu einem Kabelbaum.
-
Zur Herstellung von Kabelbäumen wird bei dem bekannten Verfahren gemäß
Fig. 1 von Kabelrollen 1 ein Kabel abgezogen und in der erforderlichen Länge Einzelleiter
2 abgelängt. Die Enden der Einzelleiter 2.werden abisoliert, das heißt an ihren
Enden wird die Isolierung abgezogen.
-
Auf den freiliegenden Enden des Einzelleiters 2 werden dann Stecker
3, 4 befestigt. Die Stecker 3, 4 werden in einem sogenannten erimpautomaten 5 oder
in einer ähnlichen Maschine aufgebracht. Die so vorgefertigten Einzelleiter 2 werden
dann als Schüttgut in Transportkisten 6 abgelegt.
-
Je nach Länge der Einzelleiter 2 sind diese Transportkisten unterschiedlich
lang. Bei einem Kabelbaum werden häufig Einzelleiter unterschiedlicher Länge und/oder
unterschiedlicher Steckerart und/oder unterschiedlicher Farbe ihrer Isolierung verwendet.
Diese verschiedenartigen Einzelleiter müssen beim bekannten Verfahren mit der Maschine
5 nacheinander hergestellt und in den Transportkisten 6 ungeordnet abgelegt werden.
Anschließend müssen aus diesen Transportkisten 6 die für den Kabelbaum notwendigen
Einzelleiter entnommen und zum Kabelbaum zusammengefasst werden.
-
Hierzu werden die Stecker 3, 4 in entsprechende Steckergehäuse 7 und
8 (Fig. 3) gesteckt und eingerastet. Die Steckergehäuse 7 und 8 an den beiden Enden
der Einzelleiter 2 können unterschiedlich ausgebildet sein, und ihre Aufnahmen für
die Stecker können unterschiedlich angeordnet sein. Die Einzelleiter 2 werden hierzu
von Hand in die Steckergehäuse 7, 8 gesteckt. Hierbei kommt es häufig vor, daß entweder
die falschen Einzelleiter verwendet werden und/oder daß die Stecker der Einzelleiter
in die falschen Aufnahmen der Steckergehäuse 7, 8 gesteckt werden.
-
Mit dem erfindungsgemäßen, im folgenden zu beschreibenden Verfahren
werden diese Probleme zuverlässig vermieden. Die Einzelleiter 2 werden beim erfindungsgemäßen
Verfahren in
gleicher Weise wie oben geschildert, mit den Steckern
3 und 4 vorgefertigt. Hierzu werden die Stecker 3, 4 in bekannter Weise der Maschine
5 zugeführt, in der sie an den abisolierten Enden der Einzelleiter 2 befestigt werden.
-
Anschließend werden die vorgefertigten Einzelleiter 2 aber nicht in
Transportkisten abgelegt, sondern einer Verbindungseinheit 9 zugeführt (Fig. 2).
Hierzu ist die Verbindungseinheit 9 über eine Zuführeinheit 10 mit der Maschine
5 verbunden. Vorzugsweise ist diese Zuführeinheit ein Transportband, auf dem sich
die vorgefertigten Einzelleiter 2 einfach und geordnet ablegen lassen. Die Breite
des Transportbandes 10 ist vorzugsweise kleiner als der Abstand zwischen den Steckern
3, 4, so daß diese im Bereich neben dem Transportband 10 liegen (Fig. 1). Die Einzelleiter
2 liegen senkrecht zur Zuführrichtung 11 (Fig. 2). Die Verbindungseinheit 9 weist
Greifer 57 und 58 (Fig.13) auf, mit denen die Einzelleiter 2 an den Steckern 3,
4 aufgenommen werden. Da die Stecker 3, 4 neben dem Transportband 10 liegen, können
sie von den Greifern einfach erfasst und vom Transportband abgenommen werden. Da
die Maschine 5 die Einzelleiter 2 in einer vorgegebenen Lage auf dem Transportband
10 ablegt, können die Greifer der Verbindungseinheit 9 die vorgefertigten Einzelleiter
2 auch lagerichtig an den Steckern 3, 4 aufnehmen.
-
Die vorgefertigten Einzelleiter 2 nehmen auf dem Transportband 10
ihre gestreckte Lage- mit einer Länge 12 ein. Diese Länge 12 der vorgefertigten
Einzelleiter 2 kann variieren, da die Greifer 57, 58 nach dem Aufnehmen der Einzelleiter
in der Verbindungseinheit 9 so weit in Richtung zueinander bewegt werden, daß der
Abstand 13 zwischen den Steckern 3, 4 ein vorgegebenes Maß beträgt, das kleiner
als die Länge 12 ist.
-
Auf dieses Maß 13 werden die Einzelleiter 2 unabhängig von ihrer Länge
gebracht. Der Einzelleiter 2 hängt daher durch,
wenn seine Länge
größer als der Abstand 13 ist (vgl. Fig.
-
2).
-
Der Verbindungseinheit 9 werden Kupplungsstücke 14 über eine Zuführung
15 (Fig. 13) zugeführt. Innerhalb der Verbindungseinheit 9 werden die vorgefertigten.
Einzelleiter 2 mittels der Kupplungsstücke 14 lösbar miteinander verbunden. Die
durch die Kupplungsstücke 14 miteinander verbundenen Einzelleiter 2 verlassen.die
Verbindungseinheit 9 in Richtung des Pfeiles 16 und gelangen zu einem Zwischenspeicher
17, in dem die lösbar miteinander verbundenen Einzelleiter in geordneter Lage gespeichert..
werden. Vorzugsweise ist der Zwischenspeicher 17 eine Aufwickelvorrichtung, so daß
die Einzelleiter 2 in einfacher Weise im Zwischenspeicher untergebracht werden können,
ohne ihre Ordnung zu verlieren. Die Einzelleiter 2 mit den zwischengeschalteten
Kupplungstücken 14 bilden eine Endlosleitung, die sich ohne Mühe im Zwischenspeicher
17 unterbringen läßt. Er hält die Lage der Kupplungsstücke 14 und der Einzelleiter
2 aufrecht, so daß die Teile lagerichtig zwischengespeichert werden. Dadurch wird
der weitere Verfahrensablauf wesentlich erleichtert und vereinfacht.
-
Auf die beschriebene Weise werden jeweils gleiche Einzelleiter 2 lösbar
miteinander verbunden. Wenn verschiedenartige Einzelleiter 2 zu einem Kabelbaum
zusammengefasst werden sollen, dann ist eine entsprechende Zahl von Zwischenspeichern
17 vorgesehen, so daß jeder Zwischenspeicher nur eine Art von Einzelleitern 2 aufnimmt.
Diese verschiedenen Einzelleiter werden anschließend einer Einrichtung 18 zugeführt
(Fig. 3), in der die Einzelleiter 2 von den Kupplungsstücken 14 wieder gelöst und
zum Kabelbaum zusammengefasst werden. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
sind drei als Aufwickelvorrichtungen
ausgebildete Zwischenspeicher
17 vorgesehen, die jeweils gleiche oder verschiedene, lösbar miteinander verbundene
Einzelleiter 2 aufweisen können. Die Endlosleitungen werden von den Zwischenspeichern
in Richtung der Pfeile 19 in Fig. 3 abgezogen und der Einrichtung 18 zugeführt.
In der Einrichtung 18 werden die Kupplungsstücke 14 von den Einzelleitern 2 gelöst.
An die Einrichtung 18 ist ferner eine Zuführung 20 angeschlossen, mit der die Steckergehäuse
7 und 8 der Einrichtung 18 zugeführt werden.
-
Innerhalb der Einrichtung 18 werden dann die Einzelleiter 2 der drei
Zwischenspeicher 17 mit den Steckern 3, 4 in die Steckergehäuse 7, 8 gesteckt. Der
fertige Kabelbaum 21 verläßt dann die Einrichtung 18 in Richtung des Pfeiles 22.
-
Da die Zwischenspeicher 17 die Lage der Kupplungsstücke 14 und damit
auch die Lage der Einzelleiter 2 erhalten, können nach Länge, Farbe der Isolierung,
nach Querschnitt, nach Steckerausbildung und dergleichen sortierte und geordnete
Einzelleiter parallel der Einrichtung 18 zugeführt werden.
-
Dadurch lassen sich auf kleinstem Raum die für den herzustellenden
Kabelbaum 21 notwendigen Einzelleiter 2 einfach zuführen. Die Steckergehäuse 7,
8 werden vorzugsweise in der E = Einrichtung 48 umlaufenden Paleten 23 zugefEwttafdenen
sich die Steckergehäuse in einfacher Weise lagerichtig positionieren lassen. Die
Steckergehäuse 7, 8 bilden den Anfang und das Ende des Kabelbaumes 21. Die in der
Einrichtung 18 von den Einzelleitern 2 gelösten Kupplungsstücke 14 werden in Richtung
des Pfeiles 24 wieder zurückgeführt, so daß sie erneut eingesetzt werden können.
-
Mit dem beschriebenen Verfahren lassen sich die Kabelbäume 21 vollautomatisch
und damit wirtschaftlich herstellen.
-
Da die Einzelleiter 2 geordnet und zwischengespeichert
werden,
genügt eine Maschine 5, um dievverschiedenen Einzelleiter herzustellen. Infolge
der Zwischenspeicherung ist keine manuelle Ordnungsarbeit mehr notwendig, da die
Einzelleiter infolge der lösbaren Verbindung miteinander durch die Kupplungsstücke
14 genau lagerichtig miteinander verbunden werden und diese Ordnung bei der Zwischenspeicherung
nicht aufgehoben wird. Die Vorfertigung der für die Kabelbäume 21 notwendigen Einzelleiter
2 verursacht keine Stillstandszeiten, da sie auf den Zwischenspeichern 17 in geordneter
Weise gelagert werden, so daß bei einem Werkzeugwechsel oder bei Defekten stets
eine ausreichende Zahl von Einzel leitern für die weitere Fertigung zur Verfügung
steht. Infolge des vollautomatischen Verfahrensablaufes ergeben sich übersichtliche
Arbeitsplätze. Außerdem sind Fehlanschlüsse der Einzelleiter an den Steckergehäusen
7, 8 praktisch ausgeschlossen, so daß nach diesem Verfahren hergestellte Kabelbäume
21 nur äußerst geringe Fehlerquoten aufweisen.
-
Das Kupplungsstück 14 hat eine rechteckförmige Grundplatte 25 (Fig.
4), an deren Schmalseiten 26 und 27 jeweils ein Halteteil 28 und 29 vorgsehen ist.
Die Halteteile stehen senkrecht über die Oberseite der Grundplatte 25 und sind vorzugsweise
einstückig mit ihr ausgebildet. Mit ihnen werden die vorgefertigten Einzelleiter
2 gehalten. Damit diese Einzelleiter 2 einfach mit den Kupplungsstücken 14 verbunden
werden können, wird jeder Halteteil 28, 29 von zwei Rastschenkeln 30, 31 und 32,
33 gebildet, die mit Abstand einander gegenüberliegen und die an ihren freien Enden
jeweils mit einer Einführschräge 34 versehen sind, damit die Einzelleiter 2 leicht
zwischen die Rastschenkel geschoben werden können. Die Einzelleiter 2 werden zwischen
den Rastschenkeln 30-33 rastend gehalten, so daß sie nicht unbeabsichtigt von den
Kupplungsstücken 14 gelöst
werden können. Diese Rastung wird dadurch
erreicht, daß am Übergang von der Grundplatte 25 zu den Rastschenkeln eine Vertiefung
35, 36 in der Oberseite der Grundplatte 25 vorgesehen ist. Die Vertiefungen 35,
36 erstrecken sich über die gesamte Dicke der Rastschenkel 30-33, und ihre maximale
lichte Weite ist größer als der Abstand zwischen den einander gegenüberliegenden
Rastschenkeln jedes Halteteiles 28 und 29. Dadurch werden Hinterschneidungen in
den Vertiefungen gebildet, die die Einzelleiter mit ihren Steckern übergreifen und
diese am Kupplungsstück 14 verrasten. Die Vertiefungen 35, 36 gehen an ihren einander
zugewandten Seiten jeweils in weitere Vertiefungen 37, 38 in der Oberseite der Grundplatte
25 über. Diese weiteren Vertiefungen sind an die Umrißform der Stecker 3, 4 der
Einzelleiter angepaßt, die, wie Fig. 5 zeigt, in Kupplungslage in diese Vertiefungen
37, 38 ragen. Das Kupplungsstück 14 ist spiegelsymmetrisch zu seiner Längs-und seiner
Quermittelebene ausgebildet, so daß bei der Zuführung der Kupplungsstücke zur Verbindungseinheit
9 nicht auf deren Lage geachtet werden muß In den Halteteilen 28, 29 können die
Einzelleiter 2 mit ihren Steckern 3 und 4 in der beschriebenen Weise eingerastet
und dadurch sicher mit dem Kupplungsstück verbunden werden. Wenn die Stecker 3,
4 asymmetrisch ausgebildet sind, lassen sie sich lagerichtig mit dem Kupplungsstück
14 verbinden. Die Symmetrieebene des Kupplungsstückes kann als Sortiermerkmal herangezogen
werden, so daß die Kupplungsstücke in einfacher Weise der Verbindungseinheit 9 in
der richtigen Lage zugeführt werden können. Die Halteteile 28, 29 können unterschiedliche
Steckerformen aufnehmen, so daß bei Verwendung anderer Steckerarten keine neuen
Kupplungsstücke benötigt werden.
-
Die Kupplungsstücke 14 lassen sich leicht greifen und positionieren,
so daß der Verfahrensablauf erleichtert wird.
-
Vorzugsweise bestehen die Kupplungsstücke 14 aus Kunststoff.
Sie
können dadurch kostengünstig hergestellt werden und haben eine lange Lebensdauer.
Die Kupplungsstücke werden, wie oben erläutert, wieder verwendet, wodurch das Verfahren
zur Herstellung der Kabelbäume 21 verbilligt wird.
-
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 ist das Kupplungsstück 14a im
wesentlichen gleich ausgebildet wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4. Lediglich
die Vertiefungen 35a, 36a sind nicht mehr in der Oberseite der Grundplatte 25a vorgesehen.
Die Vertiefungen sind vielmehr in einem Übergangsbereich zwischen den beiden Rastschenkeln
30a, 31a und 32a, 33a der beiden Halteteile 28a, 29a vorgesehen. Dadurch liegen
die Vertiefungen 35ä,36a mit Abstand oberhalb der Grundplatte 25a. Die Stecker 3,
4, von denen in Fig. 5 lediglich der Stecker 3 zu sehen ist, liegen darum unmittelbar
auf der Grundplatte 25a auf. Im übrigen werden die Stecker der Einzelleiter 2 auf
gleiche Weise an den Halteteilen 28, 29 verrastet wie bei der Ausführungsform gemäß
Fig. 4.
-
Wie Fig. 13 näher zeigt, werden die Kupplungsstücke 14 auf der Zuführung
15 mit Abstand hintereinander der Verbindungseinheit 9 zugeführt. Auf der Zuführung
15 liegen die Kupplungsstücke 14 mit ihren Längsseiten senkrecht zur Zuführrichtung
39. Die vorgefertigten Einzelleiter 2 werden in Zuführrichtung 11 der Verbindungseinheit
9 zugeführt.
-
Die Stecker 3, 4 der vorgefertigten Einzelleiter 2 haben den vorgegebenen
Abstand 13 voneinander (Fig. 2). Innerhalb der Verbindungseinheit 9 wird die Transportrichtung
der Kupplungsstücke 14 geändert. Sobald die Kupplungsstücke 14 an das Ende der Zuführung
15 gelangen, gelangen sie auf eine Transporteinrichtung 40, mit der die Kupplungsstücke
in ihrer Längsrichtung mit Abstand hintereinander weiter
transportiert
werden. Die Zuführung der Kupplungsstücke 14 und der vorgefertigten Einzelleiter
2 ist so aufeinander abgestimmt, daß mit den Greifern 57, 58 der Verbindungseinheit
9 die Einzelleiter 2 mit ihren Steckern 3, 4 in die benachbarten Halteteile 28,
29 benachbarter Kupplungsstücke 14 eingerastet werden. Dadurch werden die Kupplungsstücke
14 durch die Einzelleiter 2 miteinander verbunden. Die Stecker 3, 4 haben in bekannter
Weise noch hülsenförmige Abschnitte, mit denen sie auf den Einzelleitern befestigt
sind. Diese Hülsen bilden Versteifungen, mit denen die Einzelleiter 2 einfach zwischen
die Rastschenkel 30-33 der Kupplungsstücke geschoben und verrastet werden können.
-
Fig. 13 zeigt in der linken Hälfte der Transporteinrichtung 40 zwei
aufeinanderfolgende Kupplungsstücke 14 , in die gerade ein Einzelleiter 2 eingesetzt
worden ist. Nach dem Einsetzvorgang werden die Greifer in die Ausgangsstellung zurückbewegt
und das in Transportrichtung 16 vordere Kupplungsstück 14 weitertransportiert, während
das nachfolgende Kupplungsstück 14 noch in seiner Ausgangslage bleibt. Dadurch wird
der zwischen den Kupplungsstücken durchhängende Einzelleiter gestreckt. Sobald er
die gestreckte Lage erreicht hat, werden beide Kupplungsstücke gleichzeitig und
in gleichem Maße in Transportrichtung 16 weitertransportiert. Mit der Zuführung
15 werden dann die Kupplungsstücke.um einen Schritt weitertransportiert, so daß
das nächste Kupplungsstück auf die Transporteinrichtung 40 gelangt. Dann erfolgt
der Steckvorgang in der gleichen Weise.
-
Da die Abstände zwischen den aufeinanderfolgenden Kupplungsstücken
14 so groß ist, daß die mit ihnen verbundenen Einzelleiter 2 ihre gestreckte Lage
einnehmen, wird in einfacher Weise verhindert, daß der so gebildete Endlosstrang
aus Kupplungsstücken und Einzelleitern infolge
eventuell durchhängender
Einzelleiter hängenbleibt und den Verfahrensablauf stört. Der Endlosstrang wird
entsprechend dem Verrastungsvorgang schrittweise aus der Verbindungseinheit 9 transportiert
und dem Zwischenspeicher 17 zugeführt.
-
Da die Einzelleiter 2 nicht in gestreckter Lage in die Kupplungsstücke
14 eingesetzt werden, muß die Verbindungseinheit 9 nicht verstellt werden, wenn
unterschiedlich lange Einzelleiter verarbeitet werden sollen. Die Kupplungsstücke
14 werden vorzugsweise mittels einer (nicht dargestellten) Sortiereinrichtung der
Zuführung 15 übergeben, damit sie lagerichtig in die Verbindungseinheit 9 gelangen.
-
Der Verbindungseinheit 9 ist der Zwischenspeicher 17 nachgeordnet,
der vorzugsweise durch eine Aufwickelvorrichtung gebildet wird. Auf ihr läßt sich
der aus den Kupplungsstücken 14 und den Einzelleitern 2 gebildete Endlosstrang in
einfacher Weise aufwickeln (Fig. 2). Die Aufwickelvorrichtung 17 ist vorzugsweise
eine Haspel, die drehbar auf einer Achse 41 gelagert ist (Fig. 6-8). Die Haspel
hat einen auf der Achse 41 sitzenden Kern 42,an dessen beiden Enden kreisförmige
Seitenwände 43 und 44 vorgesehen sind, die vorzugsweise einstückig mit dem Kern
ausgebildet sind.
-
Die Seitenwände begrenzen einen ringförmigen Aufnahmeraum 47 für den
Endlosstrang. Die Breite 45 des Aufnahmeraumes 47 ist kleiner als die doppelte Breite
46 des.Kupplungsstückes 14, so daß die nach dem Aufwickeln aufeinanderliegenden
Kupplungsstücke 14 nicht innerhalb des Aufnahmeraumes 47 nebeneinanderliegen können.
Dadurch ist sichergestellt, daß der Endlosstrang sauber auf die Aufwickelvorrichtung
17 aufgewickelt werden kann. Der Durchmesser 48 des Kerns 42 ist auf die Länge der
Kupplungsstücke 14 und der Einzelleiter 2 abgestimmt. Er ist so groß, daß die
unmittelbar
auf dem Kern 42 aufliegenden Kupplungsstücke 14 nicht eine solche Schräglage einnehmen
können, daß die Einzelleiter 2 aus ihnen herausrutschen können. Infolge der geringen
Breite 45 des Aufnahmeraumes:47 werden die Kupplungsstücke 14 seitlich geführt,
so daß ein lagerichtiges Speichern des Endlosstranges zuverlässig gewährleistet
ist.
-
Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 9 und 10 sind auf der Achse
41 mehrere Aufwickelvorrichtungen 17, vorzugsweise Haspeln, vorgesehen, die im wesentlichen
gleich ausgebildet sind wie die Ausführungsform gemäß den Fig. 6-8.
-
Die Aufwickelvorrichtungen 17 sind drehfest miteinander verbunden,
so daß benachbarte Aufwickelvorrichtungen nicht gegeneinander verdreht werden können.
Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft dort einsetzbar, wo sehr lange Stränge
von Kupplungsstücken 14 und Einzelleitern 2 verwendet werden.und die Aufwickelvorrichtungen
keine großen Durchmesser aufweisen können. In diesem Falle wird zunächst der Endlosstrang
auf die eine Aufwickelvorrichtung.17 gewickelt. Anschließend wird er auf die.benachbarte
Aufwickelvorrichtung gewickelt. Damit der Endlos strang beim Übergang von der einen
Aufwickelvorrichtung zur anderen nicht unterbrochen werden muß, sind die Seitenwände
43, 44 mit einem radial verlaufenden Schlitz.49 versehen, der vom Umfang der Seitenwände
bis zum Kern 42 verläuft. Der Endlosstrang kann somit durch die Schlitze in den
Seitenwänden von der. einen Aufwickelvorrichtung zur benachbarten Aufwickelvorrichtung
geführt werden.
-
Da die Aufwickelvorrichtungen 17 drehfest miteinander verbunden sind,
wird ein Abreissen des Endloskabels während des Auf-und Abwickelns vermieden.
-
Die Fig. 11 und 12 zeigen eine konstruktiv einfache Ausführungsform
einer Aufwickelvorrichtung 17a. Der auf der
Achse .41 sitzende
Kern 42a ist länger. als bei der vorigen Ausführungsform. Auf ihm sind mehrere,
jeweils gleich ausgebildete Zwischenwände 50 vorgesehen, die gleich ausgebildet
sind wie die Zwischenwände 43, 44 der. vorigen Ausführungsform. Jeweils benachbarte
Zwischenwände 50 begrenzen jeweils einen Aufnahmeraum 47 für den Endlosstrang aus
Einzelleitern.2 2 und Kupplungsstücken 14. An beiden Enden des Kerns 42a sind Endwände
51, 52 vorgesehen, die aus Stabilitätsgründen.dicker als die Zwischenwände 50 sind
und größeren Durchmesser als diese haben. Die Endwände begrenzen ebenfalls Aufnahmeräume
47. Die Zwischenwände 50 sind nicht relativ gegeneinander. verdrehbar, um ein Abreissen
des Endlosstranges zu verhindern.- Jede Zwischenwand 49 hat den radial verlaufenden'Schlitz;49,
durch den der Endlosstrang vom einen Aufnahmeraum 47 in den benachbarten geführt
werden kann. Die Breite der.Aufnahmeräume 47 ist wiederum entsprechend wie bei der.
vorherigen Ausführungsform auf die Breite der Kupplungsstücke 14 abgestimmt.
-
Die Zwischenwände 50 können auch axial verschiebbar gelagert sein,
so daß die jeweiligen Aufnahmeräume 47 erst dann durch Axialverschieben gebildet
werden, wenn sie benötigt werden. Die verschiebbaren Zwischenwände sind hierbei
ebenfalls gegen Drehen relativ zueinander gesichert.
-
Fig. 14 zeigt den Aufbau und die Arbeitsweise der Einrichtung 18,
mit der die Kabelbäume 21 aus den Einzelleitern 2 und den Steckergehäusen 7 und
8 hergestellt werden. Von den Zwischenspeichern 17 werden die Endlosstränge in Zuführrichtung
19 der Einrichtung 18 zugeführt.
-
Da die Endlosstränge auf die Aufwickelvorrichtungen gewickelt sind,
lassen sie sich parallel zueinander in einfacher Weise zuführen. Die Steckergehäuse
7, 8 werden von
Sortiereinrichtungen. 53 aus den Paletten 23 der
Einrichtung 18 in geordneter Weise-zugeführt. Die Steckergehäuse 7, 8 können gleich
oder unterschiedlich ausgebildet sein. In der Einrichtung 18 ist eine Transporteinrichtung
54 vorgesehen, mit der die Paletten 23- mit den auf ihnen befindlichen Steckergehäusen
7, 8.zu den einzelnen Arbeitsstellen innerhalb der Einrichtung 18 transportiert
werden, Die Paletten 23 rden in Pfeilrichtung 55 in den Bereich der Zwischenspeicher
17 taktweise transportiert. Pro Takt wird von jedem Endlosstrang der Zwischenspeicher
17 jeweils ein Einzelleiter;.2mit Greifern erfasst, die Kupplungsstücke 14 abgetrennt
und der Einzelleiter in die Stecköffnungen der beiden Steckergehäuse gesteckt. Da
im Ausführungsbeispiel der herzustellende Kabelbaum 21 drei Einzelleiter aufweist,
sind zur Zuführung der hierfür benötigten Einzelleiter drei Zwischenspeicher 17
vorgesehen. Beim ersten Takt.wird vom Zwischenspeicher 17 zunächst der erste Einzelleiter
abgenommen und in die Steckergehäuse 7, 8 gesteckt. Wie Fig.
-
14 zeigt, werden die Einzelleiter mit dem Steckergehäuse 7 der vorlaufenden
Palette 23 und mit dem Stecker 8 der nachlaufenden Palette 23 verbunden. Anschließend
werden die Paletten 23 um einen Schritt weitergetaktet. Dann wird vom zweiten Zwischenspeicher
17 in der beschriebenen Weise der Einzelleiter abgenommen und in die Steckergehäuse
7 und 8 gesteckt. Anschließend werden die Paletten 23 wiederum um einen Schritt
weitergetaktet.. Die durch zwei Einzelleiter miteinander verbundenen Steckergehäuse
7, 8 befinden sich. nun im Arbeitsbereich des dritten Zwischenspeichers 17, von
dem nunmehr der dritte Einzelleiter abgenommen und in die Steckergehäuse gesteckt
wird. Nunmehr-ist der Kabelbaum 21 fertiggestellt. Auf diese Weise werden die Paletten
23 mit den Steckergehäusen
7, 8 taktweise an den Arbeitsbereichen
der Zwischenspeicher vorbeigeführt.
-
Die in der Einrichtung 18 von den Einzelleitern 2 ge-.
-
trennten Kupplungsstücke 14 werden in Richtung 56 transportiert und
gesammelt und dann zur Verbindungseinheit 9 z-urückgeführt.
-
Wenn die jeweiligen Einzelleiter 2 in die Steckergehäuse 7 und 8 eingesteckt
werden, sind die Greifer: so ausgebildet, daß sie die Verbindung von Einzelleiter.und
Steckergehäuse prüfen können. Die Greifer,. die die Einzelleiter an den Steckern
3, 4 erfassen,. stecken diese in die zugehörigen Stecköffnungen der Steckergehäuse.
Anschließend werden die Greifer entgegen Steckrichtung zurückgefahren. Ist die Venastung
zwischen dem Steckergehäuse und dem Stecker ausreichend, tritt..beim Zukückfahren
eine Zugkraft auf. Sie zeigt an, daß der Einzelleiter ordnungsgemäß im Steckergehäuse
verrastet ist. Andernfalls steckt der Greifer erneut den Stecker.des.Einzelleiters
in die Stecköffnungen des Steckergehäuses. Diese:Zugprüfeinrichtung in der Einrichtung
18 gewährleistet, daß die Steckverbindungen der die Einrichtung verlassenden Kabelbäume
21 ordnungsgemäß sind. In der Einrichtung. 18 ist vorzugsweise außerdem eine Prüfeinheit
vorgesehen, mit der die Kabelbäume 21 auf elektrischen Durchgang geprüft werden
können.
-
Die fertigen Kabelbäume 21 werden dann abgelegt und können entweder
von Hand oder automatisch weitertransportiert werden.
-
Die Steuerung der Greifer in der Verbindungseinheit 9 und in der Einheit
18 erfolgt vollautomatisch, vorzugsweise durch eine NC-Steuerung. Die Bewegungsabläufe
werden durch
ein Programm bestimmt, das zur Anpassung an unterschiedliche
Einzelleiter und Steckergehäuse einfach geändert werden kann.